Kunstwerke zitieren nach IEEE
Kunstwerke werden im IEEE-Stil mit einer fortlaufenden Nummer in eckigen Klammern belegt, z. B. [1]. Die Nummer verweist auf genau ein Kunstwerk und bleibt im gesamten Text gleich. Da Kunstwerke keine Seitenzahlen besitzen, werden bei Detailbezug Lokatoren wie [1, Inventar-Nr. 2023/17], [1, Abb.-Nr. 5] oder [1, Detail „Bildmitte“] genutzt. Im Literaturverzeichnis stehen Künstler, Werktitel, Jahr, Technik oder Material, Standort, Sammlung, Inventarnummer sowie ggf. URL und Zugriffdatum. Sonderfälle betreffen Reproduktionen, Serien, Varianten, Installationen, wechselnde Ausstellungsorte, Fotografien und wörtlich übernommene Inschriften oder Katalogtexte.
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Wichtigste Regeln
Kunstwerke zitieren IEEE
Für Kunstwerke gilt im IEEE-Zitierstil ein nummerisches Nachweissystem. Im Text stehen Quellen nicht mit Autor und Jahr, sondern mit fortlaufenden Nummern in eckigen Klammern.
Für Kunstwerke nach IEEE gelten folgende Grundregeln:
- Im Text stehen Zitationsnummern in eckigen Klammern.
- Die Nummer wird bei der ersten Nennung eines Kunstwerks vergeben.
- Die Nummer bleibt für dasselbe Werk in der gesamten Arbeit konstant.
- Das Werk wird eindeutig über Standort, Sammlung oder Inventarnummer identifiziert.
- Bei Online-Nutzung werden URL und Zugriffsdatum ergänzt.
- Bei direktem Detailbezug wird das Detail klar lokalisiert.
- Mehrfachbelege werden aufsteigend sortiert; Spannen sind möglich.
- Der Eintrag enthält Werkdaten statt Seitenangaben.
Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Diese Nummer verweist auf genau einen Werk-Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Kunstwerke besitzen in der Regel keine Seiten. Die Fundstelle wird deshalb über stabile Werkangaben gesichert, vor allem über Standort und Inventarnummer.
Wenn die Argumentation einen konkreten Bildausschnitt oder ein Werkdetail betrifft, sollte ein eindeutiger Lokator ergänzt werden, zum Beispiel Detail, Abb.-Nr., Inventar-Nr. oder Werk-ID.
Zitation im Text bei allgemeinem Werkbezug
Die Zitation im Text lautet:
[1]
Diese Form passt, wenn eine Aussage auf das Kunstwerk insgesamt gestützt wird, ohne dass ein konkretes Detail im Zentrum steht.
Zitation im Text bei Detailbezug
Bei Detailbezug wird zusätzlich zur Zitationsnummer ein eindeutiger Lokator ergänzt.
Beispiele:
[1, Inventar-Nr. 2023/17]
[1, Detail „linke Bildhälfte“]
[1, Abb.-Nr. 5]
Kunstwerk als direktes Zitat zitieren
Ein direktes Zitat ist bei Kunstwerken selten, weil das Werk selbst keinen Fließtext liefert. Direkte Zitate entstehen vor allem dann, wenn ein Werktext, eine Inschrift, ein Ausstellungstext oder ein Katalogtext wortwörtlich übernommen wird. In diesem Fall steht der übernommene Text in Anführungszeichen und erhält direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus einen Lokator, der die Textstelle auffindbar macht.
Beispiele:
„…“
[1, Inschrift]
„…“
[2, Label]
Kunstwerk als indirektes Zitat zitieren
Bei einer Paraphrase wird das Kunstwerk beschrieben oder interpretiert. In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer. Ein Lokator ist sinnvoll, wenn die Aussage ein konkretes Detail, eine bestimmte Version oder ein Werk aus einer Serie betrifft.
Beispiele:
Die Komposition nutzt eine klare Diagonale
[1].
Die Aussage bezieht sich auf ein Detail
[1, Detail „Bildmitte“].
Mehrere Quellen in einem Beleg
Wenn mehrere Kunstwerke oder zusätzlich Kataloge dieselbe Aussage stützen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt. Die Nummern werden aufsteigend sortiert. Bei zusammenhängenden Nummern kann eine Spanne gebildet werden.
Beispiele:
[2], [4], [7]
[4]–[7]
Sekundärzitate nach IEEE
Sekundärzitate liegen vor, wenn ein Kunstwerk nicht direkt oder nicht über eine verlässliche Reproduktion herangezogen wurde und die Aussage nur aus einer anderen Quelle bekannt ist, zum Beispiel wenn ein Katalog Werkdaten wiedergibt. In IEEE wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die tatsächlich gelesene Quelle geführt. Im Text sollte erkennbar bleiben, dass die Werkangaben indirekt übernommen wurden.
Beispiel im Text:
Die Werkdaten werden bei Schneider zusammengefasst [2, S. 45].
Literaturverzeichnis:
Nur Schneider erscheint als [2].
Bei Kunstwerken sichern Künstler, Werktitel, Jahr, Standort, Sammlung und Inventarnummer die eindeutige Identifikation. Bei Online-Reproduktionen sollten zusätzlich URL und Zugriffsdatum dokumentiert werden.
Im Text
Im Text zitieren: Kunstwerke nach IEEE
Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung eines Kunstwerks vergeben und bleibt für dieses Werk im gesamten Text gleich. Da Kunstwerke keine Seitenzahlen haben, ersetzt ein Lokator die Seitenangabe, wenn eine Aussage punktgenau belegt werden soll.
Geeignete Lokatoren sind Inventarnummer, Werk-ID, Abbildungsnummer oder eine klare Detailbeschreibung. Bei wörtlich übernommenen Werktexten, zum Beispiel Inschrift, Label oder Katalogtext, ist ein eindeutiger Lokator erforderlich. Bei Paraphrasen genügt meist die Nummer; ein Lokator erhöht die Prüfbarkeit bei Detailbezug.
Grundform im Fließtext
Belegform:
[1]
Diese Grundform wird genutzt, wenn eine Aussage das Kunstwerk insgesamt betrifft.
Beispiel:
Das Werk arbeitet mit starkem Hell-Dunkel-Kontrast [1].
Direktes Zitat (wörtlich)
Wörtliche Zitate betreffen bei Kunstwerken typischerweise Begleittexte wie Inschrift, Ausstellungstext oder Katalogtext. Das Zitat steht in Anführungszeichen und erhält direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus Lokator.
Beispiele:
„…“
[1, Inschrift]
„…“
[2, S. 45]
Indirektes Zitat (Paraphrase)
Bei Paraphrasen wird beschrieben, eingeordnet oder interpretiert. In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer. Ein Lokator ist empfehlenswert, wenn die Aussage ein bestimmtes Werkdetail oder eine konkrete Abbildungsreferenz betrifft.
Beispiele:
Die Farbflächen erzeugen räumliche Tiefe
[1].
Die Deutung stützt sich auf ein Detail
[1, Detail „rechter Rand“].
Keine Seitenzahlen
Statt Seitenzahlen werden Lokatoren genutzt, die das Werk eindeutig identifizieren oder den Bezug präzisieren. Inventarnummern und Werk-IDs sind stabiler als rein beschreibende Details. Wenn eine Abbildung im Text oder im Katalog genutzt wird, kann die Abbildungsnummer die Fundstelle präzisieren.
Beispiele:
[1, Inventar-Nr. 2023/17]
[1, Werk-ID 84521]
[1, Abb.-Nr. 5]
[1, Detail „Bildmitte“]
Bei Kunstwerken sollten stabile Lokatoren bevorzugt werden. Inventarnummer, Werk-ID oder Abbildungsnummer sind meist belastbarer als rein beschreibende Detailangaben.
Mehrere Quellen in einem Beleg
Beispiele:
… [2], [4], [7].
… [4]–[7].
Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik, also aufsteigend, und nicht dem Alphabet.
Künstlername im Satz (optional)
IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn der Künstlername im Satz steht, folgt direkt die Zitationsnummer.
Beispiel:
Klee setzt die Linie als Strukturprinzip ein [1].
Sekundärzitate (nur über eine andere Quelle bekannt)
Wenn die Werkansicht nicht vorliegt und Angaben nur über einen Katalog oder eine Datenbank übernommen wurden, führt das Literaturverzeichnis nur die tatsächlich gelesene Quelle. Im Text sollte die indirekte Übernahme erkennbar bleiben.
Beispiel im Text:
Die Werkdaten werden bei Schneider zusammengefasst [2, S. 45].
Literaturverzeichnis:
Nur Schneider erscheint als [2].
Im Literaturverzeichnis
Im Literaturverzeichnis: IEEE Kunstwerke zitieren
Im Literaturverzeichnis werden Kunstwerke als einzelne, nummerierte Einträge geführt. Die Nummerierung folgt der Reihenfolge, in der ein Werk erstmals im Text zitiert wird. Jeder Eintrag steht für genau ein Kunstwerk und enthält die Kerndaten so, dass das Werk eindeutig auffindbar ist.
Dazu gehören Künstler, Werktitel, Jahr, Technik oder Material, Maße, sofern relevant, Standort, also Museum oder Sammlung und Stadt, sowie Inventarnummer. Bei Online-Sammlungen werden zusätzlich [Online], URL und Zugriffsdatum ergänzt.
Grundschema (Kunstwerk, vor Ort / Sammlung)
Schema:
[Nummer] Initiale. Nachname, Titel des Werks, Jahr. Technik/Material. Standort: Museum/Sammlung, Stadt, Inventar-Nr. …
Beispiel:
[1] P. Klee, Hauptweg und Nebenwege, 1929. Öl auf Leinwand. Standort: Museum Beispiel, Berlin, Inventar-Nr. 2023/17.
1 Künstler
Wenn ein einzelner Künstler ausgewiesen ist, steht er an erster Stelle.
[1] A. Autor, Titel, Jahr. Technik. Standort: Sammlung, Stadt, Inventar-Nr. …
Mehrere Künstler
Wenn mehrere Künstler gemeinsam verantwortlich sind, werden sie wie Autoren genannt. Ab sieben Beteiligten wird auf den ersten Namen verkürzt und „u. a.“ ergänzt.
[2] A. Autor und B. Autor, Titel, Jahr. Technik. Standort: Sammlung, Stadt, Inventar-Nr. …
Künstler unbekannt
Wenn kein Künstler ermittelbar ist, beginnt der Eintrag mit dem Titel. Standort und Inventarnummer werden dann besonders wichtig, weil sie das Werk eindeutig identifizierbar machen.
[3] Titel des Werks, Jahr (falls bekannt). Technik. Standort: Sammlung, Stadt, Inventar-Nr. …
Werk ohne Jahr
Wenn kein Jahr gesichert ist, entfällt die Jahresangabe. Eine Datierung sollte nur ergänzt werden, wenn sie verlässlich begründet ist, zum Beispiel mit dem Hinweis „undatiert“.
[4] A. Autor, Titel. Technik. Standort: Sammlung, Stadt, Inventar-Nr. …
Online-Sammlung
Wenn das Werk über eine Online-Sammlung genutzt wurde, wird die Online-Verfügbarkeit ergänzt. Das Zugriffsdatum ist wichtig, weil Einträge aktualisiert werden können.
[5] A. Autor, Titel, Jahr. Technik. Standort: Sammlung, Stadt, Inventar-Nr. …. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Einheitlichkeit ist entscheidend. Wenn „Verfügbar unter“ und „Zugriff am“ genutzt werden, sollte diese Form bei allen Online-Einträgen gleich aussehen. Bei Kunstwerken sichern Standort, Sammlung und Inventarnummer die eindeutige Identifikation.
Sonderfälle
Sonderfälle Kunstwerke zitieren nach IEEE
Sonderfälle betreffen Kunstwerke, deren Identifikation zusätzliche Angaben benötigt oder deren Rezeption über Reproduktionen, Serien oder wechselnde Installationen erfolgt. Ziel bleibt ein Nachweis, der später nachvollziehbar ist.
Besonders wichtig sind Angaben zur konkret genutzten Werkfassung. Reproduktion, Version, Standort, Inventarnummer, Ausstellungszusammenhang oder Editionsangabe sollten ergänzt werden, wenn diese Angaben die zitierte Grundlage genauer bestimmen.
Reproduktion statt Original
Wenn eine Abbildung aus einem Katalog, einer Website oder einer Datenbank die tatsächliche Grundlage ist, sollte die Abbildung als Quelle zusätzlich genannt werden, wenn die Analyse auf der Reproduktion basiert, zum Beispiel auf Farbwiedergabe oder Bildausschnitt.
Das Kunstwerk kann parallel als Werkreferenz geführt werden, sofern die Zuordnung eindeutig bleibt.
Beispiel Werkreferenz:
[6] P. Klee, Hauptweg und Nebenwege, 1929. Öl auf Leinwand. Standort: Museum Beispiel, Berlin, Inventar-Nr. 2023/17.
Beispiel Reproduktion:
[7] P. Klee, Hauptweg und Nebenwege, Abbildung, Online-Sammlung Museum Beispiel. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Serien, Versionen und Varianten
Wenn ein Werk in mehreren Versionen existiert, sollte der Eintrag die verwendete Version eindeutig markieren. Geeignet sind Inventarnummer, Standort oder Versionsangabe. Ohne Versionsangabe entstehen leicht Verwechslungen.
Beispiel:
[8] A. Autor, Titel der Serie, Version II, Jahr. Technik. Standort: Sammlung, Stadt, Inventar-Nr. ….
Installationen und ortsgebundene Werke
Bei Installationen sollte der Eintrag den Ausstellungsort und das Datum der Betrachtung ergänzen, wenn das Werk nur in einer bestimmten Präsentation zugänglich ist. Bei wechselnden Installationen erhöht diese Angabe die Prüfbarkeit.
Beispiel:
[9] A. Autor, Titel der Installation, Jahr. Installation. Standort: Ausstellung/Sammlung, Stadt, betrachtet am 08.02.2026.
Fotografie als Kunstwerk
Bei Fotografien ist zusätzlich relevant, ob ein Abzug, Print oder digitales Bild zitiert wird. Wenn eine Abzugsnummer oder Editionsangabe existiert, sollte sie ergänzt werden.
Beispiel Abzug/Print:
[10] A. Fotograf, Titel der Fotografie, Jahr. Fotografie, Silbergelatineabzug. Standort: Sammlung, Stadt, Inventar-Nr. …, Edition 3/10.
Beispiel digitales Bild:
[11] A. Fotograf, Titel der Fotografie, Jahr. Digitale Fotografie. Online-Sammlung. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Bei Kunstwerken sollte die tatsächlich genutzte Grundlage eindeutig erkennbar bleiben. Original, Reproduktion, Version, Installation und fotografischer Abzug können unterschiedliche Aussagekraft besitzen und sollten im Nachweis nicht vermischt werden.
Verpflichtend vs. empfohlen
Was ist nach IEEE für die Zitation eines Kunstwerks verpflichtend und was wird empfohlen?
Die folgenden Übersichten trennen Mindestanforderungen von sinnvollen Präzisierungen. Verpflichtend sind Angaben, ohne die eine IEEE-Zitation formal unvollständig oder nicht eindeutig zuordenbar ist.
Zitation im Text nach IEEE (Kunstwerk)
Zitationsnummer
Nummer in eckigen Klammern angeben, z. B. [1].
Nummer vor das Satzzeichen setzen und diese Position im gesamten Text einheitlich beibehalten.
Wiederholte Nennung
Dieselbe Nummer für dasselbe Werk verwenden.
Lokator ergänzen, wenn sich die Aussage auf ein konkretes Detail des Kunstwerks bezieht.
Direktes Zitat
Nummer und Lokator zwingend angeben, wenn ein Werktext, eine Inschrift, ein Label oder ein Katalogtext wörtlich übernommen wird.
Lokator passend zur Quelle wählen, z. B. [1, Inschrift], [1, Label] oder [2, S. 45].
Paraphrase
Zitationsnummer angeben, z. B. [1].
Inventar-Nr. oder Werk-ID ergänzen, wenn eine präzise Werkzuordnung für die Argumentation wichtig ist.
Lokator
Bei Überblicksaussagen zum Kunstwerk insgesamt ist ein Lokator nicht zwingend erforderlich.
Passende Lokatoren verwenden, z. B. Detail, Abb.-Nr., Inventar-Nr. oder Werk-ID.
Mehrere Quellen
Mehrere Nummern getrennt angeben, z. B. [2], [4].
Zusammenhängende Nummern als Spanne darstellen, z. B. [4]–[7].
Sekundärzitat
Nur die tatsächlich gelesene Quelle belegen, wenn das Kunstwerk nicht direkt oder nicht über eine verlässliche Reproduktion geprüft wurde.
Indirekten Zugriff klar benennen, z. B. mit „zitiert nach“ oder „Werkdaten nach“.
Literaturverzeichnis nach IEEE (Kunstwerk)
Nummerierung
Nummerierung nach Reihenfolge der Erstnennung im Text führen.
Eine Quelle pro Nummer verwenden, damit jedes Kunstwerk eindeutig zugeordnet bleibt.
Künstler/Titel
Künstler und Titel des Kunstwerks nennen, sofern diese Angaben erkennbar sind.
Titelkonvention im gesamten Literaturverzeichnis einheitlich halten.
Jahr
Jahr angeben, wenn das Kunstwerk sicher datiert ist.
Datierungsstatus kenntlich machen, z. B. undatiert, um 1920 oder vermutlich 1920.
Standort
Museum oder Sammlung sowie Stadt angeben, wenn das Kunstwerk vor Ort oder über eine Sammlung identifiziert wird.
Ausstellungsort ergänzen, wenn es sich um eine Installation oder eine wechselnde Präsentation handelt.
Inventarnummer
Inventar-Nr. nennen, wenn die Sammlung oder das Museum diese Angabe ausweist.
Werk-ID, Katalognummer oder Sammlungsnummer ergänzen, wenn diese Angabe die Identifikation verbessert.
Technik/Material
Technik oder Material ist nicht in jedem Fall zwingend erforderlich.
Technik oder Material ergänzen, wenn dadurch Werkfassung, Medium oder Identifikation eindeutiger werden.
Online-Angabe
URL und Zugriffsdatum angeben, z. B. „Verfügbar unter: URL. Zugriff am: TT.MM.JJJJ“.
Dauerhafte URL oder stabile Werk-ID der Online-Sammlung bevorzugen.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach IEEE? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Wissensdatenbank.
Wie werden Kunstwerke im Text nach IEEE grundsätzlich zitiert?
Im IEEE-Stil werden Kunstwerke im Text mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern zitiert. Bei der ersten Nennung erhält jedes Werk eine Nummer (z. B. [1]), die im gesamten Text für genau dieses Kunstwerk konstant bleibt. Für eine allgemeine Beschreibung oder Interpretation reicht die Nummer, etwa: Das Werk arbeitet mit starkem Hell-Dunkel-Kontrast [1]. Die Nummer verweist auf den vollständigen Werk-Eintrag im Literaturverzeichnis.
Welche Fundstelle nutze ich bei Kunstwerken nach IEEE, wenn es keine Seitenzahlen gibt?
Kunstwerke besitzen in der Regel keine Seitenzahlen. Die Fundstelle wird deshalb über stabile Werkangaben gesichert, vor allem über Standort und Inventarnummer. Für präzisere Bezüge werden Lokatoren ergänzt, zum Beispiel [1, Inventar-Nr. 2023/17], [1, Werk-ID 84521] oder [1, Abb.-Nr. 5]. Wenn die Argumentation ein konkretes Detail betrifft, kann zusätzlich eine klare Detailangabe stehen, etwa [1, Detail „Bildmitte“]. Inventarnummern und Werk-IDs sind stabiler als reine Detailbeschreibungen.
Wie zitiere ich einen Detailbezug (Ausschnitt, Bildstelle, Version) bei einem Kunstwerk nach IEEE?
Bei Detailbezug bleibt die Zitationsnummer gleich, wird aber um einen Lokator ergänzt, der das Detail eindeutig macht. Praxisnah sind Inventarnummer oder Werk-ID, weil diese unabhängig vom Layout bleiben: [1, Inventar-Nr. 2023/17]. Wenn die Arbeit mit Abbildungen arbeitet, kann eine Abbildungsnummer präzisieren: [1, Abb.-Nr. 5]. Eine Detailbeschreibung ist möglich, sollte aber möglichst konkret sein, etwa [1, Detail „linke Bildhälfte“]. Bei Serien, Varianten oder Editionen sollte die verwendete Version über Inventarnummer/Standort oder eine Editionsangabe eindeutig markiert werden.
Wie sieht ein „direktes Zitat“ bei Kunstwerken nach IEEE aus?
Ein „direktes Zitat“ betrifft bei Kunstwerken meist nicht das Objekt selbst, sondern begleitende Texte wie Inschriften, Ausstellungstexte (Label/Wandtext) oder Katalogtexte. Dann steht der übernommene Text in Anführungszeichen und erhält die Zitationsnummer plus einen Lokator, der die Textstelle auffindbar macht, etwa [1, Inschrift], [2, Label] oder bei Katalogen [2, S. 45]. Ohne Lokator bleibt ein wörtlich übernommener Begleittext nicht zuverlässig prüfbar.
Wie zitiere ich Kunstwerke nach IEEE im Literaturverzeichnis?
Im Literaturverzeichnis erhält jedes Kunstwerk einen eigenen, nummerierten Eintrag. Der Eintrag nennt die Kerndaten zur eindeutigen Identifikation: Künstler, Werktitel, Jahr, Technik/Material, Standort (Museum/Sammlung, Stadt) und Inventarnummer. Ein praxistaugliches Grundschema lautet:[Nr.] Initiale. Nachname, Titel des Werks, Jahr. Technik/Material. Standort: Museum/Sammlung, Stadt, Inventar-Nr. …
Beispiel:[1] P. Klee, Hauptweg und Nebenwege, 1929. Öl auf Leinwand. Standort: Museum Beispiel, Berlin, Inventar-Nr. 2023/17.
Wie zitiere ich Kunstwerke aus Online-Sammlungen nach IEEE?
Wenn ein Werk über eine Online-Sammlung genutzt wurde, wird im Literaturverzeichnis die Online-Verfügbarkeit ergänzt. Das Zugriffsdatum ist wichtig, weil Einträge aktualisiert werden können. Beispielstruktur:[Nr.] Initiale. Nachname, Titel, Jahr. Technik. Standort: Sammlung, Stadt, Inventar-Nr. …. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: TT.MM.JJJJ
Beispiel:[5] P. Klee, Hauptweg und Nebenwege, 1929. Öl auf Leinwand. Standort: Museum Beispiel, Berlin, Inventar-Nr. 2023/17. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Die Formulierungen „Verfügbar unter“ und „Zugriff am“ sollten im gesamten Verzeichnis einheitlich bleiben.
Wie gehe ich nach IEEE vor, wenn ich nicht das Original, sondern nur eine Reproduktion (Katalog/Abbildung) nutze?
Wenn die Analyse auf einer Reproduktion basiert (Katalogabbildung, Bildband, Datenbankansicht), sollte die Reproduktionsquelle als eigene Quelle im Literaturverzeichnis geführt werden, weil diese die tatsächlich genutzte Grundlage darstellt. Zusätzlich kann das Kunstwerk als Werkreferenz separat erfasst werden, wenn die Zuordnung eindeutig bleibt. Im Text können dann zwei Nummern erscheinen: eine für das Werk und eine für den Katalog/die Abbildung, wenn beide in der Argumentation eine Rolle spielen.
Welche Angaben sind bei Kunstwerken nach IEEE verpflichtend, und welche sind nur empfohlen?
Verpflichtend sind im Text die Zitationsnummer und bei wörtlich übernommenen Begleittexten ein Lokator (z. B. Inschrift/Label oder Seitenangabe im Katalog). Im Literaturverzeichnis sind mindestens Künstler (oder Titelersatz), Werktitel, Standort (Museum/Sammlung, Stadt) und Inventarnummer erforderlich, damit das Werk eindeutig auffindbar bleibt. Empfohlen sind Jahr und Technik/Material, zusätzliche Identifikatoren wie Werk-ID/Katalognummer, sowie bei Online-Sammlungen URL und Zugriffsdatum. Bei Installationen oder wechselnden Präsentationen ist zudem eine Kontextangabe zum Ausstellungsort bzw. Betrachtungszeitpunkt sinnvoll, wenn diese für die Identifikation relevant ist.
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Recherche und Korrektur der Zitation im Text nach APA, Chicago, Harvard und Hochschulrichtlinien
Zitationskorrektur ansehenRecherche und Korrektur der Quellen im Literaturverzeichnis nach Hochschulrichtlinien sowie APA, Chicago, Harvard, IEEE etc.
Literaturverzeichnis ansehenJede Quelle muss die richtigen bibliografischen Angaben tragen. Alle Quellen müssen im Text und im Literaturverzeichnis übereinstimmen.
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