Professionelle Zitationskorrektur

Fehlerfreie Quellen und Literaturverzeichnis

Die 1a‑Studi Zitationskorrektur gewĂ€hrleistet fehlerfreie Quellenangaben sowie ein formgerechtes Literaturverzeichnis + Recherche bei LĂŒcken sowie Abgleich der Quellen.

(GeschÀtzte Lesezeit: 8 - 15 Minuten)
Zeitschriftenaufsatz zitieren nach IEEE

Zeitschriftenaufsatz zitieren nach IEEE

IEEE ist ein nummerischer Zitationsstandard. Im Text erscheinen fortlaufende Zitationsnummern in eckigen Klammern. Diese Nummern verweisen auf eine nummerierte Literaturliste am Ende. FĂŒr ZeitschriftenaufsĂ€tze ist das besonders praktisch, weil der Textnachweis kurz bleibt, wĂ€hrend Band, Heft, Seiten und Jahr erst im Literaturverzeichnis vollstĂ€ndig stehen.

 
Zeitschriftenaufsatz zitieren IEEE

Zeitschriftenaufsatz zitieren IEEE

FĂŒr ZeitschriftenaufsĂ€tze gilt in IEEE, dass

  • Im Text: Nummern in [ ]
  • Nummer bei Erstnennung vergeben
  • Nummer bleibt fĂŒr Quelle konstant
  • Direktzitat: Seite oder Seitenbereich
  • Paraphrase: Nummer genĂŒgt meist
  • Mehrfachbelege: aufsteigend; Spanne möglich
  • Literaturliste: nummeriert, nicht alphabetisch
  • Eintrag: ein Aufsatz pro Nummer

Im Fließtext erfolgt der Nachweis durch die Zitationsnummer in eckigen Klammern. Diese Nummer verweist auf genau einen Zeitschriftenaufsatz in der nummerierten Literaturliste. Bei der ersten Verwendung eines Aufsatzes wird eine neue Nummer vergeben. Jede spĂ€tere Verwendung nutzt exakt diese Nummer, damit der Nachweis durchgĂ€ngig eindeutig bleibt.

Die Zitation im Text lautet:

[1]

Diese Form wird eingesetzt, wenn eine Aussage auf einen Zeitschriftenaufsatz gestĂŒtzt wird, ohne dass eine konkrete Fundstelle zwingend genannt werden muss (typisch bei allgemeinen Paraphrasen).

Bei wörtlichen Zitaten lautet die Zitation im Text:

[1, S. 12]

Hier ergĂ€nzt die Seitenangabe die Zitationsnummer. Das ist erforderlich, weil ein wörtliches Zitat eine konkrete, ĂŒberprĂŒfbare Fundstelle braucht.

Bei Seitenbereichen:

[1, S. 12–15]

Diese Form wird genutzt, wenn sich der Bezug auf mehrere zusammenhĂ€ngende Seiten erstreckt, etwa bei lĂ€ngeren Zitaten oder einer eng gefĂŒhrten Argumentation ĂŒber mehrere Seiten.

Zeitschriftenaufsatz als direktes Zitat zitieren

Ein direktes Zitat ĂŒbernimmt eine Textstelle wortwörtlich. DafĂŒr steht das Zitat in AnfĂŒhrungszeichen und direkt im Anschluss folgt die Zitationsnummer mit Seitenangabe. ZusĂ€tzlich sollte das direkte Zitat exakt ĂŒbernommen werden (inklusive Schreibweise und Zeichensetzung), damit der Nachweis prĂŒfbar bleibt.

Ein Beispiel fĂŒr ein direktes Zitat lautet:

„Akademische Selbstwirksamkeit beeinflusst den Studienerfolg.“ [1, S. 12]

Zeitschriftenaufsatz als indirektes Zitat zitieren

Ein indirektes Zitat (Paraphrase) gibt den Inhalt sinngemĂ€ĂŸ wieder. DafĂŒr wird keine wörtliche Übernahme markiert, sondern der Gedanke wird in eigenen Worten formuliert. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer. Eine Seitenzahl ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn sich die Aussage auf eine konkrete Passage stĂŒtzt oder wenn die Argumentation sehr prĂ€zise an einer Stelle des Aufsatzes hĂ€ngt.

Beispiele

Studienerfolg hÀngt mit Selbstwirksamkeit zusammen [1].
MĂŒller beschreibt Selbstwirksamkeit als stabilen PrĂ€diktor [1, S. 14].

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere AufsĂ€tze dieselbe Aussage stĂŒtzen, werden mehrere Zitationsnummern gemeinsam genannt. Die Nummern werden aufsteigend sortiert. Bei zusammenhĂ€ngenden Nummern kann eine Spanne gebildet werden. Dadurch bleibt der Beleg kompakt, ohne Informationen zu verlieren.

Beispiele:
[2], [4], [7]
[4]–[7]

SekundÀrzitate nach IEEE

SekundĂ€rzitate liegen vor, wenn der Originalaufsatz nicht vorliegt und eine Aussage nur ĂŒber eine andere Quelle bekannt ist. In IEEE wird im Literaturverzeichnis ausschließlich die Quelle gefĂŒhrt, die tatsĂ€chlich gelesen wurde. Im Text wird zusĂ€tzlich deutlich gemacht, dass der Zugriff indirekt erfolgt. Der Originalaufsatz erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht vorliegt.

Im Text:

MĂŒller wird bei Schneider zitiert [2, S. 45].

Literaturverzeichnis:

Es wird ausschließlich die Quelle angegeben, die tatsĂ€chlich gelesen wurde:

[2] P. Schneider, „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. 10, Nr. 2, S. 40–58, 2018.

Hinweis:

Der Originalaufsatz von MĂŒller erscheint nicht in der Literaturliste, solange keine Einsicht in das Original vorliegt.

Im Text zitieren: Zeitschriftenaufsatz nach IEEE

Im Text zitieren: Zeitschriftenaufsatz nach IEEE

Im Text arbeitet IEEE mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Eine Nummer wird bei der ersten Nennung eines Aufsatzes vergeben und bleibt fĂŒr diesen Aufsatz im gesamten Text gleich. Der Beleg steht dort, wo die Aussage gestĂŒtzt wird, und verweist auf den passenden Eintrag in der nummerierten Literaturliste.

Bei wörtlichen Zitaten ist zusĂ€tzlich eine genaue Fundstelle erforderlich (Seite oder Seitenbereich). Bei Paraphrasen genĂŒgt meist die Nummer; eine Seitenangabe erhöht die Nachvollziehbarkeit, wenn eine konkrete Passage entscheidend ist. Mehrere Quellen werden in einem Beleg zusammengefĂŒhrt und nach Nummern aufsteigend geordnet; zusammenhĂ€ngende Nummern können als Spanne dargestellt werden.

Grundform im Fließtext

Belegform: [1]
Diese Grundform wird genutzt, wenn eine Aussage auf einen Aufsatz gestĂŒtzt wird, ohne dass eine bestimmte Textstelle im Zentrum steht. Die Nummer verweist eindeutig auf den Literaturlisten-Eintrag.

Beispiel: PrĂŒfungsangst beeinflusst die Leistung negativ [1].

Direktes Zitat (wörtlich)

Bei wörtlichen Zitaten wird eine Textstelle exakt ĂŒbernommen. Das Zitat steht in AnfĂŒhrungszeichen und erhĂ€lt direkt im Anschluss die Zitationsnummer mit Seitenangabe. Die Seitenangabe ist Pflicht, weil die Fundstelle eindeutig prĂŒfbar sein muss.

Beispiel: „PrĂŒfungsangst wirkt leistungshemmend.“ [1, S. 6]

Indirektes Zitat (Paraphrase)

Bei Paraphrasen wird der Inhalt sinngemĂ€ĂŸ wiedergegeben. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer. Eine Seitenzahl ist nicht verpflichtend, erhöht aber die PrĂŒfbarkeit bei punktgenauer Argumentation.

Beispiele:
PrĂŒfungsangst korreliert mit Vermeidungsverhalten [1].
Schneider beschreibt zentrale Auslöser der PrĂŒfungsangst [1, S. 8].

Seitenbereiche

Wenn sich der Bezug auf mehrere zusammenhÀngende Seiten erstreckt, wird ein Seitenbereich angegeben. Das ist sinnvoll bei lÀngeren Zitaten oder wenn eine Passage nur im Kontext mehrerer Seiten nachvollziehbar ist.

Beispiel: [1, S. 6–9]

Keine Seitenzahlen (z. B. Artikelnummer statt Seiten)

Wenn ein Aufsatz keine klassischen Seitenzahlen ausweist (z. B. Artikelnummer, e-Locator), sollte der Lokator genutzt werden, den die Quelle eindeutig bereitstellt. Wenn nur ein PDF ohne stabile SeitenzĂ€hlung vorliegt, kann ersatzweise mit AbschnittsĂŒberschriften oder Kapitelstruktur gearbeitet werden, sofern die Fundstelle eindeutig bleibt.

Beispiele: [1, Art.-Nr. 104512] oder [1, Abschn. 3.2]
Hinweis: Diese Lokatoren funktionieren nur, wenn die Quelle die Kennzeichnung eindeutig ausweist.

Mehrere Quellen in einem Beleg

Wenn mehrere AufsĂ€tze dieselbe Aussage stĂŒtzen, werden mehrere Zitationsnummern in einem Beleg zusammengefĂŒhrt. Die Nummern stehen aufsteigend; zusammenhĂ€ngende Nummern können als Spanne geschrieben werden.

Beispiele:

 [2], [4], [7].

 [4]–[7].
Hinweis: Die Reihenfolge folgt der Nummernlogik (aufsteigend), nicht dem Alphabet.

Autorname im Satz (optional)

IEEE verlangt keinen Autor-Jahr-Kurzbeleg. Wenn ein Autorname im Satz stehen soll, folgt direkt die Zitationsnummer. Bei drei oder mehr Autoren wird bei Namensnennung im Satz „u. a.“ verwendet.

Beispiel: MĂŒller zeigt dies anhand einer LĂ€ngsschnittanalyse [1].
Beispiel: MĂŒller u. a. [3] argumentieren, dass 


SekundĂ€rzitate (nur ĂŒber eine andere Quelle bekannt)

Wenn der Originalaufsatz nicht vorliegt, wird im Literaturverzeichnis nur die Quelle gefĂŒhrt, die tatsĂ€chlich gelesen wurde. Im Text wird transparent gemacht, dass die Information indirekt ĂŒbernommen wurde. Der Originalaufsatz wird nicht in die Literaturliste aufgenommen, solange keine Einsicht vorliegt.

Beispiel (Text): MĂŒller wird bei Schneider zitiert [2, S. 45].

Literaturverzeichnis: Nur Schneider erscheint als [2].

Im Literaturverzeichnis: IEEE Zeitschriftenaufsatz zitieren (Zeitschrift)

Im Literaturverzeichnis: IEEE Zeitschriftenaufsatz zitieren (Zeitschrift)

Im Literaturverzeichnis werden ZeitschriftenaufsĂ€tze als einzelne, nummerierte EintrĂ€ge gefĂŒhrt. Die Nummerierung folgt der Reihenfolge, in der ein Aufsatz erstmals im Text zitiert wird. Dadurch entsteht keine alphabetische Sortierung. Jeder Eintrag steht fĂŒr genau einen Aufsatz und enthĂ€lt die Kerndaten so, dass der Artikel eindeutig auffindbar ist:

Autor, Aufsatztitel, Zeitschrift, Band, Heft, Seiten oder Artikelnummer sowie Jahr. Autorennamen werden mit Initialen vor dem Nachnamen geschrieben. Bei bis zu sechs Autoren werden alle genannt; ab sieben Autoren wird auf den ersten Autor verkĂŒrzt und „u. a.“ ergĂ€nzt.

Grundschema (Zeitschriftenaufsatz)

[Nummer] Initiale. Nachname, „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.

Beispiel (Schema)

[1] T. MĂŒller, „PrĂŒfungsangst im Studium“, Zeitschrift fĂŒr Hochschulforschung, Bd. 12, Nr. 2, S. 5–19, 2021.

1 Autor

Bei Einzelautoren steht zuerst die Initiale, dann der Nachname. Danach folgen Aufsatztitel in AnfĂŒhrungszeichen und die Zeitschriftendaten.

[1] T. MĂŒller, „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.

2 Autoren

Bei zwei Autoren werden beide Namen genannt und mit „und“ verbunden.

[2] T. MĂŒller und P. Schneider, „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.

3 bis 6 Autoren

Alle Autoren werden vollstĂ€ndig genannt. Die Namen werden durch Kommas getrennt; vor dem letzten Namen steht „und“.

[3] T. MĂŒller, P. Schneider und H. Weber, „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.

7 oder mehr Autoren

Ab sieben Autoren wird der Eintrag auf den ersten Autor gekĂŒrzt und „u. a.“ ergĂ€nzt.

[4] T. MĂŒller u. a., „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.

Autor ist eine Organisation oder Institution

Wenn eine Organisation als Autor fungiert, steht die Organisation an erster Stelle.

[5] Deutsche Gesellschaft fĂŒr Psychologie, „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.

Autor unbekannt

Wenn kein Autor ermittelbar ist, beginnt der Eintrag mit dem Aufsatztitel.

[6] „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.

Gleicher Autor mit mehreren AufsÀtzen im selben Jahr

IEEE nutzt keine Jahresbuchstaben (a/b/c). Die Trennung erfolgt ĂŒber die Zitationsnummern.

[7] H. Wasser, „Aufsatz A“, Zeitschrift, Bd. 10, Nr. 1, S. 10–22, 2014.
[8] H. Wasser, „Aufsatz B“, Zeitschrift, Bd. 10, Nr. 2, S. 23–41, 2014.

Verschiedene Autoren mit gleichem Nachnamen

Im Literaturverzeichnis sorgen die Initialen fĂŒr die Unterscheidung. Im Text unterscheidet die Nummer.

[9] H. MĂŒller, „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.
[10] T. MĂŒller, „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, Jahr.

Online-ZeitschriftenaufsÀtze (deutsche Kennzeichnung)

Wenn ein Aufsatz online genutzt wurde, kann der Eintrag um die Online-Kennzeichnung ergÀnzt werden. Dadurch wird der Zugriff nachvollziehbar. Entscheidend ist eine einheitliche Schreibweise in der gesamten Arbeit.

[11] T. MĂŒller, „Titel des Aufsatzes“, Zeitschrift, Bd. x, Nr. y, S. xx–yy, 2021. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026

Hinweis: Einheitlichkeit ist entscheidend. Wenn „Zugriff am“ genutzt wird, sollte diese Form bei allen Online-EintrĂ€gen gleich aussehen.

SonderfÀlle Zeitschriftenaufsatz zitieren nach IEEE

SonderfÀlle Zeitschriftenaufsatz zitieren nach IEEE

SonderfĂ€lle betreffen AufsĂ€tze, deren Angaben von der Standardsituation abweichen oder zusĂ€tzliche Informationen benötigen, damit die Quelle eindeutig auffindbar bleibt. Auch hier gilt: Jeder Sonderfall bekommt einen eigenen, nummerierten Eintrag. ZusĂ€tze (Artikelnummern, Sonderhefte, Online-first, fehlende Kerndaten) werden so ergĂ€nzt, dass Identifikation und PrĂŒfbarkeit steigen, ohne die Grundstruktur zu verlassen.

Artikelnummer statt Seiten (e-Locator)

Wenn eine Zeitschrift mit Artikelnummern arbeitet, ersetzt die Artikelnummer den Seitenbereich. Das ist erforderlich, weil eine klassische Seitenangabe fehlt und der Aufsatz sonst schwer auffindbar wÀre.

Beispiel (Prinzip): 
 Art.-Nr. 104512, Jahr.

Online-first / „im Druck“

Wenn ein Aufsatz online vorab veröffentlicht wurde und Band/Heft/Seiten noch fehlen, sollte der Eintrag die verfĂŒgbaren Kerndaten enthalten und der Status kenntlich bleiben. Sobald die endgĂŒltigen bibliografischen Daten vorliegen, sollte ein Update erfolgen.

Sonderheft / Supplement

Wenn ein Aufsatz in einem Sonderheft oder Supplement erscheint, sollte diese Angabe ergĂ€nzt werden, weil Heftnummern sonst irrefĂŒhrend sein können. Die ErgĂ€nzung dient der eindeutigen Zuordnung innerhalb der Zeitschrift.

Fehlende Kerndaten (Bd./Nr./Jahr)

Wenn bibliografische Kerndaten fehlen, sollte zuerst nachrecherchiert werden (PDF-Kopfzeile, Zeitschriftenseite, Datenbankeintrag). Wenn Angaben trotz Recherche nicht sicher bestimmbar sind, ist ein Weglassen besser als erfundene ErsatzkĂŒrzel.

Verpflichtend vs. empfohlen

Was ist nach IEEE fĂŒr die Zitation eines Zeitschriftenaufsatzes verpflichtend und was wird empfohlen?

Die folgenden Tabellen trennen Mindestanforderungen von sinnvollen PrĂ€zisierungen. „Verpflichtend“ beschreibt die Angaben, ohne die eine IEEE-Zitation formal unvollstĂ€ndig oder nicht eindeutig zuordenbar ist.

Zitation im Text nach IEEE (Zeitschriftenaufsatz)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Zitationsnummer Nummer in eckigen Klammern, fortlaufend Nummer vor Satzzeichen setzen, einheitlich im ganzen Text
Wiederholte Nennung dieselbe Nummer fĂŒr dieselbe Quelle bei vielen Wiederholungen gezielt Seitenangaben ergĂ€nzen
Direktes Zitat Seitenzahl oder Seitenbereich: [1, S. 12] bei lÀngeren Zitaten zusÀtzlich Kontext nennen
Paraphrase Nummer: [1] Seitenzahl, wenn konkrete Passage zentral ist
Mehrere Quellen mehrere Nummern: [2], [4], [7] Nummern aufsteigend; Spanne: [4]–[7]
SekundÀrzitat nur gelesene Quelle nummerisch belegen SekundÀrlage im Satz klar markieren

Literaturverzeichnis nach IEEE (Zeitschriftenaufsatz)

Angabe Verpflichtend Empfehlung / fakultativ
Nummerierung Reihenfolge der Erstnennung im Text eine Quelle pro Nummer, keine BĂŒndelung
Autorennamen Initialen + Nachname; bis 6 vollstĂ€ndig; ab 7: erster Autor + „u. a.“ Schreibweise exakt nach Quelle ĂŒbernehmen
Aufsatztitel Aufsatztitel in AnfĂŒhrungszeichen einheitliche Zeichensetzung im Verzeichnis
Zeitschrift Zeitschriftentitel AbkĂŒrzung nur bei konsequenter Nutzung
Band/Heft Bd. und Nr. angeben, wenn vorhanden Sonderheft/Supplement ergÀnzen, falls relevant
Seiten/Artikelnummer S. xx–yy oder Art.-Nr. Seiten/Locator auch bei Paraphrasen nutzen
Jahr Jahreszahl angeben Online-first-Status kenntlich machen
Online-Angabe bei Online-Nutzung: URL + Zugriffdatum Formulierung („VerfĂŒgbar unter“/„Zugriff am“) identisch halten

HĂ€ufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach IEEE, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank fĂŒr IEEE Zitation hier bei 1a-Studi.

IEEE arbeitet im Text ausschließlich mit fortlaufenden Zitationsnummern in eckigen Klammern. Bei der ersten Nennung eines Kapitels erhĂ€lt dieses eine neue Nummer, zum Beispiel [1], und behĂ€lt diese Nummer im gesamten Text. Jede weitere Bezugnahme auf dasselbe Kapitel nutzt dieselbe Nummer. Die Nummer verweist auf genau einen Eintrag in der nummerierten Literaturliste, in der das Kapitel mit allen bibliografischen Angaben aufgefĂŒhrt ist.
Eine Seitenangabe ist im IEEE-Stil immer dann erforderlich, wenn eine konkrete Textstelle wörtlich zitiert wird. In diesem Fall lautet der Beleg zum Beispiel [1, S. 73] oder bei einem Bereich [1, S. 70–78]. Bei Paraphrasen genĂŒgt meist die Nummer [1]; eine Seitenzahl wie [1, S. 70] ist dann optional, erhöht aber die Nachvollziehbarkeit, wenn sich die Aussage auf eine klar identifizierbare Passage des Kapitels stĂŒtzt.
Ein wörtliches Zitat wird in AnfĂŒhrungszeichen gesetzt und direkt im Anschluss mit Zitationsnummer und Seitenangabe versehen. Ein Beispiel lautet: „ÜbergĂ€nge werden durch Rollenanforderungen strukturiert.“ [1, S. 73]. Die Seitenangabe ist Pflicht, damit die Fundstelle eindeutig geprĂŒft werden kann. Der zitierte Text wird exakt ĂŒbernommen, einschließlich Schreibweise und Satzzeichen, um eine saubere Zuordnung zu gewĂ€hrleisten.
Bei Paraphrasen wird der Inhalt des Kapitels sinngemĂ€ĂŸ wiedergegeben. In IEEE genĂŒgt dafĂŒr in der Regel die Zitationsnummer, zum Beispiel [1]; eine Seitenangabe wie [1, S. 70] ist optional. StĂŒtzen mehrere Kapitel dieselbe Aussage, werden ihre Nummern in einem Beleg zusammengefasst und aufsteigend sortiert, etwa [2], [4], [7] oder bei zusammenhĂ€ngenden Nummern als Spanne [4]–[7]. Die Reihenfolge orientiert sich an den Nummern, nicht an den Namen der Autoren.
Das Grundschema lautet:
[Nr.] Initiale. Nachname, „Titel des Kapitels“, In: Titel des Sammelbandes: Untertitel, Initiale. Nachname, Hrsg., Auflage. Ort: Verlag, Jahr, S. xx–yy.
Ein konkretes Beispiel ist:
[1] T. MĂŒller, „Studienstart und ÜbergĂ€nge“, In: Beratung im Studium: Konzepte und Praxis, K. Schmidt, Hrsg., 2. Aufl. Berlin: Springer, 2019, S. 65–82.
Dieser Eintrag macht Kapitelautor, Kapiteltitel, Sammelbandtitel, Herausgeber, Auflage, Ort, Verlag, Jahr und Seitenbereich klar erkennbar.
Bis zu sechs Kapitelautoren werden im Eintrag vollstĂ€ndig genannt, mit Initiale vor Nachname; die Namen werden durch Kommas getrennt, vor dem letzten steht „und“. Ab sieben Autoren wird der Eintrag auf den ersten Autor gekĂŒrzt und „u. a.“ ergĂ€nzt, zum Beispiel [4] T. MĂŒller u. a., „Titel des Kapitels“, In: 
. Wenn eine Organisation als Kapitelautor fungiert, steht die Organisation an der Autorenposition, etwa [5] Deutsche Gesellschaft fĂŒr Psychologie, „Titel des Kapitels“, In: 
; Initialen entfallen, da keine Person im Vordergrund steht.
Bei mehrbĂ€ndigen Sammelwerken wird der Band im Eintrag genannt, zum Beispiel: [16] T. MĂŒller, „Titel des Kapitels“, In: Titel des Sammelbandes, Bd. 2, K. Schmidt, Hrsg. Ort: Verlag, Jahr, S. xx–yy. So wird klar, in welchem Band das Kapitel steht. FĂŒr online genutzte Kapitel wird das Standardschema um Online-Hinweise ergĂ€nzt, etwa: [15] T. MĂŒller, „Studienstart und ÜbergĂ€nge“, In: Beratung im Studium, K. Schmidt, Hrsg. Berlin: Springer, 2019, S. 65–82. [Online]. VerfĂŒgbar unter: URL. Zugriff am: 08.02.2026. Wichtig ist, dass Formulierungen zu Onlinezugriffen im gesamten Verzeichnis einheitlich sind.
Fehlen bibliografische Kerndaten wie Herausgeber, Ort, Verlag oder Seitenbereich, sollten diese zunÀchst durch Recherche (Titelblatt, Impressum, Verlagsseite, Katalogeintrag) ermittelt werden. Wenn Angaben trotz Recherche nicht verlÀsslich bestimmbar sind, wird auf Spekulation verzichtet; der Eintrag wird mit den gesicherten Informationen erstellt. Gibt es keine Seitenzahlen (z. B. bei bestimmten Online-Versionen), können ersatzweise Kapitel- oder Abschnittsangaben als Lokator genutzt werden. Fehlt eine eindeutige Lokalisierung völlig, ist in der Regel eine Ausgabe mit Seitenzahlen die bessere Zitationsgrundlage.
Bei ĂŒbersetzten Kapiteln bleibt der Originalautor an erster Stelle, der Übersetzer wird im Eintrag ergĂ€nzt, z. B. [13] E. Durkheim, „Titel des Kapitels“, A. MĂŒller, Übers., In: Titel des Sammelbandes, K. Schmidt, Hrsg. 
. Bei Nachdrucken wird das Jahr der benutzten Ausgabe gefĂŒhrt und die Originalausgabe in Klammern erwĂ€hnt, etwa [14] J. Piaget, „Titel des Kapitels“, In: Titel des Sammelbandes, 
, 2021, S. xx–yy. (Nachdruck der Ausg. 1970). SekundĂ€rzitate werden im Literaturverzeichnis nur ĂŒber die tatsĂ€chlich gelesene Quelle abgebildet; das Originalkapitel erscheint nicht als eigener Eintrag, solange keine direkte Einsicht vorliegt, zum Beispiel „Weber wird bei Fischer zitiert [2, S. 45]“ und nur Fischer steht als [2] in der Literatur.
Zwingend im Text sind fortlaufende Nummern in eckigen Klammern, eine konstante Nummer pro Kapitel und Seitenangaben bei direkten Zitaten. Im Literaturverzeichnis sind Nummerierung nach Erstnennung, Kapitelautor (Initiale + Nachname), Kapiteltitel in AnfĂŒhrungszeichen, Sammelbandtitel mit „In:“, Herausgeberangabe, Ort, Verlag, Jahr und Seitenbereich verpflichtend, damit das Kapitel auffindbar bleibt. Empfohlen sind zusĂ€tzliche Angaben wie Auflage, Reihe, Online-Hinweise (URL, Zugriffdatum) sowie Seitenangaben auch bei zentralen Paraphrasen, um die PrĂŒfbarkeit zu erhöhen. Einheitlichkeit der Schreibweise im gesamten Dokument ist dabei ein wesentlicher QualitĂ€tsaspekt.
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