Übersetzte Quellen zitieren nach IEEE

Übersetzte Quellen werden im IEEE-Stil im Text mit einer fortlaufenden Nummer in eckigen Klammern belegt, z. B. [1]. Die Nummer bezieht sich auf die tatsächlich verwendete Übersetzung und bleibt im gesamten Text gleich. Bei direkten Zitaten wird die Seitenzahl der Übersetzung angegeben, z. B. [1, S. 25] oder [1, S. 25–27]. Im Literaturverzeichnis stehen Originalautor, Titel der genutzten Übersetzung, Übersetzer, Ort, Verlag, Jahr sowie ggf. Originaljahr, URL und Zugriffdatum. Sonderfälle betreffen die getrennte Zitation von Original und Übersetzung, bilinguale Ausgaben, fehlende Übersetzerangaben, eigene Übersetzungen und Titelübersetzungen in eckigen Klammern.

Übersetzte Quellen zitieren

Wichtigste Regeln

Übersetzte Quellen zitieren IEEE

Für übersetzte Quellen gilt im IEEE-Zitierstil ein nummerisches Nachweissystem. Im Text stehen Quellen nicht mit Autor und Jahr, sondern mit fortlaufenden Nummern in eckigen Klammern.

Für übersetzte Quellen nach IEEE gelten folgende Grundregeln:

  • Im Text stehen Zitationsnummern in eckigen Klammern.
  • Die Nummer wird bei der ersten Nennung einer Quelle vergeben.
  • Die Nummer bleibt für dieselbe Quelle in der gesamten Arbeit konstant.
  • Zitiert wird die tatsächlich genutzte Übersetzung.
  • Direkte Zitate erhalten die Seitenangabe der Übersetzung.
  • Das Originaljahr kann optional ergänzt werden.
  • Der Übersetzer wird im Literaturverzeichnis genannt.
  • Original und Übersetzung werden getrennt geführt, wenn beide Fassungen genutzt werden.

Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Die Nummer verweist auf genau einen Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Bei Übersetzungen gilt als Grundregel: Der Nachweis bezieht sich auf die verwendete Übersetzung, weil genau diese Fassung gelesen und zitiert wurde.

Seitenangaben beziehen sich deshalb auf die Übersetzung. Wenn für die Einordnung wichtig ist, wann das Original erstmals erschien, kann das Originaljahr im Literaturverzeichnis als Zusatz aufgenommen werden. Wenn sowohl Original als auch Übersetzung verwendet werden, erhalten beide Fassungen eigene Einträge mit eigenen Nummern.

Zitation im Text bei allgemeinen Paraphrasen

Die Zitation im Text lautet:

[1]

Diese Form passt, wenn eine Aussage aus der Übersetzung sinngemäß zusammengefasst wird und keine konkrete Stelle im Zentrum steht.

Zitation im Text bei direkten Zitaten

Bei wörtlichen Zitaten wird zusätzlich zur Zitationsnummer die Seitenangabe der Übersetzung ergänzt.

Beispiele:

[1, S. 25]

[1, S. 25–27]

Übersetzte Quelle als direktes Zitat zitieren

Ein direktes Zitat übernimmt eine Textstelle wortwörtlich aus der Übersetzung. Dafür steht das Zitat in Anführungszeichen und erhält direkt im Anschluss die Zitationsnummer mit Seitenangabe der Übersetzung. So bleibt nachvollziehbar, welche Formulierung tatsächlich vorliegt.

Beispiel:

Bildung ist ein lebenslanger Prozess.“ [1, S. 25]

Übersetzte Quelle als indirektes Zitat zitieren

Eine Paraphrase gibt den Inhalt sinngemäß wieder. In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer. Eine Seitenzahl ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn eine konkrete Passage der Übersetzung argumentativ zentral ist.

Beispiele:

Die Übersetzung beschreibt Bildung als Prozess [1].

Der Begriff wird als historisch gewachsen eingeordnet [1, S. 40].

Sekundärzitate bei Übersetzungen

Sekundärzitate liegen vor, wenn eine Aussage nur über eine andere Quelle bekannt ist und weder Original noch Übersetzung vorliegen. In diesem Fall wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die tatsächlich gelesene Quelle geführt. Im Text sollte die indirekte Übernahme klar erkennbar bleiben.

Sobald die Übersetzung oder das Original vorliegt, sollte der Nachweis auf die Primärquelle umgestellt werden.

Beispiel im Text:

Die übersetzte Passage wird bei Schneider zusammengefasst [2, S. 45].

Literaturverzeichnis:

Nur Schneider erscheint als [2].

Hinweis

Bei übersetzten Quellen beziehen sich Seitenzahlen immer auf die verwendete Übersetzung. Das Originaljahr kann zusätzlich helfen, die historische Erstveröffentlichung einzuordnen.

Im Text

Im Text zitieren: Übersetzte Quellen nach IEEE

Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung vergeben und bleibt für die verwendete Übersetzung gleich. Bei wörtlichen Zitaten ist zusätzlich eine genaue Fundstelle erforderlich; diese Fundstelle bezieht sich auf die Übersetzung, also auf Seite oder Seitenbereich.

Bei Paraphrasen genügt meist die Nummer; eine Seitenangabe erhöht die Prüfbarkeit. Wenn eine Aussage explizit als Übersetzungsentscheidung thematisiert wird, zum Beispiel eine Begriffswahl, ist ein Seitenbezug empfehlenswert, weil genau an dieser Stelle die Übersetzung überprüfbar sein muss.

Grundform im Fließtext

Belegform:

[1]

Diese Grundform stützt eine Aussage auf die Übersetzung insgesamt, ohne eine konkrete Stelle zu fokussieren.

Beispiel:

Der Text ordnet Bildung in soziale Kontexte ein [1].

Direktes Zitat (wörtlich)

Ein wörtliches Zitat wird exakt aus der Übersetzung übernommen. Direkt danach folgt die Zitationsnummer mit Seitenangabe aus der Übersetzung. Das ist Pflicht, weil die wörtliche Formulierung ohne Fundstelle nicht sauber prüfbar ist.

Beispiel:

Der Begriff ist mehrdeutig.“ [1, S. 18]

Indirektes Zitat (Paraphrase)

Bei Paraphrasen genügt die Nummer. Eine Seitenangabe ist empfehlenswert, wenn die Argumentation an einer konkreten Stelle hängt oder wenn Übersetzungsnuancen fachlich relevant sind.

Beispiele:

Der Text begründet die Position über Systematik [1].

Die Definition wird an zentraler Stelle präzisiert [1, S. 22].

Seitenbereiche

Wenn sich der Bezug über mehrere zusammenhängende Seiten erstreckt, wird ein Seitenbereich genutzt.

Beispiel:

[1, S. 18–21]

Keine Seitenzahlen

Wenn keine verlässlichen Seitenzahlen existieren, zum Beispiel bei einem E-Book ohne feste Paginierung, können Kapitel oder Abschnitte als Lokatoren genutzt werden, sofern die Ausgabe diese eindeutig ausweist.

Beispiele:

[1, Kap. 3]

[1, Abschn. 2.1]

Praxis-Tipp

Bei übersetzten Quellen sollte die Fundstelle immer zur tatsächlich verwendeten Ausgabe passen. Seitenzahlen, Kapitel oder Abschnitte beziehen sich daher auf die Übersetzung und nicht automatisch auf das Original.

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere Übersetzungen oder zusätzlich das Original dieselbe Aussage stützen, werden mehrere Nummern zusammen genannt. Nummern stehen aufsteigend; zusammenhängende Nummern können als Spanne dargestellt werden.

Beispiele:

… [2], [4], [7].

… [4]–[7].

Autorname im Satz (optional)

IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn der Autorname im Satz stehen soll, folgt direkt die Zitationsnummer.

Beispiel:

Durkheim beschreibt die Methode als Regelwerk [1].

Im Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis: IEEE Übersetzungen zitieren

Im Literaturverzeichnis wird die Übersetzung als eigenständiger, nummerierter Eintrag geführt, weil sie die tatsächlich genutzte Fassung ist. Der Eintrag enthält zusätzlich die Übersetzerangabe „Übers.“. Optional kann ein Hinweis auf das Originaljahr ergänzt werden, wenn dies für die historische Einordnung relevant ist.

Wenn sowohl Übersetzung als auch Original verwendet werden, werden beide als getrennte Einträge geführt, damit die Zitationsnummern eindeutig bleiben.

Grundschema (übersetztes Buch / Monografie)

Schema:

[Nummer] Initiale. Nachname, Titel der Übersetzung, Initiale. Nachname, Übers. Ort: Verlag, Jahr. (Original erschienen Jahr)

Beispiel:

[1] E. Durkheim, Die Regeln der soziologischen Methode, A. Müller, Übers. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2004. (Original erschienen 1895)

1 Autor (Übersetzung)

Der Originalautor bleibt führend. Der Übersetzer wird ergänzt, weil die benutzte Fassung die Übersetzung ist.

[1] A. Autor, Titel der Übersetzung, B. Übersetzer, Übers. Ort: Verlag, Jahr. (Original erschienen Jahr)

2 Autoren (Übersetzung)

Beide Originalautoren werden genannt. Die Übersetzerangabe folgt danach.

[2] A. Autor und B. Autor, Titel der Übersetzung, C. Übersetzer, Übers. Ort: Verlag, Jahr.

3 bis 6 Autoren (Übersetzung)

Alle Originalautoren werden vollständig genannt. Die Übersetzerangabe wird ergänzt.

[3] A. Autor, B. Autor und C. Autor, Titel der Übersetzung, D. Übersetzer, Übers. Ort: Verlag, Jahr.

7 oder mehr Autoren (Übersetzung)

Bei sieben oder mehr Autoren wird der erste Autor genannt, danach folgt „u. a.“. Die Übersetzerangabe bleibt erhalten.

[4] A. Autor u. a., Titel der Übersetzung, B. Übersetzer, Übers. Ort: Verlag, Jahr.

Mehrere Übersetzer

Wenn mehrere Übersetzer ausgewiesen sind, werden sie wie mehrere Personen genannt.

[5] A. Autor, Titel der Übersetzung, B. Übersetzer und C. Übersetzer, Übers. Ort: Verlag, Jahr.

Übersetzter Zeitschriftenaufsatz

Wenn ein Aufsatz in übersetzter Fassung zitiert wird, wird die übersetzte Veröffentlichungsform dokumentiert. Eine Übersetzerangabe wird ergänzt, sofern sie in der Quelle ausgewiesen ist.

[6] A. Autor, „Titel des Aufsatzes (Übersetzung)“, B. Übersetzer, Übers., Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.

Übersetzte Online-Quelle

Wenn die Übersetzung online genutzt wurde, wird die Online-Verfügbarkeit ergänzt. Die Übersetzerangabe wird genannt, sofern sie erkennbar ist.

[7] A. Autor, „Titel“, B. Übersetzer, Übers., Plattform, Datum. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Hinweis

Einheitlichkeit ist entscheidend. Wenn „Verfügbar unter“ und „Zugriff am“ genutzt werden, sollte diese Form bei allen Online-Einträgen gleich aussehen. Bei Übersetzungen muss außerdem klar erkennbar bleiben, welche Fassung tatsächlich verwendet wurde.

Sonderfälle

Sonderfälle Übersetzte Quellen zitieren nach IEEE

Sonderfälle betreffen Übersetzungen, bei denen die Identifikation oder die korrekte Zuordnung zwischen Original und Übersetzung zusätzliche Angaben benötigt.

Auch bei übersetzten Quellen gilt: Die zitierte Fassung muss eindeutig erkennbar bleiben. Wenn Original, Übersetzung, bilinguale Ausgabe oder eigene Übersetzung unterschiedlich verwendet werden, sollte der Nachweis diese Unterscheidung klar abbilden.

Original und Übersetzung werden beide verwendet

Wenn sowohl Originaltext als auch Übersetzung genutzt werden, sollten beide Fassungen separat im Literaturverzeichnis stehen. Im Text ist dann klar erkennbar, ob sich der Nachweis auf das Original oder auf die Übersetzung bezieht. Dafür erhalten beide Fassungen unterschiedliche Zitationsnummern.

Beispiel:

[8] E. Durkheim, Die Regeln der soziologischen Methode, A. Müller, Übers. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2004.

[9] E. Durkheim, Les règles de la méthode sociologique. Paris: Félix Alcan, 1895.

Bilinguale Ausgaben (Original + Übersetzung im selben Band)

Bei zweisprachigen Ausgaben sollte die benutzte Textseite eindeutig nachweisbar bleiben. Wenn die Ausgabe getrennte Seitenzählungen hat, wird die tatsächlich verwendete Seitenzählung zitiert.

Wenn die Ausgabe zwei Sprachen parallel führt, kann eine kurze Klarstellung im Fließtext sinnvoll sein, zum Beispiel der Bezug auf die deutsche Übersetzung.

Beispiel im Text:

In der deutschen Übersetzung wird der Begriff als „soziale Tatsache“ wiedergegeben [10, S. 42].

Beispiel im Literaturverzeichnis:

[10] A. Autor, Originaltitel / Titel der Übersetzung, B. Übersetzer, Übers. Ort: Verlag, Jahr.

Titelübersetzung in eckigen Klammern

Wenn der übersetzte Titel nicht selbsterklärend ist oder wenn der Originaltitel für die Identifikation wichtig ist, kann der Originaltitel in eckigen Klammern ergänzt werden. Die Ergänzung sollte konsequent und sparsam genutzt werden.

Beispiel:

[11] A. Autor, Titel der Übersetzung [Originaltitel], B. Übersetzer, Übers. Ort: Verlag, Jahr.

Unklarer Übersetzer / fehlende Übersetzerangabe

Wenn die Übersetzerangabe fehlt, sollte zuerst in Titelblatt oder Impressum nachrecherchiert werden. Wenn die Angabe nicht ermittelbar ist, entfällt sie, statt eine Ersatzangabe zu setzen.

Beispiel:

[12] A. Autor, Titel der Übersetzung. Ort: Verlag, Jahr.

Eigene Übersetzung

Wenn eine Passage eigenständig übersetzt wurde, sollte im Text transparent gemacht werden, dass eine eigene Übersetzung vorliegt. Im Literaturverzeichnis wird dennoch die Originalquelle geführt, weil sie die Grundlage der Übersetzung ist.

Ein kurzer Hinweis zur eigenen Übersetzung kann im Fließtext oder im Anhang der Arbeit dokumentiert werden.

Beispiel im Text:

Der Begriff bezeichnet eine soziale Tatsache.“ [13, S. 25, eigene Übersetzung].

Beispiel im Literaturverzeichnis:

[13] A. Autor, Originaltitel. Ort: Verlag, Jahr.

Praxis-Tipp

Bei übersetzten Quellen sollte immer sichtbar bleiben, welche Fassung tatsächlich genutzt wurde. Original, Übersetzung, bilinguale Ausgabe und eigene Übersetzung dürfen im Nachweis nicht vermischt werden.

Verpflichtend vs. empfohlen

Was ist nach IEEE für die Zitation einer Übersetzung verpflichtend und was wird empfohlen?

Die folgenden Übersichten trennen Mindestanforderungen von sinnvollen Präzisierungen. Verpflichtend sind Angaben, ohne die eine IEEE-Zitation formal unvollständig oder nicht eindeutig zuordenbar ist.

Zitation im Text nach IEEE (Übersetzung)

Zitationsnummer


Pflicht

Nummer in eckigen Klammern angeben, z. B. [1].

Empfehlung

Nummer vor das Satzzeichen setzen und diese Position im gesamten Text einheitlich beibehalten.

Wiederholte Nennung


Pflicht

Dieselbe Nummer für dieselbe Übersetzung verwenden.

Empfehlung

Seitenangaben ergänzen, wenn sich die Aussage auf eine Kernpassage der Übersetzung bezieht.

Direktes Zitat


Pflicht

Seitenzahl oder Seitenbereich der Übersetzung angeben, z. B. [1, S. 18] oder [1, S. 18–21].

Empfehlung

Seitenbereich verwenden, wenn sich das Zitat oder die relevante Aussage über mehrere Seiten erstreckt.

Paraphrase


Pflicht

Zitationsnummer angeben, z. B. [1].

Empfehlung

Seitenzahl ergänzen, wenn die Argumentation auf eine punktgenaue Stelle der Übersetzung gestützt wird.

Mehrere Quellen


Pflicht

Mehrere Nummern getrennt angeben, z. B. [2], [4].

Empfehlung

Zusammenhängende Nummern als Spanne darstellen, z. B. [4]–[7].

Original zusätzlich


Pflicht bei Nutzung

Eigene Nummer vergeben, wenn zusätzlich zur Übersetzung auch das Original verwendet wird.

Empfehlung

Original und Übersetzung im Text klar trennen, damit jede Aussage eindeutig zugeordnet bleibt.

Literaturverzeichnis nach IEEE (Übersetzung)

Nummerierung


Pflicht

Nummerierung nach Reihenfolge der Erstnennung im Text führen.

Empfehlung

Eine Quelle pro Nummer verwenden, damit Original und Übersetzung eindeutig unterscheidbar bleiben.

Originalautor


Pflicht

Originalautor mit Initialen und Nachname angeben.

Empfehlung

Schreibweise exakt nach der verwendeten Quelle übernehmen.

Titel


Pflicht

Titel der benutzten Übersetzung angeben.

Empfehlung

Originaltitel in eckigen Klammern ergänzen, wenn diese Angabe die Identifikation verbessert.

Übersetzer


Pflicht, wenn vorhanden

Übersetzer mit Namen und der Angabe „Übers.“ nennen.

Empfehlung

Mehrere Übersetzer vollständig nennen, sofern die Quelle diese Angabe ausweist.

Ort, Verlag, Jahr


Pflicht

Kerndaten der verwendeten Übersetzung angeben.

Empfehlung

Auflage prüfen und ergänzen, wenn nicht die erste Auflage der Übersetzung verwendet wurde.

Originaljahr


Optional

Das Originaljahr ist nicht zwingend erforderlich.

Empfehlung

Originaljahr ergänzen, wenn die historische Einordnung der Quelle fachlich relevant ist.

Online-Angabe


Pflicht bei Online-Nutzung

URL und Zugriffsdatum angeben, z. B. „Verfügbar unter: URL. Zugriff am: TT.MM.JJJJ“.

Empfehlung

Schreibweise im gesamten Literaturverzeichnis vereinheitlichen.

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Häufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach IEEE? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Wissensdatenbank.

Wie zitiere ich eine übersetzte Quelle im Text nach IEEE grundsätzlich?

Im IEEE-Stil werden übersetzte Quellen im Text mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern zitiert. Bei der ersten Nennung einer Übersetzung erhält sie eine Nummer, zum Beispiel [1], die im gesamten Text für genau diese Fassung konstant bleibt. Ein allgemeiner Verweis kann etwa lauten: Der Text ordnet Bildung in soziale Kontexte ein [1]. Die Nummer verweist auf einen eindeutig zugeordneten Eintrag im Literaturverzeichnis, der die benutzte Übersetzung dokumentiert – nicht das Original.

Worauf beziehen sich Seitenangaben bei übersetzten Quellen im IEEE-Stil?

Seitenangaben in IEEE beziehen sich immer auf die tatsächlich verwendete Ausgabe – also auf die Übersetzung, nicht auf das Original. Ein direktes Zitat wird zum Beispiel als „Der Begriff ist mehrdeutig.“ [1, S. 18] belegt. Der Leser greift dann zur angegebenen Übersetzung, um die zitierte Formulierung nachzuvollziehen. Für längere Passagen wird ein Seitenbereich angegeben, etwa [1, S. 18–21].

Wie zitiere ich ein direktes (wörtliches) Zitat aus einer Übersetzung nach IEEE?

Ein direktes Zitat wird wortwörtlich aus der Übersetzung übernommen und in Anführungszeichen gesetzt. Direkt danach folgt die Zitationsnummer mit Seitenangabe der Übersetzung. Ein Beispiel lautet: „Bildung ist ein lebenslanger Prozess.“ [1, S. 25]. Die Seitenangabe ist Pflicht, weil die genaue Formulierung sonst nicht sauber überprüfbar ist. Bei längeren Zitaten kann ein Seitenbereich ergänzt werden, etwa [1, S. 25–27].

Wie zitiere ich eine übersetzte Quelle als Paraphrase nach IEEE, und wann ist eine Seitenangabe sinnvoll?

Bei Paraphrasen wird der Inhalt der Übersetzung sinngemäß wiedergegeben. In IEEE genügt formal die Zitationsnummer, zum Beispiel: Die Übersetzung beschreibt Bildung als Prozess [1]. Eine Seitenangabe ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn die Argumentation an einer konkreten Passage der Übersetzung hängt oder wenn Übersetzungsnuancen wichtig sind, etwa [1, S. 40] für eine definierende Stelle.

Wie sieht ein Standard-Literaturverzeichniseintrag für ein übersetztes Buch nach IEEE aus?

Die Übersetzung wird als benutzte Fassung mit Übersetzerangabe geführt. Das Grundschema lautet:
[Nr.] Initiale. Nachname, Titel der Übersetzung, Initiale. Nachname, Übers. Ort: Verlag, Jahr. (Original erschienen Jahr)
Ein konkretes Beispiel ist:
[1] E. Durkheim, Die Regeln der soziologischen Methode, A. Müller, Übers. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2004. (Original erschienen 1895)
Damit werden Originalautor, Übersetzungstitel, Übersetzer, Publikationsdaten der Übersetzung und optional das Originaljahr dokumentiert.

Wie werden mehrere Autoren und Übersetzer bei einer übersetzten Quelle im IEEE-Stil behandelt?

Bei mehreren Originalautoren werden diese wie üblich genannt, zum Beispiel: [2] A. Autor und B. Autor, Titel der Übersetzung, C. Übersetzer, Übers. Ort: Verlag, Jahr.. Bei drei bis sechs Autoren werden alle aufgeführt, bei sieben oder mehr folgt nach dem ersten Autor „u. a.“. Mehrere Übersetzer werden ebenfalls vollständig genannt, etwa: [5] A. Autor, Titel der Übersetzung, B. Übersetzer und C. Übersetzer, Übers. Ort: Verlag, Jahr.. So bleibt klar, wer das Original verfasst und wer die Fassung übertragen hat.

Wie zitiere ich Übersetzungen von Aufsätzen und Online-Quellen nach IEEE im Literaturverzeichnis?

Für übersetzte Aufsätze wird die Veröffentlichungsform dokumentiert, zum Beispiel:
[6] A. Autor, „Titel des Aufsatzes (Übersetzung)“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.
Bei übersetzten Online-Quellen wird zusätzlich die Online-Kennzeichnung ergänzt, etwa:
[7] A. Autor, „Titel“, Plattform, Datum. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Entscheidend ist, dass auch hier die tatsächlich genutzte Fassung (Übersetzung) und nicht nur das Original dokumentiert wird.

Wie gehe ich im IEEE-Stil vor, wenn sowohl Original als auch Übersetzung verwendet werden?

Wenn Original und Übersetzung beide genutzt werden, erhält jede Fassung einen eigenen Eintrag mit eigener Zitationsnummer. So ist im Text klar unterscheidbar, ob sich der Nachweis auf die Übersetzung oder auf das Original bezieht. Die Übersetzung wird wie üblich mit „Übers.“ und gegebenenfalls Originaljahr geführt, während das Original separat mit seinen eigenen Publikationsdaten angegeben wird. Im Text können dann unterschiedliche Nummern für beide Fassungen verwendet werden, etwa [1] für die Übersetzung und [2] für das Original.

Wann sollte das Originaljahr bei einer Übersetzung im IEEE-Verzeichnis ergänzt werden und wie wird es angegeben?

Das Originaljahr ist nicht zwingend, kann aber bei historischen oder theoretischen Klassikern für die Einordnung wichtig sein. In diesem Fall wird es in einer Klammer am Ende des Eintrags ergänzt, zum Beispiel: … Ort: Verlag, 2004. (Original erschienen 1895). So bleibt sichtbar, dass die zitierte Fassung von 2004 stammt, das Werk inhaltlich aber auf eine Erstveröffentlichung von 1895 zurückgeht. Die Seitenangaben im Text beziehen sich trotzdem ausschließlich auf die verwendete Übersetzung.

Welche Angaben sind bei übersetzten Quellen nach IEEE verpflichtend und welche nur empfohlen?

Zwingend im Text sind eine Zitationsnummer in eckigen Klammern und bei direkten Zitaten eine Seitenzahl oder ein Seitenbereich der Übersetzung. Im Literaturverzeichnis sind mindestens Nummerierung nach Erstnennung, Originalautor (Initialen + Nachname), Titel der benutzten Übersetzung, Übersetzerangabe mit „Übers.“, Ort, Verlag und Jahr der Übersetzung erforderlich. Empfohlen sind ergänzende Angaben wie das Originaljahr bei historischer Relevanz, der Originaltitel in eckigen Klammern bei Bedarf, Auflagenhinweise sowie URL und Zugriffdatum bei Online-Nutzung. Einheitliche Formulierungen wie „Verfügbar unter“ und „Zugriff am“ sollten im gesamten Verzeichnis konsequent verwendet werden.

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