Interviews zitieren nach MLA
Interviews zitieren nach MLA bedeutet, die konkret benutzte Interviewform nachzuweisen: persönliches Interview, E-Mail-Interview, Interview in einer Buchsammlung oder Interviewvideo auf YouTube. In MLA gilt die interviewte Person in der Regel als Autor. Im Text arbeitet MLA mit dem Signalwort-Lokator-System. Beispiel im Text: (Stoppard 42). Beispiel im Literaturverzeichnis: Stoppard, Tom. „Dialogue with Tom Stoppard.” Interview conducted by Joseph McCulloch. Tom Stoppard in Conversation, edited by Paul Delaney, U of Michigan P, 1994, S. 38–45.
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Wichtigste Fakten
Interviews zitieren nach MLA
Interviews werden im MLA-Stil nach der tatsächlich verwendeten Fassung zitiert. Entscheidend ist, ob ein persönliches Gespräch, ein E-Mail-Interview, ein publiziertes Interview, ein Interview in einem Sammelband oder ein Interviewvideo verwendet wurde.
- Die interviewte Person steht in MLA meist am Anfang des Eintrags.
- Persönliche Interviews können im Literaturverzeichnis erfasst werden.
- Anonyme Interviews werden nicht im Literaturverzeichnis, sondern in einer Endnote dokumentiert.
- Bei E-Mail-Interviews wird E-Mail-Interview als Beschreibung verwendet.
- Bei Interviews über mehrere Tage wird eine Datumsspanne angegeben.
- Interviews in Sammelbänden werden wie Beiträge in einem Container zitiert.
- YouTube-Interviews erhalten YouTube als digitalen Container.
Interview als Quellentyp
Interviews können mündlich, schriftlich, gedruckt oder digital vorliegen. Für die Zitation zählt daher nicht nur das Gespräch selbst, sondern auch die Form der Veröffentlichung oder Dokumentation.
- persönliches Interview
- E-Mail-Interview
- Telefon- oder Videointerview
- Interview in einer Zeitung oder Zeitschrift
- Interview in einem Sammelband
- Interview als YouTube-Video oder Podcastfolge
Interviewte Person, Titel und Mitwirkende
In MLA gilt die interviewte Person meist als zentrale Quelle. Interviewer, Herausgeber, Plattformen oder Sammelbände werden je nach Veröffentlichungsform als weitere Angaben ergänzt.
- Interviewte Person: meist erstes Element des Eintrags
- Interviewer: kann als Mitwirkender ergänzt werden
- Titel oder Beschreibung: abhängig von der Veröffentlichungsform
- Sammelband oder Website: Container der benutzten Fassung
- Datum: besonders wichtig bei persönlichen und unveröffentlichten Interviews
Persönliche und publizierte Interviews
Der wichtigste Unterschied liegt zwischen unveröffentlichten und veröffentlichten Interviews. Persönliche Interviews benötigen vor allem Angaben zur Gesprächsform und zum Datum. Publizierte Interviews benötigen zusätzlich Container- und Veröffentlichungsangaben.
- Persönliches Interview: Name, Beschreibung und Datum
- E-Mail-Interview: Name, Beschreibung E-Mail-Interview und Datum
- Anonymes Interview: Dokumentation über Endnote statt Literaturverzeichnis
- Sammelbandinterview: Interview als Beitrag, Buch als Container
- Onlineinterview: Website, Plattform, Datum und URL ergänzen
Unterschiede zwischen MLA 8 und MLA 9
MLA 9 verändert die Grundlogik für Interviews nicht. Die interviewte Person bleibt in der Regel das erste Element. Unterschiede liegen vor allem in zusätzlichen Beispielen und präziseren Hinweisen zu anonymen, digitalen und mehrtägigen Interviews.
| Aspekt | MLA 8 | MLA 9 | Bedeutung für Interviews |
|---|---|---|---|
| Grundprinzip | Arbeit mit den Core Elements | Fortführung der Core Elements | Interviews werden weiterhin nach der tatsächlich verwendeten Fassung erfasst. |
| Interviewte Person | Interviewte Person meist als Autor | Diese Struktur bleibt bestehen. | Der Name der interviewten Person steht meist am Anfang des Eintrags. |
| Persönliche Interviews | Dokumentation über Template möglich | Sonderfälle werden genauer erläutert. | Gesprächsform und Datum bleiben zentrale Angaben. |
| Anonyme Interviews | Zurückhaltende Dokumentation außerhalb des Literaturverzeichnisses | Endnotenlösung wird deutlicher erklärt. | Anonymität bleibt geschützt; der Nachweis erfolgt beschreibend. |
| Digitale Interviews | Onlineplattformen werden als Container integriert. | Digitale Formate werden ausführlicher erläutert. | YouTube, Podcasts, Websites und Onlinearchive lassen sich präziser einordnen. |
Im Text
Zitieren im Text: Interviews MLA
Grundform
Im Text verweist MLA immer auf das erste Element des Literaturverzeichnis-Eintrags. Bei Interviews ist das gewöhnlich der Name der interviewten Person. Wenn das publizierte Interview Seitenzahlen hat, wird die Seitenzahl ergänzt. Bei unpaginierten Interviews, etwa persönlichen Gesprächen oder Videos, bleibt der Beleg beim Signalwort oder verwendet einen anderen stabilen Lokator wie einen Zeitstempel.
(Stoppard 42)
(Stoppard)
(Stoppard 00:12:30)
Stoppard erklärt, dass ... (42).
Persönliches Interview
Bei einem persönlichen Interview mit identifizierter Person kann der Name der interviewten Person als Signalwort dienen. Wenn das Interview keine Seiten oder andere Teilnummern hat, bleibt der Kurzbeleg in der Regel beim Namen; steht der Name bereits im Satz, kann der Klammerbeleg entfallen. Die MLA-Hilfen zu persönlichen Interviews und zu In-Text-Zitaten stützen genau diese Logik.
(Keller)
Keller beschreibt die Veränderung des Arbeitsalltags sehr konkret.
E-Mail-Interview
Ein E-Mail-Interview folgt derselben In-Text-Logik wie andere Interviews. Das Signalwort ist der Name der interviewten Person. Da solche Quellen in der Regel keine Seitenzahlen haben, bleibt der Klammerbeleg häufig beim Namen.
(Smith)
Smith betont, dass die Rückmeldung bewusst asynchron erfolgte.
Interview über mehrere Tage
Wenn ein persönliches Interview sich über mehrere Tage erstreckt, ändert sich die In-Text-Logik nicht. Im Text bleibt das Signalwort der Name der interviewten Person; die Datumsangaben erscheinen vollständig im Literaturverzeichnis-Eintrag.
(Cohen)
(Doe)
Interview in einer Sammlung von Interviews
Wenn ein Interview in einem Buch oder einer Sammlung publiziert wurde, ist der Klammerbeleg der eines normalen Beitrags in einem Buch: Name der interviewten Person plus Seitenzahl. Das gilt auch dann, wenn der Interviewer zugleich der Autor oder Herausgeber des Bandes ist.
(Stoppard 39)
(Bechdel 160)
Stoppard formuliert dies ausdrücklich als Gleichgewichtsproblem (39).
Interviewte Person bereits im Satz
Wenn der Name der interviewten Person bereits im Satz steht, enthält der Klammerbeleg nur noch die Seitenzahl oder – bei unpaginierten Quellen – keinen zusätzlichen Eintrag. Die MLA erklärt diesen Fall ausdrücklich.
Stoppard erläutert die dramaturgische Balance des Stücks sehr knapp (39).
Bechdel beschreibt die Veränderungen retrospektiv.
Interview auf YouTube oder in Videoform
Bei einem Interviewvideo verweist der In-Text-Beleg auf die interviewte Person. Bei einer konkreten Stelle ist ein Zeitstempel als Lokator die präziseste Lösung. Die MLA erklärt für Interviews auf YouTube ausdrücklich, dass die interviewte Person als Autor behandelt wird.
(Atwood 00:08:14)
(Atwood)
Atwood entwickelt ihre Antwort erst im späteren Verlauf des Gesprächs (00:08:14).
Zwei Interviews derselben Person
Wenn im Literaturverzeichnis mehrere Interviews derselben Person stehen, reicht der Nachname im Text nicht mehr aus. MLA ergänzt dann einen Kurztitel. Jahresbuchstaben wie 2020a oder 2020b werden nicht verwendet.
(Stoppard, „Dialogue“ 39)
(Stoppard, „Happiness Is Equilibrium“ 52)
Anonymer Interviewteilnehmer
Wenn die interviewte Person anonym bleiben will, soll nach MLA kein Literaturverzeichnis-Eintrag erstellt werden. Der Nachweis erfolgt stattdessen in einer Endnote mit relevanten Kontextangaben. Für den Fließtext eignet sich daher eine beschreibende Form.
In einem persönlichen Interview mit einer anonymen Projektleitung vom 7. Mai 2024 wurde dieser Punkt ausdrücklich bestätigt.
Vgl. Endnote 4.
Mehrere Interviews an derselben Textstelle
Wenn mehrere Interviewquellen dieselbe Aussage stützen, werden die MLA-Klammerbelege mit Semikolon getrennt.
(Stoppard 39; Bechdel 160)
(Smith; Keller)
Im Literaturverzeichnis
Im Literaturverzeichnis: MLA Interviews zitieren
Grundform
Ein Interview wird nach dem MLA-Template dokumentiert. In der Regel beginnt der Eintrag mit der interviewten Person. Danach folgt entweder ein Titel des Interviews oder – bei persönlichen Interviews – eine Beschreibung wie Interview oder E-Mail-Interview. Danach kommen Mitwirkende, Container und Datumsangaben der tatsächlich benutzten Version.
Persönliches Interview
Für ein persönliches Interview nennt die MLA als Grundform die interviewte Person, danach die Beschreibung Interview und gegebenenfalls den Interviewer als weiteren Mitwirkenden. Das Datum der Durchführung steht am Ende.
Keller, Max. Interview. Conducted by Julia Meyer, 15 Mar. 2024.
E-Mail-Interview
Für ein Interview per E-Mail nennt die MLA ausdrücklich die Beschreibung E-Mail-Interview im Title-of-Source-Element. Der Interviewer kann als weiterer Mitwirkender ergänzt werden.
Smith, Helen. E-Mail-Interview. Conducted by Rachel Green, 6 June 2017.
Persönliches Interview über mehrere Tage
Wenn sich ein Interview über mehrere Tage erstreckt, wird das Datum als Spanne oder als Reihe angegeben. Die MLA nennt dafür konkrete Muster.
Cohen, Allan.
Interview.
Conducted by Christine Stevens,
24–25 May 2016.
Doe, Jane.
Interview.
Conducted by John Smith,
3 and 6 Aug. 2017.
Interview in einer Buchsammlung
Wenn ein Interview in einer Sammlung publiziert wurde, wird die interviewte Person als Autor geführt. Danach folgen der Titel des Interviewkapitels, der Buchtitel als Container, Herausgeber oder Autor des Bandes und der Seitenbereich. Die MLA erläutert dies ausdrücklich für Interviewsammlungen.
Stoppard, Tom. „Dialogue with Tom Stoppard.” Interview conducted by Joseph McCulloch. Tom Stoppard in Conversation, edited by Paul Delaney, U of Michigan P, 1994, S. 38–45.
Interview in einer Sammlung, wenn der Interviewer zugleich der Buchtitel-Autor ist
Wenn die Person, die den Band verfasst hat, zugleich die Interviews geführt hat, muss der Interviewer nicht noch einmal separat genannt werden. Die MLA zeigt diesen Fall ausdrücklich.
Stoppard, Tom. „‘Happiness Is Equilibrium. Shift Your Weight.’” Conversations with Stoppard, by Mel Gussow, Limelight Editions, 2004, S. 39–76.
Sammlung von Interviews mit einer einzigen Person
Wenn ein ganzes Buch aus Interviews mit derselben Person besteht, kann die interviewte Person sogar als Autor der gesamten Sammlung geführt werden. Die MLA bestätigt dies ausdrücklich für solche Konstellationen.
Atwood, Margaret. Margaret Atwood: Conversations. Edited by Earl G. Ingersoll, Ontario Review Press, 1990.
Interview auf YouTube
Für ein Interviewvideo auf YouTube bleibt die interviewte Person der Autor. Danach folgt der Titel des Videos, YouTube als Container, gegebenenfalls der Uploader als weiterer Mitwirkender, dann Uploaddatum und URL.
Atwood, Margaret. „Margaret Atwood on Writing and Power.” YouTube, uploaded by Literary Archive, 12 Oct. 2020, URL.
Interview ohne Titel
Wenn ein persönliches Interview keinen eigenen Titel hat, setzt MLA an die Stelle des Titels eine Beschreibung wie Interview oder E-Mail-Interview. Genau diese Form zeigt das MLA Style Center für persönliche Interviews.
Meyer, Claudia. Interview. Conducted by Thomas Weber, 9 Jan. 2023.
Sonderfälle
Sonderfälle für Interviews MLA
Persönliches Interview versus veröffentlichtes Interview
Dieser Unterschied ist der wichtigste Sonderfall. Ein persönliches Interview wird nach dem MLA-Template mit der Beschreibung Interview dokumentiert. Ein publiziertes Interview in einem Buch oder Video wird dagegen als veröffentlichte Quelle mit Container dokumentiert. Die interviewte Person bleibt in beiden Fällen der Autor.
Im Text
Persönlich: (Keller)
Publiziert: (Stoppard 39)
Literaturverzeichnis
Keller, Max.
Interview.
Conducted by Julia Meyer,
15 Mar. 2024.
Stoppard, Tom.
„Dialogue with Tom Stoppard.”
Interview conducted by Joseph McCulloch.
Tom Stoppard in Conversation,
edited by Paul Delaney,
U of Michigan P,
1994,
S. 38–45.
Interview über mehrere Tage
Wenn ein persönliches Interview an mehreren Tagen stattfand, werden die Daten im Literaturverzeichnis als Spanne oder Serie angegeben. Im In-Text-Zitat ändert sich dagegen nichts.
Im Text
(Cohen)
(Doe)
Literaturverzeichnis
Cohen, Allan.
Interview.
Conducted by Christine Stevens,
24–25 May 2016.
Doe, Jane.
Interview.
Conducted by John Smith,
3 and 6 Aug. 2017.
Anonymer Interviewteilnehmer
Wenn die interviewte Person anonym bleiben möchte, soll laut MLA kein Literaturverzeichnis-Eintrag erstellt werden. Stattdessen wird die Quelle in einer Endnote beschrieben. Für eine MLA-Arbeit ist das ein zentraler Spezialfall, weil hier bewusst von der sonstigen Literaturverzeichnis-Logik abgewichen wird.
Im Text
Die Aussage stammt aus einem persönlichen Interview mit einer anonymen Projektleitung.
Vgl. Endnote 4.
Literaturverzeichnis
kein Eintrag
Interview in mehreren Sammlungen derselben Person
Wenn Interviews derselben Person aus verschiedenen Interviewsammlungen benutzt werden, bleibt die interviewte Person in jedem Eintrag der Autor. Im Text muss dann mit Kurztiteln unterschieden werden.
Im Text
(Stoppard, „Dialogue“ 39)
(Stoppard, „Happiness Is Equilibrium“ 52)
Literaturverzeichnis
Stoppard, Tom.
„Dialogue with Tom Stoppard.”
Interview conducted by Joseph McCulloch.
Tom Stoppard in Conversation,
edited by Paul Delaney,
U of Michigan P,
1994,
S. 38–45.
Stoppard, Tom.
„‘Happiness Is Equilibrium. Shift Your Weight.’”
Conversations with Stoppard,
by Mel Gussow,
Limelight Editions,
2004,
S. 39–76.
Interview auf YouTube statt gedruckte Fassung
Wenn nicht die gedruckte Interviewsammlung, sondern ein YouTube-Video benutzt wurde, wird die Videofassung zitiert. Das gilt auch dann, wenn das Gespräch in anderer Form ebenfalls vorliegt. MLA verlangt die Dokumentation der tatsächlich benutzten Version.
Im Text
(Atwood 00:08:14)
(Atwood)
Literaturverzeichnis
Atwood, Margaret. „Margaret Atwood on Writing and Power.” YouTube, uploaded by Literary Archive, 12 Oct. 2020, URL.
E-Mail-Interview versus Messenger-Interview
Für Interviews, die über Messenger oder E-Mail geführt werden, gilt dieselbe MLA-Logik. Entscheidend ist die passende Beschreibung im Title-of-Source-Element, also zum Beispiel E-Mail-Interview. Die MLA verweist für Messenger-Interviews ausdrücklich auf dieselbe Grundstruktur wie bei E-Mail-Interviews.
Im Text
(Smith)
(Green)
Literaturverzeichnis
Smith, Helen.
E-Mail-Interview.
Conducted by Rachel Green,
6 June 2017.
Green, Julia.
E-Mail-Interview.
Conducted by Martin Keller,
11 Apr. 2024.
Die folgende Übersicht bündelt die MLA-Regeln für Interviews im gleichen Raster wie bei den übrigen MLA-Quellenarten. Grundlage sind die offiziellen Hinweise des MLA Style Center zu persönlichen Interviews, E-Mail-Interviews, anonymen Interviewten, Interviewsammlungen und Interviewvideos.
Verpflichtende und empfohlene Angaben
Was ist nach MLA für Interviews verpflichtend und was wird empfohlen?
Zitation im Text nach MLA
Signal im Kurzbeleg
Im Kurzbeleg steht das erste Element des Literaturverzeichnis-Eintrags, meist der Name der interviewten Person.
Das Signal sollte möglichst kurz und eindeutig sein. Bei mehreren Interviews derselben Person wird ein Kurztitel ergänzt.
Seitenzahl oder Zeitstempel
Bei publizierten, paginierten Interviews wird die Seitenzahl angegeben. Bei Videointerviews ist ein Zeitstempel der präziseste Lokator.
Der Lokator sollte nur dann ergänzt werden, wenn die benutzte Fassung ihn tatsächlich bietet.
Form des Kurzbelegs
Die Form lautet (Signal Lokator) oder (Signal), z. B. (Stoppard 42).
Mehrere Interviews derselben Person
Wenn mehrere Interviews derselben Person im Literaturverzeichnis stehen, wird im Kurzbeleg ein Kurztitel ergänzt.
Die Titelkürzung sollte kurz, eindeutig und im gesamten Text einheitlich verwendet werden.
Persönliches Interview ohne Lokator
Bei persönlichen Interviews ohne Seiten, Zeitstempel oder Teilnummern bleibt der Beleg beim Signalwort oder entfällt bei einer klaren Signalphrase.
Der Interviewkontext sollte im Satz präzisiert werden, wenn kein Klammerbeleg nötig ist.
Anonymer Interviewteilnehmer
Bei anonymen Interviewteilnehmern wird kein normaler Literaturverzeichnis-Eintrag erstellt.
Eine Endnote mit Kontextangaben ersetzt den Verzeichniseintrag, ohne die Identität offenzulegen.
Literaturverzeichnis nach MLA
Autor
Die interviewte Person steht in der Regel als Autor am Anfang des Eintrags.
Die Namensform sollte im gesamten Artikel und Literaturverzeichnis konsistent bleiben.
Titel oder Beschreibung
Der Eintrag enthält entweder einen Interviewtitel oder eine Beschreibung wie Interview oder E-Mail-Interview.
Der Interviewer kann als weiterer Mitwirkender mit Conducted by ergänzt werden.
Container
Buch, YouTube, Plattform oder Sammlung werden als Container genannt, wenn das Interview dort veröffentlicht wurde.
Herausgeber, Uploader oder weitere Plattformangaben sollten ergänzt werden, wenn sie die benutzte Fassung präzisieren.
Datum
Das Interviewdatum oder Publikationsdatum wird angegeben.
Bei mehrtägigen Interviews wird eine Datumsspanne oder eine Datumsreihe angegeben.
Seitenbereich
Bei gedruckten oder paginierten Interviews wird der Seitenbereich im Literaturverzeichnis angegeben.
Zeitstempel stehen nur im Textbeleg, nicht im Literaturverzeichnis.
URL
Bei online konsultierten Interviews wird eine URL oder ein stabiler Permalink angegeben.
Der Link sollte direkt zur tatsächlich verwendeten Interviewfassung führen.
Anonymer Interviewteilnehmer
Bei anonymen Interviewteilnehmern wird kein regulärer Literaturverzeichnis-Eintrag erstellt.
Eine Endnote mit Kontextangaben ersetzt den Verzeichniseintrag und schützt die Anonymität.
Häufige Fragen & Antworten
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Warum ist bei Interviews nach MLA der Publikationsstatus so wichtig?
MLA dokumentiert immer die konkret benutzte Fassung. Ein persönliches, unveröffentlichtes Gespräch wird anders nachgewiesen als ein Interview in einer Buchsammlung, als Online-Artikel oder als Video auf YouTube. Der Publikationsstatus entscheidet, ob Seitenzahlen oder ein Zeitstempel als Lokator möglich sind und welcher Container im Literaturverzeichnis erscheint.
Wer steht bei Interviews in MLA in der Regel an der Autorposition?
In MLA gilt die interviewte Person üblicherweise als Autor des Interviews. Der Interviewer kann als weiterer Mitwirkender ergänzt werden, zum Beispiel mit Conducted by. Diese Logik gilt für persönliche Interviews ebenso wie für veröffentlichte Interviews in Buch, Onlinequelle oder Video.
Wie funktioniert der MLA-Kurzbeleg im Text bei Interviews?
Der Kurzbeleg verweist auf das erste Element des passenden Eintrags im Literaturverzeichnis, meist auf den Nachnamen der interviewten Person. Bei publizierten Interviews mit Seitenzahlen wird die Seite ergänzt, zum Beispiel (Stoppard 42). Bei unpaginierten Interviews bleibt der Beleg häufig beim Signalwort, optional mit Zeitstempel als Lokator bei Videos.
Wie zitiere ich ein persönliches, unveröffentlichtes Interview nach MLA?
Ein persönliches Interview kann nach dem MLA-Template im Literaturverzeichnis stehen: interviewte Person, Beschreibung Interview, optional der Interviewer und Datum. Im Text verweist der Beleg auf den Namen der interviewten Person; ohne Seiten oder Teilnummern entfällt ein Lokator. Beispiel: Keller, Max. Interview. Conducted by Julia Meyer, 15 Mar. 2024.
Wann soll bei anonymen Interviewten kein MLA-Eintrag im Literaturverzeichnis erstellt werden?
Wenn die interviewte Person anonym bleiben muss, soll nach MLA kein regulärer Literaturverzeichnis-Eintrag erfolgen. Stattdessen wird die Quelle in einer Endnote mit Kontextangaben dokumentiert, etwa Rolle, Medium, Datum oder Zeitraum und Setting. Im Fließtext genügt eine beschreibende Bezugnahme oder ein Endnotenverweis.
Wie zitiere ich ein E-Mail-Interview nach MLA?
Im Title-of-Source-Element steht ausdrücklich die Beschreibung E-Mail-Interview. Der Interviewer kann als Mitwirkender ergänzt werden, anschließend folgt das Datum. Beispiel: Smith, Helen. E-Mail-Interview. Conducted by Rachel Green, 6 June 2017. Im Text genügt meist (Smith), da keine Seitenzahlen vorliegen.
Wie wird ein Interview über mehrere Tage im MLA-Literaturverzeichnis datiert?
Das Datum wird als Spanne oder als Reihe von Daten angegeben, zum Beispiel 24–25 May 2016 oder 3 and 6 Aug. 2017. Im Text bleibt das Signalwort unverändert, also der Name der interviewten Person. Die Mehrtagesangabe dient der Versionierung im Literaturverzeichnis.
Wie zitiere ich ein Interview, das in einer Buchsammlung veröffentlicht wurde?
Ein Interview in einer Sammlung wird wie ein Beitrag in einem Buch behandelt: interviewte Person, Titel des Interviews, Hinweis auf den Interviewer, dann der Buchtitel als Container mit Herausgeber oder Autor, Verlag, Jahr und Seitenbereich. Im Text wird dann mit Seitenzahlen zitiert, zum Beispiel (Stoppard 39).
Wie zitiere ich ein Interview auf YouTube nach MLA?
Die interviewte Person bleibt Autor. Danach folgt der Videotitel, YouTube als Container, optional der Uploader, Uploaddatum und URL. Im Text verweist der Beleg auf die interviewte Person; bei konkreten Stellen ist ein Zeitstempel der Lokator, zum Beispiel (Atwood 00:08:14).
Was passiert mit dem Klammerbeleg, wenn die interviewte Person bereits im Satz genannt ist?
Wenn der Name bereits im Satz steht, enthält die Klammer nur noch den Lokator, also Seite oder Zeitstempel. Gibt es keinen Lokator, etwa bei einem unpaginierten persönlichen Interview ohne Zeitstempel oder Teilnummer, kann der Klammerbeleg entfallen.
Wie unterscheide ich mehrere Interviews derselben Person im Text nach MLA?
MLA verwendet keine Jahresbuchstaben. Wenn mehrere Interviews derselben Person im Literaturverzeichnis stehen, wird im Text ein Kurztitel ergänzt, zum Beispiel (Stoppard, „Dialogue“ 39) und (Stoppard, „Happiness Is Equilibrium“ 52).
Wie zitiere ich mehrere Interviews an derselben Textstelle nach MLA?
Mehrere Belege werden in einer Klammer mit Semikolon getrennt, zum Beispiel (Stoppard 39; Bechdel 160) oder bei unpaginierten Interviews (Smith; Keller).
Worin unterscheiden sich MLA 8 und MLA 9 bei Interviews?
Die Grundlogik bleibt gleich: interviewte Person als Autor, Signalwort-Lokator im Text und Container je nach Publikationsform. MLA 9 liefert vor allem mehr Beispiele und präzisere Hinweise zu Sonderfällen wie anonymen Interviewten, Mehrtagesinterviews, E-Mail- oder Messenger-Interviews und Interviewvideos auf Plattformen.
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Prüfung und Korrektur der Zitation im Text nach MLA-Stil sowie nach ergänzenden Hochschulrichtlinien
Zitationskorrektur ansehenKorrektur und Vereinheitlichung der Quellen im Literaturverzeichnis nach MLA-Stil und Hochschulvorgaben
Literaturverzeichnis ansehenAbgleich der In-Text-Zitationen mit dem Literaturverzeichnis, damit alle Quellen vollständig, korrekt und einheitlich sind
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