Konferenzbeiträge zitieren nach MLA
Konferenzbeiträge zitieren nach MLA bedeutet, die tatsächlich benutzte Fassung korrekt nachzuweisen: veröffentlichter Beitrag in Proceedings, live gehaltener Vortrag, virtuelle Präsentation, Paneldiskussion, Frage-Antwort-Session oder Aufzeichnung. Im Text arbeitet MLA mit dem Signalwort-Lokator-System. Beispiel im Text: (Keller 45). Beispiel im Literaturverzeichnis: Keller, Max. „Digital Assessment in Hybrid Classrooms.” Proceedings of the Annual Conference on Educational Media, edited by Julia Meyer and Thomas Braun, Example Press, 2024, S. 40-58.
Wichtigste Fakten
Konferenzbeiträge zitieren nach MLA
Konferenzbeiträge werden im MLA-Stil nach der tatsächlich verwendeten Fassung zitiert. Entscheidend ist, ob ein Beitrag in Proceedings veröffentlicht, live vorgetragen, virtuell präsentiert oder als Aufzeichnung genutzt wurde.
- Veröffentlichte Proceedings-Beiträge werden wie Beiträge in einem Sammelband zitiert.
- Live-Vorträge werden mit Vortragendem, Titel, Konferenz, Datum und Ort erfasst.
- Virtuelle Vorträge erhalten statt eines physischen Orts die Angabe online.
- Bei Aufzeichnungen wird die Aufzeichnung zitiert, nicht das ursprüngliche Live-Ereignis.
- Paneldiskussionen und Q&A-Sessions werden über Teilnehmende und Veranstaltungsbeschreibung dokumentiert.
- Bei Proceedings werden Seitenzahlen angegeben, wenn die veröffentlichte Fassung diese enthält.
Konferenzbeitrag als Quellentyp
Konferenzbeiträge bilden in MLA keinen einheitlichen Quellentyp. Die Zitierform richtet sich nach Publikationsstatus, Präsentationsform und benutzter Version.
- veröffentlichter Beitrag in Proceedings
- unveröffentlichter Konferenzvortrag
- virtuelle Präsentation
- Paneldiskussion
- Frage-Antwort-Session
- Video- oder Audioaufzeichnung eines Beitrags
Veröffentlichter Beitrag oder Vortrag
Der wichtigste Unterschied liegt zwischen einem publizierten Text und einem gehaltenen Vortrag. Ein Proceedings-Beitrag besitzt meist einen Seitenbereich. Ein Vortrag ohne Druckfassung wird dagegen über Ereignis, Datum und Ort beschrieben.
- Proceedings-Beitrag: Autor, Beitragstitel, Tagungsband, Herausgeber, Verlag, Jahr, Seitenbereich
- Live-Vortrag: Vortragender, Vortragstitel, Konferenzname, Datum, Ort
- Virtueller Vortrag: Vortragender, Vortragstitel, Konferenzname, Datum, online
- Aufzeichnung: Vortrag als Video oder Audio mit Plattform, Datum und URL
- Paneldiskussion: Teilnehmende, Beschreibung, Konferenzname, Datum und Ort
Lokatoren bei Konferenzbeiträgen
Die zitierte Fassung bestimmt, welche Lokatoren möglich sind. Veröffentlichte Beiträge haben häufig Seitenzahlen. Aufzeichnungen können Zeitstempel enthalten. Live-Vorträge besitzen meist keinen stabilen Lokator.
- Proceedings: Seitenzahlen verwenden.
- Videoaufzeichnung: Zeitstempel verwenden.
- Audioaufzeichnung: Zeitstempel verwenden.
- Live-Vortrag: meist kein zusätzlicher Lokator.
- Virtuelle Präsentation: Lokator nur bei bereitgestellter Aufzeichnung oder Folienfassung.
Unterschiede zwischen MLA 8 und MLA 9
MLA 9 verändert die Grundlogik für Konferenzbeiträge nicht. Die Core-Elements-Struktur aus MLA 8 bleibt bestehen. Unterschiede liegen vor allem in zusätzlichen Beispielen und genaueren Hinweisen zu digitalen, virtuellen und aufgezeichneten Konferenzformaten.
| Aspekt | MLA 8 | MLA 9 | Bedeutung für Konferenzbeiträge |
|---|---|---|---|
| Grundprinzip | Arbeit mit den Core Elements | Fortführung der Core Elements | Konferenzbeiträge werden weiterhin nach der tatsächlich benutzten Fassung erfasst. |
| Proceedings | Beitrag als Quelle, Tagungsband als Container | Diese Struktur bleibt bestehen. | Veröffentlichte Beiträge werden wie Sammelbandbeiträge behandelt. |
| Live-Vorträge | Nachweis über Vortragenden, Titel, Konferenz, Datum und Ort | Diese Grundform bleibt bestehen. | Unveröffentlichte Vorträge werden über das Ereignis dokumentiert. |
| Virtuelle Beiträge | Digitale Veranstaltungsformen werden in die Template-Logik eingeordnet. | Virtuelle und hybride Formate werden genauer erläutert. | Bei Onlinepräsentationen ersetzt online den physischen Ort. |
| Aufzeichnungen | Aufzeichnungen werden als benutzte Version dokumentiert. | Digitale Aufzeichnungen werden ausführlicher berücksichtigt. | Bei Videos oder Audios wird die Plattform als Container ergänzt. |
| Praktische Relevanz | Keine starre Sonderformel | Weiterhin keine starre Sonderformel | Entscheidend bleibt die Unterscheidung zwischen Vortrag, Proceedings-Beitrag und Aufzeichnung. |
Im Text
Zitieren im Text: Konferenzbeiträge MLA
Grundform
Im Klammerbeleg steht bei MLA immer das Signalwort, das auf den Literaturverzeichnis-Eintrag verweist. Bei einem veröffentlichten Beitrag ist das gewöhnlich der Nachname des Verfassers, ergänzt um die Seitenzahl. Bei einem nicht publizierten Vortrag ohne Seitenzählung bleibt der Kurzbeleg in der Regel beim Signalwort.
(Keller 45)
(Keller)
Keller zeigt, dass ... (45).
Beitrag in einem Tagungsband
Wenn ein Konferenzbeitrag in Proceedings veröffentlicht wurde, wird er wie ein Beitrag in einer Sammlung behandelt. Der Kurzbeleg verweist dann auf den Autor des Beitrags und – bei konkreten Stellen – auf die Seitenzahl.
(Schmidt 71)
(Schmidt 71–74)
Schmidt beschreibt die Methode als mehrstufig (71).
Live gehaltener Vortrag auf einer physischen Konferenz
Wenn ein Vortrag nur als präsentierte Leistung benutzt wurde und keine veröffentlichte Druckfassung vorliegt, verweist der Kurzbeleg auf den Vortragenden. Da häufig keine Seitenzahlen existieren, bleibt der Beleg meist beim Namen. Das Literaturverzeichnis-Signal öffnet dann den Eintrag für die Veranstaltung selbst. Die MLA beschreibt die Struktur für virtuelle Vorträge ausdrücklich als identisch mit physischen Konferenzen; nur die Ortsangabe wird bei virtuellen Formaten durch online ersetzt.
(Meyer)
Meyer formuliert den Befund bereits im Eröffnungsteil des Vortrags.
Virtuell präsentierter Konferenzbeitrag
Für einen Beitrag auf einer virtuellen Konferenz gilt nach der MLA dieselbe Grundstruktur wie für einen physischen Vortrag. Im Text bleibt der Nachweis entsprechend knapp; der Unterschied erscheint im Literaturverzeichnis, wo im Location-Element online steht.
(Weber)
Weber fasst die Argumentation in drei Schritten zusammen.
Zwei Autoren
Wenn ein veröffentlichter Konferenzbeitrag zwei Verfasser hat, nennt der Klammerbeleg beide Nachnamen.
(Schmidt and Weber 88)
Schmidt and Weber kommen zu einem ähnlichen Ergebnis (88).
Drei oder mehr Autoren
Bei drei oder mehr Verfassern verwendet MLA im Text den ersten Nachnamen plus et al.
(Lemke et al. 112)
Lemke et al. beschreiben die Datenauswertung als mehrphasig (112).
Autor bereits im Satz
Wenn der Name des Vortragenden oder Verfassers bereits im Satz steht, bleibt in der Klammer nur noch die Seitenzahl oder – bei unpaginierten Fassungen – gegebenenfalls gar kein Klammerbeleg mehr.
Keller beschreibt den Befund als methodisch robust (45).
Weber verweist in ihrem Vortrag auf eine strukturelle Verschiebung.
Paneldiskussion oder Frage-Antwort-Session
Wenn nicht ein Einzelvortrag, sondern eine Paneldiskussion oder eine Frage-Antwort-Session benutzt wird, verweist der Kurzbeleg auf das erste Element des entsprechenden Literaturverzeichnis-Eintrags. Das können mehrere Teilnehmernamen oder eine Beschreibung des Panels sein.
(Kapoor and Stoppard)
(Stoppard) bei entsprechendem Eintrag unter Stoppard
Beitrag ohne Autor
Wenn kein Autor angegeben ist, übernimmt der Titel oder eine kurze Beschreibung die Signalrolle im Text. Das entspricht der allgemeinen MLA-Regel für Quellen, deren Eintrag nicht mit einem Personennamen beginnt.
(„Panel discussion“)
(„Conference Program“)
Mehrere Konferenzbeiträge desselben Autors
Wenn im Literaturverzeichnis mehrere Konferenzbeiträge desselben Autors stehen, muss der Kurzbeleg durch einen Kurztitel präzisiert werden. MLA verwendet in diesem Fall keine Jahresbuchstaben.
(Keller, „Digital Assessment“ 45)
(Keller, „Platform Pedagogy“ 73)
Mehrere Konferenzbeiträge an derselben Textstelle
Wenn mehrere Beiträge dieselbe Aussage stützen, werden die Belege in einer Klammer mit Semikolon getrennt.
(Keller 45; Schmidt 71; Weber)
(Kapoor and Stoppard; Meyer)
Im Literaturverzeichnis
Im Literaturverzeichnis: MLA Konferenzbeiträge zitieren
Grundform für einen Beitrag in Proceedings
Ein veröffentlichter Beitrag in einem Tagungsband wird nach MLA wie ein Essay in einer Kollektion dokumentiert. Zuerst steht der Verfasser des Beitrags, dann der Beitragstitel, anschließend der Titel der Proceedings als Container sowie Herausgeber, Publisher, Jahr und Seitenbereich.
Keller, Max. „Digital Assessment in Hybrid Classrooms.” Proceedings of the Annual Conference on Educational Media, edited by Julia Meyer and Thomas Braun, Example Press, 2024, S. 40-58.
Proceedings als Gesamtwerk
Wenn nicht ein einzelner Beitrag, sondern die Proceedings als Ganzes zitiert werden, beginnt der Eintrag mit den Herausgebern und behandelt das Werk wie eine herausgegebene Sammlung. Genau dieses Muster nennt die MLA für conference proceedings ausdrücklich.
Chang, Steve S., et al., editors. Proceedings of the Twenty-Fifth Annual Meeting of the Berkeley Linguistics Society, February 12-15, 1999: General Session and Parasession on Loan Word Phenomena. Berkeley Linguistics Society, 2000.
Virtuell präsentierter Vortrag
Für einen virtuell präsentierten Vortrag nennt die MLA ausdrücklich: Name des Vortragenden, Titel des Papers, Name der Konferenz als Container, Datum der Präsentation und online als Location-Element.
Meyer, Claudia. „Digital Participation in Higher Education.” Annual Conference on Learning Futures, 15 Sept. 2024, online.
Physisch gehaltener Konferenzvortrag
Da die MLA ausdrücklich sagt, dass ein virtuell präsentierter Vortrag wie ein physischer Konferenzbeitrag zitiert wird und sich nur das Location-Element ändert, folgt für den physischen Vortrag dieselbe Struktur mit Ortsangabe statt online.
Meyer, Claudia. „Digital Participation in Higher Education.” Annual Conference on Learning Futures, 15 Sept. 2024, Berlin.
Paneldiskussion oder Frage-Antwort-Session
Für eine Panel discussion oder eine Q-and-A-Session nennt die MLA die Teilnehmer im Autorfeld und die Beschreibung der Veranstaltung im Feld Titel der Quelle. Danach folgen Konferenzname, Datum und Ort. Wenn Rollen wichtig sind, können diese präzisiert werden.
Kapoor, Sanjna, and Tom Stoppard, panelists.
Panel discussion.
ZEE Jaipur Literature Festival,
24 Jan. 2018,
Diggi Palace, Jaipur, India.
Stoppard, Tom, panelist.
Panel discussion.
Moderated by Sanjna Kapoor.
ZEE Jaipur Literature Festival,
24 Jan. 2018,
Diggi Palace, Jaipur, India.
Aufzeichnung einer Paneldiskussion oder eines Vortrags
Wenn nicht das Live-Ereignis, sondern eine veröffentlichte Aufzeichnung benutzt wurde, verlangt die MLA, dass die Aufzeichnung zitiert wird. Im Eintrag werden dann Plattform, weitere Mitwirkende, Publisher und URL der Aufzeichnung dokumentiert.
„The Real Thing.” YouTube, panel discussion with Tom Stoppard and Sanjna Kapoor, ZEE Jaipur Literature Festival, 1 Feb. 2018, www.youtube.com/watch?v=a32dDSEFYew.
Aufzeichnung mit Transkript
Wenn nicht die Videoaufzeichnung selbst, sondern ein Transkript benutzt wurde, kann Transcript als zusätzliches Element am Ende des Eintrags erscheinen. Die MLA nennt diese Lösung ausdrücklich als optionales Element.
„The Real Thing.” YouTube, panel discussion with Tom Stoppard and Sanjna Kapoor, ZEE Jaipur Literature Festival, 1 Feb. 2018, www.youtube.com/watch?v=a32dDSEFYew. Transcript.
Sonderfälle
Sonderfälle für Konferenzbeiträge MLA
Proceedings-Beitrag versus Live-Vortrag
Dies ist der wichtigste Sonderfall bei Konferenzbeiträgen. Ein veröffentlichter Proceedings-Beitrag wird wie ein Beitrag in einer Sammlung behandelt. Ein nur gehaltener Vortrag wird wie ein Live-Event dokumentiert. Beides darf nicht vermischt werden.
Im Text
Proceedings-Beitrag: (Keller 45)
Live-Vortrag: (Meyer)
Literaturverzeichnis
Keller, Max.
„Digital Assessment in Hybrid Classrooms.”
Proceedings of the Annual Conference on Educational Media,
edited by Julia Meyer and Thomas Braun,
Example Press,
2024,
S. 40-58.
Meyer, Claudia.
„Digital Participation in Higher Education.”
Annual Conference on Learning Futures,
15 Sept. 2024,
Berlin.
Virtuelle Konferenz statt physischer Konferenz
Die MLA stellt ausdrücklich klar, dass virtuelle Konferenzen nach derselben Grundlogik wie physische zitiert werden. Die einzige systematische Änderung betrifft das Location-Element: Statt eines realen Orts steht dort online.
Im Text
(Weber)
Literaturverzeichnis
Weber, Laura. „Data Ethics and Classroom Platforms.” Digital Humanities Forum, 8 Oct. 2024, online.
Paneldiskussion versus Aufzeichnung der Diskussion
Wenn ein Panel live besucht wurde, wird das Live-Ereignis zitiert. Wenn dagegen eine YouTube-Aufzeichnung oder ein anderes Recording benutzt wurde, muss nach MLA die veröffentlichte Aufzeichnung zitiert werden. Das ist ein zentraler Unterschied, weil das benutzte Medium den Eintrag steuert.
Im Text
Live-Panel: (Kapoor and Stoppard)
Recording: („The Real Thing“)
Literaturverzeichnis
Kapoor, Sanjna, and Tom Stoppard, panelists.
Panel discussion.
ZEE Jaipur Literature Festival,
24 Jan. 2018,
Diggi Palace, Jaipur, India.
„The Real Thing.”
YouTube,
panel discussion with Tom Stoppard and Sanjna Kapoor,
ZEE Jaipur Literature Festival,
1 Feb. 2018,
www.youtube.com/watch?v=a32dDSEFYew.
Transkript statt Video
Wenn ein Transkript statt des Videos benutzt wurde, sollte das im Literaturverzeichnis-Eintrag durch das optionale Element Transcript sichtbar gemacht werden. Der Klammerbeleg verweist dann weiterhin auf das erste Element des Eintrags.
Im Text
(„The Real Thing“)
Literaturverzeichnis
„The Real Thing.” YouTube, panel discussion with Tom Stoppard and Sanjna Kapoor, ZEE Jaipur Literature Festival, 1 Feb. 2018, www.youtube.com/watch?v=a32dDSEFYew. Transcript.
Wenn die eigene Arbeit in denselben Proceedings enthalten ist
Wenn ein eigener Beitrag in denselben Proceedings erscheint und im Text auf andere Beiträge aus genau diesen Proceedings verwiesen wird, ist nach offizieller MLA-Auskunft kein eigener Literaturverzeichnis-Eintrag für jeden dieser Beiträge nötig, solange im Fließtext klar wird, dass sich die Verweise auf Beiträge innerhalb derselben Proceedings beziehen. Seitenangaben können ergänzt werden, sind aber nicht zwingend.
Im Text
In an essay on Toni Morrison in these proceedings, Barbara Anderson argues that ...
In another paper in these proceedings, Keller discusses digital annotation.
Literaturverzeichnis
Keller, Max. „Digital Assessment in Hybrid Classrooms.” Proceedings of the Annual Conference on Educational Media, edited by Julia Meyer and Thomas Braun, Example Press, 2024, S. 40-58.
Mehrere Beiträge desselben Vortragenden
Wenn mehrere Beiträge desselben Vortragenden im Literaturverzeichnis stehen, ergänzt MLA im Text einen Kurztitel. Jahresbuchstaben wie 2024a oder 2024b werden nicht verwendet.
Im Text
(Keller, „Digital Assessment“ 45)
(Keller, „Platform Pedagogy“ 73)
Literaturverzeichnis
Keller, Max.
„Digital Assessment in Hybrid Classrooms.”
Proceedings of the Annual Conference on Educational Media,
edited by Julia Meyer and Thomas Braun,
Example Press,
2024,
S. 40-58.
Keller, Max.
„Platform Pedagogy and Feedback Loops.”
Proceedings of the Annual Conference on Educational Media,
edited by Julia Meyer and Thomas Braun,
Example Press,
2024,
S. 70-84.
Die folgende Übersicht bündelt die MLA-Regeln für In-Text-Zitate und Literaturverzeichnis-Einträge bei Konferenzbeiträgen. Maßgeblich bleibt immer das erste Element des Literaturverzeichnis-Eintrags, ergänzt um Seitenzahl oder einen anderen stabilen Lokator, wenn die benutzte Fassung diesen bietet.
Verpflichtende und empfohlene Angaben
Was ist nach MLA für Konferenzbeiträge verpflichtend und was wird empfohlen?
Zitation im Text nach MLA
Signal im Kurzbeleg
Im Kurzbeleg steht das erste Element des Literaturverzeichnis-Eintrags, meistens der Nachname des Verfassers oder Vortragenden.
Das Signal sollte möglichst kurz und eindeutig sein, damit der Beleg direkt zum passenden Eintrag führt.
Seitenzahl
Bei veröffentlichten, paginierten Proceedings-Beiträgen wird die Seitenzahl angegeben, wenn eine konkrete Stelle zitiert oder eng paraphrasiert wird.
Bei unpaginierten Vorträgen oder Live-Events entfällt die Seitenzahl.
Anderer Lokator
Ein anderer Lokator wird nur verwendet, wenn die Quelle selbst einen stabilen Marker bietet, etwa einen Zeitstempel bei einem Recording.
Wenn ein Transkript statt eines Videos benutzt wurde, sollte dies im Literaturverzeichnis sichtbar gemacht werden.
Form des Kurzbelegs
Die Form lautet (Signal Lokator) oder (Signal). Der Beleg folgt immer der tatsächlich benutzten Fassung.
Mehrere Beiträge desselben Autors
Wenn mehrere Konferenzbeiträge derselben Person zitiert werden, wird im Kurzbeleg ein Kurztitel ergänzt.
Die Titelkürzung sollte kurz, klar und im gesamten Text einheitlich verwendet werden.
Mehrere Belege
Mehrere Belege werden in einer gemeinsamen Klammer mit Semikolon getrennt.
Die Reihenfolge sollte innerhalb der Arbeit konsistent und nachvollziehbar bleiben.
Literaturverzeichnis nach MLA
Autor
Bei Proceedings-Beiträgen steht der Verfasser des Beitrags am Anfang. Bei Sessions oder Panels können die Teilnehmer im Autorfeld stehen.
Rollenhinweise wie panelist oder editor sollten ergänzt werden, wenn sie die Quellenrolle präzisieren.
Titel des Beitrags
Vortragstitel, Beitragstitel oder Beschreibung der Session werden vollständig übernommen.
Der Titel sollte im Literaturverzeichnis nicht gekürzt werden; Kurztitel gehören nur in den Textbeleg.
Container
Proceedings-Titel oder Konferenzname werden als Container angegeben, wenn der Beitrag dort veröffentlicht oder präsentiert wurde.
Bei Recordings wird zusätzlich der Plattformname genannt, etwa YouTube.
Herausgeber
Herausgeber werden bei Proceedings genannt, wenn die Quelle diese Angaben ausweist.
Die Herausgeberangaben sollten vollständig im Containerabschnitt übernommen werden.
Datum
Publikationsdatum oder Präsentationsdatum werden angegeben. Bei Vorträgen ist das genaue Tagesdatum besonders hilfreich.
Das Datum sollte zur tatsächlich benutzten Fassung passen, also Veröffentlichung, Vortrag oder Recording.
Location
Bei Proceedings steht der Seitenbereich; bei Live-Events der Ort oder online; bei Recordings die URL.
Die Location sollte die benutzte Fassung eindeutig identifizierbar machen.
Zusatzangaben
Zusätze wie Transcript oder panel discussion with ... helfen, die benutzte Fassung genauer zu bestimmen.
Zusatzangaben sollten nur verwendet werden, wenn sie für Identifikation oder Versionsklarheit relevant sind.
Publikationsstatus
Der Eintrag muss erkennen lassen, ob ein Proceedings-Beitrag, ein Live-Vortrag, eine virtuelle Präsentation oder ein Recording zitiert wurde.
Recording und Live-Event sollten nicht vermischt werden, weil MLA immer die tatsächlich benutzte Fassung dokumentiert.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach MLA? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Wissensdatenbank.
Wie entscheidet sich in MLA, wie ein Konferenzbeitrag zitiert wird?
Die Zitationsform richtet sich nach der tatsächlich benutzten Fassung: veröffentlichter Beitrag in Proceedings, live gehaltener Vortrag, virtuelle Präsentation, Paneldiskussion, Frage-Antwort-Session oder veröffentlichte Aufzeichnung. Diese Fassung bestimmt den Eintrag im Literaturverzeichnis und damit auch das Signalwort im MLA-Kurzbeleg.
Wie zitiert MLA einen veröffentlichten Konferenzbeitrag in Proceedings?
Ein veröffentlichter Beitrag in Proceedings wird wie ein Essay in einer Kollektion behandelt: Beitragstitel in Anführungszeichen, Proceedings als Container, gegebenenfalls edited by, Publisher, Jahr und Seitenbereich. Im Text steht das Signalwort, meist der Nachname, plus Seitenzahl, zum Beispiel (Schmidt 71).
Wie zitiere ich einen Vortrag, der nur live gehalten wurde und nicht in Proceedings erschienen ist?
Ein nicht publizierter Vortrag wird als Live-Präsentation dokumentiert: Vortragende Person, Vortragstitel, Konferenzname als Container, Datum und Ort. Im Text bleibt der Beleg meist beim Signalwort, weil Seitenzahlen fehlen, zum Beispiel (Meyer).
Was ändert sich bei einer virtuellen Konferenz in MLA?
Die Struktur bleibt wie beim physischen Vortrag; an die Stelle des Orts tritt im Location-Element online. Im Text bleibt der Kurzbeleg in der Regel identisch, also Signalwort ohne Seitenzahl. Der Unterschied wird im Literaturverzeichnis sichtbar.
Wie zitiert MLA eine Paneldiskussion oder eine Frage-Antwort-Session?
Die Teilnehmenden stehen im Autorfeld, gegebenenfalls mit Rollenhinweis wie panelist, und die Art der Quelle wird als Beschreibung geführt, zum Beispiel Panel discussion. Danach folgen Konferenzname, Datum und Ort beziehungsweise online. Im Text verweist der Kurzbeleg auf das erste Element des Eintrags.
Wenn ich eine Aufzeichnung benutze: zitiere ich das Live-Event oder das Recording?
MLA verlangt, die benutzte Aufzeichnung zu zitieren, nicht das Live-Event. Der Eintrag enthält dann Plattform oder Website als Container, Publikationsdatum der Aufzeichnung, URL und bei Bedarf weitere Mitwirkende. Im Text verweist der Kurzbeleg auf das erste Element des Recording-Eintrags, häufig einen Kurztitel.
Wie kennzeichne ich in MLA, dass ich ein Transkript statt der Videoaufzeichnung genutzt habe?
Wenn das Transkript die tatsächlich benutzte Fassung ist, kann am Ende des Eintrags das optionale Element Transcript ergänzt werden. Der Kurzbeleg im Text bleibt unverändert am ersten Element orientiert, etwa am Titel der Quelle, wenn der Eintrag mit dem Titel beginnt.
Wie funktioniert der MLA-Kurzbeleg im Text bei Proceedings-Beiträgen im Vergleich zu Vorträgen?
Bei Proceedings-Beiträgen steht im Text Signalwort plus Seitenzahl, zum Beispiel (Keller 45). Bei Vorträgen ohne publizierte Seiten steht meist nur das Signalwort, zum Beispiel (Meyer). Ein zusätzlicher Lokator wird nur genutzt, wenn die benutzte Fassung selbst einen stabilen Marker bietet, etwa einen Zeitstempel im Recording.
Wie zitiere ich Konferenzbeiträge mit zwei Autoren oder mit drei oder mehr Autoren nach MLA?
Bei zwei Autoren nennt MLA im Text beide Nachnamen mit and, zum Beispiel (Schmidt and Weber 88). Ab drei Autoren steht im Kurzbeleg der erste Nachname plus et al., zum Beispiel (Lemke et al. 112). Im Literaturverzeichnis folgt die Autorenzeile der benutzten Fassung.
Was mache ich, wenn im Literaturverzeichnis mehrere Konferenzbeiträge derselben Person stehen?
MLA unterscheidet im Text über einen Kurztitel, nicht über Jahresbuchstaben. Beispiele sind (Keller, „Digital Assessment“ 45) und (Keller, „Platform Pedagogy“ 73). Der Kurztitel muss eindeutig zum jeweiligen Eintrag im Literaturverzeichnis passen.
Wie kombiniere ich mehrere Konferenzbelege in einem MLA-Kurzbeleg?
Mehrere MLA-Kurzbelege werden in einer Klammer mit Semikolon getrennt, zum Beispiel (Keller 45; Schmidt 71; Weber) oder (Kapoor and Stoppard; Meyer). Die Reihenfolge sollte innerhalb der Arbeit konsistent gehandhabt werden.
Wie zitiere ich das Proceedings-Gesamtwerk nach MLA?
Das Proceedings-Gesamtwerk wird wie eine herausgegebene Sammlung zitiert: Herausgeber, Titel der Proceedings, Publisher und Jahr. Einzelbeiträge erhalten eigene Einträge, wenn genau diese Beiträge als Quelle genutzt werden. Das Gesamtwerk wird zusätzlich geführt, wenn es selbst Untersuchungsgegenstand ist.
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Prüfung und Korrektur der Zitation im Text nach MLA-Stil sowie nach ergänzenden Hochschulrichtlinien
Zitationskorrektur ansehenKorrektur und Vereinheitlichung der Quellen im Literaturverzeichnis nach MLA-Stil und Hochschulvorgaben
Literaturverzeichnis ansehenAbgleich der In-Text-Zitationen mit dem Literaturverzeichnis, damit alle Quellen vollständig, korrekt und einheitlich sind
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