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Datenbanken zitieren nach IEEE

Datenbanken zitieren nach IEEE

IEEE ist ein nummerischer Zitationsstandard. Im Text erscheinen fortlaufende Zitationsnummern in eckigen Klammern. Diese Nummern verweisen auf eine nummerierte Literaturliste am Ende. FĂŒr Datenbanken ist das besonders praktisch, weil der Textnachweis kurz bleibt und die vollstĂ€ndigen Angaben (Datenbank, Datensatz/Eintrag, Version/Stand, Kennung, URL, Zugriffsdatum) erst im Literaturverzeichnis dokumentiert werden.

 
Datenbanken zitieren IEEE

Datenbanken zitieren IEEE

FĂŒr Datenbanken gilt in IEEE, dass

  • Im Text: Nummern in [ ]
  • Nummer bei Erstnennung vergeben
  • Nummer bleibt fĂŒr Quelle konstant
  • Datensatz statt „Datenbank allgemein“
  • Lokator: ID, Tabelle, Indikator
  • Direktzitat: Fundstelle exakt nennen
  • Literaturliste: nummeriert, nicht alphabetisch
  • Online: URL plus Zugriffsdatum

Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Diese Nummer verweist auf genau einen Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Bei Datenbanken ist die prĂ€zise Benennung der verwendeten Einheit entscheidend: In der Regel ist nicht „die Datenbank“ gemeint, sondern ein konkreter Datensatz, ein Datenbankeintrag, eine Tabelle oder eine Zeitreihe.

Da Datenbanken Inhalte aktualisieren, ist zusÀtzlich das Zugriffsdatum im Literaturverzeichnis erforderlich. Wenn die Datenbank eine Kennung ausweist (z. B. Datensatz-ID, DOI, Tabellen-Code), sollte diese Kennung genutzt werden, weil sie die Fundstelle stabil macht.

Die Zitation im Text lautet:

[1]

Diese Form wird eingesetzt, wenn eine Aussage auf einen Datenbankeintrag oder Datensatz gestĂŒtzt wird, ohne dass eine punktgenaue Stelle zwingend genannt werden muss.

Bei prÀzisen Fundstellen lautet die Zitation im Text zum Beispiel:

[1, Datensatz-ID 12345]
[1, Tabelle 7]
[1, Indikator „Arbeitslosenquote“, 2023]

Diese ZusÀtze ersetzen Seitenzahlen und zeigen, welche konkrete Datenbankstelle die Aussage trÀgt.

Datenbank als direktes Zitat zitieren

Ein direktes Zitat ĂŒbernimmt eine Textstelle wortwörtlich, z. B. eine Definition oder Beschreibung im Datenbankeintrag. Das Zitat steht in AnfĂŒhrungszeichen und erhĂ€lt direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus Lokator (ID/Tabelle/Abschnitt/Eintragsbereich). Ohne Lokator ist ein wörtliches Zitat aus einer Datenbank nicht ausreichend prĂŒfbar.

Ein Beispiel fĂŒr ein direktes Zitat lautet:

„Der Indikator beschreibt 
“ [1, Datensatz-ID 12345]

Datenbank als indirektes Zitat zitieren

Ein indirektes Zitat (Paraphrase) gibt Inhalte sinngemĂ€ĂŸ wieder. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer. Ein Lokator ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit bei konkreten Zahlenwerten, Tabellen oder Zeitreihen, weil damit klar ist, welche AusprĂ€gung genutzt wurde.

Beispiele

Die Zeitreihe zeigt einen Anstieg [1].
Der Wert basiert auf Tabelle 7 [1, Tabelle 7].

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere DatenbankeintrĂ€ge oder DatensĂ€tze dieselbe Aussage stĂŒtzen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt. Die Nummern werden aufsteigend sortiert. Bei zusammenhĂ€ngenden Nummern kann eine Spanne gebildet werden.

Beispiele:
[2], [4], [7]
[4]–[7]

SekundÀrzitate nach IEEE

SekundĂ€rzitate liegen vor, wenn Daten nicht direkt aus der Datenbank entnommen wurden, sondern aus einer anderen Quelle, die die Datenbank nur erwĂ€hnt oder zusammenfasst. In IEEE wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die Quelle gefĂŒhrt, die tatsĂ€chlich vorliegt und gelesen wurde. Im Text wird zusĂ€tzlich deutlich gemacht, dass der Zugriff indirekt erfolgt. Der Datenbankeintrag erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht in den Datensatz/Eintrag vorliegt.

Im Text zitieren: Datenbanken nach IEEE

Im Text zitieren: Datenbanken nach IEEE

Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung eines Datensatzes oder Datenbankeintrags vergeben und bleibt fĂŒr diese Quelle im gesamten Text gleich. Da Datenbanken meist keine stabilen Seitenzahlen liefern, ersetzt ein Lokator die Seitenangabe. Geeignet sind Datensatz-ID, DOI, Tabellen-Code, Indikatorname, Zeitreihe oder ein klarer Abschnitt im Eintrag.

Bei wörtlichen Zitaten ist ein solcher Lokator erforderlich. Bei Paraphrasen genĂŒgt meist die Nummer; ein Lokator erhöht die PrĂŒfbarkeit bei konkreten Werten oder Tabellenbezug. Mehrere Quellen werden in einem Beleg zusammengefĂŒhrt und nach Nummern aufsteigend geordnet; zusammenhĂ€ngende Nummern können als Spanne dargestellt werden.

Grundform im Fließtext

Belegform: [1]
Diese Grundform wird genutzt, wenn eine Aussage auf den Datensatz oder Eintrag insgesamt gestĂŒtzt wird, ohne dass eine bestimmte Stelle im Zentrum steht.

Beispiel: Der Datensatz weist eine steigende Tendenz aus [1].

Direktes Zitat (wörtlich)

Bei wörtlichen Zitaten wird eine Textstelle exakt ĂŒbernommen. Das Zitat steht in AnfĂŒhrungszeichen und erhĂ€lt direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus Lokator. Der Lokator muss zur Datenbank passen und sollte die Fundstelle eindeutig machen.

Beispiel: „Die Variable umfasst 
“ [1, Datensatz-ID 12345]

Indirektes Zitat (Paraphrase)

Bei Paraphrasen wird der Inhalt sinngemĂ€ĂŸ wiedergegeben. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer. Ein Lokator ist empfehlenswert, wenn ein bestimmter Wert, eine Tabelle oder ein Zeitraum argumentativ zentral ist.

Beispiele:
Die Daten zeigen einen RĂŒckgang im Zeitraum [1].
Die Aussage basiert auf Tabelle 7 [1, Tabelle 7].

Lokatoren statt Seitenzahlen

Wenn keine Seitenzahlen existieren, sind folgende Lokatoren ĂŒblich, sofern die Datenbank sie eindeutig ausweist: Datensatz-ID, DOI, Tabellen-Code, Indikator/Variable, Zeitreihe/Zeitraum, Eintragsbereich (z. B. „Methodik“, „Definition“, „Metadaten“).

Beispiele:
[1, Datensatz-ID 12345]
[1, Tabelle 7]
[1, Indikator „X“, 2018–2023]
[1, Abschnitt „Definition“]

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere Datenbankquellen dieselbe Aussage stĂŒtzen, werden mehrere Zitationsnummern in einem Beleg zusammengefĂŒhrt. Die Nummern stehen aufsteigend; zusammenhĂ€ngende Nummern können als Spanne geschrieben werden.

Beispiele:

 [2], [4], [7].

 [4]–[7].
Hinweis: Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik (aufsteigend), nicht dem Alphabet.

Autorname oder Institution im Satz (optional)

IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn die Institution oder ein Autorenname im Satz stehen soll, folgt direkt die Zitationsnummer.

Beispiel: Das Statistische Bundesamt berichtet hierzu [1].

SekundĂ€rzitate (nur ĂŒber eine andere Quelle bekannt)

Wenn der Datensatz nicht direkt genutzt wurde, wird im Literaturverzeichnis nur die Quelle gefĂŒhrt, die tatsĂ€chlich gelesen wurde. Im Text wird transparent gemacht, dass die Information indirekt ĂŒbernommen wurde. Der Datenbankeintrag wird nicht in die Literaturliste aufgenommen, solange keine Einsicht vorliegt.

Im Literaturverzeichnis: IEEE Datenbank zitieren

Im Literaturverzeichnis: IEEE Datenbank zitieren

Im Literaturverzeichnis werden Datenbanken, DatensĂ€tze oder DatenbankeintrĂ€ge als einzelne, nummerierte EintrĂ€ge gefĂŒhrt. Die Nummerierung folgt der Reihenfolge, in der eine Quelle erstmals im Text zitiert wird. Jeder Eintrag steht fĂŒr genau eine Quelle und enthĂ€lt die Kerndaten so, dass die verwendete Fassung eindeutig identifizierbar ist.

Bei Datenbanken sind insbesondere Datenbankname/Plattform, verantwortliche Stelle (Autor oder Institution), Titel des Datensatzes/Eintrags, Version oder Stand (falls vorhanden), Kennung (ID/DOI/Tabellen-Code), URL und Zugriffsdatum relevant. Wenn eine Abfrageparameter-Kombination den Inhalt bestimmt (z. B. Indikator + Zeitraum), ist eine knappe Abfragebeschreibung empfehlenswert.

Grundschema (Datenbankeintrag/Datensatz)

[Nummer] Autor/Institution, „Titel des Datensatzes/Eintrags“, Datenbankname/Plattform, Version/Stand, Kennung. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: TT.MM.JJJJ

Beispiel (Schema)

[1] Statistisches Bundesamt, „Arbeitslosenquote nach Jahr“, GENESIS-Datenbank, Stand: 01.02.2026, Tabelle 123-45. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Autor als Person

Wenn ein konkreter Datensatz einen Autor nennt, wird dieser als Autor gefĂŒhrt; die Plattform bleibt als Datenbankname erhalten.

[2] T. MĂŒller, „Titel des Datensatzes“, Datenbankname, Stand: TT.MM.JJJJ, Datensatz-ID 12345. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Autor ist eine Organisation oder Institution

Wenn die Institution verantwortlich ist, steht sie an erster Stelle.

[3] Organisation/Institution, „Titel des Datensatzes“, Datenbankname, Stand: TT.MM.JJJJ, Kennung. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Autor unbekannt

Wenn keine Autorenschaft ermittelbar ist, beginnt der Eintrag mit dem Titel; Plattform/Datenbank bleibt zwingend.

[4] „Titel des Datensatzes“, Datenbankname, Stand: TT.MM.JJJJ, Kennung. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Version / Stand / Aktualisierung

Wenn eine Datenbank einen Stand oder eine Version ausweist, sollte diese Angabe ergÀnzt werden, weil sich Werte und Metadaten Àndern können.

[5] Organisation, „Titel“, Datenbankname, Version 2.1 (Stand: TT.MM.JJJJ), Kennung. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Datenbank als Ganzes (nur wenn wirklich die Plattform gemeint ist)

Wenn nicht ein einzelner Datensatz, sondern die Datenbank als Ressource zitiert wird, steht die Datenbank als Einheit im Eintrag. Diese Form ist selten fĂŒr konkrete Zahlen geeignet.

[6] Organisation/Institution, Datenbankname. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

SonderfÀlle Datenbank zitieren nach IEEE

SonderfÀlle Datenbank zitieren nach IEEE

SonderfĂ€lle betreffen Datenbanken, deren Inhalte dynamisch sind oder deren Identifikation zusĂ€tzliche Angaben benötigt. Auch hier gilt: Jeder Sonderfall bekommt einen eigenen, nummerierten Eintrag. ZusĂ€tze (Stand, Kennungen, Abfragebeschreibung) werden so ergĂ€nzt, dass Identifikation und PrĂŒfbarkeit steigen, ohne die Grundstruktur zu verlassen.

Dynamische Datenbanken (laufend aktualisiert)

Bei hĂ€ufigen Updates ist das Zugriffsdatum zwingend. Ein Stand-/Aktualisierungsdatum sollte ergĂ€nzt werden, wenn die Datenbank es ausweist. Wenn eine exportierte PDF-/CSV-Version verfĂŒgbar ist, kann diese Version die verlĂ€sslichere Zitiergrundlage sein.

Abfragen mit Parametern (Filter, Zeitraum, Region)

Wenn eine Abfrage den Datenausschnitt definiert, sollte eine knappe Abfragebeschreibung ergĂ€nzt werden, z. B. Indikator + Zeitraum + Region. Ziel ist Nachvollziehbarkeit ohne ĂŒberlange Parameterlisten.

Login- oder Paywall-Zugriff

Wenn Inhalte nur nach Anmeldung zugÀnglich sind, sollten Titel, Plattform, Stand und Kennung so vollstÀndig wie möglich dokumentiert werden. Das Zugriffsdatum bleibt zentral.

Keine Kennung vorhanden

Wenn keine ID/DOI/Tabelle vorliegt, sollte ein stabiler Lokator genutzt werden (z. B. eindeutige Überschrift im Eintrag + Datenbankname + Stand). Ohne stabile Kennung gewinnt das Zugriffsdatum an Bedeutung.

Verpflichtend vs. empfohlen

Was ist nach IEEE fĂŒr die Zitation einer Datenbank verpflichtend und was wird empfohlen?

Die folgenden Tabellen trennen Mindestanforderungen von sinnvollen PrĂ€zisierungen. „Verpflichtend“ beschreibt die Angaben, ohne die eine IEEE-Zitation formal unvollstĂ€ndig oder nicht eindeutig zuordenbar ist.

Zitation im Text nach IEEE (Datenbank)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Zitationsnummer Nummer in eckigen Klammern Nummer vor Satzzeichen setzen
Wiederholte Nennung dieselbe Nummer fĂŒr dieselbe Quelle Lokator bei Kernstellen ergĂ€nzen
Direktes Zitat Nummer + Lokator zwingend Lokator: ID/Abschnitt/Definition
Paraphrase Nummer: [1] Lokator bei Zahlenwerten
Lokator nicht zwingend bei Überblick ID/Tabelle/Indikator/Zeitraum
Mehrere Quellen mehrere Nummern: [2], [4] Spanne: [4]–[7]
SekundÀrzitat nur gelesene Quelle belegen indirekten Zugriff klar benennen

Literaturverzeichnis nach IEEE (Datenbank)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Nummerierung Reihenfolge der Erstnennung im Text eine Quelle pro Nummer
Autor/Institution Autor oder Institution nennen Schreibweise exakt ĂŒbernehmen
Titel Datensatz-/Eintragstitel konsistente AnfĂŒhrungszeichen
Datenbankname Plattform/Datenbank nennen Rubrik/Bereich ergÀnzen
Stand/Version falls ausgewiesen angeben Aktualisierung zusÀtzlich nennen
Kennung wenn vorhanden nennen DOI/ID/Tabelle bevorzugen
URL „VerfĂŒgbar unter: URL“ möglichst dauerhafte URL nutzen
Zugriffdatum „Zugriff am: TT.MM.JJJJ“ im gesamten Verzeichnis einheitlich
Abfragebeschreibung nicht zwingend Indikator/Zeitraum/Filter knapp nennen

HĂ€ufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach IEEE, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank fĂŒr IEEE Zitation hier bei 1a-Studi.

Im IEEE-Stil werden Datenbanken im Text mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern zitiert. Bei der ersten Nennung eines Datensatzes oder Datenbankeintrags erhĂ€lt dieser eine Nummer, zum Beispiel [1], die im gesamten Text fĂŒr diese Quelle konstant bleibt. Ein allgemeiner Verweis kann etwa lauten: Der Datensatz weist eine steigende Tendenz aus [1]. Die Nummer verweist immer auf einen eindeutig zugeordneten Eintrag in der nummerierten Literaturliste am Ende des Dokuments.
Da Datenbanken in der Regel keine stabilen Seitenzahlen besitzen, werden im IEEE-Stil alternative Lokatoren verwendet. Geeignet sind vor allem Datensatz-IDs, Tabellen-Codes, Indikatornamen, ZeitrĂ€ume oder klar benannte Abschnitte. Beispiele sind [1, Datensatz-ID 12345], [1, Tabelle 7] oder [1, Indikator „Arbeitslosenquote“, 2023]. Diese Angaben ersetzen Seitenzahlen und machen deutlich, welcher konkrete Ausschnitt der Datenbank die Aussage trĂ€gt.
Ein direktes Zitat aus einem Datenbankeintrag wird wortwörtlich in AnfĂŒhrungszeichen ĂŒbernommen und erhĂ€lt direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus Lokator. Ein Beispiel lautet: „Der Indikator beschreibt 
“ [1, Datensatz-ID 12345]. Der Lokator (ID/Tabelle/Abschnitt) ist beim direkten Zitat zwingend, weil er die konkrete Textstelle oder Definition in der Datenbank eindeutig identifizierbar macht und so eine spĂ€tere PrĂŒfung ermöglicht.
Bei Paraphrasen werden Inhalte aus der Datenbank sinngemĂ€ĂŸ wiedergegeben. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer, zum Beispiel: Die Zeitreihe zeigt einen Anstieg [1]. Wenn konkrete Werte, Tabellen oder bestimmte ZeitrĂ€ume argumentativ wichtig sind, ist ein zusĂ€tzlicher Lokator empfehlenswert, etwa [1, Tabelle 7] oder [1, Indikator „X“, 2018–2023]. So wird klar, welche DatenausprĂ€gung konkret gemeint ist.
StĂŒtzen mehrere Datenbankquellen dieselbe Aussage, werden ihre Zitationsnummern in einem Beleg zusammengefĂŒhrt und aufsteigend sortiert. Beispiele sind [2], [4], [7] oder, bei direkt aufeinanderfolgenden EintrĂ€gen, eine Spanne wie [4]–[7]. Die Reihenfolge orientiert sich an den Nummern, nicht an den Datenbanknamen oder Institutionen. Bei Bedarf können einzelnen Nummern zusĂ€tzliche Lokatoren zugeordnet werden, etwa [2, Tabelle 3] [4, Datensatz-ID 9876].
Das Grundschema fĂŒr einen Datensatz oder Datenbankeintrag lautet:
[Nr.] Autor/Institution, „Titel des Datensatzes/Eintrags“, Datenbankname/Plattform, Version/Stand, Kennung. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: TT.MM.JJJJ
Ein Beispiel ist:
[1] Statistisches Bundesamt, „Arbeitslosenquote nach Jahr“, GENESIS-Datenbank, Stand: 01.02.2026, Tabelle 123-45. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Der Eintrag enthÀlt damit Verantwortliche (Autor/Institution), Datensatztitel, Datenbankname, Stand/Version, Kennung, URL und Zugriffsdatum.
Wenn ein Datensatz eine Person als Autor ausweist, steht diese an erster Stelle, zum Beispiel: [2] T. MĂŒller, „Titel des Datensatzes“, Datenbankname, Stand: TT.MM.JJJJ, Datensatz-ID 12345. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026. Wenn die Datenbank als Plattform insgesamt zitiert wird (z. B. als Ressource), wird die Datenbank als Einheit erfasst, etwa: [6] Organisation/Institution, Datenbankname. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026. Diese Form eignet sich jedoch weniger fĂŒr konkrete Zahlenangaben und eher fĂŒr methodische Hinweise auf die Ressource.
Datenbanken werden hĂ€ufig aktualisiert; Werte und Metadaten können sich im Zeitverlauf Ă€ndern. Deshalb ist es im IEEE-Stil wichtig, Stand- oder Versionsangaben zu ergĂ€nzen, sofern diese ausgewiesen sind, etwa „Stand: 01.02.2026“ oder „Version 2.1“. ZusĂ€tzlich wird immer ein Zugriffsdatum angegeben, zum Beispiel „Zugriff am: 08.02.2026“. So kann spĂ€ter nachvollzogen werden, welche Fassung der Datenbasis fĂŒr die Auswertung herangezogen wurde, insbesondere bei dynamischen oder laufend aktualisierten Datasets.
Wenn eine Datenbankabfrage ĂŒber Filter, Zeitraum oder Region einen spezifischen Datenausschnitt definiert, sollte dies im Literaturverzeichnis knapp beschrieben werden, ohne eine komplette Parameterliste zu ĂŒbernehmen. Ein Eintrag kann zum Beispiel lauten: [3] OECD, „Education Indicator B2: Expenditure per student, tertiary, 2010–2023, Germany“, OECD Data, Stand: 01.02.2026, Indikator B2. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026. Im Text können ergĂ€nzende Lokatoren wie [3, Indikator B2, 2018–2023] genutzt werden, um deutlich zu machen, auf welchen Ausschnitt sich die Analyse konkret bezieht.
Zwingend im Text ist eine Zitationsnummer in eckigen Klammern und bei direkten Zitaten ein geeigneter Lokator (z. B. Datensatz-ID, Tabelle, Abschnitt). Im Literaturverzeichnis sind mindestens Nummerierung nach Erstnennung, Autor oder Institution, Titel des Datensatzes/Eintrags, Datenbankname, URL und Zugriffsdatum erforderlich. Empfohlen sind ergĂ€nzende Angaben wie Stand/Version, Kennungen (ID, DOI, Tabellen-Code), kurze Abfragebeschreibungen (Indikator + Zeitraum + Region) sowie konsistente Formulierungen wie „[Online]“, „VerfĂŒgbar unter: URL“ und „Zugriff am: TT.MM.JJJJ“ im gesamten Verzeichnis.
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