Warum eine normale Plagiatsprüfung eigene Vorarbeiten nicht vollständig erfasst
Eine reguläre Plagiatsprüfung vergleicht den hochgeladenen Text mit den Quellen, die dem jeweiligen Prüfsystem technisch zur Verfügung stehen. Eigene frühere Arbeiten, unveröffentlichte Manuskripte, interne Dokumente, passwortgeschützte PDFs oder lokale Dateien sind darin häufig nicht enthalten. Deshalb kann eine Arbeit trotz eines niedrigen allgemeinen Ähnlichkeitswertes deutliche Überschneidungen mit bereits verwendeten eigenen Texten enthalten.
Wenn du zunächst klären möchtest, wann die Wiederverwendung eigener Inhalte wissenschaftlich als Selbstplagiat gelten kann, findest du Definitionen, Beispiele und die wissenschaftliche Einordnung im Ratgeber Selbstplagiat: Definition, Beispiele und wissenschaftliche Einordnung.
Reguläre Plagiatsprüfung
Vergleich mit technisch verfügbaren externen Quellen und Datenbanken.
Selbstplagiatsprüfung
Vergleich der aktuellen Arbeit mit eigenen und individuell bereitgestellten Vergleichsdokumenten.
Quellenabgleich
Prüfung, ob Quellen, Seitenzahlen und Literaturangaben tatsächlich mit den jeweiligen Originalen übereinstimmen.
Die Selbstplagiatsprüfung ergänzt den allgemeinen Scan um deine individuellen Vergleichsdokumente. Nur bereitgestellte beziehungsweise technisch zugängliche Dokumente können in den gezielten Vergleich einbezogen werden.
Welche Dokumente in die Selbstplagiatsprüfung einbezogen werden können
Eigene Texte und Vorarbeiten
Frühere wissenschaftliche Arbeiten gezielt vergleichen
- Eigene frühere Hausarbeiten: Definitionen, Theorieabschnitte oder Literaturauswertungen
- Eigene Bachelor- oder Masterarbeit: Vergleich mit späterer Masterarbeit, Dissertation oder Publikation
- Exposés und Projektberichte: Fragestellung, Theorie, Methodik oder frühere Formulierungen
- Eigene wissenschaftliche Artikel: Publikationen, kumulative Dissertationen und weiterentwickelte Forschungstexte
Weitere Vergleichsdokumente
Nicht indexierte und individuell bereitgestellte Texte einbeziehen
- Unveröffentlichte Manuskripte: noch nicht indexierte Forschungs- und Arbeitstexte
- Interne Dokumente: Forschungsberichte, Projektunterlagen oder nicht öffentliche Materialien
- Bereitgestellte PDF-Quellen: Texte hinter Login, Paywall oder außerhalb öffentlicher Prüfpools
- Webseiten- oder Textauszüge: gezielter Vergleich mit bekannten Fundstellen
- Freigegebene Arbeiten Dritter: nur bei bestehender Nutzungs- und Übermittlungsberechtigung
Technischer Hinweis: Eingescannte PDFs müssen maschinenlesbaren Text enthalten oder vor dem Vergleich entsprechend aufbereitet werden. Unterstützte Formate und Dateigrenzen richten sich nach dem eingesetzten Prüfprozess.