ed. und eds. Abkürzung (editor & editors)
Die Abkürzungen „ed.“ und „eds.“ stehen im Englischen für „editor“ und „editors“, also Herausgeber im Singular und Plural. Sie werden vor allem in Literaturverzeichnissen und Quellenangaben genutzt, wenn ein Sammelband oder Herausgeberwerk zitiert wird. Die deutsche Entsprechung lautet „Hrsg.“. Wichtig ist die Unterscheidung: „ed.“ kann auch „edition“ bedeuten, also Auflage, z. B. „20th ed.“. Häufige Fehler entstehen durch fehlende Punkte, falsche Pluralform, Verwechslung von Herausgeber und Auflage oder uneinheitliche Nutzung zwischen englischer und deutscher Zitierweise.
Bedeutung
ed. und eds. Abkürzung – Bedeutung
Die Abkürzungen „ed.“ und „eds.“ stehen für die englischen Wörter editor und editors. Sie werden in wissenschaftlichen Arbeiten genutzt, um Herausgeber eines Buches, Sammelbandes oder einer Edition zu kennzeichnen.
Abkürzung: ed. / eds.
Bedeutung: editor / editors
Deutsch: Herausgeber / Herausgeber
Kontext: Literaturverzeichnis, Sammelbände, Herausgeberwerke, Editionen und internationale Zitierstile
„ed.“ steht für einen einzelnen Herausgeber. „eds.“ steht für mehrere Herausgeber. Die Abkürzungen werden besonders in englischsprachigen Zitierstilen wie APA, Harvard, Chicago und MLA verwendet.
Beispiele für die Verwendung:
„Brown, J. (Ed.). (2020). Modern Science and Society. Cambridge University Press.“
„Miller, K., & Smith, L. (Eds.). (2019). Psychological Studies. Oxford University Press.“
Die deutsche Entsprechung lautet „Hrsg.“ für Herausgeber. In deutschen Literaturverzeichnissen sollte daher nicht ohne Grund zwischen „Hrsg.“, „ed.“ und „eds.“ gewechselt werden.
Prüfe immer den verwendeten Zitierstil. In APA 7 werden die Angaben in der Regel als „(Ed.)“ und „(Eds.)“ geschrieben, während Chicago oder MLA andere Positionen und Schreibweisen nutzen können.
Anwendung
Verwendung von „ed.“ und „eds.“ in Zitierstilen
„ed.“ und „eds.“ erscheinen vor allem in Literaturverzeichnissen, wenn ein Werk nicht von einem Autor, sondern von einem Herausgeber oder einer Herausgebergruppe verantwortet wird. Die genaue Schreibweise hängt vom Zitierstil ab.
Verwendung in verschiedenen Zitierstilen
| Zitierstil | Einzelner Herausgeber | Mehrere Herausgeber |
|---|---|---|
| APA 7 | Brown, J. (Ed.). (2020). | Miller, K., & Smith, L. (Eds.). (2019). |
| Harvard | Brown, J. (ed.) 2020. | Miller, K. & Smith, L. (eds.) 2019. |
| Chicago | Brown, John, ed. Book Title. 2020. | Miller, Kate, and Smith, Luke, eds. Book Title. 2019. |
| MLA | Brown, John, editor. Modern Science. 2020. | Miller, Kate, and Luke Smith, editors. Psychological Studies. 2019. |
Wichtige Schreibregeln
- „ed.“ und „eds.“ werden nicht kursiv gesetzt.
- „ed.“ endet mit Punkt, da es eine Abkürzung ist.
- „eds.“ endet ebenfalls mit Punkt.
- „ed.“ steht für einen Herausgeber, „eds.“ für mehrere Herausgeber.
- Die Groß- und Kleinschreibung richtet sich nach dem Zitierstil.
Abkürzung „ed.“ in der Medizin
In der medizinischen Literatur kann „ed.“ auch für edition stehen. Dann bezeichnet die Abkürzung eine Auflage eines Buches oder Fachwerks und nicht einen Herausgeber.
„Harrison’s Principles of Internal Medicine (20th ed.). McGraw Hill.“
Hier bedeutet „ed.“ nicht „editor“, sondern „edition“.
Abkürzung „eds.“ in Geisteswissenschaft und Literaturwissenschaft
In der Literaturwissenschaft und in geisteswissenschaftlichen Fächern wird „eds.“ häufig in bibliografischen Angaben verwendet, wenn ein Sammelband mehrere Herausgeber hat.
„Müller, H., & Schmidt, P. (Eds.). (2018). Literary Theories in the 21st Century. Routledge.“
Fehler vermeiden
Häufige Fehler bei der Verwendung von „ed.“ und „eds.“
Bei „ed.“ und „eds.“ entstehen häufig Fehler, wenn Herausgeber und Auflage verwechselt werden, die Pluralform falsch gesetzt wird oder Punkte fehlen.
Verwechslung von „editor“ und „edition“
„ed.“ kann je nach Kontext „editor“ oder „edition“ bedeuten. Die Position im Literaturverzeichniseintrag zeigt, welche Bedeutung gemeint ist.
Richtig
„Miller, K., ed.“ für einen Herausgeber.
„20th ed.“ für eine Auflage.
Falsch
„eds.“ für eine Auflage verwenden.
Fehlender Punkt
„ed.“ und „eds.“ sind Abkürzungen und benötigen einen Punkt. Ohne Punkt ist die Schreibweise formal unvollständig.
Richtig
ed. / eds.
Falsch
ed / eds
Falsche Pluralform
Bei mehreren Herausgebern wird die Pluralform „eds.“ verwendet. „ed.“ bezeichnet nur einen einzelnen Herausgeber.
Richtig
Miller & Smith, eds.
Falsch
Miller & Smith, ed.
Falsche Übertragung ins Deutsche
In deutschsprachigen Literaturverzeichnissen ist häufig „Hrsg.“ vorgesehen. „ed.“ oder „eds.“ sollten nicht genutzt werden, wenn die Richtlinie ausdrücklich deutsche Abkürzungen verlangt.
Richtig
In deutschen Vorgaben „Hrsg.“ verwenden, wenn dies verlangt wird.
Falsch
„ed.“, „eds.“ und „Hrsg.“ ohne System im selben Literaturverzeichnis mischen.
Abkürzungsverzeichnis
ed. und eds. Beispiel im Abkürzungsverzeichnis
Wenn „ed.“ oder „eds.“ in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet werden, können sie im Abkürzungsverzeichnis aufgenommen werden. Das ist besonders sinnvoll bei englischsprachigen Arbeiten oder bei Literaturverzeichnissen mit vielen Herausgeberwerken.
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| ed. | editor / edition |
| eds. | editors |
| Hrsg. | Herausgeber |
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Studiengänge
Hierzu passende Studiengänge
Die Abkürzungen „ed.“ und „eds.“ sind besonders in Studiengängen relevant, in denen englischsprachige Literatur, Sammelbände, Handbücher oder internationale Zitierstile häufig verwendet werden.
Anglistik / Amerikanistik
„ed.“ und „eds.“ erscheinen regelmäßig in englischsprachigen Literaturangaben, Editionen und Sammelbänden.
Literaturwissenschaft
In literaturwissenschaftlichen Arbeiten sind Herausgeberangaben bei Editionen, Anthologien und Sammelbänden besonders wichtig.
Psychologie
APA-konforme Arbeiten nutzen „Ed.“ und „Eds.“ häufig bei Handbüchern, Sammelbänden und edited volumes.
Sozialwissenschaften
In internationaler Fachliteratur werden Sammelbände häufig mit „ed.“ oder „eds.“ im Literaturverzeichnis geführt.
Geschichtswissenschaft
Editionen, Quellenbände und mehrbändige Sammelwerke erfordern präzise Herausgeberangaben.
Medizin und Gesundheitswissenschaften
Medizinische Fachbücher und Handbücher nutzen „ed.“ häufig auch im Sinne von „edition“ für die Auflage.
Reflexion
Kritische Reflexion
Die Abkürzungen „ed.“ und „eds.“ wirken zunächst einfach, sind aber zitierpraktisch anspruchsvoll. Ihr Verständnis hängt stark davon ab, ob sie für Herausgeber oder für Auflagen verwendet werden.
Besonders problematisch ist die Mehrdeutigkeit von „ed.“: In einem Kontext bezeichnet die Abkürzung einen Editor, in einem anderen eine Edition. Ohne genaue Position im Quellenbeleg und ohne Kenntnis des Zitierstils kann dadurch eine falsche bibliografische Zuordnung entstehen.
Zusätzlich unterscheiden sich Zitierstile deutlich. APA, Harvard, Chicago und MLA setzen Herausgeberangaben nicht immer an derselben Stelle und verwenden teils unterschiedliche Großschreibung. Eine mechanische Übernahme aus Literaturverwaltungsprogrammen reicht daher nicht aus.
Wissenschaftlich sauber ist eine konsequente Zitierstrategie: Zitationsstil prüfen, Singular und Plural korrekt unterscheiden, Herausgeber und Auflage nicht verwechseln und innerhalb des Literaturverzeichnisses einheitlich bleiben.
„ed.“ steht für „editor“ oder „edition“, „eds.“ für „editors“. Die korrekte Bedeutung ergibt sich aus dem Quellenkontext und dem Zitierstil. Entscheidend sind Punktsetzung, Singular-/Pluralform und einheitliche Anwendung im Literaturverzeichnis.
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