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Methodik

Beobachtungsstudie

Beobachtungsstudie – Methodik und Analyse

Bei der Beobachtungsstudie handelt es sich um eine Untersuchung, bei der eine Gruppe von Menschen über einen bestimmten Zeitraum ohne gezielten Eingriff beobachtet wird. Folglich wird das Verhalten nicht gesteuert, sondern lediglich erfasst.

Anhand der Erkenntnisse und Daten können verschiedene Zusammenhänge oder Muster zwischen den beobachteten Verhaltensweisen hergestellt werden. Ziel ist, Erkenntnisse über z. B. Gruppendynamiken oder typische Verhaltensmuster zu gewinnen.

Die Methode eignet sich für dein Forschungsvorhaben besonders, da wichtige Erkenntnisse ohne komplexe Ausrüstung und komplizierte Herangehensweise gewonnen werden sollen.

In diesem 1a-Studi Artikel lernst du, wie du eine Beobachtungsstudie für deine wissenschaftliche Arbeit umsetzt und anwendest.

 
Grundlagen und Techniken

Beobachtungsstudien durchführen

Beobachtungsstudien werden auf Basis einer genauen Zielsetzung an einem festgelegten Zeitpunkt durchgeführt. Beobachtet wird eine vorab definierte Zielgruppe. Ziel ist, Daten zu erheben, um die Gültigkeit von Theorien und Hypothesen zu überprüfen.

Wissenschaftliche Studien werden nach verschiedenen Kriterien eingeteilt. Die Beobachtungsstudie steht der Interventionsstudie gegenüber, die kontrolliert in den Alltag der Untersuchten eingreift. Bei einer Beobachtung bist du im Hintergrund aktiv und greifst nicht aktiv ein.

Dadurch kannst du auch schwierige Zielgruppen untersuchen, ohne hier störend zu wirken.

Beobachtungsstudie Definition

Die Beobachtungsstudien gliedern sich in:

  • Deskriptive Studien
  • Analytische Studien

Deskriptive Studien

Deskriptive Studien analysieren Daten in einer beschreibenden Form. Weiter stellen diese keine zeitlichen oder kausalen Zusammenhänge her.

Analytische Studien

Analytische Studien gehen über die Beschreibung hinaus und betrachten die Ursache-Wirkungs-Beziehungen.

Die beiden Studienarten der Beobachtungsstudie lassen sich in die folgenden 3 Teilbereiche gliedern:

  • Kohorten-Studie
  • Fall-Kontroll-Studie
  • Querschnittsstudie

Im Vergleich zu kontrollierten Forschungsansätzen werden Beobachtungsstudien eine geringere Aussagekraft zugeschrieben. Durch beispielsweise fehlender Verhaltenskontrolle und Randomisierung der Versuchsgruppe kann nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, ob die Veränderung tatsächlich auf den untersuchten Aspekt zurückzuführen ist.

Der Einsatz von Beobachtungsstudien unterliegt dabei ethischen Überlegungen, insbesondere wenn es um die klinische Untersuchung negativer Auswirkungen auf den Menschen geht.

Beispiel:
So ist es ethisch fraglich, Menschen zum gesundheitsschädlichen Tabakkonsum wissenschaftlich anzustiften, jedoch unbedenklich seine Auswirkungen bei Rauchern zu beobachten.

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Prospektive Beobachtungsstudie

Bei einer prospektiven Beobachtungsstudie werden neue Daten erhoben. Das Forschungsdesign mit Vorgehen und Datenauswertung ist auf die Beantwortung einer vorab definierten Forschungsfrage ausgerichtet. Somit findet eine zielgerichtete Datenerhebung statt.

Vorteile: Liefern Datenmaterial, das den Anforderungen der Studie voll entspricht.

Nachteile: Prospektive Beobachtungsstudien sind zeit- und arbeitsintensiv.

Verwendung: Klinische oder psychologischen Forschung.

Retrospektive Beobachtungsstudie

Eine retrospektive Beobachtungsstudie untersucht bereits vorhandenes Datenmaterial oder befragt Personen rückblickend zu vergangenen Ereignissen, wie beispielsweise einer Krankheit. Dies kann die Forschungsarbeit erleichtern, da keine neuen Daten erhoben werden müssen.

Der Beobachtungsgegenstand liegt also bereits in der Vergangenheit.

Dabei wird z. B. ein Forschungsinteresse mit eigenen Hypothesen definiert und anschließend in Datenbanken nach passenden Studienergebnissen gesucht. Dies kann dazu führen, dass die Daten nicht alle Anforderungen der Untersuchung erfüllen.

Eine typische Form der retrospektiven Beobachtungsstudie ist die Fall-Kontroll-Studie. Diese vergleicht z. B. retrospektiv eine Gruppe von Personen mit einer bestimmten Erkrankung mit einer Kontrollgruppe, die nicht erkrankt ist.

Vorteile: Retrospektive Beobachtungsstudien sind kosteneffizient und ermöglichen schnelle Hypothesentests.

Nachteile: Risiko in Bezug auf Datenqualität und potenzielle Verzerrungen.

Verwendung: Retrospektive Beobachtungsstudien sind vielseitig in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen anwendbar.

Studiendesign erstellen

Studiendesign Beobachtungsstudie

Das Studiendesign beschreibt die spezifische Planung und Durchführung einer Anwendungsbeobachtung. Je genauer das Design geplant ist, umso besser gelingt dir die Durchführung deiner Studie.

Das Studiendesign legt fest

  • wie die Daten erhoben werden
  • welche Teilnehmer untersucht werden
  • wie die Daten ausgewertet werden

Die wichtigsten Studiendesigns in der medizinischen Forschung sind:

  • die randomisierte kontrollierte Studie
  • die Kohortenstudie
  • die Fall-Kontroll-Studie

Randomisierte kontrollierte Studie

Beim randomisierten kontrollierten Studiendesign handelt es sich nicht um eine Beobachtungs-, sondern Interventionsstudie. In Interventionsstudien werden die Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip in eine Interventions- und Kontrollgruppe eingeteilt, um die Auswirkungen einer gezielten Intervention zu untersuchen.

Die Interventionsgruppe erhält eine Behandlung, die Kontrollgruppe nicht. Nach einem festgelegten Zeitraum werden beide Gruppen erneut untersucht. Dies ermöglicht die beste Zuordnung von Ursache und Wirkung.

Vorteile: Bietet höchste Evidenzstufe für kausale Zusammenhänge durch Randomisierung und Kontrollgruppen.

Nachteile: Zeit- und kostenintensiv; ethische Einschränkungen können auftreten.

Verwendung: Häufig in medizinischer Forschung für die Bewertung von Therapieeffekten.

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Kohortenstudie

In Kohortenstudien wird eine Gruppe von Personen mit gemeinsamen Merkmalen über einen längeren Zeitraum beobachtet, um Risikofaktoren oder Ursachen für Krankheiten zu identifizieren. Diese verfährt also proskreptiv.

Nach einem festgelegten Zeitraum erfolgt der Vergleich von exponierten und nicht-exponierten Teilnehmern. Das heißt, mit Teilnehmern, die einem bestimmten Risikofaktor oder einer bestimmten Intervention ausgesetzt waren, und Teilnehmern, die keinem Risikofaktor oder keiner Intervention ausgesetzt waren.

Eine Kohortenstudie liefert mittelmäßige Kausalitätsnachweise und ist besonders für die Untersuchung seltener Risikofaktoren geeignet. Mangelnde Randomisierung, die die Ergebnisse anfällig für Verzerrungen macht, und die oft lange Studiendauer können sich negativ auf die Studienergebnisse auswirken.

Vorteile: Ermöglicht die Untersuchung von zeitlichen Zusammenhängen und die Beobachtung seltener Ereignisse.

Nachteile: Potenzielle Verzerrungen durch Verlust von Studienteilnehmenden und langfristige Ressourcenbindung.

Verwendung: Breite Anwendung in Epidemiologie, Sozialwissenschaften und Umweltforschung.

Fall-Kontroll-Studie

In Fall-Kontroll-Studien werden Personen mit einer bestimmten Erkrankung (Fälle) mit Personen ohne diese Erkrankung (Kontrollen) verglichen, um mögliche Ursachen zu ermitteln.

Es handelt sich also um eine retrospektive Beobachtungsstudie. Diese sind anfällig für Verzerrungen, aber ideal für die Untersuchung seltener Krankheiten oder Risikofaktoren.

Vorteile: Kosteneffizient und schnell durchzuführen; geeignet für die Untersuchung seltener Erkrankungen.

Nachteile: Begrenzte Evidenzkraft für kausale Zusammenhänge und erhöhtes Risiko für Verzerrungen.

Verwendung: Oftmals in der medizinischen Forschung zur Untersuchung der Ursachen seltener Erkrankungen.

Beispiel

Beobachtungsstudie Beispiel

Ziel der beispielhaften Studie ist die Untersuchung des Einflusses des Konsums von Zuckeraustauschstoffen auf das Krebsrisiko.

Dieses Vorgehen ermöglicht eine systematische Untersuchung des Forschungsinteresses und liefert wertvolle Erkenntnisse, die weitere Untersuchungen oder Interventionen leiten könnten.

  • Definition von Studienziel und Endpunkten
  • Auswahl der Studiengruppen
  • Datenerhebung
  • Datenauswertung
  • Ergebnisinterpretation

1. Definition von Studienziel und Endpunkten

Das primäre Ziel ist die Identifizierung eines statistisch signifikanten Zusammenhangs zwischen dem Konsum von Zuckeraustauschstoffen und dem Krebsrisiko.

2. Auswahl der Studiengruppen

Zwei Gruppen werden ausgewählt — eine, die regelmäßig Zuckeraustauschstoffe konsumiert, und eine Kontrollgruppe, die dies nicht tut. Beide Gruppen sollten ähnliche demografische Eigenschaften (Alter, Geschlecht) und Vorerkrankungen aufweisen.

3. Datenerhebung

Entwickelung eines standardisierten Ernährungstagebuchs und gesundheitliche Fragebögen, um über einen festgelegten Zeitraum (z. B. 12 Monate) Daten zu sammeln.

4. Datenauswertung

Verwendung von statistischen Modellen wie die Cox-Regression, um den Zusammenhang zwischen Zuckeraustauschstoffen und Krebsrisiko zu analysieren. Berücksichtigung potenziellen Störfaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum in der Analyse.

5. Ergebnisinterpretation

Analyse der erhobenen Daten, um festzustellen, ob ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen dem Konsum von Zuckeraustauschstoffen und dem Krebsrisiko besteht.

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In der Psychologie

Beobachtungsstudie Psychologie

Beobachtungsstudien ermöglichen in der Psychologie die Untersuchung von Verhaltensmustern, Interaktionen und sozialen Phänomenen.

Die Repräsentativität der Ergebnisse wird wesentlich von der gewählten Stichprobe beeinflusst.

Bei einer Beobachtungsstudie betrifft die Stichprobenziehung nicht nur die Auswahl der untersuchten Personen, sondern auch die Auswahl der Beobachtungseinheiten

Vor der Durchführung der Beobachtung solltest du einen Beobachtungsplan aufstellen. Hier bestimmst du

  • die zu beobachteten Ereignisse sowie
  • relevante Merkmale

so genau, dass die während der Beobachtung lediglich angekreuzt werden müssen.

Wenn du externe Beobachter in deine Untersuchung einbeziehst, ist es sinnvoll, sie vorab mit dem Beobachtungsplan und deiner Untersuchung vertraut zu machen. Gegebenenfalls kannst du auch eine Probebeobachtung durchführen, um deine Überlegungen zu testen.

Danach kannst du die Beobachtung durchführen und deine Daten auswerten.

Risiken bei psychologischen Studien

Beachte, dass bei Beobachtungsstudien in der Psychologie das Risiko von Verzerrungen (Bias) besteht. Diese können die Zuverlässigkeit deiner Ergebnisse beeinträchtigen, zum Beispiel durch

  • eine nicht repräsentative Stichprobe (Selektionsbias) oder
  • durch Fehler bei der Auswertung (Informationsbias) gemacht werden.

Weitere Informationen und praktische Tipps zur Vermeidung von Verzerrungen findest du im Artikel zum Confirmation Bias hier in der 1a-Studi Akademie.

Häufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zum Thema Methodik in wissenschaftlichen Arbeiten, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Akademie.

Eine Beobachtungsstudie ist eine wissenschaftliche Untersuchung, bei der du Daten ohne Intervention in die Studienumgebung sammelst. Im Gegensatz zu experimentellen Studien, bei denen Variablen manipuliert werden, zielen Beobachtungsstudien darauf ab, natürliche Beziehungen zwischen Variablen zu erfassen. Eine Anwendung erfolgt in der Epidemiologie, der Sozialforschung und der Umweltwissenschaft. Die gewonnenen Erkenntnisse können kausale Zusammenhänge nur indirekt belegen und eignen sich hauptsächlich für die Hypothesengenerierung oder die Validierung bestehender Theorien.
Ein Beobachtungsstudien-Design legt die Rahmenbedingungen für die Datensammlung, -auswertung und -interpretation in einer Beobachtungsstudie fest. Das Design beinhaltet die Auswahl der Stichprobe, die Methoden zur Datenerhebung sowie die statistischen Modelle für die Datenanalyse.
Nicht immer ist eine Patienteneinwilligung für Beobachtungsstudien erforderlich. Dies betrifft meist Studien, die anonymisierte oder bereits vorhandene Daten nutzen. Zudem kann in einigen Rechtsordnungen bei Studien mit minimalem Risiko und minimalem Eingriff auf eine Einwilligung verzichtet werden.
Die Auswertung von Beobachtungsstudien erfolgt in der Regel durch statistische Analysemethoden. Die gewonnenen Daten werden mittels deskriptiver Statistiken zunächst grundlegend beschrieben. Anschließend können Inferenzstatistiken wie Regressionsanalysen oder Überlebenszeitanalysen zum Einsatz kommen, um Beziehungen zwischen Variablen zu untersuchen. Kritisch in der Auswertung ist die Kontrolle von Störvariablen und potenziellen Verzerrungen, um valide und reliable Ergebnisse zu erzielen.
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