Archivmaterialien zitieren nach APA 6
Archivmaterialien zitieren nach APA 6 bedeutet, Briefe, Manuskripte, Protokolle, Fotografien oder Karten mit Urheber, Datum, Beschreibung, Materialtyp, Bestand, Signatur, Archivname und Ort nachzuweisen. Im Text stehen Autor und Jahr; bei direkten Zitaten können Blatt- oder Folioangaben ergänzt werden. Wichtig ist die eindeutige Identifikation des Archivstücks, besonders bei Digitalisaten, Nachlässen und eingeschränkt zugänglichen Beständen.
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Wichtigste Regeln
Archivmaterialien zitieren APA 6
Für Archivmaterialien gilt nach APA 6, dass folgende Angaben erforderlich sind:
- der Urheber des Archivstücks,
- das Datum des Archivstücks so genau wie möglich,
- der Titel oder eine sachliche Beschreibung des Archivstücks,
- eine Material- oder Gattungsangabe in eckigen Klammern, zum Beispiel [Handschriftliches Manuskript], [Brief], [Fotografie], [Karte] oder [Protokoll],
- Bestandsangaben mit Sammlungsname und Signatur sowie
- Archivname und Ort.
Bei Online-Zugriff ohne DOI werden zusätzlich Abrufdatum und URL ergänzt. Im Text erfolgt der Nachweis mit Urheber und Jahr. Bei direkten Zitaten können Blattangaben, Folios oder andere archivische Fundstellen ergänzt werden.
Die Grundstruktur im Text lautet:
Direktes Zitat aus einem Archivstück
Bei einer wörtlichen Übernahme wird mit Urheber und Jahr belegt. Blattangaben oder Folios können zusätzlich angegeben werden, damit die Fundstelle im Archivstück genau auffindbar bleibt.
„Die Zusammenarbeit mit Planck ist fortzuführen“ (Einstein, 1905, Bl. 2r)
Indirektes Zitat aus einem Archivstück
Bei Paraphrasen genügt der Kurzbeleg mit Urheber und Jahr. Eine genaue Blatt- oder Folioangabe kann ergänzt werden, wenn sich die Aussage auf eine konkrete Stelle des Archivstücks bezieht.
Einstein (1905) skizziert die Fortsetzung der
Zusammenarbeit.
Die Fortsetzung der Zusammenarbeit wird befürwortet
(Einstein, 1905).
Archivmaterial ohne Datum
Wenn kein Datum ermittelbar ist, wird „o. D.“ für „ohne Datum“ verwendet.
(M. Planck, o. D.)
Im Text
Im Text zitieren: Archivmaterialien nach APA 6
Als Autor wird die verfassende Person oder Institution des Archivstücks geführt. Empfänger werden nicht als Autor genannt, sondern im Titel oder in der sachlichen Stückbeschreibung erfasst. Die Regeln zu Autorenzahlen folgen dem allgemeinen APA-6-Schema. In Archiven tritt jedoch überwiegend Einzelautorschaft auf.
1 Autor
Eine einzelne verfassende Person ist der Regelfall bei Briefen, Notizen, Tagebüchern, Manuskripten oder persönlichen Aufzeichnungen.
(Einstein, 1905)
2 Autoren
Bei gemeinsam verfassten Protokollen, Memoranden oder Stellungnahmen werden beide Namen angegeben und mit „&“ verbunden.
(Müller & Schneider, 1932)
3 bis 5 Autoren
Bei 3 bis 5 Urhebern werden bei der ersten Nennung alle Nachnamen angegeben. Ab der zweiten Nennung folgt die Kurzform mit dem ersten Nachnamen und „et al.“.
Erste Nennung:
(Müller, Schneider, & Weber, 1932)
Weitere Nennung:
(Müller et al., 1932)
Organisation als Autor
Bei institutionell erzeugten Schriftstücken steht die Organisation an der Autorenstelle. Dies betrifft zum Beispiel Behördenakten, Protokolle, amtliche Schreiben oder institutionelle Memoranden.
(Preußische Akademie der Wissenschaften, 1915)
Kein Autor
Wenn keine Verfasserschaft ermittelbar ist, rückt die Titelbeschreibung oder sachliche Beschreibung des Archivstücks an die Autorenstelle.
(Protokoll der Werkbesprechung, 1921)
Gleiches Jahr, mehrere Archivstücke
Wenn mehrere Archivstücke desselben Urhebers aus demselben Jahr zitiert werden, werden Kleinbuchstaben an das Jahr angefügt. Die Kennzeichnung muss mit dem Literaturverzeichnis übereinstimmen.
(Einstein, 1905a) und (Einstein, 1905b)
Im Literaturverzeichnis
Literaturverzeichnis: APA Archivmaterialien
Im Literaturverzeichnis wird das einzelne Archivstück eindeutig nachgewiesen. Titel oder sachliche Beschreibung werden nicht kursiv gesetzt. Die Gattungsangabe steht in eckigen Klammern. Danach folgen Sammlung oder Nachlass, Signatur, Archivname und Ort. Digital zugängliche Archivstücke erhalten zusätzlich Abrufdatum und URL, sofern kein DOI vorhanden ist.
Die Grundform lautet:
Autor, A.
(Jahr, Tag. Monat).
Titel bzw. sachliche Beschreibung
[Gattung].
Sammlungs- oder Nachlassbezeichnung (Signatur), Archivname, Ort.
Bei Online-Zugriff:
Abgerufen am TT. Monat JJJJ von URL
Brief
Bei Briefen wird die schreibende Person als Autor geführt. Der Empfänger wird im Titel oder in der sachlichen Beschreibung genannt.
Einstein, A. (1905, 15. März). Brief an Max Planck [Brief]. Planck-Nachlass (Sign. PN/Einstein/1905/03/15), Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin.
Handschriftliches Manuskript
Bei handschriftlichen Manuskripten wird die Materialart in eckigen Klammern angegeben. Sammlung, Box, Faszikel oder Signatur sichern die genaue Auffindbarkeit.
Curie, M. (1903, 2. November). Notizen zur Radioaktivität [Handschriftliches Manuskript]. Curie-Papers (Box 4, Fasz. 7), Bibliothèque nationale de France, Paris.
Tagebucheintrag
Bei Tagebucheinträgen wird der konkrete Eintrag beschrieben. Band-, Nachlass- oder Signaturangaben werden nach der Gattungsangabe ergänzt.
Schmidt, L. (1946, 18. Juli). Eintrag zum Wiederaufbau [Tagebuch]. Nachlass Schmidt (NL-S 12, Bd. 3), Stadtarchiv Hamburg, Hamburg.
Protokoll
Bei institutionellen Protokollen steht die verantwortliche Organisation oder Institution an der Autorenstelle.
Preußische Akademie der Wissenschaften. (1915, 4. Dezember). Protokoll der Sitzung des Plenums [Protokoll]. Bestand PAW (A-15/3, Mappe 9), Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin.
Fotografie
Bei Fotografien wird der Fotograf, die Institution oder der Bestand als Urheber geführt. Die Bildbeschreibung ersetzt einen fehlenden formalen Titel.
Krupp, W. (1928). Fabrikhof Essen, Blick nach Osten [Fotografie]. Bildarchiv Krupp (BK 1928/471), Historisches Archiv ThyssenKrupp, Essen.
Karte
Bei Karten wird die kartenerstellende Institution oder Person als Autor genannt. Die Gattungsangabe [Karte] macht die Materialform eindeutig.
Deutsche Reichsbahn. (1930). Streckennetz West [Karte]. Bestand DR (K-1930-W), Bundesarchiv, Berlin.
Digitalisat eines Archivstücks ohne DOI
Wenn ein Archivstück als Digitalisat online zugänglich ist und kein DOI vorhanden ist, werden Abrufdatum und URL ergänzt.
Planck, M. (1900, 19. Oktober). Schreiben an die Redaktion [Brief]. Planck-Nachlass (PN/1900/10/19), Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin. Abgerufen am 8. Juni 2025 von https://digital.bbaw.de/PN/1900_10_19
Digitalisat mit DOI
Wenn ein DOI vorhanden ist, ersetzt dieser die URL. Der DOI verweist dauerhaft auf das digitalisierte Archivstück.
Müller, T. (1919, 7. Januar). Feldnotiz zur Versorgungslage [Feldnotiz]. Nachlass Müller (NL-M 3, Bl. 12r), Universitätsarchiv Leipzig, Leipzig. doi:10.1234/ual.nlm.1919.12r
Archivstück ohne Datum
Wenn kein Datum ermittelbar ist, wird „o. D.“ verwendet. Die übrigen Bestands- und Archivangaben bleiben erhalten.
Planck, M. (o. D.). Notiz zum Austausch mit Einstein [Handschriftliches Manuskript]. Planck-Nachlass (PN/HM/37), Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin.
Circa-Datierung
Wenn das Datum nur ungefähr bekannt ist, kann eine Circa-Datierung verwendet werden. Dadurch bleibt sichtbar, dass das Datum nicht exakt gesichert ist.
Einstein, A. (ca. 1903). Skizze zur Strahlungshypothese [Handschriftliche Skizze]. Einstein-Papers (EP-S 1903/1), Hebrew University Archives, Jerusalem.
Sonderregeln
Sonderfälle für Archivmaterialien zitieren nach APA 6
Bei Archivmaterialien entstehen nach APA 6 besondere Zitierfälle, wenn mehrere Adressaten vorliegen, Archivalien zu Reihen gehören, der Zugang eingeschränkt ist, nur ein Transkript genutzt wurde oder ein Archivstück lediglich über eine Sekundärquelle bekannt ist. Wichtig ist, dass Materialart, Bestand, Signatur und Fundstelle eindeutig nachvollziehbar bleiben.
Mehrere Empfänger oder Adressaten
Bei Rundschreiben, Serienbriefen oder Schreiben an mehrere Empfänger wird der Empfängerkreis in der Titelbeschreibung genannt. Die verfassende Person bleibt Autor des Archivstücks.
Im Literaturverzeichnis:
Einstein, A.
(1906, 2. Januar).
Rundschreiben an die Institutsleitung
[Brief].
Einstein-Nachlass (EN/Briefe/1906/01/02), Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin.
Im Text:
(Einstein, 1906)
Serienstücke und Reihen
Bei fortlaufenden Protokollen, Heften, Bänden oder Aktenreihen werden Band, Heft oder Seriennummer ergänzt. Dadurch bleibt das einzelne Stück innerhalb des Bestands eindeutig auffindbar.
Im Literaturverzeichnis:
Preußische Akademie der Wissenschaften.
(1915, 4. Dezember).
Protokoll der Plenarsitzung Nr. 27
[Protokoll].
Bestand PAW, Bd. 3, H. 4 (A-15/3, Mappe 9), Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin.
Im Text:
(Preußische Akademie der Wissenschaften, 1915)
Eingeschränkter Zugang
Wenn ein Archivstück nur vor Ort eingesehen werden kann oder besonderen Benutzungsbedingungen unterliegt, kann ein Zugangsvermerk am Ende des Eintrags ergänzt werden.
Im Literaturverzeichnis:
Krupp, W.
(1928).
Fabrikhof Essen, Blick nach Osten
[Fotografie].
Bildarchiv Krupp (BK 1928/471), Historisches Archiv ThyssenKrupp, Essen. Benutzung vor Ort erforderlich.
Im Text:
(Krupp, 1928)
Transkript statt Original
Wenn nicht das Originalstück, sondern ausschließlich ein Transkript verwendet wurde, wird die Gattung entsprechend ausgewiesen. Dadurch bleibt transparent, dass der Nachweis auf einer übertragenen Fassung beruht.
Im Literaturverzeichnis:
Planck, M.
(1900, 19. Oktober).
Schreiben an die Redaktion
[Transkript eines Briefes].
Planck-Nachlass (PN/1900/10/19-T), Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin.
Im Text:
(Planck, 1900)
Archivalien in digitaler Sammlung
Bei digital zugänglichen Archivmaterialien wird ein persistenter Identifikator bevorzugt. Wenn ein DOI vorhanden ist, ersetzt dieser die URL.
Im Literaturverzeichnis:
Müller, T.
(1919, 7. Januar).
Feldnotiz zur Versorgungslage
[Feldnotiz].
Nachlass Müller (NL-M 3, Bl. 12r), Universitätsarchiv Leipzig, Leipzig.
doi:10.1234/ual.nlm.1919.12r
Im Text:
(Müller, 1919)
Sekundärzitat aus einem Archivstück
Wenn ein Archivstück nicht selbst eingesehen wurde, sondern nur über eine Sekundärquelle bekannt ist, wird im Text mit „zitiert nach“ gearbeitet. Im Literaturverzeichnis erscheint ausschließlich die tatsächlich gelesene Quelle.
Im Text:
(Einstein, 1905, zitiert nach
Schneider, 2014, S. 45)
Im Literaturverzeichnis:
Schneider, P.
(2014).
Einstein und die Anfänge der Quantenhypothese.
Berlin: Springer.
Blatt- und Folioangaben
Für genaue Fundstellen in Archivmaterialien werden Blatt- oder Folioangaben verwendet. Bei handschriftlichen Stücken kann zwischen Vorderseite und Rückseite unterschieden werden, zum Beispiel mit „r“ und „v“.
Im Literaturverzeichnis:
Einstein, A.
(1905, 15. März).
Brief an Max Planck
[Brief].
Planck-Nachlass (PN/Einstein/1905/03/15), Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin.
Im Text:
(Einstein, 1905, Bl. 2r)
Verpflichtende und empfohlene Angaben
Was ist nach APA 6 für die Zitation von Archivmaterialien verpflichtend und was wird empfohlen?
Zitation im Text nach APA 6
Autor oder verfassende Institution
Im Kurzbeleg steht die verfassende Person oder Institution des Archivstücks. Bei Briefen, Manuskripten oder Tagebüchern ist dies die schreibende Person. Bei Protokollen, Akten oder amtlichen Schriftstücken kann eine Institution Autor sein.
Institutionelle Hierarchien können im Fließtext erläutert werden, wenn eine Abteilung, Kommission oder ein Landesverband für das Stück verantwortlich ist.
Jahr des Archivstücks
Im Textnachweis steht das Jahr des Archivstücks. Wenn kein Datum ermittelbar ist, wird o. D. verwendet.
Bei unsicherer Datierung kann eine Circa-Angabe verwendet werden, z. B. ca. 1903.
Fundstelle bei direktem Zitat
Bei direkten Zitaten aus Archivmaterialien sollte die genaue Fundstelle angegeben werden, z. B. Blatt, Folio oder Seitenangabe: Bl. 2r, Bl. 2v oder Folio 4.
Bei umfangreichen Beständen können zusätzlich Mappe, Band oder Faszikel genannt werden, wenn dies die Auffindbarkeit verbessert.
Mehrere Archivstücke desselben Jahres
Wenn mehrere Archivstücke desselben Urhebers aus demselben Jahr zitiert werden, werden Kleinbuchstaben an das Jahr angefügt, z. B. 1905a und 1905b. Die Kennzeichnung muss mit dem Literaturverzeichnis übereinstimmen.
Gleiche Nachnamen
Bei verschiedenen Urhebern mit identischem Nachnamen werden Initialen ergänzt, damit der Kurzbeleg eindeutig bleibt, z. B. A. Müller und T. Müller.
Literaturverzeichnis nach APA 6
Autor und Datum
Der Eintrag beginnt mit dem Urheber oder der verfassenden Institution. Danach folgt das Datum des Archivstücks in runden Klammern.
Wenn Tag und Monat bekannt sind, sollte das vollständige Tagesdatum angegeben werden, z. B. (1905, 15. März).
Titel oder sachliche Beschreibung
Der Titel oder eine sachliche Beschreibung des Archivstücks wird angegeben. Diese Angabe wird nicht kursiv gesetzt.
Empfänger oder Adressaten können in der Beschreibung genannt werden, z. B. Brief an Max Planck oder Rundschreiben an die Institutsleitung.
Gattungsangabe in eckigen Klammern
Die Materialart wird in eckigen Klammern angegeben, z. B. [Brief], [Handschriftliches Manuskript], [Fotografie], [Karte] oder [Protokoll].
Die Gattung kann präzisiert werden, wenn nicht das Original, sondern eine besondere Fassung verwendet wurde, z. B. [Transkript eines Briefes] oder [Digitalisat].
Sammlung und Signatur
Sammlung, Nachlass oder Bestand sowie die Signatur müssen angegeben werden. Diese Angaben sichern die genaue Auffindbarkeit des Archivstücks.
Box, Mappe, Band, Faszikel, Blatt oder Folio sollten ergänzt werden, wenn das Archiv diese Untergliederungen verwendet.
Archivname und Ort
Der vollständige Archivname und der Archivort schließen den archivischen Nachweis ab. Dadurch ist erkennbar, wo das Material verwahrt wird.
Abteilung, Gebäudeteil oder Spezialbestand können ergänzt werden, wenn diese Angaben für die Recherche im Archiv relevant sind.
DOI oder URL
Wenn ein DOI vorhanden ist, wird dieser bevorzugt angegeben. Ohne DOI wird bei digital zugänglichen Archivstücken die URL ergänzt.
Bei Online-Zugriff ohne DOI sollte ein Abrufdatum ergänzt werden, damit der verwendete digitale Stand nachvollziehbar bleibt.
Zugangshinweis
Bei eingeschränktem Zugang kann ein Hinweis ergänzt werden, z. B. Benutzung vor Ort erforderlich oder Zugang nur nach Archivgenehmigung.
Zitationsvergleich APA 6 vs. APA 7
Wähle eine Quellenart und erfahre, welche Unterschiede es zwischen APA 6 und APA 7 gibt.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach APA? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Wissensdatenbank.
Wie zitiere ich einen Brief aus dem Archiv nach APA 6?
Autor, Datum, Beschreibung, [Brief], Sammlung/Signatur, Archivname, Ort. Beispiel: Einstein, A. (1905, 15. März). Brief an Max Planck [Brief]. Planck-Nachlass (PN/Einstein/1905/03/15), Archiv der BBAW, Berlin.
Wie gebe ich ein handschriftliches Manuskript aus einem Nachlass korrekt an?
Autor, Datum, Beschreibung, [Handschriftliches Manuskript], Sammlung/Signatur, Archivname, Ort. Beispiel: Curie, M. (1903, 2. November). Notizen zur Radioaktivität [Handschriftliches Manuskript]. Curie-Papers, Bibliothèque nationale, Paris.
Wie zitiere ich eine Fotografie aus einem Archivbestand?
Fotograf, Datum, Beschreibung, [Fotografie], Bestand/Signatur, Archiv, Ort. Beispiel: Krupp, W. (1928). Fabrikhof Essen [Fotografie]. Bildarchiv Krupp (BK 1928/471), Historisches Archiv ThyssenKrupp, Essen.
Was muss ich tun, wenn das Datum des Archivstücks nicht bekannt ist?
Nutze „o. D.“ (ohne Datum). Beispiel: Planck, M. (o. D.). Notiz [Handschriftliches Manuskript]. Planck-Nachlass, Archiv der BBAW, Berlin.
Wie weise ich die Signatur bzw. Bestand und Sammlungsname richtig nach?
Gib Sammlung und genaue Signatur in Klammern nach der Beschreibung an, gefolgt vom Archivnamen und Ort. Beispiel: Einstein-Nachlass (EN/Briefe/1906/01/02), Archiv der BBAW, Berlin.
Wie zitiere ich Protokolle oder Feldnotizen aus dem Archiv?
Institution/Autor, Datum, Titel, [Protokoll/Feldnotiz], Sammlung/Signatur, Archivname, Ort. Beispiel: Preußische Akademie (1915, 4. Dezember). Sitzung [Protokoll]. Bestand PAW, Geheimes Staatsarchiv, Berlin.
Wie gehe ich bei digitalen Archivstücken ohne DOI vor?
Autor, Datum, Beschreibung, [Gattung], Sammlung/Signatur, Archivname, Ort, URL, Abrufdatum. Beispiel: Planck, M. (1900, 19. Oktober). Schreiben [Brief]. Archiv BBAW, Berlin. Abgerufen am 8. Juni 2025 von URL.
Wie zitiere ich Tagebucheinträge aus Nachlässen?
Autor, Datum, Beschreibung, [Tagebuch], Sammlung/Signatur, Archivname, Ort. Beispiel: Schmidt, L. (1946, 18. Juli). Wiederaufbau [Tagebuch]. Nachlass Schmidt, Stadtarchiv Hamburg, Hamburg.
Wie sieht der Kurzbeleg im Text mit Blatt- oder Folioangabe aus?
Autor, Jahr, Blatt-/Folioangabe: (Einstein, 1905, Bl. 2r).
Wie unterscheidet sich die Zitierpraxis bei nur vor Ort vs. digital verfügbaren Stücken?
Bei digitalen Archivalien URL und Abrufdatum ergänzen, bei vor Ort verfügbaren kann ein Vermerk wie „Benutzung vor Ort erforderlich“ hinzugefügt werden.
Was mache ich bei mehreren Werken aus demselben Jahr desselben Autors?
Nutze Kleinbuchstaben zur Unterscheidung, z. B. (Einstein, 1905a) und (Einstein, 1905b).
Wie zitiere ich Kartenmaterial aus Archiven nach APA 6?
Institution, Datum, Beschreibung, [Karte], Bestand/Signatur, Archiv, Ort. Beispiel: Deutsche Reichsbahn (1930). Streckennetz [Karte]. Bestand DR, Bundesarchiv, Berlin.
Wie zitiere ich Sammlungen von Fotografien?
Fotograf/Institution, Datum, Beschreibung, [Fotografie], Sammlung/Signatur, Archiv, Ort.
Wie zitiere ich ein Transkript aus Archivmaterialien?
Autor, Datum, Beschreibung, [Transkript], Sammlung/Signatur, Archivname, Ort.
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