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Chicago Style

Archivmaterialien zitieren nach Chicago – Autor-Datum

Archivmaterialien zitieren nach Chicago – Autor-Datum-System

Archivmaterialien sind fĂŒr wissenschaftliche Arbeiten zentrale PrimĂ€rquellen, weil sie originale SchriftstĂŒcke, Verwaltungsakten, NachlĂ€sse, Bildquellen und audiovisuelle BestĂ€nde dokumentieren. Im Chicago Autor Datum System erfolgt der Nachweis im Text ĂŒber Kurzbelege mit Autorposition und Jahr, ergĂ€nzt um eindeutige Lokatoren wie Bestand, Signatur, Box und Folder. Der vollstĂ€ndige Nachweis steht im Literaturverzeichnis und muss die Wiederauffindbarkeit im Archiv sicherstellen, auch bei digitalisierten Objekten.

Konsistenz sichern: identische Autor Jahr Logik in Text und Literaturverzeichnis

 
Wichtigste Regeln

Archivmaterialien zitieren Chicago – Autor-Datum

Archivmaterial als Quellentyp

Archivmaterial umfasst unveröffentlichte oder selten publizierte Quellen, die in BestĂ€nden organisiert sind. FĂŒr die Zitation sind zwei Ebenen relevant. Erstens die inhaltliche Einheit, etwa Brief, Akte, Foto, Tonband. Zweitens der Aufbewahrungskontext, etwa Bestand, Serie, Signatur, Box und Folder. Das Autor Datum System bildet diese Ebenen ĂŒber Kurzbeleg und Literaturverzeichnis ab.

Autorposition und Jahreslogik

Die Autorposition entspricht in der Regel dem Urheber des Dokuments, etwa Verfasser eines Briefs oder Herausgeber einer Akte. Bei Verwaltungsakten ohne personenbezogene Urheberschaft trÀgt eine Körperschaft, etwa Ministerium, Behörde oder Verein, die Autorposition. Das Jahr entspricht dem Dokumentdatum oder dem Entstehungsjahr. Bei unsicherer Datierung steht o.D.

Lokatoren ohne Seitenzahlen

Archivmaterial besitzt hĂ€ufig keine stabile Paginierung. Lokatoren werden dann ĂŒber Archivstruktur und interne ZĂ€hlungen gebildet, etwa Box, Folder, Signatur, Blatt, Frame, Track, Zeitstempel. In digitalisierten Portalen sind Permalinks und Objektkennungen zentrale ErgĂ€nzungen.

Fehlerfreie Zitation nach Chicago Style

Quellen und das Literaturverzeichnis nach Chicago Style (Fußnoten/Autor-Datum). 🔎 Recherche bei LĂŒcken + Abgleich!

Studentin Box
Im Text

Im Text zitieren: Archivmaterialien nach Chicago – Autor-Datum

Grundform

Die Textzitation folgt der Logik Autor Jahr plus Lokator.

(Keller 1952, Bestand Nachlass Keller, Box 3, Folder 12)
Keller (1952, Bestand Nachlass Keller, Box 3, Folder 12)

Brief, Tagebuch, Manuskript

Bei personenbezogenen Dokumenten steht der Urheber an der Autorposition. Lokatoren folgen Archivstruktur.

(Keller 1952, Nachlass Keller, Box 3, Folder 12)
(Keller 1952, Nachlass Keller, Box 3, Folder 12, Blatt 2)

Akten und Verwaltungsunterlagen

Bei Akten ohne klaren Personenurheber steht die Körperschaft an der Autorposition. Lokator enthÀlt Aktenzeichen oder Signatur.

(Bundesministerium des Innern 1974, R 58, Signatur 12345, Blatt 7)
Bundesministerium des Innern (1974, R 58, Signatur 12345, Blatt 7)

Fotografien und Bildquellen

Bei Fotos steht der Fotograf an der Autorposition, ersatzweise die Institution. Lokator enthÀlt Objekt ID oder Signatur.

(Meyer 1931, Foto Nr. 204, Signatur Bild 7)
(Stadtarchiv Köln 1931, Foto Nr. 204, Signatur Bild 7)

Karten, PlÀne, technische Zeichnungen

Bei Kartenmaterial steht der Urheber an der Autorposition, hÀufig eine Behörde oder ein Verlag. Lokator enthÀlt Kartenblatt oder Plannummer.

(Landesvermessungsamt 1960, Blatt 4310, Ausgabe 3)
(König 1912, Plan Nr. 18, Signatur Plan 55)

Audio und Video im Archiv

Bei audiovisuellen Quellen wird zusÀtzlich ein Zeitstempel oder Track als Lokator genutzt.

(Schmidt 1988, Interviewband 4, 00:12:30)
(Rundfunkanstalt 1979, Sendung 221, Track 2)

Digitalisierte Archivobjekte

Bei digitalisierten Objekten bleibt der Kurzbeleg identisch. Ein Zugriffhinweis kann ergÀnzt werden, wenn Versionen wechseln.

(Keller 1952, Objekt ID A 001234, Zugriff 16.12.2025)
(Bundesarchiv 1974, Objekt ID BArch 567890, Zugriff 16.12.2025)

Mehrere Archivquellen an derselben Textstelle

Mehrere Nachweise werden als getrennte Kurzbelege gesetzt.

(Keller 1952, Nachlass Keller, Box 3, Folder 12) (Bundesministerium des Innern 1974, R 58, Signatur 12345)

Fehlendes Jahr

Bei fehlender Datierung wird o.D. genutzt.

(Keller o.D., Nachlass Keller, Box 3, Folder 12)
(Stadtarchiv Köln o.D., Signatur Bild 7)

Im Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis: Chicago – Autor-Datum Archivmaterialien

Grundform

Im Literaturverzeichnis steht der vollstÀndige Nachweis mit Urheber, Jahr, Titel oder Beschreibung, Materialtyp, Aufbewahrungskontext und Repository.

Schema
Autor. Jahr. „Titel oder Beschreibung.“ Materialtyp. Bestand oder Sammlung, Lokatoren. Repository, Ort. URL und Zugriffdatum, falls relevant.

Brief, Tagebuch, Manuskript

Der Eintrag nennt Urheber, Datum, Beschreibung, Materialtyp, Bestand, Box, Folder sowie Repository.

Keller, Max. 1952. „Brief an Anna Meyer, 14.06.1952.“ Brief. Nachlass Keller, Box 3, Folder 12. Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin.

Akten und Verwaltungsunterlagen

Der Eintrag nennt Körperschaft, Datum, Aktentitel oder Betreff, Serie oder Bestand, Signatur und Repository.

Bundesministerium des Innern. 1974. „Vermerk zur Reform der Verwaltungsverfahren, 22.01.1974.“ Aktenvermerk. Bestand R 58, Signatur 12345, Blatt 1 bis 12. Bundesarchiv, Koblenz.

Fotografien und Bildquellen

Der Eintrag nennt Urheber oder Institution, Jahr, Titel oder Beschreibung, Materialtyp, Signatur und Repository.

Meyer, Claudia. 1931. „Straßenszene am Neumarkt.“ Fotografie. Signatur Bild 7, Foto Nr. 204. Stadtarchiv Köln, Köln.

Karten und PlÀne

Der Eintrag nennt Urheber, Jahr, Titel, Materialtyp, Blatt oder Plannummer und Repository.

Landesvermessungsamt. 1960. „Topographische Karte 1:25.000, Blatt 4310.“ Karte. Ausgabe 3. Landesarchiv Baden WĂŒrttemberg, Stuttgart.

Audio und Video im Archiv

Der Eintrag nennt Urheber, Jahr, Titel oder Beschreibung, Format, Laufzeit und Repository.

Schmidt, Laura. 1988. „Zeitzeugeninterview zur Stadtteilentwicklung, 03.05.1988.“ Audioaufnahme. Interviewband 4. Archiv fĂŒr Sozialforschung, MĂŒnchen.

Digitalisat mit Permalink

Der Eintrag ergÀnzt Permalink und Zugriffdatum.

Keller, Max. 1952. „Brief an Anna Meyer, 14.06.1952.“ Digitalisat eines Briefs. Nachlass Keller, Box 3, Folder 12. Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin. Zugriff am 16.12.2025. https://example.org/object/A001234

Fremdsprachige Titel mit Übersetzung

Übersetzungen in eckigen Klammern sind möglich, sofern einheitlich umgesetzt.

García, Elena. 1978. „Carta a Miguel Torres [Brief an Miguel Torres], 12.09.1978.“ Brief. Archivo Histórico Nacional, Madrid.

Nicht lateinische Schrift, Transliteration, Übersetzung

Originalschrift, Transliteration und Übersetzung können kombiniert werden.

Zhang, Wei. 1965. ă€Œèźżè°ˆèź°ćœ•ă€ [FǎngtĂĄn jĂŹlĂč] [Interviewprotokoll]. Protokoll. National Archives of China, Beijing.

Fehlendes Jahr

o.D. steht an Jahresposition. Bei Onlinezugriff ist Zugriffdatum zweckmĂ€ĂŸig.

Stadtarchiv Köln. o.D. „Unbeschriftete Fotografie, Motiv unbekannt.“ Fotografie. Signatur Bild 7. Stadtarchiv Köln, Köln. Zugriff am 16.12.2025. URL.

Sonderregeln

Sonderegeln fĂŒr Archivmaterialien zitieren nach Chicago – Autor-Datum

Konsolidierte Akte und EinzelstĂŒckzitation

Bei umfangreichen Akten wird hÀufig eine konkrete Teilakte oder ein Einzelblatt untersucht. Der Kurzbeleg sollte dann die prÀzisere Einheit tragen.

Im Text

Gesamtakte: (Bundesministerium des Innern 1974, R 58, Signatur 12345)
Teilakte: (Bundesministerium des Innern 1974, R 58, Signatur 12345, Blatt 7)

Literaturverzeichnis

Bundesministerium des Innern. 1974. „Vermerk zur Reform der Verwaltungsverfahren, 22.01.1974.“ Aktenvermerk. Bestand R 58, Signatur 12345, Blatt 1 bis 12. Bundesarchiv, Koblenz.

Mehrere StĂŒcke desselben Urhebers im selben Jahr

Bei mehreren Dokumenten derselben Person im selben Jahr werden a, b, c genutzt.

Im Text

(Keller 1952a, Nachlass Keller, Box 3, Folder 12)
(Keller 1952b, Nachlass Keller, Box 4, Folder 2)

Literaturverzeichnis

Keller, Max. 1952a. „Brief an Anna Meyer, 14.06.1952.“ Brief. Nachlass Keller, Box 3, Folder 12. Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin.
Keller, Max. 1952b. „Tagebucheintrag, 02.11.1952.“ Tagebuch. Nachlass Keller, Box 4, Folder 2. Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin.

Unsichere Datierung

Bei unsicherer Datierung wird o.D. genutzt oder eine DatumsnÀherung im Titelteil dokumentiert.

Im Text

(Meyer o.D., Signatur Bild 7, Foto Nr. 204)

Literaturverzeichnis

Meyer, Claudia. o.D. „Straßenszene am Neumarkt, um 1931.“ Fotografie. Signatur Bild 7, Foto Nr. 204. Stadtarchiv Köln, Köln.

Digitalisat und Archivversion

Bei dynamischen Portalen erhöht ein Archivlink oder eine Archivversion die NachprĂŒfbarkeit.

Im Text

(Keller 1952, Objekt ID A 001234, Zugriff 16.12.2025)

Literaturverzeichnis

Keller, Max. 1952. „Brief an Anna Meyer, 14.06.1952.“ Digitalisat eines Briefs. Nachlass Keller, Box 3, Folder 12. Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin. Archivversion. Zugriff am 16.12.2025. https://example.org/archive/A001234

Zugriffsrestriktionen und Sperrfristen

Bei gesperrten BestÀnden wird der Zugangsstatus dokumentiert, damit die verwendete Quelle nachvollziehbar bleibt.

Im Text

(Bundesministerium des Innern 1990, R 58, Signatur 77777, Zugriff genehmigt)

Literaturverzeichnis

Bundesministerium des Innern. 1990. „Betreffzeile der Akte, 10.02.1990.“ Akte. Bestand R 58, Signatur 77777. Bundesarchiv, Koblenz. Zugang mit Genehmigung.

SekundÀrzitat aus Archivmaterial

SekundÀrzitate sind bei Archivmaterial besonders riskant, weil Signaturen und Kontextinformationen verloren gehen können. Im Literaturverzeichnis steht die tatsÀchlich konsultierte SekundÀrquelle. Im Text wird der indirekte Bezug markiert.

Im Text

(Dokument X, zitiert nach Meyer 2021, 55)

Literaturverzeichnis

Meyer, Claudia. 2021. Titel der Studie mit Archivzitaten. Berlin: Beispielverlag.

Verpflichtende und empfohlene Angaben

Was ist nach Chicago – Autor-Datum fĂŒr die Zitation von Archivmaterialien verpflichtend und was wird empfohlen?

Zitation im Text

Angabe Verpflichtend Empfohlen
Autor Urheber oder Körperschaft AbkĂŒrzung nach Erstnennung
Jahr Dokumentjahr oder o.D. a, b, c bei gleichem Jahr
Lokator Bestand, Signatur, Box, Folder Blatt, Seite, Track, Zeitstempel
Form (Autor Jahr, Lokator) konsistente Variantenwahl
Mehrfachbelege getrennte Kurzbelege konsistente Reihenfolge
Digitalisat Zugriffhinweis bei Dynamik Objekt ID, Permalink

Literaturverzeichnis

Angabe Verpflichtend Empfohlen
Autor Urheber oder Körperschaft einheitliche Namensform
Jahr Jahr oder o.D. DatumsnÀherung im Titelteil
Titel oder Beschreibung eindeutige Benennung Übersetzung in eckigen Klammern
Materialtyp Brief, Akte, Foto, Audio Laufzeit, Formatdetails
Aufbewahrungskontext Bestand, Signatur, Box, Folder Serie, Record Group, Blattbereich
Repository Archiv, Bibliothek, Ort Abteilung, Sammlung
URL bei Digitalisat stabiler Permalink, Archivversion
Zugriffdatum bei dynamisch oder o.D. einheitliche Zugriffpraxis

HĂ€ufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach Chicago Stil, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank fĂŒr Chicago Stil Zitation hier bei 1a-Studi.

Im Chicago Autor-Datum-System erfolgt die Zitation von Archivmaterialien im Text mit einem Kurzbeleg aus Autorposition, Jahr und einem Lokator, zum Beispiel (Keller 1952, Nachlass Keller, Box 3, Folder 12). Steht der Autor bereits im Satz, folgen Jahr und Lokator direkt dahinter, etwa Keller (1952, Nachlass Keller, Box 3, Folder 12). Lokatoren verweisen auf Bestand, Signatur, Box, Folder, Blatt oder vergleichbare Archivstrukturelemente.
Die Autorposition entspricht in der Regel dem Urheber des Dokuments, etwa dem Verfasser eines Briefs, Tagebuchautors oder Verfasser eines Manuskripts. Bei Verwaltungsakten ohne personenbezogene Urheberschaft wird die verantwortliche Körperschaft als Autor gefĂŒhrt, zum Beispiel ein Ministerium, eine Behörde oder ein Verein. FĂŒr Bildquellen kann alternativ der BestandstrĂ€ger, etwa ein Stadtarchiv, als Autorposition verwendet werden, wenn kein Fotograf genannt ist.
Archivmaterialien besitzen hĂ€ufig keine stabile Paginierung, daher werden Lokatoren ĂŒber die Archivstruktur gebildet. Typische Elemente sind Bestandsbezeichnung, Signatur, Box, Folder, Blatt- oder Seitenangaben, Kartenblatt- oder Plannummer, Foto- oder Objekt-ID sowie bei Audio und Video Zeitstempel oder Tracknummern. Ein Kurzbeleg kann zum Beispiel lauten (Bundesministerium des Innern 1974, R 58, Signatur 12345, Blatt 7) oder (Schmidt 1988, Interviewband 4, 00:12:30).
Bei personenbezogenen Dokumenten steht der Urheber an der Autorenposition, gefolgt von Jahr und detailliertem Lokator. Im Text kann dies etwa (Keller 1952, Nachlass Keller, Box 3, Folder 12, Blatt 2) lauten. Im Literaturverzeichnis werden Urheber, Datum, Titel oder Beschreibung („Brief an 
“, „Tagebucheintrag 
“), Materialtyp, Nachlassangabe, Box- und Foldernummer sowie Archivname und Ort aufgefĂŒhrt, zum Beispiel: Keller, Max. 1952. „Brief an Anna Meyer, 14.06.1952.“ Brief. Nachlass Keller, Box 3, Folder 12. Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin.
Bei Akten ohne klaren Personenurheber wird die zustĂ€ndige Körperschaft als Autorposition genutzt, zum Beispiel (Bundesministerium des Innern 1974, R 58, Signatur 12345, Blatt 7). Im Literaturverzeichnis erscheinen Körperschaft, Jahr, Akten- oder Betreffzeile, Materialtyp (Akte, Vermerk), Bestandsangabe, Signatur, Blattbereich und Archiv, etwa: Bundesministerium des Innern. 1974. „Vermerk zur Reform der Verwaltungsverfahren, 22.01.1974.“ Aktenvermerk. Bestand R 58, Signatur 12345, Blatt 1 bis 12. Bundesarchiv, Koblenz.
FĂŒr Fotografien steht der Fotograf oder ersatzweise die Institution als Autor, Lokator ist etwa Foto- oder Signaturnummer, zum Beispiel (Meyer 1931, Foto Nr. 204, Signatur Bild 7). Karten und PlĂ€ne erhalten Urheber, Jahr, Blatt- oder Plannummer als Lokator, etwa (Landesvermessungsamt 1960, Blatt 4310, Ausgabe 3). Bei Audio- und Videomaterial werden neben Bestandsangaben zusĂ€tzlich Zeitstempel oder Tracknummern genutzt, zum Beispiel (Schmidt 1988, Interviewband 4, 00:12:30). Im Literaturverzeichnis werden Materialtyp, Signatur und Repository eindeutig dokumentiert.
Bei digitalisierten Archivobjekten bleibt der Kurzbeleg unverĂ€ndert, gegebenenfalls ergĂ€nzt um Objekt-ID und Zugriffhinweis, etwa (Keller 1952, Objekt ID A 001234, Zugriff 16.12.2025). Im Literaturverzeichnis wird der Eintrag um den Hinweis „Digitalisat“ oder „Digitalisat eines Briefs“ sowie um Permalink und Zugriffdatum ergĂ€nzt, zum Beispiel: Keller, Max. 1952. „Brief an Anna Meyer, 14.06.1952.“ Digitalisat eines Briefs. Nachlass Keller, Box 3, Folder 12. Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin. Zugriff am 16.12.2025. https://example.org/object/A001234.
Liegen mehrere Dokumente desselben Urhebers aus demselben Jahr vor, werden Jahr und Kurzbeleg mit a, b, c unterschieden, etwa (Keller 1952a, Nachlass Keller, Box 3, Folder 12) und (Keller 1952b, Nachlass Keller, Box 4, Folder 2). Im Literaturverzeichnis erscheinen korrespondierende EintrĂ€ge wie: Keller, Max. 1952a. „Brief an Anna Meyer, 14.06.1952.“ Brief. Nachlass Keller, Box 3, Folder 12. Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin. Keller, Max. 1952b. „Tagebucheintrag, 02.11.1952.“ Tagebuch. Nachlass Keller, Box 4, Folder 2. Staatsbibliothek zu Berlin, Berlin.
Fehlt eine belastbare Datierung, wird im Jahrfeld „o.D.“ genutzt, zum Beispiel (Keller o.D., Nachlass Keller, Box 3, Folder 12) oder (Stadtarchiv Köln o.D., Signatur Bild 7). Im Literaturverzeichnis steht „o.D.“ an der Jahresposition. Eine ungefĂ€hre Datierung kann zusĂ€tzlich im Titelteil formuliert werden, etwa „
 um 1931“, um die zeitliche Einordnung zu prĂ€zisieren, ohne die formale Jahreslogik des Autor-Datum-Systems zu verĂ€ndern.
Wenn ein Archivdokument nur ĂŒber eine SekundĂ€rquelle bekannt ist und nicht direkt im Archiv eingesehen wurde, erscheint im Literaturverzeichnis ausschließlich die tatsĂ€chlich konsultierte SekundĂ€rquelle. Im Text wird der indirekte Bezug markiert, zum Beispiel (Dokument X, zitiert nach Meyer 2021, 55). Ein eigener Eintrag fĂŒr das ArchivstĂŒck entfĂ€llt, weil keine unmittelbare Arbeit mit dem Original vorliegt; die Archivsignatur bleibt ĂŒber die SekundĂ€rpublikation erschließbar.
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