Historische Manuskripte zitieren nach APA 6
Historische Manuskripte zitieren nach APA 6 bedeutet, handschriftliche Quellen wie Briefe, Tagebücher, Urkunden, Codices oder Notizblätter als Archivalien nachzuweisen. Im Text stehen Autor, Jahr und ggf. Blatt- oder Folioangabe. Im Literaturverzeichnis sind Stückbeschreibung, Gattung, Signatur, Bestand, Archiv und Ort zentral; bei Digitalisaten kommen DOI oder URL mit Abrufdatum hinzu.
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Wichtigste Regeln
Historische Manuskripte zitieren APA 6
Für historische Manuskripte gilt nach APA 6, dass folgende Angaben erforderlich sind:
- Autor bzw. verfassende Person oder Institution,
- Datum so genau wie möglich,
- Titel oder sachliche Beschreibung des Stücks,
- Gattungsangabe in eckigen Klammern, zum Beispiel [Brief], [Handschriftliches Manuskript], [Urkunde] oder [Tagebuch],
- Bestand und Signatur sowie
- Archivname und Ort.
Bei Digitalisaten ohne DOI werden zusätzlich Abrufdatum und URL ergänzt. Im Text erfolgt der Nachweis mit Autor, Jahr und bei direkten Zitaten mit einer genauen Blatt- oder Folioangabe.
Die Grundstruktur im Text lautet:
Direktes Zitat aus einem historischen Manuskript
Historische Handschriften besitzen häufig keine durchgehende Seitenzählung. Deshalb wird mit Blatt- oder Folioangaben gearbeitet. Bei Bedarf wird zwischen Vorderseite und Rückseite unterschieden, zum Beispiel mit „r“ für recto und „v“ für verso.
„Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt“ (Goethe, 1800, Bl. 23r)
Indirektes Zitat aus einem historischen Manuskript
Bei Paraphrasen genügt der Kurzbeleg aus Autor und Jahr. Eine Blattangabe ist nicht zwingend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn sich die Aussage auf eine konkrete Stelle des Manuskripts bezieht.
Goethe (1800) befürwortet die Fortführung des
Austauschs.
Die Fortführung des Austauschs wird bestätigt
(Goethe, 1800).
Im Text
Im Text zitieren: Historische Manuskripte nach APA 6
Als Autor gilt die verfassende Person des historischen Manuskripts. Empfänger werden nicht als Autor geführt, sondern in der Titelbeschreibung oder sachlichen Beschreibung des Stücks erfasst. Institutionen stehen an der Autorenstelle, wenn kein individueller Verfasser ermittelbar ist. In der Praxis dominiert bei historischen Manuskripten die Einzelautorschaft.
1 Autor
Ein einzelner Autor ist der Regelfall bei Autographen, Briefen, Tagebüchern, Notizen und handschriftlichen Manuskripten.
(Goethe, 1800)
2 Autoren
Bei gemeinsam verfassten Protokollen, Memoranden oder Schriftstücken werden beide Nachnamen angegeben und mit „&“ verbunden.
(Müller & Schneider, 1799)
3 bis 5 Autoren
Bei 3 bis 5 Autoren werden bei der ersten Nennung alle Nachnamen angegeben. Ab der zweiten Nennung folgt die Kurzform mit dem ersten Nachnamen und „et al.“.
Erste Nennung:
(Müller, Schneider, & Weber, 1799)
Weitere Nennung:
(Müller et al., 1799)
Organisation als Autor
Bei Amtsprotokollen, Urkunden, Kanzleischreiben oder institutionell erzeugten Handschriften kann eine Organisation, ein Rat, eine Kanzlei oder eine Behörde als Autor geführt werden.
(Rat der Stadt Lübeck, 1502)
Kein Autor
Wenn kein Autor und keine verantwortliche Institution ermittelbar sind, übernimmt der Titel oder die sachliche Beschreibung des Manuskripts die Autorenstelle.
(Protokoll der Kanzlei, 1521)
Gleiches Jahr, mehrere Stücke
Wenn mehrere historische Manuskripte desselben Autors aus demselben Jahr zitiert werden, werden Kleinbuchstaben an das Jahr angefügt. Die Kennzeichnung muss mit dem Literaturverzeichnis übereinstimmen.
(Goethe, 1800a) und (Goethe, 1800b)
Im Literaturverzeichnis
Literaturverzeichnis: APA Historische Manuskripte
Der Eintrag im Literaturverzeichnis muss das einzelne historische Manuskript eindeutig identifizieren. Titel oder sachliche Beschreibung werden nicht kursiv gesetzt. Die Gattungsangabe steht in eckigen Klammern. Signatur, Bestand, Archivname und Ort sichern die Auffindbarkeit. Bei Online-Nutzung ohne DOI werden zusätzlich Abrufdatum und URL ergänzt.
Grundform für historische Manuskripte
Die Grundform enthält Autor, Datum, Titel oder Beschreibung, Gattungsangabe, Signatur, Bestand, Archivname und Ort. Bei Digitalisaten ohne DOI wird der Online-Zugriff ergänzt.
Grundform:
Autor, A. A.
(Jahr, Tag. Monat).
Titel bzw. sachliche Beschreibung
[Gattung].
Signatur, Bestandsbezeichnung, Archivname, Ort.
Online:
Autor, A. A.
(Jahr, Tag. Monat).
Titel bzw. sachliche Beschreibung
[Gattung].
Signatur, Bestandsbezeichnung, Archivname, Ort. Abgerufen am TT. Monat JJJJ von URL
Brief
Bei Briefen wird die schreibende Person als Autor geführt. Der Empfänger erscheint in der sachlichen Beschreibung.
Goethe, J. W. v. (1800, 4. Mai). Brief an Friedrich Schiller [Brief]. Sign. GSA 25/B/56, Goethe- und Schiller-Archiv, Weimar.
Tagebucheintrag
Bei Tagebüchern wird der konkrete Eintrag beschrieben. Blattangaben können ergänzt werden, wenn das Archivstück darüber genauer auffindbar bleibt.
Schopenhauer, A. (1815, 12. Oktober). Eintrag zur Vorlesungsvorbereitung [Tagebuch]. Sign. NL Schopenhauer 3, Bl. 12r, Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin.
Amtsprotokoll
Bei Amtsprotokollen kann eine Institution, ein Rat, eine Kanzlei oder eine Behörde als Autor auftreten.
Rat der Stadt Lübeck. (1502, 7. Juni). Beschluss zur Hafengebühr [Protokoll]. Sign. A 12, Fasc. 3, Stadtarchiv Lübeck, Lübeck.
Urkunde
Bei Urkunden wird die ausstellende Institution oder verantwortliche Körperschaft als Autor geführt, sofern keine individuelle Verfasserschaft ausgewiesen ist.
Erzbistum Köln. (1298, 21. März). Schenkungsbestätigung für das Kloster X [Urkunde]. Sign. U 1298/03/21, Historisches Archiv des Erzbistums Köln, Köln.
Codex-Beschreibung
Wenn kein individueller Autor bekannt ist, wird „Anonym“ oder eine sachliche Autorenstelle verwendet. Der Codex wird über Titel, Gattung, Signatur, Bibliothek und Ort identifiziert.
Anonym. (ca. 1450). Psalter mit Initialschmuck [Handschrift]. Sign. Cod. 123, Österreichische Nationalbibliothek, Wien.
Digitalisat ohne DOI
Wenn ein historisches Manuskript digital zugänglich ist und kein DOI vorhanden ist, werden Abrufdatum und URL ergänzt. Dadurch bleibt der verwendete digitale Stand nachvollziehbar.
Planck, M. (1900, 19. Oktober). Schreiben an die Redaktion [Brief]. PN/1900/10/19, Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin. Abgerufen am 8. Juni 2025 von https://www.beispiel.de
Digitalisat mit DOI
Wenn ein DOI vorhanden ist, wird dieser bevorzugt angegeben. Ein DOI ersetzt die URL, weil er als dauerhafter Identifikator dient.
Kepler, J. (1612, 3. Mai). Notiz zur Ellipsenbahn [Handschrift]. Ms. K 12, Bl. 7v, Universitätsarchiv Linz, Linz. doi:10.1234/uarch.k12.7v
Historisches Manuskript ohne Datum
Wenn kein Datum ermittelbar ist, wird „o. D.“ verwendet. Die übrigen Angaben zu Titel, Gattung, Signatur, Bibliothek oder Archiv bleiben erhalten.
Hildegard von Bingen. (o. D.). Rezepturen für Heilkunde [Handschrift]. Hs. 45, Landesbibliothek Rheinland-Pfalz, Koblenz.
Sonderregeln
Sonderfälle für historische Manuskripte zitieren nach APA 6
Bei historischen Manuskripten entstehen nach APA 6 besondere Zitierfälle, wenn keine Seitenzählung vorhanden ist, die Datierung unsicher bleibt, mehrere Hände beteiligt sind, nur Fragmente überliefert sind oder statt des Originals eine Edition genutzt wird. Entscheidend ist, dass die benutzte Fassung, die archivische Fundstelle und die Materialform eindeutig nachvollziehbar bleiben.
Foliierung statt Paginierung
Historische Handschriften besitzen häufig keine Seitenzählung, sondern eine Foliierung. Blattangaben ersetzen dann Seitenzahlen. Die Vorderseite wird mit „r“ für recto, die Rückseite mit „v“ für verso gekennzeichnet.
Im Literaturverzeichnis:
Kant, I.
(1784, 3. November).
Randbemerkungen zur Kritik
[Handschrift].
Ms. A 23, Bl. 45r, Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin.
Im Text:
(Kant, 1784, Bl. 45r)
Circa- oder Intervall-Datierung
Wenn die Datierung nicht exakt gesichert ist, wird eine Circa-Angabe oder ein Jahresintervall verwendet. Dadurch bleibt sichtbar, dass das Datum nur näherungsweise bestimmt wurde.
Im Literaturverzeichnis:
Anonym.
(ca. 1470).
Stundenbuchfragment
[Handschrift].
Fragm. Hs. 9, Bayerische Staatsbibliothek, München.
Im Text:
(Anonym, ca. 1470)
Mehrere Hände im selben Stück
Wenn mehrere Schreiber an einem Manuskript beteiligt sind, bleibt der Autor des Inhalts maßgeblich. Hinweise auf weitere Hände können in der Beschreibung ergänzt werden, wenn sie für die Einordnung des Stücks relevant sind.
Im Literaturverzeichnis:
Melanchthon, P.
(1531).
Vorlesungsnotizen zur Rhetorik, mit weiteren Händen
[Handschrift].
Cod. M 31, Universitätsbibliothek Wittenberg, Wittenberg.
Im Text:
(Melanchthon, 1531)
Fragment oder Palimpsest
Bei Fragmenten, Palimpsesten oder beschädigten Überlieferungen wird die Materiallage in der Gattungsangabe oder Beschreibung kenntlich gemacht.
Im Literaturverzeichnis:
Anonym.
(6. Jh.).
Evangelienzeile
[Pergamentfragment].
Fragm. 12, Biblioteca Vaticana, Rom.
Im Text:
(Anonym, 6. Jh.)
Sprache und Transkription
Zitiert wird immer die tatsächlich benutzte Fassung. Wenn eine eigene Transkription verwendet wurde, kann dies in der Gattungsangabe ergänzt werden.
Im Literaturverzeichnis:
Luther, M.
(1522).
Glossen zum Römerbrief
[Handschrift, eigene Transkription].
Ms. L 8, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, Jena.
Im Text:
(Luther, 1522)
Benutzung einer Edition statt des Originals
Wenn nicht das historische Original, sondern eine gedruckte oder digitale Edition genutzt wurde, wird nicht das Archivstück zitiert. Stattdessen gilt das passende Buch-, Sammelband- oder Online-Schema.
Im Literaturverzeichnis:
Goethe, J. W. v.
(1800).
Brief an F. Schiller.
In M. Müller & H. Becker (Hrsg.),
Briefe 1799–1801
(S. 201–204).
Frankfurt am Main: Fischer.
Im Text:
(Goethe, 1800, S. 202)
Wechsel der Signatur oder des Standorts
Wenn sich Signatur oder Standort eines Manuskripts geändert haben, wird der aktuell recherchierte Stand belegt. Frühere Signaturen können in Klammern ergänzt werden, wenn sie für die Nachvollziehbarkeit hilfreich sind.
Im Literaturverzeichnis:
Bacon, F.
(1620).
Notiz zur Methode
[Handschrift].
Sign. Ms. 77 (früher Hs. 55), British Library, London.
Im Text:
(Bacon, 1620)
IIIF-Viewer oder persistente Handles
Bei digital zugänglichen Manuskripten werden stabile Kennungen bevorzugt. Wenn ein DOI, Handle oder anderer persistenter Identifikator vorhanden ist, sollte dieser gegenüber einer instabilen Viewer-URL genutzt werden.
Im Literaturverzeichnis:
Ptolemaios.
(ca. 1455).
Cosmographia, Karte III
[Handschrift].
Hs. P 17, Bibliothèque nationale de France, Paris.
doi:10.5678/bnf.p17.map3
Im Text:
(Ptolemaios, ca. 1455)
Verpflichtende und empfohlene Angaben
Was ist nach APA 6 für die Zitation von historischen Manuskripten verpflichtend und was wird empfohlen?
Zitation im Text nach APA 6
Autor oder Institution
Im Kurzbeleg steht die verfassende Person oder die verantwortliche Institution des historischen Manuskripts. Bei Briefen, Autographen oder Tagebüchern ist dies die schreibende Person. Bei Urkunden, Amtsprotokollen oder Kanzleischriften kann eine Institution an der Autorenstelle stehen.
Ein Funktionszusatz kann im Fließtext erläutert werden, wenn die Rolle der Institution, Kanzlei, Werkstatt oder Schreiberhand für die Einordnung des Manuskripts wichtig ist.
Jahr des Manuskripts
Im Textnachweis steht das Jahr des Manuskripts. Wenn kein Jahr ermittelbar ist, wird o. D. verwendet.
Bei unsicherer Datierung kann eine Circa-Angabe genutzt werden, z. B. ca. 1470. Bei längeren Entstehungszeiträumen kann ein Jahresintervall angegeben werden.
Fundstelle bei direktem Zitat
Bei direkten Zitaten aus historischen Manuskripten wird die genaue Fundstelle angegeben. Häufig erfolgt dies über Blatt- oder Folioangaben, z. B. Bl. 23r oder Bl. 23v.
Bei längeren Passagen kann ein Blattbereich angegeben werden, z. B. Bl. 23r–24v. Dadurch bleibt der zitierte Abschnitt genauer nachvollziehbar.
Mehrere Manuskripte desselben Jahres
Wenn mehrere historische Manuskripte desselben Autors aus demselben Jahr zitiert werden, werden Kleinbuchstaben an das Jahr angefügt, z. B. 1800a und 1800b. Die Kennzeichnung muss mit dem Literaturverzeichnis übereinstimmen.
Gleiche Nachnamen
Bei verschiedenen Autoren mit gleichem Nachnamen werden Initialen ergänzt. Dadurch bleibt der Kurzbeleg eindeutig, besonders bei historischen Familienbeständen, Nachlässen oder Korrespondenzen.
Literaturverzeichnis nach APA 6
Autor und vollständiges Datum
Der Eintrag beginnt mit der verfassenden Person oder Institution. Danach folgt das Datum des Manuskripts in runden Klammern.
Wenn Tag und Monat bekannt sind, sollte das vollständige Tagesdatum angegeben werden, z. B. (1800, 12. März). Bei unklarer Datierung kann ca. verwendet werden.
Titel oder sachliche Beschreibung
Der Titel oder eine sachliche Beschreibung des Manuskripts wird angegeben. Diese Angabe wird nicht kursiv gesetzt.
Empfänger, Adressaten oder sachliche Bezugspunkte können in der Beschreibung genannt werden, z. B. Brief an F. Schiller oder Protokoll der Kanzleisitzung.
Gattungsangabe
Die Material- oder Quellenart wird in eckigen Klammern angegeben, z. B. [Brief], [Handschrift], [Urkunde] oder [Tagebuch].
Die Gattung kann präzisiert werden, wenn die Materiallage relevant ist, z. B. [Pergamentfragment], [Palimpsest] oder [Handschrift, eigene Transkription].
Signatur und Bestand
Bestand, Nachlass oder Sammlung sowie die Signatur müssen angegeben werden. Diese Angaben sichern die eindeutige Auffindbarkeit des Manuskripts im Archiv oder in der Bibliothek.
Box, Mappe, Band, Faszikel, Blatt oder Folio sollten ergänzt werden, wenn diese Angaben im Findmittel oder Katalog ausgewiesen sind.
Archivname und Ort
Der vollständige Archivname und der Ort werden am Ende der archivischen Angabe genannt. Dadurch bleibt erkennbar, wo das historische Manuskript verwahrt wird.
Abteilung, Depot, Sondersammlung oder Bibliotheksbereich können ergänzt werden, wenn diese Angaben für die Auffindbarkeit des Stücks relevant sind.
DOI oder URL
Wenn ein DOI oder ein persistenter Identifikator vorhanden ist, wird dieser bevorzugt angegeben. Ohne DOI wird bei Digitalisaten die URL ergänzt.
Bei Online-Zugriff ohne DOI sollte ein Abrufdatum ergänzt werden, damit der verwendete digitale Stand des Manuskripts nachvollziehbar bleibt.
Nutzung einer Edition
Wenn nicht das Originalmanuskript, sondern eine gedruckte oder digitale Edition genutzt wurde, wird nicht das Archivstück zitiert. Stattdessen gilt das passende Buch-, Sammelband- oder Online-Schema.
Zitationsvergleich APA 6 vs. APA 7
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Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach APA? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Wissensdatenbank.
Wie zitierst du ein historisches Manuskript nach APA 6 im Text?
Wenn du ein historisches Manuskript nach APA 6 direkt im Text zitierst, nennst du immer zuerst den Nachnamen des Autors, gefolgt vom Erscheinungsjahr. Zusätzlich gibst du eine exakte Fundstelle an, wie etwa eine Blattnummer. Nutze dabei „Bl.“ für Blatt und ergänze „r“ (recto) für die Vorderseite oder „v“ (verso) für die Rückseite. Dies ist wichtig, damit jeder deine Quelle eindeutig nachvollziehen kann. Ein Beispiel dafür lautet: (Goethe, 1800, Bl. 23 r).
Was machst du, wenn das historische Manuskript kein genaues Datum hat?
Falls bei deinem historischen Manuskript kein genaues Datum angegeben ist, nutzt du die Abkürzung „o. D.“ für „ohne Datum“. Wenn du aber weißt, dass das Manuskript etwa um eine bestimmte Zeit entstanden sein könnte, gibst du „ca.“ vor der Jahreszahl an. Dies kennzeichnet, dass das Datum nur ungefähr bekannt ist. Beispiel: (Unbekannt, ca. 1470). So stellst du sicher, dass deine Leser verstehen, dass du das Datum nicht exakt ermitteln konntest.
Wie zitierst du im Literaturverzeichnis ein historisches Manuskript aus einem Archiv nach APA 6?
Wenn du ein historisches Manuskript aus einem Archiv im Literaturverzeichnis aufführst, musst du detailliert vorgehen. Du nennst zuerst den Autor mit vollem Datum, den Titel oder eine präzise Beschreibung, die Gattungsangabe in eckigen Klammern (z. B. [Brief] oder [Tagebuch]), die genaue Archivsignatur sowie das Archiv und den Standort. Dadurch ermöglichst du, dass andere Forschende deine Quelle zuverlässig wiederfinden können. Beispiel: Goethe, J. W. v. (1800, 4. Mai). Brief an Friedrich Schiller [Brief]. Sign. GSA 25/B/56, Goethe- und Schiller-Archiv, Weimar.
Was tust du, wenn du ein digitales Manuskript ohne DOI nutzt?
Wenn dein historisches Manuskript als digitales Dokument vorliegt und keine DOI verfügbar ist, musst du die URL sowie das Datum angeben, an dem du das Dokument abgerufen hast. Dies hilft sicherzustellen, dass deine Leser die exakt von dir genutzte Version nachvollziehen können, da Webseiten häufig aktualisiert oder verändert werden. Dein Eintrag könnte folgendermaßen aussehen: Goethe, J. W. v. (1800, 4. Mai). Brief an Friedrich Schiller [Brief]. Abgerufen am 8. Juni 2025 von https://...
Wie gibst du Blattangaben richtig an?
Blattangaben bei historischen Manuskripten werden anders angegeben als normale Seitenzahlen. Du nutzt dafür die Bezeichnung „Bl.“ gefolgt von der Blattnummer. Die Vorderseite eines Blattes wird mit „r“ (recto) gekennzeichnet, die Rückseite mit „v“ (verso). So machst du deutlich, welche genaue Seite eines Manuskripts du meinst. Ein Beispiel sieht so aus: (Goethe, 1800, Bl. 12 v). Diese präzise Angabe stellt sicher, dass deine Leser die exakte Fundstelle nachvollziehen können.
Wie unterscheidest du Manuskripte desselben Autors aus dem gleichen Jahr?
Wenn du mehrere Manuskripte desselben Autors aus demselben Jahr zitierst, musst du diese eindeutig voneinander unterscheiden. Das erreichst du durch Hinzufügung von Kleinbuchstaben direkt nach dem Jahr. Dies hilft dir, Verwirrung zu vermeiden und deine Quellen klar voneinander abzugrenzen. Die Reihenfolge der Buchstaben folgt dabei alphabetisch nach dem Titel der Manuskripte. Ein Beispiel dafür wäre: (Goethe, 1800a) für das erste Manuskript und (Goethe, 1800b) für das zweite Manuskript aus demselben Jahr.
Wie zitierst du ein Manuskript mit unbekanntem Autor?
Bei einem Manuskript ohne bekannten Autor nutzt du stattdessen den Titel oder eine präzise Beschreibung als Ersatz in der Autorenposition. Dies ermöglicht es deinen Lesern, die Quelle klar zu identifizieren. In deinem Literaturverzeichnis gibst du dann alle anderen notwendigen Informationen wie das Datum (wenn bekannt), die Signatur, das Archiv und den Standort an. Ein konkretes Beispiel wäre: Madonna mit Kind. (ca. 1500). [Handschrift]. Sign. Hs. 45, Diözesanmuseum, Augsburg.
Wie zitierst du, wenn du eine gedruckte Edition statt des Originals nutzt?
Falls du eine gedruckte Edition eines historischen Manuskripts nutzt, verwendest du die Zitationsregeln für Bücher oder Sammelbände. Du nennst den Autor, das Datum, den Titel des Manuskripts, dann den Herausgeber, den Titel der Edition, die Seitenzahlen, den Verlag und den Ort. Dies stellt sicher, dass deine Leser genau wissen, welche Fassung des Textes du verwendest. Beispiel: Goethe, J. W. v. (1800). Brief an F. Schiller. In M. Müller (Hrsg.), Briefe 1799–1801 (S. 201–204). Frankfurt am Main: Fischer.
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Recherche und Korrektur der Zitation im Text nach APA, Chicago, Harvard und Hochschulrichtlinien
Zitationskorrektur ansehenRecherche und Korrektur der Quellen im Literaturverzeichnis nach Hochschulrichtlinien sowie APA, Chicago, Harvard, IEEE etc.
Literaturverzeichnis ansehenJede Quelle muss die richtigen bibliografischen Angaben tragen. Alle Quellen müssen im Text und im Literaturverzeichnis übereinstimmen.
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