Professionelle Zitationskorrektur

Fehlerfreie Quellenangaben und Literaturverzeichnis

Die 1a‑Studi Zitationskorrektur gewährleistet fehlerfreie Quellenangaben sowie ein formgerechtes Literaturverzeichnis + Recherche bei Lücken sowie Abgleich der Quellen.

(Geschätzte Lesezeit: 7 - 14 Minuten)

Chicago Style

Interviews zitieren nach Chicago – Fußnoten

Interviews zitieren nach Chicago – Fußnoten & Endnoten

Interviews gehören zu den wichtigsten Quellenformen in wissenschaftlichen Arbeiten, da diese unmittelbare Aussagen, Stellungnahmen oder Fachanalysen wiedergeben. Das Chicago Manual of Style (17th Hrsg., Notes & Bibliography) unterscheidet dabei strikt zwischen nicht veröffentlichten Interviews (z. B. persönliche Kommunikation, Expertengespräche, E-Mail- oder Telefoninterviews) und veröffentlichten Interviews, die in Zeitungen, Zeitschriften, Sammelbänden oder audiovisuellen Medien erschienen sind.

Nicht veröffentlichte Interviews werden ausschließlich in der Fußnote belegt und nicht in die Bibliografie aufgenommen, da sie nicht öffentlich zugänglich sind.

Veröffentlichte Interviews hingegen gelten als reguläre Publikationen und werden sowohl in der Fußnote als auch im Literaturverzeichnis nach den Regeln des jeweiligen Mediums (Artikel, Kapitel, Podcastfolge, Video usw.) geführt.

Ziel der Chicago-Fußnotenzitation ist es, jedes Interview eindeutig und nachvollziehbar zu kennzeichnen, also wer gesprochen hat, in welcher Form das Gespräch vorliegt und wann es geführt oder veröffentlicht wurde.

 
Wichtigste Regeln

Interviews zitieren Chicago – Fußnoten & Endnoten

Interviews werden im Chicago-Fußnotensystem entsprechend ihrer Zugänglichkeit und Veröffentlichungsform unterschiedlich behandelt. Maßgeblich ist, ob das Interview öffentlich publiziert wurde oder ob es sich um nicht öffentlich zugängliche persönliche Kommunikation handelt. Diese Unterscheidung bestimmt, ob ein Eintrag ausschließlich in der Fußnote erfolgt oder zusätzlich im Literaturverzeichnis erscheint.

Chicago betrachtet persönliche Interviews, E-Mails, Gespräche, Telefonate oder schriftliche Antworten auf Anfragen als nicht publizierte Quellen, die nur über eine Fußnote nachgewiesen werden.

Veröffentlichte Interviews hingegen folgen den Regeln des jeweiligen Medientyps, etwa Zeitungsartikel, Zeitschriftenaufsatz, Sammelbandkapitel, Podcastfolge oder Videoaufnahme. In diesen Fällen wird das Interview sowohl in der Fußnote als auch in der Bibliografie dokumentiert.

Die folgende Grundstruktur bildet die Basis der Zitation im Chicago-Fußnotensystem:

Nicht veröffentlichte Interviews (persönliche Kommunikation)

Diese Quellen erscheinen ausschließlich in Fußnoten. Die Struktur enthält:

  • Initialen und Nachnamen der befragten Person
  • Bezeichnung der Kommunikationsform
  • vollständiges Datum

Form (Fußnote):

Vorname Nachname, Kommunikationsform, Datum.

Beispiel:

T. Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025.

Veröffentlichte Interviews (öffentlich zugänglich)

Diese werden wie reguläre Publikationen zitiert und im Literaturverzeichnis aufgeführt. Die Struktur richtet sich nach dem Publikationstyp des Interviews:

  • Zeitungsinterview
  • Zeitschrifteninterview
  • Interviewkapitel in einem Sammelband
  • Interview in audiovisuellen Medien
  • Interview in digitalen Formaten

Die Fußnote enthält Autor, Titel des Interviews, Publikationsmedium, Datum und Seiten bzw. Zeitmarken.

Der Eintrag im Literaturverzeichnis folgt den allgemeinen Chicago-Regeln für das entsprechende Format.

Form (Fußnote – Beispiel Zeitungsinterview):

Vorname Nachname, „Titel des Interviews“, Zeitungstitel, Datum, Seitenzahl.

Beispiel:

T. Schulz, „Forschung braucht offene Daten“, Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 2024, 9.

Diese Grundstruktur bildet die Basis für die folgenden Abschnitte mit allen Varianten für Fußnoten, Bibliografie und Sonderfälle.

Fehlerfreie Zitation nach Chicago Style

Quellen und das Literaturverzeichnis nach Chicago Style (Fußnoten/Autor-Datum). 🔎 Recherche bei Lücken + Abgleich!

Studentin Box
Im Text

Im Text zitieren: Interviews nach Chicago – Fußnoten & Endnoten

Im Chicago-Fußnotensystem werden Interviews immer direkt in der Fußnote nachgewiesen. Die Art der Zitation hängt davon ab, ob das Interview persönlich geführt oder veröffentlicht wurde. Persönliche Kommunikation bleibt ausschließlich in der Fußnote; veröffentlichte Interviews folgen dem jeweiligen Publikationstyp (Zeitung, Zeitschrift, Buchkapitel, Podcast, Video etc.).

Die folgenden Varianten zeigen alle zentralen Formen der Fußnotenzitation nach Chicago 17.

Persönliches Interview / persönliche Kommunikation (nicht öffentlich zugänglich)

Diese Form umfasst Gespräche, E-Mails, Telefonate, Chat-Nachrichten oder Video-Calls. Sie erscheint nur in der Fußnote, niemals im Literaturverzeichnis.

Form:

Vorname Nachname, Kommunikationsart, Datum.

Beispiele:

T. Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025.

L. Schmidt, E-Mail an den Autor, 2. April 2024.

F. Müller, WhatsApp-Nachricht, 20. Januar 2024.

S. Krause, Telefonat, 5. Februar 2025.

Persönliches Interview mit mehreren Personen

Bis zwei Personen werden vollständig genannt; ab drei Personen kann ein Sammelbegriff genutzt werden.

T. Becker und L. Schmidt, persönliche Kommunikation, 14. März 2025.

Fokusgruppe Logistik, persönliche Kommunikation, 12. Mai 2024.

Persönliches Interview mit Funktionsangabe / Institution

S. Krause, Pressestelle BMBF, persönliche Kommunikation, 5. Februar 2025.

Wiederholte persönliche Interviews derselben Person im selben Jahr

T. Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025a.

T. Becker, persönliche Kommunikation, 28. April 2025b.

Veröffentlichtes Interview als Zeitungsartikel

T. Schulz, „Forschung braucht offene Daten“, Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 2024, 9.

Veröffentlichtes Interview in einer Zeitschrift

F. Meier, „Wir priorisieren Evidenz“, Zeitschrift für Pädagogik 69, Nr. 2 (2023): 5–15.

Interview als Kapitel in einem Herausgeberband

S. Keller, „Interview zu Lernanalytik“, in Digitale Hochschullehre, hrsg. von H. Becker und L. Wagner (Wiesbaden: Springer, 2022), 233–242.

Interview als Podcastfolge

P. Richter, „Open Science in der Verwaltung“, Podcastfolge, 10. Mai 2025, https://podcasts.de/….

Interview in Radiosendungen / Radiofeatures

Deutschlandfunk, „Schule digital“, Radiofeature, 14. März 2023, https://www.deutschlandfunk.de/….

Interview in Videos / Online-Medien

Universität Hamburg, „Hybrider Lehrplan im Sommersemester“, Video, 20. Januar 2024, https://www.youtube.com/watch?v=xyz.

Interview als Social-Media-Beitrag

L. Schmidt (@lehrwerk), „Interview zum Thema offene Bildungsressourcen“, Video, Instagram, 9. April 2023, https://www.instagram.com/p/abc123.

Interviewtranskript aus Repositorium (öffentlich zugänglich)

T. Becker, Experteninterview zur Projektsteuerung: Transkript, Universitätsrepositorium Berlin, 2025, https://doi.org/10.1234/abcd.2025.01.

Im Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis: Chicago – Fußnoten & Endnoten für Interviews

Interviews können nach Chicago 17 im Literaturverzeichnis erscheinen – aber nur dann, wenn sie öffentlich zugänglich, veröffentlicht, archiviert, digital ediert oder über ein Repositorium abrufbar sind.

Persönliche Kommunikation (Gespräche, E-Mails, Telefonate, Chats) erscheint niemals im Literaturverzeichnis, da sie nicht nachprüfbar ist. Der Eintrag im Literaturverzeichnis richtet sich immer nach dem Publikationstyp, nicht nach der Tatsache, dass ein Interview geführt wurde.

Im Folgenden stehen alle Formen, die Chicago 17 im Literaturverzeichnis zulässt.

Interview als Zeitschriftenaufsatz

Form:

Nachname, Vorname. „Titel des Interviews.“ Zeitschriftentitel Band, Nr. Heft (Jahr): Seiten. DOI/URL.

Beispiel:

Meier, Felix. „Wir priorisieren Evidenz.“ Zeitschrift für Pädagogik 69, Nr. 2 (2023): 5–15. https://doi.org/10.xxxx/abcd1234

Interview als Zeitungsartikel

Form:

Nachname, Vorname. „Titel des Interviews.“ Zeitungstitel, Datum, Seitenzahl. URL.

Beispiel:

Schulz, Tobias. „Forschung braucht offene Daten.“ Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 2024, 9. https://www.sueddeutsche.de/artikel123456

Interview als Kapitel in einem Sammelband

Form:

Nachname, Vorname. „Titel.“ In Buchtitel, hrsg. von Vorname Nachname, Seitenbereich. Verlag, Jahr. DOI/URL.

Beispiel:

Keller, Sarah. „Interview zu Lernanalytik.“ In Digitale Hochschullehre, hrsg. von Holger Becker und Lena Wagner, 233–242. Springer, 2022. https://doi.org/10.xxxx/efgh5678

Interview als Podcastfolge

Form:

Nachname, Vorname (Rolle). „Titel der Episode.“ Titel des Podcasts. Erscheinungsdatum. DOI/URL.

Beispiel:

Richter, Paul (Host). „Open Science in der Verwaltung.“ Lage der Nation. 10. Mai 2025. https://podcasts.de/…

Interview in einer Radiosendung / Radiofeature

Form:

Sender oder Nachname, Vorname. „Titel.“ Format. Datum. DOI/URL.

Beispiel:

Deutschlandfunk. „Schule digital.“ Radiofeature. 14. März 2023. https://www.deutschlandfunk.de/schule-digital-123456

Interview in einem Video (YouTube, Mediathek, TV)

Form:

Institution oder Nachname, Vorname. „Titel.“ Format. Datum. Plattform. DOI/URL.

Beispiel:

Universität Hamburg. „Hybrider Lehrplan im Sommersemester.“ Video. 20. Januar 2024. YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=123456

Interview als Webartikel / Online-Publikation

Form:

Autor oder Institution. „Titel des Interviews.“ Webseitenname. Datum. URL.

Beispiel:

Bildung Online. „Lehre braucht Offenheit – Ein Gespräch mit T. Müller.“ Bildung Online. 3. Juli 2024. https://www.bildung-online.de/lehre-braucht-offenheit

Social-Media-Interview (Video, Thread, Reel usw.)

Form:

Nachname, Vorname [@Handle]. „Titel oder erste Wörter.“ Format. Plattform. Datum. URL.

Beispiel:

Schmidt, Laura [@lehrwerk]. „Interview zum Thema offene Bildungsressourcen.“ Video. Instagram. 9. April 2023. https://www.instagram.com/p/abc123

Interviewtranskript aus öffentlich zugänglichem Repositorium (DOI/URL)

Form:

Nachname, Vorname. Titel des Transkripts [Interviewtranskript]. Institution / Repository. Jahr. DOI/URL.

Beispiel:

Becker, Thomas. Experteninterview zur Projektsteuerung: Transkript [Interviewtranskript]. Universitätsrepositorium Berlin, 2025. https://doi.org/10.1234/abcd.2025.01

Interview in einer Abschlussarbeit (öffentlich zugänglich)

Form:

Nachname, Vorname. „Titel des Interviews.“ In Titel der Abschlussarbeit, Seiten. Hochschule, Jahr. URL.

Beispiel:

Becker, Thomas. „Interview zur digitalen Lehre.“ In Digitale Lehre an Schulen, 110–115. Universität Hamburg, 2022. https://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2022/12345

Sonderregeln

Sonderfälle für Interviews zitieren nach Chicago – Fußnoten & Endnoten

Interviews treten in vielen Formen auf – persönlich geführt, journalistisch veröffentlicht, digital archiviert, als Podcast, Video oder Social-Media-Format. Das Chicago Manual of Style (17th Hrsg., Notes & Bibliography) unterscheidet klar zwischen publizierten und nicht-publizierten (persönlichen) Interviews.

Nur veröffentlichte Interviews erscheinen im Literaturverzeichnis; persönliche Kommunikation jedoch ausschließlich in der Fußnote. Die folgenden Sonderfälle zeigen, wie besondere Interviewformen korrekt nach Chicago zitiert werden.

Persönliche Kommunikation (NICHT im Literaturverzeichnis)

Persönlich geführte, nicht veröffentlichte Interviews (E-Mail, Chat, Telefon, Videocall, persönliches Gespräch) werden nur in der Fußnote angegeben.

  • Kein Eintrag im Literaturverzeichnis
  • vollständiges Datum in der Fußnote
  • kurze Identifikation der Person

Beispiele (Fußnote):

Thomas Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025.

Lisa Schmidt, persönliche Kommunikation per E-Mail, 3. Juli 2024.

Anonymisierte Interviews (qualitativ, Datenschutz)

Beispiel (Fußnote):

Interviewpartner A, persönliche Kommunikation, 12. März 2025.

Fokusgruppe Logistik, persönliche Kommunikation, 12. Mai 2024.

Mehrere Gespräche mit derselben Person

Beispiele (Fußnote):

Thomas Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025a.

Thomas Becker, persönliche Kommunikation, 28. April 2025b.

Unvollständiges Datum / kein Datum

Claudia Wagner, persönliche Kommunikation, o. D..

Claudia Wagner, persönliche Kommunikation, März 2025.

Interviewtranskript im Anhang

Thomas Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025, siehe Anhang A.

Öffentliche Transkripte / archivierte Interviews (mit DOI/URL)

Beispiel (Fußnote):

Thomas Becker, Experteninterview zur Projektsteuerung: Transkript, 2025, https://doi.org/10.1234/abcd.2025.01.

Literaturverzeichnis:

Becker, Thomas. Experteninterview zur Projektsteuerung: Transkript. Universitätsrepositorium Berlin, 2025. https://doi.org/10.1234/abcd.2025.01

Sekundärzitat aus Interview

Beispiel (Fußnote):

Max Müller, Interview 2010, zitiert nach Petra Schneider, Einstein und die Anfänge der Quantenhypothese (Berlin: Springer, 2014), 45.

Literaturverzeichnis:

Schneider, Petra. Einstein und die Anfänge der Quantenhypothese. Berlin: Springer, 2014.

Interviews als Teil einer Radiosendung, eines Podcasts oder Videos

Beispiel (Fußnote):

Lage der Nation, „Open Science in der Verwaltung“, Podcastfolge vom 10. Mai 2025, 01:12:30.

Beispiel (Bibliografie):

Lage der Nation. „Open Science in der Verwaltung.“ Podcastfolge, 10. Mai 2025.

Interviews als Social-Media-Beiträge

Beispiel (Fußnote):

Laura Schmidt [@lehrwerk], „Interview zu offenen Bildungsressourcen“, Video, Instagram, 9. April 2023, https://www.instagram.com/p/abc123.

Live-Streams oder Live-Interviews

Beispiel (Fußnote):

Universität Hamburg, „Diskussion zur hybriden Lehre“, Live-Stream, 20. Januar 2024, 01:12:30, YouTube, https://youtube.com/xyz.

Interviews ohne Titel – Titel aus ersten Wörtern

Beispiel (Fußnote):

ARD, „Interview mit Bildungsministerin“, Fernsehbeitrag, 10. Februar 2020, ARD Mediathek, https://…

Institution als Interviewpartner (Pressestelle usw.)

Beispiel (Fußnote):

Sarah Krause, Pressestelle BMBF, persönliche Kommunikation, 5. Februar 2025.

Übersetzte Interviews

Beispiel (Bibliografie):

Foucault, Michel. „Surveillance and Punishment.“ Übersetzt von James Howard. Die Zeit, 15. April 2002.

Hier sind die vollständig geprüften, formal korrekten Sonderfälle für Interviews nach Chicago 17 – Fußnotenstil (Notes & Bibliography).

Verpflichtende und empfohlene Angaben

Was ist nach Chicago – Fußnoten & Endnoten für die Zitation von Interviews verpflichtend und was wird empfohlen?

Zitation in der Fußnote

Angabe Verpflichtend Empfohlen / fakultativ
Name der interviewten Person Pflicht bei persönlicher Kommunikation (Initiale + Nachname) Funktionsangabe zur Einordnung („Pressestelle BMBF“)
Hinweis „persönliche Kommunikation“ Pflicht bei nicht veröffentlichten Interviews Präzisierungen wie „per E-Mail“, „per Telefon“
Vollständiges Datum Pflicht bei persönlicher Kommunikation Monat/Jahr oder „o. D.“ bei fehlendem Datum
Titel des Interviews Pflicht bei veröffentlichten Interviews Erste sinnvolle Wörter als Titel bei titellosen Interviews
Angabe des Mediums Pflicht bei veröffentlichten Interviews (z. B. „Podcastfolge“, „Video“) Plattform oder Format genauer ausweisen („YouTube“, „ARD Mediathek“)
Zeitmarke bei Audio/Video Pflicht bei wörtlichen Zitaten Start–End-Zeit für längere Passagen
DOI/URL Pflicht bei veröffentlichten Online-Interviews Abrufdatum bei instabilen Quellen
Unterscheidungsbuchstaben (a, b, c …) Pflicht bei mehreren Interviews derselben Person im selben Jahr
„zitiert nach“-Nachweis Pflicht, wenn nur Sekundärquelle zugänglich ist
Archivhinweis Pflicht bei archivierten Fassungen
Anonymisierung Pflicht bei anonymen Interviews („Interviewpartner A“) Rollenangabe, wenn zulässig

Literaturverzeichnis (Chicago 17, Interviews)

(Nur für veröffentlichte Interviews. Persönliche Kommunikation erscheint nie im Literaturverzeichnis.)

Angabe Verpflichtend Empfohlen / fakultativ
Autor der veröffentlichten Quelle Pflicht (Interviewte Person oder Journalist/Redaktion) Kombination Realname + Handle bei Social Media
Datum Pflicht (Jahr oder vollständiges Datum) Tagesgenaues Datum bei Online-/Printmedien
Titel des Interviews Pflicht (kursiv bei eigenständigen Werken) Kurzbeschreibung bei titellosen Interviews
Medium/Format Pflicht (z. B. [Podcastfolge], [Video]) Plattformname ergänzen („YouTube“, „ARD Mediathek“)
Herausgeber / Redaktion Pflicht bei Sammelbänden / kuratierten Editionen „Unter Mitarbeit von …“
Titel des Gesamtwerks Pflicht bei Sammelbänden, Zeitschriften, Podcasts Band- oder Abschnittsangaben
Verlagsangaben Pflicht bei gedruckten / formal publizierten Interviews Verlagsort optional bei global bekannten Verlagen
DOI oder URL Pflicht bei digitalen Quellen DOI bevorzugt vor URL; URL ohne Punkt
Seitenangaben Pflicht bei Printmedien
Archivlinks Pflicht, wenn Original nicht mehr online ist
Übersetzerangabe Pflicht bei übersetzten Interviews Hinweis auf zweisprachige Ausgabe

Häufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach Chicago Stil, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank für Chicago Stil Zitation hier bei 1a-Studi.

Persönliche, nicht veröffentlichte Interviews werden nach Chicago ausschließlich in der Fußnote nachgewiesen. Die Fußnote enthält Initiale und Nachnamen der befragten Person, die Bezeichnung der Kommunikationsform sowie das vollständige Datum, zum Beispiel: T. Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025. Ein Eintrag im Literaturverzeichnis erfolgt in diesem Fall nicht, da die Quelle nicht öffentlich zugänglich ist.
Für persönliche Kommunikation sind der Name der interviewten Person, die genaue Kommunikationsform und ein vollständiges Datum erforderlich. Typische Formulierungen lauten etwa „persönliche Kommunikation“, „E-Mail an den Autor“, „Telefonat“ oder „WhatsApp-Nachricht“, gefolgt vom Datum, zum Beispiel: L. Schmidt, E-Mail an den Autor, 2. April 2024. Diese Angaben genügen, um das Gespräch als vertrauliche, nicht veröffentlichte Quelle zu kennzeichnen.
Ein Interview bleibt ausschließlich in der Fußnote, sobald es sich um persönliche Kommunikation handelt, also um nicht veröffentlichte Gespräche, E-Mails, Telefonate, Chats oder Videocalls. Da diese Quellen nicht öffentlich zugänglich sind, führt Chicago sie nicht im Literaturverzeichnis. Nur Interviews, die als Zeitungsartikel, Zeitschriftenbeitrag, Buchkapitel, Podcastfolge, Radiosendung oder Video publiziert wurden, erhalten zusätzlich einen vollständigen Eintrag in der Bibliografie.
Ein Zeitungsinterview wird wie ein Zeitungsartikel behandelt. Die Fußnote enthält Namen, Titel in Anführungszeichen, Zeitungstitel, Datum und Seitenzahl, zum Beispiel: T. Schulz, „Forschung braucht offene Daten“, Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 2024, 9. Im Literaturverzeichnis erscheint dieselbe Struktur mit invertiertem Namen und abgeschlossenem Datumsformat, ergänzt um eine URL, falls das Interview online abrufbar ist.
Interviews in Fachzeitschriften folgen der Standardform für Zeitschriftenaufsätze. Die Fußnote enthält den Interviewtitel in Anführungszeichen, den Zeitschriftentitel kursiv, Band, Heft, Jahr und Seitenbereich. Ein Beispiel lautet: F. Meier, „Wir priorisieren Evidenz“, Zeitschrift für Pädagogik 69, Nr. 2 (2023): 5–15. Im Literaturverzeichnis wird der Eintrag im gleichen Aufbau übernommen, gegebenenfalls mit DOI oder URL am Ende des Nachweises.
Ein Interview in einem Sammelband wird wie ein Buchkapitel nachgewiesen. Die Fußnote enthält Interviewtitel in Anführungszeichen, den Buchtitel kursiv, die Herausgeber mit „hrsg. von“, Erscheinungsort, Verlag, Jahr und Seitenbereich. Beispiel: S. Keller, „Interview zu Lernanalytik“, in Digitale Hochschullehre, hrsg. von H. Becker und L. Wagner (Wiesbaden: Springer, 2022), 233–242. Im Literaturverzeichnis erscheint dieselbe Struktur mit invertiertem Autorennamen und vollständigem Seitenbereich ohne Klammern.
Interviews in Podcasts oder Radiosendungen werden nach dem Format des Mediums zitiert. Für eine Podcastfolge enthält die Fußnote beispielsweise Host, Episodentitel, Hinweis „Podcastfolge“, Podcasttitel, Datum und URL. Radiosendungen erhalten Sender, Sendungstitel, Format wie „Radiofeature“, Datum und gegebenenfalls eine URL. Die Literaturverzeichnis-Einträge folgen den Chicago-Regeln für Audioquellen und ergänzen die Medienart in eckigen Klammern, zum Beispiel [Podcastfolge] oder [Radiofeature].
Video-Interviews werden wie Online-Videos behandelt. Die Fußnote enthält Institution oder Person, Titel in Anführungszeichen, Formatbezeichnung wie „Video“, Datum, Plattform und URL, gegebenenfalls ergänzt um eine Zeitmarke. Beispiel: Universität Hamburg, „Hybrider Lehrplan im Sommersemester“, Video, 20. Januar 2024, https://www.youtube.com/watch?v=xyz. Im Literaturverzeichnis erscheint der Titel mit Formatangabe [Video] und Plattformangabe, die Zeitmarke bleibt der Fußnote vorbehalten.
Interviewtranskripte aus Repositorien gelten als eigenständige Publikationen. Die Fußnote nennt Namen, Titel des Transkripts, Kennzeichnung [Interviewtranskript], Institution oder Repository, Jahr und DOI oder URL, zum Beispiel: T. Becker, Experteninterview zur Projektsteuerung: Transkript [Interviewtranskript], Universitätsrepositorium Berlin, 2025, https://doi.org/10.1234/abcd.2025.01. Im Literaturverzeichnis wird diese Form wiederholt, wobei der Titel kursiv gesetzt und der Repositoryname als Herausgeberinstitution geführt wird.
Anonymisierte Interviews erhalten in der Fußnote eine neutrale Kennzeichnung wie „Interviewpartner A“ oder „Fokusgruppe Logistik“, gefolgt von der Kommunikationsform und dem Datum, etwa: Interviewpartner A, persönliche Kommunikation, 12. März 2025. Mehrere Gespräche mit derselben Person im selben Jahr werden durch Unterscheidungsbuchstaben ergänzt, zum Beispiel: T. Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025a; T. Becker, persönliche Kommunikation, 28. April 2025b. Diese Logik gewährleistet eine klare Zuordnung der jeweiligen Gesprächssituation.
Studiere dich schlau

Artikel zum entdecken

Teile oder zitiere diesen Artikel:

Literaturverzeichnis

Verweis im Text

Quellen:
Im Text:
Finde die passenden Korrekturdienste
für deine Arbeit
Bedarfsanalyse starten