Adder Definition
Ein Adder bezeichnet im Finanzwesen einen Risikozuschlag oder Aufpreis auf einen Basiszinssatz oder Referenzwert. Dieser Zuschlag wird bei der Preisbildung von Finanzprodukten verwendet, um zusätzliche Risiken oder besondere Marktbedingungen einzukalkulieren. Der Begriff grenzt sich von einem „Spread“ dadurch ab, dass der Adder explizit als fester absoluter oder prozentualer Zuschlag ausgewiesen ist.
Bedeutung von Adder
Der Adder ist besonders relevant im Bereich der Finanzwirtschaft, speziell bei Kredit- und Kapitalmarktprodukten sowie im Risikomanagement. Theoretische Grundlage bildet das Konzept der risikoadjustierten Preisgestaltung, wobei Risiken in Form eines expliziten Zuschlags (Adder) zu einem Basiswert, z. B.
- EURIBOR,
- LIBOR oder
- risikoloser Zinssatz)
berücksichtigt werden.
Berechnungen Adder
Adder werden typischerweise nach folgender Formel bestimmt:
- \(\text{Referenzzinssatz (z.\,B. EURIBOR)}\)
- Marktüblicher Basiszinssatz (z. B. EURIBOR)
- \(\text{Adder (Risikozuschlag)}\)
- Aufschlag auf den Basiszinssatz zur Kompensation des Kreditrisikos