Quellenangaben in wissenschaftlichen Arbeiten
Quellenangaben in wissenschaftlichen Arbeiten machen verwendete Literatur und andere Quellen eindeutig auffindbar. Dieser Artikel erklärt dir, welche bibliografischen Angaben eine Quelle benötigt, wie Kurzbeleg und vollständiger Nachweis zusammengehören und welche Unterschiede es zwischen Büchern, Fachartikeln, Sammelbandbeiträgen, Onlinequellen, Interviews und Sekundärquellen gibt. Außerdem erfährst du, wie du digitale Angaben wie DOI und URL korrekt übernimmst und Quellenangaben vor der Abgabe systematisch kontrollierst.
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Aufbau der Quellenangabe
Quellenangabe wissenschaftliche Arbeit – Aufbau
Eine Quellenangabe verbindet eine Aussage in deiner wissenschaftlichen Arbeit mit der verwendeten Originalquelle. Dabei sind zwei Ebenen zu unterscheiden: Im Text beziehungsweise in einer Fußnote steht ein kurzer Quellenverweis. Im Literaturverzeichnis folgt die vollständige bibliografische Angabe.
Welche Bestandteile erforderlich sind, hängt von der Quellenart und vom Zitierstil ab. Ein Fachbuch benötigt andere Angaben als ein Zeitschriftenartikel, eine Webseite oder ein Interview. Entscheidend ist, dass die Quelle eindeutig identifizierbar und für Leser nachprüfbar bleibt.
Typische Bestandteile einer vollständigen Quellenangabe
- Autor oder herausgebende Institution
- Erscheinungsjahr beziehungsweise Veröffentlichungsdatum
- Titel der Quelle
- Publikationsangaben, zum Beispiel Verlag, Journal, Band oder Ausgabe
- Seitenbereich bei Beiträgen oder konkreten Fundstellen
- DOI oder URL, wenn die Quelle digital veröffentlicht wurde
- Abrufdatum, wenn der verwendete Zitierstil oder die Art der Onlinequelle dies verlangt
Der kurze Beleg im Text zeigt, welche Quelle zu einer Aussage gehört. Die vollständige Quellenangabe im Literaturverzeichnis ermöglicht es, diese Quelle eindeutig wiederzufinden.
- Autor oder Erscheinungsjahr fehlen
- Titel werden uneinheitlich oder unvollständig angegeben
- Textbeleg und Literaturverzeichnis passen nicht zusammen
- DOI oder URL werden falsch oder unvollständig übernommen
- unterschiedliche Zitierstile werden innerhalb derselben Arbeit vermischt
Kurzbeleg und Vollangabe
Kurzbeleg und vollständige Quellenangabe unterscheiden
Eine Quellenangabe besteht in wissenschaftlichen Arbeiten häufig aus zwei miteinander verbundenen Ebenen: einem kurzen Verweis bei der verwendeten Aussage und einem vollständigen bibliografischen Nachweis. Welche Form der kurze Verweis hat, bestimmt der Zitierstil.
| Ebene | Aufgabe | Typische Angaben |
|---|---|---|
| Kurzbeleg | ordnet eine Aussage eindeutig einer Quelle zu | z. B. Autor, Jahr und Fundstelle oder ein stilabhängiger Fußnotenverweis |
| Vollständige Quellenangabe | macht die verwendete Publikation eindeutig auffindbar | Autor, Jahr, Titel, Publikationsangaben, DOI/URL und weitere quellentypische Angaben |
Der Kurzbeleg hängt vom Zitierstil ab
Autor-Jahr-Systeme setzen den Quellenverweis direkt bei der Aussage in den Fließtext. Andere Systeme arbeiten mit nummerierten Verweisen oder mit Fußnoten. Für diese Seite ist entscheidend, dass der Kurzbeleg eindeutig auf dieselbe Quelle verweist, die vollständig dokumentiert wird.
Beispiel Autor-Jahr: Wissenschaftliche Quellen müssen für Leser nachvollziehbar sein (Mustermann 2022, S. 15).
Fußnoten nur als Belegform einordnen
Wird ein Fußnotenstil verwendet, steht der kurze Quellenverweis im Fußnotenbereich statt direkt im Fließtext. Die allgemeinen Regeln zu Fußnotenziffer, erstem Nachweis, Kurzform und Verhältnis zum Literaturverzeichnis findest du unter Mit Fußnoten richtig zitieren.
Diese Seite erklärt, welche bibliografischen Angaben eine Quelle benötigt. Wie direkte und indirekte Zitate formuliert, im Satz platziert und mit Seitenzahlen belegt werden, findest du im Ratgeber Zitieren in der wissenschaftlichen Arbeit.
Literaturverzeichnis
Quellenangabe im Literaturverzeichnis
Das Literaturverzeichnis enthält die vollständigen bibliografischen Angaben der verwendeten und nach dem Zitierstil aufzuführenden Quellen. Textbeleg und Literaturverzeichnis müssen eindeutig miteinander verbunden sein.
Wenn im Text beispielsweise auf „Müller 2022“ verwiesen wird, muss im Literaturverzeichnis ein passender Eintrag vorhanden sein. Umgekehrt sollten dort normalerweise keine Quellen stehen, die in der wissenschaftlichen Arbeit überhaupt nicht verwendet wurden, sofern die Hochschulrichtlinien keine abweichende Form vorsehen.
Textbeleg und vollständige Quellenangabe
| Ebene | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|
| Textbeleg | ordnet eine Aussage einer Quelle zu | (Müller 2022, S. 45) |
| Literaturverzeichnis | macht die Quelle vollständig auffindbar | Müller, Anna (2022): Titel des Fachbuchs, Berlin: Beispielverlag. |
Was du vor der Abgabe abgleichen solltest
- Jeder relevante Textbeleg besitzt einen passenden Literaturverzeichniseintrag.
- Autorennamen und Erscheinungsjahre stimmen auf beiden Ebenen überein.
- Titel und Publikationsdaten sind vollständig.
- Die Formatierung entspricht durchgehend demselben Zitierstil.
- DOI, URL und weitere digitale Angaben sind korrekt übernommen.
Quellenarten
Quellenangaben nach Quellenart – Beispiele
Verschiedene Quellenarten benötigen unterschiedliche bibliografische Angaben. Deshalb solltest du zuerst bestimmen, ob du beispielsweise ein Buch, einen Zeitschriftenartikel, einen Sammelbandbeitrag oder eine Internetquelle verwendest.
Buch als Quelle angeben
Bei einem Fachbuch gehören typischerweise Autor, Erscheinungsjahr, Titel und Verlagsangaben zur vollständigen Quellenangabe. Je nach Zitierstil können zusätzlich Auflage, DOI oder weitere Angaben erforderlich sein. Eine ausführliche Anleitung findest du beim Zitieren von Büchern in wissenschaftlichen Arbeiten.
Beispiel: Müller, Anna (2022): Wissenschaftliches Arbeiten in der Praxis, Berlin: Beispielverlag.
Zeitschriftenartikel als Quelle angeben
Bei wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln gehören neben Autor, Jahr und Titel auch der Name der Zeitschrift sowie Band, Ausgabe und Seitenbereich zur Quellenangabe. Ist ein DOI vorhanden, sollte er entsprechend dem verwendeten Zitierstil übernommen werden.
Beispiel: Schmidt, Laura (2022): „Hybride Bedrohungen und Sicherheitspolitik“, in: Zeitschrift für Sicherheitspolitik, 13. Jg., Heft 2, S. 110–125.
Sammelbandbeitrag als Quelle angeben
Ein Beitrag in einem Sammelband wird nicht wie ein eigenständiges Buch behandelt. Zusätzlich zum Autor und Titel des Beitrags werden die Herausgeber sowie der Titel des Sammelbands und der Seitenbereich benötigt.
Übernimm bibliografische Angaben möglichst direkt aus der Originalpublikation oder aus verlässlichen Bibliotheks- und Fachdatenbanken. Automatisch erzeugte Literaturangaben sollten vor der Abgabe immer kontrolliert werden.
Internet und digitale Quellen
Onlinequellen und PDF-Dokumente angeben
Onlinequellen können in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet werden, wenn sie fachlich geeignet und nachvollziehbar veröffentlicht sind. Die Quellenangabe richtet sich nicht nur danach, dass eine Quelle online gefunden wurde, sondern vor allem nach ihrer eigentlichen Publikationsart.
Webseite als Quelle
Bei einer originären Webseite werden je nach Zitierstil unter anderem Autor oder Institution, Titel, Jahr beziehungsweise Aktualisierungsdatum und URL benötigt. Ein Abrufdatum ist insbesondere dann relevant, wenn der Zitierstil dies verlangt oder sich der Inhalt der Seite verändern kann.
- Autor oder herausgebende Institution, falls vorhanden
- Titel der Seite oder des Beitrags
- Erscheinungsjahr oder Aktualisierungsdatum, falls vorhanden
- vollständige URL
- Abrufdatum, wenn erforderlich
Beispiel mit Institution: Beispielinstitut (2024): Titel des Onlinebeitrags, online verfügbar unter: https://www.beispiel.de/beitrag (Abruf: 15.05.2026).
PDF-Dokumente und E-Books
Ein PDF ist keine eigene Quellenart. Wenn ein PDF ein Fachbuch, einen Bericht oder einen wissenschaftlichen Artikel enthält, wird die eigentliche Publikationsform zitiert. Vorhandene Angaben wie Autor, Jahr, Titel, Verlag, Journal, Seiten und DOI sollten vollständig übernommen werden.
Im Text: (Müller 2021, S. 45)
Literaturverzeichnis: Müller, Anna (2021): Qualitative Forschung im Überblick, Berlin:
Beispielverlag, DOI: 10.0000/beispiel-doi.
Quelle ohne Autor oder ohne Datum
Fehlen Autor oder Erscheinungsdatum, darfst du diese Angaben nicht erfinden. Der verwendete Zitierstil legt fest, welche Ersatzangabe verwendet wird, beispielsweise eine herausgebende Institution, der Titel der Quelle oder eine Kennzeichnung für ein fehlendes Datum.
- eine URL allein ist noch keine vollständige Quellenangabe
- Suchmaschinen-Ergebnisse sind keine eigenständigen Quellen
- bei wissenschaftlichen Artikeln sollte die Publikationsquelle statt nur der Download-URL angegeben werden
- fehlende Autor- oder Datumsangaben müssen nach den Regeln des Zitierstils behandelt werden
Interviews und interne Quellen
Interviews und nicht öffentliche Quellen angeben
Nicht jede Quelle ist öffentlich zugänglich. Dazu gehören beispielsweise selbst geführte Interviews, E-Mails, firmeninterne Unterlagen oder unveröffentlichte Dokumente. Ihre Behandlung hängt vom Zitierstil, von der Art der Quelle und von den Vorgaben deiner Hochschule ab.
Selbst geführte Interviews
Interviews können Primärdaten deiner Forschung darstellen. Selbst geführte Interviews werden je nach Zitierstil und Hochschulvorgabe im Text, in einer Fußnote, über einen Interviewnachweis oder über den Anhang dokumentiert.
Beispiel: Laut Interviewpartner A (Interview, 01.02.2026) ist ...
Bei anonymisierten Interviews verwendest du eine konsequente neutrale Bezeichnung wie „Interviewpartner A“ oder „IP1“. Liegt ein Transkript im Anhang vor, sollte der Verweis auf das entsprechende Material eindeutig sein.
Veröffentlichte Interviews
Ein bereits veröffentlichtes Interview wird nach der Publikationsart angegeben, in der es erschienen ist. Ein Zeitungsinterview wird als Zeitungsquelle, ein Interview in einem Fachbuch entsprechend als Buch- oder Sammelbandquelle behandelt.
Interne Dokumente, E-Mails und persönliche Kommunikation
Interne Unterlagen, E-Mails, Briefe oder nicht veröffentlichte Dokumente sind für Außenstehende häufig nicht frei überprüfbar. Wenn solche Quellen für die Arbeit notwendig sind, müssen Verfügbarkeit, Datenschutz und Zitierweise besonders transparent geregelt werden.
- firmeninterne Berichte
- unveröffentlichte Manuskripte
- E-Mails und Briefe
- Protokolle nicht öffentlicher Sitzungen
- persönliche Kommunikation
Ob eine nicht öffentliche Quelle im Literaturverzeichnis erscheint oder ausschließlich im Text, in einer Fußnote oder im Anhang dokumentiert wird, hängt vom Zitierstil und den formalen Regeln deiner Hochschule ab.
Sekundärquellen
Sekundärquellen kennzeichnen
Eine Sekundärquelle liegt vor, wenn die von dir gelesene Publikation selbst auf eine andere Originalquelle verweist. Wissenschaftlich vorzuziehen ist es, die Originalquelle zu beschaffen, selbst zu lesen und direkt anzugeben.
Ist die Originalquelle nicht zugänglich, kann ein Sekundärzitat zulässig sein. Dann muss transparent erkennbar bleiben, dass du die ursprüngliche Quelle nicht selbst geprüft hast.
Quelle aus zweiter Hand angeben
Beispiel: Weber beschreibt den Zusammenhang als „XY“ (zitiert nach Müller 2020, S. 50).
Welche Quelle im Literaturverzeichnis erscheint, richtet sich nach dem verwendeten Zitierstil. Häufig wird dort die Quelle aufgeführt, die tatsächlich gelesen wurde. Prüfe hierzu zusätzlich die konkreten Vorgaben deiner Hochschule.
Warum Originalquellen vorzuziehen sind
- du prüfst den vollständigen Kontext selbst
- Missverständnisse durch verkürzte Wiedergaben werden reduziert
- Seitenzahlen und Wortlaut können direkt kontrolliert werden
- die wissenschaftliche Nachprüfbarkeit wird verbessert
Ein Sekundärzitat sollte keine bequeme Alternative zur Originalrecherche sein. Nutze es vor allem dann, wenn die ursprüngliche Quelle trotz angemessener Recherche nicht zugänglich ist.
Quellen auswählen
Wissenschaftliche Quellen auswählen und prüfen
Eine formal vollständige Quellenangabe macht eine Quelle noch nicht automatisch wissenschaftlich geeignet. Für deine Argumentation solltest du Quellen verwenden, die fachlich belastbar, nachvollziehbar veröffentlicht und für deine Forschungsfrage relevant sind.
Kriterien für wissenschaftlich geeignete Quellen
- Autorität: Autor oder Institution sind benannt und fachlich einzuordnen.
- Publikationsform: Die Quelle ist wissenschaftlich oder fachlich nachvollziehbar veröffentlicht.
- Vollständigkeit: Bibliografische Angaben lassen die Quelle eindeutig erkennen.
- Aktualität: Das Erscheinungsdatum ist für die Fragestellung angemessen.
- Relevanz: Die Quelle trägt tatsächlich zur Beantwortung deiner Forschungsfrage bei.
- Nachprüfbarkeit: Leser können die Publikation oder ihre bibliografischen Daten nachvollziehen.
Besonders belastbar sind häufig wissenschaftliche Fachbücher, Zeitschriftenartikel, Studien und andere Publikationen, die fachlich geprüft wurden. Hinweise auf Qualität können beispielsweise ein anerkannter Fachverlag, eine wissenschaftliche Zeitschrift oder ein Peer-Review-Verfahren sein.
Quellen nur eingeschränkt verwenden
- Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und andere studentische Abschlussarbeiten
- Wikipedia und andere frei editierbare Nachschlagewerke
- private Webseiten und Blogs ohne erkennbare fachliche Qualitätssicherung
- Foren- und Social-Media-Beiträge ohne wissenschaftlichen Publikationskontext
- Vorlesungsfolien, Skripte und interne Lehrmaterialien ohne Publikationsnachweis
- populärwissenschaftliche Beiträge, wenn wissenschaftliche Originalquellen verfügbar sind
Ob eine bestimmte Quellenart zulässig oder sinnvoll ist, hängt vom Forschungsgegenstand ab. Social-Media-Beiträge können beispielsweise selbst Untersuchungsgegenstand sein, obwohl sie nicht als wissenschaftliche Fachliteratur gelten. Entscheidend ist deshalb immer die Funktion der Quelle innerhalb deiner Arbeit.
Abschlusskontrolle
Quellenangaben vollständig kontrollieren
Vor der Abgabe solltest du alle Quellenangaben systematisch mit den Textbelegen und dem Literaturverzeichnis abgleichen. Besonders wichtig ist die Übereinstimmung zwischen Quellenverweisen im Text und Literaturverzeichnis.
Checkliste Quellenangaben wissenschaftliche Arbeit
- Sind alle fremden Aussagen mit einer nachvollziehbaren Quelle verbunden?
- Sind Kurzbelege oder Fußnoten nach einem einheitlichen Zitierstil formatiert?
- Besitzt jeder relevante Textbeleg einen passenden Eintrag im Literaturverzeichnis?
- Stimmen Autorennamen, Jahreszahlen und Titel zwischen Text und Literaturverzeichnis überein?
- Sind Bücher, Fachartikel und Sammelbandbeiträge entsprechend ihrer Quellenart angegeben?
- Sind Onlinequellen mit den erforderlichen digitalen Angaben versehen?
- Sind Interviews und nicht öffentliche Quellen transparent dokumentiert?
- Sind Sekundärzitate eindeutig als solche gekennzeichnet?
- Sind alle verwendeten Quellen wissenschaftlich beziehungsweise für die konkrete Funktion geeignet?
- Wurden unvollständige oder nicht auffindbare Quellenangaben korrigiert?
Fehlende oder unklare Quellenangaben können dazu führen, dass fremde Inhalte nicht eindeutig von der eigenen Leistung getrennt werden. Eine saubere Quellenarbeit hilft deshalb auch dabei, Plagiatsrisiken zu vermeiden.
Weiterführende Zitiergrundlagen
Wenn du nicht den Aufbau einer Quellenangabe, sondern die Anwendung direkter und indirekter Zitate suchst, nutze die Anleitung zum Zitieren in der wissenschaftlichen Arbeit. Einen übergeordneten Einstieg in Zitierweisen, Zitierregeln und typische Fehler findest du unter Richtig zitieren im Studium.
Quellenangaben in wissenschaftlichen Arbeiten verbinden einen eindeutigen Kurzbeleg mit einer vollständigen bibliografischen Angabe. Welche Felder erforderlich sind, richtet sich nach Quellenart und Zitierstil. Bücher, Fachartikel, Onlinequellen, Interviews und Sekundärquellen benötigen deshalb unterschiedliche Angaben. Entscheidend ist, dass jede verwendete Quelle vollständig, auffindbar und eindeutig der entsprechenden Aussage zugeordnet werden kann.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zu Quellenangaben in wissenschaftlichen Arbeiten? Die folgenden Antworten fassen Aufbau, Platzierung und typische Sonderfälle zusammen.
Was gehört in eine Quellenangabe?
Welche Angaben erforderlich sind, hängt von Quellenart und Zitierstil ab. Typische Bestandteile sind Autor oder Institution, Erscheinungsjahr, Titel, Publikationsangaben sowie bei digitalen Quellen DOI oder URL. Bei konkreten Textstellen kann zusätzlich eine Seitenzahl erforderlich sein.
Was ist der Unterschied zwischen Kurzbeleg und vollständiger Quellenangabe?
Der Kurzbeleg steht direkt im Text oder in einer Fußnote und ordnet eine Aussage einer Quelle zu. Die vollständige Quellenangabe steht im Literaturverzeichnis und enthält alle bibliografischen Informationen, die zum eindeutigen Auffinden der Quelle erforderlich sind.
Wo steht die Quellenangabe in einer wissenschaftlichen Arbeit?
Der kurze Quellenverweis steht nach dem vorgeschriebenen Zitierstil direkt bei der Aussage, als nummerierter Verweis oder in einer Fußnote. Die vollständige bibliografische Quellenangabe wird zusätzlich dort dokumentiert, wo es der Zitierstil vorsieht – meist im Literaturverzeichnis. Die allgemeinen Regeln zur Fußnotenzitation findest du unter Mit Fußnoten richtig zitieren.
Welche Quellen gehören in das Literaturverzeichnis?
In das Literaturverzeichnis gehören die Quellen, die nach dem verwendeten Zitierstil vollständig aufgeführt werden müssen. Textbelege und Literaturverzeichnis sollten eindeutig zusammenpassen. Persönliche Kommunikation oder bestimmte unveröffentlichte Quellen können je nach Zitierstil anders behandelt werden.
Wie gibst du eine Internetquelle in einer wissenschaftlichen Arbeit an?
Bei einer originären Webseite werden je nach Zitierstil Autor oder herausgebende Institution, Titel, Jahr oder Aktualisierungsdatum und URL angegeben. Ein Abrufdatum wird ergänzt, wenn der Zitierstil oder die veränderliche Art der Quelle dies verlangt. Wissenschaftliche Artikel oder Bücher, die lediglich online abgerufen wurden, werden nach ihrer eigentlichen Publikationsart zitiert.
Wie gibst du eine Quelle ohne Autor an?
Fehlt ein persönlicher Autor, prüfst du zuerst, ob eine Institution oder Organisation als Urheber genannt ist. Fehlt auch diese Angabe, legt der verwendete Zitierstil fest, ob beispielsweise der Titel an die Stelle des Autors tritt. Eine fehlende Autorenschaft darf nicht durch eine erfundene Angabe ersetzt werden.
Wie gibst du eine Quelle ohne Erscheinungsjahr an?
Wenn kein Erscheinungsjahr oder Veröffentlichungsdatum ermittelt werden kann, verwendest du die im jeweiligen Zitierstil vorgesehene Kennzeichnung für ein fehlendes Datum. Prüfe vorher, ob auf der Publikation, der Webseite oder in den bibliografischen Angaben doch ein Datum vorhanden ist.
Wie werden selbst geführte Interviews als Quelle angegeben?
Selbst geführte Interviews werden je nach Zitierstil und Hochschulvorgabe im Text, in einer Fußnote, über einen Interviewnachweis oder über den Anhang dokumentiert. Bei anonymisierten Interviews solltest du eine einheitliche neutrale Bezeichnung verwenden und gegebenenfalls auf das zugehörige Transkript im Anhang verweisen.
Wann darfst du eine Sekundärquelle verwenden?
Eine Sekundärquelle solltest du vor allem dann verwenden, wenn die Originalquelle trotz angemessener Recherche nicht zugänglich ist. Das Sekundärzitat muss eindeutig gekennzeichnet werden, damit erkennbar bleibt, dass du die Originalquelle nicht selbst gelesen hast. Wenn möglich, ist die direkte Arbeit mit der Originalquelle wissenschaftlich vorzuziehen.
Woran erkennst du eine geeignete wissenschaftliche Quelle?
Eine geeignete wissenschaftliche Quelle ist fachlich relevant, nachvollziehbar veröffentlicht und bibliografisch eindeutig identifizierbar. Hinweise auf Qualität können qualifizierte Autoren, wissenschaftliche Fachverlage, Fachzeitschriften, anerkannte Forschungsinstitutionen oder Peer-Review-Verfahren sein. Die konkrete Eignung hängt immer von Forschungsfrage und Fachgebiet ab.
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