Professionelle Zitationskorrektur

Fehlerfreie Quellen und Literaturverzeichnis

Die 1a‑Studi Zitationskorrektur gewĂ€hrleistet fehlerfreie Quellenangaben sowie ein formgerechtes Literaturverzeichnis + Recherche bei LĂŒcken sowie Abgleich der Quellen.

(GeschÀtzte Lesezeit: 9 - 18 Minuten)
Buch zitieren nach IEEE (Monografie)

Buch zitieren nach IEEE (Monografie)

IEEE ist ein nummerischer Zitationsstandard. Im Text erscheinen fortlaufende Zitationsnummern in eckigen Klammern.

Diese Nummern verweisen auf eine nummerierte Literaturliste am Ende. FĂŒr Monografien ist das besonders praktisch, weil die Nachweise kurz bleiben und trotzdem eindeutig sind.

 
BĂŒcher zitieren IEEE

BĂŒcher zitieren IEEE

FĂŒr BĂŒcher gilt in IEEE, dass

  • Im Text: Nummern in [ ]
  • Nummer bei Erstnennung vergeben
  • Nummer bleibt fĂŒr Quelle konstant
  • Mehrfachbelege: aufsteigend; Spanne möglich
  • Direktzitat: Seite oder Seitenbereich
  • Paraphrase: Nummer genĂŒgt meist
  • Literaturliste: nummeriert, nicht alphabetisch
  • Eintrag: eine Quelle pro Nummer

Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Diese Nummer verweist auf genau einen Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Bei der ersten Verwendung einer Quelle wird eine neue Nummer vergeben. Jede spĂ€tere Verwendung nutzt exakt diese Nummer, damit der Nachweis durchgĂ€ngig eindeutig bleibt.

Die Zitation im Text lautet:

[1]

Diese Form wird eingesetzt, wenn eine Aussage auf ein Buch gestĂŒtzt wird, ohne dass eine konkrete Fundstelle zwingend genannt werden muss (typisch bei allgemeinen Paraphrasen).

Bei wörtlichen Zitaten lautet die Zitation im Text:

[1, S. 25]

Hier ergĂ€nzt die Seitenangabe die Zitationsnummer. Das ist erforderlich, weil ein wörtliches Zitat eine konkrete, ĂŒberprĂŒfbare Fundstelle braucht.

Bei Seitenbereichen:

[1, S. 25–27]

Diese Form wird genutzt, wenn sich der Bezug auf mehrere zusammenhĂ€ngende Seiten erstreckt, etwa bei lĂ€ngeren Zitaten oder einer eng gefĂŒhrten Argumentation ĂŒber mehrere Seiten.

Buch als direktes Zitat zitieren

Ein direktes Zitat ĂŒbernimmt eine Textstelle wortwörtlich. DafĂŒr wird der zitierte Satz in AnfĂŒhrungszeichen gesetzt und direkt im Anschluss die Zitationsnummer mit Seitenangabe ergĂ€nzt. ZusĂ€tzlich sollte das direkte Zitat exakt ĂŒbernommen werden (inklusive Schreibweise und Zeichensetzung), damit der Nachweis prĂŒfbar bleibt.

Ein Beispiel fĂŒr ein direktes Zitat lautet:

„Bildung ist ein lebenslanger Prozess.“ [1, S. 25]

Buch als indirektes Zitat zitieren

Ein indirektes Zitat (Paraphrase) gibt den Inhalt sinngemĂ€ĂŸ wieder. DafĂŒr wird keine wörtliche Übernahme markiert, sondern der Gedanke wird in eigenen Worten formuliert. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer. Eine Seitenzahl ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn sich die Aussage auf eine konkrete Passage stĂŒtzt oder wenn die Argumentation sehr prĂ€zise an einer Stelle des Buches hĂ€ngt.

Beispiele

MĂŒller beschreibt Bildung als kontextabhĂ€ngigen Prozess [1, S. 10].
Bildung ist nicht auf formale Institutionen beschrÀnkt [1].

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere BĂŒcher dieselbe Aussage stĂŒtzen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt. Die Nummern werden aufsteigend sortiert. Bei zusammenhĂ€ngenden Nummern kann eine Spanne gebildet werden. Dadurch bleibt der Beleg kompakt, ohne Informationen zu verlieren.

Beispiele:
[2], [4], [7]
[4]–[7]

SekundÀrzitate nach IEEE

SekundĂ€rzitate liegen vor, wenn das Originalwerk nicht vorliegt und eine Aussage nur ĂŒber eine andere Quelle bekannt ist. In IEEE wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die Quelle gefĂŒhrt, die tatsĂ€chlich gelesen wurde. Im Text wird zusĂ€tzlich deutlich gemacht, dass der Zugriff indirekt erfolgt. Das Originalwerk erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht vorliegt.

Im Text:

MĂŒller wird bei Schneider zitiert [2, S. 45].

Literaturverzeichnis:

Es wird ausschließlich die Quelle angegeben, die tatsĂ€chlich gelesen wurde:
[2] P. Schneider, EinfĂŒhrung in die Bildungssoziologie. Berlin: Springer, 2010.

Hinweis:

Das Originalwerk von MĂŒller erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht in das Original vorliegt.

Im Text zitieren: BĂŒcher nach IEEE (Monografie)

Im Text zitieren: BĂŒcher nach IEEE (Monografie)

Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung einer Quelle vergeben und bleibt fĂŒr dieses Buch im gesamten Text gleich. Der Beleg steht dort, wo die Aussage gestĂŒtzt wird, und verweist auf den passenden Eintrag in der nummerierten Literaturliste.

Bei wörtlichen Zitaten ist zusĂ€tzlich eine genaue Fundstelle erforderlich (Seite oder Seitenbereich). Bei Paraphrasen genĂŒgt meist die Nummer; eine Seitenangabe erhöht die Nachvollziehbarkeit, wenn eine konkrete Passage entscheidend ist.

Mehrere Quellen werden in einem Beleg zusammengefĂŒhrt und nach Nummern aufsteigend geordnet; zusammenhĂ€ngende Nummern können als Spanne dargestellt werden.

Grundform im Fließtext

Belegform: [1]

Diese Grundform wird genutzt, wenn eine Aussage auf ein Buch gestĂŒtzt wird, ohne dass eine bestimmte Textstelle im Zentrum steht. Die Nummer verweist eindeutig auf den Literaturlisten-Eintrag.

Beispiel: Bildung ist nicht auf formale Institutionen begrenzt [1].

Direktes Zitat (wörtlich)

Bei wörtlichen Zitaten wird eine Textstelle exakt ĂŒbernommen. Das Zitat steht in AnfĂŒhrungszeichen und erhĂ€lt direkt im Anschluss die Zitationsnummer mit Seitenangabe. Die Seitenangabe ist Pflicht, weil die Fundstelle eindeutig prĂŒfbar sein muss.

Beispiel: „Bildung ist ein lebenslanger Prozess.“ [1, S. 25]

Indirektes Zitat (Paraphrase)

Bei Paraphrasen wird der Inhalt sinngemĂ€ĂŸ wiedergegeben. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer. Eine Seitenzahl ist nicht verpflichtend, erhöht aber die PrĂŒfbarkeit bei punktgenauer Argumentation.

Beispiele:
Bildung bleibt an Bedingungen geknĂŒpft [1].
MĂŒller beschreibt Bildung als kontextabhĂ€ngigen Prozess [1, S. 10].

Seitenbereiche

Wenn sich der Bezug auf mehrere zusammenhÀngende Seiten erstreckt, wird ein Seitenbereich angegeben. Das ist sinnvoll bei lÀngeren Zitaten oder wenn eine Passage nur im Kontext mehrerer Seiten nachvollziehbar ist.

Beispiel: [1, S. 25–27]

Keine Seitenzahlen (z. B. E-Book ohne feste Paginierung)

Wenn keine verlÀsslichen Seitenzahlen existieren, sind ersatzweise Kapitel oder Abschnitte möglich. Diese Lokatoren funktionieren nur, wenn das E-Book Kapitel/Abschnitte eindeutig ausweist.

Beispiele: [1, Kap. 3] oder [1, Abschn. 2.1]

Diese Lokatoren funktionieren nur, wenn das E-Book Kapitel/Abschnitte eindeutig ausweist.

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere BĂŒcher dieselbe Aussage stĂŒtzen, werden mehrere Zitationsnummern in einem Beleg zusammengefĂŒhrt. Die Nummern stehen aufsteigend; zusammenhĂ€ngende Nummern können als Spanne geschrieben werden.

Beispiele:

 [2], [4], [7].

 [4]–[7].

Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik (aufsteigend), nicht dem Alphabet.

Autorname im Satz (optional)

IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn ein Autorname im Satz stehen soll, folgt direkt die Zitationsnummer. Bei drei oder mehr Autoren wird bei Namensnennung im Satz „u. a.“ verwendet.

Beispiel: MĂŒller zeigt dies anhand mehrerer Fallanalysen [1].
Beispiel: MĂŒller u. a. [3] argumentieren, dass 


SekundĂ€rzitate (nur ĂŒber eine andere Quelle bekannt)

Wenn das Original nicht vorliegt, wird im Literaturverzeichnis nur die Quelle gefĂŒhrt, die tatsĂ€chlich gelesen wurde. Im Text wird transparent gemacht, dass die Information indirekt ĂŒbernommen wurde. Das Originalwerk wird nicht in die Literaturliste aufgenommen, solange keine Einsicht vorliegt.

Beispiel (Text): MĂŒller wird bei Schneider zitiert [2, S. 45].

Literaturverzeichnis: Nur Schneider erscheint als [2].

Im Literaturverzeichnis: IEEE Buch zitieren (Monografie)

Im Literaturverzeichnis: IEEE Buch zitieren (Monografie)

Im Literaturverzeichnis werden BĂŒcher als einzelne, nummerierte EintrĂ€ge gefĂŒhrt. Die Nummerierung folgt der Reihenfolge, in der eine Quelle erstmals im Text zitiert wird. Dadurch entsteht keine alphabetische Sortierung.

Jeder Eintrag steht fĂŒr genau eine Quelle und enthĂ€lt die bibliografischen Kerndaten so, dass das Buch eindeutig auffindbar ist. Autorennamen werden mit Initialen vor dem Nachnamen geschrieben. Bei bis zu sechs Autoren werden alle genannt; ab sieben Autoren wird auf den ersten Autor verkĂŒrzt und „u. a.“ ergĂ€nzt. ZusĂ€tze wie Auflage, Übersetzung, Nachdruck oder Online-Hinweise werden nur dann ergĂ€nzt, wenn sie fĂŒr Identifikation und Nachvollziehbarkeit notwendig sind.

Grundschema (gedruckte Monografie)

[Nummer] Initiale. Nachname, Titel des Buches: Untertitel, Auflage. Ort: Verlag, Jahr.

Das Schema wird genutzt, wenn eine gedruckte Ausgabe vorliegt und alle Kerndaten (Autor, Titel, Ort, Verlag, Jahr) eindeutig bestimmbar sind. Eine Auflage wird ab der zweiten Auflage angegeben, weil sich Inhalte zwischen Auflagen unterscheiden können.

Beispiel (Schema)

[1] T. MĂŒller, Bildung im digitalen Zeitalter: Grundlagen und Perspektiven, 2. Aufl. Berlin: Springer, 2014.

1 Autor

Bei Einzelautoren steht zuerst die Initiale, dann der Nachname. Danach folgt der Titel. Ort, Verlag und Jahr schließen den Eintrag ab.

[1] T. MĂŒller, EinfĂŒhrung in die PĂ€dagogik. MĂŒnchen: Beck, 2014.

2 Autoren

Bei zwei Autoren werden beide Namen genannt und mit „und“ verbunden.

[2] T. MĂŒller und P. Schneider, Grundlagen der Sozialarbeit. Berlin: Springer, 2016.

3 bis 6 Autoren

Alle Autoren werden vollstĂ€ndig genannt. Die Namen werden durch Kommas getrennt; vor dem letzten Namen steht „und“.

[3] T. MĂŒller, P. Schneider und H. Weber, SozialpĂ€dagogik im Wandel. Wiesbaden: VS Verlag, 2015.

7 oder mehr Autoren

Ab sieben Autoren wird der Eintrag auf den ersten Autor gekĂŒrzt und „u. a.“ ergĂ€nzt. Dadurch bleibt das Literaturverzeichnis lesbar, ohne die Quelle unklar zu machen.

[4] T. MĂŒller u. a., Handbuch der Erziehungswissenschaft. Stuttgart: Kohlhammer, 2017.

Autor ist eine Organisation oder Institution

Wenn eine Organisation als Autor fungiert, steht die Organisation an erster Stelle. Initialen entfallen, weil keine Person genannt wird.

[5] Deutsche Gesellschaft fĂŒr Psychologie, Leitfaden fĂŒr psychologische Forschung. Göttingen: Hogrefe, 2010.

Buch mit Herausgeber statt Autor (Gesamtwerk)

Wenn ein Sammelwerk als Ganzes zitiert wird und kein Autor, sondern Herausgeber ausgewiesen sind, stehen die Herausgeber an der Autorenposition. Die Kennzeichnung erfolgt mit „Hrsg.“.

[6] K. Schmidt, Hrsg., SozialpÀdagogik heute. Wiesbaden: VS Verlag, 2012.

Bei mehreren Herausgebern bleibt „Hrsg.“ als Kennzeichnung bestehen; die Herausgeber werden wie Autoren genannt.

[7] K. Schmidt und S. Keller, Hrsg., Erziehungswissenschaftliche Positionen. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2013.

Autor unbekannt

Wenn kein Autor ermittelbar ist, beginnt der Eintrag mit dem Titel. Das ist wichtig, damit die Quelle trotz fehlender Autorenschaft eindeutig zuordenbar bleibt.

[8] Handbuch der SozialpĂ€dagogik. MĂŒnchen: Beck, 2005.

Gleicher Autor mit mehreren BĂŒchern im selben Jahr

IEEE nutzt keine Jahresbuchstaben (a/b/c). Die Trennung erfolgt ĂŒber die Zitationsnummern, die aus der Reihenfolge der Erstnennung im Text entstehen.

[9] H. Wasser, Sozialforschung I. Berlin: Springer, 2014.
[10] H. Wasser, Sozialforschung II. Berlin: Springer, 2014.

Verschiedene Autoren mit gleichem Nachnamen

Im Literaturverzeichnis sorgen die Initialen fĂŒr die Unterscheidung. Im Text erfolgt die Unterscheidung ĂŒber die jeweilige Zitationsnummer.

[11] H. MĂŒller, Geschichte der Erziehung. Stuttgart: Klett, 2014.
[12] T. MĂŒller, EinfĂŒhrung in die PĂ€dagogik. MĂŒnchen: Beck, 2014.

Kombination von Organisation und Einzelautor

Wenn Organisation und Einzelperson gemeinsam als verantwortliche Autoren auftreten, werden beide genannt. Die Organisation steht zuerst, weil sie in der Regel als Hauptverantwortliche ausgewiesen ist.

[13] Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung und T. MĂŒller, Bildungspolitische Entwicklungen. Bonn: BMBF, 2019.

Übersetzte Werke

Bei Übersetzungen bleibt der Originalautor die fĂŒhrende Angabe. Der Übersetzer wird ergĂ€nzt, weil sich die zitierte Fassung auf die Übersetzung bezieht. Ein Hinweis auf das Originaljahr kann ergĂ€nzt werden, wenn dies fĂŒr die Einordnung erforderlich ist.

[14] E. Durkheim, Die Regeln der soziologischen Methode, A. MĂŒller, Übers. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2004. (Original erschienen 1895)

Reprints / Nachdrucke

Bei Nachdrucken steht das Jahr der verwendeten Ausgabe im Eintrag, weil diese Ausgabe tatsÀchlich genutzt wurde. Ein Zusatz weist auf die Originalausgabe hin, damit klar ist, dass es sich nicht um eine Erstveröffentlichung handelt.

[15] J. Piaget, Das Weltbild des Kindes. Stuttgart: Klett-Cotta, 2021. (Nachdruck der Ausg. 1970)

Online-BĂŒcher (deutsche Kennzeichnung)

Wenn ein Buch online genutzt wurde, kann der Eintrag um die Online-Kennzeichnung ergÀnzt werden. Dadurch wird der Zugriff nachvollziehbar, besonders wenn Inhalte sich online Àndern können. Entscheidend ist eine einheitliche Schreibweise in der gesamten Arbeit.

[16] T. MĂŒller, Bildung im digitalen Zeitalter. Berlin: Springer, 2014. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Hinweis: Einheitlichkeit ist entscheidend. Wenn „Zugriff am“ genutzt wird, sollte diese Form bei allen Online-BĂŒchern gleich aussehen.

SonderfÀlle Buch zitieren nach IEEE

SonderfÀlle Buch zitieren nach IEEE

SonderfĂ€lle betreffen BĂŒcher, deren bibliografische Angaben von der Standardsituation abweichen oder zusĂ€tzliche Informationen benötigen, damit die Quelle eindeutig auffindbar bleibt. Auch hier gilt: Jeder Sonderfall bekommt einen eigenen, nummerierten Eintrag. ZusĂ€tze (BĂ€nde, Reihen, Herausgeberhinweise, Übersetzungen) werden so ergĂ€nzt, dass Identifikation und PrĂŒfbarkeit steigen, ohne die Grundstruktur zu verlassen.

MehrbÀndige Werke (Gesamtwerk)

Wenn das gesamte mehrbĂ€ndige Werk zitiert wird, wird der Bandumfang genannt. Dadurch wird klar, dass nicht nur ein Einzelband, sondern die komplette Ausgabe gemeint ist. ZusĂ€tzlich wird ein Zeitraum angegeben, wenn die BĂ€nde ĂŒber mehrere Jahre erschienen sind.

[17] S. Koch, Hrsg., Psychologie: Ein Handbuch in sechs BĂ€nden, Bde. 1–6. Stuttgart: Kohlhammer, 1959–1963.

Einzelband aus einem mehrbÀndigen Werk

Wenn nur ein bestimmter Band genutzt wird, wird der Band spezifiziert. Das ist erforderlich, weil sich Inhalte zwischen den BĂ€nden unterscheiden und die Fundstelle sonst nicht eindeutig wĂ€re. Die Bandangabe steht als „Bd. x“ in der Referenz.

[18] M. Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, Bd. 5. TĂŒbingen: Mohr Siebeck, 1992.

Reihenangaben (Schriftenreihen/Serien)

Reihenangaben sind fakultativ. Eine Reihenangabe ist sinnvoll, wenn der Titel allein nicht eindeutig ist, wenn mehrere BĂŒcher sehr Ă€hnliche Titel tragen oder wenn die Reihe fĂŒr die genaue Identifikation wichtig ist. Sobald Reihenangaben genutzt werden, sollte die Arbeit diese Entscheidung konsequent beibehalten, damit die Literaturliste einheitlich bleibt.

Autor + Herausgeber (posthume/edierte Ausgaben)

Wenn ein Werk posthum herausgegeben oder editorisch zusammengestellt wurde, bleibt der Originalautor an erster Stelle. Die Herausgeber werden als Zusatz ergÀnzt, weil sie die verantwortliche Bearbeitung der verwendeten Ausgabe kennzeichnen. Dadurch wird deutlich, welche Fassung tatsÀchlich genutzt wurde.

[19] S. Freud, Briefe 1873–1939, M. MĂŒller und H. Becker, Hrsg. Frankfurt am Main: Fischer, 1999.

Institution mit Unterabteilung als Autor

Wenn eine Unterabteilung als Autor ausgewiesen ist, wird die Organisationshierarchie so ĂŒbernommen, wie sie in der Quelle angegeben ist. Das erhöht die Eindeutigkeit, weil große Organisationen mehrere publikationsfĂ€hige Untereinheiten haben können. Maßgeblich ist die Schreibweise auf Titelblatt oder Impressum.

[20] Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Nordrhein, Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen. DĂŒsseldorf: DRK, 2011.

Kein Erscheinungsort / kein Verlag / kein Jahr

Wenn bibliografische Kerndaten fehlen, sollte zuerst nachrecherchiert werden (Titelblatt, Impressum, Verlagsseite, Katalogeintrag). Wenn Angaben trotz Recherche nicht sicher bestimmbar sind, ist ein Weglassen besser als erfundene ErsatzkĂŒrzel. Die PrioritĂ€t liegt auf verlĂ€sslichen Angaben, die aus der Quelle oder aus nachvollziehbaren Katalogdaten stammen.

Loseblattwerke

Loseblattwerke werden als solche gekennzeichnet, weil Inhalte fortlaufend aktualisiert werden und sich die Ausgabe dynamisch verĂ€ndert. Die Kennzeichnung „Loseblattsammlung“ macht transparent, dass keine statische Auflage vorliegt und erleichtert die Einordnung der Quelle.

[21] T. MĂŒller, Hrsg., Handbuch Sozialrecht (Loseblattsammlung). MĂŒnchen: Beck, 2010.

Fremdsprachiger Titel mit deutscher Übersetzung

Wenn ein fremdsprachiger Titel genutzt wird, bleibt die Originalschreibweise maßgeblich. Eine deutsche Übersetzung kann in eckigen Klammern ergĂ€nzt werden, wenn dies das VerstĂ€ndnis verbessert oder wenn der Titel ohne Übersetzung schwer einzuordnen ist. Die Übersetzung ersetzt den Originaltitel nicht, sondern erlĂ€utert ihn.

Nicht veröffentlichtes Manuskript / unveröffentlichtes Buch

Wenn ein Werk nicht veröffentlicht ist, wird es als „Unveröffentlichtes Manuskript“ gekennzeichnet. ZusĂ€tzlich wird die Institution genannt, an der das Manuskript verortet ist. Dadurch wird nachvollziehbar, wo die Quelle aufzufinden ist und warum keine Verlagsangaben existieren.

[22] L. Schneider, Theorien der SozialpÀdagogik (Unveröffentlichtes Manuskript). Potsdam: UniversitÀt Potsdam, 2015.

Verpflichtend vs. empfohlen

Was ist nach IEEE fĂŒr die Zitation eines Buches verpflichtend und was wird empfohlen?

Die folgenden Tabellen trennen Mindestanforderungen von sinnvollen PrĂ€zisierungen. „Verpflichtend“ beschreibt die Angaben, ohne die eine IEEE-Zitation formal unvollstĂ€ndig oder nicht eindeutig zuordenbar ist.

Zitation im Text nach IEEE (Buch)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Zitationsnummer Nummer in eckigen Klammern, fortlaufend Nummer vor Satzzeichen setzen, einheitlich im ganzen Text
Wiederholte Nennung dieselbe Nummer fĂŒr dieselbe Quelle bei vielen Wiederholungen gezielt Seitenangaben ergĂ€nzen, wenn argumentativ relevant
Direktes Zitat Seitenzahl oder Seitenbereich: [1, S. 25] bei lÀngeren Zitaten zusÀtzlich Kontext (Kapitel/Abschnitt) nennen, wenn vorhanden
Paraphrase Nummer: [1] Seitenzahl, wenn eine konkrete Stelle ĂŒberprĂŒfbar bleiben soll
Mehrere Quellen mehrere Nummern: [2], [4], [7] Nummern aufsteigend sortieren; Bereiche als Spanne: [4]–[7]
SekundĂ€rzitat nur gelesene Quelle nummerisch belegen SekundĂ€rlage im Satz klar markieren (z. B. „zitiert nach“)

Literaturverzeichnis nach IEEE (Buch)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Nummerierung Reihenfolge der Erstnennung im Text eine Quelle pro Nummer, keine BĂŒndelung
Autorennamen Initialen + Nachname; bis 6 vollstĂ€ndig; ab 7: erster Autor + „u. a.“ Schreibweise exakt nach Titelblatt/Impressum ĂŒbernehmen
Titel Titel (ggf. mit Untertitel) einheitliche Interpunktion und Titelzeichen im gesamten Verzeichnis
Auflage ab 2. Auflage angeben bei wissenschaftlich relevanten Werken Auflage grundsĂ€tzlich prĂŒfen
Ort, Verlag, Jahr Kerndaten vollstÀndig bei Unsicherheit recherchieren statt raten
Online-Angabe bei Online-Buch: URL + Zugriffdatum Formulierung („VerfĂŒgbar unter“/„Zugriff am“) in allen Online-EintrĂ€gen identisch halten

HĂ€ufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach IEEE, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank fĂŒr IEEE Zitation hier bei 1a-Studi.

IEEE arbeitet im Text mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Bei der ersten ErwĂ€hnung eines Buches erhĂ€lt es eine neue Nummer, zum Beispiel [1]. Diese Nummer bleibt fĂŒr dieses Buch im gesamten Text unverĂ€ndert. Jede spĂ€tere Bezugnahme nutzt genau dieselbe Nummer, und die Nummer verweist immer auf einen eindeutig zugeordneten Eintrag in der nummerierten Literaturliste am Ende des Dokuments, die nicht alphabetisch, sondern in Zitierreihenfolge sortiert ist.
Eine Seitenangabe ist im IEEE-Stil immer dann verpflichtend, wenn eine konkrete Textstelle wörtlich zitiert wird. In diesem Fall lautet der Beleg zum Beispiel [1, S. 25] oder bei einem Seitenbereich [1, S. 25–27]. Bei reinen Paraphrasen genĂŒgt in der Regel die Zitationsnummer [1]; eine Seitenzahl ist dann nicht zwingend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn die Aussage eng an eine bestimmte Passage im Buch gebunden ist.
Ein direktes Zitat wird wortwörtlich in AnfĂŒhrungszeichen gesetzt und erhĂ€lt direkt im Anschluss die Zitationsnummer mit Seitenangabe. Ein typisches Beispiel lautet: „Bildung ist ein lebenslanger Prozess.“ [1, S. 25]. Das Zitat sollte exakt aus der Quelle ĂŒbernommen werden, inklusive Schreibweise und Zeichensetzung, damit die Fundstelle eindeutig geprĂŒft werden kann. Die Seitenangabe ist bei direkten Zitaten Pflicht.
Bei Paraphrasen wird der Inhalt in eigenen Worten wiedergegeben. IEEE verlangt hier meist nur die Zitationsnummer, zum Beispiel [1]. Eine Seitenangabe wie [1, S. 10] ist optional, aber sinnvoll, wenn sich die Aussage auf eine klar definierte Passage stĂŒtzt. StĂŒtzen mehrere BĂŒcher dieselbe Aussage, werden mehrere Nummern gemeinsam genannt, geordnet nach aufsteigender Nummer, zum Beispiel [2], [4], [7] oder bei zusammenhĂ€ngenden Nummern als Spanne [4]–[7].
Wenn ein Buch keine stabilen Seitenzahlen besitzt (z. B. reines E-Book mit dynamischer Paginierung), können ersatzweise Kapitel- oder Abschnittsangaben genutzt werden. IEEE erlaubt hierfĂŒr Lokatoren wie [1, Kap. 3] oder [1, Abschn. 2.1]. Voraussetzung ist, dass Kapitel oder Abschnitte in der Quelle eindeutig ausgewiesen sind. Der Literaturverzeichniseintrag bleibt unverĂ€ndert; nur der Textbeleg nutzt den alternativen Lokator anstelle von Seitenangaben.
Das Grundschema fĂŒr eine gedruckte Monografie lautet: [Nr.] Initiale. Nachname, Titel des Buches: Untertitel, Auflage. Ort: Verlag, Jahr. Ein Beispiel ist: [1] T. MĂŒller, Bildung im digitalen Zeitalter: Grundlagen und Perspektiven, 2. Aufl. Berlin: Springer, 2014. Autorennamen stehen mit Initialen vor dem Nachnamen, der Titel ist vollstĂ€ndig, und Ort, Verlag und Jahr bilden die bibliografischen Kerndaten, die das Buch eindeutig identifizierbar machen.
Bei einem Autor steht im Eintrag nur diese Person, zum Beispiel [1] T. MĂŒller, EinfĂŒhrung in die PĂ€dagogik. MĂŒnchen: Beck, 2014. Bei zwei Autoren werden beide mit „und“ verbunden: [2] T. MĂŒller und P. Schneider, Grundlagen der Sozialarbeit. Berlin: Springer, 2016. Bei drei bis sechs Autoren werden alle genannt und durch Kommata getrennt; vor dem letzten steht „und“. Ab sieben Autoren wird der Eintrag auf den ersten Autor verkĂŒrzt und „u. a.“ ergĂ€nzt, etwa [4] T. MĂŒller u. a., Handbuch der Erziehungswissenschaft. Stuttgart: Kohlhammer, 2017.
Wenn eine Organisation als Autor fungiert, steht sie an erster Stelle, zum Beispiel [5] Deutsche Gesellschaft fĂŒr Psychologie, Leitfaden fĂŒr psychologische Forschung. Göttingen: Hogrefe, 2010. Bei Sammelwerken ohne individuelle Autoren, aber mit Herausgebern, wird der Herausgeber als Autorposition genutzt und mit „Hrsg.“ gekennzeichnet, etwa [6] K. Schmidt, Hrsg., SozialpĂ€dagogik heute. Wiesbaden: VS Verlag, 2012. Fehlt jeder Autor, beginnt der Eintrag mit dem Titel, zum Beispiel [8] Handbuch der SozialpĂ€dagogik. MĂŒnchen: Beck, 2005.
Bei Übersetzungen bleibt der Originalautor an erster Stelle; der Übersetzer wird ergĂ€nzt, zum Beispiel [14] E. Durkheim, Die Regeln der soziologischen Methode, A. MĂŒller, Übers. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2004. (Original erschienen 1895). Bei Nachdrucken wird das Jahr der genutzten Ausgabe gefĂŒhrt und die Originalausgabe in Klammern erwĂ€hnt, etwa [15] J. Piaget, Das Weltbild des Kindes. Stuttgart: Klett-Cotta, 2021. (Nachdruck der Ausg. 1970). Nicht veröffentlichte Manuskripte werden als solche gekennzeichnet, zum Beispiel [22] L. Schneider, Theorien der SozialpĂ€dagogik (Unveröffentlichtes Manuskript). Potsdam: UniversitĂ€t Potsdam, 2015.
Online genutzte BĂŒcher werden nach dem Standardschema fĂŒr Monografien erfasst und zusĂ€tzlich um Online-Hinweise ergĂ€nzt. Eine typische Form lautet: [16] T. MĂŒller, Bildung im digitalen Zeitalter. Berlin: Springer, 2014. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026. Wichtig ist, dass die Formulierungen wie „[Online]“, „VerfĂŒgbar unter:“ und „Zugriff am:“ im gesamten Literaturverzeichnis einheitlich verwendet werden, damit die EintrĂ€ge formal konsistent bleiben.
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