Buch zitieren nach IEEE (Monografie)
Bücher werden im IEEE-Stil im Text mit einer fortlaufenden Nummer in eckigen Klammern belegt, z. B. [1]. Die Nummer bleibt für dieselbe Quelle im gesamten Text identisch. Bei direkten Zitaten wird eine Seitenangabe ergänzt, z. B. [1, S. 25]. Im Literaturverzeichnis stehen Autor, Titel, Auflage, Ort, Verlag und Jahr; bei Online-Büchern zusätzlich URL und Zugriffdatum.
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Wichtigste Regeln
Bücher zitieren IEEE
Für Bücher gilt im IEEE-Zitierstil ein nummerisches Nachweissystem. Im Text stehen Quellen nicht mit Autor und Jahr, sondern mit fortlaufenden Nummern in eckigen Klammern.
Für Bücher nach IEEE gelten folgende Grundregeln:
- Im Text stehen Zitationsnummern in eckigen Klammern.
- Die Nummer wird bei der ersten Nennung einer Quelle vergeben.
- Die Nummer bleibt für dieselbe Quelle in der gesamten Arbeit konstant.
- Mehrfachbelege werden aufsteigend sortiert; zusammenhängende Nummern können als Spanne dargestellt werden.
- Direkte Zitate benötigen eine Seitenzahl oder einen Seitenbereich.
- Bei Paraphrasen genügt meist die Zitationsnummer.
- Die Literaturliste wird nummeriert und nicht alphabetisch sortiert.
- Jeder Eintrag in der Literaturliste verweist auf genau eine Quelle.
Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Diese Nummer verweist auf genau einen Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Bei der ersten Verwendung einer Quelle wird eine neue Nummer vergeben. Jede spätere Verwendung nutzt exakt diese Nummer, damit der Nachweis durchgängig eindeutig bleibt.
Zitation im Text bei allgemeinen Paraphrasen
Die einfache Zitation im Text lautet:
[1]
Diese Form wird eingesetzt, wenn eine Aussage auf ein Buch gestützt wird, ohne dass eine konkrete Fundstelle zwingend genannt werden muss. Das ist typisch bei allgemeinen Paraphrasen oder bei einem zusammenfassenden Bezug auf ein ganzes Werk.
Zitation im Text bei wörtlichen Zitaten
Bei wörtlichen Zitaten wird zusätzlich zur Zitationsnummer eine Seitenangabe ergänzt.
[1, S. 25]
Die Seitenangabe ist erforderlich, weil ein wörtliches Zitat eine konkrete, überprüfbare Fundstelle braucht.
Zitation mit Seitenbereich
Wenn sich der Bezug auf mehrere zusammenhängende Seiten erstreckt, wird ein Seitenbereich angegeben.
[1, S. 25–27]
Diese Form wird genutzt, wenn ein längeres Zitat oder eine eng geführte Argumentation über mehrere Seiten hinweg belegt wird.
Buch als direktes Zitat zitieren
Ein direktes Zitat übernimmt eine Textstelle wortwörtlich. Dafür wird der zitierte Satz in Anführungszeichen gesetzt und direkt im Anschluss die Zitationsnummer mit Seitenangabe ergänzt. Das direkte Zitat muss exakt übernommen werden, einschließlich Schreibweise und Zeichensetzung, damit der Nachweis prüfbar bleibt.
Ein Beispiel für ein direktes Zitat lautet:
„Bildung ist ein lebenslanger Prozess.“ [1, S. 25]
Buch als indirektes Zitat zitieren
Ein indirektes Zitat, also eine Paraphrase, gibt den Inhalt sinngemäß wieder. Dafür wird keine wörtliche Übernahme markiert, sondern der Gedanke wird in eigenen Worten formuliert.
In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer. Eine Seitenzahl ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn sich die Aussage auf eine konkrete Passage stützt oder wenn die Argumentation sehr präzise an einer Stelle des Buches hängt.
Beispiele:
Müller beschreibt Bildung als kontextabhängigen Prozess
[1, S. 10].
Bildung ist nicht auf formale Institutionen beschränkt
[1].
Mehrere Quellen in einem Beleg
Wenn mehrere Bücher dieselbe Aussage stützen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt. Die Nummern werden aufsteigend sortiert. Bei zusammenhängenden Nummern kann eine Spanne gebildet werden. Dadurch bleibt der Beleg kompakt, ohne Informationen zu verlieren.
Beispiele:
[2], [4], [7]
[4]–[7]
Sekundärzitate nach IEEE
Sekundärzitate liegen vor, wenn das Originalwerk nicht vorliegt und eine Aussage nur über eine andere Quelle bekannt ist. In IEEE wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die Quelle geführt, die tatsächlich gelesen wurde. Im Text wird zusätzlich deutlich gemacht, dass der Zugriff indirekt erfolgt.
Im Text:
Müller wird bei Schneider zitiert [2, S. 45].
Literaturverzeichnis:
[2] P. Schneider, Einführung in die Bildungssoziologie. Berlin: Springer, 2010.
Das Originalwerk von Müller erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht in das Original vorliegt. In die Literaturliste gehört nur die tatsächlich gelesene Quelle.
Im Text
Im Text zitieren: Bücher nach IEEE (Monografie)
Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung einer Quelle vergeben und bleibt für dieses Buch im gesamten Text gleich. Der Beleg steht dort, wo die Aussage gestützt wird, und verweist auf den passenden Eintrag in der nummerierten Literaturliste.
Bei wörtlichen Zitaten ist zusätzlich eine genaue Fundstelle erforderlich, also Seite oder Seitenbereich. Bei Paraphrasen genügt meist die Nummer; eine Seitenangabe erhöht die Nachvollziehbarkeit, wenn eine konkrete Passage für die Argumentation entscheidend ist.
Mehrere Quellen werden in einem Beleg zusammengeführt und nach Nummern aufsteigend geordnet. Zusammenhängende Nummern können als Spanne dargestellt werden.
Grundform im Fließtext
Die Grundform besteht aus der Zitationsnummer in eckigen Klammern.
Belegform:
[1]
Diese Grundform wird genutzt, wenn eine Aussage auf ein Buch gestützt wird, ohne dass eine bestimmte Textstelle im Zentrum steht. Die Nummer verweist eindeutig auf den Eintrag in der Literaturliste.
Beispiel:
Bildung ist nicht auf formale Institutionen begrenzt [1].
Direktes Zitat (wörtlich)
Bei wörtlichen Zitaten wird eine Textstelle exakt übernommen. Das Zitat steht in Anführungszeichen und erhält direkt im Anschluss die Zitationsnummer mit Seitenangabe. Die Seitenangabe ist Pflicht, weil die Fundstelle eindeutig prüfbar sein muss.
Beispiel:
„Bildung ist ein lebenslanger Prozess.“ [1, S. 25]
Indirektes Zitat (Paraphrase)
Bei Paraphrasen wird der Inhalt sinngemäß wiedergegeben. In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer. Eine Seitenzahl ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Prüfbarkeit bei punktgenauer Argumentation.
Beispiele:
Bildung bleibt an Bedingungen geknüpft [1].
Müller beschreibt Bildung als kontextabhängigen Prozess
[1, S. 10].
Seitenbereiche
Wenn sich der Bezug auf mehrere zusammenhängende Seiten erstreckt, wird ein Seitenbereich angegeben. Das ist sinnvoll bei längeren Zitaten oder wenn eine Passage nur im Kontext mehrerer Seiten nachvollziehbar ist.
Beispiel:
[1, S. 25–27]
Keine Seitenzahlen (z. B. E-Book ohne feste Paginierung)
Wenn keine verlässlichen Seitenzahlen existieren, können ersatzweise Kapitel oder Abschnitte verwendet werden. Diese Lokatoren funktionieren nur, wenn das E-Book Kapitel oder Abschnitte eindeutig ausweist.
Beispiele:
[1, Kap. 3]
[1, Abschn. 2.1]
Nutze Kapitel- oder Abschnittsangaben nur dann, wenn diese Angaben in der verwendeten Ausgabe stabil und eindeutig nachvollziehbar sind.
Mehrere Quellen in einem Beleg
Wenn mehrere Bücher dieselbe Aussage stützen, werden mehrere Zitationsnummern in einem Beleg zusammengeführt. Die Nummern stehen aufsteigend; zusammenhängende Nummern können als Spanne geschrieben werden.
Beispiele:
… [2], [4], [7].
… [4]–[7].
Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik, nicht dem Alphabet.
Autorname im Satz (optional)
IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn ein Autorname im Satz stehen soll, folgt direkt die Zitationsnummer. Bei drei oder mehr Autoren wird bei Namensnennung im Satz „u. a.“ verwendet.
Beispiele:
Müller zeigt dies anhand mehrerer Fallanalysen
[1].
Müller u. a.
[3] argumentieren, dass …
Sekundärzitate (nur über eine andere Quelle bekannt)
Wenn das Original nicht vorliegt, wird im Literaturverzeichnis nur die Quelle geführt, die tatsächlich gelesen wurde. Im Text wird transparent gemacht, dass die Information indirekt übernommen wurde. Das Originalwerk wird nicht in die Literaturliste aufgenommen, solange keine Einsicht in das Original vorliegt.
Beispiel im Text:
Müller wird bei Schneider zitiert [2, S. 45].
Literaturverzeichnis:
Nur Schneider erscheint als [2].
Sekundärzitate sollten sparsam verwendet werden. Wenn das Original zugänglich ist, sollte die Originalquelle geprüft und direkt zitiert werden.
Im Literaturverzeichnis
Im Literaturverzeichnis: IEEE Buch zitieren (Monografie)
Im Literaturverzeichnis werden Bücher als einzelne, nummerierte Einträge geführt. Die Nummerierung folgt der Reihenfolge, in der eine Quelle erstmals im Text zitiert wird. Dadurch entsteht keine alphabetische Sortierung.
Jeder Eintrag steht für genau eine Quelle und enthält die bibliografischen Kerndaten so, dass das Buch eindeutig auffindbar ist. Autorennamen werden mit Initialen vor dem Nachnamen geschrieben. Bei bis zu sechs Autoren werden alle genannt; ab sieben Autoren wird auf den ersten Autor verkürzt und „u. a.“ ergänzt.
Zusätze wie Auflage, Übersetzung, Nachdruck oder Online-Hinweise werden nur dann ergänzt, wenn sie für Identifikation und Nachvollziehbarkeit notwendig sind.
Grundschema (gedruckte Monografie)
Das Schema wird genutzt, wenn eine gedruckte Ausgabe vorliegt und alle Kerndaten eindeutig bestimmbar sind: Autor, Titel, Ort, Verlag und Jahr. Eine Auflage wird ab der zweiten Auflage angegeben, weil sich Inhalte zwischen Auflagen unterscheiden können.
Schema:
[Nummer] Initiale. Nachname, Titel des Buches: Untertitel, Auflage. Ort: Verlag, Jahr.
Beispiel:
[1] T. Müller, Bildung im digitalen Zeitalter: Grundlagen und Perspektiven, 2. Aufl. Berlin: Springer, 2014.
1 Autor
Bei Einzelautoren steht zuerst die Initiale, dann der Nachname. Danach folgt der Titel. Ort, Verlag und Jahr schließen den Eintrag ab.
[1] T. Müller, Einführung in die Pädagogik. München: Beck, 2014.
2 Autoren
Bei zwei Autoren werden beide Namen genannt und mit „und“ verbunden.
[2] T. Müller und P. Schneider, Grundlagen der Sozialarbeit. Berlin: Springer, 2016.
3 bis 6 Autoren
Bei drei bis sechs Autoren werden alle Autoren vollständig genannt. Die Namen werden durch Kommas getrennt; vor dem letzten Namen steht „und“.
[3] T. Müller, P. Schneider und H. Weber, Sozialpädagogik im Wandel. Wiesbaden: VS Verlag, 2015.
7 oder mehr Autoren
Ab sieben Autoren wird der Eintrag auf den ersten Autor gekürzt und mit „u. a.“ ergänzt. Dadurch bleibt das Literaturverzeichnis lesbar, ohne die Quelle unklar zu machen.
[4] T. Müller u. a., Handbuch der Erziehungswissenschaft. Stuttgart: Kohlhammer, 2017.
Autor ist eine Organisation oder Institution
Wenn eine Organisation als Autor fungiert, steht die Organisation an erster Stelle. Initialen entfallen, weil keine Person genannt wird.
[5] Deutsche Gesellschaft für Psychologie, Leitfaden für psychologische Forschung. Göttingen: Hogrefe, 2010.
Buch mit Herausgeber statt Autor (Gesamtwerk)
Wenn ein Sammelwerk als Ganzes zitiert wird und kein Autor, sondern Herausgeber ausgewiesen sind, stehen die Herausgeber an der Autorenposition. Die Kennzeichnung erfolgt mit „Hrsg.“.
[6] K. Schmidt, Hrsg., Sozialpädagogik heute. Wiesbaden: VS Verlag, 2012.
Bei mehreren Herausgebern bleibt „Hrsg.“ als Kennzeichnung bestehen; die Herausgeber werden wie Autoren genannt.
[7] K. Schmidt und S. Keller, Hrsg., Erziehungswissenschaftliche Positionen. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2013.
Autor unbekannt
Wenn kein Autor ermittelbar ist, beginnt der Eintrag mit dem Titel. Das ist wichtig, damit die Quelle trotz fehlender Autorenschaft eindeutig zuordenbar bleibt.
[8] Handbuch der Sozialpädagogik. München: Beck, 2005.
Gleicher Autor mit mehreren Büchern im selben Jahr
IEEE nutzt keine Jahresbuchstaben wie a, b oder c. Die Trennung erfolgt über die Zitationsnummern, die sich aus der Reihenfolge der Erstnennung im Text ergeben.
[9]
H. Wasser,
Sozialforschung I.
Berlin: Springer,
2014.
[10]
H. Wasser,
Sozialforschung II.
Berlin: Springer,
2014.
Verschiedene Autoren mit gleichem Nachnamen
Im Literaturverzeichnis sorgen die Initialen für die Unterscheidung. Im Text erfolgt die Unterscheidung über die jeweilige Zitationsnummer.
[11]
H. Müller,
Geschichte der Erziehung.
Stuttgart: Klett,
2014.
[12]
T. Müller,
Einführung in die Pädagogik.
München: Beck,
2014.
Kombination von Organisation und Einzelautor
Wenn Organisation und Einzelperson gemeinsam als verantwortliche Autoren auftreten, werden beide genannt. Die Organisation steht zuerst, wenn sie als Hauptverantwortliche ausgewiesen ist.
[13] Bundesministerium für Bildung und Forschung und T. Müller, Bildungspolitische Entwicklungen. Bonn: BMBF, 2019.
Übersetzte Werke
Bei Übersetzungen bleibt der Originalautor die führende Angabe. Der Übersetzer wird ergänzt, weil sich die zitierte Fassung auf die Übersetzung bezieht. Ein Hinweis auf das Originaljahr kann ergänzt werden, wenn dies für die Einordnung erforderlich ist.
[14] E. Durkheim, Die Regeln der soziologischen Methode, A. Müller, Übers. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2004. (Original erschienen 1895)
Reprints / Nachdrucke
Bei Nachdrucken steht das Jahr der verwendeten Ausgabe im Eintrag, weil diese Ausgabe tatsächlich genutzt wurde. Ein Zusatz weist auf die Originalausgabe hin, damit klar ist, dass es sich nicht um eine Erstveröffentlichung handelt.
[15] J. Piaget, Das Weltbild des Kindes. Stuttgart: Klett-Cotta, 2021. (Nachdruck der Ausg. 1970)
Online-Bücher
Wenn ein Buch online genutzt wurde, kann der Eintrag um die Online-Kennzeichnung ergänzt werden. Dadurch wird der Zugriff nachvollziehbar, besonders wenn Inhalte sich online ändern können. Entscheidend ist eine einheitliche Schreibweise in der gesamten Arbeit.
[16] T. Müller, Bildung im digitalen Zeitalter. Berlin: Springer, 2014. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Einheitlichkeit ist entscheidend. Wenn „Zugriff am“ genutzt wird, sollte diese Form bei allen Online-Büchern gleich aussehen.
Sonderfälle
Sonderfälle Buch zitieren nach IEEE
Sonderfälle betreffen Bücher, deren bibliografische Angaben von der Standardsituation abweichen oder zusätzliche Informationen benötigen, damit die Quelle eindeutig auffindbar bleibt.
Auch hier gilt: Jeder Sonderfall bekommt einen eigenen, nummerierten Eintrag. Zusätze wie Bände, Reihen, Herausgeberhinweise oder Übersetzungen werden so ergänzt, dass Identifikation und Prüfbarkeit steigen, ohne die Grundstruktur des IEEE-Zitierstils zu verlassen.
Mehrbändige Werke (Gesamtwerk)
Wenn das gesamte mehrbändige Werk zitiert wird, wird der Bandumfang genannt. Dadurch wird klar, dass nicht nur ein Einzelband, sondern die komplette Ausgabe gemeint ist. Zusätzlich wird ein Zeitraum angegeben, wenn die Bände über mehrere Jahre erschienen sind.
[17] S. Koch, Hrsg., Psychologie: Ein Handbuch in sechs Bänden, Bde. 1–6. Stuttgart: Kohlhammer, 1959–1963.
Einzelband aus einem mehrbändigen Werk
Wenn nur ein bestimmter Band genutzt wird, wird der Band spezifiziert. Das ist erforderlich, weil sich Inhalte zwischen den Bänden unterscheiden und die Fundstelle sonst nicht eindeutig wäre. Die Bandangabe steht als „Bd. x“ in der Referenz.
[18] M. Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, Bd. 5. Tübingen: Mohr Siebeck, 1992.
Reihenangaben (Schriftenreihen/Serien)
Reihenangaben sind fakultativ. Eine Reihenangabe ist sinnvoll, wenn der Titel allein nicht eindeutig ist, wenn mehrere Bücher sehr ähnliche Titel tragen oder wenn die Reihe für die genaue Identifikation wichtig ist.
Sobald Reihenangaben genutzt werden, sollte diese Entscheidung in der gesamten Arbeit konsequent beibehalten werden, damit die Literaturliste einheitlich bleibt.
[19] T. Becker, Methoden empirischer Bildungsforschung, Schriftenreihe Bildungsforschung, Bd. 12. Wiesbaden: Springer VS, 2018.
Autor + Herausgeber (posthume oder edierte Ausgaben)
Wenn ein Werk posthum herausgegeben oder editorisch zusammengestellt wurde, bleibt der Originalautor an erster Stelle. Die Herausgeber werden als Zusatz ergänzt, weil sie die verantwortliche Bearbeitung der verwendeten Ausgabe kennzeichnen. Dadurch wird deutlich, welche Fassung tatsächlich genutzt wurde.
[20] S. Freud, Briefe 1873–1939, M. Müller und H. Becker, Hrsg. Frankfurt am Main: Fischer, 1999.
Institution mit Unterabteilung als Autor
Wenn eine Unterabteilung als Autor ausgewiesen ist, wird die Organisationshierarchie so übernommen, wie sie in der Quelle angegeben ist. Das erhöht die Eindeutigkeit, weil große Organisationen mehrere publikationsfähige Untereinheiten haben können. Maßgeblich ist die Schreibweise auf Titelblatt oder Impressum.
[21] Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Nordrhein, Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf: DRK, 2011.
Kein Erscheinungsort / kein Verlag / kein Jahr
Wenn bibliografische Kerndaten fehlen, sollte zuerst nachrecherchiert werden: Titelblatt, Impressum, Verlagsseite oder Katalogeintrag. Wenn Angaben trotz Recherche nicht sicher bestimmbar sind, ist ein Weglassen besser als erfundene Ersatzkürzel.
Die Priorität liegt auf verlässlichen Angaben, die aus der Quelle oder aus nachvollziehbaren Katalogdaten stammen.
Fehlende Angaben sollten nicht frei ergänzt werden. Unsichere bibliografische Daten werden besser ausgelassen oder anhand verlässlicher Katalogdaten geprüft.
Loseblattwerke
Loseblattwerke werden als solche gekennzeichnet, weil Inhalte fortlaufend aktualisiert werden und sich die Ausgabe dynamisch verändert. Die Kennzeichnung „Loseblattsammlung“ macht transparent, dass keine statische Auflage vorliegt und erleichtert die Einordnung der Quelle.
[22] T. Müller, Hrsg., Handbuch Sozialrecht (Loseblattsammlung). München: Beck, 2010.
Fremdsprachiger Titel mit deutscher Übersetzung
Wenn ein fremdsprachiger Titel genutzt wird, bleibt die Originalschreibweise maßgeblich. Eine deutsche Übersetzung kann in eckigen Klammern ergänzt werden, wenn dies das Verständnis verbessert oder wenn der Titel ohne Übersetzung schwer einzuordnen ist. Die Übersetzung ersetzt den Originaltitel nicht, sondern erläutert ihn.
[23] J. Smith, Educational Change in Modern Societies [Bildungswandel in modernen Gesellschaften]. London: Routledge, 2016.
Nicht veröffentlichtes Manuskript / unveröffentlichtes Buch
Wenn ein Werk nicht veröffentlicht ist, wird es als „Unveröffentlichtes Manuskript“ gekennzeichnet. Zusätzlich wird die Institution genannt, an der das Manuskript verortet ist. Dadurch wird nachvollziehbar, wo die Quelle aufzufinden ist und warum keine Verlagsangaben existieren.
[24] L. Schneider, Theorien der Sozialpädagogik (Unveröffentlichtes Manuskript). Potsdam: Universität Potsdam, 2015.
Verpflichtend vs. empfohlen
Was ist nach IEEE für die Zitation eines Buches verpflichtend und was wird empfohlen?
Die folgenden Übersichten trennen Mindestanforderungen von sinnvollen Präzisierungen. Verpflichtend sind Angaben, ohne die eine IEEE-Zitation formal unvollständig oder nicht eindeutig zuordenbar ist.
Zitation im Text nach IEEE (Buch)
Zitationsnummer
Nummer in eckigen Klammern fortlaufend vergeben, z. B. [1].
Nummer einheitlich im gesamten Text setzen; die Position im Satz konsequent nach Richtlinie beibehalten.
Wiederholte Nennung
Dieselbe Nummer für dieselbe Quelle verwenden.
Bei vielen Wiederholungen gezielt Seitenangaben ergänzen, wenn diese für die Argumentation relevant sind.
Direktes Zitat
Seitenzahl oder Seitenbereich angeben, z. B. [1, S. 25].
Bei längeren Zitaten zusätzlich Kapitel oder Abschnitt nennen, sofern diese Angaben vorhanden und stabil sind.
Paraphrase
Zitationsnummer angeben, z. B. [1].
Seitenzahl ergänzen, wenn eine konkrete Stelle überprüfbar bleiben soll.
Mehrere Quellen
Mehrere Nummern getrennt angeben, z. B. [2], [4], [7].
Nummern aufsteigend sortieren; zusammenhängende Nummern als Spanne darstellen, z. B. [4]–[7].
Sekundärzitat
Nur die tatsächlich gelesene Quelle nummerisch belegen.
Sekundärlage im Satz klar markieren, z. B. mit „zitiert nach“.
Literaturverzeichnis nach IEEE (Buch)
Nummerierung
Nummerierung nach Reihenfolge der Erstnennung im Text führen.
Eine Quelle pro Nummer verwenden; keine Bündelung mehrerer Quellen in einem Eintrag.
Autorennamen
Initialen und Nachname angeben; bis sechs Autoren vollständig nennen, ab sieben Autoren erster Autor plus „u. a.“.
Schreibweise exakt nach Titelblatt oder Impressum übernehmen.
Titel
Titel mit Untertitel angeben, sofern ein Untertitel vorhanden ist.
Einheitliche Interpunktion und Titelzeichen im gesamten Literaturverzeichnis verwenden.
Auflage
Auflage angeben, wenn nicht die Erstauflage verwendet wurde.
Bei wissenschaftlich relevanten Werken die verwendete Auflage grundsätzlich prüfen.
Ort, Verlag, Jahr
Kerndaten vollständig angeben: Ort, Verlag und Erscheinungsjahr.
Bei Unsicherheit recherchieren statt Angaben zu raten oder frei zu ergänzen.
Online-Angabe
URL und Zugriffsdatum angeben, wenn das Buch online genutzt wurde.
Formulierungen wie „Verfügbar unter“ und „Zugriff am“ in allen Online-Einträgen identisch verwenden.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach IEEE? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Wissensdatenbank.
Wie funktioniert das IEEE-Zitiersystem im Text für Bücher (Monografien)?
IEEE arbeitet im Text mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Bei der ersten Erwähnung eines Buches erhält es eine neue Nummer, zum Beispiel [1]. Diese Nummer bleibt für dieses Buch im gesamten Text unverändert. Jede spätere Bezugnahme nutzt genau dieselbe Nummer, und die Nummer verweist immer auf einen eindeutig zugeordneten Eintrag in der nummerierten Literaturliste am Ende des Dokuments, die nicht alphabetisch, sondern in Zitierreihenfolge sortiert ist.
Wann muss ich im IEEE-Stil beim Zitieren eines Buches eine Seitenangabe ergänzen?
Eine Seitenangabe ist im IEEE-Stil immer dann verpflichtend, wenn eine konkrete Textstelle wörtlich zitiert wird. In diesem Fall lautet der Beleg zum Beispiel [1, S. 25] oder bei einem Seitenbereich [1, S. 25–27]. Bei reinen Paraphrasen genügt in der Regel die Zitationsnummer [1]; eine Seitenzahl ist dann nicht zwingend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn die Aussage eng an eine bestimmte Passage im Buch gebunden ist.
Wie zitiere ich ein direktes (wörtliches) Zitat aus einem Buch nach IEEE korrekt im Text?
Ein direktes Zitat wird wortwörtlich in Anführungszeichen gesetzt und erhält direkt im Anschluss die Zitationsnummer mit Seitenangabe. Ein typisches Beispiel lautet: „Bildung ist ein lebenslanger Prozess.“ [1, S. 25]. Das Zitat sollte exakt aus der Quelle übernommen werden, inklusive Schreibweise und Zeichensetzung, damit die Fundstelle eindeutig geprüft werden kann. Die Seitenangabe ist bei direkten Zitaten Pflicht.
Wie zitiere ich ein indirektes Zitat (Paraphrase) und wie gehe ich mit mehreren Quellen in einem Beleg um?
Bei Paraphrasen wird der Inhalt in eigenen Worten wiedergegeben. IEEE verlangt hier meist nur die Zitationsnummer, zum Beispiel [1]. Eine Seitenangabe wie [1, S. 10] ist optional, aber sinnvoll, wenn sich die Aussage auf eine klar definierte Passage stützt. Stützen mehrere Bücher dieselbe Aussage, werden mehrere Nummern gemeinsam genannt, geordnet nach aufsteigender Nummer, zum Beispiel [2], [4], [7] oder bei zusammenhängenden Nummern als Spanne [4]–[7].
Wie gehe ich im IEEE-Stil mit E-Books ohne feste Seitenzahlen um?
Wenn ein Buch keine stabilen Seitenzahlen besitzt (z. B. reines E-Book mit dynamischer Paginierung), können ersatzweise Kapitel- oder Abschnittsangaben genutzt werden. IEEE erlaubt hierfür Lokatoren wie [1, Kap. 3] oder [1, Abschn. 2.1]. Voraussetzung ist, dass Kapitel oder Abschnitte in der Quelle eindeutig ausgewiesen sind. Der Literaturverzeichniseintrag bleibt unverändert; nur der Textbeleg nutzt den alternativen Lokator anstelle von Seitenangaben.
Wie sieht der Standard-Literaturverzeichniseintrag für ein gedrucktes Buch nach IEEE aus?
Das Grundschema für eine gedruckte Monografie lautet: [Nr.] Initiale. Nachname, Titel des Buches: Untertitel, Auflage. Ort: Verlag, Jahr. Ein Beispiel ist: [1] T. Müller, Bildung im digitalen Zeitalter: Grundlagen und Perspektiven, 2. Aufl. Berlin: Springer, 2014. Autorennamen stehen mit Initialen vor dem Nachnamen, der Titel ist vollständig, und Ort, Verlag und Jahr bilden die bibliografischen Kerndaten, die das Buch eindeutig identifizierbar machen.
Wie werden ein, zwei, mehrere und sieben oder mehr Autoren im IEEE-Bucheintrag dargestellt?
Bei einem Autor steht im Eintrag nur diese Person, zum Beispiel [1] T. Müller, Einführung in die Pädagogik. München: Beck, 2014. Bei zwei Autoren werden beide mit „und“ verbunden: [2] T. Müller und P. Schneider, Grundlagen der Sozialarbeit. Berlin: Springer, 2016. Bei drei bis sechs Autoren werden alle genannt und durch Kommata getrennt; vor dem letzten steht „und“. Ab sieben Autoren wird der Eintrag auf den ersten Autor verkürzt und „u. a.“ ergänzt, etwa [4] T. Müller u. a., Handbuch der Erziehungswissenschaft. Stuttgart: Kohlhammer, 2017.
Wie zitiere ich Bücher mit Organisation als Autor, mit Herausgebern oder ohne bekannten Autor nach IEEE?
Wenn eine Organisation als Autor fungiert, steht sie an erster Stelle, zum Beispiel [5] Deutsche Gesellschaft für Psychologie, Leitfaden für psychologische Forschung. Göttingen: Hogrefe, 2010. Bei Sammelwerken ohne individuelle Autoren, aber mit Herausgebern, wird der Herausgeber als Autorposition genutzt und mit „Hrsg.“ gekennzeichnet, etwa [6] K. Schmidt, Hrsg., Sozialpädagogik heute. Wiesbaden: VS Verlag, 2012. Fehlt jeder Autor, beginnt der Eintrag mit dem Titel, zum Beispiel [8] Handbuch der Sozialpädagogik. München: Beck, 2005.
Wie behandle ich Übersetzungen, Nachdrucke und nicht veröffentlichte Manuskripte im IEEE-Literaturverzeichnis?
Bei Übersetzungen bleibt der Originalautor an erster Stelle; der Übersetzer wird ergänzt, zum Beispiel [14] E. Durkheim, Die Regeln der soziologischen Methode, A. Müller, Übers. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2004. (Original erschienen 1895). Bei Nachdrucken wird das Jahr der genutzten Ausgabe geführt und die Originalausgabe in Klammern erwähnt, etwa [15] J. Piaget, Das Weltbild des Kindes. Stuttgart: Klett-Cotta, 2021. (Nachdruck der Ausg. 1970). Nicht veröffentlichte Manuskripte werden als solche gekennzeichnet, zum Beispiel [22] L. Schneider, Theorien der Sozialpädagogik (Unveröffentlichtes Manuskript). Potsdam: Universität Potsdam, 2015.
Wie zitiere ich Online-Bücher nach IEEE, inklusive URL und Zugriffdatum?
Online genutzte Bücher werden nach dem Standardschema für Monografien erfasst und zusätzlich um Online-Hinweise ergänzt. Eine typische Form lautet: [16] T. Müller, Bildung im digitalen Zeitalter. Berlin: Springer, 2014. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026. Wichtig ist, dass die Formulierungen wie „[Online]“, „Verfügbar unter:“ und „Zugriff am:“ im gesamten Literaturverzeichnis einheitlich verwendet werden, damit die Einträge formal konsistent bleiben.
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Recherche und Korrektur der Zitation im Text nach APA, Chicago, Harvard und Hochschulrichtlinien
Zitationskorrektur ansehenRecherche und Korrektur der Quellen im Literaturverzeichnis nach Hochschulrichtlinien sowie APA, Chicago, Harvard, IEEE etc.
Literaturverzeichnis ansehenJede Quelle muss die richtigen bibliografischen Angaben tragen. Alle Quellen müssen im Text und im Literaturverzeichnis übereinstimmen.
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