Lesedauer: ca. 8 Minuten Artikeltyp: Beispiel

Abkürzung „ebd.“ (ebenda)

Die Abkürzung „ebd.“ steht für „ebenda“ und verweist auf dieselbe Quelle, die unmittelbar zuvor zitiert wurde. Sie wird vor allem in Fußnoten und Endnoten genutzt, nicht im Literaturverzeichnis. Bei gleicher Fundstelle reicht „ebd.“, bei anderer Seite wird die neue Seitenzahl ergänzt, z. B. „ebd., S. 18“. Wichtig ist, dass kein anderer Quellenverweis dazwischensteht. In APA, Harvard, MLA oder Vancouver wird „ebd.“ in der Regel nicht verwendet; in der deutschen Zitierweise und bei Chicago-Fußnoten kann es zulässig sein. Häufige Fehler entstehen durch Nutzung nach unterbrochener Quellenfolge, im Literaturverzeichnis oder durch falsche Schreibweisen wie „ebda“ oder „Ebd“.

Abkürzung

Bedeutung

Abkürzung „ebd.“ – Bedeutung

Die Abkürzung „ebd.“ steht für „ebenda“. Sie wird in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet, um auf dieselbe Quelle hinzuweisen, die unmittelbar zuvor bereits zitiert wurde. Dadurch bleibt eine Quellenangabe kompakt und unnötige Wiederholung wird vermieden.

Abkürzung: ebd.

Bedeutung: ebenda

Herkunft: lateinisch ibidem = am gleichen Ort / eben dort

Englische Entsprechung: ibid.

„ebd.“ zeigt an, dass dieselbe Quelle direkt erneut verwendet wird. Die Seitenzahl kann gleich bleiben oder sich ändern. Bei einer anderen Seite wird die neue Seitenzahl ergänzt.

Wann wird „ebd.“ verwendet?

  • wenn dieselbe Quelle direkt hintereinander zitiert wird,
  • wenn dieselbe Quelle erneut verwendet wird, aber eine andere Seitenzahl gemeint ist,
  • wenn das gewählte Zitationsschema die Verwendung von „ebd.“ erlaubt,
  • vor allem in Fußnoten oder Endnoten der deutschen Zitierweise.

Beispiele:

Müller (2020), S. 15.
ebd.

Müller (2020), S. 15.
ebd., S. 18.

1a-Studi-Tipp

Nutze „ebd.“ ausschließlich, wenn unmittelbar auf dieselbe zuvor genannte Quelle verwiesen wird. Für das Literaturverzeichnis ist immer die vollständige Quellenangabe erforderlich.

Anwendung

Verwendung von „ebd.“ in Zitaten

Die Abkürzung „ebd.“ wird typischerweise in Fußnoten oder Endnoten verwendet. Entscheidend ist, dass die Quelle direkt zuvor genannt wurde. Wird zwischenzeitlich eine andere Quelle zitiert, ist „ebd.“ nicht mehr eindeutig.

Zitationsschema für „ebd.“

Ob „ebd.“ verwendet werden darf, hängt vom Zitierstil und von den Richtlinien der Hochschule ab. Besonders in der deutschen Fußnotenzitierweise ist „ebd.“ verbreitet.

Zitationsschema Gleiche Quelle, gleiche Seite Gleiche Quelle, andere Seite
APA Nein Nein
Harvard Nein Nein
MLA Nein Nein
Chicago Je nach Vorgabe möglich Je nach Vorgabe mit neuer Seitenzahl möglich
Deutsche Zitierweise Ja Ja, mit neuer Seitenzahl
Vancouver Nein Nein

Direkt aufeinanderfolgende Zitierung derselben Seite

Wenn dieselbe Quelle unmittelbar erneut zitiert wird und dieselbe Seite gemeint ist, genügt „ebd.“.

Fußnote 1:
Müller, Anna: Soziologische Grundlagen, Berlin 2020, S. 15.

Fußnote 2:
ebd.

Direkt aufeinanderfolgende Zitierung mit anderer Seite

Wenn dieselbe Quelle unmittelbar erneut zitiert wird, aber eine andere Seite gemeint ist, wird die neue Seitenzahl ergänzt.

Fußnote 1:
Müller, Anna: Soziologische Grundlagen, Berlin 2020, S. 15.

Fußnote 2:
ebd., S. 18.

Verwendung von „ebd.“ im Literaturverzeichnis

„ebd.“ wird nicht im Literaturverzeichnis verwendet. Dort müssen alle Quellen vollständig und eindeutig angegeben werden.

Müller, Anna (2020): Soziologische Grundlagen. Berlin: Springer.

Englische Entsprechung: „ibid.“

Im englischsprachigen Raum entspricht „ebd.“ der Abkürzung „ibid.“. Auch diese Form verweist auf dieselbe unmittelbar zuvor zitierte Quelle.

Deutsch Englisch Beispiel
ebd. ibid. ibid., p. 18.

Fehler vermeiden

Häufige Fehler bei der Verwendung von „ebd.“

Bei „ebd.“ entstehen häufig Fehler, wenn die Abkürzung nach einer Unterbrechung durch andere Quellen verwendet wird, im Literaturverzeichnis erscheint oder falsch geschrieben wird.

Verwendung nach Unterbrechung durch andere Quellen

„ebd.“ darf nur verwendet werden, wenn direkt zuvor dieselbe Quelle genannt wurde. Sobald eine andere Quelle dazwischensteht, ist der Rückverweis nicht mehr eindeutig.

Richtig


„ebd.“ nur bei unmittelbar aufeinanderfolgenden Verweisen auf dieselbe Quelle verwenden.

Falsch


Müller, 2020, S. 15 – Schmidt, 2019, S. 20 – ebd., S. 25.

Verwendung im Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis hat „ebd.“ keine Funktion. Jede Quelle muss vollständig und nachvollziehbar angegeben werden.

Richtig


Im Literaturverzeichnis vollständige Quellenangaben aufführen.

Falsch


„ebd.“ im Literaturverzeichnis verwenden.

Falsche Schreibweise

Die Abkürzung wird kleingeschrieben und endet mit einem Punkt. Varianten wie „Ebd“, „ebd“ oder „ebda“ sind formal falsch.

Richtig


ebd.

Falsch


Ebd, ebd oder ebda.

Verwechslung mit „a. a. O.“

„ebd.“ verweist auf die unmittelbar vorherige Quelle. „a. a. O.“ verweist dagegen auf eine bereits früher vollständig zitierte Quelle, wenn zwischenzeitlich andere Quellen genannt wurden.

Richtig


„ebd.“ für direkte Wiederholung, „a. a. O.“ für spätere Rückverweise verwenden.

Falsch


„ebd.“ verwenden, obwohl eine andere Quelle dazwischensteht.

Abkürzungsverzeichnis

ebd. Beispiel im Abkürzungsverzeichnis

Wenn „ebd.“ in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet wird, kann die Abkürzung im Abkürzungsverzeichnis aufgenommen werden. Das ist besonders sinnvoll bei Arbeiten mit vielen Fußnoten oder mehreren zitiertechnischen Abkürzungen.

Abkürzung Bedeutung
ebd. ebenda
ibid. ibidem / ebenda
a. a. O. am angegebenen Ort

Beachte die Zitationsvorgaben deiner Hochschule. „ebd.“ ist vor allem in der deutschen Zitierweise mit Fußnoten zulässig und hilft, unmittelbare Wiederholungen derselben Quelle zu vermeiden.

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Studiengänge

Hierzu passende Studiengänge

Die Abkürzung „ebd.“ ist besonders in Studiengängen relevant, in denen mit Fußnoten, historischen Quellen, juristischen Nachweisen oder geisteswissenschaftlicher Literaturarbeit gearbeitet wird.

Rechtswissenschaft


„ebd.“ wird in juristischen Hausarbeiten, Kommentierungen und Gutachten genutzt, wenn dieselbe Quelle unmittelbar erneut zitiert wird.

Geschichtswissenschaft


In historischen Arbeiten mit dichtem Fußnotenapparat hilft „ebd.“, wiederholte Quellenverweise kompakt zu halten.

Germanistik / Literaturwissenschaft


Bei textnahen Analysen und Editionen kann „ebd.“ unmittelbare Wiederholungen derselben Quelle abkürzen.

Theologie / Religionswissenschaft


In exegetischen und historischen Studien wird „ebd.“ häufig in Fußnoten verwendet, wenn dieselbe Quelle direkt erneut belegt wird.

Philosophie


Philosophische Arbeiten mit enger Argumentationsführung nutzen „ebd.“ zur Vermeidung wiederholter Vollbelege.

Kunstgeschichte


Bei Werkverzeichnissen, Katalogen und ikonografischen Analysen kann „ebd.“ wiederholte Nachweise in Fußnoten verkürzen.

Reflexion

Kritische Reflexion

Die Abkürzung „ebd.“ erleichtert das wissenschaftliche Zitieren, weil sie unmittelbare Wiederholungen derselben Quelle verkürzt. Dadurch wird der Fußnotenapparat kompakter und Redundanz vermieden.

Gleichzeitig birgt „ebd.“ ein hohes Risiko für Unklarheit. Sobald eine andere Quelle zwischen zwei Verweisen steht, ist die Bezugnahme nicht mehr eindeutig. Auch bei langen Fußnoten oder mehreren Werken desselben Autors kann die Nachvollziehbarkeit leiden.

Zudem ist „ebd.“ nicht in jedem Zitierstil vorgesehen. APA, Harvard, MLA oder Vancouver arbeiten in der Regel nicht mit dieser Abkürzung. Wer „ebd.“ verwendet, muss daher immer die Hochschulrichtlinien und das konkrete Zitationsschema prüfen.

Wissenschaftlich sinnvoll ist „ebd.“ nur dann, wenn der Rückverweis eindeutig, unmittelbar und formal erlaubt ist. In Zweifelsfällen ist ein Kurzbeleg oft transparenter als eine zu knappe Abkürzung.

Fazit

„ebd.“ steht für „ebenda“ und verweist auf dieselbe unmittelbar zuvor zitierte Quelle. Die Abkürzung gehört vor allem in Fußnoten oder Endnoten, nicht in das Literaturverzeichnis. Entscheidend sind Eindeutigkeit, direkte Wiederholung und die Vorgaben des Zitierstils.

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