Abkürzung für Seite (S.)
Die Abkürzung „S.“ steht für „Seite“ und wird in wissenschaftlichen Arbeiten vor allem bei Zitaten, Quellenverweisen und Querverweisen genutzt, z. B. „Müller, 2020, S. 45“. Dieselbe Abkürzung gilt auch für mehrere Seiten, etwa „S. 23–25“. Im Fließtext sollte „Seite“ meist ausgeschrieben werden; in Literaturangaben, Fußnoten und Klammerverweisen ist „S.“ üblich. Wichtig sind der Punkt nach „S.“ und eine einheitliche Verwendung im gesamten Dokument. Häufige Fehler entstehen durch fehlenden Punkt, uneinheitliche Schreibweisen oder unklare Seitenbereiche.
Bedeutung
Abkürzung für Seite – Bedeutung
Die Abkürzung „S.“ steht für „Seite“ oder „Seiten“. Sie wird in wissenschaftlichen Arbeiten besonders häufig bei Zitaten, Quellenverweisen, Fußnoten, Tabellenverweisen und Literaturangaben verwendet.
Abkürzung: S.
Bedeutung: Seite / Seiten
Kontext: Zitation, Quellenangaben, Fußnoten, Literaturverzeichnis, Querverweise und Fundstellen
Die Abkürzung bleibt im Singular und Plural gleich. Ob eine einzelne Seite oder mehrere Seiten gemeint sind, ergibt sich aus der konkreten Seitenangabe.
Beispiele:
„Vgl. Mustermann (2022, S. 45).“
„Die relevanten Stellen befinden sich auf S. 23–25.“
„Siehe Tabelle auf S. 12.“
Nutze „S.“ vor allem bei Zitaten, Fußnoten und Querverweisen. Im normalen Fließtext ist die ausgeschriebene Form „Seite“ häufig besser lesbar.
Anwendung
Wie kürzt du „Seite“ und „Seiten“ richtig ab?
Die Abkürzung „S.“ wird sowohl für eine einzelne Seite als auch für mehrere Seiten verwendet. Eine zusätzliche Pluralform ist im Deutschen nicht notwendig.
Grundregel
| Begriff | Abkürzung | Beispiel |
|---|---|---|
| Seite | S. | S. 45 |
| Seiten | S. | S. 23–25 |
Regel 1: Verwendung bei Zitaten und Querverweisen
„S.“ wird vor allem bei Fundstellen verwendet. Dazu gehören direkte Zitate, indirekte Zitate, Fußnoten, Tabellenverweise und Verweise auf Abbildungen oder Anhänge.
„Vgl. Mustermann (2022, S. 45).“
„Siehe Tabelle auf S. 12.“
„Die Definition findet sich bei Müller (2020, S. 18–19).“
Regel 2: Einheitlichkeit im gesamten Dokument
Die Abkürzung sollte in einer Arbeit einheitlich verwendet werden. Ein Wechsel zwischen „S.“, „Seite“, „p.“ und „pp.“ ohne System wirkt formal unsauber.
Deutsch: S. 45
Englisch: p. 45
Englischer Seitenbereich: pp. 45–47
Regel 3: Plural aus dem Kontext erkennen
Ob „S.“ für eine einzelne Seite oder mehrere Seiten steht, ergibt sich aus der Seitenzahl. Ein Seitenbereich zeigt den Plural an.
Einzelne Seite:
S. 23
Mehrere Seiten:
S. 23–25
Verwendung in Fachbereichen
| Fachbereich | Typische Verwendung | Beispiel |
|---|---|---|
| Geisteswissenschaften | Literaturangaben, Primärtextverweise und textnahe Zitate | „Das Zitat findet sich bei Goethe (1819, S. 22).“ |
| Naturwissenschaften | Querverweise auf Tabellen, Diagramme oder Methodenteile | „Siehe Abbildung 3 auf S. 54.“ |
| Sozialwissenschaften | präzise Quellenangaben bei direkten und indirekten Zitaten | „(Müller, 2020, S. 33).“ |
| Rechtswissenschaft | Seitenangaben bei Quellen ohne Randnummern | „Vgl. Schneider, 2021, S. 78.“ |
Fehler vermeiden
Häufige Fehler bei der Abkürzung „S.“
Bei der Abkürzung „S.“ entstehen häufig Fehler durch fehlende Punkte, uneinheitliche Schreibweise, falsche Sprachmischung oder Verwechslung mit Randnummern.
Fehlender Punkt
„S.“ ist eine Abkürzung und wird deshalb mit Punkt geschrieben.
Richtig
S. 45
Falsch
S 45
Falsche Pluralbildung
Im Deutschen bleibt die Abkürzung „S.“ auch bei mehreren Seiten gleich. Eine Form wie „Ss.“ ist nicht korrekt.
Richtig
S. 23–25
Falsch
Ss. 23–25
Verwechslung mit englischen Seitenabkürzungen
In deutschen Arbeiten wird „S.“ verwendet. In englischen Arbeiten stehen häufig „p.“ für eine Seite und „pp.“ für mehrere Seiten.
Richtig
Deutsche Arbeit: „S. 45“
Falsch
Deutsche Arbeit: „p. 45“ ohne englischen Zitierkontext.
Verwechslung mit Randnummern
In juristischen Arbeiten werden Kommentare und Urteile häufig mit Randnummern zitiert. Wenn eine Quelle Randnummern enthält, ist „Rn.“ oft präziser als „S.“.
Richtig
Grüneberg, BGB, § 823 Rn. 5
Falsch
Kommentar mit Randnummern nur über „S.“ zitieren.
Uneinheitliche Seitenbereiche
Seitenbereiche sollten einheitlich mit Gedankenstrich angegeben werden. Ein einfacher Bindestrich wirkt typografisch weniger sauber.
Richtig
S. 10–15
Falsch
S. 10-15
Abkürzungsverzeichnis
S. Beispiel im Abkürzungsverzeichnis
Wenn „S.“ in einer wissenschaftlichen Arbeit häufig verwendet wird, kann die Abkürzung im Abkürzungsverzeichnis aufgenommen werden. Das ist besonders sinnvoll, wenn mehrere zitiertechnische Abkürzungen wie „Rn.“, „vgl.“ oder „ebd.“ vorkommen.
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| S. | Seite / Seiten |
| Rn. | Randnummer |
| p. | page |
| pp. | pages |
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Studiengänge
Hierzu passende Studiengänge
Die Abkürzung „S.“ ist in nahezu allen Studiengängen relevant, weil wissenschaftliche Arbeiten präzise Seitenangaben für Quellen, Zitate und Querverweise benötigen.
Germanistik / Literaturwissenschaft
Textnahe Analysen benötigen genaue Seitenangaben, damit Zitate und Interpretationen überprüfbar bleiben.
Geschichtswissenschaft
Quelleneditionen, Monografien und Aufsätze werden häufig mit Seitenangaben präzise belegt.
Sozialwissenschaften
Direkte und indirekte Zitate aus Fachliteratur werden häufig mit Seitenangaben nachgewiesen.
Psychologie
In deutschsprachigen APA- oder DGPs-orientierten Arbeiten helfen Seitenangaben besonders bei direkten Zitaten.
Rechtswissenschaft
Seitenangaben werden genutzt, wenn Quellen keine Randnummern enthalten oder allgemeine Literaturstellen belegt werden.
Wirtschaftswissenschaften
Fachbücher, Berichte und Studien werden in wissenschaftlichen Arbeiten häufig mit exakten Seitenangaben nachgewiesen.
Reflexion
Kritische Reflexion
Die Abkürzung „S.“ wirkt formal klein, ist für wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit jedoch zentral. Sie zeigt präzise, wo eine zitierte Aussage in einer Quelle zu finden ist.
Gleichzeitig ist „S.“ nicht in jedem Kontext die beste Fundstellenangabe. In juristischen Kommentaren oder Urteilen können Randnummern genauer sein. In englischsprachigen Zitierstilen werden dagegen häufig „p.“ und „pp.“ genutzt.
Problematisch wird die Seitenabkürzung, wenn sie uneinheitlich verwendet oder mit anderen Lokatoren vermischt wird. Gerade bei direkten Zitaten muss die Fundstelle eindeutig nachvollziehbar bleiben.
Wissenschaftlich überzeugend ist eine konsequente Seitenlogik: gleiche Abkürzung, korrekte Punktsetzung, präzise Seitenbereiche und klare Anpassung an Sprache, Zitierstil und Hochschulrichtlinie.
„S.“ steht für „Seite“ oder „Seiten“ und wird bei Zitaten, Quellenangaben und Querverweisen verwendet. Die Abkürzung bleibt im Singular und Plural gleich. Entscheidend sind Einheitlichkeit, korrekte Punktsetzung und genaue Fundstellen.
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