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Enzyklopädien zitieren nach MLA

Enzyklopädien zitieren nach MLA bedeutet, in der Regel den einzelnen Eintrag nachzuweisen, der tatsächlich verwendet wurde. Entscheidend ist, ob der Eintrag signiert oder unsigniert ist: Bei einem signierten Eintrag beginnt der Nachweis mit dem Autor, bei einem unsignierten Eintrag mit dem Lemma. Im Text arbeitet MLA mit dem Signalwort-Lokator-System. Beispiel im Text: (Botterill 35). Beispiel im Literaturverzeichnis: Botterill, Steven N. „Angela Da Foligno, Saint.” Medieval Italy: An Encyclopedia, überarbeitet von Christopher Kleinhenz et al., Vol. 1, Routledge, 2004, S. 35-36.

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Enzyklopädie zitieren

Wichtigste Fakten

Enzyklopädien zitieren nach MLA

Enzyklopädien und Lexika werden im MLA-Stil meist über den einzelnen Eintrag zitiert. Entscheidend ist, ob der Eintrag signiert ist, online oder gedruckt vorliegt und welche Fassung tatsächlich verwendet wurde.

  • In MLA wird in der Regel der einzelne Enzyklopädieeintrag zitiert.
  • Ein signierter Eintrag beginnt mit dem Namen der Autorin oder des Autors.
  • Ein unsignierter Eintrag beginnt mit dem Lemma oder Eintragstitel.
  • Bei gedruckten Enzyklopädien werden Seitenzahlen angegeben.
  • Bei Onlineenzyklopädien werden Website, Datum und URL ergänzt.
  • Jede verwendete Lemma-Seite wird als eigene Quelle behandelt.

Enzyklopädieeintrag als Zitierobjekt

Für MLA ist meist nicht die gesamte Enzyklopädie die zitierte Quelle, sondern der konkret verwendete Eintrag. Werden mehrere Lemmata genutzt, entstehen entsprechend mehrere Einträge im Literaturverzeichnis.

  • ein Lemma als einzelnes Zitierobjekt
  • mehrere Lemmata als getrennte Quellen
  • gedruckter Eintrag mit Seitenbereich
  • Onlineeintrag mit Website und URL
  • Wikipedia-Lemma als eigene Onlinequelle

Signierter und unsignierter Eintrag

Die wichtigste Unterscheidung betrifft die Autorenschaft. Ein signierter Eintrag wird mit dem angegebenen Verfassernamen zitiert. Fehlt ein Name, beginnt der Eintrag mit dem Lemma.

  • Signierter Eintrag: Autorin oder Autor steht am Anfang.
  • Unsignierter Eintrag: Lemma steht am Anfang.
  • Eintragstitel: steht in Anführungszeichen.
  • Enzyklopädietitel: wird als Container kursiv gesetzt.
  • Onlinefassung: digitale Fundstelle ergänzen.

Gedruckte und digitale Enzyklopädien

Die verwendete Fassung bestimmt die notwendigen Angaben. Gedruckte Nachschlagewerke benötigen meist Band- und Seitenangaben. Digitale Enzyklopädien benötigen Website, Veröffentlichungs- oder Aktualisierungsdatum und URL.

  • Print-Enzyklopädie: Eintrag, Enzyklopädietitel, Verlag, Jahr, Seiten
  • Online-Enzyklopädie: Eintrag, Website, Datum, URL
  • Wikipedia: Lemma-Seite als eigenständige Quelle
  • Fachlexikon: Eintrag mit Herausgeberwerk als Container
  • Eintrag ohne Datum: Zugriff oder Version prüfen

Unterschiede zwischen MLA 8 und MLA 9

MLA 9 verändert die Grundlogik für Enzyklopädieeinträge nicht. Die Core-Elements-Struktur aus MLA 8 bleibt bestehen. Unterschiede liegen vor allem in zusätzlichen Beispielen und genaueren Hinweisen zu digitalen Quellen.

Aspekt MLA 8 MLA 9 Bedeutung für Enzyklopädien
Grundprinzip Arbeit mit den Core Elements Fortführung der Core Elements Enzyklopädieeinträge werden weiterhin als einzelne Quellen erfasst.
Signierter Eintrag Autor steht am Anfang. Diese Struktur bleibt bestehen. Der Verfassername bestimmt den Beginn des Eintrags.
Unsignierter Eintrag Lemma steht am Anfang. Diese Lösung bleibt bestehen. Der Eintragstitel ersetzt den fehlenden Autor.
Digitale Quellen Onlinequellen werden über Container und URL integriert. Digitale Quellen werden ausführlicher erläutert. Websites, Onlinelexika und Wikipedia lassen sich präziser einordnen.
Praktische Relevanz Keine starre Sonderformel Weiterhin keine starre Sonderformel Entscheidend bleibt, ob ein signierter oder unsignierter Eintrag vorliegt.

Im Text

Zitieren im Text: Enzyklopädien MLA

Grundform

Der MLA-Klammerbeleg verweist immer auf das erste Element des Literaturverzeichnis-Eintrags. Bei einem signierten Enzyklopädieeintrag ist das normalerweise der Nachname des Verfassers. Bei einem unsignierten Eintrag ist es der Titel oder ein Kurztitel des Lemmas. Wenn die benutzte Quelle Seitenzahlen hat, wird bei einer konkreten Stelle die Seitenzahl ergänzt.

(Botterill 35)

(„Patanjali“ 782)

Botterill erläutert die Stellung Angela da Folignos im Kontext mittelalterlicher Frömmigkeit (35).

Signierter Eintrag in einer gedruckten Enzyklopädie

Wenn ein gedruckter Eintrag signiert ist, verweist der Klammerbeleg auf den Nachnamen des Eintragsautors. Bei einem direkten Zitat oder einer engen Paraphrase kommt die Seitenzahl hinzu.

(Botterill 35)

(Botterill 35–36)

Botterill fasst die Bedeutung des Eintrags knapp zusammen (35).

Unsignierter Eintrag in einer gedruckten Enzyklopädie

Wenn kein Autor genannt ist, übernimmt das Lemma die Signalrolle im Text. Bei einem enzyklopädischen Eintrag bleibt dieser Titel im Klammerbeleg in Anführungszeichen.

(„Patanjali“ 782)

(„Resilienz“ 210)

Der Eintrag „Patanjali“ ordnet die Figur knapp in die Rezeptionsgeschichte ein (782).

Onlineeintrag mit Autor

Wenn ein Onlineeintrag signiert ist, wird im Text der Name des Autors verwendet. Da Onlineenzyklopädien oft keine Seitenzahlen haben, bleibt der Klammerbeleg häufig beim Signalwort. Nur wenn die Quelle selbst einen stabilen Lokator bietet, kann dieser ergänzt werden.

(Meyer)

(Meyer, „Begriffsbestimmung“)

Onlineeintrag ohne Autor

Wenn ein Onlineeintrag keinen Autor nennt, verweist der MLA-Klammerbeleg auf den Titel des Lemmas. Genau diese Situation ist bei Wikipedia besonders häufig. Das Style Center betont ausdrücklich, dass solche Einträge separat zitiert werden sollen.

(„Encyclopedia“)

(„Pendragon“)

Wikipedia beschreibt die Enzyklopädie als Kompendium des Wissens („Encyclopedia“).

Mehrere Einträge derselben Enzyklopädie

Wenn mehrere Lemma-Seiten aus derselben Enzyklopädie verwendet werden, braucht in MLA jeder Eintrag einen eigenen Literaturverzeichnis-Eintrag. Im Text wird dann jeweils auf das Signal des einzelnen Lemmas verwiesen. Das gilt ausdrücklich auch für Wikipedia.

(„Encyclopedia“)

(„Pendragon“)

(„Resilienz“ 210)

Zwei Einträge desselben Autors

Wenn derselbe Autor mehrere signierte Einträge in derselben oder in verschiedenen Enzyklopädien verfasst hat, reicht der Nachname im Text nicht mehr aus. Dann ergänzt MLA einen Kurztitel. Das folgt aus der allgemeinen Regel für Werke desselben Autors.

(Meyer, „Resilienz“ 210)

(Meyer, „Partizipation“ 55)

Zwei unsignierte Einträge mit identischem Titel

Wenn zwei unsignierte Einträge denselben Titel haben, muss der Klammerbeleg um ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal erweitert werden. Das MLA Style Center erläutert diesen Fall ausdrücklich für anonyme reference-works-Einträge.

(„Harry Houdini,“ Wikipedia)

(„Harry Houdini,“ Encyclopedia.com)

Autor bereits im Satz

Wenn der Autor eines signierten Enzyklopädieeintrags bereits im Fließtext genannt wird, bleibt in der Klammer nur noch die Seitenzahl oder – bei unpaginierten Onlineeinträgen – gar kein Klammerbeleg mehr. Das entspricht der allgemeinen MLA-Regel.

Botterill charakterisiert Angela da Foligno als Schlüsselfigur der Mystik (35).

Meyer beschreibt Resilienz als relationales Konzept.

Mehrere Enzyklopädieeinträge an derselben Textstelle

Wenn mehrere Einträge dieselbe Aussage stützen, werden die Klammerbelege in MLA mit Semikolon getrennt.

(Botterill 35; „Patanjali“ 782)

(„Encyclopedia“; „Pendragon“)

Im Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis: MLA Enzyklopädien zitieren

Grundform

Ein Enzyklopädieeintrag wird in MLA wie jede andere Quelle nach dem Template dokumentiert. Wenn der Eintrag signiert ist, steht der Autor zuerst. Wenn er unsigniert ist, beginnt der Eintrag mit dem Lemma. Danach folgen der Titel der Enzyklopädie als Container, gegebenenfalls Herausgeber, Band, Auflage, Verlag, Jahr und bei Druckwerken die Seitenzahl.

Das Grundschema lautet:

Autor. „Lemma.” Titel der Enzyklopädie, Band / Auflage, Verlag, Jahr, Seitenbereich.

Signierter Eintrag in einer gedruckten Enzyklopädie

Diese Form ist der Regelfall für namentlich gezeichnete Artikel in wissenschaftlichen Nachschlagewerken. Das offizielle MLA-Beispiel zeigt genau diese Struktur.

Botterill, Steven N. „Angela Da Foligno, Saint.” Medieval Italy: An Encyclopedia, überarbeitet von Christopher Kleinhenz et al., Vol. 1, Routledge, 2004, S. 35-36.

Unsignierter Eintrag in einer gedruckten Enzyklopädie

Wenn kein Verfasser genannt ist, beginnt der Eintrag mit dem Lemma. Bei gedruckten Nachschlagewerken gehören die Seitenzahlen in den Eintrag. Auch das nennt das MLA Style Center ausdrücklich.

„Patanjali.” Benét’s Reader’s Encyclopedia, überarbeitet von Bruce Murphy, 4. Aufl., HarperCollins Publishers, 1996, p. 782.

Onlineeintrag in einer Enzyklopädie mit Autor

Wenn ein Onlineeintrag signiert ist, bleibt der Autor am Anfang. Danach folgen Lemma, Enzyklopädieplattform als Container sowie Datum und URL oder Permalink der benutzten Version. Diese Form folgt direkt aus dem MLA-Template für Online Works.

Meyer, Claudia. „Resilienz.” Enzyklopädie der Sozialen Arbeit Online, 14 Feb. 2024, URL.

Onlineeintrag ohne Autor

Für unsignierte Onlineeinträge beginnt der Eintrag mit dem Lemma. Das Style Center nennt dafür ausdrücklich Wikipedia als Beispiel.

„Pendragon.” Wikipedia: The Free Encyclopedia, 15 Dez. 2016, Wikimedia Foundation, URL.

Wikipedia-Eintrag

Wikipedia wird in MLA nicht als Gesamtwebsite, sondern über den einzelnen Lemma-Eintrag zitiert. Jede benutzte Seite braucht deshalb einen eigenen Eintrag im Literaturverzeichnis.

„Encyclopedia.” Wikipedia: The Free Encyclopedia, Wikimedia Foundation, 3 Dez. 2018, URL.

Wenn die Enzyklopädie selbst als Autor erscheint

Wenn eine Enzyklopädie oder ihre Redaktion ausdrücklich als Autor genannt wird, kann sie in den Autor-Slot gesetzt werden. Das Style Center bestätigt ausdrücklich, dass auch Formulierungen wie „The Editors of Britannica“ als Autor übernommen werden dürfen.

The Editors of Britannica. „Resilience.” Encyclopaedia Britannica, 2025, URL.

Kein Autor und identischer Titel mehrfach vorhanden

Wenn zwei unsignierte Einträge denselben Titel tragen, müssen die Werke im Literaturverzeichnis über unterschiedliche Container oder zusätzliche bibliografische Angaben unterscheidbar sein. Der Klammerbeleg greift diese Unterscheidung dann auf.

„Harry Houdini.” Wikipedia: The Free Encyclopedia, Wikimedia Foundation, URL.

„Harry Houdini.” Encyclopedia.com, URL.

Sonderfälle

Sonderfälle für Enzyklopädien MLA

Signierter versus unsignierter Eintrag

Dies ist bei Enzyklopädien der wichtigste Spezialfall. Ein signierter Eintrag beginnt mit dem Verfasser, ein unsignierter Eintrag mit dem Lemma. Davon hängt unmittelbar ab, wie der Klammerbeleg im Text funktioniert.

Im Text

signiert: (Botterill 35)

unsigniert: („Patanjali“ 782)

Literaturverzeichnis

Botterill, Steven N. „Angela Da Foligno, Saint.” Medieval Italy: An Encyclopedia, überarbeitet von Christopher Kleinhenz et al., Vol. 1, Routledge, 2004, S. 35-36.

„Patanjali.” Benét’s Reader’s Encyclopedia, überarbeitet von Bruce Murphy, 4. Aufl., HarperCollins Publishers, 1996, p. 782.

Jeder benutzte Eintrag braucht einen eigenen Eintrag

Für Enzyklopädien reicht in MLA kein Gesamtverweis auf das Nachschlagewerk, wenn tatsächlich mehrere Lemmata benutzt wurden. Das Style Center sagt ausdrücklich, dass jeder benutzte Eintrag separat zitiert werden soll. Das gilt besonders für Wikipedia.

Im Text

(„Encyclopedia“)

(„Pendragon“)

Literaturverzeichnis

„Encyclopedia.” Wikipedia: The Free Encyclopedia, Wikimedia Foundation, 3 Dez. 2018, URL.

„Pendragon.” Wikipedia: The Free Encyclopedia, 15 Dez. 2016, Wikimedia Foundation, URL.

Zwei Einträge desselben Autors

Wenn derselbe Verfasser mehrere signierte Enzyklopädieeinträge geschrieben hat, genügt der Nachname im Text nicht mehr. Dann muss MLA mit einem Kurztitel differenzieren. Diese Regel folgt aus der allgemeinen MLA-Logik für Werke desselben Autors.

Im Text

(Meyer, „Resilienz“ 210)

(Meyer, „Partizipation“ 55)

Literaturverzeichnis

Meyer, Claudia. „Resilienz.” Enzyklopädie der Sozialen Arbeit, überarbeitet von Rainer Scholz, 4. Aufl., Vol. 3, Springer VS, 2020, S. 210-215.

Meyer, Claudia. „Partizipation.” Enzyklopädie der Sozialen Arbeit, überarbeitet von Rainer Scholz, 4. Aufl., Vol. 2, Springer VS, 2020, S. 50-58.

Zwei unsignierte Einträge mit identischem Lemma

Wenn zwei anonyme Einträge denselben Titel haben, muss der Klammerbeleg durch ein weiteres Merkmal, etwa den Container, präzisiert werden. Genau diesen Fall behandelt das MLA Style Center ausdrücklich.

Im Text

(„Harry Houdini,“ Wikipedia)

(„Harry Houdini,“ Encyclopedia.com)

Literaturverzeichnis

„Harry Houdini.” Wikipedia: The Free Encyclopedia, Wikimedia Foundation, URL.

„Harry Houdini.” Encyclopedia.com, URL.

Enzyklopädieeintrag online ohne Datierung

Wenn ein Onlineeintrag kein Datum nennt, wird das Datumelement weggelassen. Ein Abrufdatum kann in dieser Konstellation sinnvoll ergänzt werden, weil Onlineeinträge veränderlich sind. Das folgt aus der allgemeinen MLA-Logik für Online Works.

Im Text

(„Resilienz“)

Literaturverzeichnis

„Resilienz.” Enzyklopädie der Sozialen Arbeit Online, URL. Abgerufen 16 Dez. 2025.

Sekundärzitat eines Enzyklopädieeintrags

Wenn ein Enzyklopädieeintrag nur indirekt über eine andere Quelle bekannt ist, steht im Literaturverzeichnis nur die tatsächlich konsultierte Quelle. Im Text wird der indirekte Bezug markiert. Das entspricht der allgemeinen MLA-Logik für indirekte Nachweise.

Im Text

(zit. in Meyer 55)

Literaturverzeichnis

Meyer, Claudia. Digitale Bildung im Wandel. Campus, 2023.

Die folgende Übersicht fasst die MLA-Regeln für Enzyklopädien in demselben Raster zusammen wie die übrigen MLA-Quellenarten. Grundlage sind die offiziellen Hinweise des MLA Style Center zu Literaturverzeichnis, In-Text-Zitation und den Unterschieden zwischen MLA 8 und MLA 9.

Verpflichtende und empfohlene Angaben

Was ist nach MLA für Enzyklopädien verpflichtend und was wird empfohlen?

Zitation im Text nach MLA

Signal im Kurzbeleg


Pflicht

Im Kurzbeleg steht das erste Element des Literaturverzeichnis-Eintrags. Bei signierten Einträgen ist dies der Autor, bei unsignierten Einträgen das Lemma.

Empfehlung

Das Signal sollte möglichst kurz und eindeutig sein. Bei identischen Lemmas kann der Container ergänzt werden.

Seitenzahl


Pflicht bei gedruckten Einträgen

Bei gedruckten, paginierten Einträgen wird die Seitenzahl ergänzt, wenn eine konkrete Stelle zitiert oder eng paraphrasiert wird.

Empfehlung

Bei einem Gesamtbezug auf den gesamten Eintrag kann die Seitenzahl entfallen.

Form des Kurzbelegs


Pflicht

Die Form lautet (Signal Lokator) oder (Signal). Bei Lemmas bleibt der Titel im Klammerbeleg in Anführungszeichen.

Signierter Eintrag


Pflicht

Bei einem signierten Eintrag verweist der Kurzbeleg auf den Nachnamen des Autors, z. B. (Botterill 35).

Hinweis

Wenn derselbe Autor mehrere Einträge verfasst hat, wird ein Kurztitel ergänzt.

Unsignierter Eintrag


Pflicht

Bei einem unsignierten Eintrag übernimmt das Lemma oder ein Kurztitel die Signalfunktion, z. B. („Patanjali“ 782).

Empfehlung

Bei gleichnamigen Einträgen kann der Container zur Unterscheidung ergänzt werden.

Onlineeintrag ohne Seiten


Sonderfall

Bei unpaginierten Onlineeinträgen bleibt der Kurzbeleg beim Signalwort, sofern keine stabilen Abschnittsmarker vorhanden sind.

Empfehlung

Ein Abrufdatum kann im Literaturverzeichnis sinnvoll sein, wenn der Eintrag undatiert oder veränderlich ist.

Literaturverzeichnis nach MLA

Erstes Element


Pflicht

Der Eintrag beginnt je nach Signierung mit dem Autor oder mit dem Lemma. Diese Entscheidung muss zum Kurzbeleg im Text passen.

Empfehlung

Bei redaktionell verantworteten Einträgen kann eine ausdrücklich genannte Redaktion als Autor übernommen werden.

Lemma-Titel


Pflicht

Der vollständige Eintragstitel wird im Literaturverzeichnis übernommen.

Hinweis

Kurztitel werden nur im Text verwendet; im Literaturverzeichnis steht der vollständige Lemma-Titel.

Enzyklopädietitel


Pflicht

Der Titel der Enzyklopädie wird als Container angegeben und in der Regel kursiv gesetzt.

Empfehlung

Die exakte Schreibweise der Plattform oder des Nachschlagewerks sollte übernommen werden.

Herausgeber


Pflicht, wenn vorhanden

Bei gedruckten Werken werden Herausgeber oder Bearbeiter angegeben, wenn sie in der Quelle genannt sind.

Empfehlung

Herausgeberangaben sollten vollständig übernommen werden, besonders bei wissenschaftlichen Nachschlagewerken.

Band und Auflage


Pflicht bei mehrbändigen Werken

Band- und Auflagenangaben werden angegeben, wenn das Nachschlagewerk mehrbändig ist oder in verschiedenen Ausgaben vorliegt.

Empfehlung

Die Form der Angaben sollte im gesamten Literaturverzeichnis einheitlich bleiben.

Seitenbereich


Pflicht bei Druckwerken

Bei gedruckten Enzyklopädieeinträgen wird der Seitenbereich des Eintrags angegeben, z. B. S. 35-36.

Empfehlung

Präzise Seitenangaben erleichtern die Zuordnung des einzelnen Lemmas.

Datum


Pflicht, sofern vorhanden

Bei Onlineeinträgen wird das vorhandene Veröffentlichungs- oder Änderungsdatum angegeben.

Empfehlung

Bei undatierten oder veränderlichen Onlineeinträgen kann ein Abrufdatum ergänzt werden.

URL oder Permalink


Pflicht bei Onlineeinträgen

Bei Onlineeinträgen wird ein Zugriffspfad angegeben. Ein Permalink ist gegenüber einer instabilen URL zu bevorzugen.

Empfehlung

Der Link sollte direkt auf die konkret verwendete Lemma-Seite führen.

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Häufige Fragen & Antworten

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Wird nach MLA bei Enzyklopädien das Gesamtwerk oder der einzelne Eintrag zitiert?

In MLA wird in der Regel der einzelne Eintrag, also das Lemma, zitiert, nicht die Enzyklopädie als Ganzes. Wer mehrere Lemmata aus derselben Enzyklopädie nutzt, führt normalerweise für jedes Lemma einen eigenen Eintrag im Literaturverzeichnis.

Warum ist die Unterscheidung „signierter“ versus „unsignierter“ Eintrag bei MLA so wichtig?

Das erste Element des Literaturverzeichnis-Eintrags steuert den Kurzbeleg im Text. Bei signierten Einträgen steht der Autor am Anfang; bei unsignierten Einträgen steht das Lemma, also der Eintragstitel, am Anfang. Genau diese Startposition ist das Signalwort im Klammerbeleg.

Wie sieht der MLA-Kurzbeleg im Text bei einem signierten Enzyklopädieeintrag aus?

Der Kurzbeleg besteht aus dem Nachnamen des Eintragsautors plus Seitenzahl, wenn die benutzte Fassung paginiert ist, zum Beispiel (Botterill 35). Steht der Name bereits im Satz, bleibt in der Klammer nur die Seitenzahl. Bei unpaginierten Onlineeinträgen bleibt der Kurzbeleg häufig beim Namen allein.

Wie sieht der MLA-Kurzbeleg im Text bei einem unsignierten Enzyklopädieeintrag aus?

Der Kurzbeleg verweist auf den Eintragstitel, also das Lemma, als Signalwort und ergänzt bei Druckwerken die Seitenzahl, zum Beispiel („Patanjali“ 782). Bei Onlineeinträgen ohne Seitenzahlen bleibt es meist beim Lemma als Signalwort, zum Beispiel („Pendragon“).

Wie wird ein gedruckter, signierter Enzyklopädieeintrag im MLA-Literaturverzeichnis aufgebaut?

Typisch ist: Autor. „Titel des Eintrags.“ Titel der Enzyklopädie, Angaben zu Herausgeber oder Überarbeitung, Band oder Auflage, Verlag, Jahr, Seitenbereich. Der Eintragstitel steht in Anführungszeichen, der Enzyklopädietitel ist der Container und erscheint kursiv.

Wie wird ein gedruckter, unsignierter Enzyklopädieeintrag im MLA-Literaturverzeichnis aufgebaut?

Der Eintrag beginnt mit dem Lemma: „Lemma.“ Titel der Enzyklopädie, Herausgeber oder Überarbeitung, falls vorhanden, Auflage oder Band, Verlag, Jahr und Seitenbereich. Das Lemma übernimmt damit die Autorenfunktion, weil keine Eintragsautorenschaft ausgewiesen ist.

Wie wird ein Online-Enzyklopädieeintrag nach MLA im Literaturverzeichnis zitiert?

Für Onlineeinträge lautet die Grundlogik: Autor oder Lemma. „Lemma.“ Name der Online-Enzyklopädie als Container, Datum, wenn vorhanden, URL oder Permalink. Fehlt ein Datum, wird es weggelassen und bei Bedarf ein Abrufdatum ergänzt.

Wie wird Wikipedia nach MLA korrekt zitiert?

Wikipedia wird in MLA lemmaweise zitiert: Jede benutzte Seite erhält einen eigenen Eintrag. Der Eintrag beginnt meist mit dem Lemma, danach folgt Wikipedia: The Free Encyclopedia als Container, Versions- oder Änderungsdatum, wenn angegeben, und die URL. Bei zwei gleichnamigen Einträgen aus unterschiedlichen Plattformen wird zur Unterscheidung im Text der Container ergänzt.

Was passiert, wenn zwei unsignierte Enzyklopädieeinträge denselben Titel haben?

Dann reicht das Lemma als Signalwort im Text nicht mehr aus. Der Kurzbeleg wird um ein Unterscheidungsmerkmal ergänzt, typischerweise den Container, zum Beispiel („Harry Houdini,“ Wikipedia) versus („Harry Houdini,“ Encyclopedia.com). Im Literaturverzeichnis müssen die Einträge durch unterschiedliche Container oder URLs eindeutig unterscheidbar sein.

Wie wird im Text zitiert, wenn ein Online-Enzyklopädieeintrag keine Seitenzahlen hat?

Der Klammerbeleg bleibt beim Signalwort, also Autorname oder Lemma. Zusätzliche Lokatoren werden nur verwendet, wenn die Quelle selbst stabile Teilmarken anbietet, etwa klar benannte Abschnitte. Unnummerierte Absätze werden nicht selbst gezählt.

Wie wird zitiert, wenn derselbe Autor mehrere signierte Enzyklopädieeinträge verfasst hat?

Dann wird im Text ein Kurztitel ergänzt, damit der Kurzbeleg eindeutig auf den richtigen Eintrag im Literaturverzeichnis verweist, zum Beispiel (Meyer, „Resilienz“ 210) und (Meyer, „Partizipation“ 55). Jahresbuchstaben wie 2020a oder 2020b werden in MLA nicht genutzt.

Welche Elemente sind bei Enzyklopädieeinträgen im MLA-Literaturverzeichnis typischerweise verpflichtend?

Verlässlich nötig sind Autor oder Lemma als erstes Element, der Eintragstitel, der Enzyklopädietitel als Container, Ausgabe- oder Bandangaben bei Druckwerken, wenn relevant, Jahr oder Datum der benutzten Version sowie Seitenbereich bei Druckwerken oder URL beziehungsweise Permalink bei Onlineeinträgen. Ein Abrufdatum ist vor allem bei undatierten oder deutlich veränderlichen Onlineeinträgen sinnvoll.

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