Interviews zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten
Interviews zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten bedeutet, persönliche Interviews, Experteninterviews und veröffentlichte Interviews korrekt nachzuweisen. Dieser Artikel zeigt dir, wann ein Interview zitierfähig ist, wie persönliche Kommunikation im Fließtext angegeben wird und wann ein Eintrag im Literaturverzeichnis nötig ist. Außerdem erfährst du, wie eigene Interviews, anonyme Interviews, Interviewtranskripte im Anhang und APA-Zitation richtig verwendet werden, damit deine qualitative Forschung nachvollziehbar und wissenschaftlich sauber dokumentiert bleibt.
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Interviews zitieren
Wie zitiert man ein Interview korrekt?
Das korrekte Zitieren eines Interviews hängt davon ab, um welche Interviewart es sich handelt. Grundsätzlich wird zwischen persönlichen, nicht veröffentlichten Interviews und veröffentlichten Interviews unterschieden.
Persönliche Interviews werden meist im Fließtext oder in einer Fußnote belegt, weil sie für den Leser nicht öffentlich zugänglich sind. Veröffentlichte Interviews werden dagegen wie andere veröffentlichte Quellen im Text zitiert und im Literaturverzeichnis aufgeführt.
Grundformen von Interviews
- persönliches Interview: nicht veröffentlicht, selbst geführt oder direkt erhalten.
- veröffentlichtes Interview: in Zeitung, Zeitschrift, Buch, Podcast, Video oder Onlinequelle veröffentlicht.
Wann ist ein Interview zitierfähig?
Ein Interview ist zitierfähig, wenn es systematisch und nachvollziehbar durchgeführt wurde und einen relevanten Erkenntniswert für deine wissenschaftliche Arbeit besitzt. Informelle Gespräche ohne wissenschaftlichen Kontext sind in der Regel nicht als zitierfähige Quelle geeignet.
Zitierfähig: Die Anwendung neuer Technologien ist in der Praxis noch limitiert (Experteninterview mit Dr. Müller, persönliche Kommunikation, 10. März 2021).
Nicht zitierfähig: Gespräch mit Kommilitonen über Studieninhalte beim Mittagessen.
Interview als persönliche Kommunikation oder veröffentlichte Quelle
Persönliche Kommunikation wird nur im Text oder in der Fußnote angegeben. Ein veröffentlichtes Interview erhält dagegen zusätzlich einen vollständigen Eintrag im Literaturverzeichnis.
Persönliche Kommunikation: Die Marktentwicklung verläuft deutlich schneller als erwartet (persönliches Interview mit Prof. Dr. Schmidt, 5. April 2021).
Veröffentlichtes Interview: Es besteht ein erhebliches Potenzial für Innovation (Schmidt, 2020).
Literaturverzeichnis: Schmidt, A. (2020). Interview über technologische Innovationen. Innovationsjournal, 14(2), S. 22–24.
Was wird wie zitiert?
| Art des Interviews | Zitierweise im Text | Angabe im Literaturverzeichnis |
|---|---|---|
| Persönliche Kommunikation | ja, nur im Fließtext oder in der Fußnote mit Datum und Interviewpartner | nein |
| Veröffentlichtes Interview | ja, nach Zitierstil mit Autor und Jahr | ja, vollständiger Eintrag |
Wörtliche und sinngemäße Wiedergabe
Bei der wörtlichen Wiedergabe wird der genaue Wortlaut der interviewten Person übernommen. Bei der sinngemäßen Wiedergabe wird die Aussage in eigenen Worten zusammengefasst.
Wörtlich: „Die Ergebnisse sind eindeutig positiv ausgefallen.“ (Interview mit Schmidt, 2020)
Sinngemäß: Laut Schmidt (2020) waren die Ergebnisse durchweg positiv.
Interview in Abschlussarbeit zitieren
Interview zitieren in der Bachelorarbeit und wissenschaftlichen Arbeiten
Interviews können wichtige Informationsquellen in Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und anderen wissenschaftlichen Arbeiten sein. Sie ermöglichen es, Expertenwissen, subjektive Sichtweisen und praktische Erfahrungen systematisch zu erfassen.
Damit Interviews wissenschaftlich verwertbar sind, müssen sie im Methodenkapitel beschrieben, in der Auswertung nachvollziehbar verwendet und im Text korrekt belegt werden.
Zitierregeln für studentische Abschlussarbeiten
In Abschlussarbeiten solltest du immer kenntlich machen, ob es sich um ein persönliches oder veröffentlichtes Interview handelt. Bei persönlichen Interviews ist außerdem wichtig, ob ein Transkript im Anhang vorliegt und ob die interviewte Person anonymisiert werden muss.
Persönliches Interview: „Die Digitalisierung bietet zahlreiche neue Chancen“ (persönliches Interview mit Dr. Meier, 12. März 2021).
Veröffentlichtes Interview im Text: „Der Markt reagiert positiv auf diese Veränderungen“ (Müller, 2020).
Literaturverzeichnis: Müller, K. (2020). Interview zur Marktentwicklung. Wirtschaftszeitung, 34(1), S. 14–16.
Beispielformulierungen im Fließtext
- Nach Ansicht der Expertin liegt ein deutlicher Trend vor (persönliches Interview, 10. Januar 2021).
- Die Ergebnisse bestätigen diese Annahme (Schmidt, 2020).
- „Innovationen sind für unser Unternehmen entscheidend“ (Experteninterview mit Frau Becker, persönliche Kommunikation, 22. Juni 2021).
- „Die Studie hat signifikante Veränderungen aufgezeigt“ (Meyer, 2020).
Rolle des Interviews im Methodenkapitel
Interviews müssen im Methodenkapitel genau beschrieben werden. Erläutere die Interviewart, die Auswahl der Befragten, die Durchführung, die Dokumentation und die Auswertungsmethode.
- Art des Interviews nennen
- Auswahl der Interviewpartner begründen
- Durchführung und Zeitraum beschreiben
- Transkription oder Dokumentation erklären
- Auswertungsmethode darstellen
- Anonymisierung und Datenschutz berücksichtigen
Interviews im Text zitieren
Zitieren von Interviews im Text
Interviews müssen im Text eindeutig und nachvollziehbar belegt werden. Je nach Hochschulvorgabe erfolgt der Verweis direkt im Fließtext oder in einer Fußnote.
Wenn Interviews transkribiert wurden, können konkrete Zeilenangaben verwendet werden. Dadurch lässt sich eine Aussage im Anhang oder Transkript gezielt nachprüfen.
Beispiel mit Zeilenangabe: Die Aussage unterstreicht die Relevanz der Forschungsfrage (Interview B, Z. 45–78).
Beispiel mit Kürzel: Die Aussage verweist auf organisatorische Hürden im Prozess (I2, Z. 67–92).
Gestaltung des Interviewverweises im Text
- Interviewbezeichnung oder Person nennen
- Datum ergänzen, falls kein Transkript mit Zeilenangaben verwendet wird
- Zeilenangabe nutzen, wenn Transkripte im Anhang vorliegen
- bei anonymisierten Interviews neutrale Kürzel verwenden
- Hochschulvorgaben zur Zitierweise beachten
Die getroffenen Aussagen stützen diese These eindeutig (Experteninterview, persönliche Kommunikation, 2021).
Anonymes Interview zitieren
Bei anonymisierten Interviews darf der Name der interviewten Person nicht genannt werden. Verwende stattdessen neutrale Bezeichnungen wie Interview A, Interview B, IP1 oder I2.
Die internen Prozesse wurden als effizient beschrieben (anonymes Interview, März 2021).
Die Abläufe wurden klar erläutert (Interview C, Z. 110–134).
Zitieren ohne öffentlich zugängliche Quelle
Wenn ein Interview nicht öffentlich zugänglich ist, erfolgt der Hinweis im Text oder in der Fußnote. Falls ein Transkript im Anhang enthalten ist, sollte darauf verwiesen werden.
Die Vorgehensweise wurde ausführlich erläutert (persönliche Kommunikation, 5. März 2020; siehe Anhang).
Die Details des Projekts wurden umfassend beschrieben (Interview D, Z. 67–92; siehe Anhang).
Eigenes Interview zitieren
Eigenes geführtes Interview zitieren
Eigene Interviews sind Primärdaten deiner Forschung. Sie können besonders wertvoll sein, wenn sie gezielt zur Beantwortung der Forschungsfrage erhoben wurden.
Relevante Interviewaussagen werden im Fließtext zitiert oder paraphrasiert. Die vollständigen Transkripte oder Auszüge werden häufig im Anhang dokumentiert, sofern Datenschutz und Hochschulvorgaben dies zulassen.
Interviews aus der eigenen Forschung belegen
Eigene Interviews sollten im Methodenteil als Erhebungsmethode beschrieben und im Ergebnisteil nachvollziehbar ausgewertet werden. Der Quellenverweis im Text sollte deutlich machen, aus welchem Interview die Aussage stammt.
- Die Mehrheit der Befragten bestätigte diese Hypothese (Experteninterviews, Januar bis Februar 2021).
- In den durchgeführten Interviews zeigte sich eine hohe Übereinstimmung hinsichtlich der Relevanz dieser Maßnahme (persönliche Kommunikation mit Expertengruppe, März 2021).
Interview als Anhang oder integrierter Bestandteil
Interviews werden häufig vollständig oder auszugsweise im Anhang dargestellt. Dadurch bleibt die Datenbasis der Analyse nachvollziehbar. Im Text kann gezielt auf den Anhang oder auf konkrete Zeilen verwiesen werden.
- Die Experten bestätigten diesen Ansatz umfassend (siehe Anhang A).
- Ausführliche Interviewtranskripte finden sich im Anhang B, Z. 45–123.
Abgrenzung zu Sekundärquellen
Eigene Interviews sind Primärquellen, weil du die Daten selbst erhoben hast. Veröffentlichte Interviews anderer Autoren sind dagegen Sekundärquellen oder veröffentlichte Quellen und werden nach dem jeweiligen Zitierstil im Literaturverzeichnis angegeben.
Eigenes Interview: Im Interview erklärte Dr. Meier die Herausforderungen des Projekts (persönliches Interview, 15. April 2021).
Sekundärquelle: Laut Müller (zitiert nach Schmidt, 2020) ergeben sich erhebliche Herausforderungen bei der Umsetzung neuer Technologien.
Interviews nach APA
Interview zitieren nach APA-Richtlinien
APA unterscheidet zwischen persönlichen Interviews und veröffentlichten Interviews. Persönliche Interviews gelten als nicht öffentlich nachvollziehbar und erscheinen deshalb nur im Fließtext. Veröffentlichte Interviews werden dagegen wie andere veröffentlichte Quellen im Literaturverzeichnis angegeben.
Interview als persönliche Kommunikation nach APA 7
Persönliche Interviews werden nach APA im Text mit Initiale, Nachname, Hinweis auf persönliche Kommunikation und Datum angegeben.
Die Vorschläge wurden positiv bewertet (A. Schmidt, persönliche Kommunikation, 5. März 2021).
Die Ergebnisse konnten durch zusätzliche Daten bestätigt werden (K. Müller, persönliche Kommunikation, 12. April 2021).
Interview im Literaturverzeichnis nach APA
Veröffentlichte Interviews erscheinen im Literaturverzeichnis mit den Angaben zur veröffentlichten Quelle. Dazu gehören Name, Jahr, Titel, Medium und weitere bibliografische Angaben.
Schmidt, A. (2020). Interview über Innovationsmanagement. Innovationszeitschrift, 5(4), 22–25.
Müller, K. (2019). Interview zur Digitalisierung im Bildungswesen. Bildung Heute, 12(3), 45–47.
Besonderheiten bei mehreren Interviewpartnern
Bei mehreren interviewten Personen sollten die Personen im Text so genannt werden, dass die Aussage nachvollziehbar bleibt. Bei anonymisierten Interviews können stattdessen Kürzel verwendet werden.
Diese Ansicht vertreten alle Interviewpartner (A. Schmidt, B. Meyer & C. Müller, persönliche Kommunikation, März 2021).
Die Ergebnisse wurden übereinstimmend bestätigt (L. Becker, M. Schulze & T. Wagner, persönliche Kommunikation, April 2021).
Nach APA werden persönliche Interviews nicht im Literaturverzeichnis aufgeführt, weil sie für den Leser nicht öffentlich überprüfbar sind. Diese Regel unterscheidet persönliche Kommunikation von veröffentlichten Quellen.
Probleme und Herausforderungen
Häufige Fehler beim Zitieren von Interviews
Beim Zitieren von Interviews entstehen häufig Fehler, weil persönliche Kommunikation, eigene empirische Daten und veröffentlichte Interviews miteinander vermischt werden. Besonders wichtig ist die klare Unterscheidung zwischen Primärdaten und veröffentlichten Quellen.
- persönliche Interviews werden fälschlich ins Literaturverzeichnis aufgenommen
- veröffentlichte Interviews fehlen im Literaturverzeichnis
- Interviewart wird nicht klar benannt
- Transkriptzeilen werden nicht angegeben, obwohl mit Transkripten gearbeitet wird
- Anonymisierung wird nicht konsequent umgesetzt
- Interviewaussagen werden nicht mit der Auswertung verbunden
- Methodenkapitel beschreibt Auswahl und Durchführung der Interviews nicht ausreichend
Prüfung
Interviewzitate prüfen
Vor der Abgabe solltest du prüfen, ob alle Interviewzitate eindeutig, einheitlich und methodisch nachvollziehbar sind. Die Zitation muss zur Interviewart und zum gewählten Zitierstil passen.
Checkliste Interview zitieren
- Ist klar, ob es sich um ein persönliches oder veröffentlichtes Interview handelt?
- Wurde die Interviewart im Methodenkapitel beschrieben?
- Sind Interviewpartner, Datum oder anonymisierte Kürzel korrekt angegeben?
- Wurden Zeilenangaben ergänzt, wenn Transkripte verwendet werden?
- Wird bei anonymisierten Interviews kein Name genannt?
- Werden persönliche Interviews nur im Text oder in der Fußnote genannt?
- Sind veröffentlichte Interviews im Literaturverzeichnis enthalten?
- Sind direkte Interviewzitate in Anführungszeichen gesetzt?
- Sind sinngemäße Interviewaussagen klar paraphrasiert?
- Entspricht die Zitierweise den Hochschulvorgaben?
Korrekt zitierte Interviews machen empirische Aussagen nachvollziehbar. Sie zeigen, auf welchen Primärdaten die Analyse beruht und wie einzelne Aussagen in die wissenschaftliche Argumentation eingeordnet werden.
Interviews werden je nach Art unterschiedlich zitiert. Persönliche, nicht veröffentlichte Interviews erscheinen meist nur im Text oder in der Fußnote und nicht im Literaturverzeichnis. Veröffentlichte Interviews werden dagegen wie andere Quellen vollständig nachgewiesen. Eigene Interviews sollten im Methodenkapitel beschrieben, im Anhang dokumentiert und im Text mit Datum, Kürzel oder Zeilenangabe nachvollziehbar belegt werden.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank hier bei 1a-Studi.
Wie zitierst du Interviews in wissenschaftlichen Arbeiten?
Interviews zitierst du in wissenschaftlichen Arbeiten je nach Art des Interviews. Unveröffentlichte persönliche Interviews werden meist nur im Fließtext angegeben, zum Beispiel mit Interviewpartner, Hinweis auf persönliche Kommunikation und Datum. Veröffentlichte Interviews werden dagegen wie andere Quellen im Text zitiert und zusätzlich vollständig im Literaturverzeichnis aufgeführt.
Wann ist ein Interview zitierfähig?
Ein Interview ist zitierfähig, wenn es systematisch, nachvollziehbar und mit erkennbarem Bezug zur Forschungsfrage durchgeführt wurde. Besonders in qualitativen Arbeiten gelten Interviews als Primärdaten, wenn sie geplant erhoben, dokumentiert und ausgewertet wurden. Informelle Gespräche ohne wissenschaftlichen Kontext sind dagegen meist nicht zitierfähig.
Wie zitierst du ein persönliches Interview?
Ein persönliches Interview zitierst du direkt im Fließtext. Du nennst die interviewte Person, den Hinweis „persönliche Kommunikation“ und das Datum des Interviews. Ein Beispiel lautet: Die Marktentwicklung verläuft schneller als erwartet (persönliches Interview mit Prof. Dr. Schmidt, 5. April 2021). Im Literaturverzeichnis wird ein persönliches Interview meist nicht aufgeführt, weil es für Leser nicht öffentlich nachprüfbar ist.
Wie zitierst du ein veröffentlichtes Interview?
Ein veröffentlichtes Interview zitierst du wie eine normale Quelle. Im Text gibst du Autor oder interviewte Person und Jahr an, zum Beispiel: Schmidt (2020) beschreibt ein erhebliches Innovationspotenzial. Im Literaturverzeichnis folgt der vollständige Eintrag mit Name, Jahr, Titel des Interviews, Medium, Jahrgang, Ausgabe und Seitenbereich, sofern diese Angaben vorhanden sind.
Wie zitierst du eigene Interviews in der Bachelorarbeit?
Eigene Interviews in der Bachelorarbeit zitierst du als Primärdaten direkt im Text und beschreibst sie zusätzlich im Methodenkapitel. Dort erklärst du Art des Interviews, Auswahl der Interviewpartner, Durchführung, Transkription und Auswertung. Wenn Transkripte im Anhang stehen, kannst du im Text mit Interviewkürzeln und Zeilenangaben arbeiten, zum Beispiel: Die Aussage bestätigt den Praxisbezug (Interview B, Z. 45–78).
Wie zitierst du ein anonymes Interview?
Ein anonymes Interview zitierst du ohne Namen der befragten Person. Stattdessen verwendest du neutrale Bezeichnungen wie „Interview A“, „Interview B“ oder „anonymes Interview“. Ein Beispiel lautet: Die internen Prozesse wurden als effizient beschrieben (Interview C, Z. 110–134). Wichtig ist, dass die Anonymisierung konsequent bleibt und keine Angaben im Text oder Anhang Rückschlüsse auf die Person erlauben.
Wie gibst du Interviews im Methodenkapitel an?
Im Methodenkapitel beschreibst du Interviews als Erhebungsmethode. Dazu gehören Interviewart, Auswahl der Befragten, Anzahl der Interviews, Zeitraum, Durchführungsform, Leitfaden, Transkription und Auswertungsmethode. Dadurch wird nachvollziehbar, wie die Daten entstanden sind und wie sie in die Analyse eingeflossen sind. Besonders bei qualitativen Arbeiten ist diese methodische Transparenz zentral.
Wie zitierst du Interviews nach APA 7?
Nach APA 7 werden persönliche Interviews nur im Fließtext zitiert, weil sie für Leser nicht öffentlich zugänglich sind. Die Angabe enthält Initiale, Nachname, den Hinweis „persönliche Kommunikation“ und das Datum, zum Beispiel: (A. Schmidt, persönliche Kommunikation, 5. März 2021). Veröffentlichte Interviews werden dagegen im Text und im Literaturverzeichnis nachgewiesen.
Gehören Interviews ins Literaturverzeichnis?
Unveröffentlichte persönliche Interviews gehören in der Regel nicht ins Literaturverzeichnis, weil sie nicht öffentlich zugänglich und für Leser nicht direkt prüfbar sind. Veröffentlichte Interviews gehören dagegen ins Literaturverzeichnis. Dort werden sie mit allen bibliografischen Angaben aufgenommen, etwa Name, Jahr, Titel, Medium, Ausgabe und Seitenzahlen.
Wie verweist du auf Interviewtranskripte im Anhang?
Auf Interviewtranskripte im Anhang verweist du im Text mit Anhangsangabe, Interviewkürzel und bei Bedarf Zeilenangabe. Ein Beispiel lautet: Die Vorgehensweise wurde ausführlich erläutert (Interview D, Z. 67–92; siehe Anhang B). Dadurch können Leser die Aussage im Transkript prüfen und den Zusammenhang deiner Analyse nachvollziehen.
Welche Fehler solltest du beim Zitieren von Interviews vermeiden?
Beim Zitieren von Interviews solltest du unklare Interviewbezeichnungen, fehlende Datumsangaben, uneinheitliche Zeilenverweise und fehlende Angaben zur Interviewart vermeiden. Wichtig ist außerdem die klare Trennung zwischen eigenen Interviews, persönlicher Kommunikation und veröffentlichten Interviews. Anonyme Interviews müssen konsequent anonymisiert werden, damit keine Rückschlüsse auf die befragten Personen möglich sind.
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