Abkürzung „o. S.“ (ohne Seite(n))
Die Abkürzung „o. S.“ steht für „ohne Seite(n)“ und wird in wissenschaftlichen Quellenangaben genutzt, wenn keine Seitenzahl vorhanden oder ermittelbar ist. Sie erscheint besonders bei Webseiten, digitalen Dokumenten ohne feste Paginierung oder E-Books. Die Schreibweise erfolgt mit Punkten und Leerzeichen, z. B. „Müller, 2020, o. S.“. Wichtig ist, „o. S.“ nur zu verwenden, wenn tatsächlich keine Seitenangabe existiert. In APA werden meist alternative Lokatoren wie Absatz, Kapitel oder Abschnitt empfohlen. Häufige Fehler entstehen durch falsche Schreibweisen, unnötige Verwendung bei vorhandenen Seitenzahlen oder Einsatz bei gedruckten Quellen.
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Bedeutung
Abkürzung „o. S.“ – Bedeutung
Die Abkürzung „o. S.“ steht für „ohne Seite“ oder „ohne Seitenangabe“. Sie wird in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet, wenn eine Quelle keine feste Seitenzählung besitzt oder die genaue Seitenzahl nicht ermittelt werden kann.
Abkürzung: o. S.
Bedeutung: ohne Seite / ohne Seitenangabe
Kontext: Zitation, Fußnoten, Internetquellen, digitale Dokumente und Quellen ohne feste Paginierung
„o. S.“ macht transparent, dass eine Quelle zwar verwendet wurde, aber keine exakte Seitenangabe verfügbar ist. Das betrifft vor allem Webseiten, Online-Dokumente, Blogs, Datenbankeinträge oder E-Books ohne stabile Seitenzählung.
Beispiele für die Verwendung:
„Die Digitalisierung beeinflusst die Gesellschaft umfassend (Müller, 2020, o. S.).“
„Nach Meier (2019, o. S.) zeigen sich deutliche Veränderungen im Nutzerverhalten.“
Verwende „o. S.“ ausschließlich, wenn tatsächlich keine Seitenzahl ermittelbar ist. Bei digitalen Quellen sind Kapitel, Abschnitt, Absatznummer oder Überschrift oft präzisere Lokatoren.
Anwendung
Verwendung von „o. S.“ in Zitaten
Die Abkürzung „o. S.“ wird genutzt, wenn eine Quellenangabe erforderlich ist, aber keine Seitenangabe vorliegt. Dadurch bleibt der Nachweis formal transparent, auch wenn keine punktgenaue Seite genannt werden kann.
Verwendung im Text
In Textbelegen kann „o. S.“ ergänzt werden, wenn eine Internetquelle oder ein digitales Dokument ohne feste Seitenzählung zitiert wird.
„Die Digitalisierung beeinflusst die Gesellschaft umfassend (Müller, 2020, o. S.).“
„Nach Meier (2019, o. S.) zeigen sich deutliche Veränderungen im Nutzerverhalten.“
Verwendung in Fußnoten
In der deutschen Zitierweise wird „o. S.“ häufig in Fußnoten genutzt, wenn eine Quelle keine Seitenzahl enthält. Bei wörtlichen Zitaten sollte möglichst ein alternativer Lokator ergänzt werden.
Vgl. Müller, 2020, o. S.
Vgl. Meier, 2019, Abschnitt „Ergebnisse“.
Verwendung im Literaturverzeichnis
Im Literaturverzeichnis ist „o. S.“ nur dann sinnvoll, wenn die jeweilige Richtlinie dies ausdrücklich vorsieht. Häufig reicht im Literaturverzeichnis die vollständige Quellenangabe aus; die fehlende Seitenzahl wird eher im Textbeleg oder in der Fußnote relevant.
Müller, Anna (2020): Digitale Transformation in Unternehmen. Berlin: Springer, o. S.
Meier, Klaus (2019): Studie zum Nutzerverhalten im Internet. Online verfügbar unter: www.beispiel.de
(Abrufdatum: 19.06.2025), o. S.
Zitationsschema für „o. S.“
| Zitationsschema | Verwendung von „o. S.“ | Hinweis |
|---|---|---|
| APA | Nein | Absatz, Abschnitt, Überschrift oder Kapitel bevorzugen. |
| Harvard | Je nach Richtlinie möglich | Bei fehlenden Seitenzahlen kann „o. S.“ verwendet werden. |
| MLA | Je nach Quelle möglich | Alternative Lokatoren sind häufig präziser. |
| Chicago | Je nach Vorgabe möglich | Abschnitts- oder Kapitelangaben können sinnvoller sein. |
| Deutsche Zitierweise | Ja | Besonders in Fußnoten bei Quellen ohne Seitenangaben verbreitet. |
| Vancouver | Nein | Keine Seitenangabe oder alternative Lokalisierung verwenden. |
Typische Anwendungsfälle
- Webseiten ohne Seitenzahlen
- Blogs und Online-Artikel ohne feste Paginierung
- PDF-Dokumente ohne Seitenzählung
- E-Books im EPUB-Format ohne stabile Seitenangaben
- Datenbankeinträge oder institutionelle Online-Dokumente
Fehler vermeiden
Häufige Fehler bei der Verwendung von „o. S.“
Bei „o. S.“ entstehen häufig Fehler durch falsche Schreibweise, unnötige Verwendung bei vorhandenen Seitenangaben oder fehlende alternative Lokalisierung bei direkten Zitaten.
Falsche Schreibweise
Die Abkürzung wird mit Punkten und Leerzeichen geschrieben. Zwischen „o.“ und „S.“ steht ein Leerzeichen.
Richtig
o. S.
Falsch
o.S. oder o S.
Unnötige Verwendung bei vorhandenen Seitenangaben
„o. S.“ darf nur verwendet werden, wenn wirklich keine Seitenangaben vorhanden oder ermittelbar sind. Bei paginierten PDFs, Büchern oder Artikeln sollte die konkrete Seitenzahl angegeben werden.
Richtig
Nur bei fehlenden Seitenzahlen „o. S.“ verwenden.
Falsch
Müller (2020, o. S.) schreiben, obwohl die Quelle Seitenzahlen enthält.
Verwendung bei gedruckten Quellen mit Seitenangaben
Bei gedruckten Büchern, Zeitschriftenaufsätzen oder Sammelbandbeiträgen mit Seitenzählung ist „o. S.“ in der Regel nicht korrekt.
Richtig
Bei gedruckten Quellen die konkrete Seite nennen.
Falsch
„o. S.“ bei einem Buch mit Seitenzahlen verwenden.
Keine alternative Fundstelle angeben
Besonders bei direkten Zitaten ist „o. S.“ allein oft zu ungenau. Wenn möglich, sollten Abschnitt, Kapitel, Absatznummer, Überschrift oder Zeitstempel ergänzt werden.
Richtig
Müller (2020, Abschnitt „Methodik“)
Weniger präzise
Müller (2020, o. S.) bei einem direkten Zitat ohne weiteren Lokator.
Abkürzungsverzeichnis
o. S. Beispiel im Abkürzungsverzeichnis
Wenn „o. S.“ in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet wird, sollte die Abkürzung im Abkürzungsverzeichnis aufgenommen werden. Das ist besonders sinnvoll, wenn weitere zitiertechnische Abkürzungen wie „o. D.“, „vgl.“ oder „ebd.“ vorkommen.
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| o. S. | ohne Seite / ohne Seitenangabe |
| o. D. | ohne Datum |
| ebd. | ebenda |
Nutze „o. S.“ nur, wenn keine Seitenzahl auffindbar ist. Bei PDF- oder E-Book-Quellen empfiehlt sich eine möglichst genaue alternative Fundstelle, etwa Kapitel, Abschnitt, Absatz oder Überschrift.
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Studiengänge
Hierzu passende Studiengänge
Die Abkürzung „o. S.“ ist besonders in Studiengängen relevant, in denen viele Onlinequellen, digitale Dokumente, Webseiten oder nicht paginierte Quellen verwendet werden.
Medien- und Kommunikationswissenschaft
Onlineartikel, Webseiten und digitale Medienquellen besitzen häufig keine festen Seitenzahlen und benötigen alternative Lokatoren.
Sozialwissenschaften
Studienarbeiten mit Onlineberichten, Webseiten und digitalen Dokumenten nutzen „o. S.“ bei fehlender Seitenzählung.
Rechtswissenschaft
Juristische Arbeiten können „o. S.“ bei Onlinequellen, Datenbankeinträgen oder nicht paginierten Materialien verwenden.
Wirtschaftswissenschaften
Unternehmenswebseiten, Marktberichte und Onlinequellen ohne Seitenzählung machen eine transparente Kennzeichnung fehlender Seitenangaben erforderlich.
Pädagogik / Erziehungswissenschaft
Digitale Bildungsberichte, Onlinekonzepte und Webseiten können ohne feste Seitenzählung vorliegen und alternative Fundstellen erfordern.
Public Health / Gesundheitswissenschaften
Online-Leitlinien, institutionelle Berichte und digitale Informationsseiten enthalten häufig keine festen Seitenangaben.
Reflexion
Kritische Reflexion
Die Abkürzung „o. S.“ erhöht Transparenz, weil sie offenlegt, dass eine Quelle keine Seitenangabe besitzt oder keine Seitenzahl ermittelt werden konnte. Dadurch wird eine Lücke in der Lokalisierung nicht verschwiegen.
Gleichzeitig ist „o. S.“ wissenschaftlich nur eine Ersatzlösung. Eine Quellenangabe ohne genaue Fundstelle ist weniger präzise als ein Beleg mit Seite, Absatz, Kapitel oder Abschnitt. Besonders bei direkten Zitaten kann dies die Nachprüfbarkeit einschränken.
Problematisch wird die Abkürzung, wenn sie aus Bequemlichkeit verwendet wird, obwohl Seitenzahlen vorhanden sind. In solchen Fällen schwächt „o. S.“ die Qualität der Zitation und kann wie eine unvollständige Recherche wirken.
Wissenschaftlich überzeugend ist daher ein abgestuftes Vorgehen: zuerst Seitenzahl prüfen, danach alternative Lokatoren wie Abschnitt oder Überschrift nutzen und „o. S.“ nur verwenden, wenn keine genauere Fundstelle möglich ist.
„o. S.“ steht für „ohne Seite“ oder „ohne Seitenangabe“. Die Abkürzung sollte nur verwendet werden, wenn keine Seitenzahl existiert oder ermittelbar ist. Präzisere Lokatoren wie Kapitel, Abschnitt oder Absatz sind möglichst vorzuziehen.
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