Lesedauer: ca. 8 Minuten Artikeltyp: Beispiel

ed. und eds. Abkürzung (editor & editors)

Die Abkürzungen „ed.“ und „eds.“ stehen im Englischen für „editor“ und „editors“, also Herausgeber im Singular und Plural. Sie werden vor allem in Literaturverzeichnissen und Quellenangaben genutzt, wenn ein Sammelband oder Herausgeberwerk zitiert wird. Die deutsche Entsprechung lautet „Hrsg.“. Wichtig ist die Unterscheidung: „ed.“ kann auch „edition“ bedeuten, also Auflage, z. B. „20th ed.“. Häufige Fehler entstehen durch fehlende Punkte, falsche Pluralform, Verwechslung von Herausgeber und Auflage oder uneinheitliche Nutzung zwischen englischer und deutscher Zitierweise.

Abkürzung

Bedeutung

ed. und eds. Abkürzung – Bedeutung

Die Abkürzungen „ed.“ und „eds.“ stehen für die englischen Wörter editor und editors. Sie werden in wissenschaftlichen Arbeiten genutzt, um Herausgeber eines Buches, Sammelbandes oder einer Edition zu kennzeichnen.

Abkürzung: ed. / eds.

Bedeutung: editor / editors

Deutsch: Herausgeber / Herausgeber

Kontext: Literaturverzeichnis, Sammelbände, Herausgeberwerke, Editionen und internationale Zitierstile

„ed.“ steht für einen einzelnen Herausgeber. „eds.“ steht für mehrere Herausgeber. Die Abkürzungen werden besonders in englischsprachigen Zitierstilen wie APA, Harvard, Chicago und MLA verwendet.

Beispiele für die Verwendung:

„Brown, J. (Ed.). (2020). Modern Science and Society. Cambridge University Press.“

„Miller, K., & Smith, L. (Eds.). (2019). Psychological Studies. Oxford University Press.“

Die deutsche Entsprechung lautet „Hrsg.“ für Herausgeber. In deutschen Literaturverzeichnissen sollte daher nicht ohne Grund zwischen „Hrsg.“, „ed.“ und „eds.“ gewechselt werden.

1a-Studi-Tipp

Prüfe immer den verwendeten Zitierstil. In APA 7 werden die Angaben in der Regel als „(Ed.)“ und „(Eds.)“ geschrieben, während Chicago oder MLA andere Positionen und Schreibweisen nutzen können.

Anwendung

Verwendung von „ed.“ und „eds.“ in Zitierstilen

„ed.“ und „eds.“ erscheinen vor allem in Literaturverzeichnissen, wenn ein Werk nicht von einem Autor, sondern von einem Herausgeber oder einer Herausgebergruppe verantwortet wird. Die genaue Schreibweise hängt vom Zitierstil ab.

Verwendung in verschiedenen Zitierstilen

Zitierstil Einzelner Herausgeber Mehrere Herausgeber
APA 7 Brown, J. (Ed.). (2020). Miller, K., & Smith, L. (Eds.). (2019).
Harvard Brown, J. (ed.) 2020. Miller, K. & Smith, L. (eds.) 2019.
Chicago Brown, John, ed. Book Title. 2020. Miller, Kate, and Smith, Luke, eds. Book Title. 2019.
MLA Brown, John, editor. Modern Science. 2020. Miller, Kate, and Luke Smith, editors. Psychological Studies. 2019.

Wichtige Schreibregeln

  • „ed.“ und „eds.“ werden nicht kursiv gesetzt.
  • „ed.“ endet mit Punkt, da es eine Abkürzung ist.
  • „eds.“ endet ebenfalls mit Punkt.
  • „ed.“ steht für einen Herausgeber, „eds.“ für mehrere Herausgeber.
  • Die Groß- und Kleinschreibung richtet sich nach dem Zitierstil.

Abkürzung „ed.“ in der Medizin

In der medizinischen Literatur kann „ed.“ auch für edition stehen. Dann bezeichnet die Abkürzung eine Auflage eines Buches oder Fachwerks und nicht einen Herausgeber.

„Harrison’s Principles of Internal Medicine (20th ed.). McGraw Hill.“

Hier bedeutet „ed.“ nicht „editor“, sondern „edition“.

Abkürzung „eds.“ in Geisteswissenschaft und Literaturwissenschaft

In der Literaturwissenschaft und in geisteswissenschaftlichen Fächern wird „eds.“ häufig in bibliografischen Angaben verwendet, wenn ein Sammelband mehrere Herausgeber hat.

„Müller, H., & Schmidt, P. (Eds.). (2018). Literary Theories in the 21st Century. Routledge.“

Fehler vermeiden

Häufige Fehler bei der Verwendung von „ed.“ und „eds.“

Bei „ed.“ und „eds.“ entstehen häufig Fehler, wenn Herausgeber und Auflage verwechselt werden, die Pluralform falsch gesetzt wird oder Punkte fehlen.

Verwechslung von „editor“ und „edition“

„ed.“ kann je nach Kontext „editor“ oder „edition“ bedeuten. Die Position im Literaturverzeichniseintrag zeigt, welche Bedeutung gemeint ist.

Richtig


„Miller, K., ed.“ für einen Herausgeber.

„20th ed.“ für eine Auflage.

Falsch


„eds.“ für eine Auflage verwenden.

Fehlender Punkt

„ed.“ und „eds.“ sind Abkürzungen und benötigen einen Punkt. Ohne Punkt ist die Schreibweise formal unvollständig.

Richtig


ed. / eds.

Falsch


ed / eds

Falsche Pluralform

Bei mehreren Herausgebern wird die Pluralform „eds.“ verwendet. „ed.“ bezeichnet nur einen einzelnen Herausgeber.

Richtig


Miller & Smith, eds.

Falsch


Miller & Smith, ed.

Falsche Übertragung ins Deutsche

In deutschsprachigen Literaturverzeichnissen ist häufig „Hrsg.“ vorgesehen. „ed.“ oder „eds.“ sollten nicht genutzt werden, wenn die Richtlinie ausdrücklich deutsche Abkürzungen verlangt.

Richtig


In deutschen Vorgaben „Hrsg.“ verwenden, wenn dies verlangt wird.

Falsch


„ed.“, „eds.“ und „Hrsg.“ ohne System im selben Literaturverzeichnis mischen.

Abkürzungsverzeichnis

ed. und eds. Beispiel im Abkürzungsverzeichnis

Wenn „ed.“ oder „eds.“ in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet werden, können sie im Abkürzungsverzeichnis aufgenommen werden. Das ist besonders sinnvoll bei englischsprachigen Arbeiten oder bei Literaturverzeichnissen mit vielen Herausgeberwerken.

Abkürzung Bedeutung
ed. editor / edition
eds. editors
Hrsg. Herausgeber

Die richtige Verwendung von Abkürzungen wie „ed.“ und „eds.“ kann komplex sein, weil sie vom Zitierstil und vom Quellenkontext abhängt. 1a-Studi unterstützt dich dabei, dein Abkürzungsverzeichnis vollständig und korrekt zu erstellen.

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Studiengänge

Hierzu passende Studiengänge

Die Abkürzungen „ed.“ und „eds.“ sind besonders in Studiengängen relevant, in denen englischsprachige Literatur, Sammelbände, Handbücher oder internationale Zitierstile häufig verwendet werden.

Anglistik / Amerikanistik


„ed.“ und „eds.“ erscheinen regelmäßig in englischsprachigen Literaturangaben, Editionen und Sammelbänden.

Literaturwissenschaft


In literaturwissenschaftlichen Arbeiten sind Herausgeberangaben bei Editionen, Anthologien und Sammelbänden besonders wichtig.

Psychologie


APA-konforme Arbeiten nutzen „Ed.“ und „Eds.“ häufig bei Handbüchern, Sammelbänden und edited volumes.

Sozialwissenschaften


In internationaler Fachliteratur werden Sammelbände häufig mit „ed.“ oder „eds.“ im Literaturverzeichnis geführt.

Geschichtswissenschaft


Editionen, Quellenbände und mehrbändige Sammelwerke erfordern präzise Herausgeberangaben.

Medizin und Gesundheitswissenschaften


Medizinische Fachbücher und Handbücher nutzen „ed.“ häufig auch im Sinne von „edition“ für die Auflage.

Reflexion

Kritische Reflexion

Die Abkürzungen „ed.“ und „eds.“ wirken zunächst einfach, sind aber zitierpraktisch anspruchsvoll. Ihr Verständnis hängt stark davon ab, ob sie für Herausgeber oder für Auflagen verwendet werden.

Besonders problematisch ist die Mehrdeutigkeit von „ed.“: In einem Kontext bezeichnet die Abkürzung einen Editor, in einem anderen eine Edition. Ohne genaue Position im Quellenbeleg und ohne Kenntnis des Zitierstils kann dadurch eine falsche bibliografische Zuordnung entstehen.

Zusätzlich unterscheiden sich Zitierstile deutlich. APA, Harvard, Chicago und MLA setzen Herausgeberangaben nicht immer an derselben Stelle und verwenden teils unterschiedliche Großschreibung. Eine mechanische Übernahme aus Literaturverwaltungsprogrammen reicht daher nicht aus.

Wissenschaftlich sauber ist eine konsequente Zitierstrategie: Zitationsstil prüfen, Singular und Plural korrekt unterscheiden, Herausgeber und Auflage nicht verwechseln und innerhalb des Literaturverzeichnisses einheitlich bleiben.

Fazit

„ed.“ steht für „editor“ oder „edition“, „eds.“ für „editors“. Die korrekte Bedeutung ergibt sich aus dem Quellenkontext und dem Zitierstil. Entscheidend sind Punktsetzung, Singular-/Pluralform und einheitliche Anwendung im Literaturverzeichnis.

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