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Direktes Zitat nach Harvard im Text richtig belegen

Ein direktes Zitat nach Harvard übernimmt den Wortlaut einer Quelle exakt. Die wörtliche Übernahme wird gekennzeichnet und erhält unmittelbar einen Harvard-Kurzbeleg mit Autor, Erscheinungsjahr und genauer Fundstelle. Eine verbreitete Form lautet beispielsweise: „Wissenschaftliches Schreiben verlangt eine klare Quellenkennzeichnung“ (Sommer 2023: 11).

Harvard bezeichnet jedoch keine einzige weltweit verbindliche Zitiernorm. Hochschulen verwenden unterschiedliche Autor-Jahr-Varianten. Deshalb lernst du hier das Grundprinzip für direkte Harvard-Zitate und die wichtigsten Varianten für Seitenzahlen, mehrere Autoren, Onlinequellen, Satzzeichen und Blockzitate kennen.

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Direktes Zitat nach Harvard im Text

Harvard im Text

Direktes Zitat nach Harvard: Grundschema und Kurzbeleg

Bei einem direkten Zitat übernimmst du eine Formulierung wortwörtlich aus einer Quelle. Im Fließtext wird der übernommene Wortlaut in der Regel durch doppelte Anführungszeichen gekennzeichnet.

Der Harvard-Kurzbeleg steht unmittelbar bei der übernommenen Textstelle. Eine verbreitete deutschsprachige Variante lautet:

„Ich bin ein direktes Zitat aus einer wissenschaftlichen Quelle“ (Autor Jahr: Seite).

Ein direkter Harvard-Beleg enthält damit typischerweise:

  • Nachname der Autorin beziehungsweise des Autors,
  • Erscheinungsjahr der verwendeten Quelle,
  • genaue Fundstelle bei Quellen mit Seitenzahlen.

Beispiel für ein direktes Zitat nach Harvard

„Fachliteratur bildet die Grundlage wissenschaftlicher Argumentation“ (Sommer 2023: 11).

Harvard-Kurzregel

Originalwortlaut + Kennzeichnung als direktes Zitat + Autor + Jahr + genaue Fundstelle. Der Kurzbeleg verweist anschließend auf den vollständigen Eintrag im Literaturverzeichnis.

Die allgemeinen Regeln zur Frage, wann du wörtlich zitierst und wann eine Paraphrase sinnvoller ist, findest du im übergeordneten Artikel direktes Zitat in wissenschaftlichen Arbeiten. Diese Seite konzentriert sich ausschließlich auf die Umsetzung nach Harvard.

Harvard-Varianten

Harvard-Zitierweise besitzt unterschiedliche Kurzbeleg-Varianten

Bei Harvard gibt es nicht nur eine einzige erlaubte Schreibweise. Besonders bei der Trennung von Jahr und Seitenzahl unterscheiden sich Hochschulrichtlinien.

Dir können beispielsweise folgende Formen begegnen:

Harvard-Variante Beispiel
Doppelpunkt vor Seitenzahl (Sommer 2023: 11)
Komma vor Seitenzahl (Sommer 2023, 11)
Seitenkürzel „S.“ (Sommer 2023, S. 11)
„S.“ mit Doppelpunkt (Sommer 2023: S. 11)

Welche Variante für deine wissenschaftliche Arbeit richtig ist, bestimmt der Zitierleitfaden deiner Hochschule, Fakultät oder deines Lehrstuhls.

Keine Harvard-Varianten mischen

Wenn deine Hochschule beispielsweise (Sommer 2023, S. 11) verlangt, solltest du diese Form in der gesamten Arbeit konsequent verwenden und nicht später zu (Sommer 2023: 11) wechseln.

Autorenschaft

Direktes Harvard-Zitat mit einem oder mehreren Autoren

Die Anzahl der Autorinnen und Autoren verändert die Darstellung des Namens im Kurzbeleg. Die genaue Abkürzungsregel kann wiederum von deinem Hochschulleitfaden abhängen.

Direktes Zitat mit einem Autor

Bei einer Quelle mit einer Person steht der Nachname im Kurzbeleg.

„Fachliteratur bildet die Grundlage wissenschaftlicher Argumentation“ (Sommer 2023: 11).

Direktes Zitat mit zwei Autoren

Bei zwei Personen werden in vielen Harvard-Varianten beide Nachnamen genannt.

„Quellenangaben sichern die Nachvollziehbarkeit wissenschaftlicher Aussagen“ (Sommer/Winter 2023: 18).

Andere Hochschulleitfäden können statt des Schrägstrichs beispielsweise „und“ oder „&“ verwenden.

Direktes Zitat mit drei oder mehr Autoren

Bei mehreren Verfassenden wird häufig der erste Nachname mit et al. verwendet:

„Quellenangaben sichern die Nachvollziehbarkeit wissenschaftlicher Aussagen“ (Sommer et al. 2023: 18).

Ob bereits ab drei Personen und schon bei der ersten Nennung gekürzt werden darf, richtet sich nach deiner Harvard-Variante.

Gleicher Autor und gleiches Erscheinungsjahr

Verwendest du mehrere Werke derselben Person aus demselben Jahr, werden sie häufig mit Buchstaben unterschieden:

(Sommer 2023a: 11)

Die Kennzeichnung mit a, b, c muss anschließend mit den Einträgen im Literaturverzeichnis übereinstimmen.

Fundstelle

Seitenzahl beim direkten Harvard-Zitat richtig angeben

Ein direktes Zitat soll im Original überprüfbar sein. Wenn die Quelle Seitenzahlen besitzt, gehört deshalb die konkrete Fundstelle zum Kurzbeleg.

Fundstelle Beispiel
eine Seite (Sommer 2023: 11)
Seite und unmittelbar folgende Seite (Sommer 2023: 11 f.)
mehrere zusammenhängende Seiten (Sommer 2023: 11–14)

Direktes Zitat über mehrere Seiten

Erstreckt sich eine übernommene Passage über einen konkreten Seitenbereich, kannst du diesen vollständig angeben:

(Sommer 2023: 11–14)

Ein genauer Seitenbereich ist nachvollziehbarer als eine unbestimmte Angabe wie ff., sofern dein Leitfaden konkrete Bereiche vorsieht.

Mehrere nicht zusammenhängende Fundstellen

Übernimmst du mehrere unterschiedliche direkte Zitate aus derselben Quelle, solltest du jedem Zitat seine tatsächliche Fundstelle zuordnen. Mehrere voneinander entfernte Textstellen werden nicht künstlich als ein einziges wörtliches Zitat dargestellt.

Fundstelle statt nur Quelle

Der Kurzbeleg soll nicht nur zeigen, aus welchem Werk du zitierst, sondern auch, wo der übernommene Wortlaut gefunden werden kann.

Position

Harvard-Kurzbeleg im Satz richtig positionieren

Der Kurzbeleg sollte möglichst eindeutig dem direkten Zitat zugeordnet sein. Dafür kannst du die Autorenschaft entweder vollständig in die Klammer setzen oder den Namen in deinen eigenen Satz integrieren.

Autor vollständig im Kurzbeleg

Die Untersuchung zeigt, dass „eine eindeutige Quellenzuordnung für wissenschaftliche Texte unverzichtbar ist“ (Sommer 2023: 11).

Autor in den eigenen Satz integrieren

Sommer (2023: 11) bezeichnet die Quellenzuordnung als „unverzichtbar für wissenschaftliche Texte“.

Zitat mit eigener Einleitung

Sommer (2023: 11) fasst die Anforderung folgendermaßen zusammen: „Wissenschaftliche Aussagen müssen nachvollziehbar belegt werden.“

Quelle unmittelbar zuordnen

Besonders in längeren Absätzen sollte sofort erkennbar sein, welcher Wortlaut aus welcher Quelle stammt. Verschiebe den Kurzbeleg deshalb nicht unnötig weit vom direkten Zitat weg.

Punktsetzung

Satzzeichen beim direkten Zitat nach Harvard

Die genaue Zeichensetzung hängt davon ab, wie der übernommene Wortlaut in deinen eigenen Satz eingebaut wird. Zusätzlich können Hochschulrichtlinien Details unterschiedlich festlegen.

Zitat als Teil deines eigenen Satzes

Für Sommer ist wissenschaftliche Transparenz eine „Voraussetzung für überprüfbare Forschung“ (Sommer 2023: 21).

Der Kurzbeleg gehört unmittelbar zum Zitat; das abschließende Satzzeichen beendet anschließend deinen gesamten Satz.

Frage- oder Ausrufezeichen im Original

Gehört ein Frage- oder Ausrufezeichen zum zitierten Original, bleibt es Bestandteil der übernommenen Formulierung.

Die Autorin stellt die Frage: „Welche Konsequenzen entstehen daraus?“ (Sommer 2023: 22).

Punktsetzung nach Richtlinie vereinheitlichen

Gerade bei vollständigen Satz-Zitaten und Blockzitaten können Hochschulleitfäden unterschiedliche Detailregeln vorgeben. Verwende deshalb die für deine Arbeit festgelegte Form konsequent.

Online-Quellen

Direktes Harvard-Zitat aus einer Quelle ohne Seitenzahl

Nicht jede Quelle besitzt Seitenzahlen. Das betrifft insbesondere viele Webseiten. Fehlt eine Seitenangabe im Original, darfst du keine Seite erfinden.

Eine mögliche Form lautet dann:

„Beispiel für einen direkt übernommenen Wortlaut“ (1a-Studi 2026).

Je nach Hochschulrichtlinie können bei Quellen ohne Seitenzahlen alternative Fundstellen wie Abschnittsüberschriften oder Absatznummern verlangt beziehungsweise empfohlen werden.

PDF-Datei ist nicht automatisch ohne Seitenzahl

Eine online verfügbare PDF kann durchaus eigene Seitenzahlen besitzen. Sind die Seiten eindeutig im Dokument vorhanden, solltest du diese beim direkten Zitat verwenden.

Keine künstliche Seitenzahl erzeugen

Die Fundstelle muss tatsächlich aus der Quelle stammen. Entscheidend ist die Nachprüfbarkeit und nicht, dass jeder Harvard-Beleg zwingend dieselbe Anzahl an Elementen enthält.

Originalwortlaut

Auslassungen und eigene Ergänzungen im Harvard-Zitat

Harvard regelt vor allem den Kurzbeleg. Für Veränderungen innerhalb eines direkten Zitats gelten zusätzlich die allgemeinen Regeln des wissenschaftlichen Zitierens.

Auslassung innerhalb des Zitats

„Wissenschaftliche Texte müssen [...] fremde Aussagen nachvollziehbar kennzeichnen“ (Sommer 2023: 27).

Eigene Ergänzung

„Diese [wissenschaftlichen] Anforderungen gelten für sämtliche untersuchten Arbeiten“ (Sommer 2023: 27).

Der ursprüngliche Sinn darf durch Kürzungen oder Ergänzungen nicht verändert werden.

Eine ausführliche Erklärung zu Auslassungen, grammatischen Anpassungen, Hervorhebungen und anderen Veränderungen findest du im Artikel direktes Zitat richtig kennzeichnen. Dadurch bleibt diese Harvard-Seite auf die Autor-Jahr-Zitation fokussiert.

Zitat im Zitat

Zitat im Zitat nach Harvard kurz erklärt

Enthält dein direkt übernommener Wortlaut bereits ein weiteres wörtliches Zitat, werden das äußere und innere Zitat typografisch voneinander getrennt.

„Die Autorin bezeichnet ‘methodische Transparenz’ als Voraussetzung für wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit“ (Sommer 2023: 32).

Dieser Sonderfall besitzt bereits eine eigene ausführliche Anleitung. Lies dafür den Artikel Zitat im Zitat nach Harvard.

Zitat im Zitat ≠ Sekundärzitat

Ein Zitat im Zitat beschreibt zunächst die wörtliche Struktur innerhalb eines übernommenen Textes. Ein Sekundärzitat betrifft dagegen die Frage, ob du eine Originalquelle selbst gelesen hast oder über eine andere Quelle zitierst.

Lange Zitate

Langes direktes Zitat nach Harvard als Blockzitat

Längere direkte Zitate werden häufig optisch vom normalen Fließtext getrennt. Dafür wird ein eigener Absatz beziehungsweise ein eingerücktes Blockzitat verwendet.

Typische Gestaltungselemente können sein:

  • eigener Absatz,
  • Einrückung gegenüber dem Fließtext,
  • gegebenenfalls abweichender Zeilenabstand oder Schriftgrad,
  • je nach Richtlinie Verwendung oder Wegfall der Anführungszeichen,
  • Harvard-Kurzbeleg unmittelbar beim Zitat.
Keine allgemeine 40-Wörter-Regel für Harvard

Harvard besitzt keine universelle Wortgrenze für Blockzitate. Eine Hochschule kann beispielsweise mit einer bestimmten Zeilenzahl oder einer eigenen Umfangsregel arbeiten. Prüfe deshalb deinen konkreten Leitfaden.

Abgrenzung

Direktes und indirektes Zitat nach Harvard unterscheiden

Die beiden Zitierformen unterscheiden sich danach, ob du den Wortlaut oder nur den Gedanken einer Quelle übernimmst.

Zitatform Übernahme Kennzeichnung
Direktes Zitat Originalwortlaut Anführungszeichen beziehungsweise Blockzitat + Harvard-Kurzbeleg
Indirektes Zitat fremder Gedanke in eigenen Worten Paraphrase + Harvard-Kurzbeleg nach Hochschulvorgabe

Die detaillierten Regeln für Paraphrasen, die Position des Belegs über mehrere Sätze und die Verwendung von vgl. werden bewusst nicht auf dieser Seite behandelt.

Klare SEO- und Lernabgrenzung

Diese Seite behandelt ausschließlich das wörtliche Zitat nach Harvard. Für indirekte Zitate folgt eine eigene Anleitung mit Paraphrasen, „vgl.“ und vollständigen Beispielen.

Literaturverzeichnis

Direktes Harvard-Zitat und Literaturverzeichnis

Im Fließtext verwendest du den kurzen Autor-Jahr-Beleg. Im Literaturverzeichnis steht dagegen der vollständige bibliografische Nachweis der verwendeten Quelle.

Das direkte Zitat erhält dort keinen besonderen Zusatz. Entscheidend ist lediglich, dass der Kurzbeleg im Text eindeutig zum richtigen vollständigen Eintrag führt.

Beispiel:

Kurzbeleg im Text: (Sommer 2023: 11)

Wie Bücher, Zeitschriftenartikel, Webseiten, Studien und weitere Quellen vollständig aufgebaut werden, findest du auf der eigenen Seite Harvard-Literaturverzeichnis.

Kurzbeleg und Literaturverzeichnis abgleichen

Autor, Jahr und gegebenenfalls Kennbuchstaben wie 2023a müssen im Text und im Literaturverzeichnis zusammenpassen. Andernfalls lässt sich der Kurzbeleg nicht eindeutig zuordnen.

Kontrolle

Direktes Zitat nach Harvard prüfen: Checkliste

Originalwortlaut


Prüfen

Stimmt der übernommene Wortlaut exakt mit der verwendeten Quelle überein?

Kennzeichnung


Prüfen

Ist das wörtliche Zitat durch Anführungszeichen beziehungsweise als Blockzitat erkennbar?

Autor und Jahr


Prüfen

Sind Autorenschaft und Erscheinungsjahr korrekt angegeben?

Seitenzahl


Prüfen

Ist bei einer paginierten Quelle die genaue Fundstelle angegeben?

Harvard-Variante


Einheitlich

Entspricht der Kurzbeleg der Harvard-Variante deiner Hochschule?

Literaturverzeichnis


Abgleichen

Führt der Kurzbeleg eindeutig zum vollständigen Eintrag im Literaturverzeichnis?

Fehler vermeiden

Häufige Fehler beim direkten Zitat nach Harvard

Die Seitenzahl fehlt

Wenn die Quelle Seitenzahlen besitzt, sollte die genaue Fundstelle beim direkten Zitat angegeben werden.

Der Kurzbeleg steht zu weit vom Zitat entfernt

Lesende müssen eindeutig erkennen können, welcher Wortlaut zu welcher Quellenangabe gehört.

Mehrere Harvard-Varianten werden vermischt

Verwende nicht ohne Grund abwechselnd Doppelpunkt, Komma, „S.“ oder verschiedene Regeln für mehrere Autoren.

Bei mehreren Autoren wird automatisch irgendeine et-al.-Regel übernommen

Prüfe, ab welcher Anzahl deine Hochschule die Abkürzung mit et al. vorsieht.

Bei einer Webseite wird eine Seitenzahl erfunden

Hat die Originalquelle keine Seitenzahlen, darf keine künstliche Seitenzahl ergänzt werden.

Eine fremde Blockzitat-Regel wird übernommen

Eine bestimmte Wort- oder Zeilengrenze gehört möglicherweise zu einem anderen Zitierstil oder einem einzelnen Hochschulleitfaden.

Direktes und indirektes Harvard-Zitat werden vermischt

Ein direktes Zitat übernimmt den Originalwortlaut. Das indirekte Zitat gibt dagegen fremde Inhalte in eigenen Worten wieder.

Finaler Harvard-Check

Originalwortlaut korrekt? Zitat eindeutig gekennzeichnet? Autor richtig? Jahr richtig? Fundstelle geprüft? Harvard-Variante einheitlich? Literaturverzeichnis passend? Dann sind die wichtigsten Punkte kontrolliert.

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Häufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zu direkten Zitaten nach Harvard? In der 1a-Studi Wissensdatenbank findest du weitere Beispiele und Sonderfälle zur Harvard-Zitierweise.

Wie zitiere ich ein direktes Zitat nach Harvard?

Übernimm den Wortlaut exakt und kennzeichne ihn als direktes Zitat. Anschließend folgt unmittelbar der Harvard-Kurzbeleg. Eine verbreitete Form lautet: „Wissenschaftliche Texte brauchen klare Quellenangaben“ (Sommer 2023: 11). Die genaue Schreibweise richtet sich nach deiner Hochschulvorgabe.

Welche Angaben gehören beim direkten Harvard-Zitat in den Kurzbeleg?

Typischerweise enthält der Kurzbeleg Nachname, Erscheinungsjahr und bei einer Quelle mit Seitenzahlen die genaue Fundstelle. Je nach Harvard-Variante können Doppelpunkt, Komma oder das Kürzel „S.“ verwendet werden.

Wo steht die Seitenzahl bei direkten Zitaten nach Harvard?

Die Seitenzahl steht im Kurzbeleg zusammen mit Autor und Jahr. Mögliche Formen sind beispielsweise (Sommer 2023: 11) oder (Sommer 2023, S. 11). Maßgeblich ist der Leitfaden deiner Hochschule.

Wie zitiere ich zwei Autoren nach Harvard?

Bei zwei Autoren werden in vielen Harvard-Varianten beide Nachnamen genannt, beispielsweise (Sommer/Winter 2023: 18). Je nach Hochschule können die Namen auch mit „und“ oder „&“ verbunden werden.

Wie zitiere ich drei oder mehr Autoren nach Harvard?

Viele Harvard-Leitfäden kürzen mehrere Autorinnen und Autoren mit dem ersten Nachnamen und „et al.“ ab, beispielsweise (Sommer et al. 2023: 18). Ab welcher Anzahl und ab welcher Nennung diese Regel gilt, musst du anhand deiner Hochschulrichtlinie prüfen.

Wie zitiere ich mehrere Seiten nach Harvard?

Einen konkreten zusammenhängenden Seitenbereich kannst du beispielsweise als (Sommer 2023: 11–14) angeben. Für die unmittelbar folgende Seite wird abhängig vom Leitfaden auch „11 f.“ verwendet.

Wie zitiere ich eine Internetquelle ohne Seitenzahl direkt nach Harvard?

Besitzt eine Webseite keine Seitenzahlen, darf keine Seitenzahl erfunden werden. Der Kurzbeleg kann dann beispielsweise Autor beziehungsweise Organisation und Jahr enthalten. Alternative Fundstellen wie Absatz oder Abschnitt verwendest du nur entsprechend der Vorgabe deiner Hochschule.

Muss bei einem direkten Harvard-Zitat „vgl.“ stehen?

Bei einem direkten beziehungsweise wörtlichen Zitat wird in verbreiteten deutschsprachigen Harvard-Varianten kein „vgl.“ vor den Kurzbeleg gesetzt. Die Verwendung von „vgl.“ betrifft die indirekte beziehungsweise sinngemäße Zitation und richtet sich ebenfalls nach der jeweiligen Hochschulvorgabe.

Ab wann wird ein direktes Harvard-Zitat als Blockzitat formatiert?

Eine allgemeingültige Harvard-Wortgrenze gibt es nicht. Hochschulen können eigene Regeln nach Zeilenzahl, Wortzahl oder Umfang festlegen. Deshalb solltest du die Blockzitat-Regel deines konkreten Leitfadens verwenden.

Kann ich bei Harvard „ebd.“ verwenden?

Das hängt von der verwendeten Harvard-Variante ab. Manche Hochschulleitfäden erlauben „ebd.“, andere verlangen durchgehend Autor und Jahr. Verwende die Abkürzung deshalb nur, wenn sie in deinen Richtlinien vorgesehen ist.

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