Kunstwerke zitieren nach Chicago Fußnoten & Endnoten
Kunstwerke nach Chicago Fußnoten & Endnoten zitieren bedeutet, Kunstwerke in Fußnoten mit Künstler, Titel, Datierung, Werkart, Material und Standort eindeutig nachzuweisen. Das originale Kunstwerk erscheint nur dann im Literaturverzeichnis, wenn es über eine publizierte Quelle wie Ausstellungskatalog, Museumskatalog, Werkverzeichnis, digitale Edition oder kuratierte Objektseite genutzt wurde. Wichtig sind klare Angaben zu Original oder Reproduktion, Inventarnummern, Werkverzeichnisnummern, digitalen Bildquellen, privaten Sammlungen, unklaren Datierungen, Serien, Editionen, Architektur, Performancekunst und eigenen Fotografien.
Brauchst du eine fachliche Einschätzung?
Finde die passende Antwort in der 1a-Studi Akademie oder lass deine konkrete Frage kostenlos von einem Experten einschätzen.
Frage kostenlos prüfen lassen
Wichtigste Regeln
Kunstwerke zitieren Chicago – Fußnoten & Endnoten
Kunstwerke werden im Chicago Manual of Style (17th ed., Notes & Bibliography) wie einzigartige Objekte behandelt. Anders als Bücher oder Artikel besitzen sie häufig keinen Verlag, keine Auflage und keine Seitenzahlen. Stattdessen stehen Künstler, Werktitel, Datierung, Werkart und Standort im Zentrum der Zitation.
In der Fußnote wird das Kunstwerk vollständig beschrieben, sodass klar ersichtlich ist, welches konkrete Objekt gemeint ist. Das Literaturverzeichnis ist nur erforderlich, wenn das Kunstwerk Teil einer publizierten Quelle ist – etwa eines Ausstellungskatalogs, eines Museumskatalogs oder einer reproduzierten Sammlung.
Grundprinzipien nach Chicago
Für Kunstwerke gelten nach Chicago folgende Grundprinzipien:
- Künstlername oder bei unbekanntem Urheber eine sachliche Werkbeschreibung bildet den Ausgangspunkt.
- Die Datierung wird so präzise wie möglich angegeben, etwa als Jahr, circa-Angabe oder Jahrhundert.
- Der Werktitel wird kursiv gesetzt.
- Ist kein offizieller Titel vorhanden, wird eine knappe Beschreibung in eckigen Klammern verwendet.
- Die Werkart oder Materialangabe steht in eckigen Klammern, z. B. [Öl auf Leinwand], [Skulptur], [Fotografie], [Keramik] oder [Gebäude].
- Der Standort des Werkes wird angegeben, etwa Museum, Archiv, Sammlung oder Stadt.
- URL oder DOI werden nur ergänzt, wenn eine digitale Reproduktion maßgeblich verwendet wurde.
- Abrufdaten sind nur bei instabilen oder dynamischen Onlinequellen erforderlich.
Grundform in der Fußnote
Die Fußnote beschreibt das konkrete Kunstwerk. Sie ersetzt klassische Seitenangaben durch objektbezogene Identifikationsmerkmale.
Form:
Vorname Nachname, Titel des Kunstwerks, Jahr, [Werkart / Material], Museum / Sammlung / Standort.
Beispiel:
Paul Klee, Hauptweg und Nebenwege, 1929, [Öl auf Leinwand], Museum Ludwig, Köln.
Grundform im Literaturverzeichnis
Ein Eintrag im Literaturverzeichnis ist nur erforderlich, wenn das Kunstwerk über eine veröffentlichte Quelle, eine kuratierte digitale Sammlung oder einen Ausstellungskatalog nachgewiesen wird.
Form:
Nachname, Vorname. Titel des Kunstwerks. Jahr. [Werkart / Material]. Museum / Sammlung / Standort. URL
Beispiel:
Klee, Paul. Hauptweg und Nebenwege. 1929. [Öl auf Leinwand]. Museum Ludwig, Köln. https://…
Kunstwerke werden nach Chicago über objektbezogene Angaben identifiziert: Künstler, Titel, Datierung, Werkart oder Material und Standort. Ein Literaturverzeichnis-Eintrag ist nur nötig, wenn eine publizierte oder dauerhaft zugängliche Quelle zur Reproduktion oder Dokumentation verwendet wurde.
Im Text
Im Text zitieren: Kunstwerke nach Chicago – Fußnoten & Endnoten
Im Chicago-Fußnotenstil werden Kunstwerke direkt in Fußnoten nachgewiesen. Die Fußnote steht an der Stelle im Text, an der das Werk erwähnt, analysiert oder zitiert wird.
Da Kunstwerke keine Seitenzahlen besitzen und häufig als einzelne Objekte existieren, besteht die Fußnote aus einer vollständigen Objektbeschreibung: Künstler, Titel, Datierung, Werkart und Standort.
Einzelnes Kunstwerk – bekannter Künstler (Regelfall)
In Fußnoten wird der Künstler genannt, gefolgt von Titel, Datierung, Werkart und Standort.
Beispiel:
Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis mit Kamelien, 1907, [Öl auf Leinwand], Kunsthalle Bremen, Bremen.
Kunstwerk ohne offiziellen Titel
Hat das Werk keinen vergebenen Titel, wird eine neutrale Beschreibung in eckigen Klammern eingesetzt.
Beispiel:
Dieter Roth, [Ohne Titel, Schokoladenobjekt], 1969, [Objektkunst], Museum moderner Kunst, Wien.
Unbekannter Urheber
Wenn der Künstler nicht bekannt ist, tritt die Werksbezeichnung oder eine sachliche Beschreibung an die Autorenposition.
Beispiel:
Madonna mit Kind, ca. 1500, [Tafelmalerei], Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München.
Kunstwerk im öffentlichen Raum
Bei Skulpturen, Denkmälern und Installationen im öffentlichen Raum ist die Standortangabe zwingend. Dazu gehören Platz, Park, Gebäude oder Stadt.
Beispiel:
Henry Moore, Reclining Figure, 1961, [Skulptur], Yorkshire Sculpture Park, Wakefield.
Architektur / Bauwerke
Bei Architektur gilt der Architekt oder die verantwortliche Schule als Urheber. Der Standort ist obligatorisch.
Beispiel:
Ludwig Mies van der Rohe, Barcelona-Pavillon, 1929, [Gebäude], Barcelona, Spanien.
Fotografie oder Grafik / Druckgrafik
Bei Fotografien, Grafiken und Druckgrafiken wird der Fotograf oder Künstler genannt. Die Werkart wird entsprechend ergänzt.
Beispiel:
Thomas Struth, Museumsbesucher, 1990, [Fotografie], Museum Folkwang, Essen.
Video-, Medien- oder Digitalkunst
Bei zeitbasierten Medien wird die Werkart oder das verwendete Medium angegeben. Bei digitaler Wiedergabe kann die Plattform ergänzt werden.
Beispiel:
Bill Viola, The Passing, 1991, [Videoarbeit], The J. Paul Getty Museum, Los Angeles.
Antike oder kulturhistorische Objekte
Bei antiken oder kulturhistorischen Objekten kann der Kulturkreis die Künstlerangabe ersetzen.
Beispiel:
Attisch, Amphora mit schwarzfiguriger Malerei, 6. Jh. v. Chr., [Keramik], Antikensammlung, Berlin.
Digitale Reproduktion eines Kunstwerks
Wenn eine digitale Quelle verwendet wurde, wird die URL angegeben. Ein Abrufdatum ist nur erforderlich, wenn die Quelle veränderlich ist.
Beispiel:
Pierre-Auguste Renoir, Bal du moulin de la Galette, 1876, [Öl auf Leinwand], Musée d’Orsay, Paris, https://www.musee-orsay.fr/.
Archivierte oder schwer zugängliche Reproduktionen
Bei nicht mehr verfügbaren digitalen Quellen wird eine Archiv-URL angegeben.
Beispiel:
E-Learning-Initiativen 2016, Abbildung von Bal du moulin de la Galette, Internet Archive, https://web.archive.org/web/20160610123456/…
Mehrere Kunstwerke in einer Fußnote
Werden Werke eines Künstlers oder mehrere Künstler verglichen, werden die Objekte mit Semikolon getrennt.
Beispiel:
Modersohn-Becker, Selbstbildnis mit Kamelien; Struth, Museumsbesucher.
Wiederholte Zitate eines Kunstwerks
Chicago erlaubt für eng aufeinanderfolgende Wiederholungen die Form ebd., sofern die Quelle eindeutig bleibt.
Beispiel:
Modersohn-Becker,
Selbstbildnis mit Kamelien.
Ebd.
Im Literaturverzeichnis
Literaturverzeichnis – Kunstwerke nach Chicago (Notes & Bibliography)
Im Chicago-Fußnotensystem werden Kunstwerke nur dann in das Literaturverzeichnis aufgenommen, wenn sie in einer publizierten oder dauerhaft zugänglichen Form verfügbar sind.
Dies betrifft insbesondere:
- Abbildungen in Büchern oder Katalogen
- Einträge in Museums-, Archiv- oder Ausstellungskatalogen
- digital kuratierte Editionen mit stabiler URL oder DOI
- Werkverzeichnisse, etwa Catalogue Raisonné
Wird das Kunstwerk direkt als Objekt zitiert, etwa ein Gemälde im Museum, eine Skulptur im Stadtraum oder ein Bauwerk vor Ort, wird keine bibliografische Angabe erstellt. In diesem Fall genügt die Fußnote.
In das Literaturverzeichnis gehören vor allem Sekundärquellen, Kataloge, Reproduktionen oder kuratierte digitale Nachweise über Kunstwerke, nicht das Originalobjekt selbst.
Kunstwerk in einem Ausstellungskatalog (Standardfall)
Wird ein Kunstwerk in einem Ausstellungskatalog nachgewiesen, folgt der Eintrag dem Schema für einen Beitrag in einem Herausgeberband oder einem Bildnachweis.
Form:
Nachname, Vorname. Titel des Werks, Jahr. In Titel des Ausstellungskatalogs, hrsg. von Herausgeber, Seite oder Katalognummer. Ort: Verlag, Jahr.
Beispiel:
Modersohn-Becker, Paula. Selbstbildnis mit Kamelien, 1907. In Paula Modersohn-Becker: Die Retrospektive, hrsg. von Frank Schmidt, 112. Bremen: Kunsthalle Bremen, 2020.
Kunstwerk in einem Museumskatalog / Sammlungskatalog
Wenn ein Kunstwerk in einem Museumskatalog oder Sammlungskatalog dokumentiert ist, wird der Katalog als publizierter Nachweis in das Literaturverzeichnis aufgenommen.
Beispiel:
Struth, Thomas. Museumsbesucher, 1990. In Museum Folkwang: Sammlungskatalog Fotografie, 215. Essen: Museum Folkwang, 2018.
Kunstwerk in einem Werkverzeichnis (Catalogue Raisonné)
Werkverzeichnisse dienen der eindeutigen Identifikation eines Kunstwerks. Bei Catalogue-Raisonné-Nachweisen sind Bandangabe und Werknummer besonders wichtig.
Form:
Nachname, Vorname. Titel des Werks, Jahr. In Catalogue Raisonné, Bandangabe, Nr. …. Ort: Verlag, Jahr.
Beispiel:
Goya, Francisco. Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, 1799. In Goya: Catalogue Raisonné, Bd. 2, Nr. 512. Madrid: Museo del Prado, 2008.
Digital kuratierte Abbildung mit stabiler URL oder DOI
Wird eine digitale Abbildung aus einer offiziellen Museumsquelle oder einer kuratierten Sammlung verwendet, gehört diese Quelle in das Literaturverzeichnis.
Beispiel mit URL:
Renoir, Pierre-Auguste. Bal du moulin de la Galette, 1876. Musée d’Orsay. https://www.musee-orsay.fr/…
Beispiel mit DOI:
Vermeer, Johannes. Mädchen mit dem Perlenohrring, 1665. Mauritshuis. https://doi.org/10.1234/mh.vermeer.1665
Kunstwerk in einem wissenschaftlichen Artikel oder Buch reproduziert
Wenn ein Kunstwerk nur über ein Buch oder einen Artikel analysiert wird, wird die verwendete Publikation zitiert, nicht das Originalobjekt.
Beispiel Literaturverzeichnis:
Schmidt, Lukas. Einführung in die Kunstgeschichte. München: Beck, 2020.
Beispiel für die Abbildungsliste der Arbeit:
Abb. 3: P. A. Renoir, Bal du moulin de la Galette, 1876, Musée d’Orsay, Paris.
Architektur / Bauwerke in Publikationen
Wenn ein Bauwerk in einem Architekturband analysiert wird, erscheint der verwendete Band im Literaturverzeichnis.
Beispiel:
Neumeyer, Fritz. Mies van der Rohe: Das gebaute Werk. Berlin: Siedler, 2014.
Antike und kulturhistorische Objekte in wissenschaftlichen Publikationen
Bei antiken oder kulturhistorischen Objekten wird der Kulturkreis oder die Werkbeschreibung anstelle eines Künstlers geführt, sofern keine individuelle Urheberschaft bekannt ist.
Beispiel:
Attisch. Amphora mit schwarzfiguriger Malerei, 6. Jh. v. Chr.. In Masterpieces of Greek Ceramics, 55. Berlin: Antikensammlung, 2015.
Performance- und Videokunst – kuratierte Editionen
Wenn eine Performance oder Videoarbeit nur als Dokumentation verfügbar ist, wird die Dokumentationsquelle angegeben.
Beispiel:
Abramović, Marina. Rhythm 0, 1974. In Marina Abramović: Artist Files Online. Neapel: Archivio d’Arte Contemporanea, 2021. https://archivio-arte.it/…
Digitale Kunst und NFTs
Bei digitaler Kunst kann der Plattformname wie bei digitalen Medien oder Onlinequellen angegeben werden.
Beispiel:
Rafaël, Ryoji. Field, 2012. ZKM Medienarchiv. https://zkm.de/field
Kunstwerk ohne Titel oder ohne Künstler in Publikationen
Wenn weder Künstler noch offizieller Titel bekannt sind, beginnt der Eintrag mit einer sachlichen Werkbeschreibung.
Beispiel:
Madonna mit Kind, ca. 1500. In Medieval Art in Bavaria, 214. München: Hirmer, 2019.
Sonderregeln
Sonderfälle für Kunstwerke zitieren nach Chicago – Fußnoten & Endnoten
Neben den Regelfällen für Kunstwerke in Fußnoten und im Literaturverzeichnis treten Konstellationen auf, die in Chicago 17 zwar berücksichtigt, in Praxisanleitungen jedoch häufig nur am Rand behandelt werden. Das folgende Kapitel bündelt diese besonderen Fälle und zeigt, wie Kunstwerke in Grenzsituationen konsistent und regelkonform nachgewiesen werden können.
Unklare Datierung: circa-Angaben, Datumsbereiche, fehlende Datierung
Bei Kunstwerken ist die Datierung häufig nicht exakt bekannt. Chicago sieht dafür standardisierte Kurzformen vor.
Circa-Datierung
Wenn das Entstehungsjahr nur ungefähr bekannt ist, wird die Datierung mit ca. oder im englischen Original mit c. gekennzeichnet.
Beispiel Fußnote:
Caspar David Friedrich, Der Mönch am Meer, ca. 1808–1810, [Öl auf Leinwand], Alte Nationalgalerie, Berlin.
Wichtig ist eine einheitliche Schreibweise innerhalb der gesamten Arbeit. Entweder wird durchgehend ca. oder durchgehend c. verwendet.
Datierungsbereiche
Bei Werken mit längerer Entstehungszeit werden Anfangs- und Endjahr mit Gedankenstrich verbunden.
- 1950–1955 für einen abgeschlossenen Zeitraum
- 1790–ca. 1800 bei einem Mischfall aus sicherem und unsicherem Datum
Fehlende Datierung („ohne Jahr“)
Wenn keine Datierung ermittelt werden kann, setzt Chicago n.d. für no date. In deutschsprachigen Arbeiten ist alternativ o. J. üblich. Entscheidend ist eine konsequente Entscheidung für eine Variante.
Beispiel Fußnote:
Unbekannt, [Heiligenfigur], n.d., [Holzskulptur], Diözesanmuseum, Köln.
Mehrere Fassungen, Serien und Güsse
Viele Kunstwerke existieren in mehreren Fassungen, Serien oder als limitierte Auflage. Ein präziser Nachweis muss deutlich machen, welches Exemplar gemeint ist.
Mehrere Fassungen desselben Motivs
Bei Werken, die in mehreren Versionen vorliegen, werden zusätzliche Identifikatoren ergänzt.
- Angabe von Version, Fassung oder Studie
- präzisierte Datierung, wenn die Fassungen unterschiedlichen Jahren zugeordnet sind
- gegebenenfalls Werkverzeichnis- oder Katalognummer
Beispiel Fußnote:
Claude Monet, Seerosen (Version II), 1916, [Öl auf Leinwand], Musée de l’Orangerie, Paris.
Serielle Arbeiten und mehrteilige Werke
Bei Serien wird entweder das Einzelblatt oder die gesamte Serie zitiert. Die Entscheidung richtet sich nach der Analyseeinheit im Text.
Einzelblatt:
Andy Warhol, Marilyn Diptych (rechter Flügel), 1962, [Siebdruck], Tate Modern, London.
Serie als Ganzes:
Hito Steyerl, How Not to Be Seen: A Fucking Didactic Educational .MOV File, 2013, [Videoarbeit, Mehrkanalinstallation], Sammlung XYZ, Berlin.
Skulpturen in Auflage (Güsse)
Bei Skulpturen in gegossenen Auflagen wird die Gussnummer angegeben, sofern diese bekannt ist.
Beispiel Fußnote:
Auguste Rodin, Der Denker, 1880, Guss 4/8, [Bronze], Musée Rodin, Paris.
Wenn die Gussnummer nicht bekannt ist, wird zumindest die Sammlung eindeutig benannt, damit das konkret betrachtete Exemplar identifizierbar bleibt.
Werkverzeichnisnummern und Inventarnummern
In der kunsthistorischen Forschung ist es häufig sinnvoll oder erforderlich, zusätzlich Werkverzeichnisnummern oder Inventarnummern zu ergänzen. Diese Information erhöht die Eindeutigkeit erheblich, insbesondere bei häufig reproduzierten Werken.
Beispiel Fußnote:
Pablo Picasso, Guernica, 1937, [Öl auf Leinwand], Museo Reina Sofía, Madrid, Inv.-Nr. DE00050.
Private Sammlungen und wechselnde Standorte
Kunstwerke befinden sich nicht immer in öffentlichen Museen. Chicago erlaubt die Angabe von privaten Sammlungen, Leihgaben und temporären Standorten, fordert jedoch eine transparente Kennzeichnung.
Private Sammlungen
Bei privaten Sammlungen wird zunächst Privatsammlung angegeben, danach gegebenenfalls die Stadt.
Beispiel Fußnote:
Gerhard Richter, Abstraktes Bild, 1989, [Öl auf Leinwand], Privatsammlung, Zürich.
Wenn aus Datenschutzgründen nur Privatsammlung ohne Ortsangabe genannt werden darf, genügt diese Information. In wissenschaftlichen Kontexten ist die zusätzliche Ortsangabe jedoch häufig möglich und erwünscht.
Leihgaben und temporäre Ausstellungen
Wenn ein Werk bei der Analyse in einer Ausstellung gesehen wurde, sich regulär jedoch in einer anderen Sammlung befindet, gibt es zwei Varianten:
- Nur die Dauersammlung nennen, wenn diese für die Analyse ausreicht.
- Die Ausstellungssituation ergänzen, wenn diese forschungsrelevant ist.
Beispiel Fußnote mit Leihgabe:
Edvard Munch, Der Schrei, 1893, [Tempera und Öl auf Karton], Nationalmuseum Oslo, gesehen in der Ausstellung „Expressionismus in Europa“, Kunstmuseum Basel, 2023.
Kunstwerke als Abbildungen: Bildunterschrift, Abbildungsverzeichnis und Fußnote
Chicago unterscheidet zwischen der Zitation eines Kunstwerks als Forschungsgegenstand und der bloßen Reproduktion in Form einer Abbildung. Für Abbildungen sieht Chicago zusätzlich eine Bildunterschrift beziehungsweise ein Abbildungsverzeichnis vor.
Mindestangaben in Bildunterschriften
Empfohlen werden in Bildunterschriften folgende Elemente:
- Künstlername
- Werktitel kursiv
- Entstehungsjahr beziehungsweise Datierung
- Werkart und gegebenenfalls Maße
- Standort, also Sammlung, Museum oder Stadt
- bei Reproduktionen zusätzlich „Reproduziert nach:“ mit Quellenangabe
Beispiel Bildunterschrift:
Abb. 3: Sidney Nolan, The Encounter, 1946, Email auf Hartfaserplatte, 90,4 × 121,2 cm, National Gallery of Australia, Canberra. Reproduziert nach: National Gallery of Australia.
Verhältnis von Bildunterschrift und Fußnote
Für wissenschaftliche Arbeiten ist eine klare Trennung hilfreich:
- Die Bildunterschrift beschreibt das Kunstwerk und seine Herkunft.
- Die Fußnote belegt die Quelle, aus der die Reproduktion stammt, etwa Buch, Aufsatz, Museumshomepage oder lizenzierte Datenbank.
- Wenn das Kunstwerk im Text ausführlich analysiert wird, sollte die erste ausführliche Fußnote an der Stelle der inhaltlichen Analyse stehen, nicht ausschließlich bei der Abbildung.
Eigene Fotografien
Eigene Aufnahmen von Kunstwerken werden in Bildunterschriften als solche gekennzeichnet.
Beispiel:
Foto: eigener Bestand, aufgenommen am 15.08.2024, Museum XYZ, Berlin.
Eine zusätzliche Fußnote ist nur erforderlich, wenn die Analyse auf externen Publikationen oder Katalogen basiert und nicht allein auf der eigenen Beobachtung.
Digitale Bilddatenbanken, lizenzierte Inhalte und nicht-offizielle Quellen
Neben offiziellen Museumswebseiten existiert eine Vielzahl digitaler Bilddatenbanken, von frei zugänglichen Plattformen bis zu lizenzierten Fachdatenbanken. Chicago empfiehlt, nach Möglichkeit die offizielle Institution als Quelle zu nutzen.
Offizielle Museumsportale und DOIs
Wenn eine Abbildung in einem offiziellen Museumsportal oder einer kuratierten Online-Edition mit stabiler URL oder DOI verfügbar ist, sollte diese Variante bevorzugt werden.
Beispiel Bibliografie:
Renoir, Pierre-Auguste. Bal du moulin de la Galette, 1876. Musée d’Orsay. https://www.musee-orsay.fr/…
DOIs sind einfachen URLs vorzuziehen, da sie eine langfristigere Auffindbarkeit gewährleisten.
Lizenzierte Fachdatenbanken
Bei lizenzierten Bilddatenbanken wird neben Werkangaben auch die Datenbank genannt.
Beispiel Fußnote:
Georgia O’Keeffe, The Cliff Chimney, 1938, [Öl auf Leinwand], Milwaukee Art Museum, Zugriff über Artstor, https://…
Im Literaturverzeichnis wird in der Regel die Datenbank als Quelle angegeben, analog zu digitalen Medien.
Community-Plattformen und nicht-offizielle Reproduktionen
Reproduktionen auf Plattformen wie Wikimedia Commons, Flickr oder ähnlichen Seiten sind aus urheberrechtlichen und qualitätsbezogenen Gründen mit Vorsicht zu verwenden. Wenn keine offizielle oder kuratierte Quelle verfügbar ist, wird:
- das Kunstwerk nach den üblichen Regeln beschrieben,
- die Plattform als Fundort genannt,
- nach Möglichkeit die Lizenz angegeben, z. B. Creative Commons.
Wo immer möglich, sollte eine autoritative Quelle wie Museumsseite, wissenschaftliche Publikation oder Katalog bevorzugt zitiert werden.
Wandtexte, Saaltexte und Ausstellungsmaterialien
Kuratorische Texte, Wandbeschriftungen und Saaltexte sind in der Regel nicht mit einem Verlag oder einer standardisierten Publikationsform versehen. Chicago behandelt solche Materialien ähnlich wie unveröffentlichte Dokumente oder Archivquellen.
Wandtexte ohne Autorenangabe
Wenn in der Ausstellung kein Autor genannt ist, wird der Text als institutionelle Quelle behandelt.
Beispiel Fußnote:
Wandtext „Renoir und der Impressionismus“, Ausstellung „Licht und Farbe“, Museum XYZ, Berlin, besucht am 12.06.2024.
Dieser Wandtext ersetzt keine Zitation des Kunstwerks selbst, sondern belegt eine interpretative oder historische Aussage.
Kuratoren und Autoren kuratorischer Beiträge
Wenn der Wandtext namentlich verantwortet ist, kann der Kurator als Autor genannt werden.
Beispiel Fußnote:
Maria Müller, Wandtext zur Sektion „Früher Expressionismus“, Ausstellung „Stadt und Gefühl“, Kunsthalle Hamburg, 2023.
Solche Wandtexte erscheinen in der Regel nicht im Literaturverzeichnis, sondern nur in Fußnoten, da sie nicht dauerhaft und nur lokal zugänglich sind.
Kanonische Werke und rein beschreibende Erwähnungen
Chicago weist darauf hin, dass Informationen zu Kunstwerken häufig direkt im Fließtext gegeben werden können. In vielen Fällen ist bei bekannten Werken keine gesonderte Bibliografieangabe erforderlich.
Erwähnung ohne analytische Vertiefung
Wenn ein Werk lediglich illustrativ genannt wird, kann die vollständige Angabe im Text erfolgen.
In Claude Monets Gemälde Impression, soleil levant (1872, Musée Marmottan Monet, Paris) wird ein frühes Konzept impressionistischer Lichtbeobachtung sichtbar.
Eine zusätzliche Fußnote ist in dieser Konstellation nicht zwingend, sofern keine speziellen Literaturquellen zu diesem Werk herangezogen werden.
Ausführliche Analyse und kunsthistorische Argumentation
Sobald ein Werk Gegenstand einer detaillierten Analyse oder eines argumentativen Abschnitts ist, sollte wenigstens bei der ersten Erwähnung eine vollständige Fußnote nach dem oben erläuterten Schema gesetzt werden. Dadurch bleibt die wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit gesichert, insbesondere wenn mehrere Fassungen oder Reproduktionen existieren.
Abgrenzung zu nicht zitationspflichtigen Kunstquellen
Schließlich existiert eine Gruppe visueller Quellen, die Chicago von der Aufnahme in das Literaturverzeichnis ausnimmt. Dazu gehören insbesondere:
- rein dekorative oder illustrativ verwendete Bilder ohne analytische Funktion
- sehr bekannte Standardwerke, deren Angaben vollständig im Text erfolgen
- grafische Elemente wie Werbeanzeigen, Karten oder Cartoons, die ausschließlich im Text erläutert werden
Für Abschlussarbeiten empfiehlt sich jedoch eine konservative Praxis: Sobald ein Kunstwerk in der Argumentation eine Rolle spielt oder im Anhang beziehungsweise Abbildungsverzeichnis erscheint, sollte zumindest eine Fußnote mit vollständiger Objektangabe gesetzt werden.
Verpflichtende und empfohlene Angaben
Was ist nach Chicago – Fußnoten & Endnoten für die Zitation von Kunstwerken verpflichtend und was wird empfohlen?
Die folgenden Übersichten unterscheiden zwischen der Zitation von Kunstwerken in Fußnoten und der Aufnahme in das Literaturverzeichnis. Entscheidend ist, ob das Kunstwerk als Originalobjekt, als Reproduktion oder über eine publizierte Quelle verwendet wurde.
Kunstwerke zitieren in Fußnoten (Chicago NB)
Name des Künstlers / Kulturkreises
Künstlername oder Kulturkreis angeben.
Bei anonymen Werken Titel oder Objektbeschreibung als Ersatz verwenden.
Jahr / Datierung
Exaktes Jahr oder ca.-Angabe verwenden.
Jahrhundertangabe oder Zeitspanne ergänzen, falls keine genauere Datierung möglich ist.
Titel des Werks
Offiziellen Werktitel kursiv setzen, sofern ein Titel vorhanden ist.
Bei fehlendem Titel eine Beschreibung in eckigen Klammern verwenden, z. B. [Ohne Titel, Landschaftsdarstellung].
Werkart
Werkart in eckigen Klammern angeben, z. B. [Öl auf Leinwand] oder [Skulptur].
Genaue Materialangabe ergänzen, wenn diese für die Analyse relevant ist, z. B. [Bronzeguss] oder [Pergament].
Standort des Originals
Museum, Sammlung, Archiv, Stadt oder Standort des Originals angeben.
Inventarnummer zur zusätzlichen Identifikation ergänzen.
Fundstellenangabe in Publikationen
Nur notwendig, wenn das Kunstwerk über einen Katalog, eine Edition oder eine andere Publikation zitiert wird.
Katalognummer, Seitenzahl oder Eintragsnummer ergänzen, z. B. Nr. 512.
Original vs. Reproduktion
Kennzeichnen, ob das Original vor Ort oder eine Abbildung in einer Publikation verwendet wurde.
Abbildungstyp ergänzen, z. B. Foto, Scan oder digitale Reproduktion.
URL / DOI für digitale Abbildungen
DOI oder stabile URL angeben, wenn die digitale Abbildung als Quelle genutzt wurde.
Abrufdatum bei dynamischen Archiven oder instabilen Onlinequellen ergänzen.
Kunstwerke im Literaturverzeichnis (Chicago NB)
Bibliografie-Einträge sind nur erforderlich, wenn das Kunstwerk über eine Sekundärquelle, eine digitale Edition, einen Katalog oder eine publizierte Reproduktion vorliegt. Wird das Originalobjekt direkt betrachtet, genügt in der Regel die Fußnote.
Autor / Herausgeber der Publikation
Autor, Herausgeber oder Institution der Publikation angeben.
Zusätzliche Bearbeiter mit Formulierungen wie „unter Mitarbeit von …“ ergänzen.
Titel der Publikation
Titel der Publikation kursiv setzen, z. B. Ausstellungskatalog, Sammlungskatalog oder Werkverzeichnis.
Untertitel vollständig übernehmen.
Titel des Kunstwerks im Eintrag
Werktitel aufnehmen, wenn das Kunstwerk zentraler Bestandteil der Quelle ist.
Katalognummer oder Eintragsnummer ergänzen.
Ort und Verlag
Erscheinungsort und Verlag der Publikation angeben.
Mehrere Verlage mit Semikolon trennen, sofern die Publikation dies ausweist.
Erscheinungsjahr
Erscheinungsjahr der Publikation oder digitalen Edition angeben.
Exaktes Datum bei Online-Publikationen ergänzen.
DOI oder URL
DOI oder URL angeben, wenn die Quelle digital genutzt wurde.
Persistente Identifikatoren bevorzugen; DOI vor URL.
Band / Teilnummer
Band, Teil oder Nummer der Publikation angeben.
Seitenbereich oder Objektbereich ergänzen.
Editionstyp
Editionstyp angeben, z. B. Catalogue Raisonné oder Ausstellungskatalog.
Hinweise wie revised edition oder critical edition ergänzen.
Reproduktion in Publikation
Die Publikation zitieren, nicht das Originalobjekt allein.
Abbildungsnummern im Abbildungsverzeichnis ergänzen.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach Chicago Style? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Wissensdatenbank.
Wie wird ein Kunstwerk nach Chicago in der Fußnote zitiert?
In der Fußnote werden Künstlername, Werktitel kursiv, Datierung, Werkart in eckigen Klammern und Standort genannt, zum Beispiel: Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis mit Kamelien, 1907, [Öl auf Leinwand], Kunsthalle Bremen, Bremen. Diese Angaben reichen aus, um das konkrete Objekt eindeutig zu identifizieren; ein Verlags- oder Auflagennachweis entfällt bei Originalwerken.
Welche Pflichtangaben verlangt Chicago für Kunstwerke in Fußnoten?
Pflichtangaben sind der Name des Künstlers oder Kulturkreises, die Datierung (Jahr, ca.-Angabe oder Zeitraum), der Titel des Werkes bzw. eine beschreibende Bezeichnung, die Werkart in eckigen Klammern sowie der Standort mit Sammlung oder Museum und Stadt. Optional können Inventarnummern, Katalognummern oder Materialangaben zur weiteren Präzisierung ergänzt werden, insbesondere bei häufig reproduzierten Werken oder Serien.
Wie werden Kunstwerke ohne Titel oder mit unbekanntem Künstler zitiert?
Fehlt ein offizieller Titel, ersetzt eine knappe Beschreibung in eckigen Klammern den Werktitel, zum Beispiel „[Ohne Titel, Schokoladenobjekt]“. Bei unbekannter Urheberschaft rückt die Werksbezeichnung an die erste Stelle, etwa: Madonna mit Kind, ca. 1500, [Tafelmalerei], Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München. Der Kulturkreis („attisch“, „romanisch“ etc.) kann die Künstlerangabe ersetzen, wenn individuelle Autorschaft nicht überliefert ist.
Wie werden Skulpturen, Denkmäler und Architektur im öffentlichen Raum nach Chicago angegeben?
Für Werke im öffentlichen Raum werden Urheber, Titel, Datierung, Werkart und ein präziser Standort genannt. Bei Skulpturen und Installationen stehen Künstler, Werkbezeichnung, Jahr und [Skulptur] bzw. [Installation] vor Ort und Stadt, zum Beispiel: Henry Moore, Reclining Figure, 1961, [Skulptur], Yorkshire Sculpture Park, Wakefield. Architektur erhält zusätzlich den Hinweis [Gebäude], etwa: Ludwig Mies van der Rohe, Barcelona-Pavillon, 1929, [Gebäude], Barcelona, Spanien.
Wie werden digitale Reproduktionen von Kunstwerken nach Chicago zitiert?
Bei digitalen Reproduktionen werden zunächst Künstler, Titel, Datierung, Werkart und physischer Standort wie bei Originalen genannt, anschließend die offizielle Museumswebsite oder Plattform mit URL. Ein Beispiel lautet: Pierre-Auguste Renoir, Bal du moulin de la Galette, 1876, [Öl auf Leinwand], Musée d’Orsay, Paris, https://www.musee-orsay.fr/. Ein Abrufdatum ist nur erforderlich, wenn die digitale Quelle instabil oder deutlich veränderlich ist.
Wann gehören Kunstwerke in das Literaturverzeichnis und wann nicht?
Das originale Kunstwerk erscheint nach Chicago in der Regel nur in Fußnoten. Ein Eintrag im Literaturverzeichnis ist erst erforderlich, wenn das Werk über eine publizierte Quelle konsultiert wurde, etwa einen Ausstellungskatalog, ein Werkverzeichnis, einen Sammlungskatalog oder eine kuratierte Online-Edition. In solchen Fällen wird die Publikation bibliografisch nachgewiesen, während das Kunstwerk selbst Teil des Kapitels oder Katalogeintrags ist und dort über Seiten- oder Katalognnummern identifizierbar bleibt.
Wie geht Chicago mit unsicheren Datierungen von Kunstwerken um?
Unsichere Datierungen werden mit „ca.“ oder durch Zeitspannen ausgewiesen. Beispiele sind „ca. 1808–1810“ oder „6. Jh. v. Chr.“ für antike Objekte. Fehlt eine Datierung vollständig, kann „o. J.“ oder „n.d.“ verwendet werden, etwa: Unbekannt, [Heiligenfigur], o. J., [Holzskulptur], Diözesanmuseum, Köln. Wichtig ist eine konsistente Schreibweise innerhalb der gesamten Arbeit, damit die zeitliche Einordnung der Werke klar und vergleichbar bleibt.
Wie werden Serien, mehrere Fassungen oder Güsse eines Kunstwerks nachgewiesen?
Bei mehreren Fassungen oder Auflagen eines Werkes werden zusätzliche Identifikatoren ergänzt, etwa „Version“, „Studie“ oder Gussnummern. Eine Fußnote kann zum Beispiel lauten: Auguste Rodin, Der Denker, 1880, Guss 4/8, [Bronze], Musée Rodin, Paris. Bei seriellem Arbeiten oder mehrteiligen Installationen wird entweder das analysierte Einzelstück oder die gesamte Serie benannt, abhängig von der gewählten Analyseeinheit im Text. Werkverzeichnis- oder Inventarnummern erhöhen zusätzlich die Eindeutigkeit.
Wie sollen Bildunterschriften, Abbildungsverzeichnis und Fußnoten bei Kunstwerken zusammenwirken?
Bildunterschriften beschreiben in erster Linie das Kunstwerk selbst: Künstler, Titel, Datierung, Werkart, Maße und Standort. Die Fußnote belegt die Quelle der Reproduktion, etwa einen Katalog, eine Museumswebsite oder eine Datenbank. Das Abbildungsverzeichnis fasst alle verwendeten Abbildungen mit Kurzangaben zusammen. Für eine wissenschaftliche Analyse sollte bei der ersten inhaltlichen Besprechung des Werkes zusätzlich eine vollständige Fußnote nach Chicago gesetzt werden, damit Herkunft und Identität des Objekts zweifelsfrei dokumentiert sind.
Wie werden eigene Fotografien und nicht-offizielle Onlinebilder von Kunstwerken behandelt?
Eigene Aufnahmen werden in Bildunterschriften als solche kenntlich gemacht, etwa „Foto: eigene Aufnahme, Museum XYZ, 15.08.2024“. Eine zusätzliche Fußnote ist nur nötig, wenn die Interpretation auf externen Quellen beruht. Reproduktionen aus nicht-offiziellen Plattformen wie Wikimedia Commons oder Flickr werden möglichst vermieden; falls keine bessere Quelle verfügbar ist, erfolgt die übliche Werkbeschreibung, ergänzt um Plattformname, URL und gegebenenfalls Lizenzangabe. Vorzugswürdig bleiben stets offizielle Museumsportale oder kuratierte Fachdatenbanken.
Hat dir dieser Artikel geholfen?
Dein Feedback hilft dabei, die 1a-Studi Akademie gezielter auszubauen und passende Inhalte schneller auffindbar zu machen.
Recherche und Korrektur der Zitation im Text nach APA, Chicago, Harvard und Hochschulrichtlinien
Zitationskorrektur ansehenRecherche und Korrektur der Quellen im Literaturverzeichnis nach Hochschulrichtlinien sowie APA, Chicago, Harvard, IEEE etc.
Literaturverzeichnis ansehenJede Quelle muss die richtigen bibliografischen Angaben tragen. Alle Quellen müssen im Text und im Literaturverzeichnis übereinstimmen.
Mehr über Abgleich & Recherche