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Wissenschaftliches Arbeiten

Bachelorarbeit Gliederung

Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten – Aufbau und Beispiele

Zu Beginn einer wissenschaftlichen Arbeit entsteht häufig die Frage, wie eine Abschlussarbeit oder Hausarbeit logisch und verständlich gegliedert wird.

Wichtig ist, dass immer ein wissenschaftlicher Standardaufbau verwendet wird. Die Gliederung wird dabei bestimmt von:

  • Art der Arbeit (Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit)
  • Methodik (literaturbasiert oder empirisch)
  • Thema und Zielsetzung

In diesem 1a-Studi Artikel wird der grundlegende Aufbau und Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit detailliert erläutert.

 
Definition

Was ist die Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit?

Jede wissenschaftliche Arbeit – egal ob Hausarbeit, Bachelor- oder Masterarbeit – folgt einer wissenschaftlichen Grundstruktur:

  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss (Fazit)

Der Begriff Gliederung wird häufig synonym zum Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet. Jedoch gibt es Unterschiede:

Während der Aufbau die grundsätzliche Struktur und Reihenfolge der Teile (z. B. Einleitung, Hauptteil, Schluss) beschreibt, geht die Gliederung ins Detail: Diese unterteilt diese Bestandteile in:

  • Kapitel und Unterkapitel
  • konkrete Abschnitte

Der Aufbau ist somit das große Abbild einer Thesis und die Gliederung der inneren Struktur.

Warum die Gliederung entscheidend für den roten Faden ist

Eine gut durchdachte Gliederung ist essenziell, damit sich durch die gesamte Arbeit ein klarer, logischer Gedankengang zieht (Roter Faden) – der oft zitierte rote Faden.

Ohne eine Gliederung und roten Faden besteht die Gefahr, dass …

  • einzelne Abschnitte nicht zusammenpassen
  • Inhalte sich wiederholen
  • wichtige Themen nur oberflächlich behandelt werden

Die Gliederung wird bereits beim Exposé einer Arbeit entworfen. Dadurch kannst du im Voraus zu planen, dass jeder Teil der Arbeit auf die Beantwortung der Forschungsfrage abzielt.

Ein praktischer Tipp, um den roten Faden zu prüfen: Frage dich bei jedem Abschnitt, warum dieser für deine Arbeit verwendet wird und inwiefern dieser zur Beantwortung der Forschungsfrage beiträgt.

Roter-Faden & Inhalt

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1a-Studi-Tipp: Du bist dir unsicher, wie du deine wissenschaftliche Arbeit gliederst und aufbaust, um die Zielsetzung und den roten Faden zu stützen? Dann komm ins Coaching. Experten helfen dir.

Umfang Bachelorarbeit

Je nach Umfang der Arbeit empfiehlt sich die folgende Struktur und Länge:

Abschnitt Prozentualer Anteil (%) Seitenanzahl (20 Seiten) Seitenanzahl (40 Seiten) Seitenanzahl (60 Seiten)
Einleitung 10% 2 4 6
Hauptteil (Theorie, Methodik, Ergebnisse, ggf. Diskussion) 60% 12 24 36
Fazit 10% 2 4 6
Vorkapitel

Übersicht: Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit

Neben Einleitung, Hauptteil und Schluss gibt es weitere Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit, die vor bzw. nach dem Textteil stehen.

Deckblatt (Titelblatt)

Das Deckblatt ist die erste Seite der Arbeit und enthält Basisinformationen. Dazu gehören der Titel (und Untertitel) der Arbeit, der Name der Hochschule (ggf. mit Logo), dein Name als Verfasserin sowie Matrikelnummer, der Studiengang/Fachbereich, betreuender Dozent und das Abgabedatum.

Viele Hochschulen haben Vorgaben oder Vorlagen für ein Deckblatt. Dieses ist unbedingt zu verwenden.

1a-Studi-Tipp: 1a-Studi erstellt das Deckblatt sowie die Gliederung für deine Arbeit mit der professionellen Formatierung.

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Sperrvermerk (optional)

Du möchtest deine Arbeit vor der Öffentlichkeit schützen oder nur bestimmten Personen Zugriff einräumen? Dann lies hier weiter: Sperrvermerk für wissenschaftliche Arbeiten.

Abstract

Ein Abstract ist eine Zusammenfassung der gesamten Arbeit. Auf meist einer halben bis ganzen Seite werden Thema, Ziel, Methode, wichtigste Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Arbeit dargestellt.

Das Ziel des Abstracts ist, damit Leser (und Gutachter) einschätzen, ob die Arbeit für diese interessant ist. Die Zusammenfassung wird oft in Präsens geschrieben und möglichst einfach und klar formuliert.

Nicht jede Studienarbeit benötigt ein Abstract, aber bei Abschlussarbeiten (Bachelor/Master) ist es meist Pflicht. Ein gutes Abstract liefert einen Mini-Überblick: Was wurde untersucht? Wie? Was kam heraus und was bedeuten die Ergebnisse?

1a-Studi-Tipp: Du kannst dein Abstract inhaltlich prüfen lassen oder 1a-Studi beauftragen, dieses aus deiner komplexen Arbeit professionell auszuarbeiten.

Vorwort (optional)

Das Vorwort ist ein freiwilliger Bestandteil einer wissenschaftlichen Arbeit. Dieses bietet dir die Gelegenheit, persönliche Gedanken, Danksagungen oder den Entstehungsprozess der Arbeit zu reflektieren.

Anders als der wissenschaftliche Haupttext kann das Vorwort etwas freier und persönlicher formuliert sein. Hier können z. B. die Motivation zur Themenwahl oder besondere Herausforderungen erwähnt werden, ebenso wie ein Dank an Betreuer, Kollegen oder Institutionen.

Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis listet alle Kapitel und Unterkapitel der Arbeit in der richtigen Reihenfolge mit Seitenzahlen auf. Es steht direkt nach Deckblatt (und Abstract) und verschafft Lesern einen Überblick über den Aufbau und der Gliederung der wissenschaftlichen Arbeit.

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Das Abbildungs- und Tabellenverzeichnis dient dazu, alle in der Arbeit verwendeten Abbildungen und Tabellen übersichtlich aufzulisten. Dafür müssen Abbildungs- und Tabellenbeschriftungen über die Word-Funktion zuvor eingefügt werden.

Abkürzungsverzeichnis

Ein Abkürzungsverzeichnis wird dann eingefügt, wenn in der Arbeit zahlreiche Abkürzungen verwendet werden. Es bietet den Lesern eine kompakte Übersicht aller in der Arbeit vorkommenden Abkürzungen und ihrer vollständigen Bedeutungen. Das Verzeichnis wird alphabetisch sortiert.

1a-Studi-Tipp: 1a-Studi recherchiert, korrigiert Abkürzungen in deiner Arbeit und baut das Abkürzungsverzeichnis für dich auf.

Glossar (optional)

Ein Glossar ist ein optionaler Bestandteil, der Begriffe und Konzepte erklärt, die nicht allen Lesern geläufig sein könnten. Es hilft vor allem bei Themen mit komplexer Terminologie oder wenn der Text interdisziplinäre Begriffe nutzt, die nicht sofort verständlich sind.

Einleitung bis Fazit

Hauptteile der wissenschaftlichen Arbeit

Einleitung

Die Einleitung ist der Start in deine Arbeit. Hier wird das Thema der Arbeit vorgestellt, und vor allem die Forschungsfrage formuliert. Zudem wird der Kontext abgesteckt:

  • Was ist der Hintergrund des Themas?
  • Welche theoretischen Grundlagen oder Definitionen sind wichtig, damit der Leser das Thema versteht?

Wichtig ist, die Ziele der Arbeit zu nennen: Was soll am Ende herauskommen, was erhofft man sich an wichtigen Erkenntnissen?

Des Weiteren gehört der Aufbau der Arbeit (Übersicht der Forschung) in die Einleitung (z. B. „Kapitel 2 stellt die Theorie vor, Kapitel 3 beschreibt die Methode, ...“).

1a-Studi-Tipp: Die Einleitung soll neugierig machen und klar vermitteln, warum die Arbeit relevant ist – sei es wissenschaftlich oder praktisch.

Theoretischer Rahmen

In vielen Arbeiten folgt nach der Einleitung ein Theorie- oder Literaturteil. Dieser Abschnitt umfasst die theoretischen Grundlagen für die eigene Untersuchung und zeigt, wie das Thema in der Fachliteratur aktuell von Experten und Wissenschaftlern angewandt wird.

Konkret werden hier relevante Theorien und Konzepte präsentiert sowie Begriffe und Modelle erläutert, auf die sich deine Arbeit stützt.

Zudem wird der aktuelle Forschungsstand dargestellt:

  • Welche Studien oder Publikationen gibt es bereits zum Thema?
  • Was sind deren wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse?

Alles, was hier steht, sollte allerdings zum Thema gehören und die eigene Forschungsfrage untermauern – auch hier gilt, nur Relevantes aufzunehmen, um den roten Faden nicht zu verlieren.

Methodik

Im Methodik-Teil wird beschrieben, wie du vorgegangen bist, um die Forschungsfrage zu beantworten. Du legst also das Vorgehen der Untersuchung offen. Zunächst wird erklärt, welches Untersuchungsdesign gewählt wurde und warum. Handelt es sich z. B. um eine Literaturarbeit (theoretische Analyse vorhandener Quellen) oder um eine empirische Studie? Falls Letzteres, wurde qualitativ oder quantitativ geforscht?

Bei quantitativen Methoden geht es um messbare Daten und statistische Auswertungen – typische Beispiele sind Umfragen mit Fragebögen, Experimente oder Datenanalysen.

Bei qualitativen Methoden hingegen werden eher nicht-numerische Daten erhoben, z. B. durch Interviews, Beobachtungen oder Fallstudien.

Daher solltest du genau angeben, welche Methode verwendet wurde und warum diese geeignet ist, die Forschungsfrage zu beantworten.

Wichtig ist Transparenz: Ein Leser muss nachvollziehen können, wie die Ergebnisse zustande gekommen sind.

Ergebnisse

Im Ergebnisteil werden die Ergebnisse der Arbeit objektiv präsentiert. Bei empirischen Arbeiten stellst du z. B. statistische Resultate, Beobachtungen oder Antworthäufigkeiten vor.

Bei umfangreichen Ergebnissen kann es helfen, diesen Abschnitt nach Unterfragen oder Hypothesen zu gliedern, damit die wichtigsten Ergebnisse deutlich werden.

Die Darstellung kann in Textform erfolgen und durch Abbildungen oder Tabellen ergänzt werden. Alle Abbildungen und Tabellen sollten beschriftet und im Text erläutert werden.

Diskussion

In der Diskussion werden die Ergebnisse interpretiert und in den Kontext des Forschungsbereichs und der Fragestellung gesetzt. Hier beantwortest du letztlich die Frage: Was bedeuten diese Ergebnisse, die du generiert hast? Diese gleichst du dann mit den Erwartungen oder mit Ergebnissen aus der Literatur ab.

Wurden die Hypothesen bestätigt oder gibt es überraschende Befunde?

Des Weiteren wird eine Limitierung der eigenen Arbeit vorgenommen: Gab es z. B. methodische Einschränkungen, eine geringe Stichprobe oder andere Faktoren, die die Aussagekraft begrenzen?

Ein wichtiger Bestandteil der Diskussion ist der Ausblick auf zukünftige Forschung (kann je nach Aufbau auch im Fazit erfolgen).

Fazit und Ausblick

Der Schlussteil – oft Fazit genannt – bildet den Abschluss der wissenschaftlichen Arbeit. Hier wird die gesamte Arbeit zusammengefasst, die Fragestellung beantwortet und ein Ausblick auf zukünftige Forschungen gemacht.

Wichtig: Im Fazit dürfen keine neuen Informationen oder Argumente auftauchen, die nicht schon im Hauptteil behandelt wurden.

Das Fazit sollte in sich geschlossen und verständlich sein, auch für jemanden, der vielleicht nur Einleitung und Fazit liest.

Handlungsempfehlung / Beratungsbericht (bei praxisorientierten Arbeiten)

In praxisorientierten Arbeiten wird häufig ein eigener Abschnitt für Handlungsempfehlungen oder einen Beratungsbericht eingebaut. Dieser Abschnitt dient dazu, auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse konkrete Vorschläge zu formulieren, die sich auf die Praxis übertragen lassen.

Hier können z. B. Maßnahmen oder Strategien skizziert werden, die für Unternehmen, Organisationen oder Fachbereiche relevant sind.

Verzeichnisse

Abschließende Elemente

Nach dem Fazit folgende weitere wesentliche Verzeichnisse in einer wissenschaftlichen Arbeit:

Literaturverzeichnis

Nach dem Textteil folgt das Literaturverzeichnis. Hier werden sämtliche Quellen aufgeführt, die du in deiner Arbeit zitiert oder verwendet hast. Jede Quelle wird in vollständiger Form angegeben (Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Verlag/Journal etc.), meistens alphabetisch nach Nachnamen sortiert.

Achte darauf, die Quellenangaben einheitlich nach einem Zitierstil zu formatieren (z. B. APA, Harvard, deutsche Zitierweise). Alle im Text erwähnten Quellen müssen im Literaturverzeichnis auftauchen – und umgekehrt sollten keine Werke im Verzeichnis stehen, die nicht im Text zitiert wurden.

1a-Studi-Tipp: 1a-Studi hilft dir bei der Korrektur und dem Aufbau des Literaturverzeichnisses und der Zitation in deiner Arbeit.

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Urkunde

Anhang

Der Anhang enthält zusätzliche Materialien, die den Text ergänzen, aber den Lesefluss stören würden, wenn du diese in den Hauptteil integrierst. Durch eine Platzierung im Anhang kannst du die Mindestseitenanzahl steuern.

Typische Anhänge sind:

  • umfangreiche Tabellen, Abbildungen oder Rohdaten
  • Fragebögen oder Interviewleitfäden
  • ausführliche Berechnungen
  • Transkripte von Interviews
  • Programm-Code etc.

Im Text wird dann auf den Anhang verwiesen (z. B. „siehe Anhang 1“). Jeder Anhangsteil sollte eine Überschrift oder Nummer haben und im Inhaltsverzeichnis des Anhangs gelistet sein, sofern es sehr viel Material ist.

Eidesstattliche Erklärung

Die eidesstattliche Erklärung ist ein formales Element, das in wissenschaftlichen Arbeiten – insbesondere bei Abschlussarbeiten – verlangt wird. Mit dieser Erklärung versicherst du, dass die Arbeit eigenständig und ohne unzulässige Hilfsmittel angefertigt wurde.

Dabei wird bestätigt, dass alle verwendeten Quellen angegeben und keine fremden Inhalte als eigene ausgegeben wurden. In der Regel ist der Wortlaut vorgegeben oder muss den Richtlinien der Hochschule entsprechen.

1a-Studi-Tipp: Das professionelle Korrekturlesen & Lektorat ist völlig legal. Du kannst sogar die Kosten als wissenschaftliche Hilfe erstatten lassen. Erfahre jetzt mehr.

Nachwort/Reflexion (optional)

Das Nachwort ist ein optionaler Bestandteil, der oft bei längeren oder besonders anspruchsvollen Arbeiten verwendet wird. Im Unterschied zum Vorwort steht es am Schluss der Arbeit und gibt Raum für eine persönliche Reflexion. Hier kannst du deine Erfahrungen während des Schreibprozesses formulieren und auf Herausforderungen oder besondere Erkenntnisse eingehen.

Danksagung (optional)

Die Danksagung ist eine freiwillige Ergänzung, die oft zu Beginn oder am Ende der Arbeit eingefügt wird. Hier kannst du dich bei Personen oder Institutionen zu bedanken, die während des Entstehungsprozesses unterstützend gewirkt haben.

Beispiel & praktische Tipps

Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten: Beispiel & praktische Tipps

Damit du ein Gefühl für die Gliederung bekommst, findest du im Folgenden einige Beispielgliederungen unterteilt in Fachbereich und Methodik.

Download Beispiel

Gliederung für juristische Arbeiten

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Gliederung nach Fachbereiche

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Nummerierung Gliederung wissenschaftliche Arbeit

Verzeichnisse erhalten meist keine Nummerierung oder werden mit römischen Zahlen nummeriert.

  • Die Einleitung beginnt als Kapitel 1 bis zum Fazit, z. B. Kapitel 5.
  • Die folgenden Verzeichnisse wie Literaturverzeichnis und Anhang haben dann erneut keine Gliederungsnummer.

1a-Studi-Tipp: Gliederungsebenen müssen immer 2-fach untergliedert werden. Das heißt, nach beispielsweise Kapitel 1.1 muss 1.2 folgen.

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