Professionelle Zitationskorrektur

Fehlerfreie Quellen und Literaturverzeichnis

Die 1a‑Studi Zitationskorrektur gewĂ€hrleistet fehlerfreie Quellenangaben sowie ein formgerechtes Literaturverzeichnis + Recherche bei LĂŒcken sowie Abgleich der Quellen.

(GeschÀtzte Lesezeit: 6 - 12 Minuten)
Archivmaterialien zitieren nach IEEE

Archivmaterialien zitieren nach IEEE

IEEE ist ein nummerischer Zitationsstandard. Im Text erscheinen fortlaufende Zitationsnummern in eckigen Klammern. Diese Nummern verweisen auf eine nummerierte Literaturliste am Ende. FĂŒr Archivmaterialien ist das besonders praktisch, weil der Textnachweis kurz bleibt, wĂ€hrend Archivname, Bestand, Signatur und die genaue Fundstelle (Blatt/Folio/Seite/Objekt-ID) erst im Literaturverzeichnis vollstĂ€ndig stehen.

 
Archivmaterialien zitieren IEEE

Archivmaterialien zitieren IEEE

FĂŒr Archivmaterialien gilt in IEEE, dass

  • Im Text: Nummern in [ ]
  • Nummer bei Erstnennung vergeben
  • Nummer bleibt fĂŒr Quelle konstant
  • Fundstelle: Signatur plus Blatt/Seite
  • Direktzitat: Blatt/Seite zwingend nennen
  • Paraphrase: Nummer genĂŒgt meist
  • Literaturliste: nummeriert, nicht alphabetisch
  • Eintrag: Archiv, Bestand, Signatur, Datum

Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Diese Nummer verweist auf genau einen Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Bei Archivquellen entscheidet die Auffindbarkeit ĂŒber die QualitĂ€t der Zitation: Ohne Archivname, Bestand und Signatur ist ein Nachweis praktisch nicht ĂŒberprĂŒfbar. FĂŒr punktgenaue Stellen werden statt „Seiten“ hĂ€ufig Blattangaben genutzt (Bl.), bei handschriftlichen Quellen oft mit recto/verso (z. B. 12r/12v). Wenn ein Dokument paginiert ist, kann „S.“ verwendet werden.

Die Zitation im Text lautet:

[1]

Diese Form passt, wenn eine Aussage auf eine Archivquelle insgesamt gestĂŒtzt wird, ohne dass eine konkrete Stelle zwingend genannt werden muss.

Bei punktgenauen Fundstellen lautet die Zitation im Text zum Beispiel:

[1, Bl. 12r]
[1, Bl. 12r–13v]
[1, S. 5]
[1, Objekt-ID 2026-0147]

Archivmaterial als direktes Zitat zitieren

Ein direktes Zitat ĂŒbernimmt eine Textstelle wortwörtlich aus dem Archivdokument. Das Zitat steht in AnfĂŒhrungszeichen und erhĂ€lt direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus prĂ€zise Fundstelle. Bei Archivmaterialien ist die Fundstelle Pflicht, weil sonst keine verlĂ€ssliche Kontrolle möglich ist.

Beispiel:
„
“ [1, Bl. 12r]

Archivmaterial als indirektes Zitat zitieren

Eine Paraphrase gibt den Inhalt sinngemĂ€ĂŸ wieder. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer. Eine Blatt-/Seitenangabe ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn eine konkrete Passage argumentativ zentral ist oder wenn mehrere Ă€hnliche Dokumente im selben Bestand existieren.

Beispiele:
Das Schreiben weist auf Konflikte hin [1].
Die Argumentation bezieht sich auf eine konkrete Passage [1, Bl. 12r–12v].

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere Archivalien dieselbe Aussage stĂŒtzen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt. Die Nummern stehen aufsteigend; zusammenhĂ€ngende Nummern können als Spanne erscheinen.

Beispiele:
[2], [4], [7]
[4]–[7]

SekundÀrzitate nach IEEE

SekundĂ€rzitate liegen vor, wenn eine Archivquelle nicht direkt eingesehen wurde und eine Aussage nur ĂŒber eine andere Quelle bekannt ist (z. B. Edition, Aufsatz, Bericht). In IEEE wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die tatsĂ€chlich gelesene Quelle gefĂŒhrt. Im Text sollte der indirekte Zugriff erkennbar bleiben. Die Archivquelle erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht in das Original oder die Reproduktion vorliegt.

Im Text zitieren: Archivmaterialien nach IEEE

Im Text zitieren: Archivmaterialien nach IEEE

Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung einer Archivquelle vergeben und bleibt fĂŒr diese Quelle im gesamten Text gleich. FĂŒr Archivmaterialien ersetzt die genaue Fundstelle die klassische Seitenlogik: BlĂ€tter (Bl.), recto/verso (r/v), Seiten (S.) oder objektbezogene Kennungen (Objekt-ID, Foto-Nr., Karten-Nr.). Bei wörtlichen Zitaten ist diese Fundstelle zwingend. Bei Paraphrasen genĂŒgt meist die Nummer; eine Fundstelle erhöht die PrĂŒfbarkeit bei zentralen Passagen.

Grundform im Fließtext

Belegform: [1]
Diese Grundform wird genutzt, wenn eine Aussage auf das Dokument insgesamt gestĂŒtzt wird.

Beispiel: Das Protokoll dokumentiert einen Richtungswechsel [1].

Direktes Zitat (wörtlich)

Bei wörtlichen Zitaten wird eine Passage exakt ĂŒbernommen. Direkt danach folgt die Zitationsnummer plus Blatt-/Seitenangabe. Bei handschriftlichen Quellen ist r/v sinnvoll, wenn die Quelle so erschlossen ist.

Beispiel: „
“ [1, Bl. 12r]

Indirektes Zitat (Paraphrase)

Bei Paraphrasen genĂŒgt die Zitationsnummer. Eine Blatt-/Seitenangabe ist empfehlenswert, wenn eine konkrete Stelle argumentativ entscheidend ist.

Beispiele:
Das Schreiben betont die Dringlichkeit [1].
Die BegrĂŒndung steht in der Mitte des Dokuments [1, Bl. 12v].

Blatt- und Seitenbereiche

Wenn sich der Bezug ĂŒber mehrere BlĂ€tter/Seiten erstreckt, wird ein Bereich angegeben.

Beispiele:
[1, Bl. 12r–13v]
[1, S. 5–7]

Keine Blatt-/Seitenangaben (z. B. Fotos, Objekte, DatenbankeintrÀge)

Wenn ein Archival kein Blatt- oder Seitenkonzept hat (z. B. Foto, Karte, Objekt), wird ein stabiler Lokator genutzt: Objekt-ID, Foto-Nr., Repro-Nr., Scan-ID oder Inventarnummer. Der Lokator muss innerhalb des Archivs eindeutig sein.

Beispiele:
[1, Foto-Nr. 27]
[1, Objekt-ID 2026-0147]

Mehrere Quellen in einem Beleg

Beispiele:

 [2], [4], [7].

 [4]–[7].
Hinweis: Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik (aufsteigend), nicht dem Alphabet.

Archivname im Satz (optional)

IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn der Archivname im Satz steht, folgt direkt die Zitationsnummer.

Beispiel: Im Stadtarchiv wird der Vorgang dokumentiert [1].

Im Literaturverzeichnis: IEEE Archivmaterialien zitieren

Im Literaturverzeichnis: IEEE Archivmaterialien zitieren

Im Literaturverzeichnis werden Archivmaterialien als einzelne, nummerierte EintrĂ€ge gefĂŒhrt. Die Nummerierung folgt der Reihenfolge, in der eine Quelle erstmals im Text zitiert wird. Jeder Eintrag steht fĂŒr genau eine Archivalie und enthĂ€lt die Kerndaten so, dass das StĂŒck eindeutig auffindbar ist: Archivname, Bestand (oder Abteilung), Signatur (oder Aktenzeichen), Dokumenttyp (z. B. Brief, Protokoll), Datum sowie bei Bedarf Titel/Betreff. Wenn eine digitale Reproduktion genutzt wurde, können zusĂ€tzlich [Online], URL und Zugriffdatum ergĂ€nzt werden.

Grundschema (Archivalie, physisch)

[Nummer] Archivname, Bestand/Abteilung, Signatur, Dokumenttyp, Titel/Betreff, Datum.

Beispiel (Schema)

[1] Stadtarchiv Musterstadt, Bestand A 12, Signatur 4/17, Protokoll, „Sitzung des Gemeinderats“, 12.03.1954.

Brief / Schreiben

[2] Landesarchiv Beispiel, Bestand B 3, Signatur 15/2, Brief, „Betreff 
“, 08.11.1932.

Akte / Vorgang (wenn Einzeldokument nicht trennbar)

Wenn ein Vorgang als Akte zitiert wird, sollte der Aktencharakter kenntlich bleiben.

[3] Archivname, Bestand, Signatur, Akte, „Vorgang 
“, Datierung/Zeitraum.

Ohne Titel/Betreff

Wenn kein Titel vorhanden ist, kann eine kurze Funktionsbeschreibung genutzt werden (z. B. „Protokoll“, „Vermerk“).

[4] Archivname, Bestand, Signatur, Vermerk, 17.05.1941.

Digitale Archivkopie (deutsche Kennzeichnung)

Wenn eine Archivalie ĂŒber ein Digitalisat genutzt wurde, kann die Online-VerfĂŒgbarkeit ergĂ€nzt werden.

[5] Archivname, Bestand, Signatur, Dokumenttyp, Titel/Betreff, Datum. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Hinweis: Einheitlichkeit ist entscheidend. Wenn „VerfĂŒgbar unter“ und „Zugriff am“ genutzt werden, sollte diese Form bei allen Online-EintrĂ€gen gleich aussehen.

SonderfÀlle Archivmaterialien zitieren nach IEEE

SonderfÀlle Archivmaterialien zitieren nach IEEE

SonderfĂ€lle betreffen Archivquellen, deren Identifikation zusĂ€tzliche Angaben benötigt oder deren Struktur vom Standard abweicht. Ziel bleibt eine eindeutige, prĂŒfbare Referenz.

Mehrteilige Signaturen und Untereinheiten

Wenn Signaturen Untereinheiten enthalten (Mappe, Konvolut, Heft), sollte die Untereinheit ergÀnzt werden, damit die Fundstelle innerhalb der Signatur auffindbar bleibt.

Konvolute und Sammelakten

Wenn ein Dokument nur als Teil eines Konvoluts existiert, sollte die Referenz den Konvolut-Charakter sichtbar machen und im Text eine prÀzise Blatt-/Objektangabe nutzen.

Fotos, Karten, PlÀne

Bei Bildmaterial sind Blattangaben oft ungeeignet. Foto-Nr., Objekt-ID, Inventarnummer oder Repro-Nr. sind die verlÀsslichere Fundstelle.

Editionen vs. Originalarchiv

Wenn eine Edition zitiert wird, ist die Edition eine eigenstÀndige Quelle. Eine parallele Archivsignatur ist nur sinnvoll, wenn zusÀtzlich das Original eingesehen wurde.

Sperrfristen und eingeschrÀnkter Zugang

Wenn eine Quelle nur intern zugĂ€nglich ist, bleibt der Eintrag trotzdem möglich (Archiv, Bestand, Signatur, Datum). URL entfĂ€llt; eine interne Zugangsnotiz sollte außerhalb der Referenzliste dokumentiert werden.

Fehlende Kerndaten (Datum, Bestand, Signatur)

Wenn Kerndaten fehlen, sollte eine Nachrecherche erfolgen (Findbuch, Archivdatenbank, Repro-Metadaten). Wenn Angaben nicht sicher sind, ist ein Weglassen besser als eine ersetzende Fantasieangabe. In solchen FĂ€llen gewinnt die Signatur oder Objekt-ID maximale Bedeutung.

Verpflichtend vs. empfohlen

Was ist nach IEEE fĂŒr die Zitation von Archivmaterialien verpflichtend und was wird empfohlen?

Die folgenden Tabellen trennen Mindestanforderungen von sinnvollen PrĂ€zisierungen. „Verpflichtend“ beschreibt Angaben, ohne die eine Archivzitation nicht eindeutig auffindbar ist.

Zitation im Text nach IEEE (Archivmaterial)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Zitationsnummer Nummer in eckigen Klammern Nummer vor Satzzeichen setzen
Wiederholte Nennung dieselbe Nummer fĂŒr dieselbe Quelle Fundstelle bei Kernpassagen ergĂ€nzen
Direktes Zitat Nummer + Bl./S./ID zwingend Bereich bei lÀngeren Passagen
Paraphrase Nummer: [1] Bl./S./ID bei PrÀzision
Lokator nicht zwingend bei Überblick Bl. r/v, S., Objekt-ID
Mehrere Quellen mehrere Nummern: [2], [4] Spanne: [4]–[7]
SekundÀrzitat nur gelesene Quelle belegen indirekten Zugriff klar benennen

Literaturverzeichnis nach IEEE (Archivmaterial)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Nummerierung Reihenfolge der Erstnennung im Text eine Quelle pro Nummer
Archivname Archiv eindeutig nennen Standort ergÀnzen, falls nötig
Bestand/Abteilung Bestand/Abteilung angeben Findbuch-/Sammlungsangabe
Signatur Signatur zwingend nennen Untereinheit ergÀnzen (Mappe)
Dokumenttyp Typ kenntlich machen kurzer Titel/Betreff ergÀnzen
Datum Datum nennen, falls vorhanden Zeitraum bei Aktenkonvolut
Online-Angabe bei Digitalisat: URL + Zugriffdatum dauerhafte URL bevorzugen

HĂ€ufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach IEEE, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank fĂŒr IEEE Zitation hier bei 1a-Studi.

Im IEEE-Stil werden Archivmaterialien im Text mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern zitiert. Bei der ersten Nennung einer Archivalie erhĂ€lt sie eine Nummer, zum Beispiel [1], die im gesamten Text fĂŒr genau dieses Dokument konstant bleibt. Ein allgemeiner Verweis kann etwa lauten: Das Protokoll dokumentiert einen Richtungswechsel [1]. Die Nummer verweist auf einen eindeutig zugeordneten Eintrag in der nummerierten Literaturliste am Ende des Dokuments.
Da viele Archivquellen keine klassischen Seitenzahlen besitzen, werden im IEEE-Stil alternative Lokatoren genutzt. Übliche Varianten sind Blattangaben mit recto/verso (z. B. [1, Bl. 12r] oder [1, Bl. 12r–13v]), Seitenangaben bei paginierten Dokumenten ([1, S. 5]) oder objektbezogene Kennungen wie [1, Foto-Nr. 27] beziehungsweise [1, Objekt-ID 2026-0147]. Diese Angaben ersetzen die Seitenlogik und machen die Fundstelle im Archiv eindeutig auffindbar.
Ein direktes Zitat ĂŒbernimmt eine Passage aus dem Archivdokument wortwörtlich und setzt sie in AnfĂŒhrungszeichen. Direkt danach folgt die Zitationsnummer plus prĂ€zise Fundstelle. Ein Beispiel lautet: „
“ [1, Bl. 12r]. Die Angabe von Blatt oder Seite ist Pflicht, da Archivmaterial ohne genaue Lokalisierung kaum ĂŒberprĂŒfbar ist. Bei lĂ€ngeren wörtlichen Abschnitten kann ein Bereich angegeben werden, etwa [1, Bl. 12r–12v] oder [1, S. 5–7].
Bei Paraphrasen wird der Inhalt der Archivalie sinngemĂ€ĂŸ wiedergegeben. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer, zum Beispiel: Das Schreiben weist auf Konflikte hin [1]. Eine Blatt- oder Seitenangabe ist nicht zwingend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn eine konkrete Passage argumentativ zentral ist oder wenn mehrere Ă€hnliche Dokumente im selben Bestand existieren, etwa [1, Bl. 12r–12v] oder [1, S. 5].
Archivmaterialien werden im Literaturverzeichnis so angegeben, dass Archivname, Bestand, Signatur und Dokumenttyp klar erkennbar sind. Das Grundschema lautet:
[Nr.] Archivname, Bestand/Abteilung, Signatur, Dokumenttyp, Titel/Betreff, Datum.
Ein Beispiel ist:
[1] Stadtarchiv Musterstadt, Bestand A 12, Signatur 4/17, Protokoll, „Sitzung des Gemeinderats“, 12.03.1954.
FĂŒr Briefe, Akten oder Vermerke wird der Dokumenttyp entsprechend angepasst, etwa „Brief“ oder „Akte, ‚Vorgang 
‘, Datierung/Zeitraum“.
Bei Digitalisaten wird das Schema fĂŒr physische Archivalien um die Online-Kennzeichnung ergĂ€nzt. Ein typischer Eintrag lautet:
[5] Archivname, Bestand, Signatur, Dokumenttyp, Titel/Betreff, Datum. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Damit werden Archivname, Bestand, Signatur, Dokumenttyp und Datum dokumentiert sowie die konkrete Online-Ansicht ĂŒber URL und Zugriffsdatum festgehalten. Einheitliche Formulierungen wie „VerfĂŒgbar unter“ und „Zugriff am“ sollten in allen Online-EintrĂ€gen konsequent verwendet werden.
Bei Archivobjekten ohne Blatt- oder SeitenzĂ€hlung werden stabile objektbezogene Kennungen als Lokatoren genutzt. Im Text können Sie zum Beispiel [1, Foto-Nr. 27] oder [1, Objekt-ID 2026-0147] verwenden. Im Literaturverzeichnis wird der Dokumenttyp entsprechend benannt, etwa „Fotografie“, „Karte“ oder „Plan“, und die Kennung als Teil von Signatur oder Objekt-ID erfasst. Entscheidend ist, dass die Kennung innerhalb des Archivs eindeutig ist und die genaue Fundstelle ersetzt.
StĂŒtzen mehrere Archivalien dieselbe Aussage, werden ihre Zitationsnummern im Beleg zusammengefĂŒhrt und aufsteigend sortiert. Beispiele sind [2], [4], [7] oder, bei direkt aufeinanderfolgenden Nummern, eine Spanne wie [4]–[7]. Die Reihenfolge richtet sich stets nach der Nummernlogik und nicht nach Archivnamen oder BestĂ€nden. Bei Bedarf können einzelne Nummern zusĂ€tzlich mit Fundstellen ergĂ€nzt werden, etwa [2, Bl. 3r] [4, S. 5].
Wenn das Original im Archiv und eine gedruckte oder digitale Edition parallel verwendet werden, sind dies zwei verschiedene Quellen mit eigenen Nummern. Das Originalarchiv wird mit Archivname, Bestand, Signatur und Dokumenttyp gefĂŒhrt, zum Beispiel [1]. Die Edition erhĂ€lt einen separaten Eintrag als Buch oder Aufsatz mit eigenen bibliografischen Daten, zum Beispiel [2]. Im Text können dann beide Fassungen getrennt zitiert werden, etwa [1, Bl. 12r] fĂŒr das Original und [2, S. 210] fĂŒr die Edition.
Zwingend im Text sind eine Zitationsnummer in eckigen Klammern und bei wörtlichen Zitaten eine prÀzise Fundstelle (Blatt, Seite oder Objekt-ID). Im Literaturverzeichnis sind mindestens die Nummerierung nach Erstnennung, der Archivname, der Bestand oder die Abteilung, die Signatur, der Dokumenttyp und das Datum der Archivalie erforderlich. Empfohlen sind ergÀnzende Angaben wie Titel oder Betreff, Untereinheiten (Mappe/Konvolut), Blatt- oder Seitenbereiche, Standort des Archivs sowie URL und Zugriffsdatum bei Digitalisaten. Diese PrÀzisierungen erhöhen die Auffindbarkeit, sind aber nicht in jedem Fall zwingend vorgeschrieben.
Studiere dich schlau

Artikel zum entdecken

Teile oder zitiere diesen Artikel:

Literaturverzeichnis

Verweis im Text

Quellen:
Im Text:
Finde die passenden Korrekturdienste
fĂŒr deine Arbeit
Bedarfsanalyse starten