Abkürzung „Hrsg.“ (Herausgeber)
Die Abkürzung „Hrsg.“ steht für „Herausgeber“ und wird vor allem im Literaturverzeichnis bei Sammelbänden, Anthologien und herausgegebenen Fachwerken verwendet. Sie kennzeichnet, dass eine Person oder Institution ein Werk redaktionell betreut und Beiträge zusammengestellt hat, aber nicht zwingend selbst Autor aller Texte ist. Die Abkürzung wird immer mit Punkt geschrieben, z. B. „Müller (Hrsg.)“. Im Englischen entsprechen „ed.“ für einen Herausgeber und „eds.“ für mehrere Herausgeber. Häufige Fehler entstehen durch fehlenden Punkt, Verwechslung mit Autorenangaben oder falsche Übertragung in englische Literaturangaben.
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Bedeutung
Abkürzung „Hrsg.“ – Bedeutung
Die Abkürzung „Hrsg.“ steht für „Herausgeber“. Sie wird in wissenschaftlichen Literaturverzeichnissen besonders häufig bei Sammelbänden, Anthologien, Handbüchern, Fachbüchern und herausgegebenen Werken verwendet.
Abkürzung: Hrsg.
Bedeutung: Herausgeber
Englische Entsprechung: ed. / eds.
Kontext: Literaturverzeichnis, Sammelbände, Herausgeberwerke, Anthologien und Fachbücher
„Hrsg.“ zeigt an, dass eine Person oder Institution ein Werk redaktionell betreut, zusammengestellt oder veröffentlicht hat. Herausgeber sind dabei nicht zwingend die Autoren aller einzelnen Beiträge.
Was macht ein Herausgeber?
Herausgeber übernehmen vor allem organisatorische und redaktionelle Aufgaben. Dazu gehören:
- Auswahl und Zusammenstellung von Beiträgen unterschiedlicher Autoren
- inhaltliche Strukturierung eines Sammelbandes oder Fachwerks
- redaktionelle Betreuung der Beiträge
- Sicherung eines einheitlichen thematischen Rahmens
- Koordination zwischen Autoren, Verlag und Publikationsprozess
Im Literaturverzeichnis wird „Hrsg.“ verwendet, um deutlich zu machen, dass die genannte Person nicht der alleinige Autor des Werkes ist, sondern als Herausgeber fungiert.
Nutze „Hrsg.“ im Literaturverzeichnis immer dann, wenn du ein herausgegebenes Fachwerk oder einen Sammelband zitierst. Bei einem Kapitel aus einem Sammelband müssen Autor des Beitrags und Herausgeber des Gesamtwerks klar getrennt werden.
Anwendung
Schreibweise und Verwendung der Abkürzung „Hrsg.“
Die Abkürzung „Hrsg.“ wird in der Regel im Literaturverzeichnis verwendet. Sie folgt auf den Namen der herausgebenden Person oder Institution und macht die Rolle im Quellenbeleg eindeutig.
Schreibregeln für „Hrsg.“
- „Hrsg.“ wird immer mit Punkt geschrieben.
- Die Abkürzung steht bei deutschen Literaturangaben meist nach dem Namen.
- „Hrsg.“ kann für einen oder mehrere Herausgeber verwendet werden.
- Bei englischen Literaturangaben werden meist „ed.“ oder „eds.“ genutzt.
- Die Schreibweise richtet sich nach dem gewählten Zitierstil.
Beispiele für die Verwendung
Einzelner Herausgeber:
Müller, Anna (Hrsg.): Soziale Ungleichheit. München: Springer, 2022.
Mehrere Herausgeber:
Meier, Klaus / Schulz, Tim (Hrsg.): Handbuch der Psychologie. Berlin: de Gruyter, 2021.
Hrsg. bei Sammelbandbeiträgen
Bei einem Beitrag aus einem Sammelband wird zuerst der Autor des einzelnen Beitrags genannt. Danach folgt das herausgegebene Gesamtwerk mit den Herausgebern.
Schneider, Lisa: Lernprozesse im digitalen Raum. In: Müller, Anna / Meier, Klaus (Hrsg.): Digitale Bildung. Berlin: Springer, 2022, S. 45–68.
Englische Entsprechung der Abkürzung „Hrsg.“
Im Englischen wird für „Herausgeber“ die Abkürzung „ed.“ verwendet. Bei mehreren Herausgebern lautet die korrekte Form „eds.“.
| Deutsch | Englisch | Beispiel |
|---|---|---|
| Hrsg. (Einzahl) | ed. (editor) | Smith, John (ed.): Sociology Handbook. Oxford: OUP, 2022. |
| Hrsg. (Mehrzahl) | eds. (editors) | Brown, L. / Davis, M. (eds.): Advances in Biology. Cambridge: CUP, 2020. |
Abgrenzung zu Autorenangaben
Die Angabe „Hrsg.“ ist wichtig, weil sie Autorenschaft und Herausgeberschaft voneinander trennt. Autoren verfassen eigene Texte; Herausgeber stellen ein Werk zusammen oder verantworten dessen redaktionelle Struktur.
| Rolle | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|
| Autor | verfasst den Text | Schneider, Lisa: Lernprozesse im digitalen Raum. |
| Herausgeber | stellt das Gesamtwerk zusammen | Müller, Anna / Meier, Klaus (Hrsg.): Digitale Bildung. |
Fehler vermeiden
Häufige Fehler bei der Verwendung von „Hrsg.“
Bei der Verwendung von „Hrsg.“ entstehen häufig Fehler durch fehlende Punktsetzung, Verwechslung mit Autorenangaben, falsche Übersetzung oder uneinheitliche Schreibweise im Literaturverzeichnis.
Fehlender Punkt nach „Hrsg.“
„Hrsg.“ ist eine Abkürzung und wird deshalb mit Punkt geschrieben. Ohne Punkt ist die Schreibweise formal unvollständig.
Richtig
Müller (Hrsg.)
Falsch
Müller (Hrsg)
Verwechslung mit dem Autor
Bei Herausgeberwerken muss klar erkennbar sein, ob eine Person Autor oder Herausgeber ist. Ohne „Hrsg.“ entsteht schnell der Eindruck einer Autorenschaft.
Richtig
Bei Herausgeberwerken „Hrsg.“ angeben.
Falsch
Herausgeber ohne Rollenkennzeichnung wie Autoren aufführen.
Falsche englische Übersetzung
In englischsprachigen Literaturangaben wird nicht „hrsg.“ verwendet. Stattdessen stehen „ed.“ für einen Herausgeber und „eds.“ für mehrere Herausgeber.
Richtig
Müller (ed.): Sociology Handbook
Falsch
Müller (hrsg.): Sociology Handbook
Uneinheitlichkeit im Literaturverzeichnis
Ein Wechsel zwischen „Hrsg.“, „Hg.“, „ed.“ und „eds.“ ohne erkennbare Regel wirkt formal unsauber. Entscheidend ist der gewählte Zitierstil.
Richtig
Im gesamten Literaturverzeichnis eine einheitliche Herausgeberkennzeichnung verwenden.
Falsch
„Hrsg.“, „Hg.“, „ed.“ und „eds.“ ohne System mischen.
Abkürzungsverzeichnis
Hrsg. Beispiel im Abkürzungsverzeichnis
Wenn „Hrsg.“ in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet wird, kann die Abkürzung im Abkürzungsverzeichnis aufgenommen werden. Das ist besonders sinnvoll bei Arbeiten mit vielen Sammelbänden, Handbüchern oder herausgegebenen Quellen.
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| Hrsg. | Herausgeber |
| ed. | editor |
| eds. | editors |
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Studiengänge
Hierzu passende Studiengänge
Die Abkürzung „Hrsg.“ ist besonders in Studiengängen relevant, in denen häufig mit Sammelbänden, Handbüchern, Kommentaren, Anthologien oder Quelleneditionen gearbeitet wird.
Germanistik / Literaturwissenschaft
Herausgeberangaben sind bei Anthologien, Werkausgaben, Kommentaren und literaturwissenschaftlichen Sammelbänden zentral.
Geschichtswissenschaft
Quelleneditionen, Sammelbände und Handbücher werden häufig mit Herausgeberangaben im Literaturverzeichnis geführt.
Rechtswissenschaft
Juristische Kommentare und Handbücher erscheinen oft als herausgegebene Werke und benötigen eine klare Kennzeichnung mit „Hrsg.“.
Sozialwissenschaften
Sammelbände und Handbücher zu Theorien, Methoden und empirischen Forschungsfeldern werden häufig über Herausgeber erschlossen.
Psychologie
Herausgeberwerke und Handbücher sind in psychologischer Fachliteratur verbreitet und müssen im Literaturverzeichnis korrekt ausgewiesen werden.
Theologie / Religionswissenschaft
Kommentare, Sammelwerke und Editionen theologischer Quellen enthalten häufig Herausgeberangaben.
Reflexion
Kritische Reflexion
Die Abkürzung „Hrsg.“ ist für wissenschaftliche Literaturverzeichnisse zentral, weil sie die Rolle einer Person im Publikationsprozess präzisiert. Sie verhindert, dass Herausgeber fälschlich als Autoren verstanden werden.
Besonders bei Sammelbänden ist diese Unterscheidung wichtig. Der Autor eines einzelnen Beitrags und der Herausgeber des Gesamtwerks erfüllen unterschiedliche Funktionen. Wird „Hrsg.“ weggelassen, kann die Quellenangabe formal und inhaltlich missverständlich werden.
Gleichzeitig hängt die korrekte Verwendung stark vom Zitierstil ab. Manche Richtlinien verlangen „Hrsg.“, andere „Hg.“, wieder andere englische Formen wie „ed.“ oder „eds.“. Eine uneinheitliche Mischung schwächt die formale Qualität des Literaturverzeichnisses.
Wissenschaftlich sauber ist daher eine konsequente, richtlinienkonforme Kennzeichnung der Herausgeberschaft. So bleiben Autorenschaft, Herausgeberschaft und Werkstruktur eindeutig nachvollziehbar.
„Hrsg.“ steht für „Herausgeber“ und wird im Literaturverzeichnis zur Kennzeichnung herausgegebener Werke genutzt. Die Abkürzung sollte mit Punkt geschrieben und konsequent nach dem gewählten Zitierstil verwendet werden.
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