Professionelle Zitationskorrektur

Fehlerfreie Quellen und Literaturverzeichnis

Die 1a‑Studi Zitationskorrektur gewährleistet fehlerfreie Quellenangaben sowie ein formgerechtes Literaturverzeichnis + Recherche bei Lücken sowie Abgleich der Quellen.

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Konferenzbeiträge zitieren nach IEEE

Konferenzbeiträge zitieren nach IEEE

IEEE ist ein nummerischer Zitationsstandard. Im Text erscheinen fortlaufende Zitationsnummern in eckigen Klammern. Diese Nummern verweisen auf eine nummerierte Literaturliste am Ende. Für Konferenzbeiträge ist das besonders praktisch, weil kurze Nachweise im Text ausreichen und die vollständigen Angaben (Beitragstitel, Tagungsband/Proceedings, Konferenz, Jahr, Seiten) erst im Literaturverzeichnis stehen.

 
Konferenzbeiträge zitieren IEEE

Konferenzbeiträge zitieren IEEE

Für Konferenzbeiträge gilt in IEEE, dass

  • Im Text: Nummern in [ ]
  • Nummer bei Erstnennung vergeben
  • Nummer bleibt für Quelle konstant
  • Direktzitat: Seite oder Seitenbereich
  • Paraphrase: Nummer genügt meist
  • Mehrfachbelege: aufsteigend; Spanne möglich
  • Literaturliste: nummeriert, nicht alphabetisch
  • Eintrag: Beitrag in Tagungsband

Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Diese Nummer verweist auf genau einen Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Bei Konferenzbeiträgen bezieht sich die Nummer in der Regel auf den einzelnen Beitrag (nicht automatisch auf den gesamten Tagungsband). Wenn der Tagungsband als Gesamtwerk zitiert werden soll, erhält er einen eigenen Eintrag mit eigener Nummer.

Die Zitation im Text lautet:

[1]

Diese Form wird eingesetzt, wenn eine Aussage auf einen Konferenzbeitrag gestützt wird, ohne dass eine konkrete Fundstelle zwingend genannt werden muss (typisch bei allgemeinen Paraphrasen).

Bei wörtlichen Zitaten lautet die Zitation im Text:

[1, S. 12]
bei Seitenbereichen:
[1, S. 12–15]

Konferenzbeitrag als direktes Zitat zitieren

Ein direktes Zitat übernimmt eine Textstelle wortwörtlich. Dafür wird der zitierte Satz in Anführungszeichen gesetzt und direkt im Anschluss die Zitationsnummer mit Seitenangabe ergänzt. Die Seitenangabe ist Pflicht, weil ein wörtliches Zitat eine konkrete, überprüfbare Fundstelle braucht.

Ein Beispiel für ein direktes Zitat lautet:

„Das Modell zeigt eine signifikante Robustheit.“ [1, S. 12]

Konferenzbeitrag als indirektes Zitat zitieren

Ein indirektes Zitat (Paraphrase) gibt den Inhalt sinngemäß wieder. In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer. Eine Seitenzahl ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn sich die Aussage auf eine konkrete Passage stützt oder wenn die Argumentation sehr präzise an einer Stelle des Beitrags hängt.

Beispiele

Die Studie ordnet den Effekt als stabil ein [1].
Der Beitrag begründet die Auswahl der Methode [1, S. 14].

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere Konferenzbeiträge dieselbe Aussage stützen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt. Die Nummern werden aufsteigend sortiert. Bei zusammenhängenden Nummern kann eine Spanne gebildet werden. Dadurch bleibt der Beleg kompakt, ohne Informationen zu verlieren.

Beispiele:
[2], [4], [7]
[4]–[7]

Sekundärzitate nach IEEE

Sekundärzitate liegen vor, wenn der Originalbeitrag nicht vorliegt und eine Aussage nur über eine andere Quelle bekannt ist. In IEEE wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die Quelle geführt, die tatsächlich gelesen wurde. Im Text wird zusätzlich deutlich gemacht, dass der Zugriff indirekt erfolgt. Der Originalbeitrag erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht vorliegt.

Im Text zitieren: Konferenzbeiträge nach IEEE

Im Text zitieren: Konferenzbeiträge nach IEEE

Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung eines Konferenzbeitrags vergeben und bleibt für diesen Beitrag im gesamten Text gleich. Der Beleg steht dort, wo die Aussage gestützt wird, und verweist auf den passenden Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Bei wörtlichen Zitaten ist zusätzlich eine genaue Fundstelle erforderlich (Seite oder Seitenbereich).

Bei Paraphrasen genügt meist die Nummer; eine Seitenangabe erhöht die Nachvollziehbarkeit, wenn eine konkrete Passage entscheidend ist. Mehrere Quellen werden in einem Beleg zusammengeführt und nach Nummern aufsteigend geordnet; zusammenhängende Nummern können als Spanne dargestellt werden.

Grundform im Fließtext

Belegform: [1]
Diese Grundform wird genutzt, wenn eine Aussage auf den Beitrag insgesamt gestützt wird, ohne dass eine bestimmte Textstelle im Zentrum steht.

Beispiel: Der Beitrag beschreibt eine robuste Validierung [1].

Direktes Zitat (wörtlich)

Bei wörtlichen Zitaten wird eine Textstelle exakt übernommen. Das Zitat steht in Anführungszeichen und erhält direkt im Anschluss die Zitationsnummer mit Seitenangabe. Die Seitenangabe ist Pflicht.

Beispiel: „Die Ergebnisse bestätigen den Ansatz.“ [1, S. 12]

Indirektes Zitat (Paraphrase)

Bei Paraphrasen wird der Inhalt sinngemäß wiedergegeben. In IEEE genügt dafür in der Regel die Zitationsnummer. Eine Seitenzahl ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Prüfbarkeit bei punktgenauer Argumentation.

Beispiele:
Die Ergebnisse stützen die Hypothese [1].
Die Autoren diskutieren Limitationen der Stichprobe [1, S. 15].

Seitenbereiche

Wenn sich der Bezug auf mehrere zusammenhängende Seiten erstreckt, wird ein Seitenbereich angegeben. Das ist sinnvoll bei längeren Zitaten oder wenn eine Passage nur im Kontext mehrerer Seiten nachvollziehbar ist.

Beispiel: [1, S. 12–15]

Keine Seitenzahlen (z. B. Beitrag mit Artikelnummer)

Wenn ein Konferenzbeitrag keine klassischen Seitenzahlen ausweist (z. B. Artikelnummer, Paper-ID oder e-Locator), sollte der Lokator genutzt werden, den die Quelle eindeutig bereitstellt. Bei PDF-Dateien mit stabiler Seitenzählung kann ersatzweise die PDF-Seite als „S.“ genutzt werden, sofern die Fundstelle dadurch eindeutig bleibt.

Beispiele: [1, Paper-ID 104512] oder [1, Art.-Nr. 17]

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere Beiträge dieselbe Aussage stützen, werden mehrere Zitationsnummern in einem Beleg zusammengeführt. Die Nummern stehen aufsteigend; zusammenhängende Nummern können als Spanne geschrieben werden.

Beispiele:
… [2], [4], [7].
… [4]–[7].
Hinweis: Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik (aufsteigend), nicht dem Alphabet.

Autorname im Satz (optional)

IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn ein Autorname im Satz stehen soll, folgt direkt die Zitationsnummer. Bei drei oder mehr Autoren wird bei Namensnennung im Satz „u. a.“ verwendet.

Beispiel: Müller zeigt dies anhand eines Vergleichs [1].
Beispiel: Müller u. a. [3] argumentieren, dass …

Sekundärzitate (nur über eine andere Quelle bekannt)

Wenn der Originalbeitrag nicht vorliegt, wird im Literaturverzeichnis nur die Quelle geführt, die tatsächlich gelesen wurde. Im Text wird transparent gemacht, dass die Information indirekt übernommen wurde. Der Originalbeitrag wird nicht in die Literaturliste aufgenommen, solange keine Einsicht vorliegt.

Beispiel (Text): Müller wird bei Schneider zitiert [2, S. 45].
Literaturverzeichnis: Nur Schneider erscheint als [2].

Im Literaturverzeichnis: IEEE Konferenzbeiträge zitieren

Im Literaturverzeichnis: IEEE Konferenzbeiträge zitieren

Im Literaturverzeichnis werden Konferenzbeiträge als einzelne, nummerierte Einträge geführt. Die Nummerierung folgt der Reihenfolge, in der ein Beitrag erstmals im Text zitiert wird. Dadurch entsteht keine alphabetische Sortierung. Jeder Eintrag steht für genau einen Beitrag und enthält die Kerndaten so, dass der Beitrag eindeutig auffindbar ist:

Beitragsautor, Beitragstitel, In:-Angabe zum Tagungsband (Proceedings/Tagungsbandtitel), optional Herausgeber, Ort/Veranstaltung, Jahr sowie Seitenbereich oder eindeutiger Lokator. Autorennamen werden mit Initialen vor dem Nachnamen geschrieben. Bei bis zu sechs Autoren werden alle genannt; ab sieben Autoren wird auf den ersten Autor verkürzt und „u. a.“ ergänzt.

Grundschema (Konferenzbeitrag im Tagungsband)

[Nummer] Initiale. Nachname, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Konferenzangabe, Ort, Jahr, S. xx–yy.

Beispiel (Schema)

[1] T. Müller, „Studienerfolg unter Zeitdruck“, In: Tagungsband der Konferenz für Hochschulforschung, Berlin, 2019, S. 65–82.

1 Autor (Beitrag)

[1] T. Müller, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, Jahr, S. xx–yy.

2 Autoren (Beitrag)

[2] T. Müller und P. Schneider, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, Jahr, S. xx–yy.

3 bis 6 Autoren (Beitrag)

Alle Autoren werden vollständig genannt.

[3] T. Müller, P. Schneider und H. Weber, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, Jahr, S. xx–yy.

7 oder mehr Autoren (Beitrag)

Erster Autor, danach „u. a.“

[4] T. Müller u. a., „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, Jahr, S. xx–yy.

Autor ist eine Organisation oder Institution (Beitrag)

Wenn eine Organisation als Autor fungiert, steht die Organisation an erster Stelle.

[5] Organisation, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, Jahr, S. xx–yy.

Tagungsband mit Herausgebern

Wenn der Tagungsband Herausgeber ausweist, werden diese ergänzt und mit „Hrsg.“ gekennzeichnet.

[6] T. Müller, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, K. Schmidt und S. Keller, Hrsg. Ort: Verlag, Jahr, S. xx–yy.

Autor unbekannt (Beitrag)

Wenn kein Beitragsautor ermittelbar ist, beginnt der Eintrag mit dem Beitragstitel.

[7] „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, Jahr, S. xx–yy.

Gleicher Autor mit mehreren Beiträgen im selben Jahr

IEEE nutzt keine Jahresbuchstaben (a/b/c). Die Unterscheidung erfolgt über die Zitationsnummern.

[8] H. Wasser, „Beitrag A“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, 2014, S. 10–25.
[9] H. Wasser, „Beitrag B“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, 2014, S. 26–41.

Verschiedene Autoren mit gleichem Nachnamen

Im Literaturverzeichnis sorgen die Initialen für die Unterscheidung. Im Text unterscheidet die Nummer.

[10] H. Müller, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, Jahr, S. xx–yy.
[11] T. Müller, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, Jahr, S. xx–yy.

Online-Konferenzbeiträge (deutsche Kennzeichnung)

Wenn ein Beitrag online genutzt wurde, kann die Online-Verfügbarkeit ergänzt werden. Entscheidend ist eine einheitliche Schreibweise in der gesamten Arbeit.

[12] T. Müller, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, Jahr, S. xx–yy. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Hinweis: Einheitlichkeit ist entscheidend. Wenn „Zugriff am“ genutzt wird, sollte diese Form bei allen Online-Einträgen gleich aussehen.

Sonderfälle Konferenzbeiträge zitieren nach IEEE

Sonderfälle Konferenzbeiträge zitieren nach IEEE

Sonderfälle betreffen Konferenzbeiträge, deren Angaben von der Standardsituation abweichen oder zusätzliche Informationen benötigen, damit die Quelle eindeutig auffindbar bleibt. Auch hier gilt: Jeder Sonderfall bekommt einen eigenen, nummerierten Eintrag. Zusätze (Paper-ID, DOI, Bandangaben, Status) werden so ergänzt, dass Identifikation und Prüfbarkeit steigen, ohne die Grundstruktur zu verlassen.

Paper-ID statt Seiten

Wenn der Tagungsband keine Seitenbereiche ausweist, sollte eine Paper-ID oder Artikelnummer genutzt werden. Die Paper-ID ersetzt die Seitenangabe und macht den Beitrag auffindbar.

Online-first / „im Druck“

Wenn ein Beitrag veröffentlicht ist, aber noch keine endgültigen Band- oder Seitenangaben vorliegen, sollten die verfügbaren Kerndaten angegeben werden. Sobald die finalen Angaben vorliegen, sollte ein Update erfolgen.

Nur Vortrag, kein Tagungsband

Wenn nur ein Vortrag existiert und kein veröffentlichter Beitrag vorliegt, sollte die Quelle als Vortrag/Präsentation erfasst werden (Titel, Veranstaltung, Ort, Datum). Eine Einstufung als „Konferenzbeitrag im Tagungsband“ wäre in diesem Fall unzutreffend.

Poster/Abstract

Wenn nur ein Abstract oder Poster zitiert wird, sollte dies kenntlich gemacht werden, weil Umfang und Zitierfähigkeit von Vollbeiträgen abweichen können.

Verpflichtend vs. empfohlen

Was ist nach IEEE für die Zitation eines Konferenzbeitrags verpflichtend und was wird empfohlen?

Die folgenden Tabellen trennen Mindestanforderungen von sinnvollen Präzisierungen. „Verpflichtend“ beschreibt die Angaben, ohne die eine IEEE-Zitation formal unvollständig oder nicht eindeutig zuordenbar ist.

Zitation im Text nach IEEE (Konferenzbeitrag)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Zitationsnummer Nummer in eckigen Klammern Nummer vor Satzzeichen setzen
Wiederholte Nennung dieselbe Nummer für dieselbe Quelle Seitenangaben bei Kernpassagen ergänzen
Direktes Zitat Seitenzahl/Seitenbereich: [1, S. 12] Paper-ID nutzen, falls nötig
Paraphrase Nummer: [1] Seitenzahl bei punktgenauer Argumentation
Mehrere Quellen mehrere Nummern: [2], [4], [7] Nummern aufsteigend; Spanne: [4]–[7]
Sekundärzitat nur gelesene Quelle belegen Sekundärlage sprachlich klar markieren

Literaturverzeichnis nach IEEE (Konferenzbeitrag)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Nummerierung Reihenfolge der Erstnennung im Text eine Quelle pro Nummer
Beitragsautor Initialen + Nachname; bis 6; ab 7 „u. a.“ Schreibweise exakt nach Quelle übernehmen
Beitragstitel Beitragstitel in Anführungszeichen einheitliche Zeichensetzung im Verzeichnis
In: + Tagungsband Tagungsbandtitel zwingend nennen Konferenzname/Ort ergänzen
Jahr Jahreszahl angeben Datum der Konferenz ergänzen
Seiten/Lokator S. xx–yy oder Paper-ID DOI ergänzen, falls vorhanden
Online-Angabe bei Online-Nutzung: URL + Zugriffdatum Formulierung im Verzeichnis vereinheitlichen

Häufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach IEEE, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank für IEEE Zitation hier bei 1a-Studi.

IEEE nutzt im Text fortlaufende Zitationsnummern in eckigen Klammern. Bei der ersten Nennung eines Konferenzbeitrags erhält dieser eine Nummer, zum Beispiel [1], die im gesamten Text konstant bleibt. Ein allgemeiner Verweis kann etwa lauten: Der Beitrag beschreibt eine robuste Validierung [1]. Die Nummer verweist immer auf einen eindeutig zugeordneten Eintrag in der nummerierten Literaturliste am Ende des Dokuments.
Seitenangaben sind bei wörtlichen Zitaten verpflichtend. Der Beleg wird dann als [1, S. 12] oder bei einem Bereich [1, S. 12–15] notiert. Ein Beispiel für ein direktes Zitat lautet: „Das Modell zeigt eine signifikante Robustheit.“ [1, S. 12]. Bei Paraphrasen genügt in der Regel die Nummer [1]; eine Seitenangabe wie [1, S. 14] erhöht die Nachvollziehbarkeit, wenn die Argumentation an einer konkreten Passage hängt.
Wenn ein Konferenzbeitrag keine klassischen Seitenzahlen besitzt, sollte der Lokator genutzt werden, den die Quelle bereitstellt, etwa eine Paper-ID oder Artikelnummer. Der Beleg kann dann zum Beispiel [1, Paper-ID 104512] oder [1, Art.-Nr. 17] lauten. Bei PDFs mit stabiler Seitenzählung kann ersatzweise die PDF-Seite als „S.“ verwendet werden, sofern die Fundstelle dadurch eindeutig bleibt.
Direkte Zitate werden wortwörtlich in Anführungszeichen übernommen und direkt danach mit Nummer und Seitenangabe belegt, zum Beispiel: „Die Ergebnisse bestätigen den Ansatz.“ [1, S. 12]. Bei indirekten Zitaten (Paraphrasen) genügt meist die Zitationsnummer, etwa: Die Autoren diskutieren Limitationen der Stichprobe [1, S. 15] oder allgemeiner [1]. Seitenangaben sind für Paraphrasen nicht verpflichtend, erhöhen aber die Prüfbarkeit bei sehr spezifischen Aussagen.
Wenn mehrere Konferenzbeiträge eine Aussage stützen, werden ihre Zitationsnummern in einem Beleg zusammengeführt und aufsteigend sortiert, zum Beispiel [2], [4], [7]. Bei aufeinanderfolgenden Beiträgen kann eine Spanne gebildet werden, etwa [4]–[7]. Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik, nicht der alphabetischen Ordnung der Autoren. Bei Bedarf kann jede Nummer einen eigenen Seiten- oder Paper-Lokator erhalten, zum Beispiel [2, S. 10] [4, Paper-ID 17].
Das Grundschema lautet:
[Nr.] Initiale. Nachname, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Konferenzangabe, Ort, Jahr, S. xx–yy.
Ein Beispiel ist:
[1] T. Müller, „Studienerfolg unter Zeitdruck“, In: Tagungsband der Konferenz für Hochschulforschung, Berlin, 2019, S. 65–82.
Der Eintrag enthält Beitragsautor, Beitragstitel, Tagungsbandtitel, Konferenzkontext, Ort, Jahr und Seitenbereich, sodass der Beitrag eindeutig auffindbar ist.
Bei bis zu sechs Autoren werden alle mit Initiale vor Nachname im Eintrag genannt, etwa [3] T. Müller, P. Schneider und H. Weber, „Titel des Beitrags“, …. Ab sieben Autoren wird auf den ersten Autor verkürzt und „u. a.“ ergänzt, zum Beispiel [4] T. Müller u. a., „Titel des Beitrags“, …. Wenn der Tagungsband Herausgeber ausweist, können diese ergänzt und mit „Hrsg.“ gekennzeichnet werden, etwa: [6] T. Müller, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, K. Schmidt und S. Keller, Hrsg. Ort: Verlag, Jahr, S. xx–yy.
Online genutzte Konferenzbeiträge erhalten im Literaturverzeichnis zusätzlich eine Online-Kennzeichnung, URL und Zugriffdatum, zum Beispiel: [12] T. Müller, „Titel des Beitrags“, In: Titel des Tagungsbandes, Ort, Jahr, S. xx–yy. [Online]. Verfügbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026. Wenn ein DOI existiert, kann dieser anstelle oder zusätzlich zur URL angegeben werden. Die Formulierungen zu „[Online]“, „Verfügbar unter“ und „Zugriff am“ sollten in allen Einträgen einheitlich verwendet werden.
Wenn der Tagungsband keinen Seitenbereich ausweist, wird eine Paper-ID oder Artikelnummer als Lokator genutzt, etwa im Eintrag und im Textbeleg [1, Paper-ID 104512]. Bei Online-first-Beiträgen ohne finale Band- oder Seitenangaben sollten die verfügbaren Kerndaten (Autor, Titel, Konferenz, Jahr) genutzt und der Eintrag aktualisiert werden, sobald endgültige Angaben vorliegen. Liegt nur ein Vortrag ohne Tagungsband vor, wird die Quelle als Vortrag/Präsentation erfasst (Titel, Veranstaltung, Ort, Datum), nicht als Konferenzbeitrag im Tagungsband.
Verpflichtend im Text sind eine Zitationsnummer in eckigen Klammern und bei direkten Zitaten eine Seitenangabe beziehungsweise ein eindeutiger Lokator. Im Literaturverzeichnis sind Nummerierung nach Erstnennung, Beitragsautor (Initialen + Nachname), Beitragstitel, Tagungsbandtitel mit „In:“, Jahr und Seitenbereich oder Paper-ID erforderlich. Empfohlen sind zusätzliche Angaben wie Konferenzname, Ort, DOI, Herausgeber, genauer Konferenzzeitraum sowie URL und Zugriffdatum bei Online-Nutzung. Seitenangaben bei zentralen Paraphrasen und die Nutzung stabiler Lokatoren (Paper-ID, DOI) erhöhen die Prüfbarkeit, sind aber nicht in jedem Fall zwingend vorgeschrieben.
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