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Chicago Style

Zeitschriftenartikel zitieren nach Chicago – Autor-Datum

Zeitschriftenartikel zitieren nach Chicago – Autor-Datum

Zeitschriftenartikel gehören im Chicago-Stil (Autor-Datum-System) zu den zentralen Quelltypen wissenschaftlicher Arbeiten. In Fachzeitschriften erscheinen aktuelle Forschungsergebnisse, theoretische Weiterentwicklungen und kontroverse Debatten, die für den Forschungsstand einer Abschlussarbeit oder Studie maßgeblich sind. Eine präzise und konsistente Zitation dieser Artikel ist daher zentral für Nachvollziehbarkeit, wissenschaftliche Redlichkeit und Anschlussfähigkeit an die Fachliteratur.

Im Chicago Autor-Datum-System erfolgt der Nachweis von Zeitschriftenartikeln im Text in runden Klammern mit Autorennachnamen, Erscheinungsjahr und gegebenenfalls Seitenzahl, etwa (Müller 2023, 45). Die vollständigen bibliografischen Angaben stehen im Literaturverzeichnis und umfassen Autor, Jahr, Titel des Artikels, Titel der Zeitschrift, Jahrgang bzw. Volume, Heftnummer (Issue), Seitenbereich sowie – bei elektronischen Fassungen – DOI oder stabile URL.

Zeitschriftenartikel unterscheiden sich in der Zitation deutlich von Büchern und Buchkapiteln. Kennzeichnend sind insbesondere:

  • die strukturierte Angabe von Zeitschriftentitel, Volume, Issue und Seitenbereich,
  • die bevorzugte Nutzung von DOIs als persistente Identifikatoren,
  • sowie besondere Varianten wie: mehrere Autoren, Online-first-Artikel, Supplement-Hefte, Sonderausgaben, Artikel ohne DOI.

Die folgenden Kapitel zeigen detailliert, wie Zeitschriftenartikel nach Chicago Autor-Datum korrekt im Text zitiert werden und wie die vollständigen Angaben im Literaturverzeichnis aussehen – inklusive aller Sonderfälle.

 
Wichtigste Regeln

Zeitschriftenartikel zitieren Chicago – Autor-Datum

Die Zitation von Zeitschriftenartikeln nach Chicago Autor-Datum folgt einem konsistenten Zweischritt. Im Text steht ein Kurzbeleg in Klammern. Im Literaturverzeichnis steht ein ausführlicher Eintrag, der den Artikel und die Zeitschrift eindeutig identifizierbar macht.

Zeitschriftenartikel als eigenständiger Quellentyp

Zeitschriftenartikel sind eigenständige Veröffentlichungen innerhalb eines periodisch erscheinenden Mediums. Für das Chicago Autor-Datum-System bedeutet dies:

  • Der Kurzbeleg im Text orientiert sich ausschließlich an
    • Autorennachname
    • Erscheinungsjahr
    • Seitenzahl oder Seitenbereich der zitierten Stelle

Der Eintrag im Literaturverzeichnis enthält zusätzlich

  • vollständigen Titel des Artikels
  • Titel der Zeitschrift
  • Jahrgang beziehungsweise Volume
  • Heftnummer (Issue), sofern vorhanden
  • Seitenbereich des gesamten Artikels
  • bei digitalen Artikeln gegebenenfalls DOI oder stabile URL

Dadurch wird erkennbar, wer den Artikel verfasst hat, wann er erschienen ist und wo der Artikel in der Fachzeitschrift auffindbar ist.

Grundprinzip im Text

Im Chicago Autor-Datum-System werden Zeitschriftenartikel im Text durch Kurzbelege nach dem Schema Autor Jahr, Seite nachgewiesen.

Typische Elemente:

  • Nachname des Autors oder der Autorin
  • Erscheinungsjahr des Artikels
  • Seitenzahl oder Seitenbereich der zitierten Stelle

Grundformen:

Allgemeiner Verweis auf einen Artikel:
(Müller 2023)

Verweis auf eine konkrete Stelle:
(Müller 2023, 45)

Name im Satz, Jahr und Seite in Klammern:
Müller (2023, 45) zeigt, dass …

Die Struktur entspricht der Zitation von Büchern und Buchkapiteln. Spezifisch für Zeitschriftenartikel ist jedoch, dass sich die Seitenzahlen auf einen Artikel innerhalb eines Jahrgangs beziehen, nicht auf ein Gesamtwerk.

Grundform im Literaturverzeichnis

Der Eintrag eines Zeitschriftenartikels im Literaturverzeichnis folgt einer standardisierten Reihenfolge. Die Grundform im Chicago Autor-Datum-System lautet:

Nachname, Vorname. Jahr. „Titel des Artikels.“ Titel der Zeitschrift Volume (Nummer) Seitenbereich.

Bei elektronischen Artikeln kann ein DOI oder eine URL angeschlossen werden.

Wesentliche Bausteine:

  • Autor in der Form Nachname, Vorname
  • Jahr der Veröffentlichung direkt nach dem Namen
  • Titel des Artikels in Anführungszeichen
  • Titel der Zeitschrift in Kursivschrift
  • Volume (Jahrgang) als Zahl
  • Heftnummer in runden Klammern, sofern die Zeitschrift diese ausweist
  • Seitenbereich des Artikels
  • optional DOI oder URL bei Onlineartikeln

Beispiel einer Grundstruktur:

Weber, Anna. 2022. „Digitale Lernräume in der Hochschullehre.“ Zeitschrift für Hochschulforschung 15 (2) 95–118.

Mit DOI:

Weber, Anna. 2022. „Digitale Lernräume in der Hochschullehre.“ Zeitschrift für Hochschulforschung 15 (2) 95–118. https://doi.org/10.xxxx/xxxxxx

Der Kurzbeleg im Text (Weber 2022, 100) verweist eindeutig auf diesen Eintrag.

Zuordnung zwischen Textzitation und Literaturverzeichnis

Die Verbindung zwischen Kurzbeleg im Text und Eintrag im Literaturverzeichnis beruht auf drei grundlegenden Anforderungen:

  1. Eindeutige Identifikation
    Jede Kombination aus Nachname und Jahr im Text muss genau einem Eintrag im Literaturverzeichnis entsprechen.
  2. Konsistenz von Namen und Jahr
    Schreibweise des Nachnamens und die Jahresangabe dürfen zwischen Text und Verzeichnis nicht voneinander abweichen.
  3. Einheitliche Struktur für alle Zeitschriftenartikel
    Alle Artikel werden nach demselben Muster aufgebaut. Abweichungen entstehen nur aus fachlich notwendigen Angaben wie Heftnummer, Supplement, DOI oder Online-First-Status.

Fehlerfreie Zitation nach Chicago Style

Quellen und das Literaturverzeichnis nach Chicago Style (Fußnoten/Autor-Datum). 🔎 Recherche bei Lücken + Abgleich!

Studentin Box
Im Text

Im Text zitieren: Zeitschriftenartikel nach Chicago – Autor-Datum

Dieses Kapitel stellt die Zitationsarten im Text für Zeitschriftenartikel nach dem Chicago Autor-Datum-System vor. Ausgangspunkt ist immer ein Kurzbeleg mit Autor, Jahr und bei Bedarf Seitenzahl.

Grundform des Kurzbelegs

Elemente

  • Nachname des Autors
  • Erscheinungsjahr des Artikels
  • Seitenzahl bei konkreten Belegen

Formen

Allgemeiner Verweis auf den Artikel:
(Weber 2022)

Konkrete Textstelle:
(Weber 2022, 100)

Name im Satz, Jahr und Seite in Klammern:
Weber (2022, 100) zeigt, dass …

Seitenzahlen beziehen sich auf den Artikel, nicht auf den gesamten Zeitschriftenjahrgang.

Ein Autor

Bei einem Autor besteht der Kurzbeleg aus Nachname, Jahr und gegebenenfalls Seitenzahl.

(Müller 2023)
(Müller 2023, 45)
Müller (2023, 45) argumentiert, dass …

Zwei Autoren

Bei zwei Autoren werden beide Nachnamen mit „und“ verbunden.

(Schmidt und Keller 2021)
(Schmidt und Keller 2021, 78)
Schmidt und Keller (2021, 78) zeigen …

Drei oder mehr Autoren

Ab drei Autoren wird im Text nur der erste Nachname genannt, gefolgt von et al. Die Kurzform bleibt in der gesamten Arbeit unverändert.

(Lemke et al. 2020)
(Lemke et al. 2020, 12)
Lemke et al. (2020, 12) kommen zu dem Ergebnis, dass …

Institution als Autor

Wenn eine Institution als Autor des Artikels auftritt, steht diese an der Stelle des Autors.

Formen

Erste Nennung mit ausgeschriebenem Namen und Abkürzung:
(Bundesinstitut für Berufsbildung [BIBB] 2021, 33)

Folgezitation mit Abkürzung:
(BIBB 2021, 33)

Artikel ohne Person als Autor (Titelzitat)

Fehlt ein persönlicher Autor, erfolgt der Kurzbeleg über einen Kurztitel.

Form

Kurztitel in Anführungszeichen:
(„Digitale Studienangebote im Vergleich2020, 5)

Der Kurztitel soll eindeutig und möglichst knapp sein.

Gleicher Autor, verschiedene Jahre

Verfasst eine Person mehrere Artikel in unterschiedlichen Jahren, erfolgt die Unterscheidung über das Jahr.

(Meyer 2018)
(Meyer 2021, 60)
kombiniert: (Meyer 2018, 30; 2021, 60)

Gleicher Autor, gleiches Jahr (a, b, c)

Schreibt ein Autor mehrere Artikel im selben Jahr, werden Kleinbuchstaben an das Jahr angefügt. Diese Kennzeichnung muss mit dem Literaturverzeichnis übereinstimmen.

(Weise 2020a, 14)
(Weise 2020b, 39)
gemeinsame Nennung: (Weise 2020a, 14; 2020b, 39)

Verschiedene Autoren mit gleichem Nachnamen

Bei verschiedenen Autoren mit identischem Nachnamen werden Initialen ergänzt.

(H. Keller 2019, 22)
(T. Keller 2019, 77)

Die Initialen bleiben in allen Kurzbelegen erhalten.

Seitenzahlen und andere Lokatoren

Seitenangaben

Einzelne Seite:
(Müller 2023, 45)

Seitenbereich:
(Müller 2023, 45 bis 47)

Mehrere nicht zusammenhängende Seiten:
(Müller 2023, 45, 52, 60)

Artikel ohne klassische Paginierung

Bei Onlineartikeln ohne durchgehende Seitenzahlen können alternative Lokatoren verwendet werden, zum Beispiel:

(Neuberger 2022, Abs. 3)
(Neuberger 2022, Abschnitt „Diskussion“)

Die gewählte Art der Lokatoren soll in der gesamten Arbeit einheitlich bleiben.

Online-First und eLocator-Artikel

Einige Zeitschriften nutzen Artikelnummern oder eLocators statt klassischer Seitenbereiche.

Beispiele

(Fischer 2021, Art. e102)
(Fischer 2021, e102)

Die genaue Form orientiert sich an der Darstellung im Literaturverzeichnis und soll dort konsistent gespiegelt werden.

Mehrere Artikel in einer Klammer

Stützt sich eine Aussage auf mehrere Zeitschriftenartikel, werden die Kurzbelege in einer Klammer zusammengeführt, getrennt durch Semikola.

(Weber 2022, 100; Müller 2023, 45; Lemke et al. 2020, 12)

Die Reihenfolge kann alphabetisch oder argumentativ gewählt werden, sollte aber innerhalb der Arbeit konsistent bleiben.

Fehlendes Jahr und Artikel „im Druck“

Kein Erscheinungsjahr

Verwendung von o. D. („ohne Datum“):

(Krämer o. D., 8)

Artikel im Druck

(Kuhl im Druck)

Seitenzahlen stehen in der Regel erst nach Veröffentlichung zur Verfügung und werden dann ergänzt.

Platzierung der Kurzbelege im Satz

  • Klammernachweis in der Regel vor dem abschließenden Punkt:
    … in aktuellen Studien (Müller 2023, 45).
  • Steht der Autor im Satz, folgt Jahr und Seite direkt nach dem Namen:
    Müller (2023, 45) zeigt, dass …
  • Bei wörtlichen Zitaten steht die Klammer üblicherweise nach dem Anführungszeichen und vor dem Punkt:
    „…“ (Weber 2022, 100).
Im Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis: Chicago – Autor-Datum Zeitschriftenartikel

Im Chicago Autor-Datum-System werden Zeitschriftenartikel im Literaturverzeichnis nach einem klaren Schema aufgebaut. Die Einträge dienen als Referenz für die Kurzbelege im Text und müssen daher vollständig und formal einheitlich gestaltet sein.

Grundprinzip:
Zuerst stehen Autor und Jahr, danach Titel des Artikels, gefolgt von Titel der Zeitschrift, Volume, Heftnummer und Seitenbereich. Bei digitalen Artikeln schließen sich DOI oder stabile URL an.

Grundform: Zeitschriftenartikel

Allgemeine Standardform:

Nachname, Vorname. Jahr. „Titel des Artikels.“ Titel der Zeitschrift Volume (Heftnummer) Seitenbereich.

Mit DOI:

Nachname, Vorname. Jahr. „Titel des Artikels.“ Titel der Zeitschrift Volume (Heftnummer) Seitenbereich. DOI

Beispiel:

Weber, Anna. 2022. „Digitale Lernräume in der Hochschullehre.“ Zeitschrift für Hochschulforschung 15 (2) 95–118.

Weber, Anna. 2022. „Digitale Lernräume in der Hochschullehre.“ Zeitschrift für Hochschulforschung 15 (2) 95–118. https://doi.org/10.1234/abcd5678

Der Eintrag deckt alle Pflichtangaben ab und erlaubt eine eindeutige Zuordnung zum Kurzbeleg im Text, etwa (Weber 2022, 100).

Ein Autor

Bei einem Autor bleibt die Grundform unverändert.

Beispiel:

Müller, Thomas. 2023. „Soziale Ungleichheit im Studium.“ Journal für Sozialforschung 28 (1) 33–56.

Dieser Eintrag entspricht Kurzbelegen wie (Müller 2023) oder (Müller 2023, 45).

Zwei Autoren

Bei zwei Autoren werden beide Namen in der Reihenfolge der Veröffentlichung genannt. Zwischen den Namen steht „und“.

Beispiel:

Schmidt, Laura, und Tobias Keller. 2021. „Kooperative Lernformen in Seminaren.“ Zeitschrift für Hochschuldidaktik 10 (3) 60–82.

Im Text wird dieser Artikel als (Schmidt und Keller 2021, 78) zitiert.

Drei oder mehr Autoren

Ab drei Autoren nennt das Literaturverzeichnis alle Verfasser in der Reihenfolge der Zeitschrift. Im Text kann ab drei Autoren mit „et al.“ gearbeitet werden, im Verzeichnis stehen die Namen vollständig.

Beispiel:

Lemke, Jana, Peter Albrecht und Nina Braun. 2020. „Empirische Methoden in der Bildungsforschung.“ Empirische Pädagogik 34 (4) 201–228.

Im Text erfolgt der Kurzbeleg in der Form (Lemke et al. 2020, 212).

Institution als Autor

Wenn eine Institution als Verfasser auftritt, steht diese an der Autorenposition. Eine gängige Abkürzung kann in Klammern ergänzt werden.

Beispiel:

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). 2021. „Trends in der dualen Ausbildung.“ Berufsbildungsjournal 19 (2) 5–24.

Im Text kann dann (Bundesinstitut für Berufsbildung 2021, 10) oder nach Einführung der Abkürzung (BIBB 2021, 10) verwendet werden.

Artikel ohne Person als Autor

Fehlt ein individueller Autor, beginnt der Eintrag mit dem Titel des Artikels. Dieser ersetzt die Autorenposition.

Beispiel:

Digitale Studienangebote im internationalen Vergleich“. 2020. Hochschulkompass 7 (1) 15–34.

Im Text steht hierzu ein Kurzbeleg mit Kurztitel, etwa („Digitale Studienangebote im internationalen Vergleich2020, 20).

Gleicher Autor mit mehreren Artikeln in verschiedenen Jahren

Bei mehreren Artikeln derselben Person aus unterschiedlichen Jahren werden die Einträge chronologisch sortiert.

Beispiel:

Meyer, Claudia. 2018. „Partizipation im Stadtteil.“ Soziale Arbeit im Quartier 5 (1) 40–58.
Meyer, Claudia. 2021. „Beteiligungsformate für Jugendliche.“ Zeitschrift für Sozialraumforschung 9 (3) 102–124.

Im Text erfolgt die Unterscheidung allein durch das Jahr, etwa (Meyer 2018, 45) und (Meyer 2021, 110).

Gleicher Autor mit mehreren Artikeln im selben Jahr

Veröffentlicht ein Autor mehrere Artikel im selben Jahr, werden diese mit a, b, c direkt nach dem Jahr gekennzeichnet. Diese Buchstaben müssen exakt mit den Textzitaten übereinstimmen.

Beispiel:

Weise, Laura. 2020a. „Online-Lernplattformen im Studium.“ Medienpädagogische Rundschau 12 (1) 30–52.
Weise, Laura. 2020b. „Selbstgesteuertes Lernen im Netz.“ Zeitschrift für E-Learning 8 (2) 75–96.

Im Text stehen dann Kurzbelege wie (Weise 2020a, 35) und (Weise 2020b, 80).

Autoren mit identischem Nachnamen

Wenn verschiedene Autoren denselben Nachnamen tragen, steht im Literaturverzeichnis der ausgeschriebene Vorname. Die Unterscheidung im Text erfolgt über Initialen.

Beispiele:

Keller, Hans. 2019. „Sozialstrukturen in Europa.“ Europäische Sozialforschung 14 (2) 120–142.
Keller, Thomas. 2019. „Globale Netzwerkökonomien.“ Wirtschaft und Gesellschaft 41 (3) 210–233.

Im Text werden Kurzbelege wie (H. Keller 2019, 125) und (T. Keller 2019, 215) verwendet.

Online-Artikel mit DOI

Bei elektronischen Zeitschriftenartikeln mit DOI wird der DOI am Ende des Eintrags angefügt. Der DOI ersetzt in der Regel eine URL.

Beispiel:

Aranda, Javier, und Georgia Tsitsanis. 2023. „Data-Driven Energy Services in Residential Buildings.“ Sustainability 15 (4) 1–23. https://doi.org/10.3390/su15043742

Im Text kann dieser Artikel als (Aranda und Tsitsanis 2023, 7) zitiert werden.

Online-Artikel ohne DOI, mit URL

Fehlt ein DOI, wird eine stabile URL angegeben. Die URL erhält keinen abschließenden Punkt.

Beispiel:

Krause, Martin. 2021. „Blended Learning in der Hochschullehre.“ Online-Journal für Bildungsforschung 6 (1) 1–19. https://www.beispieljournal.de/blended-learning-hochschule

Im Text entspricht dies Kurzbelegen wie (Krause 2021, 10).

Artikel mit eLocator statt Seitenzahlen

Einige Zeitschriften arbeiten mit Artikelnummern oder eLocators. Diese ersetzen den klassischen Seitenbereich.

Beispiel:

Fischer, Ralf. 2021. „Adaptive Lernsysteme im Hochschulbereich.“ Journal of Educational Technology 9 (3) e102.

Im Text kann dies etwa als (Fischer 2021, e102) ausgegeben werden. Die genaue Form des Lokators sollte im gesamten Literaturverzeichnis einheitlich bleiben.

Supplement-Hefte und Sonderausgaben

Bei Supplementen oder Sonderheften bleibt die Struktur gleich. Zusatzinformationen zu Supplement oder Sonderband können nach Volume und Heftnummer ergänzt werden.

Beispiel:

Braun, Nina. 2020. „Evaluation von Förderprogrammen.“ Sozialforschung heute 22 (Sonderheft 1) 45–68.

Im Text steht hierzu ein Kurzbeleg wie (Braun 2020, 60).

Artikel ohne Erscheinungsjahr

Wenn kein Erscheinungsjahr ermittelt werden kann, verwendet das Chicago Autor-Datum-System „o. D.“ an der Jahresposition.

Beispiel:

Krämer, Markus. o. D.Ethische Fragen der Studienfinanzierung.“ Journal für Hochschulpolitik 4 (2) 77–93.

Im Text wird dieser Artikel als (Krämer o. D., 80) zitiert.

Artikel „im Druck“

Bei bereits angenommenen, aber noch nicht erschienenen Artikeln wird „im Druck“ an Stelle des Jahres verwendet.

Beispiel:

Kuhl, Jonas. im Druck. „Strategien wissenschaftlichen Schreibens im digitalen Umfeld.“ Zeitschrift für Schreibforschung.

Seitenzahlen liegen in der Regel erst nach dem Erscheinen vor und werden dann ergänzt. Im Text lautet der Kurzbeleg (Kuhl im Druck).

Konsistenz zwischen Literaturverzeichnis und Text

Für alle Zeitschriftenartikel gilt:

  • Nachname und Jahr im Literaturverzeichnis müssen exakt den Angaben im Kurzbeleg entsprechen.
  • a, b, c bei gleichen Jahrgängen werden in Verzeichnis und Text identisch geführt.
  • Reihenfolge der bibliografischen Elemente bleibt immer gleich, unabhängig von digitalen oder gedruckten Fassungen.
Sonderregeln

Sonderfälle für Zeitschriftenartikel zitieren nach Chicago – Autor-Datum

Dieses Kapitel bündelt spezielle Konstellationen bei Zeitschriftenartikeln im Chicago Autor-Datum-System. Im Mittelpunkt stehen Situationen, in denen mehrere Regeln gleichzeitig greifen und für Zitation im Text und im Literaturverzeichnis besonders sorgfältig gearbeitet werden muss.

Viele Autoren und sehr lange Autorlisten

Im Text

Bis zwei Autoren: beide Nachnamen mit „und“

(Schmidt und Keller 2021, 78)

Ab drei Autoren: erster Nachname + „et al.“

(Lemke et al. 2020, 12)

Diese Form wird für denselben Artikel im gesamten Text beibehalten.

Im Literaturverzeichnis

  • Alle Autoren in der Reihenfolge der Zeitschrift nennen.
  • Bei sehr langen Listen kann nach Fachkonvention ab einer bestimmten Zahl mit „et al.“ abgekürzt werden.
  • Einheitliche Entscheidung innerhalb der Arbeit einhalten.

Gleicher Erstautor, mehrere Artikel im selben Jahr mit Koautoren

Im Text

Wenn ein Erstautor im selben Jahr mehrere Artikel mit unterschiedlichen Koautoren veröffentlicht, genügt die Nennung des Erstautors nicht mehr. Zur Unterscheidung dienen Kleinbuchstaben und gegebenenfalls Koautorennennung im Fließtext.

Kurzbelege:
(Meyer 2021a, 40)
(Meyer 2021b, 15)

Im Fließtext kann zusätzlich präzisiert werden, etwa: Meyer und Krause (2021a, 40) bzw. Meyer und Braun (2021b, 15).

Im Literaturverzeichnis

  • Einträge nach Jahr sortieren.
  • Innerhalb desselben Jahres nach Titel oder systematisch ordnen.
  • Jahr mit a, b, c kennzeichnen.

Meyer, Claudia, und Thomas Krause. 2021a. „Partizipation im Stadtteil.“ Soziale Quartiersforschung 7 (1) 35–52.
Meyer, Claudia, und Nina Braun. 2021b. „Jugendliche in Beteiligungsprozessen.“ Zeitschrift für Sozialraumforschung 9 (2) 60–81.

Online-first, Early-Access und Articles in Press

Im Text

Zitation wie bei normalen Artikeln:

(Kuhl 2024, 7)

Wenn noch keine endgültige Seitenzählung vorliegt, kann mit Abschnittsangaben gearbeitet werden:

(Kuhl 2024, Abs. 3)

Im Literaturverzeichnis

Solange der Artikel nur als Online-first ohne endgültigen Jahrgang oder Seiten vorliegt:

Kuhl, Jonas. 2024. „Strategien wissenschaftlichen Schreibens im digitalen Umfeld.“ Zeitschrift für Schreibforschung. Online First.

Sobald Volume, Heft und Seiten bekannt sind, sollte der Eintrag aktualisiert werden.

Artikel mit eLocator oder Artikelnummer statt Seitenbereich

Im Text

Kurzbeleg kann die Artikelnummer als Lokator enthalten:

(Fischer 2021, e102)

Im Literaturverzeichnis

Fischer, Ralf. 2021. „Adaptive Lernsysteme im Hochschulbereich.“ Journal of Educational Technology 9 (3) e102.

Die Schreibweise des eLocators im Verzeichnis sollte identisch zur Form im Kurzbeleg sein.

Supplement-Hefte, Sonderhefte und S-Seiten

Im Text

Normaler Kurzbeleg, Lokator mit S-Seiten, wenn die Zeitschrift diese Form verwendet:

(Braun 2020, S45)
(Braun 2020, S45 bis S48)

Im Literaturverzeichnis

Braun, Nina. 2020. „Evaluation von Förderprogrammen.“ Sozialforschung heute 22 (Sonderheft 1) S45–S68.

Bezeichnung des Sonderheftes entsprechend der Zeitschrift übernehmen und konsistent anwenden.

Mehrsprachige Titel und Übersetzungen

Im Text

Kurzbeleg bleibt unverändert:

(García 2020, 12)

Im Literaturverzeichnis

Mehrsprachige oder übersetzte Titel können mit einer zusätzlichen Sprachfassung in eckigen Klammern ergänzt werden.

García, Elena. 2020. „Participatory Learning in Urban Schools [Partizipatives Lernen in städtischen Schulen].“ European Journal of Urban Education 5 (2) 55–78.

Dies erleichtert die inhaltliche Einordnung, besonders bei fremdsprachigen Artikeln.

Nicht-lateinische Schrift und Transliteration

Im Text

Zitation mit transliteriertem Nachnamen:

(Zhang 2020, 88)

Im Literaturverzeichnis

Zhang, Wei. 2020. „高等教育方法论 [Gaodeng jiàoyù fāngfǎlùn] [Methoden der Hochschulbildung].“ Journal of Higher Education Studies 12 (3) 120–145.

Reihenfolge: Originaltitel, Transliteration in eckigen Klammern, optional deutsche Übersetzung ebenfalls in eckigen Klammern.

Rezensionen, Editorials, Kommentare und kurze Formate

Im Text

Kurzbeleg wie bei normalen Artikeln:

(König 2019, 3)

Im Literaturverzeichnis

Rezension:

König, Rainer. 2019. „Rezension zu: Studieren mit Strategie von Jonas Kuhl.“ Zeitschrift für Hochschuldidaktik 11 (1) 3–5.

Editorial:

Weber, Anna. 2021. „Editorial: Digitale Transformation in der Hochschullehre.“ Zeitschrift für Hochschulforschung 16 (1) 1–3.

Kommentar:

Lemke, Jana. 2022. „Kommentar zu ‚Empirische Methoden in der Bildungsforschung‘.“ Empirische Pädagogik 35 (2) 210–215.

Die Textart sollte im Titel oder im Kontext deutlich erkennbar sein.

Artikel aus Datenbanken und ohne klare Zeitschriftenstruktur

Im Text

Kurzbeleg bleibt standardisiert:

(Neuberger 2022)
(Neuberger 2022, Abs. 4)

Im Literaturverzeichnis

Wenn der Artikel nur in einer Datenbank vorliegt und keine klassische Zeitschrift genannt ist, wird die Datenbank als Publikationsort geführt.

Neuberger, Thomas. 2022. „Auswertung qualitativer Interviews.“ Datenbank Bildungsforschung Online.

Bei Fachzeitschriften, die ausschließlich über Plattformen wie „Online Journal X“ laufen, wird der Plattformtitel als Zeitschriftentitel geführt. DOI oder URL sind in diesen Fällen besonders wichtig.

Sekundärzitate aus Zeitschriftenartikeln

Im Text

Ein Sekundärzitat entsteht, wenn ein Artikel referiert wird, der selbst eine andere Studie zitiert, die nicht im Original eingesehen wurde. Chicago empfiehlt den direkten Zugriff auf das Original. Wenn dies nicht möglich ist, sollte die indirekte Übernahme kenntlich bleiben.

Formulierung im Fließtext:

Die Studie von Autor Y berichtet von einem deutlichen Anstieg der Teilnahmequoten, zitiert in einem Artikel von Müller (Müller 2023, 48).

Oder explizit:

Die Ergebnisse von Autor Y werden nur über den Artikel von Müller vermittelt (Studie Y, zitiert nach Müller 2023, 48).

Der Kurzbeleg verweist auf den tatsächlich konsultierten Artikel.

Im Literaturverzeichnis

  • Nur der tatsächlich gelesene Artikel erscheint im Verzeichnis.
  • Die nicht eingesehene Originalstudie wird nicht aufgenommen.

Beispiel:

Müller, Thomas. 2023. „Soziale Ungleichheit im Studium.“ Journal für Sozialforschung 28 (1) 33–56.

Konsistenz bei Lokatoren und Formaten

Für alle Sonderfälle gilt:

  • Einheitlicher Umgang mit Seitenangaben, S-Seiten, eLocator, Kapiteln oder Abschnitten.
  • Einheitliche Entscheidung zur Darstellung von Supplement, Sonderheft und Online-first.
  • Durchgängig dieselbe Notation von „o. D.“, „im Druck“, a/b/c beim Jahr und „et al.“.

Verpflichtende und empfohlene Angaben

Was ist nach Chicago – Autor-Datum für die Zitation von Zeitschriftenartikeln verpflichtend und was wird empfohlen?

Zitation im Text – Zeitschriftenartikel nach Chicago Autor-Datum

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Autorenname(n) Nachname im Kurzbeleg Initialen bei Namensgleichheit, „et al.“ ab drei Autoren
Jahr der Veröffentlichung Jahr in jedem Kurzbeleg Vierstellig, einheitliche Schreibweise, ohne Zusätze im Standardfall
Seitenzahl / Lokator Angabe bei direkten Zitaten und engen Paraphrasen Weglassung bei Gesamtbezug, Nutzung von „bis“ für Bereiche, Alternativen wie Abs., Abschnitt, eLocator
Form des Kurzbelegs Schema „(Nachname Jahr, Seite)“ oder „Nachname (Jahr, Seite)“ Durchgängig gleiche Variante in der gesamten Arbeit
Zwei Autoren Beide Nachnamen, verbunden durch „und“ Reihenfolge gemäß Originalartikel
Drei oder mehr Autoren Erster Nachname + „et al.“ Anpassung an Fachkonvention, konsequente Anwendung in allen Kurzbelegen
Institutioneller Autor Institutionsname an Stelle des Autors Erste Nennung ausgeschrieben + Abkürzung in Klammern, Folgezitation mit Abkürzung
Artikel ohne Autor Kurztitel + Jahr im Kurzbeleg Kurztitel kurz, eindeutig, konsistent mit Verzeichnis
Gleicher Autor, verschiedene Jahre Unterscheidung über Jahreszahl Kombination mehrerer Jahre in einer Klammer, chronologische Ordnung
Gleicher Autor, gleiches Jahr Buchstaben an Jahreszahl, z. B. „2020a“, „2020b“ Einheitliche Zuordnung von a/b/c in Text und Verzeichnis
Verschiedene Autoren mit gleichem Nachnamen Initialen im Kurzbeleg ergänzen Einheitliche Nutzung der Initialen in allen Zitaten
Online-Artikel ohne Seiten Jahr im Kurzbeleg, Lokator über Abschnitte, eLocator oder Überschriften Einheitlicher Lokatortyp in der gesamten Arbeit
eLocator / Artikelnummer Verwendung des eLocators als Lokator Schreibweise identisch zu Literaturverzeichnis
Mehrere Artikel in einer Klammer Alle Kurzbelege in einer Klammer, getrennt durch Semikola Reihenfolge alphabetisch oder argumentativ, konsistente Praxis
Fehlendes Jahr Einsatz von „o. D.“ Einheitliche Verwendung von „o. D.“ für alle betroffenen Artikel
Artikel im Druck Kennzeichnung „im Druck“ statt Jahreszahl Ergänzung von Seitenangaben nach Erscheinen

Literaturverzeichnis – Zeitschriftenartikel nach Chicago Autor-Datum

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Autorenname(n) Nachname, Vorname an erster Position Vornamen ausgeschrieben, einheitliche Namensform
Jahr der Veröffentlichung Jahr direkt nach dem Namen Ergänzung von Erstveröffentlichung bei Nachdrucken nur bei Bedarf
Titel des Artikels Vollständiger Titel in Anführungszeichen Untertitel vollständig, konsistente Groß- und Kleinschreibung
Titel der Zeitschrift Vollständiger Zeitschriftentitel kursiv Offizielle Langform, Abkürzungen nur bei gefestigter Fachkonvention
Volumen (Jahrgang) Angabe des Volumen als Zahl Einheitliche Schreibweise für alle Einträge
Heftnummer (Ausgabe) Angabe in Klammern, sofern vorhanden Zusatz zu Sonderheft, Supplement, Themenheft
Seitenbereich Vollständiger Seitenbereich des Artikels Einheitliche Darstellung, z. B. 95–118 oder 95 bis 118
DOI Angabe bei vorhandenen DOIs DOI bevorzugt gegenüber URL, ohne Schlusspunkt
URL Angabe bei Onlineartikeln ohne DOI Stabile, dauerhafte URL, ohne Schlusspunkt
Institutioneller Autor Vollständige Institutionsbezeichnung an Autorenposition Abkürzung in Klammern nach Erstnennung
Mehrere Artikel desselben Autors, verschiedene Jahre Eigener Eintrag je Artikel, chronologische Ordnung Verbindung zu Kurzbelegen über identische Namens- und Jahresangaben
Mehrere Artikel desselben Autors, gleiches Jahr Kennzeichnung mit a/b/c am Jahr Reihenfolge nach Titel oder Systematik, a/b/c identisch zu Textzitaten
Autoren mit gleichem Nachnamen Vollständige Vorname-Nachname-Schreibweise Optionale Sortierung nach Vornamen, wenn sinnvoll
Online-first / Early Access Vollständige Artikelangabe mit Hinweis „Online First“ o. Ä. Aktualisierung des Eintrags nach Vergabe von Volumen, Ausgabe, Seiten
eLocator statt Seitenbereich Angabe des eLocators an Stelle der Seiten Einheitliche Notation in allen entsprechenden Einträgen
Supplement / Sonderheft Kennzeichnung von Sonderheft oder Supplement im Zeitschriftenteil Ergänzung von Angaben wie „Sonderheft“, „Supplement“, S-Seitenbereich
Mehrsprachige Titel Originaltitel im Artikelteil Zweite Sprachfassung in eckigen Klammern nach dem Titel
Nicht-lateinische Schrift Originaltitel im Artikelteil Transliteration und ggf. deutsche Übersetzung in eckigen Klammern
Fehlendes Jahr Einsatz von „o. D.“ an Jahresposition Einheitliche Nutzung von „o. D.“ in allen entsprechenden Einträgen
Artikel im Druck Kennzeichnung „im Druck“ statt Jahr Ergänzung von Volumen, Ausgabe, Seiten nach Erscheinen
Sekundärzitat Eintrag nur für tatsächlich konsultierten Artikel Hinweis „zitiert nach“ ausschließlich im Fließtext, nicht im Eintrag

Häufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach Chicago Stil, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank für Chicago Stil Zitation hier bei 1a-Studi.

Im Chicago Autor-Datum-System erfolgt der Nachweis eines Zeitschriftenartikels im Text mit einem Kurzbeleg in runden Klammern: Nachname des Autors, Erscheinungsjahr und bei Bedarf Seitenzahl. Ein allgemeiner Verweis lautet zum Beispiel (Müller 2023), ein Nachweis einer konkreten Stelle (Müller 2023, 45). Steht der Name im Satz, folgt die Klammer direkt dahinter, etwa Müller (2023, 45).
Die Grundform im Literaturverzeichnis lautet: Nachname, Vorname. Jahr. „Titel des Artikels.“ Titel der Zeitschrift Volume (Heftnummer) Seitenbereich. Bei digitalen Artikeln kann am Ende ein DOI oder eine stabile URL ergänzt werden. Ein Beispiel ist: Weber, Anna. 2022. „Digitale Lernräume in der Hochschullehre.“ Zeitschrift für Hochschulforschung 15 (2) 95–118. https://doi.org/10.1234/abcd5678.
Bei zwei Autoren werden im Kurzbeleg beide Nachnamen mit „und“ verbunden, etwa (Schmidt und Keller 2021, 78). Ab drei Autoren wird nur der erste Nachname genannt, gefolgt von et al., zum Beispiel (Lemke et al. 2020, 12). Im Literaturverzeichnis werden alle Autoren in der Reihenfolge der Zeitschrift vollständig ausgeschrieben, während im Text konsequent die Kurzform mit „und“ bzw. „et al.“ verwendet wird.
Liegt ein DOI vor, wird dieser im Literaturverzeichnis am Ende des Eintrags angegeben und ersetzt in der Regel eine URL, zum Beispiel https://doi.org/10.3390/su15043742. Fehlt ein DOI, wird eine stabile URL ohne abschließenden Punkt genutzt, etwa https://www.beispieljournal.de/blended-learning-hochschule. Im Text bleibt der Kurzbeleg in beiden Fällen gleich, zum Beispiel (Krause 2021, 10); DOI oder URL erscheinen nur im Verzeichnis.
Verfasst eine Person mehrere Artikel in unterschiedlichen Jahren, erfolgt die Unterscheidung im Text ausschließlich über das Jahr, zum Beispiel (Meyer 2018) und (Meyer 2021, 60). Erscheinen mehrere Artikel im selben Jahr, werden Kleinbuchstaben direkt an das Jahr angefügt, etwa (Weise 2020a, 14) und (Weise 2020b, 39). Die Kennzeichnung mit a, b, c muss im Literaturverzeichnis identisch geführt werden, damit jeder Kurzbeleg eindeutig zugeordnet werden kann.
Bei institutionellen Autoren steht der Name der Organisation an der Autorenposition, zum Beispiel im Verzeichnis: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). 2021. „Trends in der dualen Ausbildung.“ Berufsbildungsjournal 19 (2) 5–24. Im Text kann zunächst (Bundesinstitut für Berufsbildung [BIBB] 2021, 10) und später (BIBB 2021, 10) verwendet werden. Fehlt ein persönlicher oder institutioneller Autor, beginnt der Eintrag im Verzeichnis mit dem Titel, und der Kurzbeleg nutzt einen Kurztitel mit Jahr, etwa („Digitale Studienangebote im internationalen Vergleich“ 2020, 20).
Online-Artikel ohne klassische Paginierung erhalten alternative Lokatoren, zum Beispiel Abschnitte oder Überschriften, etwa (Neuberger 2022, Abs. 3) oder (Neuberger 2022, Abschnitt „Diskussion“). Bei Zeitschriften mit Artikelnummern oder eLocators kann dieser als Lokator genutzt werden, zum Beispiel (Fischer 2021, e102). Im Literaturverzeichnis erscheint der eLocator anstelle eines Seitenbereichs, etwa „… 9 (3) e102.“ Die gewählte Form der Lokatoren soll in der gesamten Arbeit einheitlich eingesetzt werden.
Fehlt ein Erscheinungsjahr, wird im Chicago Autor-Datum-System „o. D.“ an der Jahresposition verwendet, etwa im Text (Krämer o. D., 8) und im Literaturverzeichnis „Krämer, Markus. o. D. „…““. Befindet sich ein Artikel im Druck, erscheint im Verzeichnis „im Druck“ anstelle des Jahres, zum Beispiel: Kuhl, Jonas. im Druck. „Strategien wissenschaftlichen Schreibens im digitalen Umfeld.“ Zeitschrift für Schreibforschung. Im Text lautet der Kurzbeleg dann (Kuhl im Druck); Seitenzahlen werden ergänzt, sobald die Druckfassung vorliegt.
Wenn eine Aussage auf mehrere Zeitschriftenartikel gestützt wird, können alle Kurzbelege in einer gemeinsamen Klammer aufgeführt werden, getrennt durch Semikola. Eine typische Form lautet (Weber 2022, 100; Müller 2023, 45; Lemke et al. 2020, 12). Die Reihenfolge der Belege kann alphabetisch oder argumentativ gewählt werden, sollte jedoch innerhalb der gesamten Arbeit konsistent bleiben, damit die Struktur für Leserinnen und Leser nachvollziehbar bleibt.
Sekundärzitate entstehen, wenn Ergebnisse einer Studie nur über einen anderen Artikel bekannt sind. Chicago empfiehlt nach Möglichkeit die direkte Nutzung des Originalartikels. Ist dies nicht möglich, sollte die indirekte Übernahme im Fließtext markiert werden, zum Beispiel: Die Studie von Autor Y berichtet von einem Anstieg der Teilnahmequoten, zitiert in einem Artikel von Müller (Müller 2023, 48). Im Literaturverzeichnis erscheint nur der tatsächlich konsultierte Artikel, nicht die nicht eingesehene Originalstudie.
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Quellen:
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