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Chicago Style

Datenbanken zitieren nach Chicago – Fußnoten

Datenbanken zitieren nach Chicago – Fußnoten & Endnoten

Datenbanken gehören zu den Quellen moderner wissenschaftlicher Arbeiten. Diese enthalten statistische Erhebungen, numerische Datensätze, Forschungsarchive, Zeitreihen, geographische Informationen oder ökonomische Indikatoren, die regelmäßig aktualisiert werden.

Im Chicago-Fußnotensystem (Notes & Bibliography) werden Datenbanken grundsätzlich als selbstständige Werke behandelt, sofern sie öffentlich zugänglich und eindeutig identifizierbar sind.

Anders als Bücher oder Zeitschriftenartikel besitzen Datenbanken häufig Organisationen oder Institutionen als Autor (z. B. World Bank, OECD, Statistisches Bundesamt) und dynamische Inhalte, die fortlaufend aktualisiert oder erweitert werden können.

Daher verlangt Chicago, dass Version, Veröffentlichungsstand oder Abrufdatum angegeben werden, um den verwendeten Datenstand eindeutig zu dokumentieren.

 
Wichtigste Regeln

Datenbanken zitieren Chicago – Fußnoten & Endnoten

Im Chicago-Fußnotensystem werden Datenbanken ähnlich wie digitale Quellen oder Online-Dokumente zitiert, jedoch mit zusätzlichen Angaben zu Autor (oder Institution), Titel, Version oder Standdatum und Zugriffsinformation (DOI/URL oder Repository).

Die Fußnote dient der unmittelbaren Identifikation der genutzten Datengrundlage, während das Literaturverzeichnis dauerhafte und veröffentlichte Datensätze in standardisierter Form aufführt.

Allgemeine Zitierregeln nach Chicago 17

  • Autor oder Herausgeber:
    Verfasser oder Institution, die die Datenbank herausgibt (z. B. World Bank, OECD, Statistisches Bundesamt).
  • Titel der Datenbank:
    Vollständiger Name der Datenbank in Kursivschrift.
  • Version oder Standangabe:
    Wenn bekannt, wird die Version oder das Veröffentlichungsdatum genannt, z. B. Version 2024-03 oder Stand: 1. Mai 2025.
  • Veröffentlichungs- oder Herausgeberangabe:
    Herausgeberinstitution oder Verlag (bei Online-Datenbanken meist identisch mit dem Autor).
  • Zugriffsangabe:
    DOI oder URL ohne abschließenden Punkt.
    Bei dynamischen Inhalten wird zusätzlich das Abrufdatum angegeben (Format: accessed 1 May 2025).
  • Datensatztyp (optional):
    Bei spezifischen Datensätzen oder Tabellen kann in eckigen Klammern ein Hinweis ergänzt werden, z. B. [Data set], [Table], [Statistic], [Database].

Erste Nennung (Langform in der Fußnote)

Bei der ersten Erwähnung wird die Datenbank vollständig zitiert.

Form:
Autor/Herausgeber, Titel der Datenbank, Version oder Stand (Ort: Herausgeber, Jahr), DOI oder URL, ggf. Abrufdatum.

Fehlerfreie Zitation nach Chicago Style

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Studentin Box
Im Text

Im Text zitieren: Datenbanken nach Chicago – Fußnoten & Endnoten

Datenbanken werden im Chicago-Fußnotensystem in zwei typischen Konstellationen verwendet:

  1. Datenbank als reine Zugangsplattform zu einem konkreten Dokument
  2. Datenbank als eigene Quelle, zum Beispiel Statistik-, Forschungs- oder Volltextdatenbank

Chicago empfiehlt grundsätzlich, das konkrete Dokument zu zitieren. Wenn die Datenbank selbst eine eigenständige Quelle darstellt oder für die Nachvollziehbarkeit entscheidend ist, wird diese zusätzlich oder anstelle des Einzeldokuments genannt.

Datenbank als eigenständige Quelle (Institution als „Autor“)

Diese Form eignet sich für Statistik-, Forschungs- oder Indikatorendatenbanken, bei denen die Datenbank selbst das Zitierobjekt bildet.

Erste Nennung (Langform)

Form:
Institution, Titel der Datenbank, Beschreibung (Datenbanktyp), Erscheinungsort, Jahr oder Zeitraum, URL, Zugriffsdatum.

Deutsche Bundesbank, Statistische Datenbank, Online-Datenbank, Frankfurt am Main, 2024, https://www.bundesbank.de/statistik, zugegriffen am 15. November 2025.

Weitere Nennung (Kurzform)

Form:
Institution, Kurztitel.

Deutsche Bundesbank, Statistische Datenbank.

Wenn die Datenbank keine eindeutige Jahresangabe enthält, kann das Jahr entfallen, das Zugriffsdatum bleibt jedoch erhalten.

Bibliografische oder Volltextdatenbank als Zugang zu einem Aufsatz

In dieser Konstellation steht der Aufsatz im Vordergrund. Die Datenbank wird nur ergänzend genannt, insbesondere bei schwer auffindbaren oder nur dort verfügbaren Texten.

Erste Nennung (Langform)

Form:
Vorname Nachname, „Titel des Aufsatzes“, Titel der Zeitschrift Band, Nr. Heft (Jahr): Seitenzahl, Name der Datenbank.

Hannah Lorenz, „Digitale Teilhabe in ländlichen Regionen“, Zeitschrift für Sozialforschung 45, Nr. 2 (2022): 156, JSTOR.

Weitere Nennung (Kurzform)

Form:
Nachname, „Kurztitel“, Seitenzahl.

Lorenz, „Digitale Teilhabe“, 160.

Die Datenbank erscheint nur in der ersten Nennung. Chicago betrachtet diese Angabe als Zusatzinformation zum Auffindungsweg.

Wissenschaftliche Volltextdatenbank ohne klassischen Verlag

Bei einigen Datenbanken ersetzt der Datenbankanbieter die klassische Verlagsangabe.

Erste Nennung (Langform)

Form:
Institution, Titel der Datenbank, Beschreibung, Jahr, URL, Zugriffsdatum.

Nomos Verlag, Nomos eLibrary, Volltextdatenbank für juristische und sozialwissenschaftliche Fachliteratur, 2025, https://www.nomos-elibrary.de, zugegriffen am 12. November 2025.

Weitere Nennung (Kurzform)

Nomos Verlag, Nomos eLibrary.

Laufend aktualisierte Online-Datenbanken

Bei laufend aktualisierten Datenbanken ohne klar definierte Version ist ein Zugriffsdatum zwingend, da sich der Inhalt fortlaufend verändert.

Erste Nennung (Langform)

Form:
Institution, Titel der Datenbank, laufend aktualisierte Online-Datenbank, Erscheinungsort (falls vorhanden), Jahr (falls angegeben), URL, Zugriffsdatum.

World Health Organization, Global Health Observatory, laufend aktualisierte Online-Datenbank, Genf, 2025, https://www.who.int/data/gho, zugegriffen am 20. November 2025.

Weitere Nennung (Kurzform)

World Health Organization, Global Health Observatory.

Fachspezifische Datenbankeinträge (Rechts-, Medien- oder Nachschlagewerksdatenbank)

Bei Rechts- und Mediendatenbanken wird häufig ein konkreter Eintrag zitiert, zum Beispiel ein Kommentar oder ein Artikel. Dann ähnelt die Zitation einem Kapitel in einem Sammelwerk.

Erste Nennung (Langform)

Form:
Vorname Nachname, „Titel des Eintrags“, in Titel der Datenbank, Datenbanktyp, Anbieter, Jahr, URL, Zugriffsdatum.

Martin Schuster, „Verwaltungsrechtliche Grundlagen der Digitalisierungsstrategie“, in Online-Kommentar Verwaltungsrecht, juristische Fachdatenbank, C. H. Beck, 2023, https://www.beck-online.de, zugegriffen am 5. Oktober 2025.

Weitere Nennung (Kurzform)

Schuster, „Verwaltungsrechtliche Grundlagen“.

Datenbankeinträge ohne individuelle Autorenschaft

Viele Datenbankeinträge nennen keine individuelle Autorin oder keinen individuellen Autor. In diesem Fall fungiert der Eintragstitel als Erstglied des Nachweises.

Erste Nennung (Langform)

Form:
„Titel des Eintrags“, Titel der Datenbank, Institution, Jahr, URL, Zugriffsdatum.

Indikator: Erwerbstätigenquote 20–64 Jahre“, OECD Data, Organisation for Economic Co-operation and Development, 2024, https://data.oecd.org, zugegriffen am 18. November 2025.

Weitere Nennung (Kurzform)

Indikator: Erwerbstätigenquote 20–64 Jahre“.

Bei umfangreicher Nutzung derselben Datenbank kann die Institution in der Kurzform ergänzt werden, zum Beispiel:

OECD, „Indikator: Erwerbstätigenquote“.

Wiederholte Zitation und Kombination mehrerer Datenbanken

Nach einer vollständigen Erstnennung genügt eine verkürzte Form mit Institution oder Nachname sowie Kurztitel. Mehrere Datenbanken in einer Fußnote werden getrennt aufgeführt.

Beispiel (verkürzte Wiederholung):

Deutsche Bundesbank, Statistische Datenbank.

World Health Organization, Global Health Observatory.

Beispiel (mehrere Datenbanken in einer Fußnote):

Deutsche Bundesbank, Statistische Datenbank; Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online.

Im Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis: Chicago – Fußnoten & Endnoten für Datenbanken

Im Literaturverzeichnis erscheinen Datenbanken, wenn sie eigenständig ausgewertet wurden oder für die Nachvollziehbarkeit der Forschung besonders relevant sind. Die Einträge sind formal an elektronische Ressourcen und Referenzwerke angelehnt.

Allgemeine Elemente:

  • Autor oder Institution
  • Jahr (sofern ermittelbar)
  • Titel der Datenbank (kursiv)
  • Beschreibung des Datenbanktyps
  • Erscheinungsort und Anbieter, soweit vorhanden
  • URL oder DOI
  • optional: Zugriffsdatum

Die Namensreihenfolge wird im Literaturverzeichnis invertiert, das heißt Nachname vor Vorname.

Institutionelle Datenbank als Quelle

Form:
Institution. Titel der Datenbank. Beschreibung. Erscheinungsort, Jahr. URL. Optional: Zugegriffen am Datum.

Beispiel:

Deutsche Bundesbank. Statistische Datenbank. Online-Datenbank. Frankfurt am Main, 2024. https://www.bundesbank.de/statistik. Zugegriffen am 15. November 2025.

Wenn kein Erscheinungsort genannt wird, kann diese Angabe entfallen. Das gleiche gilt für das Jahr, wenn es sich nicht eindeutig ermitteln lässt.

Bibliografische oder Volltextdatenbank

In vielen Fällen wird nur der Aufsatz im Literaturverzeichnis aufgenommen. Wenn die Datenbank selbst als Quelle erscheint, wird diese wie ein eigenständiges Werk behandelt.

Form:
Institution oder Name des Anbieters. Titel der Datenbank. Beschreibung. Jahr. URL. Optional: Zugegriffen am Datum.

Beispiel:

Nomos Verlag. Nomos eLibrary. Volltextdatenbank für juristische und sozialwissenschaftliche Fachliteratur. 2025. https://www.nomos-elibrary.de. Zugegriffen am 12. November 2025.

Laufend aktualisierte Online-Datenbanken

Bei laufend aktualisierten Datenbanken ist die Kombination aus laufender Aktualisierung und Zugriffsdatum besonders wichtig.

Form:
Institution. Titel der Datenbank. Laufend aktualisierte Online-Datenbank. Erscheinungsort, Jahr. URL. Zugegriffen am Datum.

Beispiel:

World Health Organization. Global Health Observatory. Laufend aktualisierte Online-Datenbank. Genf, 2025. https://www.who.int/data/gho. Zugegriffen am 20. November 2025.

Datenbankeintrag mit individueller Autorenschaft

Wenn ein einzelner Eintrag in einer Datenbank zitiert wird und dieser eine individuelle Autorenschaft ausweist, orientiert sich der Aufbau an einem Kapitel in einem Sammelwerk.

Form:
Nachname, Vorname. „Titel des Eintrags.“ In Titel der Datenbank. Beschreibung. Anbieter, Jahr. URL. Zugegriffen am Datum.

Beispiel:

Schuster, Martin. „Verwaltungsrechtliche Grundlagen der Digitalisierungsstrategie.“ In Online-Kommentar Verwaltungsrecht. Juristische Fachdatenbank. C. H. Beck, 2023. https://www.beck-online.de. Zugegriffen am 5. Oktober 2025.

Datenbankeintrag ohne Autorennamen

Wenn keine individuelle Autorenschaft angegeben ist, beginnt der Eintrag mit dem Titel.

Form:
„Titel des Eintrags.“ Titel der Datenbank. Institution. Jahr. URL. Zugegriffen am Datum.

Beispiel:

Indikator: Erwerbstätigenquote 20–64 Jahre.“ OECD Data. Organisation for Economic Co-operation and Development. 2024. https://data.oecd.org. Zugegriffen am 18. November 2025.

Mehrere beteiligte Institutionen oder Konsortien

Datenbanken werden häufig von Konsortien getragen. Chicago erlaubt die Nennung des Konsortiums als kollektiven „Autor“, gegebenenfalls mit der wichtigsten Institution als führendem Namen.

Form:
Name des Konsortiums. Titel der Datenbank. Beschreibung. Erscheinungsort, Jahr. URL. Zugegriffen am Datum.

Beispiel:

European Social Survey ERIC. European Social Survey Data Portal. Forschungsdatenbank für Umfragedaten. London, 2024. https://www.europeansocialsurvey.org. Zugegriffen am 9. November 2025.

Datenbanken mit DOI oder anderem persistenten Identifikator

Wenn ein DOI oder ein anderer persistenter Identifikator vergeben wurde, ersetzt dieser die URL. Ein Zugriffsdatum ist in diesem Fall häufig entbehrlich.

Form:
Institution oder Nachname, Vorname. Titel der Datenbank. Beschreibung. Erscheinungsort, Jahr. DOI.

Beispiel:

Forschungsdatenzentrum Bildung. Datenbank Bildungsindikatoren Deutschland. Statistikdatenbank. Berlin, 2023. https://doi.org/10.1234/fdzb.2023.001

Sonderregeln

Sonderfälle für Datenbanken zitieren nach Chicago – Fußnoten & Endnoten

Für das Zitieren von Datenbanken im Chicago-Fußnotensystem gibt es zahlreiche Sonderfälle.

Regelmäßig aktualisierte („lebende“) Datenbanken

Hier ist nach Chicago wichtig, die genaue Versionsbezeichnung und das Erscheinungsjahr konsistent in Fußnote und Bibliografie zu nennen, damit der verwendete Datenstand eindeutig nachvollziehbar bleibt.

Fußnote:

Eurostat, HICP – Harmonised Index of Consumer Prices, Version 2025-05 (Brussels: European Commission, 2025), https://ec.europa.eu/eurostat

Bibliografie:

Eurostat. HICP – Harmonised Index of Consumer Prices. Version 2025-05. Brussels: European Commission, 2025. https://ec.europa.eu/eurostat

Mehrsprachige oder nicht-lateinische Titel

Bei mehrsprachigen oder nicht lateinisch geschriebenen Titeln verlangt Chicago eine Umschrift sowie gegebenenfalls eine Übersetzung in eckigen Klammern, damit Titel und Inhalt auch für nicht sprachkundige Leserinnen und Leser eindeutig erkennbar bleiben.

Fußnote:

Wang Li (王立), Gāoděng jiàoyù zhìliàng shùjù [高等教育质量数据] [Higher Education Quality Data] (Beijing: Ministry of Education, 2024), https://data.moe.gov.cn

Bibliografie:

Wang, Li. Gāoděng jiàoyù zhìliàng shùjù [高等教育质量数据] [Higher Education Quality Data]. Beijing: Ministry of Education, 2024. https://data.moe.gov.cn

Interne oder unveröffentlichte Datensätze

Für interne oder unveröffentlichte Datensätze fordert Chicago eine eindeutige Kennzeichnung wie „[Unveröffentlichter Datensatz]“ beziehungsweise „[Unpublished Data Set]“ und verzichtet in der Regel auf eine öffentliche URL, da die Daten nicht allgemein zugänglich sind.

[Unveröffentlichter Datensatz] korrekt.

[Unpublished Data Set] bei zweisprachigen Arbeiten.

Aggregatoren und Sekundärdatenbanken

Bei Aggregatoren ist die jeweilige Plattform als eigentliche Quelle zu zitieren, während die ursprüngliche Institution im Titel oder Beschreibungstext erscheint, damit die Nutzung einer aufbereiteten Sekundärdatenbank transparent bleibt.

Statista, „Arbeitslosenquote in Europa nach Quelle: Eurostat“, Statista Database (Hamburg: Statista GmbH, 2024), https://www.statista.com/statistics/arbeitslosenquote-europa

Bibliografie:

Statista. „Arbeitslosenquote in Europa nach Quelle: Eurostat.“ Hamburg: Statista GmbH, 2024. https://www.statista.com/statistics/arbeitslosenquote-europa

Abfragen, Teilmengen und spezifische Indikatoren

Bei spezifischen Abfragen oder Indikatoren verlangt Chicago einen Hinweis auf die Abfrage in eckigen Klammern sowie die genaue Bezeichnung des Indikators, damit ersichtlich bleibt, dass nur ein Ausschnitt der Gesamtbank genutzt wurde.

OECD, „Education at a Glance, Indicator EDU_001[Abfrage aus Datenbank], OECD Data (Paris: OECD, 2024), https://data.oecd.org

Bibliografie:

OECD. „Education at a Glance, Indicator EDU_001[Abfrage aus Datenbank]. OECD Data. Paris: OECD, 2024. https://data.oecd.org

DOI, Handle, ARK und andere persistente Identifikatoren

Wenn ein persistenter Identifikator wie ein DOI vorhanden ist, hat dieser nach Chicago Vorrang vor einer URL und wird am Ende der Angabe gesetzt, da dadurch ein dauerhafter Zugriff auf genau diese Version des Datensatzes gewährleistet wird.

Fußnote:

Zenodo Community, Open Education Metrics v1.2 [Datensatz] (Geneva: CERN, 2025), https://doi.org/10.5281/zenodo.1234567

Bibliografie:

Zenodo Community. Open Education Metrics v1.2 [Datensatz]. Geneva: CERN, 2025. https://doi.org/10.5281/zenodo.1234567

Archivierte oder ersetzte Fassungen

Für archivierte oder ersetzte Fassungen empfiehlt Chicago die Angabe der Archiv-URL mit Datumsstempel, damit die tatsächlich verwendete, auch historisch ältere Version eindeutig identifizierbar und überprüfbar bleibt.

UN Data, „Millennium Indicators Snapshot 2018-06-01“, UN Data Repository (New York: United Nations, 2018), https://web.archive.org/web/20180601/https://data.un.org

Kombination mehrerer Versionen

Werden mehrere Versionen einer Datenbank ausgewertet, sollen nach Chicago alle relevanten Versionsstände in einer Angabe aufgeführt werden, damit der zeitliche Rahmen der Datengrundlage transparent dokumentiert ist.

OECD, Education Database, Version 2024-06 und Version 2024-12 (Paris: OECD, 2024)

Kommerzielle oder lizenzpflichtige Quellen

Bei kommerziellen oder lizenzpflichtigen Datenbanken steht der Name der Plattform im Vordergrund, ergänzt um den Hinweis „licensed access“ und ein Zugriffsdatum, da die Inhalte nur über institutionelle oder individuelle Lizenzen verfügbar sind.

Bloomberg Terminal, Bloomberg Financial Database (New York: Bloomberg L.P., accessed 15 May 2025, licensed access)

Abgeleitete oder replizierte Datensätze

Für abgeleitete oder replizierte Datensätze verlangt Chicago einen klaren Hinweis auf eigene Berechnungen wie „Author’s calculation based on …“, damit deutlich bleibt, dass es sich nicht um Rohdaten, sondern um weiterverarbeitete Ergebnisse aus einer Primärquelle handelt.

Author’s calculation based on Eurostat, „Employment Rate 2023“, Eurostat Database (Brussels: European Commission, 2023), https://ec.europa.eu/eurostat

Verpflichtende und empfohlene Angaben

Was ist nach Chicago – Fußnoten & Endnoten für die Zitation von Datenbanken verpflichtend und was wird empfohlen?

Zitation in den Fußnoten nach Chicago (Notes & Bibliography)

Angabe Verpflichtend Empfohlen / Fakultativ
Autor oder Institution Name der veröffentlichenden Organisation oder Person (z. B. OECD, World Bank, GESIS) Bei nationalen Behörden: ausgeschriebene Form bei der ersten Nennung, danach Abkürzung (z. B. Statistisches Bundesamt [Destatis])
Titel des Datensatzes oder der Datenbank Vollständiger offizieller Titel, kursiv gesetzt Kurztitel bei wiederholter Nennung
Version / Stand / Veröffentlichungsdatum Versionsnummer oder Jahr (z. B. Version 2025-05 oder Stand Mai 2025) Monat oder genaues Datum (z. B. Stand vom 12. Mai 2025)
Ort und Herausgeber Ort und Institution, wenn abweichend vom Autor Bei Online-Datenbanken kann der Ort entfallen, wenn eindeutig digital veröffentlicht
Jahr Jahr der Veröffentlichung oder des Datenstands Für fortlaufend gepflegte Datenbanken optional: Versionsjahr plus Zugriffsjahr
DOI / URL Pflichtangabe, sofern vorhanden; DOI bevorzugt Vollständige URL mit Permalinkstruktur (ohne abschließenden Punkt)
Abrufdatum Nur bei nicht versionierten oder regelmäßig aktualisierten Quellen Formulierung: Abgerufen am TT. Monat JJJJ von URL
Titelübersetzung oder Transliteration Bei nicht-lateinischer Schrift Deutsche oder englische Übersetzung in eckigen Klammern
Hinweis auf Datenart Gattungsangabe in eckigen Klammern, z. B. [Datensatz], [Tabelle], [Statistik]
Interne / unveröffentlichte Daten Kennzeichnung als [Unveröffentlichter Datensatz] Institution und Standort ergänzen
Mehrere Quellen in einer Fußnote Mit Semikolons trennen: OECD; World Bank; Eurostat
Wiederholte Zitate Abkürzung oder Ebd. bei direkt aufeinanderfolgenden Fußnoten Verkürzte Form: OECD, Education at a Glance, Indicator B2

Bibliografie nach Chicago (Datenbanken)

Angabe Verpflichtend Empfohlen / Fakultativ
Autor oder Institution Veröffentlichende Organisation oder Person Abteilung oder Untereinheit (z. B. European Commission, Eurostat)
Titel der Datenbank / des Datensatzes Vollständiger Name, kursiv Ergänzender Indikator oder Untertitel (z. B. Indicator B2 – Education Spending)
Version / Stand / Jahr Jahr oder Versionsnummer des verwendeten Datensatzes Vollständiges Veröffentlichungs- oder Zugriffsdatum
Ort und Herausgeber Pflicht, sofern nicht identisch mit Autor Bei Online-Quellen kann entfallen, wenn eindeutig digital
DOI / URL DOI bevorzugt; sonst stabile URL ohne abschließenden Punkt Ergänzung durch Permalink oder Handle
Abrufdatum Nur bei nicht versionierten Quellen Abgerufen am TT. Monat JJJJ von URL
Kommentar oder Zusatzangabe Ergänzende Beschreibung: [Datensatz], [Tabelle], [Statistik]
Übersetzung / Transliteration Bei nicht-lateinischer Schrift Übersetzung des Titels in eckigen Klammern
Archivierte oder Snapshot-Fassung Archivdatum oder Snapshot-ID Angabe der Archiv-URL (z. B. web.archive.org)
Unveröffentlichte Quellen Hinweis [Unveröffentlichter Datensatz]; kein Eintrag in Bibliografie
Mehrere Datenbanken desselben Herausgebers Jeder Titel separat aufgeführt Alphabetisch sortieren; identische Herausgeber zusammenfassen
Abgeleitete Daten (eigene Berechnung) Primärquelle angeben Zusatz: „Eigene Berechnung auf Basis von …“

Häufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach Chicago Stil, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank für Chicago Stil Zitation hier bei 1a-Studi.

In der ersten Fußnote nennst du die Institution oder den Autor, den vollständigen Titel der Datenbank in Kursivschrift, Version oder Stand, Erscheinungsort und Jahr sowie DOI oder URL. Ein Beispiel ist: Eurostat, HICP – Harmonised Index of Consumer Prices, Version 2025-05 (Brussels: European Commission, 2025), https://ec.europa.eu/eurostat. Bei nicht versionierten Datenbanken ergänzt du zusätzlich ein Abrufdatum, damit der verwendete Datenstand eindeutig dokumentiert ist.
Pflichtangaben sind der Name der Institution oder des Autors, der offizielle Titel der Datenbank in Kursivschrift, Version oder Stand mit Jahr, der Herausgeber oder Anbieter, eine DOI oder stabile URL und bei dynamischen Inhalten ein Abrufdatum. Optional kannst du den Datenbanktyp in eckigen Klammern ergänzen, zum Beispiel [Online-Datenbank] oder [Datensatz]. Diese Elemente sichern, dass andere Forschende den verwendeten Datenstand exakt nachvollziehen können.
Wenn ein konkreter Artikel oder ein Bericht über eine Datenbank aufgerufen wird, steht in Chicago in der Regel dieses Einzeldokument im Mittelpunkt. Die Datenbank wird dann höchstens ergänzend genannt, etwa bei schwer zugänglichen Volltexten. Sobald jedoch ein statistischer Datensatz, eine Indikatorenreihe oder eine Forschungsdatenbank direkt ausgewertet wird, gilt die Datenbank selbst als Quelle und wird eigenständig in Fußnote und Literaturverzeichnis nachgewiesen. So wird deutlich, welche Plattform und welcher Datenstand die Grundlage der Auswertung bilden.
Laufend aktualisierte Datenbanken benötigen immer eine Kombination aus Titel, laufendem Aktualisierungshinweis und Abrufdatum. In der Fußnote nennst du Institution, Titel, Hinweis wie „laufend aktualisierte Online-Datenbank“, Erscheinungsort oder Anbieter, Jahr, URL und Formulierungen wie „zugegriffen am 20. November 2025“. Im Literaturverzeichnis wiederholst du diese Angaben und führst das Abrufdatum erneut auf, damit der zeitliche Bezug der verwendeten Daten klar erkennbar bleibt. Ohne diese Angaben wäre eine spätere Replikation der Ergebnisse kaum möglich.
Für einzelne Datensätze oder Indikatoren nennst du zuerst den Titel des Eintrags in Anführungszeichen und danach die Datenbank. In der Fußnote steht dann zum Beispiel: „Indikator: Erwerbstätigenquote 20–64 Jahre“, OECD Data, Organisation for Economic Co-operation and Development, 2024, URL, zugegriffen am 18. November 2025. Optional kannst du einen Hinweis wie [Datensatz] oder [Abfrage aus Datenbank] ergänzen. So wird sichtbar, dass nur ein spezifischer Ausschnitt und nicht die komplette Datenbank verwendet wurde.
Wenn kein individueller Autor angegeben ist, beginnt die Fußnote mit dem Titel des Eintrags in Anführungszeichen. Danach folgen der Datenbanktitel in Kursivschrift, die Institution, das Jahr, URL und gegebenenfalls Abrufdatum. Ein Beispiel ist: „Indikator: Erwerbstätigenquote 20–64 Jahre“, OECD Data, Organisation for Economic Co-operation and Development, 2024, URL, zugegriffen am 18. November 2025. In der Kurzform reicht dann der verkürzte Titel des Eintrags und optional die Institution, etwa „OECD, ‚Indikator: Erwerbstätigenquote‘“.
Im Literaturverzeichnis steht zuerst die Institution oder der Nachname des Autors, danach der Titel der Datenbank kursiv, eine kurze Beschreibung des Typs, Erscheinungsort und Jahr sowie URL oder DOI. Häufig kommt ein Abrufdatum hinzu, wenn es sich um eine laufend aktualisierte Ressource handelt. Ein Eintrag kann zum Beispiel so aussehen: World Health Organization. Global Health Observatory. Laufend aktualisierte Online-Datenbank. Genf, 2025. URL. Zugegriffen am 20. November 2025. Datenbankeinträge mit individuellem Autor werden wie Kapitel in einem Referenzwerk behandelt und beginnen mit Nachname und Vorname der Autorin oder des Autors.
Ein Abrufdatum ist immer dann erforderlich, wenn die Datenbank keinen klaren Versionsstand oder kein eindeutiges Publikationsjahr hat und Inhalte laufend angepasst werden. Dies betrifft viele Statistikportale, Dashboards und offene Forschungsdatenbanken. In der Fußnote ergänzt du dann die Formulierung „zugegriffen am TT. Monat JJJJ“ vor der URL. Wenn dagegen ein expliziter Versionshinweis oder ein persistenter Identifikator wie ein DOI vorliegt, kann auf das Abrufdatum meist verzichtet werden, weil die zitierte Fassung stabil identifizierbar bleibt.
Aggregatoren werden als eigene Quellen behandelt. In der Fußnote nennst du den Plattformnamen, den Titel des Eintrags in Anführungszeichen, den Datenbanktyp, Anbieter, Jahr, URL und Abrufdatum. Ein Beispiel ist: Statista, „Arbeitslosenquote in Europa nach Quelle: Eurostat“, Statista Database (Hamburg: Statista GmbH, 2024), URL, zugegriffen am 8. Juni 2025. Bei lizenzpflichtigen Systemen wie Bloomberg ergänzt du einen Hinweis wie „licensed access“, da der Zugriff nur über eine Lizenz möglich ist und nicht frei reproduzierbar bleibt.
Eigene Berechnungen werden nicht als neue Datenbank zitiert, sondern als Auswertung auf Basis einer Primärquelle gekennzeichnet. In einer Fußnote kannst du Formulierungen nutzen wie „eigene Berechnung auf Basis von …“ und anschließend die Datenbank nach Chicago vollständig angeben. Ein Beispiel ist: Eigene Berechnung auf Basis von Eurostat, „Employment Rate 2023“, Eurostat Database (Brussels: European Commission, 2023), URL. Im Literaturverzeichnis steht dann ausschließlich die ursprüngliche Datenbank, da diese die eigentliche Datenquelle darstellt.
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Literaturverzeichnis

Verweis im Text

Quellen:
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