Beliebte Artikel zur Harvard-Zitierweise
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- Direkte Zitate nach Harvard
- Harvard-Zitierweise mit Beispielen lernen
- Zitat im Zitat nach Harvard korrekt angeben
- Harvard-Methode verstehen und anwenden
- Quellen im Text und Literaturverzeichnis nach Harvard zitieren
Korrektur von Harvard im Text- und Literaturverzeichnis
Die Zitation nach Harvard unterscheidet zahlreiche Sonderfälle. Hierbei können leicht Fehler entstehen. Die 1a-Studi Experten prüfen und korrigieren die Zitation im Text und im Literaturverzeichnis nach Harvard sowie Richtlinien.
Quellen korrigieren lassen
Einstieg in die Harvard-Zitierweise
Zitierregeln
Quellen nach Harvard
Grundlagen
Was ist die Harvard-Zitierweise? Definition und Prinzip
Die Harvard-Zitierweise ist ein Autor-Jahr-System für wissenschaftliche Quellenangaben. Anders als bei einer klassischen Fußnotenzitation steht der kurze Quellennachweis unmittelbar im Fließtext. Typischerweise enthält dieser Verweis den Nachnamen der Autorin oder des Autors, die Jahreszahl der Veröffentlichung und – wenn eine konkrete Fundstelle belegt wird – eine Seitenzahl.
Ein Quellenbeleg kann beispielsweise in einer deutschsprachigen Harvard-Variante folgendermaßen aussehen:
(Müller 2025, S. 42)
Der vollständige Titel des Buches, der Verlag und weitere bibliografische Angaben stehen nicht jedes Mal im Text. Diese Informationen werden im Literaturverzeichnis zusammengeführt.
Harvard-Zitation als Autor-Jahr-Verweis im Text
Die Grundidee besteht aus zwei miteinander verbundenen Teilen:
| Bereich | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|
| Quellenverweis im Text | zeigt unmittelbar, welche Quelle verwendet wurde | (Müller 2025, S. 42) |
| Literaturverzeichnis | enthält die vollständigen bibliografischen Angaben | Müller, A. (2025): … |
Harvard ist kein einziges weltweit verbindliches Regelwerk
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Grundprinzip Harvard und einer konkreten Harvard-Variante. Es gibt nicht eine einzige weltweit verbindliche Formatierung, die von allen Hochschulen identisch verwendet wird.
Deshalb findest du beispielsweise unterschiedliche Formen:
(Müller 2025, S. 42)
(Müller, 2025, S. 42)
(Müller 2025: 42)
Alle drei Beispiele beruhen auf dem Autor-Jahr-Prinzip, unterscheiden sich aber bei Zeichensetzung und Formatierung. Für deine Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit ist deshalb immer die Vorgabe deiner Hochschule beziehungsweise Universität maßgeblich.
Harvard beschreibt eine Familie von Autor-Jahr-Systemen. Übernimm deshalb nicht einzelne Kommas, Doppelpunkte oder Abkürzungen aus verschiedenen Harvard-Anleitungen, sondern verwende eine institutionell vorgegebene Variante konsequent im gesamten Text.
Autor-Jahr-System
Harvard-Zitierweise im Text: Quellen richtig zitieren
Bei der Harvard-Zitierweise steht der Quellenverweis unmittelbar bei der Aussage, auf die er sich bezieht. Dadurch kann die Leserin oder der Leser direkt erkennen, welche Quelle einer Information zugrunde liegt.
Zwei Grundformen sind besonders häufig:
Autor steht nicht im Satz
Wird die Autorin oder der Autor nicht im Fließtext genannt, stehen Name und Jahreszahl gemeinsam im Klammerbeleg:
Wissenschaftliches Arbeiten erfordert eine nachvollziehbare Dokumentation verwendeter Quellen (Müller 2025, S. 42).
Autor ist Bestandteil des Satzes
Wird der Name bereits im Satz genannt, muss er je nach Harvard-Variante nicht noch einmal vollständig in der Klammer wiederholt werden:
Müller (2025, S. 42) beschreibt wissenschaftliche Transparenz als Voraussetzung nachvollziehbarer Forschung.
Unterschiedliche Harvard-Formatierungen beachten
Einzelne Harvard-Systeme verwenden zwischen Autor, Jahr und Seitenzahl ein Komma, andere einen Doppelpunkt. Auch die Abkürzungen für Seiten können sich unterscheiden.
Der entscheidende Punkt ist deshalb nicht, eine einzelne Online-Anleitung mit einer anderen zu vermischen, sondern eine Harvard-Methode vollständig und konsistent anzuwenden.
Zitate
Direktes Zitat und indirektes Zitat nach Harvard
Direkte und indirekte Zitate benötigen einen Quellennachweis. Die Harvard-Zitation unterscheidet sich dabei nicht in der grundsätzlichen Zitierpflicht, sondern in der genauen Form des Verweises.
Direktes Zitat mit Seitenzahl
Bei einem direkten Zitat übernimmst du den Wortlaut der Quelle. Die zitierte Passage wird gekennzeichnet und die konkrete Fundstelle angegeben.
„Wissenschaftliche Aussagen müssen anhand ihrer Quellen nachvollziehbar sein“ (Müller 2025, S. 42).
Bei einem längeren Zitat kann zusätzlich eine besondere Formatierung als Blockzitat vorgeschrieben sein.
Indirektes Zitat im Fließtext
Bei einem indirekten Zitat gibst du den Inhalt einer verwendeten Quelle in eigenen Worten wieder. Auch diese Form der Übernahme benötigt einen Quellenverweis.
Eine konsistente Quellenführung verbessert die Nachvollziehbarkeit wissenschaftlicher Texte (Müller 2025, S. 42).
Muss bei Harvard immer eine Seitenzahl stehen?
Bei einem wörtlichen Zitat sollte die genaue Seite beziehungsweise der genaue Seitenbereich angegeben werden. Bei Paraphrasen hängt der Umgang mit Seitenzahlen von der verwendeten Harvard-Variante und den Hochschulregeln ab.
Eine Seitenangabe ist besonders sinnvoll, wenn du dich auf eine konkrete Definition, Argumentation, Studie oder einzelne Aussage innerhalb einer längeren Veröffentlichung beziehst.
Autor & Herausgeber
Autor, mehrere Autoren und Herausgeber bei Harvard
Der Autor ist das zentrale Ordnungselement der Harvard-Zitierweise. Deshalb verändert sich der Textbeleg, wenn eine Quelle mehrere Verfassende besitzt oder anstelle einer Person eine Organisation verantwortlich ist.
Ein Autor
(Müller 2025, S. 42)
Mehrere Autoren und et al.
Bei mehreren Autoren unterscheiden sich Harvard-Varianten darin, wie viele Namen ausgeschrieben werden und ab welchem Zeitpunkt die Abkürzung et al. verwendet wird.
Beispiel einer möglichen verkürzten Form:
(Müller et al.
2025,
S. 61)
Eine pauschale Regel wie „ab drei Autoren immer et al.“ solltest du deshalb nicht unabhängig von deinem Hochschulleitfaden anwenden.
Organisation oder Firma als Autor
Stammt eine Veröffentlichung von einer Behörde, Universität, Firma oder anderen Institution und ist keine einzelne Person als Autor angegeben, kann die Organisation als sogenannte Körperschaftsautorin verwendet werden.
(Beispielinstitut 2025)
Herausgeber statt Autor
Bei herausgegebenen Werken musst du unterscheiden, ob du das gesamte Werk oder einen einzelnen Artikel beziehungsweise Buchbeitrag zitierst. Bei einem Beitrag ist grundsätzlich die Autorin oder der Autor des konkreten Beitrags entscheidend, während der Herausgeber Bestandteil der vollständigen Angabe im Literaturverzeichnis sein kann.
Quellenverzeichnis
Literaturverzeichnis nach Harvard richtig aufbauen
Der kurze Autor-Jahr-Verweis im Text funktioniert nur zusammen mit einem vollständigen Literaturverzeichnis. Dort erhält die verwendete Quelle alle bibliografischen Angaben, die zur Identifikation erforderlich sind.
Die Literatur wird bei Harvard normalerweise alphabetisch nach den Nachnamen der Autorinnen und Autoren beziehungsweise nach der verantwortlichen Institution geordnet.
Textbeleg und Literaturverzeichnis gehören zusammen
Im Text:
(Müller 2025, S. 42)
Literaturverzeichnis – Beispielvariante:
Müller, A. (2025):
Wissenschaftliches Arbeiten im Studium.
2. Aufl. Berlin: Beispielverlag.
Die Jahreszahl im Text ermöglicht zusammen mit dem Namen die Zuordnung zum vollständigen Literaturverzeichniseintrag.
Formatierung des Harvard-Literaturverzeichnisses
Abhängig von der Quellenart können beispielsweise folgende Angaben erforderlich sein:
- Autorin oder Autor beziehungsweise Institution,
- Jahreszahl der Veröffentlichung,
- Titel und gegebenenfalls Untertitel,
- Auflage,
- Herausgeber,
- Erscheinungsort und Verlag,
- Zeitschrift, Jahrgang und Ausgabe,
- Seitenbereich eines Artikels,
- DOI oder URL bei digitalen Veröffentlichungen,
- Abrufdatum, sofern es die verwendete Harvard-Regel verlangt.
Reference List und Bibliography unterscheiden
In englischsprachigen Harvard-Anleitungen wird teilweise zwischen einer Reference List und einer Bibliography unterschieden. Die Reference List enthält die tatsächlich zitierten Quellen. Eine Bibliography kann zusätzlich Literatur enthalten, die für die Arbeit konsultiert wurde.
Ob deine Hochschule diese Unterscheidung übernimmt oder beide Begriffe unter „Literaturverzeichnis“ zusammenfasst, solltest du im jeweiligen Leitfaden prüfen.
Beispiele
Harvard-Zitierweise: Beispiele für Text und Literaturverzeichnis
Die konkrete Formatierung unterscheidet sich zwischen Harvard-Varianten. Die folgenden Muster zeigen deshalb die grundlegende Logik und keine für jede Universität verbindliche Zeichensetzung.
Beispiel: Buch nach Harvard zitieren
Textbeleg:
(Müller 2025, S. 42)
Literaturverzeichnis:
Müller, A. (2025):
Wissenschaftliches Arbeiten im Studium.
Berlin: Beispielverlag.
Beispiel: Fachartikel nach Harvard zitieren
Textbeleg:
(Schmidt 2024, S. 128)
Literaturverzeichnis:
Schmidt, T. (2024):
„Digitale Lernstrategien im Hochschulstudium“,
Zeitschrift für Wissenschaftliches Arbeiten,
12(2), S. 120–142.
Beispiel: Internetquelle nach Harvard zitieren
Textbeleg:
(Beispielinstitut 2025)
Literaturverzeichnis:
Beispielinstitut (2025):
Leitfaden für wissenschaftliches Arbeiten.
Beispiel-URL.
Veröffentlichungsdatum, Abrufdatum und URL werden bei Internetquellen abhängig von der verwendeten Harvard-Variante unterschiedlich formatiert.
Quellenarten
Welche Quellen kannst du nach Harvard zitieren?
Die Harvard-Methode lässt sich auf sehr unterschiedliche Publikations- und Medientypen übertragen. Der Autor-Jahr-Verweis im Text bleibt das verbindende Prinzip, während der vollständige Eintrag im Literaturverzeichnis von der jeweiligen Quellenart abhängt.
Wissenschaftliche Literatur
- Bücher und Monografien
- E-Books
- Sammelbände
- Buchkapitel
- Zeitschriftenartikel und Fachartikel
- wissenschaftliche Studien
- Berichte und Konferenzbeiträge
Internet- und digitale Quellen
- Websites und einzelne Webseiten
- Online-Artikel
- PDF-Dokumente
- Datenbanken
- Social-Media-Beiträge
- KI- und ChatGPT-Ausgaben, sofern eine Zitierung zulässig und erforderlich ist
Abschlussarbeiten und besondere Quellen
- Bachelorarbeit und Masterarbeit
- Dissertation und Doktorarbeit
- Abbildungen, Bilder und Grafiken
- Tabellen und Statistiken
- YouTube-Videos und Podcasts
- Zeitungsartikel
- Gesetze, Normen und institutionelle Richtlinien
- Archivmaterial und historische Quellen
Sonderfälle
Harvard-Zitation bei Sonderfällen
Nicht jede Quelle besitzt eine einfache Kombination aus einer einzelnen Autorin, einer Jahreszahl und einer gedruckten Seite. Für solche Fälle benötigen Harvard-Systeme zusätzliche Regeln.
Quelle ohne Autor
Fehlt eine persönliche Autorin oder ein persönlicher Autor, kann eine verantwortliche Organisation verwendet werden. Gibt es auch keine Organisation, greifen je nach Harvard-Variante Regeln für einen Titel als Ordnungsmerkmal.
Quelle ohne Jahreszahl
Kann kein Veröffentlichungszeitpunkt ermittelt werden, verwenden verschiedene Harvard-Leitfäden Ersatzangaben wie „o. J.“, „n.d.“ beziehungsweise andere institutionell festgelegte Formen.
Mehrere Werke desselben Autors im selben Jahr
Werden mehrere Veröffentlichungen derselben Person aus demselben Jahr verwendet, können Kleinbuchstaben ergänzt werden:
Müller 2025a
Müller 2025b
Dieselben Buchstaben müssen anschließend auch im Literaturverzeichnis verwendet werden.
Mehrere Quellen in einem Verweis
Mehrere Quellen können in vielen Harvard-Varianten innerhalb einer Klammer zusammengeführt und beispielsweise durch ein Semikolon getrennt werden:
(Müller 2025; Schmidt 2024; Weber 2023)
Reihenfolge und Zeichensetzung richten sich wiederum nach dem konkreten Harvard-Leitfaden.
Quelle ohne Seitenzahl
Bei Webseiten, reflowfähigen E-Books oder anderen Dokumenten ohne stabile Seitenzählung solltest du keine Seitenzahl erfinden. Abhängig vom Regelwerk können beispielsweise Abschnitt, Absatznummer, Kapitel oder ein anderer stabiler Locator verwendet werden.
Fußnoten & Abkürzungen
Harvard-Zitierweise mit Fußnoten, vgl. und ebd.
Harvard ist grundsätzlich ein Autor-Jahr-System, bei dem der Quellenverweis im Text steht. Fußnoten übernehmen deshalb nicht dieselbe zentrale Quellenfunktion wie bei der deutschen Zitierweise.
Werden bei Harvard Fußnoten verwendet?
Fußnoten können beispielsweise für zusätzliche Erläuterungen, Kommentare oder ergänzende Informationen eingesetzt werden. Der eigentliche bibliografische Quellenverweis bleibt bei einer klassischen Harvard-Zitation jedoch im Fließtext.
Wenn deine Hochschule eine besondere Harvard-Variante mit weiteren Fußnotenregeln vorsieht, hat diese institutionelle Vorgabe Vorrang.
Wird „vgl.“ bei Harvard verwendet?
„Vgl.“ gehört nicht als universelles Element zu jedem Harvard-System. Manche deutschsprachigen Hochschulvarianten verwenden die Abkürzung bei indirekten Bezügen, andere setzen ausschließlich den normalen Autor-Jahr-Verweis.
Wird „ebd.“ bei Harvard verwendet?
Auch „ebd.“ ist keine allgemeingültige Harvard-Regel. Bei einem klassischen Autor-Jahr-System kann derselbe kurze Quellenverweis erneut angegeben werden. Einzelne institutionelle Varianten können davon abweichen.
Übernimm Abkürzungen wie „Vgl.“ oder „ebd.“ nicht automatisch aus der deutschen Zitierweise in Harvard. Entscheidend ist die Harvard-Variante deiner Hochschule.
Zitierstile vergleichen
Harvard, APA und deutsche Zitierweise unterscheiden
Harvard wird im deutschsprachigen Studium häufig den amerikanischen beziehungsweise Autor-Jahr-Zitierweisen gegenüber der deutschen Fußnotenzitation zugeordnet. Trotzdem darf Harvard nicht mit jedem anderen Autor-Jahr-System gleichgesetzt werden.
| Zitierstil | Verweis im Text | Besonderheit |
|---|---|---|
| Harvard | Autor + Jahr, gegebenenfalls Seite | verschiedene institutionelle Varianten |
| APA | Autor + Jahr | stärker standardisiertes Regelwerk der American Psychological Association |
| Deutsche Zitierweise | hochgestellte Ziffer | Quellenbeleg typischerweise in Fußnoten |
| Chicago Notes & Bibliography | hochgestellte Ziffer | eigene Chicago-Regeln für Fußnoten und Bibliographie |
Was ist der Unterschied zwischen APA und Harvard?
Beide Systeme arbeiten mit Autor und Jahreszahl im Text. APA folgt jedoch dem Regelwerk der American Psychological Association und legt zahlreiche Formatierungsfragen zentral fest.
Harvard ist dagegen die Bezeichnung für verschiedene Autor-Jahr-Varianten. Deshalb können sich Komma, Zeichensetzung, Autorenregeln, Seitenformat und Aufbau des Literaturverzeichnisses je nach Hochschule unterscheiden.
Harvard oder deutsche Zitierweise?
Der wichtigste Unterschied liegt im Ort des Quellennachweises. Harvard integriert den kurzen Autor-Jahr-Verweis direkt in den Text. Bei der deutschen Zitierweise verweist eine hochgestellte Zahl auf eine Fußnote.
Wissenschaftliche Arbeiten
Harvard in Hausarbeit, Bachelorarbeit und Masterarbeit
Ob du Harvard in einer Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit oder anderen wissenschaftlichen Arbeit verwenden sollst, hängt von den Vorgaben deines Fachbereichs ab.
Eine Hochschule kann eine bestimmte Harvard-Variante verbindlich vorgeben. Eine andere Universität kann APA, deutsche Zitierweise oder mehrere unterschiedliche Zitierstile zulassen.
Hochschulvorgaben haben Vorrang
Prüfe deshalb möglichst vor Beginn des Schreibens:
- welcher Zitierstil vorgeschrieben ist,
- wie Autor und Jahreszahl formatiert werden,
- wann Seitenzahlen verlangt werden,
- wie mehrere Autoren dargestellt werden,
- ob „et al.“ und ab welcher Grenze verwendet wird,
- wie Internetquellen aufgebaut werden,
- welche Zeichensetzung im Literaturverzeichnis gilt,
- ob ein separates Quellen- oder Abbildungsverzeichnis erforderlich ist.
Harvard-Zitierweise mit Zotero, Citavi und Word
Literaturverwaltungsprogramme wie Zotero oder Citavi sowie die Quellenverwaltung von Word können bei der Organisation der verwendeten Literatur helfen.
Wähle dabei nicht nur einen beliebigen Stil mit dem Namen „Harvard“. Prüfe, ob der ausgewählte Stil tatsächlich der Formatierung deiner Hochschule entspricht. Bereits kleine Unterschiede bei Autor, Auflage, Komma, Punkt oder Seitenzahl können sonst durch den gesamten Text übernommen werden.
Abgabe prüfen
Checkliste für die Harvard-Zitierweise
Eine gute Harvard-Zitation lebt weniger von einem einzelnen Quellenbeleg als von der konsequenten Anwendung derselben Regel im gesamten wissenschaftlichen Text.
Vor der Abgabe kontrollieren
- Hat jede übernommene fremde Aussage einen nachvollziehbaren Quellenverweis?
- Sind Autor und Jahreszahl bei allen Belegen korrekt?
- Sind direkte Zitate eindeutig gekennzeichnet?
- Enthalten direkte Zitate die erforderliche Seitenzahl?
- Sind indirekte Zitate beziehungsweise Paraphrasen vollständig belegt?
- Verwendest du bei mehreren Autoren immer dieselbe Regel?
- Sind Werke desselben Autors aus demselben Jahr eindeutig mit a, b usw. unterschieden?
- Stimmen Autor und Jahreszahl im Text mit dem Literaturverzeichnis überein?
- Sind Internetquellen vollständig dokumentiert?
- Ist das Literaturverzeichnis alphabetisch und formal einheitlich?
- Entspricht die Formatierung der Harvard-Variante deiner Hochschule?
- unterschiedliche Harvard-Varianten innerhalb einer Arbeit mischen
- bei direkten Zitaten die Seitenzahl vergessen
- Autor oder Jahreszahl im Text anders schreiben als im Literaturverzeichnis
- mehrere Werke desselben Autors aus demselben Jahr nicht unterscheiden
- APA-Regeln automatisch als Harvard-Regeln übernehmen
- „Vgl.“ und „ebd.“ aus der deutschen Zitierweise ungeprüft übernehmen
- automatisch erzeugte Quellen aus Zotero, Citavi oder Word nicht kontrollieren
- Internetquellen ohne ausreichende bibliografische Angaben aufnehmen
- fremdes Gedankengut trotz Paraphrase nicht kennzeichnen
Eine fehlende oder falsche Quellenangabe kann dazu führen, dass fremdes Gedankengut nicht eindeutig als solches erkennbar ist. Eine formale Zitationsprüfung und gegebenenfalls eine Plagiatsprüfung können deshalb vor der Abgabe zusätzliche Sicherheit schaffen.
Die Harvard-Zitierweise verbindet einen kurzen Autor-Jahr-Verweis im Text mit einer vollständigen Quellenangabe im Literaturverzeichnis. Entscheidend ist, eine einzige Harvard-Variante konsequent anzuwenden, direkte und indirekte Zitate korrekt zu kennzeichnen und jeden Textbeleg eindeutig mit der verwendeten Quelle zu verbinden.
Häufige Fragen & Antworten
Häufig gestellte Fragen zur Harvard-Zitierweise
Hier findest du kompakte Antworten zu Harvard-Zitation, Textbelegen, Autoren, Seitenzahlen und Literaturverzeichnis.
Was ist die Harvard-Zitierweise?
Die Harvard-Zitierweise ist ein Autor-Jahr-System. Eine Quelle wird im Fließtext durch einen kurzen Verweis mit Autor und Jahreszahl gekennzeichnet. Die vollständigen bibliografischen Angaben stehen anschließend im Literaturverzeichnis.
Wie zitiere ich nach Harvard im Text?
Im Text werden normalerweise Nachname und Jahreszahl genannt, beispielsweise „(Müller 2025)“. Bei einer konkreten Fundstelle kann zusätzlich eine Seitenzahl ergänzt werden. Die genaue Zeichensetzung richtet sich nach der Harvard-Variante deiner Hochschule.
Was ist der Unterschied zwischen APA und Harvard?
Beide Systeme arbeiten mit Autor und Jahreszahl. APA folgt jedoch einem stärker standardisierten Regelwerk der American Psychological Association. Harvard bezeichnet verschiedene Autor-Jahr-Varianten, deren konkrete Formatierung sich zwischen Hochschulen unterscheiden kann.
Wie zitiere ich nach Harvard bei mehr als drei Autoren?
Größere Autorengruppen werden in vielen Harvard-Varianten im Text mit dem ersten Nachnamen und „et al.“ verkürzt. Ab welcher Anzahl diese Regel gilt und wie die Autoren im Literaturverzeichnis erscheinen, bestimmt der konkrete Hochschulleitfaden.
Brauche ich bei Harvard immer eine Seitenzahl?
Bei direkten Zitaten sollte die konkrete Fundstelle angegeben werden. Bei indirekten Zitaten hängt die Pflicht zur Seitenzahl von der verwendeten Harvard-Variante und den Vorgaben deiner Hochschule ab.
Verwendet man bei Harvard Fußnoten?
Der eigentliche Harvard-Quellenbeleg steht normalerweise direkt im Text. Fußnoten können für zusätzliche Erläuterungen verwendet werden, übernehmen aber nicht dieselbe zentrale Quellenfunktion wie bei der deutschen Zitierweise.
Wird bei Harvard „vgl.“ verwendet?
„Vgl.“ ist kein universeller Bestandteil aller Harvard-Systeme. Einige deutschsprachige Hochschulvarianten verwenden die Abkürzung, andere nutzen auch bei indirekten Zitaten ausschließlich den normalen Autor-Jahr-Verweis.
Wie ist das Harvard-Literaturverzeichnis aufgebaut?
Die verwendeten Quellen werden normalerweise alphabetisch nach Autor beziehungsweise verantwortlicher Institution geordnet. Der genaue Aufbau unterscheidet sich nach Quellenart und Harvard-Variante.
Was mache ich bei einer Harvard-Quelle ohne Autor?
Prüfe zunächst, ob eine Organisation oder Institution als verantwortliche Körperschaft genannt ist. Fehlt auch diese, kann abhängig vom Harvard-Leitfaden der Titel der Quelle als Ordnungsmerkmal verwendet werden.