Professionelle Zitationskorrektur

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Die 1a‑Studi Zitationskorrektur gewĂ€hrleistet fehlerfreie Quellenangaben sowie ein formgerechtes Literaturverzeichnis + Recherche bei LĂŒcken sowie Abgleich der Quellen.

(GeschÀtzte Lesezeit: 6 - 12 Minuten)
Patente zitieren nach IEEE

Patente zitieren nach IEEE

IEEE ist ein nummerischer Zitationsstandard. Im Text erscheinen fortlaufende Zitationsnummern in eckigen Klammern. Diese Nummern verweisen auf eine nummerierte Literaturliste am Ende. FĂŒr Patente ist das besonders praktisch, weil der Textnachweis kurz bleibt und Patentnummer, Land/Organisation, Veröffentlichungsdatum sowie die genaue Fundstelle (z. B. Anspruch, Absatz, Abbildung) erst im Literaturverzeichnis vollstĂ€ndig dokumentiert werden.

 
Patente zitieren IEEE

Patente zitieren IEEE

FĂŒr Patente gilt in IEEE, dass

  • Im Text: Nummern in [ ]
  • Nummer bei Erstnennung vergeben
  • Nummer bleibt fĂŒr Patent konstant
  • Direktzitat: Anspruch/Absatz zwingend nennen
  • Paraphrase: Nummer genĂŒgt meist
  • Mehrfachbelege: aufsteigend; Spanne möglich
  • Literaturliste: nummeriert, nicht alphabetisch
  • Eintrag: Land, Nummer, Datum

Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Diese Nummer verweist auf genau einen Patent-Eintrag in der nummerierten Literaturliste. Bei Patenten ist die Identifikation ĂŒber Patentnummer und Veröffentlichungsdatum zentral, weil Titel Ă€hnlich sein können und Patentfamilien mehrere Publikationen enthalten. FĂŒr punktgenaue Belege sind AnsprĂŒche, AbsĂ€tze oder Abbildungen die verlĂ€sslichsten Lokatoren.

Die Zitation im Text lautet:

[1]

Diese Form wird eingesetzt, wenn eine Aussage auf das Patent insgesamt gestĂŒtzt wird, ohne dass eine konkrete Fundstelle zwingend genannt werden muss.

Bei punktgenauen Fundstellen lautet die Zitation im Text zum Beispiel:

[1, Anspruch 1]
[1, Abs. 12]
[1, Fig. 2]

Patent als direktes Zitat zitieren

Ein direktes Zitat ĂŒbernimmt eine Formulierung wortwörtlich aus dem Patenttext. DafĂŒr steht das Zitat in AnfĂŒhrungszeichen und erhĂ€lt direkt im Anschluss die Zitationsnummer plus Lokator. Ohne Lokator ist ein wörtliches Zitat aus einem Patent nicht ausreichend prĂŒfbar, weil Patente umfangreich sind und Aussagen stark vom Kontext (Anspruch/Absatz) abhĂ€ngen.

Ein Beispiel fĂŒr ein direktes Zitat lautet:

„Die Vorrichtung umfasst ein Sensormodul und eine Steuereinheit.“ [1, Anspruch 1]

Patent als indirektes Zitat zitieren

Eine Paraphrase gibt den Inhalt sinngemĂ€ĂŸ wieder. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer. Ein Lokator ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn eine konkrete technische Aussage aus einem bestimmten Anspruch oder Absatz abgeleitet wird.

Beispiele

Das Patent beschreibt eine zweistufige Signalverarbeitung [1].
Die Lösung wird im ersten Anspruch technisch abgegrenzt [1, Anspruch 1].

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere Patente oder zusĂ€tzliche Fachquellen dieselbe Aussage stĂŒtzen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt. Die Nummern werden aufsteigend sortiert; zusammenhĂ€ngende Nummern können als Spanne erscheinen.

Beispiele:
[2], [4], [7]
[4]–[7]

SekundÀrzitate nach IEEE

SekundĂ€rzitate liegen vor, wenn das Patent nicht direkt eingesehen wurde und eine Aussage nur ĂŒber eine andere Quelle bekannt ist (z. B. Bericht, Aufsatz, Datenbankauszug). In IEEE wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die tatsĂ€chlich gelesene Quelle gefĂŒhrt. Im Text sollte der indirekte Zugriff erkennbar bleiben. Das Patent erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht in das Patentdokument vorliegt.

Im Text zitieren: Patente nach IEEE

Im Text zitieren: Patente nach IEEE

Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung eines Patents vergeben und bleibt fĂŒr dieses Patent im gesamten Text gleich. Bei Patenten ersetzen AnsprĂŒche, AbsĂ€tze und Abbildungen die Seitenlogik als primĂ€re Lokatoren. Bei wörtlichen Zitaten ist ein Lokator zwingend.

Bei Paraphrasen genĂŒgt meist die Nummer; ein Lokator erhöht die PrĂŒfbarkeit bei technischen Kernaussagen. Mehrere Quellen werden in einem Beleg zusammengefĂŒhrt und nach Nummern aufsteigend geordnet; zusammenhĂ€ngende Nummern können als Spanne dargestellt werden.

Grundform im Fließtext

Belegform: [1]
Diese Grundform wird genutzt, wenn eine Aussage auf das Patent insgesamt gestĂŒtzt wird, ohne eine bestimmte Stelle zu fokussieren.

Beispiel: Das Patent beschreibt eine kompakte Schaltungsarchitektur [1].

Direktes Zitat (wörtlich)

Bei wörtlichen Zitaten wird eine Passage exakt ĂŒbernommen. Direkt danach folgt die Zitationsnummer plus Lokator. FĂŒr Patente sind AnsprĂŒche und AbsĂ€tze besonders geeignet, weil sie in Patentdokumenten strukturstabil sind.

Beispiel: „Die Vorrichtung ist fĂŒr einen Niedrigenergie-Modus ausgelegt.“ [1, Abs. 12]

Indirektes Zitat (Paraphrase)

Bei Paraphrasen wird der Inhalt sinngemĂ€ĂŸ wiedergegeben. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer. Ein Lokator ist empfehlenswert, wenn eine konkrete technische Abgrenzung oder ein definierendes Merkmal argumentativ entscheidend ist.

Beispiele:
Die Erfindung reduziert Störsignale durch Filterung [1].
Die Abgrenzung erfolgt ĂŒber Anspruch 1 [1, Anspruch 1].

Lokatoren statt Seitenzahlen

Patente werden am zuverlĂ€ssigsten ĂŒber strukturbezogene Lokatoren belegt:
Anspruch (Anspruch 1, Anspruch 2), Absatz (Abs. 12), Abbildung (Fig. 2) oder Tabelle (Tab. 1). Wenn ein Patent als PDF mit stabiler SeitenzĂ€hlung genutzt wird, kann zusĂ€tzlich „S.“ verwendet werden, sofern die Fundstelle dadurch eindeutig bleibt.

Beispiele:
[1, Anspruch 1]
[1, Abs. 12]
[1, Fig. 2]
[1, S. 3]

Mehrere Quellen in einem Beleg

Beispiele:

 [2], [4], [7].

 [4]–[7].
Hinweis: Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik (aufsteigend), nicht dem Alphabet.

Erfindername im Satz (optional)

IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn der Erfindername im Satz stehen soll, folgt direkt die Zitationsnummer. Bei drei oder mehr Erfindern kann „u. a.“ genutzt werden, wenn eine Namensnennung erforderlich ist.

Beispiel: Schneider zeigt die Abgrenzung der Lösung [1].
Beispiel: Schneider u. a. [3] definieren das Merkmal ĂŒber Anspruch 1.

SekundĂ€rzitate (nur ĂŒber eine andere Quelle bekannt)

Wenn das Patent nicht direkt genutzt wurde, fĂŒhrt das Literaturverzeichnis nur die tatsĂ€chlich gelesene Quelle. Im Text bleibt der indirekte Zugriff sprachlich erkennbar.

Im Literaturverzeichnis: IEEE Patente zitieren

Im Literaturverzeichnis: IEEE Patente zitieren

Im Literaturverzeichnis werden Patente als einzelne, nummerierte EintrĂ€ge gefĂŒhrt. Die Nummerierung folgt der Reihenfolge, in der ein Patent erstmals im Text zitiert wird. Jeder Eintrag steht fĂŒr genau ein Patentdokument und enthĂ€lt die Kerndaten so, dass das Patent eindeutig auffindbar ist: Erfinder, Patentschrift-Titel, Land/Organisation und Patentnummer sowie Veröffentlichungsdatum. Wenn das Patent online genutzt wurde, wird die Online-VerfĂŒgbarkeit ergĂ€nzt.

Grundschema (Patent, veröffentlicht)

[Nummer] Initiale. Nachname, „Titel des Patents“, Land/Organisation Patentnummer, TT.MM.JJJJ.

Beispiel (Schema)

[1] J. P. Schneider, „Nichtlineare resonante Schaltkreisvorrichtungen“, Deutsches Patent DE 3624125, 16.07.1990.

1 Erfinder

[1] T. MĂŒller, „Titel des Patents“, Deutsches Patent DE XXXXXXX, 12.03.2019.

2 Erfinder

[2] T. MĂŒller und P. Schneider, „Titel des Patents“, EuropĂ€isches Patent EP XXXXXXX, 10.05.2020.

3 bis 6 Erfinder

Alle Erfinder werden vollstÀndig genannt.

[3] T. MĂŒller, P. Schneider und H. Weber, „Titel des Patents“, Internationales Patent WO XXXXXXX, 21.11.2021.

7 oder mehr Erfinder

Erster Erfinder, danach „u. a.“

[4] T. MĂŒller u. a., „Titel des Patents“, US-Patent US X,XXX,XXX, 08.02.2022.

Organisation als Anmelder vs. Erfinder

Im Patentkontext steht fĂŒr IEEE typischerweise der Erfinder in der Autorenposition. Der Anmelder (Firma/Institution) ist keine zwingende Autorenangabe im IEEE-Eintrag. Wenn die Identifikation ohne Anmelder schwierig ist, kann der Anmelder als Zusatz ergĂ€nzt werden, sollte aber das Grundschema nicht ersetzen.

Online-Patente (deutsche Kennzeichnung)

Wenn das Patent online genutzt wurde, wird die Online-VerfĂŒgbarkeit ergĂ€nzt. Das Zugriffsdatum ist wichtig, weil Plattformdarstellungen variieren können.

[5] J. P. Schneider, „Nichtlineare resonante Schaltkreisvorrichtungen“, Deutsches Patent DE 3624125, 16.07.1990. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Hinweis: Einheitlichkeit ist entscheidend. Wenn „VerfĂŒgbar unter“ und „Zugriff am“ genutzt werden, sollte diese Form bei allen Online-EintrĂ€gen gleich aussehen.

SonderfÀlle Patente zitieren nach IEEE

SonderfÀlle Patente zitieren nach IEEE

SonderfĂ€lle betreffen Patente, deren Publikationsstatus, Kennungen oder Fassungen zusĂ€tzliche Angaben fĂŒr die eindeutige Identifikation benötigen. Ziel bleibt ein Nachweis, der spĂ€ter reproduzierbar ist.

Patentanmeldung vs. erteiltes Patent

Wenn eine Patentanmeldung (nicht erteilt) genutzt wird, sollte der Status kenntlich bleiben, damit die Quelle nicht als erteiltes Schutzrecht missverstanden wird. Die Patentnummer und das Veröffentlichungsdatum bleiben zentral.

Kind-Codes und Varianten (z. B. A1, B1)

Wenn ein Dokument mehrere Veröffentlichungsstufen hat, kann der Kind-Code ergĂ€nzt werden, um die exakte Fassung zu identifizieren. Das ist besonders relevant, wenn Text oder AnsprĂŒche zwischen Fassungen abweichen.

Patentfamilien (DE/EP/WO/US)

Wenn dieselbe Erfindung in mehreren LĂ€ndern publiziert ist, sollte genau die genutzte Patentschrift zitiert werden. Mehrere Familienmitglieder sollten nur dann separat aufgefĂŒhrt werden, wenn mehrere Fassungen tatsĂ€chlich genutzt wurden.

Fehlende Kerndaten (Datum/Nummer)

Wenn Patentnummer oder Veröffentlichungsdatum unklar sind, sollte nachrecherchiert werden (Patentdokument, amtliche Register, Datenbankeintrag). Wenn Angaben nicht sicher bestimmbar sind, ist ein Weglassen besser als eine erfundene Ersatzangabe. In solchen FÀllen gewinnt die URL plus Zugriffsdatum an Bedeutung.

Übersetzungen von Patentschriften

Wenn eine Übersetzung genutzt wird, sollte die tatsĂ€chlich verwendete Fassung zitiert werden. Ein Hinweis auf die Originalsprache oder Originalfassung kann ergĂ€nzt werden, wenn dies fĂŒr die Einordnung wesentlich ist.

Verpflichtend vs. empfohlen

Was ist nach IEEE fĂŒr die Zitation eines Patents verpflichtend und was wird empfohlen?

Die folgenden Tabellen trennen Mindestanforderungen von sinnvollen PrĂ€zisierungen. „Verpflichtend“ beschreibt die Angaben, ohne die eine IEEE-Zitation formal unvollstĂ€ndig oder nicht eindeutig zuordenbar ist.

Zitation im Text nach IEEE (Patent)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Zitationsnummer Nummer in eckigen Klammern Nummer vor Satzzeichen setzen
Wiederholte Nennung dieselbe Nummer fĂŒr dasselbe Patent Lokator bei Kernpassagen ergĂ€nzen
Direktes Zitat Nummer + Anspruch/Absatz/Fig. Bereich bei lÀngeren Passagen
Paraphrase Nummer: [1] Anspruch/Absatz bei PrÀzision
Lokator nicht zwingend bei Überblick Anspruch, Abs., Fig., S.
Mehrere Quellen mehrere Nummern: [2], [4] Spanne: [4]–[7]
SekundÀrzitat nur gelesene Quelle belegen indirekten Zugriff klar benennen

Literaturverzeichnis nach IEEE (Patent)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Nummerierung Reihenfolge der Erstnennung im Text eine Quelle pro Nummer
Erfinder Initialen + Nachname Schreibweise exakt ĂŒbernehmen
Titel Patentschrift-Titel konsistente AnfĂŒhrungszeichen
Land/Organisation DE/EP/WO/US nennen Kind-Code ergÀnzen, falls relevant
Patentnummer Patentnummer zwingend nennen Status (Anmeldung/erteilt) ergÀnzen
Datum Veröffentlichungsdatum angeben weitere Datumsangaben nur bei Bedarf
Online-Angabe bei Online-Nutzung: URL + Zugriffdatum dauerhafte URL bevorzugen

HĂ€ufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach IEEE, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank fĂŒr IEEE Zitation hier bei 1a-Studi.

Im IEEE-Stil werden Patente im Text mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern zitiert. Bei der ersten Nennung eines Patents erhĂ€lt es eine Nummer, zum Beispiel [1], die im gesamten Text fĂŒr genau dieses Patent konstant bleibt. Ein allgemeiner Verweis kann lauten: Das Patent beschreibt eine kompakte Schaltungsarchitektur [1]. Die Nummer verweist auf den passenden Eintrag in der nummerierten Literaturliste am Ende.
Bei Patenten sind AnsprĂŒche, AbsĂ€tze und Abbildungen die verlĂ€sslichsten Lokatoren, weil sie im Patentdokument strukturstabil sind. Typische Formen sind [1, Anspruch 1], [1, Abs. 12] und [1, Fig. 2]. Seitenangaben (S.) sind nur dann sinnvoll, wenn eine PDF-Version mit stabiler SeitenzĂ€hlung genutzt wird; dann kann ergĂ€nzend [1, S. 3] angegeben werden, sofern die Fundstelle dadurch eindeutig bleibt.
Ein direktes Zitat wird wortwörtlich in AnfĂŒhrungszeichen wiedergegeben. Direkt danach folgt die Zitationsnummer plus Lokator, der die Stelle im Patent eindeutig lokalisiert. Ein Beispiel lautet: „Die Vorrichtung umfasst ein Sensormodul und eine Steuereinheit.“ [1, Anspruch 1]. Ohne Lokator ist ein wörtliches Patent-Zitat nicht ausreichend prĂŒfbar, weil Patente umfangreich sind und Aussagen stark vom Kontext (Anspruch/Absatz) abhĂ€ngen.
Bei Paraphrasen wird der Patentinhalt sinngemĂ€ĂŸ wiedergegeben. Formal genĂŒgt in IEEE meist die Zitationsnummer, etwa: Das Patent beschreibt eine zweistufige Signalverarbeitung [1]. Ein Lokator ist empfehlenswert, sobald eine konkrete technische Abgrenzung oder ein definierendes Merkmal argumentativ zentral ist, zum Beispiel [1, Anspruch 1] oder [1, Abs. 12]. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Stelle die technische Aussage trĂ€gt.
Wenn mehrere Patente dieselbe Aussage stĂŒtzen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt und aufsteigend sortiert, zum Beispiel [2], [4], [7]. Bei zusammenhĂ€ngenden Nummern kann eine Spanne genutzt werden, etwa [4]–[7]. Lokatoren können pro Patent ergĂ€nzt werden, wenn die Fundstellen unterschiedlich sind, zum Beispiel [2, Anspruch 1], [4, Abs. 12], sofern die Arbeit die Lokatoren konsequent fĂŒhrt.
Patente werden als eigene, nummerierte EintrĂ€ge gefĂŒhrt und mĂŒssen Patentnummer, Rechtsraum/Land oder Organisation sowie Datum eindeutig ausweisen. Das Grundschema lautet:
[Nr.] Initiale. Nachname, „Titel des Patents“, Land/Organisation Patentnummer, TT.MM.JJJJ.
Ein Beispiel ist:
[1] J. P. Schneider, „Nichtlineare resonante Schaltkreisvorrichtungen“, Deutsches Patent DE 3624125, 16.07.1990.
Damit ist der Kurzbeleg [1] im Text eindeutig auflösbar.
Bei zwei Erfindern werden beide genannt und mit „und“ verbunden, zum Beispiel [2] T. MĂŒller und P. Schneider, „Titel des Patents“, EP XXXXXXX, 10.05.2020. Bei drei bis sechs Erfindern werden alle vollstĂ€ndig aufgefĂŒhrt. Ab sieben Erfindern wird auf den ersten Erfinder verkĂŒrzt und „u. a.“ ergĂ€nzt, zum Beispiel [4] T. MĂŒller u. a., „Titel des Patents“, US X,XXX,XXX, 08.02.2022. Die genaue Schreibweise sollte innerhalb der gesamten Literaturliste konsistent bleiben.
Wenn ein Patent online genutzt wurde, wird im Literaturverzeichnis die Online-Kennzeichnung ergÀnzt. Ein typischer Eintrag lautet:
[5] J. P. Schneider, „Nichtlineare resonante Schaltkreisvorrichtungen“, Deutsches Patent DE 3624125, 16.07.1990. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026
Das Zugriffsdatum ist wichtig, weil Plattformdarstellungen variieren können. FĂŒr Konsistenz sollten „VerfĂŒgbar unter“ und „Zugriff am“ in allen Online-EintrĂ€gen identisch verwendet werden.
Patentanmeldung und erteiltes Patent sind unterschiedliche Dokumentfassungen und dĂŒrfen nicht verwechselt werden. Im Literaturverzeichnis sollte der Status erkennbar bleiben, etwa als „Patentanmeldung“ versus „Patent“. ZusĂ€tzlich kann ein Kind-Code (z. B. A1, B1) ergĂ€nzt werden, wenn mehrere Veröffentlichungsstufen existieren und sich Text oder AnsprĂŒche unterscheiden. Im Text bleibt die Nummer gleich, die genaue Fundstelle wird ĂŒber Anspruch/Absatz/Abbildung gefĂŒhrt, zum Beispiel [1, Anspruch 1] oder [1, Abs. 12].
Verpflichtend sind im Text die Zitationsnummer und bei direkten Zitaten ein strukturstabiler Lokator (Anspruch/Absatz/Abbildung). Im Literaturverzeichnis sind mindestens Erfinder (oder Organisation, falls keine Erfinderangabe verfĂŒgbar ist), Patentschrift-Titel, Rechtsraum/Land bzw. Organisation, Patentnummer und Datum erforderlich. Empfohlen sind Kind-Code, Statushinweis (Anmeldung/erteilt), Plattformangabe bei Datenbankzugriff sowie URL und Zugriffsdatum bei Online-Nutzung. Diese ZusĂ€tze erhöhen die Eindeutigkeit, besonders bei Patentfamilien und mehreren Fassungen.
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