et al. Abkürzung (et alii)
Die Abkürzung „et al.“ stammt aus dem Lateinischen „et alii“ und bedeutet „und andere“. Sie wird in wissenschaftlichen Zitierstilen wie APA, Harvard oder Chicago genutzt, um Quellen mit mehreren Autoren verkürzt anzugeben, z. B. „Müller et al. (2020)“. Wichtig sind das Leerzeichen zwischen „et“ und „al.“ sowie der Punkt nach „al.“. Im Text wird „et al.“ meist nach dem ersten Autorennamen verwendet; im Literaturverzeichnis gelten je nach Zitierstil eigene Regeln. Häufige Fehler entstehen durch falsche Schreibweisen wie „et. al.“, fehlenden Punkt, fehlendes Leerzeichen oder uneinheitliche Anwendung im gesamten Dokument.
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Bedeutung
et al. Abkürzung – Bedeutung
Die Abkürzung „et al.“ stammt aus dem Lateinischen und steht für et alii. Auf Deutsch bedeutet sie „und andere“. In wissenschaftlichen Arbeiten wird „et al.“ verwendet, um mehrere Autoren oder Mitwirkende einer Quelle verkürzt anzugeben.
Abkürzung: et al.
Bedeutung: et alii
Deutsch: und andere
Kontext: wissenschaftliche Zitation, Autorennennung, Quellenangaben und Literaturverzeichnis
Die Abkürzung verbessert die Lesbarkeit, wenn eine Quelle mehrere Autoren hat und nicht alle Namen im Fließtext genannt werden sollen. Besonders in Zitierstilen wie APA, Harvard oder Chicago ist „et al.“ weit verbreitet.
Beispiel für eine Quelle mit mehreren Autoren:
„Müller, Schmidt, Weber, Krause und Meier (2020) untersuchten die Auswirkungen von …“
Verkürzt:
„Müller et al. (2020) untersuchten die Auswirkungen von …“
Regeln für die Schreibweise
Zwischen „et“ und „al.“ steht ein Leerzeichen. Nur „al.“ erhält einen Punkt, weil es für die abgekürzte lateinische Form steht. „et“ wird nicht abgekürzt und erhält deshalb keinen Punkt.
Richtig
et al.
Falsch
etal.
Richtig
et al.
Falsch
et al
- Zwischen „et“ und „al.“ steht ein Leerzeichen.
- Nur „al.“ erhält einen Punkt.
- „et al.“ wird im Satzinneren kleingeschrieben.
- Die Verwendung richtet sich nach dem gewählten Zitierstil.
- Im Literaturverzeichnis gelten je nach Stil andere Regeln als im Text.
Verwende „et al.“ nicht nach Gefühl, sondern nach dem Zitierstil deiner Hochschule. Besonders APA, Harvard und Chicago unterscheiden sich darin, ab welcher Autorenzahl „et al.“ im Text und im Literaturverzeichnis zulässig ist.
Anwendung
Verwendung von „et al.“ in wissenschaftlichen Zitierstilen
Die Abkürzung „et al.“ wird in verschiedenen Zitierweisen unterschiedlich angewendet. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Textzitation und Literaturverzeichnis, da dort unterschiedliche Regeln gelten können.
APA-Zitation
Nach APA 7 wird „et al.“ im Text bei Quellen mit drei oder mehr Autoren bereits ab der ersten Nennung verwendet. Im Literaturverzeichnis werden Autorennamen dagegen deutlich ausführlicher aufgeführt.
Im Text:
„Müller et al. (2020) zeigen, dass …“
Im Literaturverzeichnis:
Müller, A., Schmidt, B., Weber, C., Krause, D., & Meier, E. (2020). Titel der Studie. Verlag.
Harvard-Zitation
Im Harvard-Stil wird „et al.“ häufig im Text verwendet, wenn eine Quelle mehrere Autoren hat. Die konkrete Regel hängt jedoch von der Hochschule oder vom jeweiligen Harvard-Leitfaden ab.
Im Text:
„Laut Müller et al. (2020) ergeben sich neue Erkenntnisse zu …“
Im Literaturverzeichnis:
Müller, A., Schmidt, B., Weber, C., Krause, D. und Meier, E. (2020). Titel der Studie. Berlin: Springer.
Chicago-Zitation
Im Chicago-Stil kann „et al.“ in Kurzbelegen oder Fußnoten verwendet werden. Im Literaturverzeichnis werden je nach Vorgabe mehrere Autoren ausgeschrieben oder ab einer bestimmten Anzahl verkürzt.
Kurzbeleg:
Müller et al., Titel der Studie, 2020.
Literaturverzeichnis:
Müller, A., B. Schmidt, C. Weber, D. Krause, und E. Meier. 2020. Titel der Studie. Verlag.
Übersicht zur Verwendung
| Zitierstil | Verwendung im Text | Hinweis zum Literaturverzeichnis |
|---|---|---|
| APA 7 | bei drei oder mehr Autoren: „Müller et al. (2020)“ | Autorennamen werden im Literaturverzeichnis nach APA-Regeln ausführlicher angegeben. |
| Harvard | abhängig vom Hochschulleitfaden, häufig ab drei Autoren | Regeln variieren je nach Institution. |
| Chicago | häufig in Kurzbelegen oder Fußnoten | Literaturverzeichnis folgt eigenen Chicago-Regeln. |
| Deutsche Zitierweise | oft als Kurzform in Fußnoten möglich | Hochschulrichtlinien sind maßgeblich. |
Fehler vermeiden
Häufige Fehler bei der Verwendung von „et al.“
Bei „et al.“ entstehen häufig Fehler durch falsche Interpunktion, fehlende Leerzeichen, fehlende Punkte oder eine nicht zum Zitierstil passende Anwendung.
Falsche Interpunktion
„et“ erhält keinen Punkt. Nur „al.“ wird mit Punkt geschrieben. Die Form „et. al.“ ist deshalb falsch.
Richtig
et al.
Falsch
et. al.
Kein Punkt nach „al“
„al.“ ist eine Abkürzung und benötigt einen Punkt. Ohne Punkt ist die Schreibweise formal unvollständig.
Richtig
„Müller et al. haben gezeigt …“
Falsch
„Müller et al haben gezeigt …“
Fehlendes Leerzeichen
Zwischen Autorname und „et al.“ sowie zwischen „et“ und „al.“ muss ein Leerzeichen stehen.
Richtig
Müller et al.
Falsch
Mülleret al. oder Müller etal.
Fehlende Einheitlichkeit
Die Abkürzung sollte im gesamten Dokument nach denselben Zitierregeln verwendet werden. Ein Wechsel zwischen ausgeschriebenen Autorengruppen und „et al.“ ohne System wirkt uneinheitlich.
Richtig
„et al.“ konsequent nach dem gewählten Zitierstil verwenden.
Falsch
In derselben Arbeit einmal „Müller et al.“ und an anderer Stelle alle Autoren ohne klare Regel nennen.
Falsche Anwendung im Literaturverzeichnis
Nicht jeder Zitierstil erlaubt „et al.“ im Literaturverzeichnis. Besonders bei APA 7 werden viele Autorennamen im Literaturverzeichnis ausgeschrieben. Deshalb müssen die Vorgaben des Zitierstils geprüft werden.
Richtig
Literaturverzeichnis nach dem konkreten Zitierstil formatieren.
Falsch
„et al.“ im Literaturverzeichnis automatisch übernehmen, obwohl der Zitierstil vollständige Autorennamen verlangt.
Abkürzungsverzeichnis
et al. Beispiel im Abkürzungsverzeichnis
Wenn „et al.“ in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet wird, kann die Abkürzung im Abkürzungsverzeichnis aufgenommen werden. Das ist besonders sinnvoll, wenn mehrere lateinische oder zitiertechnische Abkürzungen vorkommen.
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| et al. | et alii (und andere) |
| Hrsg. | Herausgeber |
| eds. | editors |
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Studiengänge
Hierzu passende Studiengänge
Die Abkürzung „et al.“ ist in nahezu allen wissenschaftlichen Studiengängen relevant, in denen mit Fachliteratur, Quellenangaben und Literaturverzeichnissen gearbeitet wird.
Psychologie
In APA-konformen Arbeiten wird „et al.“ häufig im Text verwendet, wenn Quellen drei oder mehr Autoren besitzen.
Sozialwissenschaften
Empirische Studien und internationale Fachartikel nutzen „et al.“, um Quellen mit mehreren Autoren kompakt zu belegen.
Medizin und Public Health
Medizinische Studien haben häufig große Autorenteams, wodurch „et al.“ in Textbelegen besonders relevant wird.
Wirtschaftswissenschaften
In Management-, Marketing- und Organisationsforschung wird „et al.“ genutzt, um Mehrfachautorenschaft in Textbelegen kompakt darzustellen.
Rechtswissenschaft
In rechtswissenschaftlichen Arbeiten kann „et al.“ bei mehreren Autoren in Literaturangaben oder Fußnoten vorkommen, sofern die Zitierregeln dies zulassen.
Naturwissenschaften
Forschungsartikel in naturwissenschaftlichen Disziplinen haben oft mehrere Autoren, sodass „et al.“ in Zitationen häufig eingesetzt wird.
Reflexion
Kritische Reflexion
Die Abkürzung „et al.“ ist für wissenschaftliche Texte sehr nützlich, weil sie umfangreiche Autorengruppen kompakt darstellt und den Lesefluss verbessert. Besonders bei Quellen mit mehreren Autoren verhindert sie überlange Textbelege.
Gleichzeitig kann „et al.“ Transparenz verringern, wenn dadurch unklar bleibt, welche Personen an einer Quelle beteiligt sind. Im Literaturverzeichnis muss deshalb je nach Zitierstil geprüft werden, ob die Autorengruppe vollständig oder verkürzt angegeben werden darf.
Problematisch ist außerdem eine mechanische Übernahme aus Literaturverwaltungsprogrammen. Diese setzen „et al.“ nicht immer passend zu Hochschulrichtlinien, Sprache oder Zitierstil. Gerade APA, Harvard, Chicago und deutsche Zitierweisen unterscheiden sich deutlich.
Wissenschaftlich überzeugend ist daher eine kontrollierte Anwendung: „et al.“ im Text nutzen, wenn der Zitierstil dies vorsieht, Interpunktion exakt setzen und im Literaturverzeichnis die vollständigen Regeln des jeweiligen Stils beachten.
„et al.“ steht für „et alii“ und bedeutet „und andere“. Die Abkürzung wird kleingeschrieben, mit Leerzeichen und Punkt nach „al.“ gesetzt. Entscheidend ist die konsequente Anwendung nach dem gewählten Zitierstil.
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