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Zeitschriftenartikel zitieren nach Chicago – Fußnoten & Endnoten
Zeitschriftenartikel gehören im Chicago-Stil (Fußnoten nach dem Notes-&-Bibliography-System) zu den am häufigsten verwendeten Quellenarten in wissenschaftlichen Arbeiten. Diese ermöglichen die präzise Nachverfolgung aktueller Forschungsergebnisse und Diskussionen.
Der Nachweis erfolgt im Chicago-Fußnotenstil, bei der ersten Nennung vollständig (Langform) und bei späteren Nennungen verkürzt (Kurzform), sowie zusätzlich im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit.
Im Unterschied zu Büchern oder Buchkapiteln müssen bei Zeitschriftenartikeln insbesondere die Angaben zu Zeitschriftentitel, Bandnummer, Heftnummer, Erscheinungsjahr und Seitenbereich berücksichtigt werden.
In diesem 1a-Studi-Artikel erfährst du, wie Zeitschriftenartikel nach Chicago 17 korrekt im Fußnotenstil zitiert werden, welche Angaben verpflichtend sind und wie sich Erst- und Folgezitation unterscheiden.
Inhaltsverzeichnis
Zeitschriftenartikel zitieren Chicago – Fußnoten & Endnoten
Für eine vollständige Erstnennung in der Fußnote werden beim Zitieren eines Zeitschriftenartikels nach Chicago 17 (Notes & Bibliography) mehrere bibliografische Elemente berücksichtigt. Diese dienen dazu, die Quelle eindeutig zu identifizieren und zugleich die Nachprüfbarkeit zu gewährleisten.
Nicht jede Angabe ist in jedem Fall vorhanden; es werden nur die Informationen aufgeführt, die auf der jeweiligen Publikation nachweisbar sind.
Bestandteile einer vollständigen Erstnennung
- Autor: Vorname Nachname (bei mehreren in der Reihenfolge der Zeitschrift).
- Titel des Artikels: In Anführungszeichen, mit großem Anfangsbuchstaben.
- Titel der Zeitschrift: Kursiv und vollständig.
- Bandnummer: Pflichtangabe (entspricht dem Volume).
- Heftnummer: In runden Klammern hinter der Bandnummer.
- Erscheinungsjahr: In Klammern nach Band und Heft.
- Seitenbereich: Genaue Fundstelle oder Artikelumfang.
- DOI oder URL: Nur bei digitalen Veröffentlichungen, ohne abschließenden Punkt.
Chicago-Fußnoten – Grundregeln (Zeitschriftenartikel)
Die erste Nennung eines Zeitschriftenartikels in der Fußnote erfolgt in Langform, um die Quelle eindeutig zu identifizieren.
Alle späteren Belege desselben Artikels werden in Kurzform angegeben – bestehend aus Nachname, Kurztitel und Seitenzahl.
Diese Differenzierung zwischen Lang- und Kurzform entspricht dem Notes-&-Bibliography-System des Chicago Manual of Style.
Erste Nennung (Langform):
Vorname Nachname, „Titel des Artikels“, Titel der Zeitschrift Bandnummer (Heftnummer, Jahr): Seitenzahl.
Weitere Nennungen (Kurzform):
Nachname, „Kurztitel“, Seitenzahl.
Beispiele
Erste Nennung (Langform)
1. Anna Meier, „Digitalisierung in der Bildung“, Zeitschrift für Pädagogik 69 (3, 2023): 210.
Weitere Nennung (Kurzform)
2. Meier, „Digitalisierung in der Bildung“, 215.
Besondere Regelung für Online-Zeitschriften
Bei Online-Artikeln wird zusätzlich der DOI oder, falls nicht vorhanden, eine stabile URL angegeben. Das Abrufdatum ist nicht erforderlich.
Beispiel (mit DOI):
1. Max Schulz, „Politische Kommunikation in sozialen Netzwerken“, Medienwissenschaft aktuell 12 (2, 2022): 45, https://doi.org/10.1234/mwa.2022.0021.
Beispiel (mit URL):
2. Max Schulz, „Politische Kommunikation in sozialen Netzwerken“, Medienwissenschaft aktuell 12 (2, 2022): 45, https://www.medienwissenschaft-aktuell.de/artikel/kommunikation.
Fehlerfreie Zitation nach Chicago Style
Quellen und das Literaturverzeichnis nach Chicago Style (Fußnoten/Autor-Datum). 🔎 Recherche bei Lücken + Abgleich!
Im Text zitieren: Zeitschriftenartikel nach Chicago – Fußnoten & Endnoten
In der Chicago-Zitierweise erfolgt der Nachweis von Zeitschriftenartikeln ausschließlich in den Fußnoten. Jede Quelle wird bei der ersten Nennung vollständig (Langform) und bei allen weiteren Nennungen verkürzt (Kurzform) angegeben.
Die folgenden Beispiele zeigen die wichtigsten Varianten zur Angabe von Autoren bei Zeitschriftenartikeln nach Chicago 17, Notes & Bibliography.
1 Autor
Ein einzelner Autor wird mit vollständigem Vor- und Nachnamen genannt.
Erste Nennung (Langform)
1. Anna Meier, „Digitalisierung in der Bildung“, Zeitschrift für Pädagogik 69 (3, 2023): 210.
Folgezitation (Kurzform)
2. Meier, „Digitalisierung in der Bildung“, 215.
2 Autoren
Bei zwei Autoren werden beide Namen vollständig genannt. In der Kurzform bleiben sie erhalten.
Erste Nennung
1. Hannah Arendt und Tobias Vogt, „Partizipationskompetenzen im Unterricht“, Pädagogische Rundschau 77 (2, 2022): 98.
Folgezitation
2. Arendt und Vogt, „Partizipationskompetenzen im Unterricht“, 102.
3 oder mehr Autoren
Ab drei Autoren wird ab der ersten Nennung mit et al. (lateinisch für „und andere“) abgekürzt.
Erste Nennung
1. Jana Lemke et al., „Forschendes Lernen im Hochschulkontext“, Hochschulforschung heute 18 (1, 2023): 45.
Folgezitation
2. Lemke et al., „Forschendes Lernen im Hochschulkontext“, 50.
Organisationsautor
Wenn der Artikel von einer Institution oder Organisation verfasst wurde, steht deren Name an der Autorenposition.
Erste Nennung
1. Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), „Bericht zur digitalen Hochschulbildung 2023“, Bildung und Wissenschaft aktuell 31 (4, 2023): 12.
Folgezitation
2. BMBF, „Bericht zur digitalen Hochschulbildung 2023“, 14.
Anonymer oder unbekannter Autor
Wenn der Autor nicht genannt ist, beginnt der Nachweis mit dem Titel des Artikels in Anführungszeichen.
Erste Nennung
1. „Neue Wege der Inklusion“, Sozialpädagogische Praxis 15 (2, 2021): 33.
Folgezitation
2. „Neue Wege der Inklusion“, 35.
Gleichnamige Autoren
Wenn mehrere Autoren denselben Nachnamen tragen, werden in der Fußnote die Initialen ergänzt.
Erste Nennung
1. Hans Keller, „Bildungsgerechtigkeit und Chancen“, Zeitschrift für Soziale Forschung 42 (1, 2020): 77; Thomas Keller, „Schulreformen und Modernisierung“, Zeitschrift für Soziale Forschung 42 (1, 2020): 95.
Folgezitation
2. H. Keller, „Bildungsgerechtigkeit und Chancen“, 80; T. Keller, „Schulreformen und Modernisierung“, 99.
Übersetzter Artikel
Bei übersetzten Artikeln wird der ursprüngliche Autor genannt, gefolgt vom Hinweis auf den Übersetzer.
Erste Nennung
1. Pierre Bourdieu, „Soziale Räume und symbolische Macht“, übersetzt von Karin Müller, Sociologia International 10 (1, 2022): 14.
Folgezitation
2. Bourdieu, „Soziale Räume und symbolische Macht“, 16.
Artikel ohne Jahr (Online first oder im Druck)
Wenn das Erscheinungsjahr noch nicht bekannt ist, wird „im Druck“ oder „o. D.“ verwendet.
Erste Nennung
1. Markus Krämer, „Kulturelle Bildung und Transformation“, Zeitschrift für Kulturforschung (im Druck).
Folgezitation
2. Krämer, „Kulturelle Bildung und Transformation“.
Mehrere Artikel in einer Fußnote
Werden mehrere Artikel gleichzeitig angeführt, werden sie mit Semikolon getrennt.
Beispiel
1. Anna Meier, „Digitalisierung in der Bildung“, Zeitschrift für Pädagogik 69 (3, 2023): 210; Hannah Arendt und Tobias Vogt, „Partizipationskompetenzen im Unterricht“, Pädagogische Rundschau 77 (2, 2022): 98; Jana Lemke et al., „Forschendes Lernen im Hochschulkontext“, Hochschulforschung heute 18 (1, 2023): 45.
Im LiteraturverzeichnisLiteraturverzeichnis: Chicago – Fußnoten & Endnoten für Zeitschriftenartikel
Im Chicago Manual of Style (17. Auflage, Notes & Bibliography) werden Zeitschriftenartikel im Literaturverzeichnis alphabetisch nach den Nachnamen der Autoren sortiert.
Jeder Eintrag enthält den Autor, den Artikeltitel in Anführungszeichen, den Zeitschriftentitel kursiv, Band- und Heftnummer, das Erscheinungsjahr in Klammern sowie den Seitenbereich.
Bei Onlineartikeln kommen DOI oder stabile URLs hinzu – ein Abrufdatum ist nicht erforderlich.
Im Unterschied zu den Fußnoten steht im Literaturverzeichnis der Nachname zuerst, gefolgt vom ausgeschriebenen Vornamen, und das Erscheinungsjahr wird am Ende genannt.
Grundform (gedruckter Artikel)
Nachname, Vorname. „Titel des Artikels.“ Titel der Zeitschrift Bandnummer (Heftnummer, Jahr): Seitenbereich.
Grundform (digitaler Artikel mit DOI oder URL)
Nachname, Vorname. „Titel des Artikels.“ Titel der Zeitschrift Bandnummer (Heftnummer, Jahr): Seitenbereich. DOI/URL
1 Autor
Ein Artikel eines einzelnen Autors wird mit vollem Namen und vollständigen bibliografischen Angaben aufgeführt.
Beispiel:
Meier, Anna. „Digitalisierung in der Bildung.“ Zeitschrift für Pädagogik 69 (3, 2023): 210 bis 229.
2 Autoren
Bei zwei Autoren werden beide Namen mit „und“ verbunden.
Beispiel:
Arendt, Hannah, und Tobias Vogt. „Partizipationskompetenzen im Unterricht.“ Pädagogische Rundschau 77 (2, 2022): 98 bis 115.
3 oder mehr Autoren
Im Literaturverzeichnis werden bis zu zehn Autoren vollständig genannt.
Ab elf Autoren werden die ersten sieben angegeben, gefolgt von et al.
Beispiel:
Lemke, Jana, Peter Albrecht und Nina Braun. „Forschendes Lernen im Hochschulkontext.“ Hochschulforschung heute 18 (1, 2023): 45 bis 68.
Organisationsautor
Wenn eine Institution den Artikel verfasst hat, steht deren Name an der Autorenposition.
Beispiel:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). „Bericht zur digitalen Hochschulbildung 2023.“ Bildung und Wissenschaft aktuell 31 (4, 2023): 12 bis 38.
Anonymer oder unbekannter Autor
Wenn kein Autor angegeben ist, beginnt der Eintrag mit dem Titel des Artikels.
Beispiel:
„Neue Wege der Inklusion.“ Sozialpädagogische Praxis 15 (2, 2021): 33 bis 48.
Gleichnamige Autoren
Tragen mehrere Autoren denselben Nachnamen, werden die Vornamen vollständig ausgeschrieben, um Verwechslungen zu vermeiden.
Beispiel:
Keller, Hans. „Bildungsgerechtigkeit und Chancen.“ Zeitschrift für Soziale Forschung 42 (1, 2020): 77 bis 92.
Keller, Thomas. „Schulreformen und Modernisierung.“ Zeitschrift für Soziale Forschung 42 (1, 2020): 93 bis 108.
Übersetzter Artikel
Bei Übersetzungen folgt auf den Originalautor der Hinweis „Übersetzt von …“.
Beispiel:
Bourdieu, Pierre. „Soziale Räume und symbolische Macht.“ Übersetzt von Karin Müller. Sociologia International 10 (1, 2022): 14 bis 31.
Artikel ohne Jahr (Online first oder im Druck)
Wenn das Erscheinungsjahr noch nicht feststeht, wird „im Druck“ oder „o. D.“ angegeben.
Beispiele:
Krämer, Markus. „Kulturelle Bildung und Transformation.“ Zeitschrift für Kulturforschung (im Druck).
Meyer, Laura. „Visuelle Didaktik im Wandel.“ Pädagogische Perspektiven (o. D.).
Artikel aus Online-Zeitschrift mit DOI oder URL
Bei digitalen Veröffentlichungen wird der DOI bevorzugt. Fehlt er, folgt eine stabile URL ohne abschließenden Punkt.
Beispiele:
Mit DOI:
Schulz, Max. „Politische Kommunikation in sozialen Netzwerken.“ Medienwissenschaft aktuell 12 (2, 2022): 45 bis 63. https://doi.org/10.1234/mwa.2022.0021
Mit URL:
Schulz, Max. „Politische Kommunikation in sozialen Netzwerken.“ Medienwissenschaft aktuell 12 (2, 2022): 45 bis 63. https://www.medienwissenschaft-aktuell.de/artikel/kommunikation
Mehrere Artikel desselben Autors
Mehrere Artikel desselben Autors werden chronologisch sortiert. Ab dem zweiten Eintrag wird der Name durch einen langen Gedankenstrich ersetzt.
Beispiel:
Meier, Anna. „Digitalisierung in der Bildung.“ Zeitschrift für Pädagogik 69 (3, 2023): 210 bis 229.
———. „Lernen und Medienkompetenz im Wandel.“ Pädagogische Forschung 45 (2, 2024): 55 bis 73.
Namenszusätze und Doppelnamen
Namenszusätze („de“, „van“, „von“) sowie diakritische Zeichen bleiben erhalten und werden korrekt alphabetisiert.
Beispiel:
de Vries, Jan. „Kultur und Wertewandel.“ Gesellschaft und Identität 24 (1, 2020): 15 bis 40.
Übersetzte oder revidierte Ausgabe
Bei überarbeiteten oder neu herausgegebenen Zeitschriftenartikeln wird die Edition oder Version angegeben.
Beispiel:
United Nations. „Sustainable Development and Education.“ International Journal of Global Policy 3 (1, Revised edition, 2024): 85 bis 94.
SonderregelnSonderfälle für Zeitschriftenartikel zitieren nach Chicago – Fußnoten & Endnoten
In der Chicago-Zitierweise können bei Zeitschriftenartikeln besondere Fälle auftreten, die über die Standardangaben hinausgehen. Diese betreffen vor allem Sonderausgaben, Beilagen, Vorabveröffentlichungen, Übersetzungen, Rezensionen, Nachrichtenformate oder mehrsprachige Veröffentlichungen.
Die folgenden Beispiele zeigen, wie solche Fälle nach Chicago 17, Notes & Bibliography korrekt in Fußnoten und im Literaturverzeichnis angegeben werden.
Artikel in Sonderheften oder Themenausgaben
Wird ein Artikel aus einem Sonderheft oder einer thematischen Ausgabe zitiert, wird das Sonderthema nach dem Zeitschriftentitel genannt.
Fußnote (erste Nennung)
1. Anna Meier, „Lernen in digitalen Zeiten“, Zeitschrift für Pädagogik 69, no. 4 (Special Issue: Bildung und Technologie, 2023): 220.
Kurzform
2. Meier, „Lernen in digitalen Zeiten“, 223.
Literaturverzeichnis
Meier, Anna. „Lernen in digitalen Zeiten.“ Zeitschrift für Pädagogik 69, no. 4 (Special Issue: Bildung und Technologie, 2023): 215 bis 240.
Artikel mit Untertitel oder Reihentitel
Bei Artikeln, die Teil einer fortlaufenden Reihe oder Kolumne sind, wird der Reihentitel nach einem Doppelpunkt hinzugefügt.
Fußnote
1. Tobias Vogt, „Soziale Teilhabe: Eine neue Perspektive“, Gesellschaft und Bildung 45 (1, 2022): 19.
Kurzform
2. Vogt, „Soziale Teilhabe“, 21.
Literaturverzeichnis
Vogt, Tobias. „Soziale Teilhabe: Eine neue Perspektive.“ Gesellschaft und Bildung 45 (1, 2022): 15 bis 28.
Artikel ohne Seitenzahlen (Online-First)
Bei digitalen Zeitschriften ohne feste Paginierung werden Abschnitte, Kapitel oder Paragraphen angegeben.
Fußnote
1. Markus Krämer, „Demokratiepädagogik im 21. Jahrhundert“, Politische Bildung digital 5 (2023), sec. 2, para. 4, https://doi.org/10.1234/pbd.2023.0015.
Kurzform
2. Krämer, „Demokratiepädagogik im 21. Jahrhundert“.
Literaturverzeichnis
Krämer, Markus. „Demokratiepädagogik im 21. Jahrhundert.“ Politische Bildung digital 5 (2023). https://doi.org/10.1234/pbd.2023.0015.
Rezension eines Buches oder Films
Bei Rezensionen wird in Klammern hinter dem Artikeltitel angegeben, was besprochen wird.
Fußnote
1. Hannah Arendt, „Rezension zu Soziale Räume von Pierre Bourdieu“, Soziologische Rundschau 33 (2, 2021): 102.
Kurzform
2. Arendt, „Rezension zu Soziale Räume“, 104.
Literaturverzeichnis
Arendt, Hannah. „Rezension zu Soziale Räume von Pierre Bourdieu.“ Soziologische Rundschau 33 (2, 2021): 101 bis 105.
Nachgedruckter Artikel
Wenn ein Artikel in einer späteren Ausgabe oder Sammlung erneut veröffentlicht wurde, werden Original- und Nachdruckjahr angegeben.
Fußnote
1. Jean Piaget, „Kognitive Entwicklung und Lernen“, Journal of Educational Research 32 (1, 1970; reprint 2022): 12.
Kurzform
2. Piaget, „Kognitive Entwicklung und Lernen“, 14.
Literaturverzeichnis
Piaget, Jean. „Kognitive Entwicklung und Lernen.“ Journal of Educational Research 32 (1, 1970; reprint 2022): 10 bis 25.
Mehrsprachige Veröffentlichung
Wenn ein Artikel in mehreren Sprachen erscheint, wird die verwendete Sprachversion in eckigen Klammern ergänzt.
Fußnote
1. Pierre Dubois, „Éducation et société [Education and Society]“, Revue internationale de pédagogie 17 (3, 2023): 75.
Kurzform
2. Dubois, „Éducation et société“, 79.
Literaturverzeichnis
Dubois, Pierre. „Éducation et société [Education and Society].“ Revue internationale de pédagogie 17 (3, 2023): 70 bis 89.
Artikel mit DOI und ohne Heftnummer
Fehlt die Heftnummer, wird nur das Volume (Band) angegeben. Der DOI steht am Ende ohne Punkt.
Fußnote
1. Laura Becker, „Virtuelle Lehrmethoden im Wandel“, Online Education Studies 11 (2022): 88, https://doi.org/10.5678/oest.2022.0345.
Kurzform
2. Becker, „Virtuelle Lehrmethoden im Wandel“, 90.
Literaturverzeichnis
Becker, Laura. „Virtuelle Lehrmethoden im Wandel.“ Online Education Studies 11 (2022): 80 bis 95. https://doi.org/10.5678/oest.2022.0345
Nachrichtenartikel aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften
Bei Kurzmeldungen oder Forschungsnotizen werden keine Seitenbereiche, sondern Artikelnummern oder Rubriktitel verwendet.
Fußnote
1. Max Hartmann, „Neue Forschungsprojekte im Bereich Bildungsgerechtigkeit“, Wissenschaft kompakt 12 (4, 2023): Art. no. 12.
Kurzform
2. Hartmann, „Neue Forschungsprojekte“, Art. no. 12.
Literaturverzeichnis
Hartmann, Max. „Neue Forschungsprojekte im Bereich Bildungsgerechtigkeit.“ Wissenschaft kompakt 12 (4, 2023): Article no. 12.
Sonderausgabe als eigenständiger Band
Wenn eine Sonderausgabe einer Zeitschrift als Monographie erscheint, wird sie wie ein Buch mit Herausgeberangabe zitiert.
Fußnote
1. Eva Dietz, Hrsg., Bildung im Wandel (Special Issue, Pädagogische Forschung 77, no. 2, 2022).
Literaturverzeichnis
Dietz, Eva, Hrsg. Bildung im Wandel. Special Issue, Pädagogische Forschung 77, no. 2 (2022).
Artikel im Selbstverlag oder Vereinsjournal
Wenn Verlag und Herausgeber identisch sind, entfällt der Verlagsname.
Fußnote
1. Daniel Klein, „Kooperative Lernformen“, Journal des Bildungsvereins 5 (1, 2020): 22.
Kurzform
2. Klein, „Kooperative Lernformen“, 25.
Literaturverzeichnis
Klein, Daniel. „Kooperative Lernformen.“ Journal des Bildungsvereins 5 (1, 2020): 20 bis 30.
Verpflichtende und empfohlene Angaben
Was ist nach Chicago – Fußnoten & Endnoten für die Zitation von Zeitschriftenartikeln verpflichtend und was wird empfohlen?
Die Tabellen zeigen, welche Angaben beim Zitieren von Zeitschriftenartikeln nach Chicago 17 verpflichtend sind und welche fakultativ ergänzt werden können, um Präzision und Nachvollziehbarkeit zu erhöhen.
Fußnoten im Text (Chicago Notes & Bibliography)
| Angabe | Verpflichtend | Empfehlung / fakultativ |
|---|---|---|
| Autor(en) | Erste Nennung mit vollständigem Vor- und Nachnamen. In Folgezitation nur Nachname und Kurztitel. | Ab drei Autoren et al. ab der ersten Nennung. Bei möglicher Verwechslung zusätzliche Namen ergänzen. |
| Artikeltitel | In Anführungszeichen, vollständiger Titel bei der ersten Nennung. | Verkürzte Form in Folgezitation; Schreibweise an Literaturverzeichnis angleichen. |
| Zeitschriftentitel | Kursiv, vollständig bei der ersten Nennung. | Einheitlich ausgeschrieben oder abgekürzt – nicht mischen. |
| Bandnummer (Volume) | Immer erforderlich. | Keine Abkürzung. |
| Heftnummer (Issue) | Wenn vorhanden, in runden Klammern hinter der Bandnummer. | Kann entfallen, wenn die Zeitschrift fortlaufend paginiert ist. |
| Erscheinungsjahr | Immer angeben, in runden Klammern nach Band oder Heft. | Bei Nachdrucken oder Reprints zusätzlich Originaljahr ergänzen („1970; reprint 2022“). |
| Seitenangabe oder Lokator | Pflicht bei direkten Zitaten. | Bei Online-Artikeln Abschnitts- oder Paragraphenangaben („sec. 2“, „para. 4“) verwenden. |
| DOI oder URL | Pflicht bei digitalen Artikeln oder Online-Zeitschriften. | DOI bevorzugen; stabile URL ohne abschließenden Punkt. |
| Institutioneller Autor | Vollständiger Name, ggf. mit Untereinheit. | Abkürzung erst nach vollständiger Einführung zulässig. |
| Übersetzter Artikel | Angabe „übersetzt von …“ nach dem Titel. | Originaljahr oder Originalsprache ergänzen. |
| Artikel ohne Jahr (im Druck) | Kennzeichnung mit „im Druck“ oder „o. D.“. | Erscheinungsort oder Herausgeber optional anführen. |
| Anonyme Autorenschaft | „Anonym“ oder Artikeltitel an erster Stelle. | Keine Anführungszeichen um „Anonym“. |
| Mehrere Artikel in einer Fußnote | Mit Semikolon trennen, vollständige Quellen. | Nach Erscheinungsjahr oder Relevanz ordnen. |
| Nicht-lateinische Titel | Originalschrift verpflichtend. | Transliteration und deutsche Übersetzung in eckigen Klammern hinzufügen. |
| Sonderheft / Themenausgabe | Angabe des Themas oder „Special Issue“ nach dem Zeitschriftentitel. | Optional Herausgeber der Sonderausgabe nennen. |
| Ibid./Ebd. | – | Optional anstelle wiederholter Kurzform; im gesamten Text einheitlich verwenden. |
Literaturverzeichnis (Chicago Bibliography)
| Angabe | Verpflichtend | Empfehlung / fakultativ |
|---|---|---|
| Autor(en) | Nachname, Vorname. Bis zehn Autoren vollständig; ab elf: erste sieben, et al. | Vornamen vollständig ausschreiben. |
| Reihenfolge der Autoren | Entspricht der Originalveröffentlichung. | Keine alphabetische Umstellung. |
| Artikeltitel | In Anführungszeichen, Satzanfangsgroßschreibung. | Einheitliche Schreibweise wie in der Quelle. |
| Zeitschriftentitel | Kursiv, vollständiger Titel. | Abkürzungen nur bei konsequenter Nutzung im gesamten Verzeichnis. |
| Bandnummer (Volume) | Pflichtangabe. | Bei fortlaufender Paginierung kann die Heftnummer entfallen. |
| Heftnummer (Issue) | In runden Klammern nach Bandnummer. | Weglassen, wenn fortlaufend paginiert oder nicht vorhanden. |
| Erscheinungsjahr | In Klammern nach Band und Heft. | Bei Nachdrucken Originaljahr zusätzlich („1970; reprint 2022“). |
| Seitenbereich | Pflichtangabe bei gedruckten Artikeln. | „bis“ statt Bindestrich verwenden. |
| DOI oder URL | Pflicht bei Online-Artikeln. | DOI bevorzugen; stabile URL ohne abschließenden Punkt. |
| Übersetzter Artikel | „Übersetzt von …“ nach dem Titel. | Originaljahr oder Sprache ergänzen. |
| Anonymer oder unbekannter Autor | Beginn mit Artikeltitel in Anführungszeichen. | Herausgeber oder Kontext ergänzen, wenn relevant. |
| Institutioneller Autor | Vollständige Bezeichnung. | Abkürzung nur nach Einführung. |
| Reprints / Nachdrucke | Jahr der genutzten Ausgabe angeben. | Originaljahr zusätzlich („1970; reprint 2022“). |
| Sonderhefte / Themenausgaben | Hinweis auf „Special Issue“ oder Thema nach Zeitschriftentitel. | Bei Monographieform: „Special Issue, Zeitschriftentitel …“ ergänzen. |
| Mehrsprachige Artikel | Originaltitel anführen, Übersetzung in eckigen Klammern. | Sprache der Ausgabe ergänzen. |
| Nachrichten / Forschungsnotizen | Artikelnummer oder Rubrikbezeichnung verwenden. | Statt Seitenbereich „Art. no.“ oder „Article no.“ angeben. |
| Sortierlogik bei gleichem Autor | Einzelartikel zuerst, danach Koautoren-Werke, jeweils chronologisch. | Dreistrich (———) für Folgeeinträge verwenden. |
| Konsistenz der Angaben | Einheitliche Schreibweise von Kursivierung, Jahr und Bandangabe. | Kurztitel in Fußnoten und Verzeichnis identisch halten. |
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach Chicago Stil, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank für Chicago Stil Zitation hier bei 1a-Studi.