Quellen zitieren wissenschaftliche Arbeit – Anleitung und Tipps
Quellen zitieren wissenschaftliche Arbeit bedeutet, fremdes Gedankengut korrekt nachzuweisen und Plagiate sicher zu vermeiden. Dieser Artikel zeigt dir, welche Quellen wissenschaftlich geeignet sind, wie direkte und indirekte Zitate funktionieren und worauf du bei Online-Quellen achten musst. Außerdem erfährst du, wie Interviews, persönliche Kommunikation und Sekundärquellen richtig eingeordnet werden und warum vollständige Quellenangaben im Text sowie im Literaturverzeichnis für die Bewertung deiner Arbeit entscheidend sind.
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Grundlagen des Zitierens
Grundlagen des Zitierens in wissenschaftlichen Arbeiten
Nicht jede Quelle eignet sich für eine wissenschaftliche Arbeit. Hochschulen schließen bestimmte Quellenarten häufig aus, weil diese nicht ausreichend wissenschaftlich geprüft, nicht dauerhaft auffindbar oder nicht fachlich belastbar sind.
Wissenschaftliches Zitieren bedeutet daher nicht nur, eine Quelle formal korrekt anzugeben. Entscheidend ist auch, dass die Quelle wissenschaftlich geeignet ist und die Aussage in deiner Arbeit tatsächlich stützt.
Welche Quellen eignen sich für wissenschaftliche Arbeiten?
Geeignete wissenschaftliche Quellen sind Publikationen, die fachlich überprüfbar sind und idealerweise von Experten verfasst wurden. Besonders belastbar sind Quellen, die in wissenschaftlichen Verlagen, Fachzeitschriften oder anerkannten Forschungsinstitutionen veröffentlicht wurden.
- Fachbücher
- Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften
- Studien von Forschungsinstituten
- Sammelbände mit wissenschaftlichen Beiträgen
- Dissertationen oder Habilitationsschriften, sofern sie fachlich relevant sind
Wissenschaftliche Quellen zeichnen sich dadurch aus, dass Autor, Titel, Erscheinungsjahr und Veröffentlichungsort nachvollziehbar angegeben sind. Häufig wurden sie vor der Veröffentlichung fachlich geprüft, zum Beispiel durch ein Peer-Review-Verfahren.
Nicht-wissenschaftliche Quellen
Nicht-wissenschaftliche Quellen können für einen ersten Überblick hilfreich sein. Für die Argumentation in einer wissenschaftlichen Arbeit sind sie jedoch meist ungeeignet.
- Blogs
- Forenbeiträge
- Wiki-Seiten
- Social-Media-Beiträge
- Onlinezeitschriften ohne wissenschaftliche Prüfung
- private Webseiten ohne fachliche Qualitätssicherung
Quellen, die häufig ausgeschlossen werden
- graue Literatur ohne nachvollziehbare Veröffentlichung oder Qualitätssicherung
- Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und andere studentische Abschlussarbeiten
- Wikipedia und ähnliche frei editierbare Online-Enzyklopädien
- private Webseiten oder Blogs ohne wissenschaftlichen Hintergrund
- Lexika oder Wörterbücher, außer zur Begriffsklärung
- populärwissenschaftliche Zeitschriftenartikel ohne wissenschaftliche Prüfung
- Lehrmaterialien, Skripte, Vorlesungsfolien oder Präsentationen ohne Publikationsnachweis
- Beiträge aus Online-Foren oder sozialen Netzwerken
Welche Quellen zulässig sind, hängt zusätzlich von den Richtlinien deiner Hochschule und vom Fachbereich ab. Prüfe deshalb vor der Literaturarbeit, welche Quellenarten ausdrücklich erlaubt oder ausgeschlossen sind.
Quellen bewerten
Woran erkennst du eine gute wissenschaftliche Quelle?
Eine gute wissenschaftliche Quelle ist fachlich belastbar, vollständig nachweisbar und für deine Fragestellung relevant. Sie sollte nicht nur thematisch passen, sondern auch methodisch und inhaltlich zuverlässig sein.
Kriterien zur Quellenbewertung
-
Autorität:Autoren sind benannt und fachlich qualifiziert.
-
Publikationsart:Die Quelle wurde wissenschaftlich veröffentlicht, etwa als Fachartikel oder Fachbuch.
-
Vollständigkeit:Autor, Titel, Jahr, Verlag oder Journal sind vollständig angegeben.
-
Aktualität:Die Quelle ist für das Thema zeitlich angemessen.
-
Relevanz:Die Quelle passt direkt zur Fragestellung deiner Arbeit.
-
Nachprüfbarkeit:Die Quelle ist auffindbar und zitierfähig.
Verwende in Abschlussarbeiten nur Quellen, die du selbst gelesen hast. Alle verwendeten Quellen müssen am Ende der Arbeit vollständig im Literaturverzeichnis stehen, sofern der Zitierstil dies verlangt.
Direkt und indirekt zitieren
Fakten und Aussagen aus wissenschaftlichen Quellen korrekt zitieren
Beim Zitieren wird zwischen direkten und indirekten Zitaten unterschieden. Beide Formen müssen eindeutig belegt werden, damit erkennbar bleibt, welche Inhalte aus einer Quelle stammen.
Direktes Zitat zitieren
Ein direktes Zitat übernimmt den genauen Wortlaut aus der Quelle. Es steht in doppelten Anführungszeichen. Direkt danach folgt die Quellenangabe, je nach Zitierstil in Klammern oder als Fußnote.
Beispiel: „Wissenschaftliches Arbeiten erfordert ein hohes Maß an Genauigkeit und Transparenz.“ (Mustermann 2022, S. 15)
Der Wortlaut darf nicht verändert werden. Auch Rechtschreibfehler im Original müssen übernommen werden. Damit deutlich wird, dass der Fehler aus der Quelle stammt, wird er mit „sic!“ markiert.
Beispiel: „Die Ergebnise [sic!] der Untersuchung bestätigen diese Annahme eindeutig.“ (Mustermann 2022, S. 20)
Ergänzungen und Auslassungen im direkten Zitat
Wenn du in ein direktes Zitat etwas erläuternd einfügst, setzt du diese Ergänzung in eckige Klammern. Auslassungen werden mit drei Punkten in eckigen oder runden Klammern markiert. Der Sinn des Zitats darf dadurch nicht verändert werden.
Ergänzung: „Sie [die befragten Studierenden] gaben an, dass ihnen Zitieren schwerfällt.“ (Mustermann 2022, S. 25)
Auslassung: „Die Methode erwies sich [...] als besonders geeignet für qualitative Untersuchungen.“ (Mustermann 2022, S. 30)
Indirektes Zitat
Ein indirektes Zitat gibt den Inhalt einer Quelle in eigenen Worten wieder. Obwohl die Formulierung von dir stammt, bleibt die Idee aus der Quelle. Deshalb muss auch bei Paraphrasen ein Quellenverweis gesetzt werden.
In der deutschen Zitierweise wird häufig „vgl.“ vorangestellt, um eine sinngemäße Wiedergabe zu kennzeichnen. Ob dies erforderlich ist, hängt vom Zitierstil ab.
Beispiel: Studierende empfinden den Umgang mit den formalen Vorgaben des Zitierens oft als zeitaufwendig und komplex (vgl. Mustermann 2025, S. 34).
Beim Paraphrasieren darfst du keine ganzen Satzteile wortwörtlich übernehmen. Andernfalls entsteht ein Plagiatsrisiko, auch wenn einzelne Wörter verändert wurden.
Häufige Zitierstile
- APA 6 und APA 7
- Harvard
- Chicago
- MLA
- IEEE
- AMA
- DIN ISO
- hochschuleigene Zitierregeln
Welche Zitierweise du verwenden musst, legen in der Regel Hochschule, Fachbereich oder Betreuer fest.
Quellenarten
Anforderungen beim wissenschaftlichen Zitieren von Quellen
Zu den häufigsten Quellenarten in wissenschaftlichen Arbeiten zählen Bücher, Journals sowie Webseiten und Onlinequellen. Jede Quellenart benötigt andere bibliografische Angaben.
Häufig zitierte Quellenarten
- Bücher
- Journals und wissenschaftliche Zeitschriftenartikel
- Webseiten und Onlinequellen
- PDF-Dokumente und E-Books
- Interviews und persönliche Kommunikation
- Sekundärquellen, wenn die Originalquelle nicht verfügbar ist
Onlinequellen richtig zitieren
Onlinequellen dürfen in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet werden, wenn sie fachlich geeignet sind. Sie erfordern jedoch besondere Sorgfalt, weil digitale Inhalte verändert oder gelöscht werden können.
Bestandteile von Internetquellen im Literaturverzeichnis
- Autor oder herausgebende Institution, falls bekannt
- Titel des Artikels oder der Webseite
- Erscheinungsjahr oder Aktualisierungsdatum, falls vorhanden
- genaue URL
- Abrufdatum
Durch genaue URL und Abrufdatum lässt sich nachvollziehen, auf welchen Stand der Quelle du dich beziehst.
Beispiele für Internetquellen
Mit Autor: Mustermann, Max (2022): Kriterien guter wissenschaftlicher Quellen, online verfügbar unter: https://www.wissenschaftliches-arbeiten.de/quellen-kriterien (Abruf: 10.05.2024).
Mit Institution: Bundeszentrale für politische Bildung (2023): Demokratie und Gesellschaft, online verfügbar unter: https://www.bpb.de/demokratie-gesellschaft (Abruf: 12.05.2024).
Ohne Autor und Institution: „Klimawandel in Europa – Fakten und Folgen“ (2024), online verfügbar unter: https://www.umweltfakten.de/klimawandel-europa (Abruf: 15.05.2024).
PDF-Dokumente und E-Books aus dem Web
PDF-Dokumente oder E-Books werden wie gedruckte Bücher oder Artikel zitiert, wenn sie vollständige bibliografische Angaben besitzen. DOI, Verlag, Jahr und Seitenzahl sollten übernommen werden, sofern vorhanden.
Im Text: (Müller 2021, S. 45)
Literaturverzeichnis: Müller, Anna (2021): Qualitative Forschung im Überblick, Berlin: Springer
Verlag, DOI: 10.1007/978-3-658-12345-6.
Wenn ein Zeitschriftenartikel online gefunden wurde, aber in einer Ausgabe einer wissenschaftlichen Zeitschrift erschienen ist, sollte die veröffentlichte Heftversion zitiert werden.
Schmidt, Laura (2022): „Hybride Bedrohungen und Sicherheitspolitik“, in: Zeitschrift für Sicherheitspolitik, 13. Jg., Heft 2, S. 110–125.
Nicht öffentlich zugänglich
Nicht öffentlich zugängliche Internetquellen zitieren
Nicht jede digitale Quelle ist öffentlich zugänglich. Wissenschaftliche Fachartikel hinter einer Paywall können normal zitiert werden, wenn sie offiziell veröffentlicht sind. Nicht veröffentlichte oder interne Dokumente benötigen dagegen besondere Transparenz.
Nicht veröffentlichte oder interne Quellen
- unveröffentlichte Manuskripte
- firmeninterne Unterlagen
- E-Mails oder Briefe
- Protokolle nicht öffentlicher Sitzungen
- Studienarbeiten anderer Studenten
Solche Quellen sind für Außenstehende nicht ohne Weiteres überprüfbar. Wenn sie unvermeidbar sind, etwa bei einer Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Unternehmen, müssen Verfügbarkeit, Datenschutz und Zitierweise sorgfältig geklärt werden.
Persönliche Dokumente wie E-Mails, private Briefe oder nicht veröffentlichte Interviews werden häufig als persönliche Kommunikation angegeben. Sie erscheinen meist nur im Text oder in einer Fußnote und nicht im Literaturverzeichnis.
Beispiel: (Müller, persönliche E-Mail, 12.03.2025)
Beispiel Fußnote: Interview mit Expertin XY am 01.02.2025.
Interviewquellen
Interviewquellen in wissenschaftlichen Arbeiten
Interviews können wichtige Quellen in wissenschaftlichen Arbeiten sein. Dabei musst du unterscheiden, ob du Interviews selbst geführt hast oder ob es sich um veröffentlichte Interviews handelt.
Von dir geführte Interviews zitieren
Selbst geführte Interviews sind persönliche Kommunikation und Primärdaten deiner Forschung. Sie werden im Text angegeben, aber nicht als veröffentlichte Quelle im Literaturverzeichnis geführt.
Beispiel: Laut Expertin Müller (Interview, 01.02.2025) ist ...
Beispiel: (Müller, persönliches Interview, 01.02.2025)
Wenn die Person anonym bleiben soll, verwendest du neutrale Bezeichnungen wie „Interviewpartner A“ oder „IP1“. Liegt ein Transkript im Anhang vor, kann zusätzlich darauf verwiesen werden.
Beispiel: (Interviewpartner A, 01.02.2025; siehe Anhang 1)
Veröffentlichte Interviews zitieren
Veröffentlichte Interviews werden wie die Publikation zitiert, in der sie erschienen sind. Ein Zeitungsinterview wird als Zeitungsquelle angegeben, ein Interview in einem Buch entsprechend als Buch- oder Sammelbandquelle.
Wichtig ist, dass der Leser nachvollziehen kann, wo das veröffentlichte Interview erschienen ist und wie es gefunden werden kann.
Sekundärquellen
Sekundärquellen zitieren
Eine Sekundärquelle liegt vor, wenn du eine Quelle liest, die selbst auf eine andere Quelle verweist. Wissenschaftlich besser ist es, die Originalquelle zu beschaffen und direkt zu zitieren. Sekundärzitate sollten nur verwendet werden, wenn die Originalquelle nicht zugänglich ist.
Zitieren einer Quelle aus zweiter Hand
Wenn du eine Aussage aus einer nicht selbst gelesenen Originalquelle übernehmen musst, kennzeichnest du dies mit „zitiert nach“. Dadurch wird transparent, dass du die Information aus zweiter Hand hast.
Beispiel: Weber betont „XY“ (zitiert nach Müller 2020, S. 50).
Im Literaturverzeichnis wird nur die Quelle aufgeführt, die du tatsächlich gelesen hast. Im Beispiel wäre das Müller (2020), nicht Weber (1980).
Richtiger Umgang mit Originalquellen und Sekundärquellen
Originalquellen sind wissenschaftlich vorzuziehen, weil du den vollständigen Kontext selbst prüfst. Eine Sekundärquelle kann Aussagen verkürzen, missverständlich wiedergeben oder falsch interpretieren. Wenn du nur das Sekundärzitat kennst, übernimmst du dieses Risiko.
Verwende Sekundärquellen deshalb sparsam und lege immer offen, dass du die Originalquelle nicht selbst gelesen hast. So vermeidest du den Eindruck, eine Quelle geprüft zu haben, die du tatsächlich nur über eine andere Quelle kennst.
Prüfung
Quellen und Zitation prüfen
Vor der Abgabe solltest du prüfen, ob alle Quellen wissenschaftlich geeignet, vollständig angegeben und korrekt zitiert sind. Besonders wichtig ist die Übereinstimmung zwischen Quellenverweisen im Text und Literaturverzeichnis.
Checkliste wissenschaftliches Zitieren
- Sind alle verwendeten Quellen wissenschaftlich geeignet?
- Wurden nicht-wissenschaftliche Quellen vermieden oder korrekt eingeordnet?
- Sind direkte Zitate in Anführungszeichen gesetzt?
- Sind indirekte Zitate wirklich in eigenen Worten formuliert?
- Wird der Zitierstil durchgehend einheitlich angewendet?
- Sind Onlinequellen mit URL und Abrufdatum angegeben?
- Wurden interne oder nicht veröffentlichte Quellen transparent gekennzeichnet?
- Sind eigene Interviews korrekt als persönliche Kommunikation oder Anhangsquelle belegt?
- Werden Sekundärzitate mit „zitiert nach“ kenntlich gemacht?
- Stimmen alle Textverweise mit dem Literaturverzeichnis überein?
Wissenschaftliches Zitieren sichert Nachprüfbarkeit, schützt vor Plagiaten und zeigt, auf welcher Quellenbasis deine Argumentation beruht.
Wissenschaftliches Zitieren verlangt geeignete Quellen, korrekte Quellenverweise und ein vollständiges Literaturverzeichnis. Wissenschaftliche Quellen wie Fachbücher, Journals und Studien sind nicht mit Blogs, Wiki-Seiten oder Social Media gleichzusetzen. Direkte Zitate übernehmen den Wortlaut, indirekte Zitate paraphrasieren den Inhalt. Onlinequellen, Interviews, interne Dokumente und Sekundärquellen benötigen besondere Sorgfalt, damit die Herkunft jeder Aussage nachvollziehbar bleibt.
Häufige Fragen & Antworten
Du hast noch weitere Fragen zur Zitation, die du nicht in diesem Artikel beantwortet bekommen hast? Dann recherchiere weiter in der Wissensdatenbank hier bei 1a-Studi.
Warum musst du Quellen in einer wissenschaftlichen Arbeit zitieren?
Quellen musst du in einer wissenschaftlichen Arbeit zitieren, weil fremdes Gedankengut eindeutig kenntlich gemacht werden muss. Dadurch vermeidest du Plagiate, machst deine Aussagen überprüfbar und zeigst, auf welcher fachlichen Grundlage deine Argumentation beruht. Richtiges Zitieren ist daher nicht nur eine formale Pflicht, sondern ein zentraler Bestandteil wissenschaftlicher Redlichkeit.
Welche Quellen eignen sich für wissenschaftliche Arbeiten?
Für wissenschaftliche Arbeiten eignen sich vor allem Fachbücher, Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften, Studien von Forschungsinstituten, Sammelbände, Dissertationen und andere fachlich geprüfte Publikationen. Besonders geeignet sind Quellen, die von qualifizierten Autoren verfasst, in wissenschaftlichen Verlagen erschienen oder durch Peer-Review-Verfahren geprüft wurden.
Welche Quellen solltest du in wissenschaftlichen Arbeiten vermeiden?
In wissenschaftlichen Arbeiten solltest du Blogs, Forenbeiträge, Wiki-Seiten, Social Media, private Webseiten, populärwissenschaftliche Artikel, ungeprüfte Skripte, Vorlesungsfolien und nicht veröffentlichte Materialien vermeiden. Solche Quellen sind häufig nicht fachlich kontrolliert, nicht dauerhaft stabil oder nicht wissenschaftlich belastbar. Sie können als Einstieg dienen, sollten aber nicht die Grundlage deiner Argumentation bilden.
Woran erkennst du eine gute wissenschaftliche Quelle?
Eine gute wissenschaftliche Quelle erkennst du an qualifizierten Autoren, einer wissenschaftlichen Publikationsform, vollständigen bibliografischen Angaben, Aktualität und thematischer Relevanz. Wichtig ist auch, ob die Quelle in einem Fachverlag, Journal oder einer wissenschaftlichen Datenbank erschienen ist. Eine Quelle sollte nachvollziehbar, zitierfähig und für deine Fragestellung fachlich geeignet sein.
Was ist der Unterschied zwischen direktem und indirektem Zitat?
Ein direktes Zitat übernimmt den genauen Wortlaut einer Quelle und steht in Anführungszeichen. Ein indirektes Zitat gibt den Inhalt einer Quelle in eigenen Worten wieder. Beide Formen brauchen eine Quellenangabe. Beim direkten Zitat muss die Textstelle exakt übernommen werden, inklusive Rechtschreibung und Zeichensetzung. Beim indirekten Zitat darf der Sinn nicht verändert werden.
Wie zitierst du ein direktes Zitat richtig?
Ein direktes Zitat zitierst du, indem du die Textstelle wortwörtlich übernimmst und in Anführungszeichen setzt. Direkt danach folgt die Quellenangabe mit Autor, Jahr und Seitenzahl oder eine entsprechende Fußnote. Auslassungen kennzeichnest du mit eckigen oder runden Klammern, zum Beispiel „[...]“. Eigene Ergänzungen stehen ebenfalls in eckigen Klammern. Fehler im Original werden mit „[sic]“ kenntlich gemacht.
Wie zitierst du ein indirektes Zitat richtig?
Ein indirektes Zitat zitierst du, indem du den Inhalt einer Quelle in eigenen Worten wiedergibst und am Ende eine Quellenangabe setzt. In der deutschen Zitierweise wird häufig „vgl.“ verwendet, um die sinngemäße Wiedergabe zu kennzeichnen. Wichtig ist, dass du keine ganzen Satzteile aus der Quelle übernimmst und den Sinn der Aussage nicht verfälschst.
Welche Zitierstile gibt es für wissenschaftliche Arbeiten?
Für wissenschaftliche Arbeiten gibt es verschiedene Zitierstile. Zu den geläufigsten gehören APA, Harvard, Chicago, MLA, IEEE, AMA, DIN ISO sowie fach- oder hochschulspezifische Varianten. Die Zitierweise kann im Text, in Fußnoten oder numerisch erfolgen. Entscheidend ist, dass du den vorgegebenen Stil deiner Hochschule konsequent und einheitlich verwendest.
Wie zitierst du Onlinequellen in wissenschaftlichen Arbeiten?
Onlinequellen zitierst du mit Autor oder herausgebender Institution, Titel, Jahr oder Aktualisierungsdatum, genauer URL und Abrufdatum. Das Abrufdatum ist wichtig, weil sich digitale Inhalte verändern können. Wenn ein PDF, E-Book oder Fachartikel online verfügbar ist, aber vollständige Publikationsangaben besitzt, solltest du es wie die gedruckte wissenschaftliche Quelle zitieren.
Wie gehst du mit nicht öffentlich zugänglichen Quellen um?
Nicht öffentlich zugängliche Quellen wie interne Dokumente, E-Mails, Briefe, unveröffentlichte Manuskripte oder persönliche Interviews musst du besonders transparent kennzeichnen. Häufig werden solche Quellen nur im Text oder in einer Fußnote angegeben, nicht im Literaturverzeichnis. Wenn Transkripte oder Dokumente im Anhang stehen, solltest du im Text eindeutig darauf verweisen.
Wie zitierst du selbst geführte Interviews?
Selbst geführte Interviews zitierst du meist als persönliche Kommunikation im Text oder in einer Fußnote. Du nennst die befragte Person, die Art der Kommunikation und das Datum. Bei anonymisierten Interviews verwendest du neutrale Bezeichnungen wie „Interviewpartner A“. Wenn das Interview transkribiert und im Anhang abgelegt wurde, kannst du zusätzlich auf den Anhang verweisen.
Was ist ein Sekundärzitat?
Ein Sekundärzitat liegt vor, wenn du eine Aussage aus einer Quelle übernimmst, die selbst auf eine andere Originalquelle verweist. Wissenschaftlich besser ist es, die Originalquelle selbst zu lesen und zu zitieren. Wenn die Originalquelle nicht zugänglich ist, kannst du mit „zitiert nach“ arbeiten. Im Literaturverzeichnis führst du dann nur die Quelle auf, die du tatsächlich gelesen hast.
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Recherche und Korrektur der Zitation im Text nach APA, Chicago, Harvard und Hochschulrichtlinien
Zitationskorrektur ansehenRecherche und Korrektur der Quellen im Literaturverzeichnis nach Hochschulrichtlinien sowie APA, Chicago, Harvard, IEEE etc.
Literaturverzeichnis ansehenJede Quelle muss die richtigen bibliografischen Angaben tragen. Alle Quellen müssen im Text und im Literaturverzeichnis übereinstimmen.
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