Lesedauer: ca. 16 Minuten Artikeltyp: Beispiel

MLA zitieren: Anleitung, Regeln und Beispiele für deine wissenschaftliche Arbeit

MLA zitieren bedeutet, Quellen im Fließtext kurz anzugeben und vollständig im Literaturverzeichnis aufzuführen. Der MLA-Stil nutzt dafür meist den Nachnamen des Autors und die Seitenzahl, zum Beispiel: (Müller 23). Die vollständige Quellenangabe steht anschließend im Literaturverzeichnis unter „Works Cited“: Müller, Thomas. Wissenschaftliches Schreiben im Studium. Campus Verlag, 2022. Besonders in sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlichen Arbeiten hilft die MLA-Zitation dabei, Zitate, Paraphrasen und Quellenangaben einheitlich darzustellen. So bleibt deine Bachelorarbeit oder Masterarbeit nachvollziehbar, formal sauber und besser vor unbeabsichtigtem Plagiat geschützt.

Brauchst du eine fachliche Einschätzung?

Finde die passende Antwort in der 1a-Studi Akademie oder lass deine konkrete Frage kostenlos von einem Experten einschätzen.

Frage kostenlos prüfen lassen
Bücher in wissenschaftlichen Arbeiten zitieren

Grundlagen

MLA Stil zitieren im Text und Literaturverzeichnis

Wenn du MLA zitieren möchtest, brauchst du ein System aus Kurzbeleg im Fließtext und vollständigem Eintrag im Literaturverzeichnis. Der MLA-Stil eignet sich vor allem für geisteswissenschaftliche, sprachwissenschaftliche und literaturwissenschaftliche Arbeiten. In deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit verweist du direkt im Text auf die verwendete Quelle und führst die vollständigen Quellenangaben am Ende deiner Arbeit im Bereich „Works Cited“ auf.

Der Vorteil dieser Zitation liegt in der Übersichtlichkeit. Der Lesefluss bleibt erhalten, weil der Kurzbeleg nur die wichtigsten Informationen enthält: Autor und Seitenzahl. Die ausführliche Angabe mit Titel, Medium, Auflage, Nummer, Verlag, Veröffentlichung und URL steht im Literaturverzeichnis. Dadurch erkennst du sofort, welche Quelle hinter einem Zitat, einer Paraphrase oder einem fachlichen Gedanken steht.

Bereich Bedeutung im MLA-Stil Beispiel
Kurzbeleg im Fließtext Autor und Seite direkt im Text (Müller 23)
Literaturverzeichnis vollständige Quellenangabe am Ende Müller, Thomas. Titel des Buches. Verlag, 2022.

Definition und Herkunft

Was ist die MLA Zitation? Definition und Herkunft

Der MLA-Stil ist ein Zitierstil der Modern Language Association. Die Zitation folgt einer einfachen Grundidee: Im Fließtext steht ein kurzer Hinweis auf die Quelle, während das Literaturverzeichnis die vollständige Angabe enthält. Der Stil vermeidet umfangreiche Fußnoten und konzentriert sich auf nachvollziehbare Quellenverweise im Text.

Die Definition lautet: MLA ist eine amerikanische Zitierweise, bei der du Quellen über ein Autor-Seitenzahl-System belegst. Die Jahreszahl steht im Kurzbeleg normalerweise nicht im Mittelpunkt. Das unterscheidet den MLA-Zitierstil deutlich vom APA Stil und vom Harvard-System, bei denen die Jahresangabe im Text eine zentrale Funktion besitzt.

Der MLA-Stil ist ein Zitierstil der Modern Language Association. Er ordnet die Zitation nach einem einfachen Prinzip: Im Fließtext steht ein kurzer Quellenverweis, während das Literaturverzeichnis die vollständigen Quellenangaben enthält. Dadurch bleibt der Text lesbar, und jede Quelle ist trotzdem eindeutig auffindbar.

Die aktuelle Grundlage ist die 9. Ausgabe des MLA Handbook. Diese Version baut auf der 8. Ausgabe auf und führt das flexible System der Core Elements fort. Der MLA-Stil fragt deshalb nicht zuerst nach einer starren Quellenart, sondern nach den vorhandenen Angaben: Autor, Titel, Container, andere Mitwirkende, Version, Nummer, Verlag, Datum und Ort der Veröffentlichung.

MLA-Version Bedeutung Hauptunterschied
MLA 7 ältere Zitierlogik stärkere Orientierung an festen Quellenarten wie Buch, Website oder Film
MLA 8 grundlegende Modernisierung Einführung des flexiblen Container-Modells und der Core Elements
MLA 9 aktuelle Grundlage Beibehaltung des Systems aus MLA 8, aber deutlich mehr Beispiele, Hinweise zu digitalen Quellen, Plagiat, Paraphrasen, inklusiver Sprache, Notes und annotierten Bibliografien

Für deine wissenschaftliche Arbeit bedeutet das: Du solltest MLA nicht als starre Liste einzelner Sonderfälle verstehen. Entscheidend ist, welche Angaben die jeweilige Quelle tatsächlich besitzt. Ein Buch, ein Zeitschriftenartikel, eine Website, ein YouTube-Video oder ein Kapitel im Sammelband wird nach derselben Grundlogik aufgebaut.

Kurzbeleg im Fließtext

MLA Style im Fließtext zitieren: Kurzbeleg statt Fußnote

Beim Belegen im Fließtext setzt du den Kurzbeleg direkt hinter die übernommene Aussage. Der Kurzbeleg steht in runden Klammern und enthält meistens den Nachnamen des Autors sowie die Seitenzahl. Zwischen Autor und Seitenzahl setzt du im MLA-Stil kein Komma.

Beispiel:

Die Analyse zeigt eine deutliche Veränderung der Lesepraxis (Müller 45).

Wenn der Autor bereits im Satz genannt wird, reicht die Seitenzahl in Klammern. Beispiel: Müller beschreibt die Veränderung der Lesepraxis als grundlegenden Wandel (45). So bleibt der Text lesbar, und die Herkunft der Information bleibt eindeutig.

Direktes Zitat im MLA Zitierstil

Ein direktes Zitat übernimmst du wortgetreu aus der Quelle. Du setzt den übernommenen Wortlaut in Anführungszeichen und ergänzt anschließend den Kurzbeleg.

Beispiel:

„Digitale Texte verändern die Aufmerksamkeit beim Lesen“ (Schneider 18).

Wichtig ist, dass du Wortlaut, Zeichensetzung und Aussage nicht veränderst. Jede Auslassung oder Ergänzung muss formal erkennbar sein.

Indirektes Zitat und Paraphrase im Fließtext

Ein indirektes Zitat gibst du in eigenen Worten wieder. Auch bei einer Paraphrase brauchst du eine Quellenangabe, weil der Gedanke weiterhin aus einer fremden Quelle stammt.

Beispiel:

Digitale Leseumgebungen verändern laut Schneider die Aufmerksamkeit und die Struktur des Lesens (18).

Für deine Bachelorarbeit ist diese Form besonders wichtig, weil wissenschaftliches Schreiben vor allem aus Einordnung, Erklärung und Argumentation besteht.

Mehrere Autoren: Autor, Titel und Seitenzahl richtig verbinden

Bei zwei Autoren nennst du beide Nachnamen.

Beispiel:

(Müller und Schneider 47).

Bei drei oder mehr Autoren verwendest du den ersten Namen und die Abkürzung et al.

Beispiel:

(Müller et al. 91).

Wenn mehrere Werke desselben Autors in deinem Literaturverzeichnis stehen, ergänzt du einen gekürzten Titel, damit die Quelle eindeutig bleibt:

(Müller, Wissenschaftliches Schreiben 23).

Works Cited

Literaturverzeichnis nach MLA: Works Cited richtig aufbauen

Das Literaturverzeichnis heißt im MLA-Stil häufig „Works Cited“. Dort listest du alle Quellen auf, die du im Fließtext belegt oder paraphrasiert hast. Die Einträge stehen alphabetisch nach dem Nachnamen des ersten Autors. Der erste Autor erscheint mit Nachname, Vorname. Weitere Namen folgen je nach Quellenart und Anzahl.

Der zentrale Zweck des Literaturverzeichnisses besteht darin, jede Quelle auffindbar zu machen. Deshalb müssen die Quellenangaben vollständig, einheitlich und nachvollziehbar sein. Ein Eintrag enthält nicht immer jedes Element. Du verwendest nur die Elemente, die für die jeweilige Quelle vorhanden und relevant sind.

Die 9 Elemente der Quellenangaben

Die MLA-Zitation arbeitet mit Kernelementen. Dazu gehören Autor, Titel der Quelle, Titel des Mediums, andere Mitwirkende, Version oder Auflage, Nummer, Verlag, Veröffentlichung und Ort beziehungsweise Seite, URL oder DOI. Diese Elemente helfen dir, unterschiedliche Quellenarten nach einer einheitlichen Logik zu erfassen.

Das Literaturverzeichnis heißt im MLA-Stil „Works Cited“. Dort stehen alle Quellen, die du im Fließtext zitierst, paraphrasierst oder zusammenfasst. Die Einträge werden alphabetisch nach dem Nachnamen des ersten Autors sortiert. Der erste Autor erscheint im Format Nachname, Vorname. Danach folgen Titel, Container, Version oder Auflage, Nummer, Verlag, Jahr und Seitenbereich, soweit diese Angaben für die Quelle vorhanden sind.

Quellenart Beispiel im Fließtext Beispiel im Literaturverzeichnis
Buch (Müller 45) Müller, Thomas. Wissenschaftliches Schreiben im Studium. Campus Verlag, 2022.
Monographie (Schneider 88) Schneider, Laura. Literaturtheorie und Textanalyse. 2nd ed., Fink, 2021.
Kapitel (Becker 114) Becker, Anna. “Quellenarbeit im Studium.” Wissenschaftliches Schreiben heute, edited by Thomas Müller, Springer VS, 2023, pp. 101–125.
Sammelband (Müller and Becker 52) Müller, Thomas, and Anna Becker, editors. Handbuch akademisches Schreiben. Springer VS, 2023.
Zeitschriftenartikel (Keller 48) Keller, Jonas. “Zitation und wissenschaftliche Redlichkeit.” Zeitschrift für Hochschuldidaktik, vol. 18, no. 2, 2023, pp. 45–62.
Zeitungsartikel (Schmidt 14) Schmidt, Hannah. “Studierende nutzen digitale Quellen intensiver.” Süddeutsche Zeitung, 12 Mar. 2024, p. 14.

Wichtig ist die Einheitlichkeit. Jeder Kurzbeleg im Fließtext muss zu einem Eintrag im Literaturverzeichnis führen. Umgekehrt sollte jeder Eintrag im Literaturverzeichnis auch im Text verwendet werden. So verhinderst du unvollständige Quellenangaben und reduzierst das Risiko eines formalen Plagiats.

Beispiele nach Quellenart

Quellenarten zitieren: Beispiele und Artikel

Diese Pillar-Seite gibt dir den Überblick. Für jede einzelne Quellenart solltest du einen eigenen Longtail-Artikel anlegen und intern verlinken. Dadurch entsteht ein sauberer MLA-Cluster, der Studierende von der allgemeinen Erklärung bis zur konkreten Quelle führt.

Quellenart Verwendung in wissenschaftlichen Arbeiten
Zeitschriftenartikel Zeitschriftenartikel eignen sich, wenn aktuelle Forschungsergebnisse, Fachdebatten oder empirische Studien zitiert werden.
Übersetzte Quellen Übersetzte Quellen eignen sich, wenn eine fremdsprachige Originalquelle in einer zugänglichen Übersetzung verwendet wird.
Rechtskommentare Rechtskommentare eignen sich, wenn juristische Normen, Gesetzesauslegungen oder fachliche Rechtsinterpretationen belegt werden.
Abschlussarbeiten Abschlussarbeiten eignen sich, wenn unveröffentlichte oder institutionell veröffentlichte Forschungsergebnisse herangezogen werden.
Interviews Interviews eignen sich, wenn Aussagen, Erfahrungen oder Experteneinschätzungen als Primärmaterial zitiert werden.
Buchkapitel Buchkapitel eignen sich, wenn ein einzelner Beitrag aus einem Sammelband oder Herausgeberwerk wissenschaftlich verwendet wird.
Buch / Monografie Monografien eignen sich, wenn ein umfassendes wissenschaftliches Werk zu Theorie, Methode oder Forschungsstand zitiert wird.
Archivmaterialien Archivmaterialien eignen sich, wenn historische Dokumente, Akten, Briefe oder unveröffentlichte Primärquellen ausgewertet werden.
Soziale Medien Soziale Medien eignen sich, wenn öffentliche Beiträge, digitale Kommunikation oder zeitgenössische Diskurse untersucht werden.
Patente Patente eignen sich, wenn technische Erfindungen, Schutzrechte oder Innovationsprozesse nachgewiesen werden.
Datenbanken Datenbanken eignen sich, wenn strukturierte Forschungsdaten, Datensätze oder recherchierte Einträge als Quelle dienen.
Brief Briefe eignen sich, wenn persönliche Korrespondenz, historische Kommunikation oder unveröffentlichte Aussagen analysiert werden.
Konferenzbeiträge Konferenzbeiträge eignen sich, wenn Vorträge, Proceedings oder frühe Forschungsergebnisse aus Fachkonferenzen zitiert werden.
Webseiten Webseiten eignen sich, wenn institutionelle Informationen, Online-Dokumentationen oder digitale Inhalte wissenschaftlich relevant sind.
Online-Artikel Online-Artikel eignen sich, wenn journalistische, fachliche oder redaktionelle Beiträge aus digitalen Publikationen belegt werden.
Audio- und Videoquellen Audio- und Videoquellen eignen sich, wenn Podcasts, Filme, Vorträge, Interviews oder audiovisuelle Inhalte analysiert werden.
Gesetze Gesetze eignen sich, wenn rechtliche Grundlagen, Normen oder verbindliche Regelungen in die Argumentation einbezogen werden.
Enzyklopädien Enzyklopädien eignen sich, wenn definitorisches Grundlagenwissen oder einführende Sachinformationen belegt werden.
Berichte Berichte eignen sich, wenn Institutionen, Organisationen oder Forschungsstellen Ergebnisse, Daten oder Analysen veröffentlichen.

Buch nach MLA zitieren

Ein Buch zitierst du nach MLA mit Autor, Titel, Verlag und Jahr. Wenn du dich auf eine konkrete Aussage beziehst, steht im Fließtext zusätzlich die Seitenzahl.

Beispiel im Text:

Wissenschaftliches Schreiben verlangt eine erkennbare Verbindung zwischen Argumentation und Quellenarbeit (Müller 45).

Beispiel im Literaturverzeichnis:

Müller, Thomas. Wissenschaftliches Schreiben im Studium. Campus Verlag, 2022.

Monographie nach MLA zitieren

Eine Monographie ist ein wissenschaftliches Einzelwerk, das in der Regel von einem Autor oder mehreren Autoren vollständig zu einem Thema verfasst wurde. Bei einer Auflage ergänzt du die Version nach dem Titel.

Beispiel im Text:

Schneider beschreibt die Textanalyse als Verfahren, das Interpretation und Nachweis miteinander verbindet (88).

Beispiel im Literaturverzeichnis:

Schneider, Laura. Literaturtheorie und Textanalyse. 2nd ed., Fink, 2021.

Kapitel nach MLA zitieren

Ein Kapitel aus einem Sammelband zitierst du nicht wie ein ganzes Buch. Zuerst steht der Autor des Kapitels, danach der Kapiteltitel. Anschließend folgt der Titel des Sammelbands mit Herausgeber, Verlag, Jahr und Seitenbereich.

Beispiel im Text:

Die korrekte Quellenarbeit beginnt bereits bei der Auswahl und Ordnung der verwendeten Literatur (Becker 114).

Beispiel im Literaturverzeichnis:

Becker, Anna. “Quellenarbeit im Studium.” Wissenschaftliches Schreiben heute, edited by Thomas Müller, Springer VS, 2023, pp. 101–125.

Sammelband nach MLA zitieren

Einen Sammelband zitierst du als Gesamtwerk, wenn du dich nicht auf ein einzelnes Kapitel, sondern auf den gesamten Band beziehst. Dann stehen die Herausgeber im Mittelpunkt. Im Literaturverzeichnis ergänzt du nach den Namen die Angabe „editors“.

Beispiel im Text:

Der Sammelband zeigt, dass akademisches Schreiben verschiedene Schreib-, Prüf- und Zitierkompetenzen verbindet (Müller and Becker 52).

Beispiel im Literaturverzeichnis:

Müller, Thomas, and Anna Becker, editors. Handbuch akademisches Schreiben. Springer VS, 2023.

Artikel aus einer Zeitschrift nach MLA zitieren

Bei einem Zeitschriftenartikel brauchst du Autor, Artikeltitel, Zeitschriftentitel, Jahrgang, Nummer, Jahr und Seitenbereich. Der Artikeltitel steht in Anführungszeichen, der Zeitschriftentitel kursiv.

Beispiel im Text:

Zitierfehler entstehen häufig dort, wo Studierende Kurzbelege und Literaturverzeichnis nicht systematisch abgleichen (Keller 48).

Beispiel im Literaturverzeichnis:

Keller, Jonas. “Zitation und wissenschaftliche Redlichkeit.” Zeitschrift für Hochschuldidaktik, vol. 18, no. 2, 2023, pp. 45–62.

Zeitungsartikel nach MLA zitieren

Bei einem Zeitungsartikel stehen Autor, Titel, Zeitung, Datum und Seite oder URL im Mittelpunkt. Bei einer gedruckten Zeitung gibst du die Seite an. Bei einem Onlineartikel ersetzt die URL häufig die Seitenangabe.

Beispiel im Text:

Digitale Quellen verändern laut Schmidt die Recherchepraxis von Studierenden deutlich (14).

Beispiel im Literaturverzeichnis:

Schmidt, Hannah. “Studierende nutzen digitale Quellen intensiver.” Süddeutsche Zeitung, 12 Mar. 2024, p. 14.

Formale Gestaltung

Erste Seite und Formatierung im MLA-Stil

Der MLA-Stil betrifft nicht nur Zitation und Literaturverzeichnis, sondern auch die formale Gestaltung der Arbeit. Häufig erwartet die Hochschule einen gut lesbaren Text, doppelte Zeilenabstände, klare Seitenränder und eine Kopfzeile mit Nachname und Seitenzahl. Auf der ersten Seite stehen oft Name, Betreuungsperson, Kurs oder Modul, Datum und Titel der Arbeit.

Für deine Arbeit gilt trotzdem: Die Vorgaben deiner Hochschule haben Vorrang. Wenn dein Institut eigene Regeln für Deckblatt, Schriftgröße, Zeilenabstand oder Kopfzeile festlegt, verwendest du diese Vorgaben. Der MLA-Stil liefert die Grundlage, aber Hochschulen können zusätzliche formale Regeln festlegen.

Bachelorarbeit und Masterarbeit

MLA in Bachelorarbeit und Masterarbeit verwenden

In einer Bachelorarbeit brauchst du vor allem Konsistenz. Gerade in der Bachelorarbeit zählt eine einheitliche Zitation, weil formale Fehler schnell die Bewertung schwächen. Entscheide dich für einen Zitierstil und halte ihn durchgehend ein. Wenn dein Studiengang MLA verlangt, müssen Kurzbelege, Literaturverzeichnis, Titel, Seitenzahl und Quellenangaben zusammenpassen. Fehler entstehen häufig, wenn unterschiedliche Stile vermischt werden.

In einer Masterarbeit steigt die Zahl der Quellen meistens deutlich. Dadurch wird das Literaturverzeichnis komplexer. Prüfe deshalb früh, ob du Bücher, Artikel, Internetquellen, Working Papers, Filme, Interviews oder Datenbanken verwendest. Je früher du die Quellenarten ordnest, desto leichter bleibt die finale Zitierprüfung.

Fehlerquellen

Häufige Probleme bei MLA-Quellenangaben

Viele Fehler entstehen nicht durch fehlendes Wissen, sondern durch uneinheitliche Anwendung. Besonders kritisch sind fehlende Angaben, falsche Reihenfolge, uneinheitliche Titel, unklare Seitenzahl und unvollständige URLs. Bei jeder Quelle solltest du prüfen, welche Informationen wirklich vorhanden sind und welche Angabe für die Wiederauffindbarkeit nötig ist.

Quelle ohne Autor

Fehlt der Autor, beginnt die Quellenangabe mit dem Titel. Im Fließtext verwendest du dann ebenfalls den Titel oder eine gekürzte Form des Titels. Diese Regel ist besonders bei Websites, Lexikonartikeln und Organisationstexten wichtig. Prüfe trotzdem, ob eine Organisation als Autor gilt.

Quelle ohne Seitenzahl

Viele Internetquellen besitzen keine klassische Seitenzahl. In diesem Fall setzt du keinen erfundenen Seitenwert ein. Du verwendest den Autor oder den Titel als Kurzbeleg und ergänzt bei Bedarf Abschnitte, Kapitel oder andere eindeutig auffindbare Stellen. Die Regel lautet: Der Beleg muss zur passenden Quelle im Literaturverzeichnis führen.

Zitat im Zitat und Sekundärquelle

Ein Zitat im Zitat ist nur sinnvoll, wenn du die Originalquelle nicht beschaffen kannst. Dann kennzeichnest du, dass du die Aussage über eine zweite Quelle gefunden hast. Für eine hochwertige wissenschaftliche Arbeit solltest du jedoch immer versuchen, die Originalquelle zu lesen. Das verbessert die Argumentation und reduziert Fehler in der Zitation.

Zitierweisen vergleichen

MLA, APA Stil, Harvard und deutsche Zitierweise im Vergleich

Der MLA-Stil unterscheidet sich vor allem durch den Kurzbeleg mit Autor und Seitenzahl. Der APA Stil arbeitet im Text stärker mit Autor und Jahreszahl. Harvard nutzt ebenfalls häufig Autor, Jahr und Seite. Die deutsche Zitierweise verwendet dagegen oft Fußnoten und vollständige oder verkürzte Nachweise am Seitenende.

Zitierstil Kurzbeleg im Text Typischer Einsatz
MLA (Müller 23) Literatur-, Sprach- und Kulturwissenschaft
APA (Müller, 2022, S. 23) Psychologie, Sozialwissenschaften
Harvard (Müller 2022: 23) Wirtschaft, Sozialwissenschaften
Deutsche Zitierweise Fußnote Geisteswissenschaften, Rechtsnähe, historische Fächer

Zitierprüfung

MLA-Zitation prüfen: Plagiat vermeiden und Plagiatsprüfung nutzen

Eine korrekte MLA-Zitation schützt deine Arbeit vor formalen Fehlern und reduziert das Risiko eines Plagiats. Ein Plagiat entsteht nicht nur durch absichtliches Kopieren. Auch vergessene Quellenangaben, unklare Paraphrasen oder fehlende Anführungszeichen bei einem direkten Zitat können problematisch sein.

Nutze deshalb vor der Abgabe deiner Bachelorarbeit eine systematische Zitierprüfung. Prüfe jeden Kurzbeleg im Fließtext gegen das Literaturverzeichnis. Kontrolliere außerdem, ob jeder Eintrag im Literaturverzeichnis im Text vorkommt. Eine ergänzende Plagiatsprüfung hilft dir, unbeabsichtigte Übernahmen zu erkennen. 1a-Studi kann deine Arbeit zusätzlich im Rahmen von Korrekturlesen, Lektorat und formaler Prüfung auf Zitation, Quellenlogik und einheitliche Angaben kontrollieren.

Teile oder zitiere diesen Artikel

Häufige Fragen & Antworten

Du hast noch weitere Fragen zur Zitation nach MLA? Dann recherchiere weiter in der 1a-Studi Wissensdatenbank.

Was ist die MLA-Formel?

Die MLA-Formel beschreibt den Aufbau einer Quellenangabe nach den Core Elements. Im Literaturverzeichnis lautet das Grundschema: Autor. Titel der Quelle. Titel des Containers, andere Mitwirkende, Version, Nummer, Verlag, Veröffentlichungsdatum, Ort. Im Fließtext verwendest du die Kurzform aus Nachname und Seitenzahl, zum Beispiel: (Müller 23). Nicht jede Quelle enthält alle Elemente. Entscheidend ist, dass die vorhandenen Angaben vollständig, einheitlich und eindeutig auffindbar erscheinen.

Was ist ein MLA-Format?

Das MLA-Format ist ein formales System für wissenschaftliche Texte, Quellenangaben und Literaturverzeichnisse. Es regelt, wie du Zitate im Fließtext belegst, wie du „Works Cited“ aufbaust und wie Quellen wie Bücher, Artikel, Websites oder Filme angegeben werden. Zusätzlich betrifft MLA häufig Layoutfragen wie Kopfzeile, Seitenzahlen, Zeilenabstand und erste Seite. Für deine Arbeit gilt jedoch immer: Hochschulvorgaben haben Vorrang, wenn diese vom MLA-Format abweichen.

Welche ist besser, MLA oder APA?

MLA ist nicht grundsätzlich besser als APA. Die bessere Wahl hängt vom Fachbereich und von den Vorgaben deiner Hochschule ab. MLA eignet sich besonders für Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft und Kulturwissenschaft, weil der Stil Autor und Seitenzahl betont. APA eignet sich stärker für Psychologie, Sozialwissenschaften und empirische Arbeiten, weil Autor und Jahr im Mittelpunkt stehen. Wenn keine Vorgabe existiert, solltest du den Stil wählen, der in deinem Fach üblich ist.

Wann MLA, wann APA?

MLA verwendest du vor allem, wenn dein Studiengang sprach-, literatur- oder kulturwissenschaftlich ausgerichtet ist. Der Stil passt gut, wenn Textstellen, Seitenzahlen und Werktitel zentral sind. APA verwendest du eher in Psychologie, Pädagogik, Sozialwissenschaften oder empirischer Forschung, weil dort Aktualität, Erscheinungsjahr und Studienbezug wichtig sind. Entscheidend bleibt die Prüfungsordnung oder Vorgabe deiner Betreuungsperson. Vermische MLA und APA nicht, da sonst formale Fehler entstehen.

Wie zitiere ich im MLA-Stil?

Im MLA-Stil setzt du den Kurzbeleg direkt in den Fließtext. Meist enthält er den Nachnamen des Autors und die Seitenzahl: (Müller 23). Wenn der Autor bereits im Satz steht, reicht die Seitenzahl in Klammern: Müller zeigt diese Entwicklung deutlich (23). Im Literaturverzeichnis unter „Works Cited“ folgt die vollständige Quelle, zum Beispiel: Müller, Thomas. Wissenschaftliches Schreiben im Studium. Campus Verlag, 2022.

Was ist die neueste Auflage der Zitierregeln nach MLA?

Die aktuelle Grundlage für MLA ist das MLA Handbook in der 9. Ausgabe. Diese Ausgabe baut auf dem flexiblen System der 8. Ausgabe auf und arbeitet weiterhin mit den Core Elements. Neu beziehungsweise stärker ausgearbeitet sind zusätzliche Beispiele, digitale Quellen, Paraphrasen, Plagiatsvermeidung, inklusive Sprache, Notes und annotierte Bibliografien. Für wissenschaftliche Arbeiten solltest du deshalb MLA 9 verwenden, sofern deine Hochschule keine ältere Ausgabe ausdrücklich verlangt.

Hat dir dieser Artikel geholfen?

Dein Feedback hilft dabei, die 1a-Studi Akademie gezielter auszubauen und passende Inhalte schneller auffindbar zu machen.

MLA-Zitation & Quellenangaben

Prüfung und Korrektur der Zitation im Text nach MLA-Stil sowie nach ergänzenden Hochschulrichtlinien

Zitationskorrektur ansehen
Quellenabgleich & Recherche

Abgleich der In-Text-Zitationen mit dem Literaturverzeichnis, damit alle Quellen vollständig, korrekt und einheitlich sind

Mehr über Abgleich & Recherche