Korrektur und Lektorat deiner wissenschaftlichen Arbeit ab 2,39 Euro je Normseite.Hier geht es zu deiner Textkorrektur
 

Personalpronomen in wissenschaftlichen Arbeiten

Personalpronomen, wie ich, du er, sie, wir, es, werden verwendet, um bereits erwähnte Namen im Text zu ersetzen. Eine weitere Verwendung dient dem Fall, um über sich selbst (ich) oder jemanden (er, sie) oder etwas anderes (es) zu schreiben.

Personalpronomen in wissenschaftlichen Arbeiten sind jedoch mit großer Vorsicht zu wählen. Zahlreiche Fachbereiche streichen diese vollständig, während sie in anderen Fachbereichen wie beispielsweise Pädagogik, Philosophie oder Lehramt gängig sind.

Du erfährst im folgenden Artikel, wann du Personalpronomen in deiner Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit verwenden solltest und wann besser nicht.

Was sind Personalpronomen?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Personalpronomen um persönliche Fürwörter. Diese werden verwendet, um Personen, die bereits im Text genannt wurden, anzusprechen bzw. sich auf diese zu beziehen. Auch der Autor selbst kann sich durch „ich“ selbst nennen oder durch „wir“ eine Gruppe ansprechen.

Es gilt, dass Personalpronomen wenig Aussagekraft haben und sehr oft Fragen aufwerfen, was bzw. wer genau gemeint ist.


Studi-Tipp: Vermeide Personalpronomen, so gut wie es geht, in deiner wissenschaftlichen Arbeit.


 

Übersicht von Pronomen

Es gibt zahlreiche Pronomen, die im Folgenden näher mit einem Beispiel erläutert werden.

Pronomen (Fürwörter):

Durch Pronomen können Wiederholungen von Nomen vermieden werden.

Beispiel: Mayer (2010) konstatiert, dass er die Aufbereitung von …

Personalpronomen (persönliches Fürwort):

Zu den Personalpronomen zählen ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie und die Pluralformen wir, ihr, sie, uns, euch ihnen.

Beispiel: In meinem Praktikum habe ich es immer wieder erlebt, dass meine Kollegen …

Reflexivpronomen (rückbezügliches Fürwort):

Reflexivpronomen weisen auf das Subjekt zurück. Sie kommen im Dativ und Akkusativ vor: meiner, deiner, seiner, ihrer, unser, eurer.

Beispiel: Mayer (2010) berichtet in seiner Forschung darüber, dass …

Possessivpronomen (besitzanzeigendes Fürwort):

Possessivpronomen bestimmen ein Besitzverhältnis. Dabei richten sich nach der Person, auf die sie sich beziehen. Es handelt sich um eine Ableitung von den Personalpronomen: ich = mein; du = dein; er = sein usw.

Beispiel: Mayer (2010) überprüfte seine Forschungsergebnisse, in dem er …

Relativpronomen (bezügliches Fürwort):

Zu den Relativpronomen zählen der, die, das, welcher, welche, welches, wer, was.

Sie stehen zu Beginn eines Relativsatzes und beziehen sich auf ein vorangehendes Nomen.

Beispiel: Lutzmann (2016) skizziert in seiner Forschung, die dem Vorgehen von Mayer (2012) folgt, dass ..

Das Buch, welches das wissenschaftliche Arbeiten thematisiert …

Demonstrativpronomen (hinweisendes Fürwort)

Demonstrativpronomen werden verwendet, wenn in einem Text ausdrücklich auf etwas hingewiesen werden soll.

Beispiel: Ausdrücke beschreiben die Form. Wenn diese wiederholt im Text auftreten, dann …

Interrogativpronomen (fragendes Fürwort):

Zu den Interrogativpronomen gehören wer, was, wen, wem, welcher, wessen, was.

Beispiel:  Welches Ergebnis hier als valide erscheint, …

Was könnte Kurz (1994) mit seiner Aussage über … gemeint haben?

Indefinitpronomen (unbestimmtes Fürwort):

Indefinitpronomen werden dann verwendet, wenn eine Person oder eine Sache nicht genauer bestimmt sind.

Dazu zählen beispielsweise: alle, allesamt, andere, beide, ein bisschen, ein wenig, ein paar, einer, einige, etliche, ein bisschen, ein wenig, ein paar, etwas, irgendetwas, irgendein, irgendwelche, irgendwas, irgendwer, jeder, jeglicher, jedermann, jemand …


Studi-Tipp: Indefinitpronomen sollten nicht in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet werden. Dein 1a-Studi-Lektor korrigiert diese für dich.


Beispiel: Die Ergebnisse sind eindeutig. Alle gehen von einem gleichen Standpunkt aus.

Lektorat: Die Ergebnisse sind eindeutig, da sie vom gleichen Standpunkt der Forschung ausgehen.

Pronomen in wissenschaftlichen Arbeiten erlaubt?

 

Gründe gegen Personalpronomen in wissenschaftlichen Arbeiten sind vor allem die nicht Identifizierbarkeit von Gruppen oder Personen. Wenn du Personalpronomen in deiner wissenschaftlichen Arbeit verwendest, dann solltest du diese sparsam einsetzen und an der richtigen Stelle.

Die folgenden Beispiele zeigen dir, wir du deine Sätze mit Personalpronomen besser formulieren solltest.


Studi-Tipp: Du bist dir unsicher beim Formulieren deiner Bachelorarbeit? Informiere dich über das wissenschaftliche Lektorat bei 1a-Studi. Die Sprachexperten korrigieren und lektorieren alle deine Personalpronomen, sodass deine Arbeit sprachlich ausgereifter an dich zurückgesendet wird und du eine deutlich bessere Note erhältst.


Er-Form:

Die er-Form kann dann verwendet werden, wenn du einen Autor im Text zitierst und nach der ersten Nennung des Namens erneut Bezug auf ihn nimmst.

Beispiel: Wie Mayer (2009) in seinen Werken über die Analyse von internen Unternehmensdaten ausdrücklich hinweist, müssen die Angaben der Analyse zwingend mit den Soll-Werten übereinstimmen. Ferner konstatiert er, dass bei einer Abweichung …

Im zweiten Satz wurde Mayer mit einem Personalpronomen „er“ ersetzt.


Studi-Tipp: Wenn du Mayer später wieder in deiner Arbeit aufgreifst, dann solltest du hier nicht mit „er“ beginnen, sondern wieder erneut seinen Namen nennen. Danach kannst du wieder ein Personalpronomen verwenden.


Sie-Form:

Bei der sie-Form handelt es sich um ein feminines Personalpronomen, das für weibliche Autoren eingesetzt werden kann. Gleichzeitig handelt es sich jedoch auch um die Pluralform, mit der du z. B. mehrere Autoren beschreiben kannst.

Beispiel: … nach Lehmann (2016) ist darauf zu achten, wie sie ausdrücklich vorschreibt, dass … Weitere Autoren wie Mayer (2009) und Lutzmann (2015) bestätigen ihre Aussage, sie weisen ausdrücklich daraufhin …


Studi-Tipp: Erkennst du bereits den Wirrwarr durch Personalpronomen? In wissenschaftlichen Arbeiten werden Autoren i. R. nur mit dem Nachnamen genannt. Im Text machst du dann ein Geschlecht durch die Verwendung des Personalpronomens deutlich, was das Leseverständnis erschwert. Auch ist das Pronomen „sie“ im letzten Satz zu Mayer und Lutzmann nur durch das Verb „weisen“ eindeutig.


Du solltest daher Personalpronomen sehr sparsam und richtig anwenden. Im oben aufgeführten Beispiel sollte „sie“ nicht verwendet werden. Entweder du verwendest „wie die Autorin ausdrücklich vorschreibt“ oder stellst den Nebensatz um bzw. machst die Notwendig des Vorgehens explizit deutlich: … nach Lehmann (2016) gilt, dass … Hiermit hast du nun festgelegt, dass Lehmann diese Regel ausdrücklich vorschreibt (es gilt), ohne einen Nebensatz zu formulieren.

Es-Form:

Bei der es-Form handelt es sich um ein Neutral, Singular, Nominativ oder die unpersönliche Form.

Eine Form, die unbedingt in wissenschaftlichen Arbeiten vermieden werden sollte.

Beispiel: Es hat sich gezeigt, dass …

Was hat sich gezeigt? Wo wurde dies deutlich? Ein Satz ohne eindeutige Aussage ..

Lektorat: Wie im Vergleich der Analyse und der Soll-Werte ersichtlich wurde (vgl. Tabelle 1 und Kapitel 2), muss eine Übereinstimmung dann vorliegen, wenn …

Wir-Form:

Die wir-Form wird oft verwendet, um eine Ich-Zugehörigkeit auszudrücken. Autoren von wissenschaftlichen Arbeiten, die selbst ein Teil eines Teams oder in einem Unternehmen, über das sie berichten, angestellt sind, verwenden oft das „wir“ oder wenn sie Abläufe beschreiben, beispielsweise: Wir nehmen in diesem Fall an, dass …

Auch wenn es um „unsere“ Welt geht, wird das „wir“ sehr häufig verwendet.

Was drückt „wir“ jedoch aus?

Je nach Fachbereich ist die 1. Person Plural dieses Personalpronomens nicht unüblich, sollte jedoch vor allem im analytischen und wirtschaftlichen Kontext stringent vermieden werden.

Uns-Form

Auch die uns-Form sollte unbedingt vermieden werden. Studierende verwenden diese Form oft, um eine Gruppenzugehörigkeit auszudrücken.

Beispiel: Ich und mein Team nahmen an der Veranstaltung am 23.03.2018 teil und uns wurde gesagt, dass …

Lektorat: Das bereits beschriebene Team unter der Leitung der Autorin der vorliegen Arbeit nahm am 23.03.2018 an der Veranstaltung zum Thema „Wissenschaftliches Arbeiten“ teil. Im Rahmen der Einführung informierte die Dozentin die Teilnehmer darüber, dass …


Studi-Tipp: Erkennst du den Ausdruck von gutem wissenschaftlichen Schreiben? Der erste Satz liefert kaum Informationen und stellt zahlreiche Frage, wer damit gemeint ist und um was es geht. Dein 1a-Studi sorgt auch in deiner Arbeit für ein bessere Textverständnis.


Ihr-Form:

Bei der ihr-Form handelt es sich zum einem um den Dativ des Personalpronomens der 3. Person „sie“ und zum anderen um den Nominativ der 2. Person Plural.

Beispiel: Lehmann (2009) stellt fest, dass bei der … Ihr war es dabei besonders wichtig, …

Lektorat: Lehmann (2009) stellte fest, dass bei der … Vor allem die Ausdrucksweise in wissenschaftlichen Arbeit legte sie als zwingend zu erfüllendes Kriterium fest, das …

Ich-Form:

Das Personalpronomen „ich“ wird verwendet, wenn der Autor über sich selbst schreibt.

Die ich-Form sollte nur bewusst eingesetzt werden, z. B. wenn es um die eigenen Erfahrungen geht. So kann ein Praktikumsbericht in der ich-Form formuliert werden. Auch in Unterrichtsentwürfen für das Lehramt ist die ich-Form nicht unüblich.

Für wissenschaftliche Arbeiten wie die Bachelorarbeit, Masterarbeit, Seminararbeit sollte das Personalpronomen „ich“ jedoch nicht verwendet werden. Formuliere deine Sätze stets sachlich und fachlich:

Beispiel: Ich habe dieser Bachelorarbeit in 5 Teile untergliedert.

Lektorat: Die vorliegende Bachelorarbeit untergliedert sich, abgeleitet aus der Problemstellung, in die folgenden 5 Teile: …

Die man-Form in wissenschaftlichen Arbeiten

Auch bei der man-Form handelt es sich um ein Pronomen, das sehr oft in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet wird. Jedoch gilt hier ganz klar ein Verstoß der Wissenschaftlichkeit. Denn „man“ macht weder eine Gruppe noch eine Person identifizierbar. Der Leser weiß somit nicht, was oder wer genau damit gemeint ist.

Die man-Form sollte daher in wissenschaftlichen Arbeiten nicht verendet werden und wird bei einem 1a-Studi-Lektorat (sofern nicht anders gewünscht) korrigiert und lektoriert, um einen klaren Bezug der Aussage zu gewährleisten.

Beispiel: Man geht bei der Analyse wie folgt vor: …

Es stellt sich die Frage, wer geht bei der Analyse vor? Oder auch, nach wem oder was wird hier vorgegangen? Das oben genannte Beispiel ist sehr schwach in seiner Aussage.

Lektorat: Wie unter Kapitel 2 nach Mayer (2009) beschrieben, erfolgt die Analyse nach den folgenden 5 Schritten: …

Jetzt ist deutlich, wer den Rahmen der Analyse vorgibt und aus welchen Bestandteilen die Analyse, hier fünf Schritte, besteht.

Auch das folgende zweite Beispiel zeigt deutlich, warum die man-Form unbedingt in wissenschaftlichen Arbeiten vermieden werden sollte:

Beispiel: Man sieht ganz deutlich, dass die Werte sich an 2 Punkten unterscheiden.

Wer sieht es? Woraus ergibt sich das Erkenntnis?

Lektorat: Wie in der Tabelle 1 ersichtlich, unterscheiden sich die Werte „Analyse“ und „Soll-Stand“ erheblich von einander.

Zusammenfassung: Pronomen in wissenschaftlichen Arbeiten

Pronomen sinnvoll und richtig eingesetzt, können das Textverstädnis erleichtern und verbessern. Personalpronomen sollten jedoch generell vermieden werden.

  • Die man-Form sollte generell vermieden werden.
  • Ich-, wir-Formen sind nur bei einigen Fachbreichen und Arten von wissenschaftlichen Arbeiten erlaubt.
  • Personalpronomen können verendet werden, um Wiederholungen zu vermeiden.
  • Pronomen sollten sparsam eingesetzt werden.
  • Die richtige Stellung und Verwendung ist ausschlaggebend.
 

Studi-Tipp: Du bist dir unsicher mit den Formulierungen der wissenschaftlichen Arbeit und wünscht dir einen akademischen Sprachstil? Hier geht es zur Korrektur und Lektorat deiner Arbeit »

Garantierter Datenschutz

Ihre Daten und Informationen sind sicher

News und Wissen

Besuchen Sie den 1a-Studi-Blog