Interviews zitieren nach IEEE

Interviews werden im IEEE-Stil im Text mit einer fortlaufenden Nummer in eckigen Klammern belegt, z. B. [1]. Die Nummer bezieht sich auf genau ein Interview und bleibt im gesamten Text gleich. Bei direkten Zitaten wird ein Lokator ergänzt, z. B. ein Zeitstempel bei Audio/Video oder eine Seiten- bzw. Absatzangabe bei Transkripten: [1, 12:18], [1, S. 4] oder [1, Abs. 12]. Im Literaturverzeichnis stehen interviewte Person oder anonymisierte Kennung, Interviewtyp, Medium, Ort, Datum sowie ggf. Transkript, Aufzeichnung, URL und Zugriffdatum. Sonderfälle betreffen Anonymisierung, mehrere Interviewtermine, fehlende Kerndaten sowie die Abgrenzung zwischen Aufzeichnung und Transkript.

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Interviews zitieren

Wichtigste Regeln

Interviews zitieren IEEE

Für Interviews gilt im IEEE-Zitierstil ein nummerisches Nachweissystem. Im Text stehen Quellen nicht mit Autor und Jahr, sondern mit fortlaufenden Nummern in eckigen Klammern.

Für Interviews nach IEEE gelten folgende Grundregeln:

  • Im Text stehen Zitationsnummern in eckigen Klammern.
  • Die Nummer wird bei der ersten Nennung einer Quelle vergeben.
  • Die Nummer bleibt für dieselbe Quelle in der gesamten Arbeit konstant.
  • Direkte Zitate benötigen einen Zeitstempel, eine Seitenzahl oder eine Absatzangabe.
  • Bei Paraphrasen genügt meist die Zitationsnummer.
  • Die Literaturliste wird nummeriert und nicht alphabetisch sortiert.
  • Der Eintrag enthält Interviewtyp, Rollen, Datum und Medium.
  • Bei nicht öffentlichen Interviews entfällt die URL; stattdessen werden Ort, Institution oder Medium genannt.

Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Diese Nummer verweist auf genau einen Interview-Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Da Interviews häufig keine Seitenzahlen besitzen, wird bei punktgenauen Belegen ein geeigneter Lokator genutzt.

Bei Audio- oder Videointerviews wird ein Zeitstempel verwendet. Bei Transkripten kann eine Seitenzahl oder Absatzangabe genutzt werden. Zusätzlich ist wichtig, ob das Interview öffentlich verfügbar ist, zum Beispiel als veröffentlichtes Interview, oder intern geführt wurde, zum Beispiel als Experteninterview.

Für interne Interviews muss die Identifikation über Rollen, Datum, Ort oder Medium und Dokumenttyp erfolgen, zum Beispiel über Aufzeichnung oder Transkript.

Zitation im Text bei allgemeinen Paraphrasen

Die Zitation im Text lautet:

[1]

Diese Form passt, wenn eine Aussage aus dem Interview sinngemäß zusammengefasst wird und keine punktgenaue Stelle erforderlich ist.

Zitation im Text bei punktgenauen Stellen

Bei punktgenauen Stellen wird zusätzlich zur Zitationsnummer ein Lokator ergänzt.

Beispiele:

[1, 12:18]

[1, 12:15–13:05]

[1, S. 4]

[1, Abs. 12]

Interview als direktes Zitat zitieren

Ein direktes Zitat übernimmt eine Interviewaussage wortwörtlich. Dafür steht die Passage in Anführungszeichen und direkt im Anschluss folgt die Zitationsnummer plus Lokator. Der Lokator ist Pflicht, weil ein Interview sonst nicht ausreichend überprüfbar wäre. Bei Audio oder Video wird ein Zeitstempel genutzt, bei Transkripten eine Seiten- oder Absatzangabe.

Ein Beispiel für ein direktes Zitat lautet:

Die Implementierung scheiterte an fehlenden Ressourcen.“ [1, 12:18]

Interview als indirektes Zitat zitieren

Eine Paraphrase gibt den Inhalt sinngemäß wieder. In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer. Ein Lokator ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit bei zentralen Passagen oder sensiblen Aussagen.

Beispiele:

Die interviewte Person beschreibt hohe Belastungsspitzen [1].

Die Einschätzung bezieht sich auf die Projektphase zwei [1, Abs. 12].

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere Interviews dieselbe Aussage stützen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt. Die Nummern werden aufsteigend sortiert. Bei zusammenhängenden Nummern kann eine Spanne gebildet werden.

Beispiele:

[2], [4], [7]

[4]–[7]

Sekundärzitate nach IEEE

Sekundärzitate liegen vor, wenn ein Interview nicht direkt vorliegt und eine Aussage nur über eine andere Quelle bekannt ist, zum Beispiel wenn ein Bericht ein Interview zitiert. In IEEE wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die Quelle geführt, die tatsächlich gelesen wurde. Im Text wird zusätzlich deutlich gemacht, dass der Zugriff indirekt erfolgt.

Das nicht eingesehene Interview erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht vorliegt.

Beispiel im Text:

Das Interview wird bei Schneider zusammengefasst [2, S. 45].

Literaturverzeichnis:

Nur Schneider erscheint als [2].

Hinweis

Bei Interviews hängt der richtige Lokator vom verwendeten Material ab. Audio- und Videointerviews benötigen Zeitstempel; Transkripte können mit Seiten- oder Absatzangaben belegt werden.

Im Text

Im Text zitieren: Interviews nach IEEE

Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung eines Interviews vergeben und bleibt für dieses Interview im gesamten Text gleich. Bei wörtlichen Zitaten ist ein eindeutiger Lokator erforderlich: Zeitstempel bei Audio oder Video sowie Seite oder Absatz bei einem Transkript.

Bei Paraphrasen genügt meist die Nummer; ein Lokator erhöht die Prüfbarkeit, wenn eine konkrete Passage zentral ist. Mehrere Quellen werden in einem Beleg zusammengeführt und nach Nummern aufsteigend geordnet; zusammenhängende Nummern können als Spanne dargestellt werden.

Grundform im Fließtext

Belegform:

[1]

Diese Grundform wird genutzt, wenn eine Aussage auf das Interview insgesamt gestützt wird.

Beispiel:

Die interviewte Person beschreibt einen Wandel der Prozesse [1].

Direktes Zitat (wörtlich)

Bei wörtlichen Zitaten wird eine Aussage exakt übernommen. Das Zitat steht in Anführungszeichen und erhält direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus Lokator. Der Lokator ist Pflicht.

Beispiel:

Die Einführung verlief in drei Schritten.“ [1, 02:10]

Indirektes Zitat (Paraphrase)

Bei Paraphrasen genügt die Zitationsnummer. Ein Lokator ist empfehlenswert, wenn die Argumentation an einer konkreten Stelle hängt.

Beispiele:

Die Aussage betont den Einfluss der Führung [1].

Die Begründung steht im ersten Drittel des Interviews [1, 05:20–06:10].

Lokatoren statt Seitenzahlen

Je nach Interviewformat eignen sich unterschiedliche Lokatoren: Zeitstempel bei Audio oder Video, Seitenzahl bei einem Transkript-PDF, Absatznummer oder Abschnitt beziehungsweise Frageblock bei einem leitfadengestützten Transkript. Der Lokator muss zur Quelle passen und die Fundstelle eindeutig machen.

Beispiele:

[1, 12:18]

[1, S. 4]

[1, Abs. 12]

[1, Frageblock „Motivation“]

Praxis-Tipp

Bei Interviews sollte der Lokator immer zum verwendeten Material passen. Für Audio- und Videodateien sind Zeitstempel sinnvoll; bei Transkripten sind Seiten-, Absatz- oder Frageblockangaben besser nachvollziehbar.

Mehrere Quellen in einem Beleg

Beispiele:

… [2], [4], [7].

… [4]–[7].

Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik, also aufsteigend, und nicht dem Alphabet.

Name/Rolle im Satz (optional)

IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn eine Rolle oder ein Kürzel im Satz steht, zum Beispiel „Interviewpartner A“, folgt direkt die Zitationsnummer.

Beispiel:

Die Expertin betont die Relevanz der Datenqualität [1].

Sekundärzitate (nur über andere Quelle bekannt)

Wenn das Interview nicht direkt geprüft wurde, führt das Literaturverzeichnis nur die tatsächlich gelesene Quelle. Im Text bleibt der indirekte Zugriff sprachlich erkennbar.

Beispiel im Text:

Das Interview wird bei Schneider zusammengefasst [2, S. 45].

Literaturverzeichnis:

Nur Schneider erscheint als [2].

Im Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis: IEEE Interviews zitieren

Im Literaturverzeichnis werden Interviews als einzelne, nummerierte Einträge geführt. Die Nummerierung folgt der Reihenfolge, in der ein Interview erstmals im Text zitiert wird. Jeder Eintrag steht für genau ein Interview und enthält die Kerndaten, die das Interview eindeutig identifizieren.

Dazu gehören interviewte Person oder anonymisierte Kennung, Interviewer, sofern relevant, Interviewtyp, Medium, Ort, sofern relevant, Datum sowie gegebenenfalls ein Hinweis auf Aufzeichnung oder Transkript. Wenn ein Interview öffentlich verfügbar ist, zum Beispiel als veröffentlichtes Interview, wird die Online-Kennzeichnung mit URL und Zugriffsdatum ergänzt.

Grundschema (nicht veröffentlichtes Interview)

Schema:

[Nummer] Initiale. Nachname oder Kennung, Interview, Interviewtyp, Medium, Ort, Datum.

Beispiel:

[1] E. Schmidt, Interview, Experteninterview, Videokonferenz, Berlin, 15.01.2026.

Anonymisiertes Interview

Wenn der Name aus Datenschutzgründen nicht genannt werden darf, wird eine Kennung verwendet, zum Beispiel „Interviewpartner 1“. Die Kennung muss in der gesamten Arbeit konsistent bleiben.

[2] Interviewpartner 1, Interview, Experteninterview, Telefon, 20.01.2026.

Interview mit Transkript

Wenn ein Transkript als eigenständiges Dokument vorliegt und im Anhang oder Datenmaterial geführt wird, kann diese Angabe im Eintrag kenntlich gemacht werden.

[3] Interviewpartner 2, Interview (Transkript), Leitfadeninterview, Videokonferenz, 22.01.2026.

Veröffentlichtes Interview online

Wenn ein Interview veröffentlicht ist, wird es wie eine Online-Quelle geführt. Ergänzt werden die Angabe „Interview“ und gegebenenfalls das Format, zum Beispiel Video, Audio oder Text.

[4] T. Müller, „Titel des Interviews“, Interview, Plattform/Medium, Datum. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Interview mit Interviewer

Wenn der Interviewer für die Einordnung der Quelle relevant ist, kann diese Rolle zusätzlich angegeben werden. Das ist besonders bei veröffentlichten Interviews oder methodisch dokumentierten Forschungsinterviews sinnvoll.

[5] E. Schmidt, Interview mit T. Müller, Experteninterview, Videokonferenz, 15.01.2026.

Hinweis

Einheitlichkeit ist entscheidend. Wenn „Zugriff am“ genutzt wird, sollte diese Form bei allen Online-Einträgen gleich aussehen. Bei anonymisierten Interviews muss dieselbe Kennung im Text, im Anhang und im Literaturverzeichnis konsistent verwendet werden.

Sonderfälle

Sonderfälle Interviews zitieren nach IEEE

Sonderfälle betreffen Interviews, deren Identifikation durch Anonymisierung, fehlende Metadaten oder unterschiedliche Versionen erschwert ist. Ziel bleibt ein Nachweis, der später nachvollziehbar ist.

Auch bei Interviews gilt: Jeder Sonderfall sollte so dokumentiert werden, dass Quelle, Erhebungssituation und zitierte Fassung eindeutig erkennbar bleiben. Besonders wichtig sind konsistente Kennungen, klare Datumsangaben und passende Lokatoren.

Datenschutz und Anonymisierung

Wenn Identitäten geschützt werden müssen, ist eine konsistente Kennung erforderlich. Angaben wie genaue Position, Arbeitgeber oder sehr spezifische Ortsangaben sollten nur erscheinen, wenn sie für die wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit notwendig und datenschutzrechtlich zulässig sind.

Beispiel:

[6] Interviewpartner 3, Interview, Experteninterview, Videokonferenz, 25.01.2026.

Mehrere Interviewtermine

Wenn mit derselben Person mehrere Interviews geführt wurden, sollte jedes Interview einen eigenen Eintrag mit eigener Nummer und eigenem Datum erhalten.

Beispiel:

[7] Interviewpartner 1, Interview, Erstinterview, Telefon, 20.01.2026.

[8] Interviewpartner 1, Interview, Folgeinterview, Videokonferenz, 03.02.2026.

Aufzeichnung vs. Transkript

Wenn Transkript und Aufzeichnung parallel genutzt werden, sollte die Arbeit festlegen, welche Version als Primärquelle gilt. Ein Zeitstempel passt zur Aufzeichnung; Seiten- oder Absatzangaben passen zum Transkript. Der Eintrag kann beide Dokumenttypen kenntlich machen, wenn das die Prüfbarkeit erhöht.

Beispiel:

[9] Interviewpartner 2, Interview (Aufzeichnung und Transkript), Leitfadeninterview, Videokonferenz, 22.01.2026.

Beispiel im Text:

Die Einführung verlief in drei Schritten.“ [9, 02:10]

Die Aussage wird im Transkript erläutert [9, Abs. 12].

Fehlende Kerndaten

Wenn Datum oder Medium unklar sind, sollte die Dokumentation der Erhebung geprüft werden. Wenn Angaben nicht sicher sind, ist ein Weglassen besser als ein erfundener Ersatz.

Beispiel:

[10] Interviewpartner 4, Interview, Experteninterview.

Praxis-Tipp

Bei anonymisierten Interviews sollte dieselbe Kennung im Text, im Literaturverzeichnis, im Anhang und in der Methodendokumentation verwendet werden. So bleibt die Quelle prüfbar, ohne sensible personenbezogene Angaben offenzulegen.

Verpflichtend vs. empfohlen

Was ist nach IEEE für die Zitation eines Interviews verpflichtend und was wird empfohlen?

Die folgenden Übersichten trennen Mindestanforderungen von sinnvollen Präzisierungen. Verpflichtend sind Angaben, ohne die eine IEEE-Zitation formal unvollständig oder nicht eindeutig zuordenbar ist.

Zitation im Text nach IEEE (Interview)

Zitationsnummer


Pflicht

Nummer in eckigen Klammern angeben, z. B. [1].

Empfehlung

Nummer vor das Satzzeichen setzen und diese Position im gesamten Text einheitlich beibehalten.

Wiederholte Nennung


Pflicht

Dieselbe Nummer für dasselbe Interview verwenden.

Empfehlung

Lokator ergänzen, wenn sich die Aussage auf eine Kernpassage des Interviews bezieht.

Direktes Zitat


Pflicht

Nummer und Lokator zwingend angeben, z. B. [1, 02:10] oder [1, Abs. 12].

Empfehlung

Zeitbereich verwenden, wenn sich die relevante Aussage über eine längere Passage erstreckt.

Paraphrase


Pflicht

Zitationsnummer angeben, z. B. [1].

Empfehlung

Lokator ergänzen, wenn sensible Aussagen oder zentrale Begründungen belegt werden.

Mehrere Quellen


Pflicht

Mehrere Nummern getrennt angeben, z. B. [2], [4].

Empfehlung

Zusammenhängende Nummern als Spanne darstellen, z. B. [4]–[7].

Sekundärzitat


Pflicht

Nur die tatsächlich gelesene Quelle belegen, wenn das Interview nicht direkt geprüft wurde.

Empfehlung

Indirekten Zugriff klar benennen, z. B. mit „zitiert nach“ oder „zusammengefasst bei“.

Literaturverzeichnis nach IEEE (Interview)

Nummerierung


Pflicht

Nummerierung nach Reihenfolge der Erstnennung im Text führen.

Empfehlung

Eine Quelle pro Nummer verwenden, damit jedes Interview eindeutig zugeordnet bleibt.

Identifikation


Pflicht

Name oder Kennung der interviewten Person angeben.

Empfehlung

Bei Anonymisierung eine konsistente Kennung verwenden, z. B. Interviewpartner 1.

Typ/Medium


Pflicht

Interviewtyp und Medium angeben, z. B. Experteninterview, Telefon oder Videokonferenz.

Empfehlung

Ort ergänzen, wenn diese Angabe für die Einordnung oder Nachvollziehbarkeit relevant ist.

Datum


Pflicht

Datum des Interviews angeben.

Empfehlung

Uhrzeit ergänzen, wenn mehrere Termine am selben Tag stattgefunden haben oder die Chronologie relevant ist.

Dokument


Pflicht, wenn vorhanden

Hinweis auf Transkript oder Aufzeichnung angeben, wenn diese Dokumentform als Quelle genutzt wurde.

Empfehlung

Archivierung oder Anhanghinweis ergänzen, wenn dies die Prüfbarkeit des Interviews verbessert.

Online-Angabe


Pflicht bei Veröffentlichung

Bei veröffentlichten Interviews URL und Zugriffsdatum angeben, z. B. „Verfügbar unter: URL. Zugriff am: TT.MM.JJJJ“.

Empfehlung

Dauerhafte URL bevorzugen und instabile Session- oder Tracking-Links vermeiden.

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Häufige Fragen & Antworten

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Wie zitiere ich ein Interview nach IEEE im Text?

Ein Interview wird im IEEE-Stil mit einer fortlaufenden Nummer in eckigen Klammern zitiert. Die Nummer wird bei der ersten Nennung vergeben und bleibt im gesamten Text gleich. Beispiel: Die interviewte Person beschreibt einen Wandel der Prozesse [1].

Wann brauche ich bei Interviews einen Lokator?

Ein Lokator ist bei direkten Zitaten erforderlich. Bei Audio- oder Videoaufnahmen wird ein Zeitstempel genutzt, bei Transkripten eine Seitenzahl, Absatznummer oder ein Frageblock. Beispiel: [1, 02:10], [1, S. 4] oder [1, Abs. 12].

Wie sieht ein direktes Interviewzitat nach IEEE aus?

Ein direktes Interviewzitat übernimmt eine Aussage wortwörtlich. Die Aussage steht in Anführungszeichen und erhält direkt danach die Zitationsnummer mit Lokator. Beispiel: „Die Einführung verlief in drei Schritten.“ [1, 02:10]. Der Lokator macht die Fundstelle prüfbar.

Wie zitiere ich eine Paraphrase aus einem Interview?

Bei einer Paraphrase wird die Interviewaussage sinngemäß wiedergegeben. Dafür genügt im IEEE-Stil meist die Zitationsnummer. Beispiel: Die Aussage betont den Einfluss der Führung [1]. Ein Lokator ist sinnvoll, wenn sich die Paraphrase auf eine konkrete oder sensible Passage bezieht.

Welche Lokatoren passen zu Interviewquellen?

Der passende Lokator hängt vom Interviewformat ab. Bei Audio und Video eignet sich ein Zeitstempel. Bei Transkripten eignen sich Seitenzahlen, Absatznummern oder Frageblöcke. Beispiele: [1, 12:18], [1, S. 4], [1, Abs. 12] oder [1, Frageblock „Motivation“].

Wie wird ein nicht veröffentlichtes Interview im Literaturverzeichnis angegeben?

Ein nicht veröffentlichtes Interview enthält Nummer, Name oder Kennung, Interviewtyp, Medium, Ort und Datum. Beispiel: [1] E. Schmidt, Interview, Experteninterview, Videokonferenz, Berlin, 15.01.2026. Bei sensiblen Daten kann eine anonymisierte Kennung statt eines Namens verwendet werden.

Wie zitiere ich ein anonymisiertes Interview nach IEEE?

Bei anonymisierten Interviews wird eine konsistente Kennung verwendet, etwa Interviewpartner 1 oder IP1. Diese Kennung muss im Text, Literaturverzeichnis und Anhang gleich bleiben. Beispiel: [2] Interviewpartner 1, Interview, Experteninterview, Telefon, 20.01.2026.

Wie zitiere ich ein Interview mit Transkript?

Wenn ein Transkript als Auswertungsgrundlage dient, wird der Dokumenttyp im Literaturverzeichnis kenntlich gemacht. Beispiel: [3] Interviewpartner 2, Interview (Transkript), Leitfadeninterview, Videokonferenz, 22.01.2026. Im Text werden Seiten, Absätze oder Frageblöcke als Lokatoren genutzt.

Wie zitiere ich ein veröffentlichtes Online-Interview?

Ein veröffentlichtes Online-Interview wird mit Urheber, Titel, Interviewkennzeichnung, Plattform oder Medium, Datum, URL und Zugriffsdatum angegeben. Beispiel: [4] T. Müller, „Titel des Interviews“, Interview, Plattform, Datum. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Bleibt die IEEE-Nummer bei wiederholter Nutzung gleich?

Ja. Jedes Interview erhält bei der ersten Nennung eine Nummer. Diese Nummer bleibt für dasselbe Interview im gesamten Text unverändert. Wenn ein Interview zuerst als [1] erscheint, wird es später ebenfalls mit [1] zitiert.

Wie zitiere ich mehrere Interviews an derselben Stelle?

Mehrere Interviews werden mit mehreren Zitationsnummern angegeben. Die Nummern stehen aufsteigend. Einzelne Nachweise werden getrennt geschrieben, zusammenhängende Nummern können als Spanne erscheinen. Beispiele: [2], [4], [7] oder [4]–[7].

Wie gehe ich mit mehreren Interviewterminen derselben Person um?

Mehrere Interviewtermine mit derselben Person sollten jeweils einen eigenen Literaturverzeichniseintrag erhalten. Jeder Termin bekommt eine eigene Nummer und ein eigenes Datum. Dadurch bleibt klar, welche Aussage aus welchem Gespräch stammt.

Was ist bei Datenschutz und Anonymisierung wichtig?

Bei Interviews dürfen identifizierende Angaben nur erscheinen, wenn sie zulässig und wissenschaftlich notwendig sind. Namen, Arbeitgeber, genaue Funktion oder Ort können Rückschlüsse auf Personen erlauben. Bei sensiblen Daten sind neutrale Kennungen wie Interviewpartner 1 sicherer.

Wie zitiere ich ein Interview, wenn Datum oder Medium fehlen?

Fehlende Angaben sollten zuerst anhand der Erhebungsdokumentation geprüft werden. Wenn Datum oder Medium nicht sicher bestimmbar sind, sollten keine erfundenen Angaben ergänzt werden. Der Eintrag bleibt dann auf die belastbaren Informationen beschränkt.

Wie funktioniert ein Sekundärzitat bei Interviews nach IEEE?

Ein Sekundärzitat liegt vor, wenn das Interview nicht direkt vorliegt und nur über eine andere Quelle bekannt ist. Im Literaturverzeichnis steht ausschließlich die tatsächlich gelesene Quelle. Im Text sollte der indirekte Zugriff klar markiert werden, damit keine direkte Interviewprüfung vorgetäuscht wird.

Was ist der häufigste Fehler beim Zitieren von Interviews nach IEEE?

Der häufigste Fehler ist ein direktes Interviewzitat ohne Lokator. Ohne Zeitstempel, Seite oder Absatz bleibt die Aussage nicht genau überprüfbar. Weitere typische Fehler sind wechselnde Nummern, uneinheitliche anonymisierte Kennungen und fehlende Angaben zu Interviewtyp, Medium oder Datum.

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