Interviews zitieren nach Chicago – Fußnoten & Endnoten
Interviews nach Chicago Fußnoten & Endnoten zitieren bedeutet, persönliche und veröffentlichte Interviews klar zu unterscheiden. Nicht veröffentlichte Interviews, E-Mails, Telefonate oder Chats erscheinen nur in der Fußnote mit Name, Kommunikationsform und Datum. Veröffentlichte Interviews werden nach dem jeweiligen Medium zitiert, etwa Zeitung, Zeitschrift, Sammelband, Podcast, Video oder Social Media. Wichtig sind Angaben zu interviewter Person, Titel, Medium, Datum, Seitenzahl oder Zeitmarke, DOI oder URL sowie ein Literaturverzeichnis-Eintrag nur bei öffentlich zugänglichen Interviews.
Wichtigste Regeln
Interviews zitieren Chicago – Fußnoten & Endnoten
Interviews werden im Chicago-Fußnotensystem entsprechend ihrer Zugänglichkeit und Veröffentlichungsform unterschiedlich behandelt. Maßgeblich ist, ob das Interview öffentlich publiziert wurde oder ob es sich um nicht öffentlich zugängliche persönliche Kommunikation handelt. Diese Unterscheidung bestimmt, ob ein Eintrag ausschließlich in der Fußnote erfolgt oder zusätzlich im Literaturverzeichnis erscheint.
Chicago betrachtet persönliche Interviews, E-Mails, Gespräche, Telefonate oder schriftliche Antworten auf Anfragen als nicht publizierte Quellen, die nur über eine Fußnote nachgewiesen werden.
Veröffentlichte Interviews hingegen folgen den Regeln des jeweiligen Medientyps, etwa Zeitungsartikel, Zeitschriftenaufsatz, Sammelbandkapitel, Podcastfolge oder Videoaufnahme. In diesen Fällen wird das Interview sowohl in der Fußnote als auch in der Bibliografie dokumentiert.
Die folgende Grundstruktur bildet die Basis der Zitation im Chicago-Fußnotensystem.
Nicht veröffentlichte Interviews (persönliche Kommunikation)
Diese Quellen erscheinen ausschließlich in Fußnoten. Die Struktur enthält:
- Initialen und Nachnamen der befragten Person
- Bezeichnung der Kommunikationsform
- vollständiges Datum
Form (Fußnote):
Vorname Nachname, Kommunikationsform, Datum.
Beispiel:
T. Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025.
Veröffentlichte Interviews (öffentlich zugänglich)
Veröffentlichte Interviews werden wie reguläre Publikationen zitiert und im Literaturverzeichnis aufgeführt. Die Struktur richtet sich nach dem Publikationstyp des Interviews:
- Zeitungsinterview
- Zeitschrifteninterview
- Interviewkapitel in einem Sammelband
- Interview in audiovisuellen Medien
- Interview in digitalen Formaten
Die Fußnote enthält Autor, Titel des Interviews, Publikationsmedium, Datum und Seiten beziehungsweise Zeitmarken.
Der Eintrag im Literaturverzeichnis folgt den allgemeinen Chicago-Regeln für das entsprechende Format.
Form (Fußnote – Beispiel Zeitungsinterview):
Vorname Nachname, „Titel des Interviews“, Zeitungstitel, Datum, Seitenzahl.
Beispiel:
T. Schulz, „Forschung braucht offene Daten“, Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 2024, 9.
Diese Grundstruktur bildet die Basis für die folgenden Abschnitte mit Varianten für Fußnoten, Bibliografie und Sonderfälle.
Im Text
Im Text zitieren: Interviews nach Chicago – Fußnoten & Endnoten
Im Chicago-Fußnotensystem werden Interviews immer direkt in der Fußnote nachgewiesen. Die Art der Zitation hängt davon ab, ob das Interview persönlich geführt oder veröffentlicht wurde. Persönliche Kommunikation bleibt ausschließlich in der Fußnote; veröffentlichte Interviews folgen dem jeweiligen Publikationstyp, etwa Zeitung, Zeitschrift, Buchkapitel, Podcast oder Video.
Die folgenden Varianten zeigen zentrale Formen der Fußnotenzitation nach Chicago 17.
Persönliches Interview / persönliche Kommunikation (nicht öffentlich zugänglich)
Diese Form umfasst Gespräche, E-Mails, Telefonate, Chat-Nachrichten oder Video-Calls. Sie erscheint nur in der Fußnote, niemals im Literaturverzeichnis.
Form:
Vorname Nachname, Kommunikationsart, Datum.
Beispiele:
T. Becker,
persönliche Kommunikation,
14. März 2025.
L. Schmidt,
E-Mail an den Autor,
2. April 2024.
F. Müller,
WhatsApp-Nachricht,
20. Januar 2024.
S. Krause,
Telefonat,
5. Februar 2025.
Persönliches Interview mit mehreren Personen
Bis zwei Personen werden vollständig genannt. Ab drei Personen kann ein Sammelbegriff genutzt werden.
T. Becker und L. Schmidt,
persönliche Kommunikation,
14. März 2025.
Fokusgruppe Logistik,
persönliche Kommunikation,
12. Mai 2024.
Persönliches Interview mit Funktionsangabe / Institution
Bei institutionellen Gesprächskontexten kann die Funktion oder Organisation ergänzt werden.
S. Krause, Pressestelle BMBF, persönliche Kommunikation, 5. Februar 2025.
Wiederholte persönliche Interviews derselben Person im selben Jahr
Werden mehrere persönliche Interviews derselben Person im selben Jahr geführt, können Kleinbuchstaben zur Unterscheidung ergänzt werden.
T. Becker,
persönliche Kommunikation,
14. März 2025a.
T. Becker,
persönliche Kommunikation,
28. April 2025b.
Veröffentlichtes Interview als Zeitungsartikel
Veröffentlichte Zeitungsinterviews werden wie Zeitungsartikel zitiert.
T. Schulz, „Forschung braucht offene Daten“, Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 2024, 9.
Veröffentlichtes Interview in einer Zeitschrift
Zeitschrifteninterviews erhalten Zeitschriftentitel, Jahrgang, Heftnummer, Jahr und Seitenbereich.
F. Meier, „Wir priorisieren Evidenz“, Zeitschrift für Pädagogik 69, Nr. 2 (2023): 5–15.
Interview als Kapitel in einem Herausgeberband
Interviews in Sammelbänden werden wie Buchkapitel behandelt.
S. Keller, „Interview zu Lernanalytik“, in Digitale Hochschullehre, hrsg. von H. Becker und L. Wagner (Wiesbaden: Springer, 2022), 233–242.
Interview als Podcastfolge
Podcastinterviews werden mit Folgentitel, Format, Datum und URL angegeben.
P. Richter, „Open Science in der Verwaltung“, Podcastfolge, 10. Mai 2025, https://podcasts.de/….
Interview in Radiosendungen / Radiofeatures
Radiointerviews enthalten Sender, Titel, Format, Datum und gegebenenfalls URL.
Deutschlandfunk, „Schule digital“, Radiofeature, 14. März 2023, https://www.deutschlandfunk.de/….
Interview in Videos / Online-Medien
Videointerviews werden mit verantwortlicher Institution, Titel, Format, Datum und URL nachgewiesen.
Universität Hamburg, „Hybrider Lehrplan im Sommersemester“, Video, 20. Januar 2024, https://www.youtube.com/watch?v=xyz.
Interview als Social-Media-Beitrag
Social-Media-Interviews enthalten Name oder Handle, Titel, Format, Plattform, Datum und URL.
L. Schmidt (@lehrwerk), „Interview zum Thema offene Bildungsressourcen“, Video, Instagram, 9. April 2023, https://www.instagram.com/p/abc123.
Interviewtranskript aus Repositorium (öffentlich zugänglich)
Öffentlich zugängliche Interviewtranskripte aus Repositorien werden mit Titel, Repositorium, Jahr und DOI oder URL zitiert.
T. Becker, Experteninterview zur Projektsteuerung: Transkript, Universitätsrepositorium Berlin, 2025, https://doi.org/10.1234/abcd.2025.01.
Im Literaturverzeichnis
Literaturverzeichnis: Chicago – Fußnoten & Endnoten für Interviews
Interviews können nach Chicago 17 im Literaturverzeichnis erscheinen – aber nur dann, wenn sie öffentlich zugänglich, veröffentlicht, archiviert, digital ediert oder über ein Repositorium abrufbar sind.
Persönliche Kommunikation, etwa Gespräche, E-Mails, Telefonate oder Chats, erscheint niemals im Literaturverzeichnis, da sie nicht nachprüfbar ist. Der Eintrag im Literaturverzeichnis richtet sich immer nach dem Publikationstyp, nicht allein nach der Tatsache, dass ein Interview geführt wurde.
Im Folgenden stehen die Formen, die nach Chicago 17 im Literaturverzeichnis zulässig sind.
Interview als Zeitschriftenaufsatz
Form:
Nachname, Vorname. „Titel des Interviews.“ Zeitschriftentitel Band, Nr. Heft (Jahr): Seiten. DOI/URL
Beispiel:
Meier, Felix. „Wir priorisieren Evidenz.“ Zeitschrift für Pädagogik 69, Nr. 2 (2023): 5–15. https://doi.org/10.xxxx/abcd1234
Interview als Zeitungsartikel
Form:
Nachname, Vorname. „Titel des Interviews.“ Zeitungstitel, Datum, Seitenzahl. URL
Beispiel:
Schulz, Tobias. „Forschung braucht offene Daten.“ Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 2024, 9. https://www.sueddeutsche.de/artikel123456
Interview als Kapitel in einem Sammelband
Form:
Nachname, Vorname. „Titel.“ In Buchtitel, hrsg. von Vorname Nachname, Seitenbereich. Verlag, Jahr. DOI/URL
Beispiel:
Keller, Sarah. „Interview zu Lernanalytik.“ In Digitale Hochschullehre, hrsg. von Holger Becker und Lena Wagner, 233–242. Springer, 2022. https://doi.org/10.xxxx/efgh5678
Interview als Podcastfolge
Form:
Nachname, Vorname (Rolle). „Titel der Episode.“ Titel des Podcasts. Erscheinungsdatum. DOI/URL
Beispiel:
Richter, Paul (Host). „Open Science in der Verwaltung.“ Lage der Nation. 10. Mai 2025. https://podcasts.de/…
Interview in einer Radiosendung / Radiofeature
Form:
Sender oder Nachname, Vorname. „Titel.“ Format. Datum. DOI/URL
Beispiel:
Deutschlandfunk. „Schule digital.“ Radiofeature. 14. März 2023. https://www.deutschlandfunk.de/schule-digital-123456
Interview in einem Video (YouTube, Mediathek, TV)
Form:
Institution oder Nachname, Vorname. „Titel.“ Format. Datum. Plattform. DOI/URL
Beispiel:
Universität Hamburg. „Hybrider Lehrplan im Sommersemester.“ Video. 20. Januar 2024. YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=123456
Interview als Webartikel / Online-Publikation
Form:
Autor oder Institution. „Titel des Interviews.“ Webseitenname. Datum. URL
Beispiel:
Bildung Online. „Lehre braucht Offenheit – Ein Gespräch mit T. Müller.“ Bildung Online. 3. Juli 2024. https://www.bildung-online.de/lehre-braucht-offenheit
Social-Media-Interview (Video, Thread, Reel usw.)
Form:
Nachname, Vorname [@Handle]. „Titel oder erste Wörter.“ Format. Plattform. Datum. URL
Beispiel:
Schmidt, Laura [@lehrwerk]. „Interview zum Thema offene Bildungsressourcen.“ Video. Instagram. 9. April 2023. https://www.instagram.com/p/abc123
Interviewtranskript aus öffentlich zugänglichem Repositorium (DOI/URL)
Form:
Nachname, Vorname. Titel des Transkripts [Interviewtranskript]. Institution / Repository, Jahr. DOI/URL
Beispiel:
Becker, Thomas. Experteninterview zur Projektsteuerung: Transkript [Interviewtranskript]. Universitätsrepositorium Berlin, 2025. https://doi.org/10.1234/abcd.2025.01
Interview in einer Abschlussarbeit (öffentlich zugänglich)
Form:
Nachname, Vorname. „Titel des Interviews.“ In Titel der Abschlussarbeit, Seiten. Hochschule, Jahr. URL
Beispiel:
Becker, Thomas. „Interview zur digitalen Lehre.“ In Digitale Lehre an Schulen, 110–115. Universität Hamburg, 2022. https://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2022/12345
Sonderregeln
Sonderfälle für Interviews zitieren nach Chicago – Fußnoten & Endnoten
Interviews treten in vielen Formen auf – persönlich geführt, journalistisch veröffentlicht, digital archiviert, als Podcast, Video oder Social-Media-Format. Das Chicago Manual of Style (17th ed., Notes & Bibliography) unterscheidet klar zwischen publizierten und nicht publizierten persönlichen Interviews.
Nur veröffentlichte Interviews erscheinen im Literaturverzeichnis; persönliche Kommunikation jedoch ausschließlich in der Fußnote. Die folgenden Sonderfälle zeigen, wie besondere Interviewformen korrekt nach Chicago zitiert werden.
Persönliche Kommunikation (nicht im Literaturverzeichnis)
Persönlich geführte, nicht veröffentlichte Interviews, etwa E-Mail, Chat, Telefon, Videocall oder persönliches Gespräch, werden nur in der Fußnote angegeben.
- Kein Eintrag im Literaturverzeichnis.
- Vollständiges Datum in der Fußnote.
- Kurze Identifikation der Person.
Beispiele Fußnote:
Thomas Becker,
persönliche Kommunikation,
14. März 2025.
Lisa Schmidt,
persönliche Kommunikation per E-Mail,
3. Juli 2024.
Anonymisierte Interviews (qualitativ, Datenschutz)
Bei anonymisierten Interviews wird keine identifizierende Personenangabe verwendet. Stattdessen steht eine neutrale Bezeichnung, die zur Dokumentation der Erhebung passt.
Beispiel Fußnote:
Interviewpartner A,
persönliche Kommunikation,
12. März 2025.
Fokusgruppe Logistik,
persönliche Kommunikation,
12. Mai 2024.
Mehrere Gespräche mit derselben Person
Mehrere Gespräche mit derselben Person im selben Jahr können über Kleinbuchstaben unterschieden werden.
Beispiele Fußnote:
Thomas Becker,
persönliche Kommunikation,
14. März 2025a.
Thomas Becker,
persönliche Kommunikation,
28. April 2025b.
Unvollständiges Datum / kein Datum
Wenn das genaue Datum nicht bekannt ist, wird entweder o. D. oder eine verfügbare Datumsnäherung verwendet.
Claudia Wagner,
persönliche Kommunikation,
o. D..
Claudia Wagner,
persönliche Kommunikation,
März 2025.
Interviewtranskript im Anhang
Wenn ein Interviewtranskript im Anhang dokumentiert wird, kann der Anhang in der Fußnote ergänzt werden.
Thomas Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025, siehe Anhang A.
Öffentliche Transkripte / archivierte Interviews mit DOI oder URL
Öffentlich zugängliche Transkripte oder archivierte Interviews werden zusätzlich im Literaturverzeichnis geführt.
Beispiel Fußnote:
Thomas Becker, Experteninterview zur Projektsteuerung: Transkript, 2025, https://doi.org/10.1234/abcd.2025.01.
Literaturverzeichnis:
Becker, Thomas. Experteninterview zur Projektsteuerung: Transkript. Universitätsrepositorium Berlin, 2025. https://doi.org/10.1234/abcd.2025.01
Sekundärzitat aus Interview
Wird ein Interview nur über eine Sekundärquelle genutzt, steht im Literaturverzeichnis ausschließlich die tatsächlich konsultierte Quelle.
Beispiel Fußnote:
Max Müller, Interview 2010, zitiert nach Petra Schneider, Einstein und die Anfänge der Quantenhypothese (Berlin: Springer, 2014), 45.
Literaturverzeichnis:
Schneider, Petra. Einstein und die Anfänge der Quantenhypothese. Berlin: Springer, 2014.
Interviews als Teil einer Radiosendung, eines Podcasts oder Videos
Interviews in audiovisuellen Formaten werden nach dem jeweiligen Medientyp zitiert. Zeitmarken können ergänzt werden, wenn eine konkrete Passage belegt wird.
Beispiel Fußnote:
Lage der Nation, „Open Science in der Verwaltung“, Podcastfolge vom 10. Mai 2025, 01:12:30.
Beispiel Bibliografie:
Lage der Nation. „Open Science in der Verwaltung.“ Podcastfolge, 10. Mai 2025.
Interviews als Social-Media-Beiträge
Interviews auf Social Media werden mit Name oder Handle, Titel, Format, Plattform, Datum und URL zitiert.
Beispiel Fußnote:
Laura Schmidt [@lehrwerk], „Interview zu offenen Bildungsressourcen“, Video, Instagram, 9. April 2023, https://www.instagram.com/p/abc123.
Live-Streams oder Live-Interviews
Live-Interviews werden mit Format, Datum, Zeitmarke, Plattform und URL angegeben, sofern sie dauerhaft zugänglich sind.
Beispiel Fußnote:
Universität Hamburg, „Diskussion zur hybriden Lehre“, Live-Stream, 20. Januar 2024, 01:12:30, YouTube, https://youtube.com/xyz.
Interviews ohne Titel – Titel aus ersten Wörtern
Wenn kein offizieller Titel vorhanden ist, wird eine knappe beschreibende Ansetzung oder der Beginn des Beitrags verwendet.
Beispiel Fußnote:
ARD, „Interview mit Bildungsministerin“, Fernsehbeitrag, 10. Februar 2020, ARD Mediathek, https://…
Institution als Interviewpartner (Pressestelle usw.)
Bei institutioneller Kommunikation kann zusätzlich die Funktion oder Stelle genannt werden.
Beispiel Fußnote:
Sarah Krause, Pressestelle BMBF, persönliche Kommunikation, 5. Februar 2025.
Übersetzte Interviews
Bei übersetzten Interviews wird die Übersetzung nach dem Titel oder vor dem Publikationsmedium kenntlich gemacht.
Beispiel Bibliografie:
Foucault, Michel. „Surveillance and Punishment.“ Übersetzt von James Howard. Die Zeit, 15. April 2002.
Verpflichtende und empfohlene Angaben
Was ist nach Chicago – Fußnoten & Endnoten für die Zitation von Interviews verpflichtend und was wird empfohlen?
Zitation in der Fußnote
Name der interviewten Person
Pflicht bei persönlicher Kommunikation, in der Regel mit Initiale und Nachname.
Funktionsangabe zur Einordnung ergänzen, z. B. Pressestelle BMBF.
Hinweis „persönliche Kommunikation“
Pflicht bei nicht veröffentlichten Interviews.
Präzisierungen wie per E-Mail, per Telefon oder per Videocall ergänzen.
Vollständiges Datum
Pflicht bei persönlicher Kommunikation.
Monat/Jahr oder „o. D.“ verwenden, wenn kein vollständiges Datum vorliegt.
Titel des Interviews
Pflicht bei veröffentlichten Interviews.
Erste sinnvolle Wörter als Titel verwenden, wenn kein offizieller Titel vorhanden ist.
Angabe des Mediums
Pflicht bei veröffentlichten Interviews, z. B. Podcastfolge oder Video.
Plattform oder Format genauer ausweisen, z. B. YouTube oder ARD Mediathek.
Zeitmarke bei Audio/Video
Zeitmarke als genaue Fundstelle angeben.
Start–End-Zeit für längere Passagen ergänzen, z. B. 01:12:30–01:14:05.
DOI/URL
DOI oder URL angeben.
Abrufdatum bei instabilen oder dynamischen Quellen ergänzen.
Unterscheidungsbuchstaben (a, b, c …)
Pflicht bei mehreren Interviews derselben Person im selben Jahr.
„zitiert nach“-Nachweis
Pflicht, wenn nur die Sekundärquelle zugänglich ist.
Archivhinweis
Archivhinweis oder Archivlink angeben, wenn die archivierte Fassung genutzt wurde.
Anonymisierung
Neutrale Bezeichnung verwenden, z. B. Interviewpartner A.
Rollenangabe ergänzen, wenn dies datenschutzrechtlich zulässig ist.
Literaturverzeichnis (Chicago 17, Interviews)
Nur veröffentlichte Interviews werden in das Literaturverzeichnis aufgenommen. Persönliche Kommunikation erscheint nicht im Literaturverzeichnis.
Autor der veröffentlichten Quelle
Interviewte Person oder Journalist/Redaktion angeben.
Kombination aus Realname und Handle bei Social-Media-Interviews ergänzen.
Datum
Jahr oder vollständiges Datum angeben.
Tagesgenaues Datum bei Online- und Printmedien ergänzen.
Titel des Interviews
Titel angeben; bei eigenständigen Werken kursiv setzen.
Kurzbeschreibung bei titellosen Interviews verwenden.
Medium/Format
Format angeben, z. B. [Podcastfolge] oder [Video].
Plattformname ergänzen, z. B. YouTube oder ARD Mediathek.
Herausgeber / Redaktion
Herausgeber oder Redaktion angeben, wenn das Interview Teil eines herausgegebenen Werks ist.
Zusatz wie „unter Mitarbeit von …“ ergänzen, wenn relevant.
Titel des Gesamtwerks
Gesamtwerk, Zeitschrift, Podcasttitel oder Publikationsrahmen nennen.
Band- oder Abschnittsangaben ergänzen.
Verlagsangaben
Verlag, Ort oder publizierende Institution angeben.
Verlagsort bei global bekannten Verlagen nur dann kürzen, wenn die Vorgaben dies zulassen.
DOI oder URL
DOI oder URL angeben.
DOI bevorzugt vor URL; URL ohne Punkt am Ende setzen.
Seitenangaben
Seitenbereich oder konkrete Seitenangabe bei gedruckten Interviews angeben.
Archivlinks
Archivlink angeben, wenn die ursprüngliche Onlinequelle nicht mehr verfügbar ist.
Übersetzerangabe
Übersetzerangabe ergänzen.
Hinweis auf zweisprachige Ausgabe ergänzen, wenn vorhanden.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach Chicago Style? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Wissensdatenbank.
Wie zitiere ich ein persönliches Interview nach Chicago in der Fußnote?
Persönliche, nicht veröffentlichte Interviews werden nach Chicago ausschließlich in der Fußnote nachgewiesen. Die Fußnote enthält Initiale und Nachnamen der befragten Person, die Bezeichnung der Kommunikationsform sowie das vollständige Datum, zum Beispiel: T. Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025. Ein Eintrag im Literaturverzeichnis erfolgt in diesem Fall nicht, da die Quelle nicht öffentlich zugänglich ist.
Welche Pflichtangaben braucht persönliche Kommunikation im Chicago-Stil?
Für persönliche Kommunikation sind der Name der interviewten Person, die genaue Kommunikationsform und ein vollständiges Datum erforderlich. Typische Formulierungen lauten etwa „persönliche Kommunikation“, „E-Mail an den Autor“, „Telefonat“ oder „WhatsApp-Nachricht“, gefolgt vom Datum, zum Beispiel: L. Schmidt, E-Mail an den Autor, 2. April 2024. Diese Angaben genügen, um das Gespräch als vertrauliche, nicht veröffentlichte Quelle zu kennzeichnen.
Wann gehört ein Interview nur in die Fußnote und nicht ins Literaturverzeichnis?
Ein Interview bleibt ausschließlich in der Fußnote, sobald es sich um persönliche Kommunikation handelt, also um nicht veröffentlichte Gespräche, E-Mails, Telefonate, Chats oder Videocalls. Da diese Quellen nicht öffentlich zugänglich sind, führt Chicago sie nicht im Literaturverzeichnis. Nur Interviews, die als Zeitungsartikel, Zeitschriftenbeitrag, Buchkapitel, Podcastfolge, Radiosendung oder Video publiziert wurden, erhalten zusätzlich einen vollständigen Eintrag in der Bibliografie.
Wie zitiere ich ein veröffentlichtes Zeitungsinterview nach Chicago?
Ein Zeitungsinterview wird wie ein Zeitungsartikel behandelt. Die Fußnote enthält Namen, Titel in Anführungszeichen, Zeitungstitel, Datum und Seitenzahl, zum Beispiel: T. Schulz, „Forschung braucht offene Daten“, Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 2024, 9. Im Literaturverzeichnis erscheint dieselbe Struktur mit invertiertem Namen und abgeschlossenem Datumsformat, ergänzt um eine URL, falls das Interview online abrufbar ist.
Wie zitiere ich ein Interview in einer wissenschaftlichen Zeitschrift nach Chicago?
Interviews in Fachzeitschriften folgen der Standardform für Zeitschriftenaufsätze. Die Fußnote enthält den Interviewtitel in Anführungszeichen, den Zeitschriftentitel kursiv, Band, Heft, Jahr und Seitenbereich. Ein Beispiel lautet: F. Meier, „Wir priorisieren Evidenz“, Zeitschrift für Pädagogik 69, Nr. 2 (2023): 5–15. Im Literaturverzeichnis wird der Eintrag im gleichen Aufbau übernommen, gegebenenfalls mit DOI oder URL am Ende des Nachweises.
Wie zitiere ich ein Interviewkapitel in einem Sammelband nach Chicago?
Ein Interview in einem Sammelband wird wie ein Buchkapitel nachgewiesen. Die Fußnote enthält Interviewtitel in Anführungszeichen, den Buchtitel kursiv, die Herausgeber mit „hrsg. von“, Erscheinungsort, Verlag, Jahr und Seitenbereich. Beispiel: S. Keller, „Interview zu Lernanalytik“, in Digitale Hochschullehre, hrsg. von H. Becker und L. Wagner (Wiesbaden: Springer, 2022), 233–242. Im Literaturverzeichnis erscheint dieselbe Struktur mit invertiertem Autorennamen und vollständigem Seitenbereich ohne Klammern.
Wie werden Interviews in Podcasts oder Radiosendungen nach Chicago nachgewiesen?
Interviews in Podcasts oder Radiosendungen werden nach dem Format des Mediums zitiert. Für eine Podcastfolge enthält die Fußnote beispielsweise Host, Episodentitel, Hinweis „Podcastfolge“, Podcasttitel, Datum und URL. Radiosendungen erhalten Sender, Sendungstitel, Format wie „Radiofeature“, Datum und gegebenenfalls eine URL. Die Literaturverzeichnis-Einträge folgen den Chicago-Regeln für Audioquellen und ergänzen die Medienart in eckigen Klammern, zum Beispiel [Podcastfolge] oder [Radiofeature].
Wie zitiere ich Video-Interviews und Online-Interviews nach Chicago korrekt?
Video-Interviews werden wie Online-Videos behandelt. Die Fußnote enthält Institution oder Person, Titel in Anführungszeichen, Formatbezeichnung wie „Video“, Datum, Plattform und URL, gegebenenfalls ergänzt um eine Zeitmarke. Beispiel: Universität Hamburg, „Hybrider Lehrplan im Sommersemester“, Video, 20. Januar 2024, https://www.youtube.com/watch?v=xyz. Im Literaturverzeichnis erscheint der Titel mit Formatangabe [Video] und Plattformangabe, die Zeitmarke bleibt der Fußnote vorbehalten.
Wie zitiere ich Interviewtranskripte aus Repositorien nach Chicago?
Interviewtranskripte aus Repositorien gelten als eigenständige Publikationen. Die Fußnote nennt Namen, Titel des Transkripts, Kennzeichnung [Interviewtranskript], Institution oder Repository, Jahr und DOI oder URL, zum Beispiel: T. Becker, Experteninterview zur Projektsteuerung: Transkript [Interviewtranskript], Universitätsrepositorium Berlin, 2025, https://doi.org/10.1234/abcd.2025.01. Im Literaturverzeichnis wird diese Form wiederholt, wobei der Titel kursiv gesetzt und der Repositoryname als Herausgeberinstitution geführt wird.
Wie gehe ich mit anonymisierten oder mehrfach geführten Interviews im Chicago-Stil um?
Anonymisierte Interviews erhalten in der Fußnote eine neutrale Kennzeichnung wie „Interviewpartner A“ oder „Fokusgruppe Logistik“, gefolgt von der Kommunikationsform und dem Datum, etwa: Interviewpartner A, persönliche Kommunikation, 12. März 2025. Mehrere Gespräche mit derselben Person im selben Jahr werden durch Unterscheidungsbuchstaben ergänzt, zum Beispiel: T. Becker, persönliche Kommunikation, 14. März 2025a; T. Becker, persönliche Kommunikation, 28. April 2025b. Diese Logik gewährleistet eine klare Zuordnung der jeweiligen Gesprächssituation.
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Recherche und Korrektur der Zitation im Text nach APA, Chicago, Harvard und Hochschulrichtlinien
Zitationskorrektur ansehenRecherche und Korrektur der Quellen im Literaturverzeichnis nach Hochschulrichtlinien sowie APA, Chicago, Harvard, IEEE etc.
Literaturverzeichnis ansehenJede Quelle muss die richtigen bibliografischen Angaben tragen. Alle Quellen müssen im Text und im Literaturverzeichnis übereinstimmen.
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