ibid Abkürzung (ibidem)
Die Abkürzung „ibid.“ stammt aus dem Lateinischen „ibidem“ und bedeutet „ebenda“ oder „am selben Ort“. Sie wird in Fußnoten genutzt, um auf dieselbe Quelle zu verweisen, die unmittelbar zuvor zitiert wurde. Bei gleicher Fundstelle reicht „Ibid.“, bei anderer Seite wird die neue Seitenzahl ergänzt, z. B. „Ibid., S. 48“. In deutschsprachigen Arbeiten entspricht dies meist „ebd.“. Wichtig ist, „ibid.“ nur bei direkt aufeinanderfolgenden Verweisen zu verwenden. Häufige Fehler entstehen durch fehlenden Punkt, Nutzung nach einer dazwischenliegenden Quelle oder Verwendung in Zitierstilen wie APA 7, die „ibid.“ nicht vorsehen.
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Bedeutung
Bedeutung
ibid. Abkürzung – Bedeutung
Die Abkürzung „ibid.“ stammt aus dem Lateinischen ibidem und bedeutet „ebenda“ oder „am selben Ort“. Sie wird in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet, um auf dieselbe Quelle zu verweisen, die unmittelbar zuvor bereits zitiert wurde.
Abkürzung: ibid.
Bedeutung: ibidem
Deutsch: ebenda / am selben Ort
Kontext: Fußnoten, Endnoten, Chicago-Stil, geisteswissenschaftliche Zitierweisen und wiederholte Quellenverweise
„ibid.“ vereinfacht wiederholte Quellenangaben und vermeidet Redundanzen. Die Abkürzung ist nur dann sinnvoll, wenn direkt hintereinander dieselbe Quelle zitiert wird.
Beispiel für die Verwendung:
Erstes Zitat mit vollständiger Quellenangabe:
Müller, A. (2020). Einführung in die Wissenschaftstheorie. Berlin: Springer, S. 45.
Direkt folgende Zitierung derselben Quelle:
Ibid., S. 48.
„Ibid., S. 48.“ verweist auf dieselbe Quelle wie zuvor, aber auf eine andere Seite.
Nutze „ibid.“ nur in Zitierstilen, die diese Abkürzung ausdrücklich erlauben. In deutschsprachigen Arbeiten wird häufig „ebd.“ verwendet. In APA 7 wird „ibid.“ nicht genutzt.
Anwendung
Verwendung von „ibid.“ in verschiedenen Zitierstilen
Die genaue Verwendung von „ibid.“ hängt vom Zitierstil ab. Besonders verbreitet ist die Abkürzung in fußnotenorientierten und geisteswissenschaftlichen Nachweissystemen. In Autor-Jahr-Systemen ist sie deutlich seltener.
Zitierstile im Vergleich
| Zitierstil | Verwendung von „ibid.“ | Beispiel |
|---|---|---|
| Chicago | in fußnotenorientierten Varianten möglich, je nach Ausgabe und Vorgabe | „Müller, Theoriegeschichte, S. 23.“ → „Ibid., S. 24.“ |
| MHRA | in geisteswissenschaftlichen Fußnoten möglich | „Müller, Theoriegeschichte, 2020.“ → „Ibid., 2022.“ |
| Harvard | selten, da Harvard meist Autor-Jahr-Belege nutzt | „Müller (2020, S. 23) …“ → erneuter Kurzbeleg meist klarer |
| APA 7 | nicht verwendet | Quelle wird nach APA-Regeln erneut belegt. |
| Deutsche Zitierweise | meist „ebd.“ statt „ibid.“ | „Müller, S. 45.“ → „Ebd., S. 48.“ |
Schreibregeln für „ibid.“
- „ibid.“ wird mit Punkt geschrieben.
- „Ibid.“ wird am Satzanfang großgeschrieben.
- Die Abkürzung wird nur bei unmittelbar aufeinanderfolgenden Verweisen auf dieselbe Quelle verwendet.
- Bei einer anderen Seite wird die neue Seitenzahl ergänzt: „Ibid., S. 48.“
- „Ibid.“ allein bedeutet dieselbe Quelle und dieselbe Fundstelle wie im vorherigen Verweis.
- Eine andere Quelle zwischen zwei Nachweisen unterbricht die ibid.-Logik.
Unterschied zwischen „ibid.“ und „ebd.“
In deutschsprachigen Zitierstilen wird meist „ebd.“ verwendet. In englischsprachigen Zitierstilen entspricht „ibid.“ dieser Funktion.
| Abkürzung | Bedeutung | Verwendung |
|---|---|---|
| ibid. | ibidem / ebenda | englischsprachige oder lateinisch geprägte Zitierstile |
| ebd. | ebenda | deutschsprachige Fußnoten- und Endnotensysteme |
Beispiel für „ebd.“ im deutschen Stil:
Müller, A. (2020). Einführung in die Wissenschaftstheorie. Berlin: Springer, S. 45.
Ebd., S. 48.
Fehler vermeiden
Häufige Fehler bei der Verwendung von „ibid.“
Bei „ibid.“ entstehen häufig Fehler durch fehlenden Punkt, Verwendung nach einer unterbrochenen Quellenfolge oder Einsatz in Zitierstilen, die diese Abkürzung nicht vorsehen.
Fehlender Punkt
„ibid.“ ist eine Abkürzung und endet mit einem Punkt. Am Satzanfang wird die Form „Ibid.“ großgeschrieben.
Richtig
Ibid.
Falsch
Ibid
Nicht direkt aufeinanderfolgende Verwendung
„ibid.“ darf nur verwendet werden, wenn unmittelbar zuvor dieselbe Quelle zitiert wurde. Sobald eine andere Quelle dazwischensteht, muss die Quelle erneut eindeutig angegeben werden.
Richtig
Müller, Theoriegeschichte, S. 23.
Ibid., S. 48.
Falsch
Müller, Theoriegeschichte, S. 23.
Schmidt, Methodenlehre, S. 10.
Ibid., S. 48.
Verwendung in APA 7
APA 7 verwendet „ibid.“ nicht. Dort wird die Quelle nach den APA-Regeln erneut belegt.
Richtig
In APA 7 die Quelle erneut nach Autor-Jahr-System belegen.
Falsch
„Ibid.“ in einer APA-7-Arbeit verwenden.
Verwechslung mit „a. a. O.“
„ibid.“ verweist auf die unmittelbar vorherige Quelle. „a. a. O.“ verweist dagegen auf eine bereits früher vollständig genannte Quelle, wenn zwischenzeitlich andere Quellen zitiert wurden.
Richtig
„ibid.“ nur für direkte Wiederholungen verwenden.
Falsch
„ibid.“ als allgemeinen Rückverweis auf irgendeine frühere Quelle nutzen.
Abkürzungsverzeichnis
ibid. Beispiel im Abkürzungsverzeichnis
Wenn „ibid.“ in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet wird, kann die Abkürzung im Abkürzungsverzeichnis aufgenommen werden. Das ist besonders sinnvoll bei Arbeiten mit vielen Fußnoten, Endnoten oder lateinischen Zitierabkürzungen.
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| ibid. | ibidem |
| ebd. | ebenda |
| a. a. O. | am angegebenen Ort |
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Studiengänge
Hierzu passende Studiengänge
Die Abkürzung „ibid.“ ist besonders in Studiengängen relevant, die mit englischsprachigen Fußnotenstilen, geisteswissenschaftlichen Nachweissystemen oder internationalen Zitierstandards arbeiten.
Anglistik / Amerikanistik
In englischsprachigen Arbeiten kann „ibid.“ in Fußnoten verwendet werden, wenn dieselbe Quelle unmittelbar erneut belegt wird.
Geschichtswissenschaft
Historische Arbeiten mit umfangreichem Fußnotenapparat nutzen häufig Rückverweise auf unmittelbar zuvor genannte Quellen.
Literaturwissenschaft
Bei textnahen Analysen und Editionen kann „ibid.“ in englischsprachigen Fußnotenapparaten wiederholte Quellenangaben verkürzen.
Philosophie
Philosophische Arbeiten mit dichter Quellenarbeit verwenden „ibid.“ teilweise zur kompakten Wiederholung unmittelbar zuvor zitierter Werke.
Theologie / Religionswissenschaft
In exegetischen und historischen Studien kann „ibid.“ bei englischsprachigen Fußnotenstilen vorkommen.
Kunstgeschichte
Bei Katalogen, Werkverzeichnissen und ikonografischen Studien kann „ibid.“ wiederholte Nachweise in Fußnoten verkürzen.
Reflexion
Kritische Reflexion
Die Abkürzung „ibid.“ ist ein nützliches Instrument zur Verdichtung von Fußnoten und Endnoten. Sie reduziert Wiederholungen und macht Quellenapparate kompakter, wenn dieselbe Quelle unmittelbar erneut zitiert wird.
Gleichzeitig ist „ibid.“ fehleranfällig. Schon eine einzelne dazwischenliegende Quelle unterbricht die Bezugskette und macht den Rückverweis unklar. Dadurch können Leser die Quelle nicht mehr eindeutig zuordnen.
Hinzu kommt, dass nicht jeder Zitierstil „ibid.“ erlaubt. APA 7 nutzt die Abkürzung nicht, während Chicago- oder geisteswissenschaftliche Fußnotenstile sie je nach Vorgabe zulassen können. Die Hochschulrichtlinie bleibt daher entscheidend.
Wissenschaftlich sinnvoll ist „ibid.“ nur dann, wenn der Bezug unmittelbar, eindeutig und regelkonform ist. Bei Unsicherheit ist ein Kurzbeleg meist transparenter als eine zu knappe Wiederholungsabkürzung.
„ibid.“ steht für „ibidem“ und bedeutet „ebenda“. Die Abkürzung verweist auf dieselbe unmittelbar zuvor zitierte Quelle. Sie sollte nur in Zitierstilen verwendet werden, die „ibid.“ ausdrücklich zulassen.
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