KI-Tools-Verzeichnis für wissenschaftliche Arbeiten
Ein KI Tools Verzeichnis dokumentiert, welche KI-Tools du in deiner wissenschaftlichen Arbeit verwendet hast. Dazu gehören zum Beispiel ChatGPT, Gemini, NotebookLM, Perplexity, Microsoft Copilot, DeepL, PowerPoint-Funktionen, Bildgenerierung, Bildbearbeitung oder andere Tools, die dich bei Recherche, Text, Analyse, Präsentation oder Visualisierung unterstützt haben. Wichtig ist: Ein KI-Verzeichnis ersetzt keine Eigenleistung. Es zeigt nur, welche Hilfsmittel du genutzt hast und wie du deren Ergebnisse geprüft hast. Inhalt, Forschung, Quellen, Argumentation, Stil, Bewertung und Schlussfolgerung bleiben deine eigene Verantwortung.
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Grundlagen
Was ist ein KI-Tools-Verzeichnis?
Ein KI-Tools-Verzeichnis ist eine Übersicht aller KI-basierten Hilfsmittel, die du bei der Erstellung deiner wissenschaftlichen Arbeit genutzt hast. Es funktioniert ähnlich wie ein Hilfsmittelverzeichnis oder Quellenverzeichnis, bezieht sich aber auf digitale KI-Werkzeuge und deren konkrete Verwendung.
In das Verzeichnis gehören nicht nur große KI-Chatbots. Auch Tools für Übersetzung, Textoptimierung, Forschung, Automatisierung, Bildgenerierung, Bildbearbeitung, Präsentation, PowerPoint-Entwürfe, Programmierkenntnisse, Datenanalyse oder Literaturrecherche können relevant sein.
Ziel des Verzeichnisses
- KI-Nutzung transparent machen
- verwendete Tools vollständig benennen
- Zweck und Funktion der Nutzung erklären
- Prompts und zentrale Anfragen dokumentieren
- betroffene Kapitel der Arbeit zuordnen
- Eigenleistung von KI-Unterstützung abgrenzen
Ein KI-Verzeichnis ist keine Werbung für KI. Es ist ein Nachweis. Du zeigst damit, welche Tools du eingesetzt hast, auf welcher Basis du gearbeitet hast und welche Teile deiner Arbeit weiterhin von dir selbst stammen.
Vorlage
KI-Verzeichnis Vorlage als Word-Datei herunterladen
Für dein KI-Verzeichnis kannst du eine einfache Tabelle verwenden. Sie sollte so aufgebaut sein, dass Prüfer schnell erkennen, welches Tool du genutzt hast, wann du es genutzt hast, wofür es eingesetzt wurde und welcher Teil deiner Arbeit betroffen ist.
Lade dir die 1a-Studi-Vorlage für dein KI-Verzeichnis herunter und fülle sie während des Schreibprozesses aus. So musst du die KI-Nutzung nicht kurz vor der Abgabe rekonstruieren.
Empfohlene Spalten im KI-Verzeichnis
| Eingesetztes KI-Tool | Datum / Verwendung | Konkrete Beschreibung der Verwendung | Kapitel der Arbeit | Gestellte Anfrage / Prompt |
|---|---|---|---|---|
| ChatGPT | 12.07.2026 | Entwicklung erster Suchbegriffe zur Literaturrecherche | Einleitung, Forschungsstand | „Welche Suchbegriffe passen zum Thema digitale Lernplattformen im Studium?“ |
| DeepL Write | 14.07.2026 | sprachliche Prüfung eigener Textentwürfe | Kapitel 2, S. 8-10 | „Prüfe diesen Absatz auf Verständlichkeit und wissenschaftlichen Stil.“ |
| NotebookLM | 16.07.2026 | Zusammenfassung eigener hochgeladener Notizen | Methodikvorbereitung | „Fasse meine Notizen zu Interviewleitfäden in Stichpunkten zusammen.“ |
Pflicht
Wann brauchst du ein KI-Verzeichnis?
Ein KI-Verzeichnis brauchst du, wenn deine Hochschule eine Dokumentation der KI-Nutzung verlangt oder wenn KI-Tools prüfungsrelevante Inhalte beeinflusst haben. Besonders wichtig ist das bei Bachelorarbeit, Masterarbeit, Dissertation, Hausarbeit, Seminararbeit oder Projektarbeit.
Ein KI-Verzeichnis ist besonders sinnvoll, wenn du KI genutzt hast für:
- Recherche und Suchbegriffe
- Zusammenfassung von Texten
- Gliederung oder Aufbau
- Analyse von Daten oder Materialien
- sprachliche Bearbeitung eigener Texte
- Übersetzung oder Stilprüfung
- Visualisierung, Bildbearbeitung oder Präsentation
- Programmierung, Automatisierung oder Datenaufbereitung
Nicht jede digitale Hilfe ist automatisch KI-pflichtig
Klassische Rechtschreibprüfung, Wörterbücher, Bibliothekskataloge oder Literaturverwaltungsprogramme müssen nicht immer in ein KI-Verzeichnis. Entscheidend sind die Vorgaben deiner Hochschule. Wenn ein Tool jedoch generative KI verwendet und Text, Analyse, Bild, Code oder Inhalt erzeugt, solltest du die Nutzung dokumentieren.
Aufbau
Wie baust du ein KI-Verzeichnis auf?
Der Aufbau sollte sollte immer durch den Prüfer prüfbar sein. Das Verzeichnis muss nicht unnötig lang sein, aber es muss die tatsächliche Nutzung vollständig abbilden. Entscheidend ist nicht nur der Titel des Tools, sondern die konkrete Funktion.
Diese Angaben gehören in das Verzeichnis
- Name des KI-Tools
- Anbieter oder Plattform
- Datum oder Zeitraum der Nutzung
- Zweck der Nutzung
- betroffene Kapitel, Seiten oder Arbeitsschritte
- konkrete Beschreibung der Verwendung
- Prompt oder zusammengefasste Anfrage
- Hinweis auf eigene Prüfung und Bearbeitung
„ChatGPT wurde am 12.07.2026 zur Entwicklung alternativer Suchbegriffe für die Literaturrecherche genutzt. Die Vorschläge wurden eigenständig geprüft, angepasst und nur als Ausgangspunkt für die Recherche verwendet.“
„KI wurde verwendet.“ Diese Angabe ist zu allgemein. Tool, Zweck, Umfang, Prompt, Kapitelbezug und eigene Kontrolle bleiben unklar.
Beispiele
KI-Verzeichnis Beispiele zum Ausfüllen
Beispiele helfen dir, dein eigenes Verzeichnis richtig auszufüllen. Wichtig ist, dass du nicht pauschal über KI schreibst, sondern die konkrete Nutzung benennst.
Beispiel 1: ChatGPT für Suchbegriffe
Tool: ChatGPT
Datum: 12.07.2026
Verwendung: Entwicklung von Suchbegriffen für die Literaturrecherche
Kapitel: Forschungsstand
Prompt: „Nenne wissenschaftliche Suchbegriffe zum Thema KI-Nutzung im Studium.“
Prüfung: Suchbegriffe wurden eigenständig ausgewählt und in Fachdatenbanken geprüft.
Beispiel 2: Gemini für Gliederungsideen
Tool: Gemini
Datum: 13.07.2026
Verwendung: Vergleich möglicher Gliederungsvarianten
Kapitel: Aufbau der Arbeit
Prompt: „Welche Gliederungslogik passt zu einer qualitativen Arbeit über digitale Lernangebote?“
Prüfung: Gliederung wurde eigenständig angepasst und mit der Forschungsfrage abgeglichen.
Beispiel 3: Perplexity für erste Orientierung
Tool: Perplexity
Datum: 15.07.2026
Verwendung: erste Orientierung zu Begriffen und Quellenhinweisen
Kapitel: Einleitung
Prompt: „Welche aktuellen Debatten gibt es zur Kennzeichnung von KI im Studium?“
Prüfung: Quellenhinweise wurden nicht direkt übernommen, sondern separat geprüft.
Beispiel 4: PowerPoint mit KI-Funktion
Tool: Microsoft PowerPoint / Copilot
Datum: 18.07.2026
Verwendung: Entwurf einer Präsentationsstruktur
Kapitel: Präsentation zur Abschlussarbeit
Prompt: „Erstelle eine Gliederung für eine 10-minütige Präsentation zur Forschungsfrage.“
Prüfung: Struktur wurde eigenständig überarbeitet und an die Bewertungsanforderungen angepasst.
ChatGPT und generative KI
ChatGPT und generative KI im Verzeichnis angeben
ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity oder Microsoft Copilot gehören zu generativer KI, wenn sie neue Texte, Zusammenfassungen, Ideen, Code, Bilder oder Strukturvorschläge erzeugen. Gerade diese Tools solltest du sorgfältig dokumentieren, weil sie schnell prüfungsrelevante Inhalte beeinflussen können.
Was bei generativer KI besonders wichtig ist
- Wurde nur eine Idee genutzt oder Text übernommen?
- Wurde ein Prompt gespeichert?
- Wurde die Antwort fachlich geprüft?
- Wurde eine Quelle vorgeschlagen oder erfunden?
- Wurde ein Kapitel sprachlich bearbeitet?
- Wurde die Ausgabe direkt oder nur als Basis verwendet?
Generative KI kann überzeugend klingende Texte erzeugen, aber falsche Quellen, unpassende Fachbegriffe, schwache Argumente oder oberflächliche Zusammenfassungen enthalten. Deshalb reicht ein Tool-Eintrag allein nicht aus. Du musst die Ausgabe prüfen, anpassen und fachlich verantworten.
Tools
Welche KI-Tools gehören ins Verzeichnis?
In dein Verzeichnis gehören alle Tools, die einen relevanten Einfluss auf Erstellung, Analyse, Text, Optimierung, Visualisierung oder Bearbeitung deiner Arbeit hatten. Dazu zählen nicht nur klassische Chatbots.
Typische Tools und Einsatzbereiche
| Tool | Mögliche Funktion | Dokumentation |
|---|---|---|
| ChatGPT | Text, Ideen, Gliederung, Erklärungen | Prompt, Zweck, Kapitel, eigene Prüfung |
| Gemini | Recherche, Struktur, Zusammenfassung | Anfrage, Ausgabe, geprüfte Nutzung |
| NotebookLM | Zusammenfassung eigener Quellen oder Notizen | Materialbasis, Frage, Ergebnis, Kontrolle |
| Perplexity | Orientierung, Recherchehinweise, Quellenvorschläge | Prompt, genutzte Hinweise, Quellenprüfung |
| DeepL / DeepL Write | Übersetzung, Stil, sprachliche Bearbeitung | Textstelle, Zweck, Umfang der Änderung |
| PowerPoint / Copilot | Präsentation, Folienstruktur, Visualisierung | Thema, Prompt, bearbeitete Folien |
| DALL-E / Midjourney / Stable Diffusion | Bildgenerierung oder Visualisierung | Prompt, Bildtitel, Einsatzstelle, Bearbeitung |
Prompts
Prompts im KI-Verzeichnis dokumentieren
Ein Prompt ist die gestellte Anfrage an ein KI-Tool. Viele Hochschulen verlangen, dass Prompts dokumentiert werden, wenn sie für die Arbeit relevant waren. Besonders wichtig ist das, wenn durch den Prompt Text, Analyse, Gliederung, Bild, Code oder eine wissenschaftliche Einschätzung erzeugt wurde.
So kannst du Prompts dokumentieren
- vollständiger Prompt im Verzeichnis
- gekürzter Prompt mit sinngemäßer Beschreibung
- Prompt-Anhang bei längeren Dialogen
- separate Datei mit Chatverlauf
- tabellarische Zusammenfassung nach Kapitel
Speichere Prompts direkt während der Arbeit. Nachträgliche Rekonstruktionen sind fehleranfällig. Besonders bei längeren Chatverläufen solltest du Datum, Tool, Zweck, zentrale Ausgabe und eigene Bearbeitung direkt festhalten.
Risiken
Risiken bei fehlendem oder falschem KI-Verzeichnis
Ein unvollständiges Verzeichnis kann Rückfragen auslösen. Besonders kritisch wird es, wenn KI inhaltlich stark beteiligt war, aber die Nutzung nicht dokumentiert wurde.
- KI-Tool wird nicht genannt
- Prompt fehlt trotz Hochschulvorgabe
- Verwendung wird zu allgemein beschrieben
- Kapitel der Arbeit werden nicht zugeordnet
- KI-generierte Quellen werden ungeprüft übernommen
- sprachliche Bearbeitung wird nicht dokumentiert
- Eigenständigkeitserklärung und KI-Verzeichnis passen nicht zusammen
Datenschutz und vertrauliche Daten
Achte darauf, keine personenbezogenen Daten, Interviewtranskripte, Sperrvermerke, Unternehmensdaten oder vertraulichen Informationen unkontrolliert in offene KI-Tools einzugeben. Wenn du solche Daten verwendet hast, solltest du vor der Abgabe prüfen, ob Datenschutz, Auftragsverarbeitung oder Hochschulvorgaben betroffen sind.
Checkliste
Checkliste für dein KI-Verzeichnis
Vor dem Schreiben
- Richtlinien deiner Hochschule prüfen
- erlaubte und verbotene KI-Nutzung klären
- Vorlage für KI-Verzeichnis anlegen
- zulässige Tools notieren
Während der Arbeit
- Tool und Anbieter eintragen
- Datum und Zweck dokumentieren
- Prompts speichern
- betroffene Kapitel zuordnen
- eigene Prüfung festhalten
Vor der Abgabe
- Verzeichnis vollständig prüfen
- KI-Erklärung und Eigenständigkeitserklärung abgleichen
- Quellen unabhängig prüfen
- Plagiatsrisiko kontrollieren
- KI-Auffälligkeiten bewerten
1a-Studi
KI-Verzeichnis und Arbeit vor der Abgabe prüfen lassen
1a-Studi unterstützt dich nicht dabei, KI-Nutzung zu verschleiern. Ziel ist eine sichere und nachvollziehbare Abgabe. Wenn du KI-Tools genutzt hast, sollte nicht nur das Verzeichnis stimmen. Auch Quellen, Zitation, roter Faden, Sprache, Eigenleistung, Plagiatsrisiko und mögliche KI-Auffälligkeiten müssen geprüft werden.
- KI-Scan zur Prüfung möglicher KI-Auffälligkeiten
- Plagiatsprüfung zur Kontrolle von Textähnlichkeiten
- Korrektur der Zitation für Quellen und Literaturverzeichnis
- LektoratPremium für Sprache, Struktur und wissenschaftliche Wirkung
Fazit
Ein KI-Tools-Verzeichnis hilft dir, KI-Nutzung in wissenschaftlichen Arbeiten transparent und nachvollziehbar zu dokumentieren. Entscheidend sind Tool, Datum, Zweck, Beschreibung, betroffene Kapitel, Prompt und eigene Prüfung.
Sicher wird deine Arbeit nicht durch ein Verzeichnis allein. Erst die Kombination aus sauberer Dokumentation, geprüften Quellen, sichtbarer Eigenleistung und fachlicher Kontrolle macht deine Abgabe belastbarer.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen KI-Nutzung im Studium, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank hier bei 1a-Studi.
Was ist ein KI-Verzeichnis?
Ein KI-Verzeichnis ist eine Übersicht der KI-Tools, die du in deiner wissenschaftlichen Arbeit verwendet hast. Es dokumentiert Tool, Datum, Zweck, Beschreibung, betroffene Kapitel und Prompts.
Muss ChatGPT ins KI-Verzeichnis?
ChatGPT sollte ins KI-Verzeichnis, wenn du das Tool für Recherche, Text, Gliederung, Analyse, Formulierungen oder Zusammenfassungen genutzt hast und diese Nutzung für deine Arbeit relevant war.
Was gehört in ein KI-Tools-Verzeichnis?
In ein KI-Tools-Verzeichnis gehören Toolname, Anbieter, Datum, Zweck, konkrete Beschreibung der Verwendung, Kapitelbezug, Prompt und eigene Prüfung der Ausgabe.
Wo steht das KI-Verzeichnis in der Arbeit?
Das KI-Verzeichnis steht häufig im Anhang, bei den Hilfsmitteln oder als eigener Abschnitt nach den Verzeichnissen. Entscheidend ist die Vorgabe deiner Hochschule.
Müssen Prompts vollständig angegeben werden?
Das hängt von deiner Hochschule ab. Wenn Prompts verlangt werden, solltest du sie vollständig oder nachvollziehbar zusammengefasst dokumentieren. Bei längeren Chatverläufen kann ein separater Prompt-Anhang sinnvoll sein.
Gehören DeepL, NotebookLM oder Perplexity ins KI-Verzeichnis?
Ja, wenn diese Tools relevante Arbeitsschritte beeinflusst haben. DeepL kann bei Übersetzung und Stil relevant sein, NotebookLM bei Zusammenfassungen eigener Materialien und Perplexity bei Recherchehinweisen oder Quellenorientierung.
Ersetzt ein KI-Verzeichnis die Eigenständigkeitserklärung?
Nein. Das KI-Verzeichnis ergänzt die Eigenständigkeitserklärung. Die Eigenständigkeitserklärung bestätigt weiterhin, dass die wissenschaftliche Leistung von dir stammt.
Wie prüfst du dein KI-Verzeichnis vor der Abgabe?
Prüfe, ob alle Tools vollständig genannt sind, ob Prompts und Kapitelbezüge stimmen und ob die KI-Erklärung zur tatsächlichen Nutzung passt. Zusätzlich solltest du Quellen, Plagiat und KI-Auffälligkeiten prüfen lassen.
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Unsichere Textstellen, KI-Auffälligkeiten und Plagiatsrisiken vor der Abgabe sichtbar machen. Entfernung von Plagiaten und menschliche Neuformulierung verfügbar.
Plagiat-KI-Scan ansehenPrüfe, ob Aussagen, Zitate und Quellen wirklich zusammenpassen und deine Argumentation tragen.
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