Datenbanken zitieren nach IEEE
Datenbanken werden im IEEE-Stil im Text mit einer fortlaufenden Nummer in eckigen Klammern belegt, z. B. [1]. Die Nummer bezieht sich meist auf einen konkreten Datensatz, eine Tabelle, einen Indikator oder einen Datenbankeintrag und bleibt im gesamten Text identisch. Bei direkten Zitaten oder konkreten Zahlenwerten wird ein Lokator ergänzt, z. B. [1, Tabelle 7] oder [1, Datensatz-ID 12345]. Im Literaturverzeichnis stehen Institution oder Autor, Datensatz- bzw. Eintragstitel, Datenbankname, Stand oder Version, Kennung, URL und Zugriffdatum. Sonderfälle betreffen dynamische Datenbanken, Abfragen mit Filtern, Login- oder Paywall-Zugriff sowie fehlende Kennungen.
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Wichtigste Regeln
Datenbanken zitieren IEEE
Für Datenbanken gilt im IEEE-Zitierstil ein nummerisches Nachweissystem. Im Text stehen Quellen nicht mit Autor und Jahr, sondern mit fortlaufenden Nummern in eckigen Klammern.
Für Datenbanken nach IEEE gelten folgende Grundregeln:
- Im Text stehen Zitationsnummern in eckigen Klammern.
- Die Nummer wird bei der ersten Nennung einer Quelle vergeben.
- Die Nummer bleibt für dieselbe Quelle in der gesamten Arbeit konstant.
- In der Regel wird der konkrete Datensatz zitiert, nicht die Datenbank allgemein.
- Geeignete Lokatoren sind Datensatz-ID, Tabelle, Indikator, Variable oder Zeitreihe.
- Bei direkten Zitaten muss die Fundstelle exakt genannt werden.
- Die Literaturliste wird nummeriert und nicht alphabetisch sortiert.
- Bei Online-Datenbanken werden URL und Zugriffsdatum ergänzt.
Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Diese Nummer verweist auf genau einen Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Bei Datenbanken ist die präzise Benennung der verwendeten Einheit entscheidend: In der Regel ist nicht die Datenbank insgesamt gemeint, sondern ein konkreter Datensatz, ein Datenbankeintrag, eine Tabelle oder eine Zeitreihe.
Da Datenbanken Inhalte aktualisieren, ist zusätzlich das Zugriffsdatum im Literaturverzeichnis erforderlich. Wenn die Datenbank eine Kennung ausweist, etwa Datensatz-ID, DOI oder Tabellen-Code, sollte diese Kennung genutzt werden, weil sie die Fundstelle stabil macht.
Zitation im Text bei allgemeinen Paraphrasen
Die einfache Zitation im Text lautet:
[1]
Diese Form wird eingesetzt, wenn eine Aussage auf einen Datenbankeintrag oder Datensatz gestützt wird, ohne dass eine punktgenaue Stelle zwingend genannt werden muss.
Zitation im Text mit präziser Fundstelle
Bei Datenbanken ersetzen Lokatoren häufig klassische Seitenzahlen. Geeignet sind Datensatz-ID, Tabelle, Indikator, Variablenname, Abschnitt oder Zeitreihe.
Beispiele:
[1, Datensatz-ID 12345]
[1, Tabelle 7]
[1, Indikator „Arbeitslosenquote“, 2023]
Diese Zusätze zeigen, welche konkrete Datenbankstelle die Aussage trägt.
Datenbank als direktes Zitat zitieren
Ein direktes Zitat übernimmt eine Textstelle wortwörtlich, zum Beispiel eine Definition oder Beschreibung in einem Datenbankeintrag. Das Zitat steht in Anführungszeichen und erhält direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus Lokator, etwa ID, Tabelle, Abschnitt oder Eintragsbereich.
Ohne Lokator ist ein wörtliches Zitat aus einer Datenbank nicht ausreichend prüfbar.
Ein Beispiel für ein direktes Zitat lautet:
„Der Indikator beschreibt …“ [1, Datensatz-ID 12345]
Datenbank als indirektes Zitat zitieren
Ein indirektes Zitat, also eine Paraphrase, gibt Inhalte sinngemäß wieder. In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer.
Ein Lokator ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit bei konkreten Zahlenwerten, Tabellen oder Zeitreihen, weil damit klar ist, welche Ausprägung genutzt wurde.
Beispiele:
Die Zeitreihe zeigt einen Anstieg
[1].
Der Wert basiert auf Tabelle 7
[1, Tabelle 7].
Mehrere Quellen in einem Beleg
Wenn mehrere Datenbankeinträge oder Datensätze dieselbe Aussage stützen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt. Die Nummern werden aufsteigend sortiert. Bei zusammenhängenden Nummern kann eine Spanne gebildet werden.
Beispiele:
[2], [4], [7]
[4]–[7]
Sekundärzitate nach IEEE
Sekundärzitate liegen vor, wenn Daten nicht direkt aus der Datenbank entnommen wurden, sondern aus einer anderen Quelle stammen, die die Datenbank nur erwähnt oder zusammenfasst. In IEEE wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die Quelle geführt, die tatsächlich vorliegt und gelesen wurde.
Im Text wird zusätzlich deutlich gemacht, dass der Zugriff indirekt erfolgt. Der Datenbankeintrag erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht in den Datensatz oder Eintrag vorliegt.
Beispiel im Text:
Die Werte aus der Datenbank werden bei Schneider zusammengefasst [2, S. 45].
Literaturverzeichnis:
Nur Schneider erscheint als [2].
Bei Datenbanken sollte nach Möglichkeit der konkrete Datensatz, die Tabelle oder der Indikator zitiert werden. Eine allgemeine Nennung der gesamten Datenbank reicht nur aus, wenn wirklich die Datenbank als Gesamtressource gemeint ist.
Im Text
Im Text zitieren: Datenbanken nach IEEE
Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung eines Datensatzes oder Datenbankeintrags vergeben und bleibt für diese Quelle im gesamten Text gleich.
Da Datenbanken meist keine stabilen Seitenzahlen liefern, ersetzt ein Lokator die Seitenangabe. Geeignet sind Datensatz-ID, DOI, Tabellen-Code, Indikatorname, Zeitreihe oder ein klarer Abschnitt im Eintrag.
Bei wörtlichen Zitaten ist ein solcher Lokator erforderlich. Bei Paraphrasen genügt meist die Nummer; ein Lokator erhöht die Prüfbarkeit bei konkreten Werten oder Tabellenbezug. Mehrere Quellen werden in einem Beleg zusammengeführt und nach Nummern aufsteigend geordnet; zusammenhängende Nummern können als Spanne dargestellt werden.
Grundform im Fließtext
Die Grundform besteht aus der Zitationsnummer in eckigen Klammern.
Belegform:
[1]
Diese Grundform wird genutzt, wenn eine Aussage auf den Datensatz oder Eintrag insgesamt gestützt wird, ohne dass eine bestimmte Stelle im Zentrum steht.
Beispiel:
Der Datensatz weist eine steigende Tendenz aus [1].
Direktes Zitat (wörtlich)
Bei wörtlichen Zitaten wird eine Textstelle exakt übernommen. Das Zitat steht in Anführungszeichen und erhält direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus Lokator. Der Lokator muss zur Datenbank passen und sollte die Fundstelle eindeutig machen.
Beispiel:
„Die Variable umfasst …“ [1, Datensatz-ID 12345]
Indirektes Zitat (Paraphrase)
Bei Paraphrasen wird der Inhalt sinngemäß wiedergegeben. In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer. Ein Lokator ist empfehlenswert, wenn ein bestimmter Wert, eine Tabelle oder ein Zeitraum argumentativ zentral ist.
Beispiele:
Die Daten zeigen einen Rückgang im Zeitraum
[1].
Die Aussage basiert auf Tabelle 7
[1, Tabelle 7].
Lokatoren statt Seitenzahlen
Wenn keine Seitenzahlen existieren, werden datenbankspezifische Lokatoren genutzt. Diese Angaben funktionieren nur, wenn die Datenbank sie eindeutig ausweist.
- Datensatz-ID
- DOI
- Tabellen-Code
- Indikator oder Variable
- Zeitreihe oder Zeitraum
- Eintragsbereich, z. B. „Methodik“, „Definition“ oder „Metadaten“
Beispiele:
[1, Datensatz-ID 12345]
[1, Tabelle 7]
[1, Indikator „X“, 2018–2023]
[1, Abschnitt „Definition“]
Mehrere Quellen in einem Beleg
Wenn mehrere Datenbankquellen dieselbe Aussage stützen, werden mehrere Zitationsnummern in einem Beleg zusammengeführt. Die Nummern stehen aufsteigend; zusammenhängende Nummern können als Spanne geschrieben werden.
Beispiele:
… [2], [4], [7].
… [4]–[7].
Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik, nicht dem Alphabet.
Autorname oder Institution im Satz (optional)
IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn die Institution oder ein Autorenname im Satz stehen soll, folgt direkt die Zitationsnummer.
Beispiel:
Das Statistische Bundesamt berichtet hierzu [1].
Sekundärzitate (nur über eine andere Quelle bekannt)
Wenn der Datensatz nicht direkt genutzt wurde, wird im Literaturverzeichnis nur die Quelle geführt, die tatsächlich gelesen wurde. Im Text wird transparent gemacht, dass die Information indirekt übernommen wurde. Der Datenbankeintrag wird nicht in die Literaturliste aufgenommen, solange keine Einsicht vorliegt.
Beispiel im Text:
Die Datenbankwerte werden bei Schneider zusammengefasst [2, S. 45].
Literaturverzeichnis:
Nur Schneider erscheint als [2].
Bei Datenbanken sollte die tatsächlich ausgewertete Einheit zitiert werden: Datensatz, Tabelle, Indikator, Variable oder Eintrag. Eine allgemeine Datenbanknennung ist nur dann ausreichend, wenn die Datenbank selbst Gegenstand der Aussage ist.
Im Literaturverzeichnis
Im Literaturverzeichnis: IEEE Datenbank zitieren
Im Literaturverzeichnis werden Datenbanken, Datensätze oder Datenbankeinträge als einzelne, nummerierte Einträge geführt. Die Nummerierung folgt der Reihenfolge, in der eine Quelle erstmals im Text zitiert wird. Jeder Eintrag steht für genau eine Quelle und enthält die Kerndaten so, dass die verwendete Fassung eindeutig identifizierbar ist.
Bei Datenbanken sind insbesondere Datenbankname oder Plattform, verantwortliche Stelle, Titel des Datensatzes oder Eintrags, Version oder Stand, Kennung, URL und Zugriffsdatum relevant. Wenn eine Abfrageparameter-Kombination den Inhalt bestimmt, etwa Indikator und Zeitraum, ist eine knappe Abfragebeschreibung empfehlenswert.
Grundschema (Datenbankeintrag / Datensatz)
Schema:
[Nummer] Autor/Institution, „Titel des Datensatzes/Eintrags“, Datenbankname/Plattform, Version/Stand, Kennung. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: TT.MM.JJJJ
Beispiel:
[1] Statistisches Bundesamt, „Arbeitslosenquote nach Jahr“, GENESIS-Datenbank, Stand: 01.02.2026, Tabelle 123-45. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Autor als Person
Wenn ein konkreter Datensatz einen Autor nennt, wird dieser als Autor geführt. Die Plattform bleibt als Datenbankname erhalten.
[2] T. Müller, „Titel des Datensatzes“, Datenbankname, Stand: TT.MM.JJJJ, Datensatz-ID 12345. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Autor ist eine Organisation oder Institution
Wenn eine Institution für den Datensatz oder Datenbankeintrag verantwortlich ist, steht sie an erster Stelle.
[3] Organisation/Institution, „Titel des Datensatzes“, Datenbankname, Stand: TT.MM.JJJJ, Kennung. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Autor unbekannt
Wenn keine Autorenschaft ermittelbar ist, beginnt der Eintrag mit dem Titel. Plattform oder Datenbank bleiben zwingend, damit der Eintrag eindeutig auffindbar ist.
[4] „Titel des Datensatzes“, Datenbankname, Stand: TT.MM.JJJJ, Kennung. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Version / Stand / Aktualisierung
Wenn eine Datenbank einen Stand, eine Version oder ein Aktualisierungsdatum ausweist, sollte diese Angabe ergänzt werden. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Fassung der Daten verwendet wurde.
[5] Organisation, „Titel“, Datenbankname, Version 2.1 (Stand: TT.MM.JJJJ), Kennung. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Datenbank als Ganzes
Wenn nicht ein einzelner Datensatz, sondern die Datenbank als Ressource zitiert wird, steht die Datenbank als Einheit im Eintrag. Diese Form eignet sich nur selten für konkrete Zahlen, Tabellen oder Indikatoren.
[6] Organisation/Institution, Datenbankname. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Datensatz mit DOI
Wenn ein Datensatz eine DOI besitzt, sollte diese gegenüber einer allgemeinen URL bevorzugt werden. Die DOI verbessert die dauerhafte Auffindbarkeit und verweist meist auf eine stabile Version des Datensatzes.
[7] Forschungsdatenzentrum Bildung, „Bildungsindikatoren Deutschland 2024“, Forschungsdatenbank Bildung, Version 1.0, Datensatz. [Online]. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1234/fdzb.2024.001. Zugriff am: 08.02.2026
Abfrage mit Indikator und Zeitraum
Wenn eine Datenbankabfrage erst durch Indikator, Region, Zeitraum oder weitere Filter eindeutig wird, sollte diese Auswahl knapp beschrieben werden.
[8] OECD, „Education spending by level of education“, OECD Data, Indikator: Bildungsausgaben, Zeitraum 2018–2023. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Bei Datenbanken sollte der Eintrag so konkret wie möglich sein. Ein Datensatz, eine Tabelle oder ein Indikator ist meist präziser als die allgemeine Nennung der gesamten Datenbank.
Sonderfälle
Sonderfälle Datenbank zitieren nach IEEE
Sonderfälle betreffen Datenbanken, deren Inhalte dynamisch sind oder deren Identifikation zusätzliche Angaben benötigt. Auch hier gilt: Jeder Sonderfall bekommt einen eigenen, nummerierten Eintrag.
Zusätze wie Stand, Kennungen oder Abfragebeschreibung werden so ergänzt, dass Identifikation und Prüfbarkeit steigen, ohne die Grundstruktur des IEEE-Zitierstils zu verlassen.
Dynamische Datenbanken (laufend aktualisiert)
Bei Datenbanken mit häufigen Updates ist das Zugriffsdatum zwingend. Ein Stand- oder Aktualisierungsdatum sollte ergänzt werden, wenn die Datenbank diese Angabe ausweist. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Fassung der Daten verwendet wurde.
Wenn eine exportierte PDF- oder CSV-Version verfügbar ist, kann diese Version die verlässlichere Zitiergrundlage sein, weil sie den verwendeten Datenstand stabiler dokumentiert.
Beispiel:
[9] Statistisches Bundesamt, „Studierende nach Hochschulart“, GENESIS-Online Datenbank, Stand: 01.02.2026, Tabelle XYZ. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Abfragen mit Parametern (Filter, Zeitraum, Region)
Wenn eine Abfrage den Datenausschnitt definiert, sollte eine knappe Abfragebeschreibung ergänzt werden. Sinnvoll sind insbesondere Indikator, Zeitraum, Region oder weitere zentrale Filter.
Ziel ist Nachvollziehbarkeit ohne überlange Parameterlisten. Unwichtige technische Filter sollten nicht den gesamten Eintrag überladen.
Beispiel:
[10] OECD, „Employment rate by age group“, OECD Data, Indikator: Erwerbstätigenquote, Region: Deutschland, Zeitraum: 2018–2023. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Login- oder Paywall-Zugriff
Wenn Inhalte nur nach Anmeldung oder über eine Lizenz zugänglich sind, sollten Titel, Plattform, Stand und Kennung so vollständig wie möglich dokumentiert werden. Das Zugriffsdatum bleibt zentral, weil es den Zeitpunkt des verfügbaren Datenstands dokumentiert.
Ein Hinweis auf den eingeschränkten Zugriff kann ergänzt werden, wenn die Datenbank nicht frei zugänglich ist.
Beispiel:
[11] Anbieter/Institution, „Titel des Datensatzes“, Fachdatenbank, Datensatz-ID 12345. [Online; Zugang mit Login]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Keine Kennung vorhanden
Wenn keine ID, DOI oder Tabellenkennung vorliegt, sollte ein stabiler Lokator genutzt werden. Geeignet sind eine eindeutige Überschrift im Eintrag, der Datenbankname, ein Standdatum oder eine präzise Abfragebeschreibung.
Ohne stabile Kennung gewinnt das Zugriffsdatum an Bedeutung, weil es die verwendete Fassung zeitlich einordnet.
Beispiel:
[12] Organisation/Institution, „Titel des Eintrags“, Datenbankname, Abschnitt „Metadaten“, Stand: TT.MM.JJJJ. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Exportierte Datendatei (CSV, XLSX, PDF)
Wenn eine Datenbank einen Export als CSV-, Excel- oder PDF-Datei bereitstellt, kann diese exportierte Fassung zitiert werden. Dadurch wird der verwendete Datenstand besser nachvollziehbar, besonders bei dynamischen Datenbanken.
Beispiel:
[13] Statistisches Bundesamt, „Studierende nach Hochschulart“, GENESIS-Online Datenbank, CSV-Export, Stand: 01.02.2026. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Datensatz mit DOI oder persistentem Identifikator
Wenn ein Datensatz einen DOI, Handle, URN oder anderen persistenten Identifikator besitzt, sollte dieser bevorzugt verwendet werden. Der persistente Identifikator ist stabiler als eine allgemeine Datenbank-URL.
Beispiel:
[14] Forschungsdatenzentrum Bildung, „Bildungsindikatoren Deutschland 2024“, Forschungsdatenbank Bildung, Version 1.0. [Online]. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1234/fdzb.2024.001. Zugriff am: 08.02.2026
Datenbankeintrag ohne Autor oder Institution
Wenn keine verantwortliche Person oder Institution erkennbar ist, beginnt der Eintrag mit dem Titel des Datensatzes oder Eintrags. Datenbankname, Stand, URL und Zugriffsdatum bleiben dann besonders wichtig.
Beispiel:
[15] „Titel des Datensatzes“, Datenbankname, Stand: TT.MM.JJJJ. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Bei Datenbanken sollte die tatsächlich verwendete Einheit zitiert werden. Datensatz, Tabelle, Indikator, Version und Standdatum sind meist wichtiger als die allgemeine Nennung der Plattform.
Verpflichtend vs. empfohlen
Was ist nach IEEE für die Zitation einer Datenbank verpflichtend und was wird empfohlen?
Die folgenden Übersichten trennen Mindestanforderungen von sinnvollen Präzisierungen. Verpflichtend sind Angaben, ohne die eine IEEE-Zitation formal unvollständig oder nicht eindeutig zuordenbar ist.
Zitation im Text nach IEEE (Datenbank)
Zitationsnummer
Nummer in eckigen Klammern angeben, z. B. [1].
Nummer vor das Satzzeichen setzen und diese Position im gesamten Text einheitlich beibehalten.
Wiederholte Nennung
Dieselbe Nummer für dieselbe Datenbankquelle verwenden.
Lokator ergänzen, wenn sich die Aussage auf eine zentrale Tabelle, einen Indikator oder einen konkreten Datensatz bezieht.
Direktes Zitat
Nummer und Lokator zwingend angeben, z. B. [1, Datensatz-ID 12345].
Lokator über ID, Abschnitt oder Definition wählen, damit die zitierte Stelle eindeutig auffindbar bleibt.
Paraphrase
Zitationsnummer angeben, z. B. [1].
Lokator ergänzen, wenn konkrete Zahlenwerte, Tabellen oder Zeitreihen belegt werden.
Lokator
Bei allgemeinen Überblicksbezügen ist kein Lokator zwingend erforderlich.
ID, Tabelle, Indikator oder Zeitraum nennen, wenn diese Angaben die verwendete Datenbankstelle präzisieren.
Mehrere Quellen
Mehrere Nummern getrennt angeben, z. B. [2], [4].
Zusammenhängende Nummern als Spanne darstellen, z. B. [4]–[7].
Sekundärzitat
Nur die tatsächlich gelesene Quelle belegen, wenn der Datensatz oder Datenbankeintrag nicht direkt eingesehen wurde.
Indirekten Zugriff klar benennen, z. B. mit „zusammengefasst bei“ oder „zitiert nach“.
Literaturverzeichnis nach IEEE (Datenbank)
Nummerierung
Nummerierung nach Reihenfolge der Erstnennung im Text führen.
Eine Quelle pro Nummer verwenden, damit Datensatz, Tabelle oder Eintrag eindeutig zugeordnet bleiben.
Autor / Institution
Autor oder verantwortliche Institution nennen, sofern diese Angabe vorhanden ist.
Schreibweise exakt aus Datenbankeintrag, Metadaten oder Anbieterangabe übernehmen.
Titel
Titel des Datensatzes, Eintrags, Indikators oder der Tabelle angeben.
Anführungszeichen für Datensatz- und Eintragstitel im gesamten Verzeichnis konsistent verwenden.
Datenbankname
Plattform oder Datenbank nennen, damit die Quelle auffindbar bleibt.
Rubrik, Bereich oder Modul ergänzen, wenn diese Angabe die Suche in der Datenbank erleichtert.
Stand / Version
Stand, Version oder Veröffentlichungsstand angeben, wenn die Datenbank diese Information bereitstellt.
Aktualisierungsdatum zusätzlich nennen, wenn sich Daten oder Metadaten regelmäßig ändern.
Kennung
Kennung angeben, wenn der Datensatz, Eintrag oder die Tabelle eine ID besitzt.
DOI, Datensatz-ID, Tabellen-Code oder persistenten Identifikator bevorzugen.
URL
URL mit der Formulierung „Verfügbar unter: URL“ angeben.
Möglichst dauerhafte URL, DOI, Handle oder Permalink nutzen; Session-Links vermeiden.
Zugriffsdatum
Zugriffsdatum mit der Formulierung „Zugriff am: TT.MM.JJJJ“ angeben.
Schreibweise im gesamten Literaturverzeichnis einheitlich halten.
Abfragebeschreibung
Indikator, Zeitraum, Region oder zentrale Filter knapp nennen, wenn diese Angaben den verwendeten Datenausschnitt bestimmen.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach IEEE? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Wissensdatenbank.
Wie zitiere ich eine Datenbankquelle im Text nach IEEE grundsätzlich?
Im IEEE-Stil werden Datenbanken im Text mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern zitiert. Bei der ersten Nennung eines Datensatzes oder Datenbankeintrags erhält dieser eine Nummer, zum Beispiel [1], die im gesamten Text für diese Quelle konstant bleibt. Ein allgemeiner Verweis kann etwa lauten: Der Datensatz weist eine steigende Tendenz aus [1]. Die Nummer verweist immer auf einen eindeutig zugeordneten Eintrag in der nummerierten Literaturliste am Ende des Dokuments.
Welche Lokatoren nutze ich bei Datenbanken anstelle von Seitenzahlen im IEEE-Stil?
Da Datenbanken in der Regel keine stabilen Seitenzahlen besitzen, werden im IEEE-Stil alternative Lokatoren verwendet. Geeignet sind vor allem Datensatz-IDs, Tabellen-Codes, Indikatornamen, Zeiträume oder klar benannte Abschnitte. Beispiele sind [1, Datensatz-ID 12345], [1, Tabelle 7] oder [1, Indikator „Arbeitslosenquote“, 2023]. Diese Angaben ersetzen Seitenzahlen und machen deutlich, welcher konkrete Ausschnitt der Datenbank die Aussage trägt.
Wie zitiere ich ein direktes (wörtliches) Zitat aus einer Datenbank nach IEEE im Text?
Ein direktes Zitat aus einem Datenbankeintrag wird wortwörtlich in Anführungszeichen übernommen und erhält direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus Lokator. Ein Beispiel lautet: „Der Indikator beschreibt …“ [1, Datensatz-ID 12345]. Der Lokator (ID/Tabelle/Abschnitt) ist beim direkten Zitat zwingend, weil er die konkrete Textstelle oder Definition in der Datenbank eindeutig identifizierbar macht und so eine spätere Prüfung ermöglicht.
Wie zitiere ich Daten aus einer Datenbank als Paraphrase nach IEEE und wann sollte ich einen Lokator ergänzen?
Bei Paraphrasen werden Inhalte aus der Datenbank sinngemäß wiedergegeben. In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer, zum Beispiel: Die Zeitreihe zeigt einen Anstieg [1]. Wenn konkrete Werte, Tabellen oder bestimmte Zeiträume argumentativ wichtig sind, ist ein zusätzlicher Lokator empfehlenswert, etwa [1, Tabelle 7] oder [1, Indikator „X“, 2018–2023]. So wird klar, welche Datenausprägung konkret gemeint ist.
Wie zitiere ich im IEEE-Stil mehrere Datenbankquellen in einem gemeinsamen Beleg?
Stützen mehrere Datenbankquellen dieselbe Aussage, werden ihre Zitationsnummern in einem Beleg zusammengeführt und aufsteigend sortiert. Beispiele sind [2], [4], [7] oder, bei direkt aufeinanderfolgenden Einträgen, eine Spanne wie [4]–[7]. Die Reihenfolge orientiert sich an den Nummern, nicht an den Datenbanknamen oder Institutionen. Bei Bedarf können einzelnen Nummern zusätzliche Lokatoren zugeordnet werden, etwa [2, Tabelle 3] [4, Datensatz-ID 9876].
Wie sieht der Standard-Eintrag für einen Datensatz im IEEE-Literaturverzeichnis aus?
Das Grundschema für einen Datensatz oder Datenbankeintrag lautet:[Nr.] Autor/Institution, „Titel des Datensatzes/Eintrags“, Datenbankname/Plattform, Version/Stand, Kennung. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: TT.MM.JJJJ
Ein Beispiel ist:[1] Statistisches Bundesamt, „Arbeitslosenquote nach Jahr“, GENESIS-Datenbank, Stand: 01.02.2026, Tabelle 123-45. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Der Eintrag enthält damit Verantwortliche (Autor/Institution), Datensatztitel, Datenbankname, Stand/Version, Kennung, URL und Zugriffsdatum.
Wie zitiere ich eine Datenbankquelle, wenn eine Person als Autor genannt wird oder die Datenbank als Ganzes referenziert werden soll?
Wenn ein Datensatz eine Person als Autor ausweist, steht diese an erster Stelle, zum Beispiel: [2] T. Müller, „Titel des Datensatzes“, Datenbankname, Stand: TT.MM.JJJJ, Datensatz-ID 12345. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026. Wenn die Datenbank als Plattform insgesamt zitiert wird (z. B. als Ressource), wird die Datenbank als Einheit erfasst, etwa: [6] Organisation/Institution, Datenbankname. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026. Diese Form eignet sich jedoch weniger für konkrete Zahlenangaben und eher für methodische Hinweise auf die Ressource.
Warum sind Stand/Version und Zugriffsdatum bei Datenbanken im IEEE-Stil so wichtig?
Datenbanken werden häufig aktualisiert; Werte und Metadaten können sich im Zeitverlauf ändern. Deshalb ist es im IEEE-Stil wichtig, Stand- oder Versionsangaben zu ergänzen, sofern diese ausgewiesen sind, etwa „Stand: 01.02.2026“ oder „Version 2.1“. Zusätzlich wird immer ein Zugriffsdatum angegeben, zum Beispiel „Zugriff am: 08.02.2026“. So kann später nachvollzogen werden, welche Fassung der Datenbasis für die Auswertung herangezogen wurde, insbesondere bei dynamischen oder laufend aktualisierten Datasets.
Wie gehe ich mit Abfragen, Filtern und Parametern in Datenbanken beim IEEE-Nachweis um?
Wenn eine Datenbankabfrage über Filter, Zeitraum oder Region einen spezifischen Datenausschnitt definiert, sollte dies im Literaturverzeichnis knapp beschrieben werden, ohne eine komplette Parameterliste zu übernehmen. Ein Eintrag kann zum Beispiel lauten: [3] OECD, „Education Indicator B2: Expenditure per student, tertiary, 2010–2023, Germany“, OECD Data, Stand: 01.02.2026, Indikator B2. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026. Im Text können ergänzende Lokatoren wie [3, Indikator B2, 2018–2023] genutzt werden, um deutlich zu machen, auf welchen Ausschnitt sich die Analyse konkret bezieht.
Welche Angaben sind bei Datenbanken im IEEE-Stil zwingend und welche nur empfohlen?
Zwingend im Text ist eine Zitationsnummer in eckigen Klammern und bei direkten Zitaten ein geeigneter Lokator (z. B. Datensatz-ID, Tabelle, Abschnitt). Im Literaturverzeichnis sind mindestens Nummerierung nach Erstnennung, Autor oder Institution, Titel des Datensatzes/Eintrags, Datenbankname, URL und Zugriffsdatum erforderlich. Empfohlen sind ergänzende Angaben wie Stand/Version, Kennungen (ID, DOI, Tabellen-Code), kurze Abfragebeschreibungen (Indikator + Zeitraum + Region) sowie konsistente Formulierungen wie „[Online]“, „Verfügbar unter: URL“ und „Zugriff am: TT.MM.JJJJ“ im gesamten Verzeichnis.
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Recherche und Korrektur der Zitation im Text nach APA, Chicago, Harvard und Hochschulrichtlinien
Zitationskorrektur ansehenRecherche und Korrektur der Quellen im Literaturverzeichnis nach Hochschulrichtlinien sowie APA, Chicago, Harvard, IEEE etc.
Literaturverzeichnis ansehenJede Quelle muss die richtigen bibliografischen Angaben tragen. Alle Quellen müssen im Text und im Literaturverzeichnis übereinstimmen.
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